Satellite
Show on map
  • Day5

    Der frühe Vogel...

    September 4, 2019 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C

    Der Wecker klingelte heute früh! Bereits 5:30! Als wir zum Frühstück gingen, war es noch dunkel und kalt (< 10 Grad). Die Auswahl war für Motel-Standards schon echt gut! Es gab sogar Jogurt und Waffeln 🧇 Man kann sich auch mal über die kleinen Dinge freuen ☺️ Und besonders erstaunt hat uns, was wir auf der Veranda entdeckten! An einer Tränke schwirrten viele kleine Kolibris.

    Zum Zion Nationalpark fuhren wir nur eine Stunde. Auf der Strecke hielten wir noch an einer Buffalo-Farm. Durch den östlichen Eingang fuhren wir in den Park. Schnell erreichten wir einen Aussichtspunkt, von welchem wir den Checkerboard-Mesa (Schachbrett-Tafelberg) sahen. Dieser ist 2033 m hoch. Es ging weiter auf der schmalen Straße mit vielen Kurven, umgeben von hohen Felsmassiven. Sehr beeindruckend. Das zeitige Aufstehen hatte seinen Grund. Denn wie wir zuvor lasen, sind die Parkplätze kurz vor dem Mount Carmel-Tunnel begrenzt. Und so war es auch. Wir ergatterten mit deutschen Fahrkünsten einen der letzten freien Parkplätze. Im Vergleich zu Amerikaner können wir nämlich einparken und das auch rückwärts 😋
    Wir wanderten auf einem kurzen, anspruchsvollen Trail in einer kleinen Schlucht. Auch über einen nicht sehr vertrauenserweckenden Steg und unter Felsvorsprüngen musste wir, um zum Canyon Overlook zu kommen. Doch diese Mühen lohnten sich. Uns blieb die Spucke weg. Der Name der Aussicht ist Programm. Wir bekamen einen herrlichen Blick über und in den östlichen Zion Canyon. Wir werden mit diesem wahnsinnig tollen Blick in die Schlucht belohnt. Unbeschreiblich! Wir waren soweit oben und man konnte bis zum Rand einer Felskante gehen. Roman war schon etwas Bange, als er mich so nah an der Kante sah 😱 Diesen Moment hier oben mit der Aussicht mussten wir noch einen kurzen Moment genießen.
    Zurück zum Parkplatz ging es über den gleichen Weg. Mit dem Auto mussten wir uns am Mount Carmel-Tunnel anstellen. Da der 1,6 km lang ist und so schmal/eng, dass dieser nur einspurig befahren werden kann, wenn ein großes, hohes Auto hindurch fährt. Die Straße führt runter ins Tal. Von da sah man das Felsmassiv inkl. der Kante wo wir wenige Augenblicke zuvor noch oben drauf standen 😳
    Die Parkplätze an der Canyon Line waren schon gut gefüllt. Sodass wir bis Springdale fuhren um dort endlich das Auto ab stellen zu können. Leider nicht mehr kostenfrei. Das Parkticket für $ 20 kauften wir bei einem Vietnam-Veteran. Mit dem kostenfreien Park-Shuttlebus fuhren wir bis zur Zion-Lodge. Von da aus starteten wir 🥾 zu den „Emerald-Pools“. Leider konnten wir unsere Wanderung nicht wie ursprünglich gedacht machen. Da die „Upper Emerald Pools“ sowie der „Kayenta Trail“ nach starken Regengüssen und Steinrutschen gesperrt waren. So ein Pech. So blieb uns nur der Blick auf die „Lower Emerald Pools“. Leider etwas ernüchternd, da aktuell wenig Wasser an den Wasserfällen herunter kam - im Frühjahr kommt da sicherlich mehr runter. Da es bis zu diesem Punkt ein sehr einfacher Trail war, war dieser entsprechend frequentiert.
    Also ging es zurück zum Virgin River, welcher die Schlucht entstehen lies. Dort legten wir einen kurzen Stopp ein. Weiter ging es auf dem „The Grotto Trail“, der uns mit dem Entdecken von Rock Squirrels (Felsenziesel) und Mule Deers (Maultierhirsch) belohnte. Wir stiegen wieder in den Bus und fuhren bis zur Endhaltestelle „Temple of Sinawava“. Über den „River Side Walk“ ging es weiter. Auch dieser ist kein anspruchsvoller Weg und entsprechend viele Besucher waren unterwegs. Vorbei an den hängenden Gärten gingen wir bis zum Eingang von „The Narrows“ - ab da geht der Trail überwiegend im Fluss weiter durch die Schlucht und wird zunehmend enger. Gegangen sind den Trail nicht. Leider haben wir erst zu spät bemerkt, dass man sich am Parkplatz passende Schuhe hätte ausleihen können - Schade 😔
    Zurück ging es auch hier über den gleichen Weg, mit Snack-Pause an einer ruhigen Stelle des Virgin Rivers - an der das Wasser schön blau-grün schimmerte. Ein kurze Abkühlung für die Füße im eiskalten Wasser durfte nicht fehlen. Spätestens hier waren wir froh, dass wir nicht mit unseren Schuhen in „The Narrows“ gegangen sind 🥶
    Einen letzten Stopp machten wir an der Busstation „Big Bend“. Der Fluss macht hier eine große Kurve. Man hat einen schöne Blick die Schlucht entlang und zu „Angels Landning“. Eine Felsformation so hoch, dass da nur Engel landen können. Auch dort führt ein Wanderweg hin. Der wäre schon auch ziemlich reizvoll gewesen. Ist er doch anspruchsvoll mit 4 km Länge und über 400 m Höhendifferenz. Aber auch schwindelfrei muss man sein. Doch bietet er wohl eine spektakuläre Aussicht.

    Zusammenfassend konnten wir heute einige Tiere beobachten:
    • Mule Deer (Maultierhirsch) 🦌
    • Rock Squirrel (Felsenziesel) 🐿
    • Turkey (Truthahn) 🦃
    • Kolibri 🦜
    • Eidechsen 🦎
    • diverse Schmetterlingsarten 🦋

    Zurück am Visitor Center kauften wir für die „Sammlung der besuchten US-Bundesstaaten“ ein Utah-Schnapsglas. Auf dem Highway führte uns der Weg ins nicht weit entfernte Cedar City. Im Motel „Super 8“ werden wir heute Nacht nächtigen. Abendessen gab es im „DG Grill&Chill“ - eine der unzähligen Fast-Food-Ketten 🍔🥤. Da schmeckt es aber vergleichsweise zu den üblichen mal 😋
    Read more