Satellite
Show on map
  • Day227

    Tulum

    November 3, 2019 in Mexico ⋅ ☀️ 30 °C

    Mit dem Bus fuhren wir von Bacalar nach Tulum. Die Fahrt dauerte 2 1/2 Stunden und war aufgrund des Komforts sehr angenehm. Nur hatten wir das Gefühl in einer Eistruhe zu sein, so runtergekühlt war der Bus.⛄

    Tulum ist eine Küstenstadt auf der karibischen Seite Mexikos und für seine relativ gut erhaltene ehemalige Hafenstadt der Mayas bekannt. Diese ist auf einem Felsen gebaut und von dort hat man eine herrliche Aussicht auf den weißen Sandstrand und das türkisblaue Wasser des Atlantiks. Gleich daneben ist der Nationalpark Tulum, ein Küstengebiet mit Mangroven und Cenoten (eingestürzte Kalksteinhöhlen, die mit Süßwasser gefüllt sind). Für uns also die perfekte Location zum Baden und Tauchen wie auch für den ersten Kontakt mit der Mayakultur in Mexiko.

    Am Tag unserer Ankunft wollten wir die Stadt mit den Fahrrädern unserer Unterkunft ein bisschen erkunden. Zu Mittag hatten wir die besten Burritos unseres Lebens, gefüllt neben den klassischen Zutaten mit Kaktus und Mayaspinat. Eigentlich wollten wir noch bis zum Strand fahren, aber so weit kamen wir nicht, da von einem Fahrrad immer wieder die Kette runtersprang.

    Abends wollten wir uns die Feierlichkeiten zum Día de los Muertos (=Tag der Toten) anschauen. Für die Mexikaner ist der Tag sehr wichtig, uns kam es vor wie eine Mischung aus Halloween und Allerheiligen. Einige Leute sind verkleidet, es werden bunte Altare auf den Gehwegen aufgebaut, die mit Fotos an die Verstorbenen erinnern. Auch Friedhofsbesuche gehören dazu, diese sind jedoch wesentlich fröhlicher als es bei uns üblich ist. Die Familien setzen sich ans Grab, bringen Essen und Getränke mit, machen Musik an oder unterhalten sich. Auch der Friedhof war bunt geschmückt.

    Am nächsten Tag hatten wir mit den Fahrrädern mehr Glück. Wir kamen diesmal bis zum 10 Kilometer entfernten Strand und waren begeistert. Dieser Strand gehört mit seinem weißen Sand und türkisblauem Wasser definitiv zu den schönsten die wir je gesehen haben. Das Wasser war nicht zu kalt und nicht zu warm, die perfekte Erfrischung. Hier badeten wir und sonnten uns, bis wir dann mit den Fahrrädern zu den Mayaruinen aufbrachen. Diese waren wieder sehr beeindruckend. Neben den Touristen waren hier auch einige Leguane und Nasenbären unterwegs.

    Cenoten sind ein weiterer Touristenmagnet in der Region, und in diesen Wasserlöchern wollten wir tauchen gehen. Mit der Tauchschule fuhren wir zuerst zur Cenote Casa, die schon von außen richtig schön aussah. Beim Tauchen konnte man dann die Mangroven von unten bewundern, außerdem sahen wir einige Fische und Krabben. Highlight war auch das Tauchen durch Felsspalten und Höhlen, besonders wenn das Licht von oben schön hereinfiel.

    Den zweiten Tauchgang machten wir bei den Cenoten Dos Ojos. Hier fand der komplette Tauchgang in den Unterwasserhöhlen statt. Überall waren Stalagmiten und Stalaktiten und andere interessante Gebilde, die man im Taschenlampenlicht sehen konnte. Eine tolle Erfahrung!

    Den restlichen Tag verbrachten wir in der Unterkunft, da es regnete. Am Folgetag verließen wir Tulum in Richtung Playa del Carmen.
    Read more

    Wieder mal ein toller Bericht 👍

    11/6/19Reply
    Kai-Uwe Schröder

    Schönes Land und wie immer interessante Berichte. 😎

    11/6/19Reply
    Georg Henning

    Die Bilder von dem Strand - geil. S.T.S - „Und irgendwann bleib i dann dort, lass alles lieg‘n und steh‘n, geh von daham für immer fort ...

    11/7/19Reply
    5 more comments