Panama
Panama

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272 travelers at this place:

  • Day81

    Bajo Boquete (Panama)

    December 11, 2018 in Panama ⋅ ☀️ 24 °C

    Was verbindet man klassisch mit der Weihnachtszeit? Sand, schwitzen, Sonnencreme und blaue Flecken vom Surfen (bzw. davon nicht akzeptieren zu können, dass man es besser sein lässt)? Hier in Panama ist außer die scheußliche Dekoration und der ein oder andere Weihnachtssong nichts von der kalten und gemütlichen Zeit zu spüren!

    Ich tingel zwischen dem karibischen und pazifischen Meer hin und her und ich denke, das ist was dieses Land für mich so besonders macht. Von einem Meer zum anderen führt der Weg diesmal durch Boquete und den Regenwald am Vulkan, der dieses tolle Land entstehen ließ und immer noch aktiv ist. Joa, was erwartet einen im Regenwald? Viel Wasser von oben 😂 aber auch mal angenehme Temperaturen um 22 Grad zum durchatmen und wunderschöne Wanderwege.

    Hier habe ich wieder tolle Menschen getroffen und wir sind nun eine kleine Community, die sich Weihnachten im Nationalpark in Costa Rica wieder trifft. Somit ist glücklicherweise auch meine größte Angst, Weihnachten alleine feiern zu müssen, weg und ich freue mich unendlich auf die letzten 5 Wochen, kann aber nur schwer glauben, dass ich am Samstag schon 3 Monate unterwegs bin.
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  • Day85

    Bocas del Toro (Panama)

    December 15, 2018 in Panama ⋅ 🌧 26 °C

    Nach Bocas del Toro habe ich es mir ausnahmsweise mal sehr einfach gemacht und einfach ein Shuttle gebucht. Kostet zwar das doppelte, ist dafür aber super bequem und schneller, da man nicht 4 mal umsteigen muss. Und da in Panama gerade Hochsaison ist, wird mein Rucksack bei 35 Grad gefühlt doppelt so schwer auf meinem Rücken.

    Bocas del Toro hat mich leider auf offenem Ozean mit einem warmen Regen empfangen, sodass ich hier in der Karibik schön nass angekommen. Die restlichen Tage waren dafür umso schöner und ich musste mit den Palmenblättern wandern um ein wenig Schatten zu bekommen. Die Insel Bastimentos ist zum entspannen perfekt, die Hauptinsel Colon eher um es richtig krachen zu lassen 🍻

    Ein weiterer Schnorchelausflug inkl. Stop an einem wahren Traumstrand im karibischen Meer und zwei abenteuerliche Wanderungen durch den Dschungel haben den Ausflug nach Bocas zu einem weitern Highlight auf meiner Reise gemacht, den ich spontan um 2 Nächte verlängert habe und viele tolle Menschen kennen gelernt habe. In den Hostels hier leiden allerdings meine spanisch Übungen sehr 🙈

    Bocas war allerdings auch der erste Stop bei dem ich Bekanntschaft mit den berühmt berüchtigten Riesenspinnen machen musste 🕷 damit war die Wanderung zurück zum Boot aber wahrscheinlich rekordverdächtig 😂

    Morgen geht es für mich mit dem Bus nach Costa Rica - ich kann nicht glauben, wie schnell die Zeit vorbei geht 😭
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  • Day73

    Panama City & Panama Kanal (Panama)

    December 3, 2018 in Panama ⋅ ⛅ 30 °C

    Land 6 auf meiner Reise! Ich frage mich jedes mal, was jetzt noch kommen mag, wo ich das Gefühl habe alles gesehen zu haben: die Anden, tolle Inseln, traumhafte Strände, Bergseen...aber Panama City ist so ganz anders als die anderen Großstädte, die ich hier bisher kennen gelernt habe. Durch den Panama Kanal ist in die Hauptstadt der Reichtum eingekehrt und die Strandpromenade ähnelt eher Miami Beach mit all den Luxushotels und Wolkenkratzern. Der Panama Kanal ist der dritte und somit letzte Punkt meiner Reise, die ich UNBEDINGT sehen wollte, egal was es kostet 🙈

    Ein vollbeladenes Containerschiff passiert die 3 Schleusen zwischen dem karibischen und dem pazifischen Meer innerhalb von 8 Stunden und zahlt geschmeidige 400.000 USD. 10.000 Menschen arbeiten hier und Panama regelt hiermit einen Großteil der weltweiten Wirtschaft. Das Ablassen der Schiffe ist schon sehr faszinierend, aber die Geschichte des Kanals, bei dessen Bau offiziell 20.000 Menschen ihr Leben gelassen haben noch viel interessanter. Insbesondere weil es in den Anfängen nicht die Technik und Maschinen von heute gab und die ersten Arbeiter mit bloßen Händen dieses Wunderwerk bauen wollten. Zunächst gehörten die Schleusen den Amerikanern, ohne die die Fertigstellung wohl nie erfolgt wäre. Vor einigen Jahren wurde das Imperium aber an Panama überschrieben und der Wohlstand kehrte ein.

    Durchgesegelt bin ich leider nicht, aber dennoch sehr glücklich auch diesen Punkt abhaken zu können und es geschafft zu haben hierher zu kommen 🚢

    Verlässt man die Stadt Panama City nur 20 Minuten gerät man direkt in einen atemberaubend schönen Dschungel mit tollen Bergen und einem Gefühl der Unendlichkeit 😍
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  • Day25

    Panama City

    April 15 in Panama ⋅ ☀️ 35 °C

    Der Flug und die Einreise nach Panama verliefen problemlos. Diesmal wollten wir kein kleines Vermögen für ein Taxi in die Stadt ausgeben, und auch eine Sim-Karte mit Internet hätte für eine Woche 30 Dollar gekostet! Also ohne Internet mit dem öffentlichen Bus ins Stadtzentrum fahren und dann gar zum Hotel laufen, Challenge accepted! 😀 Wir habens geschafft.

    Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, sind wir losgelaufen um zu Fuß das neue Stadtzentrum zu erkunden. Die Skyline war mal wieder ein völlig anderer Anblick, die Stadt ist deutlich moderner und weiter entwickelt als San José. Das Meer sieht hier allerdings wenig einladend aus, an der Promenade hat das Wasser ziemlich gestunken.

    Am nächsten Tag haben wir uns ein Uber zum Panamakanal genommen. Dort gibt es bei den Miraflores-Schleusen ein Besucherzentrum, das über die Geschichte des Panamakanals informiert und auch den Blick auf die Schleusen ermöglicht. Allerdings kann man den neuen Teil des Kanals, auf dem die riesigen Containerschiffe durchgeschleust werden, von dort aus nicht sehen. Diese zahlen für die Durchfahrt ca. 800.000 Dollar, was trotzdem günstiger ist als außenrum zu fahren. Wir hatten leider nicht das Glück ein Schiff durchfahren zu sehen, irgendwann ist uns das Warten zu lange geworden.

    Neben dem neuen Zentrum hat Panama City auch ein altes Zentrum, das Casco Viejo. Das haben wir als nächstes besucht. Hier gab es viele schöne Gebäude im Kolonialstil zu sehen, manche komplett verfallen, andere super erhalten oder neu renoviert.

    Den Sonnenuntergang haben wir uns von der Panaviera Rooftopbar aus angeschaut, von der aus man einen genialen Blick über die Stadt hat 😍

    Jetzt sitzen wir in der Lobby rum und warten darauf, abgeholt zu werden. Heute Abend gehen wir an Board der Sophia (das Segelboot heißt auch so 😀), um die nächsten 5 Tage nach Cartagena zu segeln. Bis jetzt waren wir beide nie richtig seekrank, hoffen wir dass das so bleibt, sonst wirds lustig. Dabei werden wir auch die traumhaften San Blas Inseln besuchen. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten fünf Tagen keinen Internetzugang haben werden, wir melden uns dann spätestens in Kolumbien wieder 🤗
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  • Day137

    Schoweder Panama

    December 18, 2018 in Panama ⋅ ☀️ 32 °C

    Ich bin zrugg :) nor för ei Nacht well ich do abgholt werde för mis Boot uf Kolumbie.

    Ah mim eine Tag han ich de Metropolican Park ahggluegt - mega schön ich bi über drüü Stund umegloffe und ha probiert Tier z fötele.

    Höt gods jetzt los uf ehn Sägeltrip. Ich werde die nöchste 5 Täg ned erreichbar sii well ich mit ehme Sägelboot über d San Blas Insle bis uf Kolumbie reise :). Ich freu mich mega! Das werd sicher es Erläbnis!Read more

  • Day134

    Bocas del Toro

    December 15, 2018 in Panama ⋅ ⛅ 28 °C

    Da ich ah Wiehnachte in Kolumbie möcht sii han ich nor zwoi Täg Ziit gha för d Party Insle Bocas del Toro. Ah mim erste Tag hani no ehn cooli Bootstour gmacht wo mer Delfine & Seestärne gseh händ. Ehn wunderschöni Insle bsuecht händ und sind go Schnorchle. Für mich esch d Insle es Highlight gsii vorallem well eigentich alli ah dem Strändli bolobe sind wo Boot ahchömid, mer aber i 30 minute locker einisch cha rundume laufe und so tolli lääri Plätz findt. Am Obig händs ehn Wiehnachtsparade dors Städtli gha. Ehn Art Gugemusig spielt Wiehnachtslieder, hinderhär es paar Autos wo Lüüt mit samichlaus Chape Süessigkeite use rüehred und überall Lüüt ih Samichlauschleider.

    Am nöchste Tag hani nömme viel gmacht. Ich bi nor chli dord Läde gloffe, ha gässe und bi denn am 4ri ufs Boot zum zrug uf Panama City z cho.
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  • Day137

    Sägelboot über d'San Blas uf Kolumbie

    December 18, 2018 in Panama ⋅ ⛅ 28 °C

    Insgesamt bin ich 5 Nächt uf ehm Sägelboot vo Panama uf Kolumbie gsii. Mer send insgesamt 8 Reisendi und 3 Crew Mitglieder gsii. Die erste drüü Täg hämmer uf de San Blas Insle verbrocht. Die Insle sind einfach unglaublich schön! Bsitze chan so ehn Insle nor ehn Panamaner sälber, was dezue füehrt, dass werklich no die gliche iheimische Familie und kei richi Usländer uf de Insle wohned. Es ged ehn Ihreiseinsle wo eim d Bewilligung erteilt die meiste Insle z bsueche, ehn Schuelinsle und ganz vieli chlini Familieinsle. Wiiter vererbt chan so ehn Insle nur ah Töchtere wärde und wer eini bsitzt, bsitzt au alles was so druf esch - also probiert mer besser ned mol chli Sand mit z schmuggle das händs gar ned gärn. D Täg hämmer mit Sönnele, läse, schnorchle, schwimme und Insle erkunde verbrocht.

    Die letschte zwoi Täg hämmer denn förd Überfahrt uf offnigem Meer bruucht. 48 Stund lang heds ununterbroche rechtig fest gschwankt. Da bi dene Wälle schier jedem schlächt werd hämmer alli die meist Ziit im Bett verbrocht. Erst gäge Obig vom letschte Tag hämmer üs alli langsam dra gwönnt und händ die Wälle so rechtig chönne gnüsse! Det hämmer sogar no paar Delphine gsichted und natürlich denn au ändlich die lang ersehnti Küste vo Kolumbie😊
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  • Day169

    Im hintersten Winkel Kolumbiens

    February 27 in Panama ⋅ ⛅ 29 °C

    Manche Nächte auf Reisen lassen einen ganz schön altern. Und hiermit meine ich nicht die Partynächte (wobei die einen bestimmt auch nicht gerade verjüngen), sondern Busfahrten wie die der letzten Nacht: Um 19 Uhr fuhren wir vom Hostel in Cartagena zum Busbahnhof. Um 20 Uhr im Bus nach Montería, wo wir um halb zwei ankamen. Dort warteten wir eineinhalb Stunden auf den Minibus, der uns nach Necogli fuhr, wo wir um halb 6 ankamen. Dort liefen wir bei Sonnenaufgang zum Hafen. Erstmal warteten wir wieder eineinhalb Stunden und dann ging das Chaos richtig los. Ein sehr verwirrendes Ticketkaufsystem stellte uns vor die nächste Herausforderung. Es gab die verschiedensten Schlangen zum Anstellen, am Ende fanden wir heraus, dass man sich bei allen Schlangen nacheinander anstellen muss, da man verschiedene Tickets für verschiedene Dinge kaufen musste. Ein Mann stand auf einer Tribüne und bellte unverständliche Informationen in sein Mikrofon, welches natürlich absolut unverzichtbar war bei den zwanzig Menschen, die dort in aller Herrgottsfrüh versammelt waren. Es folgte ein schwer durchschaubares System der Zuordnung von Menschen zu Booten: Nacheinander rief der dicke Mann Namen in sein Mikrofon. Über eineinhalb Stunden standen wir also bereit, immer wartend ob unsere Namen aufgerufen werden, damit wir unsere Pässe von der Polizei kontrollieren lassen und dann - man glaubt es kaum - finally ins Boot steigen durften. Geschafft!

    Von wegen.
    Total übermüdet versuchten wir uns mit letzter Kraft an den Sitzbänken des Speedboots festzuklammern, wenn El Capitan mal wieder volle Karacho über die Wellenberge drüberheizte. Jedes Mal, wenn das Boot krachend auf der Wasseroberfläche aufschlug, bekam Felix einen kleinen Panikanfall. Aber nicht wegen mir oder ihm selbst. Nein. Natürlich wegen seines Surfbretts. Dieses kleine Sensibelchen.
    Um zwölf Uhr erreichten wir dann triefend nass unser Ziel Capurganá.

    So sitzen wir nun hier am zauberhaften Strand, den wir uns mit galoppierenden Wildpferden und Kuschelentzug-Hunden teilen. Unsere Wirbelsäulen fühlen sich an, als wären sie um einige Zentimeter kürzer, zusammengestaucht von der bumpy Bootsfahrt.
    Capurganá ist ein kleines idyllisches Fischerdorf mit sehr entspanntem Flair, das sich in einer abgeschiedenen Ecke im Nordwesten Kolumbiens versteckt. Am Strand schlendern wir an einer bunt bemalten Holzhütte vorbei, in der Josefina frische Meeresfrüchte zubereitet. Wir setzen uns auf die roten Plastikstühle im Sand, schauen aufs Meer und genießen unsere Pasta Fruta del mar.
    Am Ende des Strandes führt ein Pfad durch den Palmenwald, am Türkis schimmernden Meer entlang. Er schlängelt sich auf und ab, über Felsen und Wurzeln und führt uns schließlich zu einem Naturpool. Wie nett von Mutter Natur, dass sie uns hier einfach eine Badewanne gebaut hat, von der aus man gemütlich die brechenden Wellen beobachten kann.

    Am nächsten Morgen frühstücken wir richtige Schoko-Croissants mit richtigem Cappuccino bei Jonathans kleinem Straßencafé und unterhalten uns mit Camilla aus Medellin. Auf spanisch wohlgemerkt :) Ich bekomme einen kurzen Medellin-Sehnsucht-Flashback. Camilla erzählt uns von einem Mann, der hier in einem Haus aus recyceltem Material wohnt. Den wollen wir natürlich direkt besuchen. Wir folgen ihrer Wegbeschreibung (so richtig oldschool auf Papier gezeichnet) und erkennen das Haus schon von weitem am Vorhang aus altem Plastik. Kaum haben wir das Grundstück betreten, kommt er uns mit einem riesigen Grinsen auf dem Gesicht auch schon entgegen - Alveiro Uribe. Er selbst nennt sich aber Niño Dios (Kind Gottes), da er am 24.12 geboren wurde. Er präsentiert ganz stolz, was er alles aus Plastikmüll kreiert hat: von Stühlen und Tischen über Fußböden zu Wandbehängen. Auf eines dieser Wandbilder ist er besonders stolz: 15.252 Plastik-Deckel hat er gesammelt und darin verbaut.
    Sein großes Ziel ist, im Guiness Buch der Rekorde zu stehen. Und zwar für die weltweit längste Kette aus alten Dosenclips. Die Kette ist wirklich sehr beeindruckend, ultralang und ultrastabil. Immer wieder wunderschön, Menschen zu treffen, die unsere Welt ein kleines Stückchen besser machen.

    Am Mittag treffen wir dann auf die Menschen, mit denen wir in den kommenden vier Tagen ein Karibikerlebnis der ganz besonderen Art erleben werden. Per Boot wollen wir von Kolumbien nach Panama reisen.

    Unser Guide Angie könnte ein amerikanischer StandUp Comedian sein, so lustig erklärt sie schon beim ersten Meeting, was auf uns zukommen wird.

    Mit der gesamten 16 köpfigen Gruppe fahren wir mittags eine Bucht weiter, nach Sazpurro. Gleich wie Capurganá ist auch dieses Fischerdörfchen nur per Boot erreichbar und befindet sich zwischen dicht bewaldeten Bergen und tiefblauem Wasser. Sazpurro liegt so nah an der Grenze, dass man zu Fuß in 15 Minuten über einen Hügel nach Panama laufen kann. Wir wollen das natürlich unbedingt machen, aber der militärische Kontrollpunkt (ein Soldat mit Logbuch) ist nach 17 Uhr gesperrt, da momentan sehr viele Menschen versuchen illegal über die Grenze zu kommen und es daher ab Einbruch der Dunkelheit gefährlich werden kann.

    So verbringen wir unseren letzten Nachmittag in Kolumbien am leuchtend weißen Strand in Sazpurro und vor allem damit, unsere Rucksäcke um- und absolut wasserdicht zu verpacken.

    Angie‘s Anweisung: Verpackt alles 100% wasserdicht und freundet euch jetzt schon an mit dem Gedanken IMMER nass zu sein. Es wird Wasser von unten, von den Seiten und von oben geben. Sobald ihr euch damit abgefunden habt, werdet ihr es lieben und eine unglaubliche Zeit haben.

    Na das klingt doch vielversprechend :)

    Morgen früh um halb sieben gehts los!!
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  • Day172

    San Blas - Pelikan Island & Tupile 1

    March 2 in Panama ⋅ ⛅ 26 °C

    Ich wache auf, es ist 6 Uhr morgens. Ich höre nichts außer dem Schwabbeln des Meeres unter meinem Bett. Ja richtig. Unter meinem Bett. Das Holzhaus, in dem wir für die erste Nacht auf der Insel Caledonia untergebracht sind, steht auf Stelzen im Wasser. Zwischen den einzelnen Bodenlatten geben schmale Spalte den Blick auf das glasklare Meer frei. So sitze ich auf meinem Bett und erblicke mit meinen verschlafenen Augen ein paar verschlafene Fischchen. Was für ein schöner Start in den Tag.
    Da Felix und die meisten anderen unserer Gang noch schlummern, habe ich den Holzsteg ganz für mich alleine. Die aufgehende Sonne würdige ich mit ein paar Sonnengrüßen. Beim herabschauenden Hund sehe ich durch den Bretterspalt einen heraufschauenden Fisch. Ist das nicht lustig?

    Die Yogasession tut gut. Mein Rücken dankt es mir auch sofort. Die Speedbootfahrt gestern hat meine Wirbelsäule um einen gefühlten halben Meter zusammengestaucht.

    Heute haben wir Glück und sitzen hinten im Boot. Da tun die Schläge zwar auch weh (man hat echt das Gefühl, dass jegliche Bandscheiben zerquetscht werden und es einem die Gedärme unnatürlich weit nach unten zieht), aber wenigstens ist es nicht so hart, dass Felix’ Fruchtbarkeit in Bedrohung gerät.

    Sobald man sich an die holprige Fahrt gewöhnt hat und man akzeptiert hat, dass man eigentlich immer nass ist, macht die Speedbootfahrt echt Laune. Wir lernen auch mit der Zeit, wann der richtige Moment ist, ein Stück weit aufzustehen und mit den Knien die Aufschläge abzufedern.

    So heizen wir mit federnden Knien, nassen Gesichtern und flatternden Plastikmaden durch das Karibische Meer. Wir kommen an unzähligen der weit verstreuten San Blas Inseln vorbei. Von den 365 (für jeden Tag des Jahres eine) sind nur ca. 50 bewohnt. Die meisten bestehen entweder aus steinigen Felsen, sandigen Dünen oder Palmenhainen.

    Es ist wirklich paradiesisch.

    Immer wieder kommen wir an bewohnten Inseln vorbei, wo traditionell gekleidete Kuna vor ihren kleinen Holzhäuschen stehen.

    Als wir schließlich an einer dieser Trauminseln halten, kann ich gar nicht mehr aufhören, Fotos zu schießen. Perfekter kann eine kleine unbewohnte Insel kaum sein.
    Und dann heißt sie auch noch Pelikan Island.
    Und da kommt es mir in den Kopf geschossen: Oh wie schön ist Panama. Janosch hat also recht.
    Pure Schönheit. Nichts außer Palmen, Hängematten, ein Beachvolleyballnetz und ein kleines Palmwedeldach, unter dem wir die frisch gemachten Salate von Angie und Lisa futtern.

    I LOVE MY LIFE!

    Ich lasse mich im türkisblauen Wasser treiben und von der strahlenden Sonne küssen und freue mich, was für ein wundervolles Leben ich habe.
    Es ist einer dieser Momente, in denen man meinen könnte, es gibt keine Sorgen auf dieser Welt.

    In meinem Kopf ertönt Weezer mit einem Lied, das mich schon seit meiner frühen Jugend immer wieder positiv stimmt:

    „On an island in the sun
    We'll be playin' an' havin' fun
    And it makes me feel so fine
    I can't control my brain.“

    Als ein Kuna mit seinem Einbaum
    an „unserer“ Insel vorbeirudert, winke ich ihm zu. Das zaubert ihm ein wunderschönes Lächeln ins Gesicht. Er hält an und wir quatschen ein bisschen. Als Felix sieht, dass er eine Speergun dabei hat, sitzt er quasi schon bei dem Einheimischen im Boot und die beiden ziehen los. Felix, ganz heldenhaft und männlich, kündigt mit großen Tönen an, dass er Abendessen für unsere Gruppe besorgt.

    Schnitt. 40 Minuten später. Felix kommt mit leeren Händen zurück. Der Kuna hat mehrere Fische gefangen, wohingegen Felix‘ Job darin bestand, das Boot festzuhalten.

    Am Nachmittag fahren wir weiter zu unserer Nachtinsel Tupile (=the island, where the sun rises).
    Dieses Mal gehen wir nicht wie gestern als „Invasion der Weißen“ ins Dorf, sondern jeder, der möchte, kann alleine durchschlendern. Ich möchte natürlich. Meine Neugierde an dieser so fremden Kultur ist riesig.
    Felix und ich machen also einen Spaziergang durch das Dorf. Die Kuna sind interessiert und alle wollen reden. Es ist schön, sich mit den Eingeborenen unterhalten zu können. Sie haben zwar ihre eigene Sprache, aber alle ab dem Teenageralter können spanisch sprechen.
    Sie lachen viel und sind sehr interessiert, woher wir kommen, wie warm es bei uns daheim ist und ob wir auch mit Kokosnüssen bezahlen. Hier ist jede Kokosnuss bares Geld. Oder wie es der junge Mann formuliert, mit dem wir uns eine Weile unterhalten: „Coco es Plata!“

    Maximo, der eine wichtige Stellung im Dorf hat, erzählt uns ausführlichst von seiner Kultur, auf die er mächtig stolz ist. Er berichtet, dass ihre grün rote Flagge mit den überkreuzten Fäusten an ihre Revolution erinnern soll. Letzte Woche erst haben sie ihren Jahrestag gefeiert: In blutigen Auseinandersetzungen haben die Kuna der Unterwerfung durch die Zentralregierung Panamas getrotzt, was 1925 in einem Aufstand gipfelte. Bis das autonome Gebiet Kuna Yala etabliert war, dauerte es noch ein paar Jahrzehnte. Heute leben die Panamesen und die Kunas friedlich nebeneinander.
    Immer mehr vermischen sich die Grenzen. Kuna durften früher nur innerhalb des Stammes heiraten, jetzt dürfen sie auch außerhalb heiraten.
    Maximo erzählt, dass seine Insel eine der ersten war, die bevölkert wurde. Seine Vorfahren lernten, wie man aus Zuckerrohr Häuser bauen kann, wie man Molas stickt und Shakiras gestaltet. Letzteres ist eine lange Perlenkette, die sich ältere Frauen um den kompletten Unterarm und von Knie bis zum Knöchel wickeln. Da die Kette herumgewickelt ein bestimmtes Muster ergibt, muss man den Umfang des Beines oder Armes ganz genau einberechnen.

    Auch erklärt er, wieso manche Kunas schwarze Farbe im Gesicht tragen. Ein Samen namens hagua wird gemahlen, dadurch entsteht schwarzes Pulver. Damit wird dann beispielsweise eine schwarze Linie auf die Nase gemalt. Außerdem werden Mädchen komplett mit dieser schwarzen Farbe angemalt, wenn sie zum ersten Mal ihre Periode bekommen. Die Farbe hält für eine Woche. Genau so lang müssen sie in ihrem Haus bleiben. Wenn das Schwarze ablässt, ist das Mädchen zur Frau geworden und das ganze Dorf feiert eine Party. Denn das heißt, es gibt eine neue Kuna und das heißt, dass es viele weitere neue Kuna geben wird ;)

    Ich könnte Maximo noch tausend Fragen stellen, aber da kommt auch schon unser Abendessen: Wraps mit frischestem Lobster. Es schmeckt köstlich und macht richtig wohlig satt. Mein Wissensdurst hingegen ist noch nicht gestillt. Deshalb nehme ich mir vor, Maximo morgen früh nochmal im Dorf zu besuchen.
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  • Day191

    Bocas del Toro - Baumhaus 1

    March 21 in Panama ⋅ 🌧 29 °C

    Sie sind einfach so zuckersüß!
    Die minikleinen Kolibris. Mit 50 Flügelschlägen pro Sekunde können sie auf der Stelle, seitwärts und sogar rückwärts fliegen.
    In unserem wunderschönen Baumhaus auf der Insel Colòn können wir diese kleinen Flitzer von der Hängematte aus beobachten.
    Nach der Woche mitten im Partyviertel von Bocas del Toro genießen wir hier die Ruhe der Natur. Klopfende Spechte, krächzende Papageien, schreiende Brüllaffen. Es geht hier richtig ab rund um unser Baumhaus. Von der Open-Air-Dusche aus kann man den Affenzirkus im Baum beobachten und vom Bett aus kann man durch die Glasfront in die Weite auf das Meer schauen. Traumhaft.

    Das Inselarchipel ist bekannt für viel Niederschlag und auch wir erleben seit zwei Wochen Dauerregen.
    Immer wieder kämpft sich amiga Sol jedoch hervor und dann sieht die Landschaft noch viel imposanter aus als davor.
    Am letzten Tag unserer Besucher Chris, Sebi und Apo strahlt die Sonne aus voller Kraft und wir machen einen Ausflug quer durch die gesamte Inselgruppe. In der Bahia de los dolfinos wimmelt es tatsächlich vor diesen verspielten Tieren und immer wieder präsentieren sie uns ihre Schönheit, indem sie neugierig ans Boot heranschwimmen. Am allerliebsten würde ich direkt reinspringen, aber die fußballgroßen Quallen halten mich ab. Kurz darauf stoppen wir am Cayo Coral, wo wir mit Seesternen und anderen lustigen Tierchen schnorcheln dürfen. Das Highlight heute ist aber ganz klar die Isla Zapatilla. Karibik pur! Da wir einen Privatkapitän angeheuert haben und recht früh los sind heute morgen, haben wir die Paradies-Insel für uns ganz alleine. Die ganzen Tagesausflügler kommen wohl erst in einer Stunde an.
    Apo und ich floaten genüsslich im glasklaren Wasser und können unser Karibik-Glück kaum fassen.
    Nach einem leckerem Seafood-Mittagessen auf der Isla Bastimentos, bei der uns auch noch zwei knallrote Aras besuchen, düsen wir zur Isla de los perizosos, wo Faultiere faul in den Mangroven abhängen. Was für ein Erlebnistag!

    Wir wollen uns gerade auf den Weg zurück zur Isla Colon machen, da Apos Flugzeug in zwei Stunden losfliegt, da zieht El Capitan seine Taucherbrille an und hüpft aus dem Boot. Hä? Er taucht ab und kommt mit dem Motorpropeller in der Hand wieder an die Oberfläche. Lachend erklärt er, dass der Propeller abgefallen ist. Mir gefällt dieser positive Umgang mit Problemen: erstmal lachen. Apo ist allerdings gar nicht zum Lachen zumute. Genauergesagt eher zum Heulen. Die Mutter zum Festzurren fehlt - ohne sie können wir nicht losfahren. Also alle ab ins Wasser. Schnorchelnd suchen wir die Schraube, entdecken aber außer zwei fetten Rochen gar nichts.

    Der Kapitän des einzigen anderen Bootes an dieser verlassenen Insel sieht wohl die pure Panik in Apos Augen und erbarmt sich, uns heimzufahren. Ein wahrer Held!

    Die Lehre der Geschicht‘?
    Eine Mutter verliert man besser nicht :)
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You might also know this place by the following names:

Republic of Panama, Panama, ፓናማ, パナマ, 파나마, ପାନାମା, ปานามา, ປານາມາ, ប៉ាណាម៉ា, ประเทศปานามา, สาธารณรัฐปานามา, i-Panama, Orílẹ́ède Panama, Pa-na-ma, Panamá, Panamà, Panamā, Panamaa, Panamaja, Panamän, Panama nutome, Panamo, República de Panamá, بنما, پاناما, پنامہ, פנמה, Παναμάς, Панама, པ་ན་མཱ, པ་ནཱ་མ།, Պանամա, პანამა, पनामा, पानामा, પનામા, పనామా, ಪನಾಮಾ, பணாமா, பனாமா, പനാമ, পানামা, ပနားမား, පැනමා, 巴拿马

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