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  • Day138

    Freeiiiii: Auf Wiedersehen Ecuador!

    October 11 in Ecuador ⋅ ⛅ 11 °C

    WIR SIND IN KOLUMBIEN!!! Ich kanns kaum fassen aber wir sind raus aus Ecuador und sitzen endlich nicht mehr in dieser Ungewissheit fest! 🤩🤩🤩 Ich hatte schon befürchtet, dass das jetzt noch die ganzen 30 Tage des Ausnahmezustands so weitergeht! 🥵

    Heute rief uns um 13Uhr der Hotelportier an mit hammer News: Die Straße nach Kolumbien ist offen! Alle anderen sind nach wie vor gesperrt, aber wir können wieder dorthin zurück, wo wir hergekommen sind. 🤩 Wir kamen gerade vom Sport und hatten morgens schon das Zimmer verlängert, nachdem es hieß, dass sich die Lage aktuell eher verschlechtert hat. Und dann sowas! Wir sofort nach vorne und mit dem Hotelportier gesprochen. Mega aufgeregt. Der hat uns jedoch direkt wieder die Hoffnung genommen. Denn die Straße nach Kolumbien sei zwar offen, allerdings gebe es keine Taxen oder Busse, die uns die 2,5 Stunden zur Grenze fahren. Nur per Anhalter.
    Genaaaauuu, ich fahr per Anhalter in nem Dritte Welt Land, wo man nicht mal in ein Taxi ohne 2 Sicherheitskameras und roten Panik Button einsteigen soll. 🙄
    Die Argentinier, die die letzten Tage mit uns im Hotel festsaßen, waren bereits in Aufbruchstimmung. Ihre Firma (die armen mussten jeden Tag arbeiten, die hat man immer nur mit Laptop und in Skype Calls gesehen während wir den ganzen Tag faulenzen konnten 😜) hatte eine Securityfirma beauftragt, um die 3 direkt über die Grenze nach Kolumbien zu bringen. Oh prima! Dann könnten wir ja im Nachgang ebenfalls mit der Securityfirma über die Grenze fahren!

    Aber es kam besser. Der nette Hotelportier kam zu uns und sagte, dass sein Cousin uns fahren würde! Total geil! 🤩 Wir einigten und auf einen Preis, packten schnell alle 7 Sachen zusammen, und um 15Uhr saßen wir im Pick-up des Cousins des Hotelportiers. „Mega mega gut, wir kommen hier raus!!“ 😍

    Die ersten 2 Stunden verliefen reibungslos. Überall auf der Strecke waren noch Reste der zig Blockaden zu sehen, viele Teile der Straße noch schwarz vom Ruß der vielen angezündeten Autoreifen. Doch dann, 10Minuten vor der Grenze, verfolgt uns auffällig lange ein Polizeifahrzeug mit Blinklicht. 2 Minuten später hat es uns überholt und fordert uns zum Anhalten auf. Oh Gott, was kommt denn jetzt? Bevor der Cousin des Hotelportiers die Tür aufmacht sagt er noch hastig 3 Sätze auf Spanisch, von dem wir nur verstehen, dass wir nicht sagen sollen, dass er da Geld für kriegt. Äh, shit, was, verboten? 😨 Der Fahrer wird von uns getrennt und wir werden einzeln befragt. Obwohl wir scheinheilig behaupten, dass die Fahrt ein „favor“ von dem Hotel sei und wir nichts für die Fahrt bezahlen wird unser Fahrer eingesammelt und sitzt ab dann im Polizeiauto. Denn die Stories deckten sich nicht 😑 Shit, was jetzt? Der Cousin kommt aus dem Polizeiauto zu uns und sagt uns irgendwas. Wir verstehen nicht was er will, also tickert er es in die Google Translate App von Michas Handy und raus kommt: “They prisoned the vehicle.” Eh, immer noch nicht verstanden, was? Heißt das, wir müssen aussteigen, und die letzten 10 Autominuten mit unserem schweren Gepäck gehen? Ist ja mega gefährlich! Und dauert zu Fuß EWIG! 😰 Der Polizist bemerkt unsere Stutzigkeit und schafft klare Fakten: Er setzt sich ans Steuer unseres Autos und chauffiert uns die letzten 10Minuten zur Grenze! Der Cousin mit dem zweiten Polizisten im Polizeiauto mit Blinklicht hinter seinem eigenen Wagen hinterher. Das ist ja mal hart unwirklich! Und so kommen wir doch tatsächlich an der Grenze zu Kolumbien an, machen noch ein Selfie mit dem Polizisten (Micha hat den doch tatsächlich danach gefragt! 😂) holen uns unsere Ausreisestempel (das war also Ecuador), und reisen wieder gehend über die Grenze nach Kolumbien ein.

    Genauso mit 37x umsteigen wie wir gekommen sind fahren wir jetzt also wieder zurück. Weils so schööön war! 😂 Der Weg verläuft zum Glück deutlich problemfreier als auf der Hinfahrt, es gibt keinen Erdrutsch oder ähnliches, der die Straßen blockiert, und so kommen wir um 21Uhr abends im kolumbianischen Pasto an. Pasto hat nen Flughafen, von dort aus werden wir in ein paar Tagen nach Peru fliegen. Die Tatsache, dass wir es aus Ecuador geschafft haben bedeutet, dass Joey ihren Flug umbuchen kann, und wir uns dann zum Glück doch noch sehen! ❤️ Gott, das stand schon hart auf der Kippe! Joey war zum Glück egal, wo die Reise hingeht, ganz nach ihrem Motto: “Ecuador oder Peru, Hauptsache Asien!” 😂 Ich liebe diese unkomplizierte Art! Treffen wir uns halt in Peru, gut, dass das 5 Tage vor dem Langstreckenflug aus Deutschland dann auch mal feststeht 😅
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