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Paraguay

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Most traveled places in Paraguay:

  • Der Ort San Ignacio liegt ganz dicht bei Posadas, das wir auf dem Hinweg nach Iguazú besichtigt hatten. Mitten in der kleinen, eher unscheinbaren Ortschaft liegt San Ignacio Mini, die Ruine einer der Jesuitenreduktionen, über die ich ja bereits etwas geschrieben habe.

    Die Jesuiten sind ein katholischer Glaubensorden, dessen Mitglieder sich zur Armut, zum Eheverzicht und zur Gehorsamkeit verpflichten, ohne in einem Kloster zu leben. Ihre Ausbidung ist in mehrere Abschnitte unterteilt und wird nochmals erweitert, wenn sie sich für das Priesteramt entscheiden. Normalerweise ist es ihnen Verboten hohe Ämter zu bekleiden, außer auf Anordnung des Papstes. So war es es auch für einen gewissen Jorge Mario Bergoglio möglich zunächst Bischof und später zum Kardinal zu werden. Heute nennt er sich Franziskus und lebt im Vatikan.

    Er gilt wohl als der fortschrittlichste Papst, den in den letzten Jahrzehnten gegeben hat. So zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, dennoch ist er kein Befreiungstheologe. Diese Denkrichtung des Katholizismus stammt aber ebenfalls aus Südamerika, hat basis-demokratische und ansatzweise sozialistische Standpunkte und stellte sich in der Vergangenheit offen gegen eine Vielzahl von Diktatoren, was nicht selten zu intensiver Verfolgung durch diese führte.

    Bei Franziskus gibt es sogar Ungereimtheiten in Bezug auf sein Verhältnis zur Militärjunta in Argentinien. Mitte der 1970er Jahre wurden zwei Priester, die unter Bergoglios Verwantwortung standen, von der Junta entführt, gefoltert und mehrere Monate angekettet und mit verbundenen Augen gefangen gehalten. Sie warfen ihn im Nachhinein vor sie nicht geschützt oder sogar denunziert zu haben. Anderen Aussagen zufolge soll es allerdings er gewesen sein, der ihre Freilassung erwirkt habe. Ich habe versucht mich etwas in das Thema reinzulesen und mir parallel „Llámame Francisco“ anzuschauen, bin aber nicht viel schlauer als vorher.

    Die Jesuiten haben schon immer einen starken missionarischen Ansatz vertreten und waren dabei nicht selten sehr erfinderisch. So wurden zum Beispiel traditionelle Kirchenlieder in Guaraní gesungen. Auf diese Weise entstanden hier ganz neue einzigartige Chorstücke.

    Auch von Ennio Morricone gibt es ein „Ave Maria“ in Guarani. Es wurde für den Film „The Mission“ von 1986 geschrieben, in dem ein unheimlich junger Robert De Niro mitspielt:
    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Mission_(1986_film)
    https://www.youtube.com/watch?v=VSWWLTqNRoU

    San Ignacio Mini ist nicht mehr vollständig erhalten. Die meisten Teile der Anlage sind verfallen, nachdem die Reduktionen aufgegeben wurden. Misiones liegt schon in der Regenwaldzone, so dass sich die Vegetation alles, was nicht geflegt wird, in kürzester Zeit zurückholt. Die Ruinen sind heute ein Traum für Vögel, die ihre Nester hier anlegen und für kleine Geckos, die sich auf den Steinen sonnen und in den Ritzen zwischen ihnen verstecken können.

    Der Aufbau der Missionen ist immer sehr ähnlich, so auch in Paraguay, das wir zwei Tage später besuchten. Wir wurden hierzu mit einem Taxi auf eine Fähre gebracht, dessen Fahrer uns in Paraguay herumfahren sollte. Das ganze war also nicht so recht eine richtige Tour. Mehr ein koordinierter Transport zu den wichtigsten Stätten und zum Mittagessen. Wir teilten uns das Taxi mit einem britischen Bankangestellten, der sich zwei Jahre Auszeit genommen hatte und unheimlich aufgeschlossen und liebenswürdig war.

    In der ersten Reduktion wurden wir auch durch eine Expertin herumgeführt, so konnten wir uns ihren Aufbau nochmals verdeutlichen. Zumeist bestand eine Reduktion aus mehreren Gebäudetrakten, in denen die Guaraní lebten. Sie waren so angelegt, dass es ihnen möglichst schwer gemacht werden sollte heimlich polygam zu leben, was bis vor ihrer Christianisierung ein fester Teil ihrer Kultur gewesen war.
    Zudem verfügte jede Reduktion über Werkstätten, wo handwerkliche Fertigkeiten vermittelt und Produkte hergestellt wurden und einen Hauptplatz, auf dem das soziale Leben stattfand.

    Und natürlich durften die großen Kirchenanlagen nicht fehlen. Die Bauweise war recht fortschrittlich. So gab es zum Beispiel ein Abwassersystem für die Toiletten und Belüftungssysteme für die Räume in denen gekocht wurde.

    Unsere Führerin sprach sogar ein wenig Deutsch. Sie war auch, im Gegensatz zu allen anderen Paraguayianern, die wir bisher kennengelernt hatten, strohblond. Offenbar war ihre Familie deutscher Abstammung. Das ist ein wenig prekär und wir fragten nicht weiter nach ihrem Stammbaum, denn Paraguay galt als Naziparadies nach dem zweiten Weltkrieg. Bereits zuvor waren hier deutsche Siedler, die in recht isolierten Gemeinden lebten. Viele von ihnen engagierten sich während des 3. Reiches auch in einer Art Auslandsorganisation der NSDAP.

    Einer dieser Orte, den wir uns auch im Vorbeifahren anschauen konnten, war Hohenau. Bekanntester Gast des Städtchens war der KZ-Arzt Josef Mengele, der hier mehr oder minder offen lebte. Er hatte die paraguayanische Staatsbürgerschaft angenommen, um sich vor einer Auslieferung zu schützen. Er floh von hier aus weiter nach Brasilien, aus Angst, dass der Mossad ihn genau wie Eichmann aufspüren und nach Israel bringen würde.

    Silke hat einen spannenden alten SPIEGEL-Artikel aus den 60er-Jahren dazu im Internet gefunden:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46174853.html

    An einem anderen Tag schauten wir uns auch noch die Reduktionen rund um San Ignacio an. Natürlich sah man immer das selbe, aber es war gemütlich in den grünen Wäldern zwischen den Ruinen spazieren zu gehen. Immer mal wieder sah man dann doch etwas neues. So zum Beispiel fanden wir auch hier die riesigen Spinnen, die wir in Iguazú gesehen hatten. Außerdem noch gewaltige Käfer, die sich wohl auch häuteten, denn wir sahen einen Baum voll mit aufgeplatzen Käferpanzern, aus denen der Käfer selbst offenbar verschwunden war.

    Auch in einem kleinen Nationalpark liefen wir an diesem Tag herum. Hier gibt es ein Haus, in dem etwas Meißner Porzellan und ein paar Nazi-Münzen gefunden wurden. Irgendwie wurde daraus über die Jahre eine absurde Geschichte, denn angeblich habe sich in dieser Hütte Martin Bormann versteckt, der Deutschland nie verlassen hatte. Man hat ihn zweifelsfrei an den Restens seins Leichnams identifizieren können. Die Geschichte wurde nie anständig aus der Welt geräumt, so dass jeder der Anwohner im Ort noch heute davon überzeugt ist, dass es sich bei der verfallenen Hütte um das „Casa de Bormann“ gehandelt habe:
    http://cicero.ccknackmuss.de/wp-content/uploads/2013/11/IMG_0158_Bildgröße-ändern.jpg
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  • Vandaag al weer de laatste dag van zes weken Brazilië. Zes weken die super snel gegaan zijn!

    Deze week ben ik met veel met Diego en z'n familie weg geweest. Dinsdag avond en woensdag avond namen ze mij mee naar de stad om wat te eten en te drinken. Leuk om de waardering te merken. Ook Diego komt me steeds opzoeken om te zwemmen of te biljarten. Echt een ventje van de straat maar tegelijkertijd wel een klein hartje.

    Woensdag was de laatste dag dat ik de meeste spelers zag. Veel foto's (selfies) en berichten per app en op Facebook. In die zes weken blijkbaar toch wel veel waardering opgebouwd bij die gasten.

    Vanochtend nog even een korte video gemaakt voor Rogerio van z'n voetbalschool. Vervolgens werd ik door Luiz naar het busstation van Arapongas gebracht. Helaas hadden we de bus net gemist waardoor ik een (dure) taxi moest pakken naar het vliegveld van Londrina.

    De eerste vlucht was van Londrina naar Sao Paulo, daarna van Sao Paulo naar Asuncion in Paraguay. Als laatste de vlucht naar Lima. Hier begint morgen het laatste gedeelte van de wereldreis.
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  • Gigantisch!!! Sollte ich dieses Wort auch schon öfter benutzt haben, so nur weil ich Itaipu noch nicht kannte.
    Beim Itaipu handelt es sich um einen Staudamm, welcher den Paraná aufstaut. Jetzt hagelt es ein paar Zahlen. Der Damm ist an seiner höchsten Stelle 196m hoch (50m höher als der Kölner Dom) und 7,7km lang. Einziges Ziel ist die Energiegewinnung, was so erfolgreich funktioniert, dass es seit der Fertigstellung 1984 das größte Kraftwerk der Erde ist. Letztes Jahr stellten Sie einen neuen Rekord mit über 100 Terawattstunden auf (der größte Kernreaktor der Welt schafft 12,4 Terawattstunden). Damit wird zur gleichen Zeit der Energiebedarf von Paraguay zu 80% und von Brasilien zu über 15% gedeckt.
    Wenn man vor diesem Damm steht, kommt das Gefühl auf, eine Ameise zu sein. Neben Rohren die einen Durchmesser von 10 Metern haben und so locker von Doppelstockbussen durchfahren werden könnten, wirkt alles klein. Durch zwei von diesen Rohren fließt so viel Wasser, wie im Durchschnitt die Iguazú Wasserfälle herunterstürzt. Es gibt aber nicht nur zwei von diesen Rohren, sondern 20.
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  • Schon kurz nach der Ankunft in der eher schlichten Unterkunft erklärte mir der Besitzer, dass heute eine Party steigt. Jetzt bin ich nicht sooooo der Partygänger. Mein Zimmer lag aber direkt neben der Küche, weswegen ich mich nur schwerlich dem entziehen konnte. Der lokale Rum, oder wie er hier auch heißt Cañi, kostet im Supermarkt unter einem Euro. Damit ist die Literflasche gemeint. Dementsprechend lustig ist es dann auch geworden und meine Zimmergenossin und ich waren die Ersten, die morgens um 10 wieder unter den lebenden waren.
    Nach einem Rundgang durch den Ort, der nicht viel zu bieten hatte, wachten dann die anderen auch so langsam auf. Das Ganze wurde, weil es so schön war, auch gleich wiederholt …
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  • Reisen verändert einen. Der Satz, „Ich bin froh einen französischen Staatsbürger kennenzulernen“ hätte ich von mir nie erwartet zuhören. Die Zimmergenossin, welche Französin ist, ist aber sehr angenehm und erschreckend offen für jemand aus Frankreich.
    Wir waren beide mit dem gleichen Ziel nach Encarnacíon gekommen, nämlich nach Trinidad zu fahren. Zusammen mit dem Partyhostelbesitzer haben wir das dann auch getan. Trinidad hat Ruinen einer Jesuitensiedlung zu bieten.
    Die Jesuiten kamen um ~1600 in das zuvor nahezu unberührte Gebiet der Guarani. Sie gründeten eine Reihe von Siedlungen mit dem Ziel die indigene Bevölkerung zu missionieren und zu schützen. Portugiesen und Spanier nutzten die Bevölkerung aus und versklavten sie. Die Jesuiten bildeten mit ihren Dörfern einen Schutz für bis zu 100.000 Indios. Sie wurden ~1760 zur Aufgabe der Dörfer durch die Spanier und Portugiesen gezwungen. Die Indios wurden vertrieben oder versklavt und die Dörfer verfielen.
    Die Ruinen sind ein beeindruckendes Zeichen der Humanität und zeigen auch eine andere, positivere Seite dieser Zeit. Sollte sich jemand stärker dafür interessieren kann ich den Film "Mission" empfehlen.
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  • Today will have to be a lazy day, Mark and I both have hangovers from hel and the rain it just keeps on coming. It reached 47 degrees yesterday, .....is that normal? Apparently in Paraguay yes. It is so hot here that the thought of eating just really doesn't tick my box but this morning I need to. We eat lots of fresh fruit and bread, not quite the full English breakfast, but it does the job.
    Eric is a Mexican guy who helped start the hostel and his English is perfect , he has been a massive help here, and Juan from Colombia who's English is also good has helped with my learning of the basic fundamentals of Spanish. Mark is waiting in anticipation for the big fight tonight, and in the hostel is a pool table so I challenge Juan to a game and beat him.... still got it
    In Adrian part of the house he has a huge projector with surround sound and we spend the evening watching a couple of movies and chilling with a pizza, but no beer.
    We will leave in the morning for a 20 hour bus journey to Rosario so we head to bed at midnight to get a decent nights sleep.
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  • After a 2h flight from Montevideo to Asunción, an 8h overnight busdrive from Asunción to Neuland and a 45min cardrive, we finally arrived at the "Estancia Loninga".

    Neuland: This colonie was founded by Mennonites in 1947 and is the last of three Mennonite colonies in this region. A german speaking group came to this place after flewing from the 2nd worldwar from Russia to Germany and later on to Paraguay. So it is that in this colonies the language is not only spanish but also german. The main economic sectors here are meat and milk production as well as agriculture.

    "Estancia Loninga" is a farm that belongs to Chrigis father and his cousin Hansueli. Hansueli lives here with his wife Barbara and they run together the farm. The 500ha area around their farm inhabits more than 400 cows as well as a few pigs and horses. We were lucky because we also saw Nandus who live free here.

    It was very interesting for us to get into the life of a farmer in Paraguay and could participate in some activities of their usual work. Thank you Hansueli & Barbara for having us with you and for introducing us into the live of a farmer. We really enjoyed it to be far away from the civilisation and have had a great week!
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You might also know this place by the following names:

Republic of Paraguay, Paraguay, ፓራጓይ, Paraguai, باراجواي, Paraqvay, Парагвай, Paraguwayi, পারাগুয়ে, པཱ་ར་གེ།, Paragvaj, Paragua nutome, Παραγουάη, Paragvajo, پاراگویه, Paraguwaay, Paraguei, Paragoayi, Paragua, Paraguaidh, Paraguái, પેરાગ્વે, Paragai, פרגואי, पॅराग्वे, Պարագվայ, Paragvæ, パラグアイ共和国, პარაგვაი, Paragwai, ប៉ារ៉ាហ្គាយ, ಪರಾಗ್ವೇ, 파라과이, پاراگوای, Paragway, Paraquaria, Paragwayi, Palagwei, ປາລາກວຍ, Paragvajus, Paragvaja, Paragoay, Парагвај, പരാഗ്വേ, पराग्वे, Paragwaj, ပါရာဂွေး, प्यारागुये, ପାରାଗୁଏ, Parawayi, Paragwe, Paraguëe, පැරගුවේ, Paraguaj, பரகுவை, పెరగువే, ประเทศปารากวัย, Palakuei, پاراگۋاي, Параґвай, پیراگوئے, Pa-ra-goay (Paraguay), Paragvän, פאראגוויי, Orílẹ́ède Paraguye, 巴拉圭, i-Paraguay