Myanmar
Myanmar [Burma]

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Top 10 Travel Destinations Myanmar [Burma]:

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314 travelers at this place:

  • Day54

    Bagan

    December 11, 2018 in Myanmar ⋅ ⛅ 26 °C

    Bagan ist die Stadt, wo man sich an Bauten, d.h. Tempeln, Stupas und Buddhas sattsehen kann. Es sollen über 3000 Bauten sein und einige davon sind im 11. Jh. entstanden. Es ist eine Stadt, die man nur bestaunen kann.

  • Day102

    Unterbruch

    December 13, 2018 in Myanmar ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute war leider kein guter Tag. Schon vor dem Frühstück fühlt sich Annatina wie gerädert. Leider hilft das Essen kein Stück.
    Annatinas Temperatur steigt bisweilen stark an, nur um zwei Stunden später fast wieder Normalzustand zu erreichen und dann wieder zu steigen.
    Langsam machen wir uns Sorgen. Annatina hält sich grossartig davon ab die Symptome bestimmter Tropenkrankheiten zu Google und überlässt das Beobachten und Einschätzen Stephan.
    Wir einigen uns auf mindestens eine weitere Nacht in Mandalay und auf einen umgehenden Arztbesuch sollte das Fieber eine Grenze überschreiten oder länger als 24h anhalten.
    Zur Beruhigung für euch zuhause: Dengue wäre zwar sehr kräftezehrend, ist jedoch bei Erstinfektionen sehr selten wirklich gefährlich. Malaria wäre gut behandelbar und zudem befinden wir uns seit etwa 1,5 Monaten ausserhalb des Gefaherngebietes, was eine aussergewöhnlich lange Inkubationszeit wäre.

    PS: Stephan war noch etwas draussen sich die Beine vertreten und Wangen bemalen (die Creme ist aus Sandelholz und wird hier als Sonnenschutz und Schminke benutzt).

    Update: das Fieber ist nachts zwar erst leicht gestiegen, ist jedoch heute Morgen fast komplett zurück gegangen.
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  • Day105

    Von Sonnenauf- und Untergängen

    December 16, 2018 in Myanmar ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach einer unbequemen Nacht holte uns um 4.30 der Wecker aus dem Bett. Missmutig zogen wir uns an und nahmen um 5.00 vor dem Hotel die zwei Roller in Empfang. Danach brausten wir mit 45km/h durch die kühle dunkle Nacht über die Strasse zu den Tempeln. Immer wieder taucht hier und da ein Roller mit anderen Touristen auf. Irgendwann biegen wir ab auf eine schmale Sandstrasse. Nur mit Scheinwerfern gar nicht so einfach normal vorwärts zu kommen. Überall sehen wir nun andere Roller und Leute. Jeder fährt irgendwo anders hin. Endlich erreichen wir den kleinen Tempel den Stephan gestern nach langer Recherche im Netz gefunden hat.
    Bagan ist eine flache Ebene mit über 2000 Tempeln. Die schönsten Fotos entstehen zum Sonnenaufgang. Dazu muss man aber in einer höheren Position sein. Dazu konnte man auf eine Pagode mit Terrasse und von dort aus fotografieren. Konnte...
    Seit Januar 2018 ist das Erklimmen von Tempeln verboten. Zum Schutz der Gebäude, der Touris und um die Tourizahl klein zu halten. Ein paar kleine Tempel sind aber noch offen. Diese muss man somit finden. Auf den grossen Aussichtsplattformen ist es angeblich meeega eng, voller Chinesen und die Aussicht ist schlecht.
    Wir haben unseren ja zum Glück auf Anhieb gefunden. Vor dem Tempel stehen schon ein paar Bikes, am Eingang empfängt uns ein Junge und zeigt uns den Weg hoch auf die Pagode. Oben ergattern wir noch die letzten zwei Plätze auf der oberen Reihe. Es ist nun 5.30. Der Sonnenaufgang ist um 6.40. Doch bereits eine Stunde vorher wird es langsam heller. Es kommen immer mehr Leute. Angeblich ist es aber noch lange nicht so schlimm wie auf den öffentlichen Aussichtspunkten. Das Licht über der Ebene ist überwältigend und taucht alles in magisches Licht. Kurz nach Sonnenaufgang steigen auch die ersten Heissluftballons. (Allgemeiner Jubel auf der Pagode) Die reichen Touristen zahlen 350 US Dollar um eine Stunde mit dem Ballon über die Ebene zu fliegen. Von unten machen diese Ballone das Bild perfekt. Deshalb die Freude. Kurz darauf fahren wir zurück ins Hotel uns Frühstücken. Danach legen wir uns nochmals ins Bett. Annatina hat immer noch oft Kopfschmerzen uns ist noch nicht ganz Fit. Am Nachmittag packen wie unsere Sachen und fahren los um ein paar ausgesuchte Tempel zu erkunden. Schlussendlich sehen sie alle ähnlich aus, daher haben wie keinen grossen Stress möglichst viele zu sehen.
    In einem Tempel erklärt uns ein Sandzeichner sein Handwerk und den Hintergrund von einigen Symbolen. Nach einigem Hin und Her Gefahre wird es Zeit für den Sonnenuntergang. Diesen schauen wie uns auf einem etwas weiter entfernten Aussichtshügel an. Wir sind dann auch fast alleine. Zudem sehen wir auch vier Kuhherden, die ins Dorf zurück getrieben werden. Bevor es ganz Dunkel ist fahren wir zurück uns bringen unsere Scooter zum Aufladen vorbei. Nach gestern haben wir heute ein super leckeres und nicht überraschend schafes Abendessen. Zum Abschluss des Abends setzen wir uns in ein anderes Restaurant mit WLAN um ein paar Serien, Hörbücher und Potcasts runterzuladen (unser Hostel WLAN ist kaum nutzbar) und den nächsten Morgen zu planen.
    Nun ist schon 22.00 und wir müssen nun schlafen morgen um 4.30 klingelt der Wecker.
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  • Day54

    Inle lake - dag 3

    December 17, 2018 in Myanmar ⋅ 🌙 21 °C

    Vroeg uit ons bed om de warmte te vermijden op onze fietstocht. Als ontbijt namen we de lokale noedelsoep. Deze smaakte vooral Tat, maar Steven vond het ook niet slecht. We moesten onze fietsen nog huren in een shopje in de buurt. De man was zeer vriendelijk en de fietsen waren ook echt degelijk. Hij testte onze remmen, banden en slot. Het was goeie service! We kregen zelfs een kaart met de weg op.

    Onze eerste stop was Mine Thauk. Dit was een klein lokaal dorpje dat op het eerste zicht niet veel voorstelde. De weg er naartoe was wel aangenaam, we zagen de bergen op de achtergrond en tussendoor wat velden met zonnebloemen en andere gewassen. We wisten wel dat we vanuit het dorpje een bootje konden nemen. We gingen een straat in richting het water en wat bleek, er was een lange "wandelbrug" over het water van het meer gebouwd. Langsheen de brug stonden huizen op stelten in het water. Er waren ook wat tuintjes. We spotten ook een groep ooievaars. Ineens stopte de brug en moesten we terugkeren. Aan het begin van de brug stonden de bootjes klaar om ons naar de overkant van het meer te brengen, fiets en al! De boottocht gaf ons weer prachtige uitzichten, maar deze keer zat het er al op na een dikke 20 min.

    Het dorpje waar we toekwamen was Khaung Daing. Dit was op zich niet zo speciaal en stond vooral bekend om de warm waterbronnen een eindje verder. We hadden deze al op voorhand opgezocht en hadden besloten om ze niet te bezoeken omdat ze vrij prijselijk waren. Maar de route had ook weer mooie uitzichten. Spijtig genoeg was de baan wel smaller en Tat is een keer van de baan gereden door een auto die een camionette wou passeren. Jaja het verkeer in Azië ..

    Het laatste deeltje van onze route was een weg omringd door water. Hier hebben we toch wat pauzes genomen om foto's te nemen.

    Terug in het dorpje zijn we nog eens langs de lokale markt gepasseerd. Hier heeft Tat een zilvere ring gekocht en hij werd op maat aangepast. Voor de rest hebben we nog wat gerelaxed en wat dingen in orde gebracht. Zo vertrekken we morgen op trekking voor 3 dagen. Dus zal het weer even stilletjes zijn.
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  • Day58

    Mandalay

    December 21, 2018 in Myanmar ⋅ ☀️ 27 °C

    Vandaag was een onavontuurlijke dag. De enige activiteit die we deden was de bus nemen van Kalaw naar Mandalay. Deze vertrok normaal om 11u en kwam toe om 16u. Maar zoals overal was er wat vertraging dus kwamen we pas om kwart voor zes toe en moesten we nog een taxi nemen naar het stadscentrum. De taxi's zijn hier goedkoop dus dat was geen probleem.

    Het eerste deel van de busrit was door de bergen en ook al reed de bus vrij rustig, we kregen toch wat last van onze maag. We hebben 's middags dan maar een portie noedels gedeeld. Het zicht was wel heel mooi. Hier waren de bergen nog bijna volledig bebost.

    Het tweede deel van de busrit ging gelukkig sneller en met minder bochten. Hier hadden we nog steeds mooi uitzicht. Het landschap had wat weg van de savanne, maar met meer bomen.

    Uiteindelijk hebben we Mandalay enkel door het raam van de taxi verkend, want tegen dat we ingecheckt waren hadden we niet meer veel moed om ver te gaan zoeken voor eten. Het werd een soort snackbar op 5 min van ons hotel. Voor de rest was het terug voorbereiden voor morgen, want we vertrekken voor twee dagen op boottocht!
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  • Day64

    Ngapali

    December 21, 2018 in Myanmar ⋅ ☀️ 29 °C

    10 Tage am Strand! Ngapali, ein Paradies für Fischliebhaber! Wahrscheinlich gibt es mehr Restaurants als Einwohner. Hungern muss man nicht😊.
    Es gibt viele streunende Hunde - irgendwo finden sie auch ein Reishäufchen deponiert. Die Birmakatze hingegen sieht man nicht: Es war eine Palastkatze und da es keinen König mehr gibt... . Sie wurde aus den USA wiedereingeführt und man müsste sich anmelden, wenn man die Zucht besichtigen wollte. Myanmar hat lustigerweise 8 Wochentage. Der Mittwoch ist bis Mittag ein Tag, der Nachmittag ist auch ein Tag!Read more

  • Day366

    1 Jahr im Amt - eine zweite Bilanz

    January 17, 2019 in Myanmar ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir haben es geschafft! Ein ganzes Jahr auf Weltreise und noch immer liiert. Und glücklich. Meistens. Scheinbar so glücklich, dass uns Team Frankreich beim Hike in Myanmar nur so mit Komplimenten überschüttet. Man hätte kaum je ein Pärchen gesehen, dass nach 9 Jahren immer noch so verliebt daher kommt. Ha, endlich sieht und anerkennt jemand meine Anstrengungen. Aber auch sonst haben wir in 1 Jahr wohl mehr erreicht, als der selbstverliebte Deppen-Donald in seinen 2. Finde ich. Sue auch.

    In den vergangenen 365 Tagen haben wir 87’311 km mit 36 Flugzeugen, 31 Schiffen, 98 Bussen, 3 Camper-Vans und 3 Zügen zurückgelegt, um 135 Destinationen in 27 Ländern zu besuchen und in 141 verschiedenen Betten zu schlafen. Pinguine gesehen und gestritten haben wir je 8 Mal - uns getrennt noch nicht. Wobei das kommt noch. Für den März haben wir individuelle Individualreisen geplant. Jeder für sich. Denn alleine Reisen gab es in den ersten 39 Jahren meines Lebens noch nicht. Mit Ausnahme von 3 wenig erfolgreichen Wochen USA mit 16, aber das ist eine andere, längere und eher traurige Geschichte.

    Für die irgendwann geborenen und bestimmt gelangweilten 17 Enkelkinder haben wir das vergangene Jahr mit 14‘341 Fotos, 72‘635 Worten, 249 Wein-Reviews und 42 Clips produziert aus 1’572 Videos festgehalten. Wir sprechen wohl schon von mehreren Büchern. Wobei wer braucht schon Bücher, wenn es das Internet gibt? Wahrscheinlich würden wir die sowieso verlieren, wie die 8 Sachen auf der Reise bisher. Oder sie würden gestohlen wie die GoPro in China. Also keine Bücher.

    Zwar freuen uns die 6‘049 Likes von Freunden und Familie ungemein, aber lange können mich diese virtuellen Zuneigungen nicht mehr trösten. Zum Glück haben wir unterwegs schon 8 Freunde, Freundinnen oder Familienmitglieder aus der Schweiz getroffen, sonst wäre ich vielleicht schon nach Hause. Wobei davon nur der Taeschler Marc so verrückt war, extra und ausschliesslich wegen uns nach Australien zu reisen. Lustiger Vogel. Ähnlich lustig wie das Lachen des dort ansässigen Kookaburra.

    Ich freue mich auf den Sommer in der Schweiz. Sue auch. Obwohl uns das Reisen scheinbar gut tut. Also mir. Sue nimmt das alles schon ein wenig mit. War ja klar. Das schwache Mädchen kommt insgesamt auf 3 Krankheitstage und der starke Junge hält sich wacker bei Null. 0. Nix. Nada. Always up and running. Ok, nicht ganz. Da war diese eine Nacht und der halbe Tag in Kuba. Sue hat dies als 1 Tag krank in der Statistik vermerkt. Von mir aus. Verdammtes Nowitschok.

    Beim Thema Geld gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht beziehungsweise Entwicklung. Die gute zuerst. Wir konnten die täglichen Kosten signifikant unter das angepeilte Budget von 100 Stutz pro Tag senken und ich bin wieder der BFF vom Budget. Das beruht aber nach wie vor nicht auf Gegenseitigkeit. Scheiss Budget. Sparsam wie wir sind, geben wir im Schnitt 22% für Übernachtungen aus, 26% für den Transport zwischen den Destinationen und die restlichen 52% für alles dazwischen. Fulminante Kostentreiber waren neben dem Verlassen der Schweiz und seither reichlich Wein die Marine-Iguanas auf den Galapagos Inseln, die Tauchausbildung bei Dr. John with no t-shirt on und einfaches und simples Sein in Hawaii und Down Under.

    Die schlechte Nachricht? Sue‘s Kässeli ist fast leer. Trotz der übertriebenen Budget-Harmonie. Naja, für ein paar Wochen reicht es noch und vielleicht findet sich ja irgendwo doch noch ein Penthouse-Gönner, der unsere Reisezeit nochmals ein wenig ausdehnt. Ansonsten freuen wir uns auch einfach wieder auf Zuhause. Wohnen im Hotel Mama. Der Traum eines jeden knapp Vierzigjährigen. Zumindest wenn man(n) Italiener ist. Also wäre.

    So, ich hab Durst.
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  • Day46

    Mingalaba Myanmar

    February 11, 2019 in Myanmar ⋅ ☀️ 33 °C

    Der Flug von Krabi über Bangkok nach Yangon verläuft zwar um einiges unorganisierter als wir es gewohnt sind, jedoch klappt alles nach Plan. Wir nutzen die 5 Stunden am Flughafen um schwere Bücher auszulesen und uns über das bevorstehende neue Land zu informieren sowie unser teuerstes Essen in Thailand zu uns zu nehmen ;). Hätten wir gewusst, dass es die Sicherheitskontrolle nicht einmal stört wenn wir 200ml Sonnenmilch in der Seitentasche unseres Handgepäckrucksackes vergessen oder unser Desinfektionsmittel noch frei am Rucksack rumbaumelt, dann hätten wir garantiert auch versucht, etwas zu essen und zu trinken mitzubringen. Nun ja so haben wir wieder einmal etwas zu schmunzeln.
    Yangon begrüßt uns wortwörtlich mit einem Lächeln. Selbst die Taxifahrer am Flughafen haben Spaß daran, mit uns um den Preis zu feilschen, lachen mit uns, als Seb die Hälfte des vorgeschlagenen Preises anfordert und nehmen uns dann doch für 5€ eine Stunde lang mit durch den Trubel der Innenstadt bin ans andere Ende zur Strand Street, wo unser Hostel liegt. Es ist ein niedlicher kleiner Ort mit unheimlich netten Besitzern, die uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Zimmer erreicht die Skala an Mindestmaß, die wir bisher aufgestellt haben. Wir haben prinzipiell nur ein Bett und den Raum unter dem Bett zum Verstauen unserer Sachen. Witzigerweise bringt das irgendwie Gemütlichkeit, wenn wir abends die Tür öffnen, einen kleinen Sprung machen und direkt im Kuschelreich landen - kurzum, wir stellen mal wieder fest, dass manchmal weniger Platz mehr ist und fühlen uns in unserer Mäusebox ganz wohl, genießen sogar einen Filmabend darin und erleben nur den Moment als eigenartig, als plötzlich mitten in der Nacht eine Razzia an allen Türen zu klopfen scheint. Wir schrecken auf, lauschen laute Geräusche, schauen nochmal, ob wir abgeschlossen haben (der Weg zur Tür ist glücklicherweise nicht weit) und warten, bis das Gewusel im Flur vorbei zu sein scheint. Es stellt sich heraus, dass das ganze Theater von einem Franzosen initiiert ist, der anscheinend das ganze Haus wecken muss, weil er eine Kakerlake im Bad gesehen hat. Zugegeben, das hätte mich nun auch nicht gerade erfreut aber in Costa Rica habe ich gelernt, dass das in solch warmem Ländern einfach auch in den saubersten Haushalten nicht zu verhindern ist - von daher finde ich den Grund wirklich nicht ausreichend um das gesamte Hostel wach zu halten, aber die Franzosen nörgeln hier eben ganz gern.

    Yangon ist, wie viele Städte in Myanmar, einmal Hauptstadt des Landes gewesen. Der Regierungssitz war hier bis 2005 ansässig. Es ist eine riesige Metropole mit 5,5 Millionen Einwohnern. 1930 unterlag Yangon einem Erdbeben welches große Teile der Stadt zerstörte. 1755 wurde die Stadt nach der Unterwerfung aller Städte der Mon vom König Alaungphaya erstmalig zur Hauptstadt des birmanischen Reiches ernannt. Yangon bedeutet „Ende des Streits“. Nachdem Myanmar 1948 die Unabhängigkeit von Großbritannien erlangte, wurde der Kolonialname Rangun erst 1989 zurück zu Yangon geändert. 1990 fanden erstmalig demokratische Wahlen statt und eine demokratische Partei erlangte einen einschlagenden Sieg. Die Wahlen wurden anschließend vom Militärregime als ungültig erklärt und viel zu viele studentische Protestanten blutig nieder geschlagen. 2007 gab es einen erneuten friedlichen Demonstrationsversuch, begonnen von Nonnen und Mönchen folgten schnell auch Zivilisten. Das Militär begann, die Proteste blutig niederzuschlagen und beendete den Aufstand schnell.
    In den drei Tagen, in denen wir uns in Yangon befinden, stoßen wir einmalig auf eine friedliche Protestaktion, die es anscheinend sogar in die Medien schafft. Wir erleben die Menschen eher als zurückhaltend und ruhig und sehen nur ab und zu Militärpräsenz. Ein unsicheres Gefühl haben wir hier jedoch gar nicht-im Gegenteil. Am ersten Abend besuchen wir den Nachtmarkt der Stadt und merken schnell - nicht nur das Essen hier ist völlig anders - andere Gewürze, andere Nudeln - einfach ein völlig anderes leckeres Geschmackserlebnis. Auf jedem Tisch steht eine Kanne Tee. Es sind 30 Grad um 21:00Uhr und trotzdem genießen alle heißen Tee und auch wir werden von einer freundlichen Familie dazu aufgefordert, zu probieren.
    Erstmalig stehen wir somit nicht aufgrund der Schärfe schwitzend vom Tisch auf. Wir erleben auf diesem kleinen Markt das erste Mal richtige Herzlichkeit von allen Menschen um uns herum. Jeder scheint erfreut zu sein, uns zu sehen und zu bewundern, wie wir zunächst versuchen unsere Nudeln mit Stäbchen zu essen um dann festzustellen, dass das niemand hier tut und die Gabel zur Hand zu nehmen. Wir bekommen Empfehlungen und viele echte lächelnde Gesichter an diesem Abend geschenkt und fühlen uns trotz des Großstadtfeelings zunächst richtig wohl und angekommen in Myanmar.

    Bei unserem anschließenden Spaziergang entlang des Flusses werden wir in die Realität zurück geholt. Irgendwie haben wir immernoch nicht unsere europäische Vorstellung eines romantischen Uferspaziergangs abgelegt. Hier sind wir einfach nur schockiert vom tiefbraunen Wasser, Bergen an Müll und allen möglichen großen und kleinen Straßentierchen die sich neben dem armen Volk aneinander tümmeln. Es macht uns sehr traurig, wie wenig Bewusstsein für die Schönheit der Natur hier präsent zu sein scheint.
    Wir kehren in unsere Box zurück, holen uns für diesen einen Abend mit Paddington Bär aus der Realität heraus und schlafen doch wieder mit einem lächelnden Gesicht ein. Auf dieser Reise sind seltene Filmabende zu einem echten Highlight geworden. Meist erleben wir tagsüber genug oder recherchieren noch einiges am Abend oder schlafen einfach ein wie Steine, sodass wir keine Lust mehr darauf haben - aber es ist doch ein Stück zuhause, ein Stück „westliches Leben“, wenn wir es doch einmal tun und es ist schön, die Gedanken manchmal in dieser Welt zu wissen.
    In Yangon verlängern wir die ursprünglich geplanten zwei Nächte auf drei, um nicht durch die Sehenswürdigkeiten hetzen zu müssen. Wir schlendern an unserem ersten Tag durch das Kolonialviertel der Stadt. Hier findet man noch einen relativen großen Anteil der ehemals von den Briten geplanten Altstadt. Für uns sind die Erwartungen nicht so riesig, da diese Bauweise uns ja nicht ganz unbekannt ist. Spannend sind allerdings vor allem die Gebäude, die nach Sebastians Einschätzung kurz vor dem Einbruch stehen. Völlig eingegriffen von der Natur und leider auch von etwas Müll wirken diese Häuser fast mystisch und entwickeln alle ihren eigenen besonderen Charakter. So spannend es auch ist, all diese geheimen Ecken zu erkunden, ist es doch irgendwie auch sehr traurig, dass sich so wenig um diesen Kulturbestand gekümmert wird. In Yangon wird uns sehr deutlich, wie arm und reich nebeneinander Leben. Auch ein Marinegebäude und ein teures Hotel wurden in den Kolonialhäusern erbaut. Der Luxus und die gute Erhaltung wirken fast peinlich wenn man die Armut und den Zerfall direkt nebenan betrachtet.
    Der Einheitsplatz in der Innenstadt bietet einen zentralen Anlaufpunkt mit Blick auf die wichtigsten Gebäude der Regierung der Stadt und der einzigen Pagode weltweit, die auf einem Kreisverkehr steht. An Wolkenkratzern werden die riesigen Glasfenster piekfein geputzt, zwei Straßen weiter in Chinatown wird immernoch das chinesische Neujahr (übrigens das Jahr des Schweins) in den buntesten Farben gefeiert und weiter unten am Fluss schauen Menschen gemeinsam neben riesigen Haufen Müll und zwischen Ratten und Dreck gemeinsam auf einem Bildschirm ein Fußballspiel während sie Abendbrot essen.
    Im Kopf bleibt mir aus dieser Stadt auch ein Kind, welches nicht einmal stehen kann und zwischen Plastikmüll sitzend einen Turm aus Dosen baut - direkt vor einer Schönheitsklinik.
    Es ist ein armes Land, deutlich ärmer als Thailand und trotzdem begegnen uns hier so viele lächelnde Gesichter und freundliche Menschen. Sobald wir ratlos aussehen, werden wir gefragt ob wir Hilfe brauchen, den Weg zu finden. In einer kleinen empfohlenen Bar treffen wir auf einen Inder, der seit zwei Jahren in Myanmar lebt, da er hier deutlich besseres Geld verdient und uns in eine nette Unterhaltung verwickelt.
    Wir lieben Myanmar auch für seine Teekultur. Das ist uns in Thailand bisher nirgendwo begegnet. An jeder Ecke finden wir Teehäuser und wo man hinsieht - in teuren oder billigen Restaurants, auf Straßentischen und in Hotels - überall gibt es Tee. Man möchte meinen, er wird bei durchschnittlich 30 Grad Celsius als Eistee serviert aber das ist eher unüblich. Typisch wird er hier mit Kondensmilch getrunken - in hochklassigeren Restaurants kann man den Bitter-/Süßegrad wählen - ansonsten heißt es einfach - nicht umrühren, wenn man es nicht so süß mag. Es ist schon eine verrückte Tradition und es macht Spaß, die Menschen bei unserem Spaziergang durch die Stadt zu beobachten. Wir haben das Gefühl, hier noch deutlich mehr etwas besonderes zu sein, als wir es in Thailand waren. Trotzdem werden wir nicht unangenehm angestarrt sondern Menschen lächeln uns zu und fragen zum Teil sogar, ob sie ein Foto mit uns machen dürfen. Das ist eine völlig verrückte Erfahrung und macht uns so viel Spaß. Kleine Kinder reißen die Augen auf vor dem großen Gulliver und lächeln, wenn er ihnen zuwinkt. Es fühlt sich einfach gut an, so willkommen zu sein.
    Auf unseren Spaziergängen durch die Stadt begegnen uns immer wieder Männer, die stark verfärbte Zähne haben und rot spucken. Auch auf der Straße und den Gehwegen finden sich rote Flecken in jeder Ecke und mein Medizinerherz bekommt eine kleine innere Unruhe. Schnell finden wir heraus, dass Kautabak hier zum National-Suchtmittel geworden ist. Das bittere Blatt, in dem der Tabakkomix eingerollt wird, soll Säfte aussondern, die schädlich für den Körper sind, sodass die Menschen diese ausspucken - schon irgendwie paradox :) naja und auch eklig - aber eben Tradition und wenn man bedenkt, dass gefühlt 1/4 aller Menschen hier abhängig sind, wohl leider auch ein Teil der Kultur.
    Frauen dahingegen tuen etwas für ihre Schönheit. Sie nutzen geriebene Rinde des Thanaka-Baumes, mischen diese mit Wasser zu einer Paste zusammen und verteilen sie als Sonnenschutz, Kühlung, gegen Mücken und Alterung im Gesicht. Wir finden, dass die Frauen oft sehr jung aussehen - also scheint das schon mal zu funktionieren. :)
    Das Highlight der Stadt schlechthin ist wohl die Shwedagon-Pagode - der wohl wichtigste heilige Schrein des Landes. Auf Marmorplatten errichtet erhebt sich eine in Blattgold eingehüllte Spitze umgeben von 60 weiteren kleinen Pagoden. Schon von weitem sieht man ihre Spitze über die Stadt ragen. Wir besuchen diesen heiligen Ort zum Sonnenaufgang. Um 5:00Uhr stehen wir auf, erleben im flauen Morgennebel das einheimische Leben und Erwachen, an manchen Ecken wird schon traditionell Nudelsuppe gefrühstückt, Straßenhunde sind noch auf der Suche nach Überbleibseln der Nacht und natürlich trinken alle ihre Tasse Tee!
    Wir erreichen die heilige Stätte noch rechtzeitig vor Sonnenaufgang und können als erste von vielen Touristen an diesem Tag das Treiben der Gläubigen verfolgen. Es ist ein atemberaubender Ort, obwohl die goldene Pagode selbst zum Zeitpunkt unseres Besuches bebaut und mit Baumaterial ummantelt ist und wir somit nicht den ganzen Glanz zu Gesicht bekommen. Sobald wir unsere Schuhe ausziehen und den von der Nacht abgekühlten Marmorboden betreten, am Gesang junger Mönche vorbeischwelgen und sehen, wie der Himmel sich selbst und das Licht über uns verändert, fühlen wir uns wie in einer anderen Welt. Nach einem kleinen Rundgang setzen wir uns also und beobachten einfach das Treiben hier oben. Aller Unterschied scheint hier vergessen. Jeder kommt her, um zu beten an diesem heiligen Ort, in dem der Legende nach 8 Haare von Buddha liegen. Menschen bringen Opfergaben, ganze Essenstabletts, Bananen, Melonen, Kokosnüsse, zünden Räucherstäbchen und Kerzen an. Raben und Tauben erfreuen sich an den Opfergaben, werden jedoch keineswegs verscheucht. Alle leer gefressenen Tabletts werden fein säuberlich abgeräumt und neu bestückt. Es wirft viele Rätsel für uns auf und führt uns doch in einen so essenziellen Bestandteil der Kultur. Wir sehen hier auch viele Kinder und Frauen als buddhistische Nonnen, die traditionell rosafarbene Gewänder tragen.
    Im Anschluss gönnen wir uns ein wunderbares Frühstück und wollen den größten Park der Stadt erkunden. Um den Kandawgyi See tümmeln sich mehrere kleine Halbinseln, die mit Holzbrücken untereinander verbunden sind und zum Entspannen einladen sollen. Hier kommt unser Blog an den Punkt, euch von unserem ultimativen Park-Glück zu berichten. Bisher war dieses leider nicht sehr groß. Im Trubel der Großstädte sehnt es uns immer nach einem Fleckchen Grün doch aus irgendeinem Grund haben wir sowohl in ChiangMai als auch in Bangkok mehrmals vor verschlossenen Toren gestanden. Hier in Yangon setzt sich unser Glück fort und nach einer kompletten Seeumrundung, sehr müden Füßen und sehr viel Durst (auch die Straßenstände scheint es vertrieben zu haben) erreichen wir ein nur kleines Stück Grün, das übrig geblieben ist unter einer immensen Baustelle. Auch der kleinere Park um den Platz der Einheit ist zu unserem Besuchszeitpunkt aufgrund des Einheitsfeiertages geschlossen. Zumindest finden wir noch etwas Wassermelone an einem Stand und können so einige Zeit zur Ruhe kommen und uns darüber klar werden, dass wir wirklich bald diese Großstadt verlassen möchten um aufs Land zu fahren. So geht‘s am Abend weiter mit dem Nachtbus in Richtung Bagan.
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  • Day54

    Up and Down

    February 19, 2019 in Myanmar ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach einer wahnsinnig eindrucksvollen Zeit in Bagan geht unser Weg also weiter Richtung Osten nach Kalaw. Wir buchen unserer Meinung nach schon drei Tage vor Abfahrt den VIP Bus im Hotel um uns einen Platz zu sichern. Leider erfahren wir am Abfahrtstag, dass unser Hotel unsere Buchung nicht so recht verstanden hat. Uns bleibt nichts anderes übrig, als erneut mit dem Minivan zu fahren. Meine Horrorvorstellungen relativieren sich etwas als wir wenigstens nicht erneut den extrem engen Sitz in der letzten Reihe reserviert bekommen - so zumindest, wird es uns bestätigt.
    Die Sachen sind gepackt und die Herzen voller Vorfreude auf neue Erlebnisse. Der Minibus fährt auf den Hotelparkplatz vor und wir werden erneut mit vielen freundlichen Gesichtern begrüßt und auch verabschiedet. Platz 10 und 11 sind für uns reserviert wurden - IN DER LETZTEN REIHE! Ich kann es nicht fassen, hatten wir doch explizit gesagt, dass wir das auf keinen Fall möchten.
    Aber es kommt noch schlimmer als gedacht. Neben einem Minibus voller kleiner schmächtiger Asiaten, die sich in den vorderen Reihen mit extrem viel Bein- und Körperfreiheit befinden, gibt es genau zwei europäische Touristen in diesem Wagen. Ein Franzose und ein Italiener in der letzten Reihe - rechts und links neben uns platziert. Dies hätte vielleicht durchaus spaßig werden können - nur leider hat zumindest der Italiener absolut keine landestypische Figur und benötigt eigentlich mindestens zwei Sitze sowohl seitwärts als auch nach vorn. Die Sitzbank der hinteren Reihe ist also schon ohne uns ausgefüllt. Der Fahrer fordert uns trotzdem mit einer Freundlichkeit aber auch vollkommenen Selbstverständlichkeit auf, auf den unsichtbaren Sitzen Platz zu nehmen.
    Ich weiß nicht, wie um alles in der Welt wir uns dort rein gequetscht haben - aber wir sind beide bereits nach der ersten halben Stunde völlig nass geschwitzt von der Hitze und dem Schweißaustausch mit unseren Nachbarn. 12 Stunden soll der Spaß anhalten - die ganze Nacht!!! Ich überlege kurz bei einer Pause, einfach nicht wieder einzusteigen. Nach kurzer Überprüfung der Strecke auf unserem Handy fällt uns jedoch auf, dass Google Maps unseren Zielort nur zwei Stunden entfernt sieht.
    So hangeln wir uns entlang auf furchtbaren Serpentinen, werden sobald wir eine Verrenkungsposition mit Sekundenschlafmöglichkeit gefunden haben, sofort durch das nächste Schlagloch wieder wach gerüttelt und überprüfen so oft es geht den Stand mit Google Maps. Wir tauschen einige nette Worte mit unseren allemal auch zu bemitleidenden und sehr netten Banknachbarn aus bis uns die Motivation zu positiven Gestiken und Mimiken völlig fehlt.
    Gott sei Dank steigt eine Stunde vor unserem Ziel ein Passagier im Nirgendwo aus. Ein kleiner Asiate ist anscheinend mit seiner luxuriösen Beinfreiheit nicht zufrieden und will sich den Platz schnappen, doch da lässt unser Italiener seinem ganzen südländischen Temperament freien Lauf, erkämpft sich diesen Platz und wir atmen zumindest etwas auf.
    1:00Uhr nachts (also letztlich doch 7 Stunden später) erreichen wir Kalaw. Es ist mitten in der Nacht auf einem burmesischen Dorf, das im Tiefschlaf liegt. Wir beide werden als einsame Touristen mitsamt unserer vier Rucksäcke vor einer goldenen Pagode abgesetzt und nicht einmal von einem Taxifahrer, geschweige denn einem Straßenhund begrüßt. Wir sind froh, unsere Beine und Füße wieder bewegen zu können also wandern wir voller Glück, atmen zu können, durch die sternenklare und stille Dorfnacht. Ein paar Hunde scheinen hier anscheinend ihr Revier zu beschützen, bellen kurz, sind aber zu faul bis zum Zaun vor zu laufen. Unser Hotel ist erst ab dem kommenden Tag gebucht, da uns ja gesagt wurde, der Bus brauche 12 Stunden. Wir stellen uns also schon einmal darauf ein, es uns die nächsten Stunden auf einer Bank vor dem Hotel gemütlich zu machen. Dann hören wir einen Wecker und der Besitzer begrüßt uns etwas verschlafen aber sehr freundlich. Sowas scheint hier wohl öfter zu passieren und er ist vorbereitet. Wir sind die glücklichsten Menschen der Welt als er uns unser fertig bereitetes Zimmer mit riesengroßem wahnsinnig bequem aussehenden Bett zeigt. Er ist der Retter unserer Nacht!
    Wir schlafen einfach herrlich in diesem riesigen Reich und können Platz plötzlich ganz anders schätzen.
    Am kommenden Tag durchforsten wir mit nur sehr wenig anderen Reisenden verschiedene Trekkingagenturen und entscheiden uns letztlich für Alex’s Agentur Eagle Trekking. Er ist uns von Anfang an sympathisch und hilft uns noch bei vielen weiteren Fragen und Interessen. Es ist ein schwieriges Jahr für Myanmar. Aufgrund der erneuten Unruhen und Reisewarnungen vieler Länder gibt es nur sehr wenig Touristen und man hat das Gefühl, die Zahl der Trekkingagenturen übersteigt die Anzahl an Ausländern hier - trotz Hauptsaison!
    Alex fährt uns noch durch das Dorf, damit wir den Wein der Region probieren können, der uns hier leider gar nicht schmeckt.
    Unser Hotel bietet uns viel Zeit zum Entspannen und wunderbare Ausblicke auf dem Balkon und wir genießen die Ruhe.
    Einen Ausflug machen wir noch in den Norden und schauen uns die berühmte Höhle von Pindaya an. Wir sind zunächst nicht ganz sicher, ob wir uns die einstündige Fahrt dorthin für weitere 8000 Buddhastatuen antun sollten aber bereuen keine Sekunde. Es ist ein beeindruckender Ort, der sich über viele Jahre als Pilgerstätte entwickelt hat, weil Menschen nach und nach Buddhastatuen hergebracht haben. Bis vor kurzem war es für jedes verheiratete Paar üblich, eine von ihnen zu spenden. Die ältesten von ihnen gehen auf das 18.Jahrhundert zurück. Es gibt Statuen aus Gold, Marmor, Bronze, Holz und Zement. Nun ist gerade mal noch eine kleine Gasse frei in dieser 150 Meter in die Tiefe reichenden Kalksteinhöhle. Wir sind beeindruckt von der Magie, die hier herrscht. Der Legende nach soll eine Riesenspinne namens Pindaya einst Prinzessinnen hierher entführt haben. Prinz Kummabhaya habe sie gerettet und die schönste zur Frau genommen.
    Wir besuchen im Anschluss eine Papierfabrik. Aus der Rinde des Maulbeerbaumes schöpfen hier junge Damen einer Shan-Familie wunderschönes, mit Blüten der Saison geschmücktes Papier, trocknen es zwei Stunden in der Sonne um es dann zu Lampen, Geschenk-/Briefpapier und Schirmen in beeindruckenden Techniken aus Materialien der Natur zu verarbeiten.
    Voller Vorfreude und Aufregung auf die Wanderung der nächsten drei Tage schlafen wir ein letztes Mal in unserem gemütlichen Reich ein.
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  • Day56

    Über Stock & Stein hinein ins Dorfleben

    February 21, 2019 in Myanmar ⋅ ☀️ 26 °C

    Um 8:00Uhr treffen wir Musoe, der uns die nächsten drei Tage in seinen roten Flipflops und schwarzen Socken begleiten wird. Er ist 47 Jahre alt und seit 7 Jahren TrekkingGuide. Wir haben diesem beeindruckenden Mann so viel Verständnis und Liebe zu diesem Land zu verdanken. Drei Tage lang weicht er nicht von unserer Seite, wandert durch Pinienwälder, über Tee-/Sesam- und (aktuell trockene) Reisplantagen zwischen Orangenbäumen und Erdbeerfeldern, vorbei an knallroten Chillifeldern und zum Trocknen zusammengelegten Senfbündeln, wunderbar riechenden Knoblauchreihen, Bananenbäumen und Agavenkakteen.
    Frauen sind mit ihren Kindern bei der harten Arbeit, bereiten Plantagen für die Bepflanzung vor der Regenzeit vor, ernten Ingwer in Massen (dieser bringt dieses Jahr einen guten Preis), führen Wasserbüffel mit ihren Kälbern an die wenigen grünen Futterstellen.
    Musoe wird überall freundlich begrüßt und herzlich empfangen. Er schafft uns die Brücke zu den Dorfbewohnern und bringt uns ihnen näher. Er ist neugierig über unsere Meinungen zu Europa und der Welt und wir möchten alles über seine Kultur erfahren. Es ist einer der bewegendsten Momente dieser Reise bisher, als er uns von seinem Leben erzählt, beschreibt wir er zusehen musste als man Freunde von ihm erschossen hat und er geflüchtet ist, aus diesem innerlich so freundlichen aber doch so grausamen Land. Seine Tochter konnte er aus Angst vor der Rückkehr erst im Alter von sieben Jahren kennen lernen. Er berichtet nichts Negatives über die Regierung und das Militär, schaut hinter jede Ecke bevor er das Wort in den Mund nimmt. Früher, sagt er, war alles anders. Heute möchte er einfach nur die Zukunft seiner Tochter sichern und wir glauben, dass er uns damit schon mehr erzählt hat, als er möchte. Eins wird deutlich, wenn man Zeit mit den herzlichen Menschen dieses Landes verbringt - Gedanken über die Zukunft und die Zeit nach der hier verehrten Aung San Suu Kyi versucht sich hier keiner zu machen - vielleicht ist das Eigenschutz, aber sicher auch ein Stück Mentalität.
    Wir erfahren auf unserem Weg erneut, dass den Menschen hier vor allem das Selbstvertrauen fehlt, im Umgang mit sich selbst und auch Fremden. Wir übernachten im Dorf neben (leider unreifen) Mangobäumen und Drachenfruchtpflanzen, im Wohnzimmer zwei verschiedener Familien unter buddhistischen Anbetungsschreinen. Wir lernen schnell, unsere Füße und Köpfe in richtiger Schlafposition auszurichten.
    Im Erdgeschoss bereitet Musoe gemeinsam mit unseren Gastgebern unser Essen über dem Feuer. Leider dürfen wir nicht helfen. Die Rauchentwicklung in der winzigen Küche ist immens und wir fragen uns, wie sie das ohne Probleme alle über so viele Jahre bewältigen können. Musoe nutzt die entwickelte Wärme vom Kochen sogar als Schlafplatz.
    Hier draußen - im so authentischen und ehrlichen Teil des Landes gibt es keine Elektrizität. Eine Glühlampe wird mit Polklemmen bei Dunkelheit angeschalten. Sie wird tagsüber mit einem Solarpanel pro Haushalt aufgeladen und hat damit genug Energie für die ganze Nacht. Feuer gibt es nur zum Kochen, da alles Holz in harter Arbeit gesammelt werden muss seitdem die Regierung die Abholzung auf bestimmte Regionen zum Schutz der Wälder limitiert hat. Daher müssen teilweise lange Wegstrecken zurück gelegt werden.
    Die Dusche besteht aus einem Eimer eiskaltem Wasser, welches während der Regenzeit gesammelt wird. Tagsüber kann man das ganz gut hinnehmen bei 35 Grad Celsius. Sobald die Sonne untergeht, die Kinderrufe und -spiele stiller werden und auch die Hähne langsam schlafen gehen, wird es jedoch schnell wahnsinnig kalt. Uns werden glücklicherweise sehr viele warme Decken zur Verfügung gestellt und wir haben unsere Islandklamotten dabei, sodass wir es sehr gemütlich haben.
    Wir stehen zeitig auf um vor den wenigen anderen Touristen durch den Dschungel zu stampfen (damit verjagt man nämlich Schlangen ;)). Musoe bereitet uns unseren Lieblings-Avocadosalat zum Frühstück und es gibt herrlich wärmenden Tee. Die 5 Schichten Klamotten, mit denen wir morgens losstracksen rarefizieren sich schnell zu Gunsten unserer Rückenlast.
    Wieder treffen wir so viele Menschen und verschiedene Völkerstämme, die alle ihre eigenen Sprachen sprechen. Nur die jüngeren sprechen burmesisch und zu manchen ist nicht einmal über Musoe eine Kontaktaufnahme möglich.
    Uns kommen heute viele gut gekleidete Menschen entgegen. Es herrscht reger Verkehr auf den sonst so kahlen Feldwegen und Musoe findet heraus, dass sie alle auf dem Weg zu einer Hochzeit sind. Schick gemacht haben sich die Frauen, die den weiten Weg über zwei Stunden zu Fuß auf sich nehmen. Die Männer mit ihren Turbanen düsen alle im Doppelpack auf Mopeds an uns vorbei.
    Wieder einmal fällt uns auf, wie schwer es die weibliche Bevölkerung in diesem Land hat. Zumeist sind es sie nämlich, die oft mit ihren (teilweise sehr frisch geborenen) Kindern auf den Feldern stehen und in glühender Hitze düngen, graben und ernten. Es ist ein Knochenjob, bei dem man nur selten Männer sieht. Auch die Büffelausflüge sind meist von Frauen begleitet.
    Uns bleibt also die Frage, was der sonst so starke Anteil der Bevölkerung eigentlich macht. Wir sehen in den Dörfern einige von ihnen Häuser bauen - meist aus Bambus, seltener aus Lehm und Zement (der hier noch von Grundauf verarbeitet wird).
    Wir stellen Musoe unsere Frage und er scheint sie etwas zu umgehen, unseren Eindruck relativieren zu wollen. Uns sind in diesem Land schon mehrfach Frauen begegnet, die allein mit ihren Kindern leben. Frauen, die berichten, ihren Mann aufgrund des Alkohols verlassen zu haben. Die weiblichen Buddhisten trinken nur selten - Männer erklären uns oft, er sei zu stark für sie.
    Auch Musoe geht mit dem Thema auf für uns eigensinnige Art um. Er berichtet mir, kaum Alkohol zu mögen, erklärt jedoch Seb bei einem Glas Rum seine Vorliebe hierzu.
    Wir sitzen gemeinsam am Feuer. Wahrscheinlich wird es extra für uns angezündet. Zunächst sitzen wir allein, Musoe spielt Gitarre, wir singen gemeinsam und nach und nach trauen sich unsere Gastgeber hinzu. Es wird später, dunkler und kälter und wir sitzen zusammen und genießen den Kulturaustausch, versuchen uns einige Dinge zu erklären.
    Musoe ist leider nicht mehr da. Wir wissen nicht, wo er hingefahren ist aber er hat sich zuvor verabschiedet. Er kommt erst spät zurück in seine Schlafküche. Wir genießen jedoch diesen Abend mit Frauen und Kindern am Lagerfeuer, versuchen Wege zu finden, zu kommunizieren. Das Volk scheint angelockt durch das Feuer wie ein Magnet. Jugendliche kommen, spielen Gitarre, bringen uns Texte bei, die wir nicht verstehen. Wir malen gemeinsam mit Kindern Bilder in den Sand während uns die Wärme des Feuers einen lauen Sommerabend vorgaukelt. Ich beginne meinen Namen zu schreiben und merke, dass das kleine Mädchen neben mir das englische Alphabet kennt. So lernt sie meinen und Sebastians Namen Buchstaben für Buchstaben kennen und wir sind alle verglückt über dieses Erlebnis.
    Frauen erzählen, Kinder lachen. Nur ein Mann besucht uns an diesem Abend. Er scheint durchaus ein Witzbold zu sein, alle lachen über und mit ihm - ob ihm das auch ohne Alkohol gelingt, können wir nicht sagen. Für den Moment lachen jedoch auch wir über für uns völlig unklare Dinge, angesteckt vom Lachen der anderen.
    Wir möchten hier nicht sagen, dass die Männer alle ein Alkoholproblem zu haben scheinen... manchmal haben wir nur Sorge, dass auch dieses Thema zum mangelnden Selbstbewusstsein dieser so wunderbaren Frauen beiträgt.
    Wir treffen auch wunderbare Männer auf unserer Wanderung. Ein Dorfoberhaupt scheint gut befreundet mit Musoe zu sein und trägt ein T-Shirt vom Marathon in Deutschland. Woher er das habe, weiß er nicht genau - aber er tut wahnsinnig Gutes. Er beginnt, Plastik zu recyceln. Gemeinsam mit einem Jungen treffen wir ihn auf einen der viel zu vielen Müllhaufen an, während sie besprechen, was von den gefundenen Dingen wieder verwertet werden kann. Es ist ein Anfang!
    Gegen Ende unseres wunderbaren Reiseabschnittes treffen wir immer mehr Wanderer, denn es gibt nur wenige Kontrollpunkte zum Einlass in das Gebiet des Inle-Sees. Wir erreichen die ersten Stelzenhäuser und genießen ein letztes Abschiedsessen von einem wunderbaren Menschen, der uns so viel beigebracht hat und doch einige Fragezeichen in unseren Köpfen hinterlässt.
    Wir schenken uns und ihm ein Abschieds-Polaroid Bild und nehmen einen Platz in seinem Portemonnaie ein. Das kleine Glück von meinem Rucksack geben wir ihm für seine Tochter mit. Danke Omi Lisa, es hat ihm Tränen in die Augen gerührt und wir hoffen, es wird seiner Tochter alles Glück der Welt bringen.
    Auf einem riesigen Holzboot werden unsere Rucksäcke aufgeladen und wir fahren zur nächsten Etappe unserer Reise über den Inle-See nach Nyaung-Shwe vorbei an den berühmten Einbeinruderern und einer wahnsinnig schönen Kulisse - doch dazu später mehr.
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You might also know this place by the following names:

Union of Burma, Birma (Myanmar), Myanmar [Burma], Mianmar, Miyanma, ማያንማር, Myanmar, ميانمار -بورما, М'янма, Мианмар [Бирма], Myanimari, মায়নমার, འབར་མ།, Myanmar [Birmania], Mijanmar, Myanmar [Birmània], ބަރުމާ, མེ་མར, Myanmar [Burma] nutome, Μιανμάρ, Birmo, Birma, Birmania, مایانمار, Miyamaar, Burma, Birmanie, Maenmar, મ્યાંમાર, Miyamar, מיינמר, म्याँमार, Bimani, Մյանմա, Birmania/Myanmar, Mjanmar, ミャンマー連邦, მიანმარი, Myama, មីយ៉ាន់ម៉ា, ಮಯನ್ಮಾರ್, 미얀마, म्‍यन्मार, میانمار, Byrmani, Мьянма, Myanima, Börma, Mozambiki, ສະຫະພາບພະມ້າ, Mianmaras, Myamare, Mjanma [Birma], Мјанмар [Бурма], മ്യാന്‍മാര്‍, म्यानमार [ब्रह्मदेश], မြန်မာ, म्यान्मार, ମିୟାମାର୍, Mianmar [Birmânia], Birimaniya, ब्रह्मदेश, Myämâra, මියන්මාරය, Mjanmar [Burma], Мијанмар [Бурма], மியான்மார் [பர்மா], మ్యాన్మార్, Birmánia, Мянма, เมียนม่าร์ [พม่า], Pema, Birmanya, بىرما, Мʼянма [Бірма], میانمار [برما], Miến Điện (Myanmar), Mianmarän, Orílẹ́ède Manamari, 缅甸, e-Myanmar [Burma]

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