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  • Day49

    Jardín - (noch) ein Geheimtipp

    May 9 in Colombia ⋅ 🌧 20 °C

    Nach dem Stadt-Leben in Medellin sollte es wieder aufs Land gehen (auch, wenn wir uns in die Stadt verliebt hatten) und zwar nach Jardín, ca. 4 Auto-Stunden südlich von Medellín und in den Ausläufern der Anden auf knapp 1750 Metern im Kaffee-Gebiet Kolumbiens gelegen. Neben Kaffee werden dort Bananen und andere Früchte angebaut und Forellen-Zucht betrieben. Die Ortschaft wurde erst vor 160 Jahren gegründet und ist noch ein Geheimtipp.

    Wir kamen erst Spätnachmittags an und gingen nach dem Einchecken im Hostel direkt zur Ortsmitte. Die Häuser waren alle bunt bemalt und lieb hergerichtet. Auf dem Hauptplatz herrschte ein buntes Treiben der Einheimischen in den Cafés, Restaurants und Bars. Die Männer trugen die ortsüblichen Sombreros und die Stimmung war ausgelassen. Fast alle wippten mit den Stühlen gegen die Häuserwände. Das gehörte wohl zum guten Ton. 😊

    Eigentlich war die Nacht in Jardín eher dazu gedacht, die lange Fahrt von Medellín nach Salento in zwei Etappen zu unterteilen. Doch schon nach dem ersten Eindruck war uns klar, dass wir hier länger bleiben wollten, und so verlängerten wir im Hostel um eine Nacht.

    Am nächsten Tag machten wir einen Ausritt zu Pferde auf einen Aussichtspunkt und staunten nicht schlecht. Von oben betrachtet sah die Ortschaft und die umliegenden Hügel und Berge mit ihrem satten Grün wie im Bilderbuch aus. Weiter ging es dann zu einem Wasserfall, der über einen erst vor ein paar Jahren erbauten Tunnel erreicht werden konnte. Dieser beherbergte auch noch hunderte von Fledermäusen. Nachmittags stiegen wir dann auf der anderen Seite der Ortschaft den Berg zu Fuße hoch und der Weg war voll von Kaffeeplantagen, Bananen-, Orangen- und Avocadobäumen, letztere haben wir beide zum ersten Mal gesehen! Irgendwie der Garten Eden. Die Vielfalt der Früchte schlug sich auch in den Getränkekarten nieder, und so probierten wir zum ersten Mal Lulo-Saft, der schmeckt wie eine saure Kiwi, und Baumtomaten-Saft. Beides sehr lecker.

    Wir waren von Jardín und seinen Einwohnern richtig begeistert und wünschen uns, dass diese Gemütlichkeit und Herzlichkeit so bleibt.
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