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Travelers at this place
  • Day8

    Mweka Camp - Mweka Gate - MeruView Lodge

    June 19 in Tanzania ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir werden wieder um 6 Uhr mit Kaffee geweckt. Die beste Nacht auf dieser Reise, und zwar für alle. Tobi meint er hat 11 Stunden geschlafen. Dafür auch extra wenig getrunken, damit er nachts nicht raus muss.
    Die Crew möchte jetzt natürlich auch schnellstmöglich heim und daher spielen wir mit und übertreiben es nicht mit Ausschlafen oder so. Obwohl, nachdem wir wieder um 20 Uhr im Zelt gelegen haben (und das war schon extrem spät für uns) kann man 11 Stunden Schlaf durchaus als Ausschlafen bezeichnen. Es geht heute wieder allen ausgezeichnet. Die Strapazen der letzten Tage sind vergangen. Muskelkater haben wir eh nie wirklich gehabt und der Dachschaden war bei dem ein oder anderen bereits vorher da.
    Das Frühstück läuft mittlerweile auch ganz routiniert. Für die Abschlusszeremonie müssen wir noch einen Zettel ausfüllen, wer wie viel Trinkgeld erhält. Leider haben wir uns nicht aufgeschrieben, welche Gruppe ungefähr wie viel erhalten sollte (Porter, Guide usw.). Das ist hier sehr transparent, und man sollte sich daran halten. Die Erklärung dazu liegt leider in der Unterkunft… daher müssen wir uns jetzt auf die Angaben von Emmanuel verlassen. Wir füllen also nach dem Frühstück unseren Zettel aus, auf dem alle Namen stehen. Der wird dann später verlesen.

    Wir können dann um 7:30 Uhr loslaufen. Es ist noch recht frisch hier, weil auch die Luftfeuchtigkeit höher ist. Wir sind an der Grenze zwischen Moorland und Regenwald. Die Abschlussetappe ist heute ganz human, 10 Kilometer und 3 Stunden werden uns angekündigt. Wir müssen etwa von 3.100 auf 1.700 Meter herunter. Man merkt auch, dass die Luft größtenteils raus ist. Wir sind nicht mehr so frisch wie zu Beginn der Reise. Etwas weiter unten fängt es auch an zu regnen und so stapfen wir still nach unten. Immer noch ziehen Porter an uns vorbei. Pausen brauchen wir nicht, und kein einziges Mal trinke ich. Das hätte es noch gestern nicht gegeben.
    Tatsächlich sind es heute nur 9,3 Kilometer. Hätten die sich nicht mal auf den anderen Touren so verschätzen können? Wir brauchen 2,5 Stunden und sind erreichen dann etwas verregnet das Mweka Gate, von wo aus wir abgeholt werden. Erstmal erledigt Emmanuel den Papierkram für uns und wir nutzen allesamt alle verfügbaren Wlan-Netze. Nach etwa einer Viertelstunde fahren wir einige Straßen weiter zu einer Location, könnte eine Art Restaurant/Treffpunkt sein und auch ein Souvenirshop ist dabei.

    Hier stellen wir uns um einen Tisch herum, um Abschied zu nehmen. Zuerst singen wir gemeinsame Lieder: „Du großer Gott“ und „Hast du schon empfangen“ und dabei haben die Afrikaner ein bisschen mehr Schwung drauf, von dem man sich anstecken lassen kann. Es sind Zertifikate vorbereitet worden. Wir bedanken uns bei der Crew und Johnny verliest die Trinkgelder unter Applaus.
    Anschließend große persönliche Verabschiedung und Tobi lädt alle auf einen Drink ein. Während danach alle nach und nach verschwinden, besuchen wir noch den Souvenirladen. Vor allem Tobi hat so viel Mitleid, dass er kräftig einpackt. Ich merke mittlerweile, wie stark ich dufte. Vielleicht ganz gut dass wir zum Desinfizieren einen stark chlorierten Pool in der Anlage haben.
    Nachdem der Bus dann endlich angesprungen ist, geht’s weiter heimwärts. Wir fahren gerade an Kaffeeplantagen vorbei, da erzählen die Fahrer, dass dies Tschibo-Kaffee ist! Kaffee kaufen wollen die Junkies unter uns lieber in der Stadt und nicht im überteuerten Touristenshop. Wir verabreden uns mit Emmanuel für morgen 9 Uhr, damit er uns Arusha zeigen kann, die nächstgrößere Stadt. Als Johnny Geld abheben will, frisst der ATM-Automat seine Kreditkarte. 😅

    14:30 Uhr sind wir zurück in der Anlage. Nach dem Check-In (wir haben die gleichen Bungalows) zieht es uns an den Pool. Die Sonne scheint, es ist deutlich angenehmer als noch vor einer Woche. Johnny - wie man ihn kennt - zieht es dagegen zuerst in den Biergarten (natürlich nur weil es da Wlan gibt). Wir anderen drei hüpfen in den Pool, eine willkommene Abkühlung. Leider wird die Dusche im Zimmer nicht wirklich warm, das haben wir uns definitiv schöner vorgestellt.
    Um 16 Uhr treffen wir zum Nachmittagskaffee im Biergarten. Wenn man an der Küche vorbeiläuft, riecht man die typische Ingwer-Knoblauch-Gewürzmischung, die uns mittlerweile aus dem Hals heraushängt. Nach dem Kuchen spielen wir ein wenig Karten, damit wir die nicht völlig umsonst mitgeschleppt haben.
    Es gibt so einige Gegenstände, die ich völlig unnötigerweise dabei hatte. Für andere bin ich sehr dankbar. Unnötig waren z.B. das Kartenspiel, das Schutzcase fürs iPhone, die Toilettenpapierrolle. Das Handtuch war größer als benötigt. Ich hatte mehr Riegel als ich essen konnte.

    Das Abendessen findet für uns um 18 Uhr statt und ist echt lecker. Es gibt wieder Suppe mit leckeren Brötchen, Kartoffeln mit Gemüse und Braten. Zum Nachtisch Früchte mit Pudding. Mittendrin schockt Tobi uns alle, weil ihm nach der Suppe ganz plötzlich der Rücken juckt. Und zwar ganz ohne Spaß, er fängt an zu schwitzen und sich zu kratzen. Wir vermuten eine allergische Reaktion oder Insektenstiche. Johnny hat eine Creme die ein wenig gegen die Symptome hilft. Total verrückt sowas. Letztlich tippt Tobi nach einem Telefonat mit Zuhause doch auf Chlor-Reaktion.
    Wir bleiben hinterher noch ein wenig in der Lounge und gehen früher oder später schlafen. Ich nutze die Zeit für die Reiseberichte, die mich echt viel Zeit und Nerven kosten.
    Für das mobile Internet, das ich ab und zu am Berg hatte (1 GB für 30€) schuldet ihr Abenteuer-Geier mir alle übrigens etwas, 😊 also wer das liest und kein Herzchen da lässt, muss zahlen.
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    MarkusundAnita Nissen

    Der Gesang kommt mir sehr bekannt vor 🙏🏼

     
  • Day7

    Barafu Camp - Uhuru Peak

    June 18 in Tanzania ⋅ ⛅ 8 °C

    (Sorry, das wird sehr ausführlich. Ich muss meine Erinnerung verarbeiten.)

    Johnny schläft und ich gönne es ihm so sehr. Seine Motivation hat gestern eine ordentliche Delle abbekommen. Er merkt scheinbar nicht mal, wie ich doch nochmal raus zum Austreten muss. Das muss auch komisch ausgesehen haben, wie ich zwischen den Felsen hin und her wanke und schnaufe. Ich nehme die übrige Tablettenhälfte. Schlafen kann ich nicht wirklich, werfe mich unruhig hin und her. Ein paar Mal döse ich wohl ein. Durch die Ohrstöpsel höre ich ständig meinen Puls. Ich drehe mich nur mal um und muss dadurch ganz tief Luft holen als sei es Schwerstarbeit.

    Ab jetzt ist es nur noch eine Frage des Willens. Ich merke wie ich gestern mit der Erdnussbutter auch eine Menge Kampfgeist gelöffelt habe. Ich will es unbedingt schaffen!
    Heute Nacht ist es soweit, heute steigen wir auf den Gipfel. Mount Kilimandscharo, einer der Seven Summits und Afrikas höchster Berg mit 5.895 Metern - wenn wir das schaffen, Johnny, dann schaffen wir vieles andere im Leben auch.

    Ab 23:30 Uhr wird es unruhig im Camp. Die meisten starten um Mitternacht. Aufgrund unseres Tempos hat Emmanuel entschieden, dass wir erst um 1:30 Uhr starten. Es wäre fatal, im Dunkeln anzukommen und bei -8 oder -10 Grad auf die Sonne warten zu müssen. Jeder von uns trägt diese Entscheidung mit.
    Es stapfen einige am Zelt vorbei. Ich hab so viele Gedanken im Kopf. Was soll ich tatsächlich anziehen? Wird die Ausrüstung reichen/zu viel sein? Ein paar Tropfen Baldrian täten gut jetzt.

    Wir werden etwa um 0:30 Uhr geweckt. Heute ohne Kaffee… jetzt geht die Vorbereitung, die wir im Kopf mehrfach durchgegangen sind, in Wirklichkeit los. Was ich anziehe?
    - Zwei paar Socken
    - lange Thermo-Unterhose
    - Skihose
    - Thermo-Langarmshirt
    - Funktionsshirt
    - dünne Sportjacke
    - Fleece-Jacke
    - Regenjacke
    Für ganz oben stecken noch eine Daunenjacke und Handschuhe im Rucksack. Buff am Hals und Mütze auf dem Kopf, Kapuze drüber. Stirnlampe an. Das Zelt können wir einfach zurücklassen, in ein paar Stunden sollten wir zurück sein.

    Wir bekommen unsere Trinkbehälter mit warmen Wasser gefüllt. Bei der Kälte friert bei Trinkblasen in der Regel das Wasser im Schlauch ein, wenn man es nicht zurückpustet. Daher gut, zur Not noch eine Flasche zu haben. Neben einem ganz kleinen Lunchpaket steht eine kleine Stärkung, die wir uns abends noch gewünscht hatten, bereit: Tee, Kekse, und vor allem Früchte. Eine viel größere Stärkung bietet die Heilige Schrift: Johnny liest passend zum 18. Juni den 18. Psalm und Tobi spricht ein Gebet.
    Schon etwas früher als die vereinbarte Zeit stapfen wir los. Wir sind natürlich die letzten, das Lager ist nur noch von Portern bewohnt. Die Nacht ist klar und kalt.
    Hinter dem Barafu Camp geht es gleich einem Hügel hoch und dort nochmal durch ein kleineres, eher weniger genutztes Camp, das wir leise durchschreiten. Für den ersten Kilometer brauchen wir so nur etwa eine halbe Stunde. Die ersten Jacken müssen runter, es ist zu warm. Kurz hinter dem zweiten Camp geht es nun an den langen Aufstieg. Man sieht weiter oben am Berg kleine Lichter, die so weit weg erscheinen. Wie können die so früh schon so weit sein? Heute ist ein zusätzlicher Guide mit dabei: Frank, der ein bisschen aussieht wie Tupac. Wir 7 treffen nach einer Stunde auf eine andere Gruppe von etwa 10 Personen und lassen uns fotografieren. Obwohl wir später angekommen sind, gehen wir früher als die andern wieder los, damit sie uns nicht auf dem Weg aufhalten. So geht das ständig. Das Unwort des Tages: „Twende!“ (Los geht’s). Total faszinierend: Während wir vor der hinteren Gruppe weiter aufsteigen, fangen deren Guides und unsere Guides einen Wechselgesang an. Die Stimmen hinter uns werden immer leiser, aber das Singen trägt uns ein Stück weiter.

    Wenn man uns beobachtet hätte, dann hätte man vermutlich gedacht: Warum sind die so langsam? Ich hatte ja selbst im Vorfeld Videos gesehen und mich über das geringe Tempo gewundert. Ich selbst erlebe es völlig anders. Wir haben ein strammes Tempo drauf. Pausen - wenn überhaupt - dann nur kurz, um nicht auszukühlen. Etwas weiter stimmen die Guides das Lied „Hast du schon empfangen“ in Suaheli an. Wie trostspendend die bekannten Klänge in so einer atemraubenden Situation sein können! Aber wie haben die Jungs jetzt noch die Puste dafür?
    Obwohl wir erst 3 Kilometer geschafft haben, bin ich total platt in den Beinen. Die ganzen letzten Tage mit stundenlangen Wanderungen waren nicht so kräftezehrend wie die ersten Kilometer in dieser Höhe. Ich murmele noch: „Hey Leute, wenn wir das in diesem Tempo durchziehen, packe ich das nicht mehr lange!“

    Die nächsten beiden Stunden kämpfen wir mit den schwindenden Kräften und den erbarmungslosen Guides. Immer häufiger wollen wir Pause machen, werden aber recht zügig weiter gedrängt. „Twende!“
    Ich spüre richtigen Unmut in mir aufsteigen. Und wenn wir halt langsamer sind und später ankommen, ist doch voll egal!
    Etwa nach insgesamt 3 Stunden, es ist 4:45 Uhr und wir müssen vielleicht bei 5.300 Höhenmetern sein, sieht die Bilanz folgendermaßen aus: Mir zittern vor Anstrengung die Knie, Tobi ist müde und antwortet auf Fragen möglichst nur noch mit Gesten, um die Luft zu sparen. Johnny wirkt total apathisch und antwortet erst gar nicht. Ich frage nochmal: „Johnny, bist du ok?“ - „Nee…“
    Matthias weist mehrere Anzeichen der Höhenkrankheit auf: Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen. Immer weiter müssen wir und können uns nicht lange ausruhen. Immerhin schnappen die Guides sich die Rucksäcke von Johnny und Matthias. Meinen wollen sie auch abnehmen aber ich werde richtig wütend darüber. Während ich meinem Vordermann hinterher stapfe, geht ein kurzes Gebet ständig durch den Kopf: „Gib mir Kraft, mein Gott. Gib mir nur noch einmal Kraft…“
    Ständig rede ich mir ein, dass mein Wille stärker ist als die Kraft. Wie weit kann ich über meine Kräfte hinausgehen? Ich konzentriere mich nur auf den kleinen Lichtkegel meiner Lampe und folge gezielt den Tritten von Matthias, der meist vor mir geht. Johnny, Matthias, ich, Tobi; das ist unsere Reihenfolge, die Guides dazwischen. Es ist still geworden. Trinken fast unmöglich, da es friert.

    Wir merken, dass Matthias und Johnny ernsthafte Schwierigkeiten haben und sämtliche Emotionen kommen hoch. Mitten auf dem Weg, einfach im Weitergehen, fange ich an zu heulen. Sorgen, Fragen und die unglaubliche Anstrengung führen dazu, dass ich meine Gefühle überhaupt nicht mehr unter Kontrolle habe. Tobi hinter mir geht’s genauso, wie er mir später schildert. Er ist mental komplett gebrochen und kämpft gegen sich selbst. Ich heule still und stapfe schniefend weiter. Es fällt mir selbst schwer, geradeaus zu gehen und nicht hin und her zu schwanken. Wieder sitzt Johnny am Wegrand und kann nicht mehr. Er sagt auch nicht mehr viel und ich kann nur noch heulen. Ich will ihn anbetteln, anschreien, irgendwie ermutigen weiterzumachen: „Kommt, Jungs, wir schaffen das, es ist nicht mehr so weit! Ihr seid stark, euer Geist ist stärker als der Körper!“ Matthias keift zurück: „Thomas, du hast KEINE Ahnung wie das ist mit der Höhenkrankheit…“
    Hab ich auch wirklich nicht. Ich bin auch platt, aber verhältnismäßig tapfer. Emmanuel schlägt vor, die Gruppe zu trennen. Keiner sagt was. Ich bitte daher, es noch weiter zu versuchen zusammen zu bleiben. Wie in Trance schleppen wir uns weiter, die Steigung wird immer größer, der Weg immer steiler. Das letzte Stück vor Stella Point auf 5.756 Metern ist der härteste Abschnitt. Wir sehen rechts am Berg die Sonne aufgehen. Wunderschön, aber mehr können wir von diesem Moment auch nicht zehren. Immerhin sehen wir tatsächlich das Zwischenziel Stella Point gar nicht mehr weit weg. Von diesem Abschnitt fehlen einigen Jungs die Erinnerungen…

    Kurz nach 6 Uhr erreichen wir mit den ersten Sonnenstrahlen Stella Point. Alle setzen sich, um Luft zu holen. Eine andere Gruppe kommt einige Minuten nach uns an, auch bei Ihnen gespenstische Stille, während sie sich an uns vorbeischleppen. Die Guides kümmern sich um die Jungs, ich kann noch einige Aufnahmen machen. Wir haben kurz Zeit für einen Tee, runter kriegen wir ja doch nichts. Ich kann aus der Erinnerung heraus nicht mehr sagen, ob ich mein Snickers hier oder an anderer Stelle aufgegessen habe. Johnny und Matthias haben verzerrte Gesichter. Emmanuel schaut mich ratlos an. Ich rede auf Johnny ein, der die Hände in der Jacke vergraben hat. Trotzdem dass er mental so gezeichnet ist, bleibt er erstaunlich nüchtern: „Geht ihr hoch, ich gehe runter.“ - „Komm schon, wir sind so weit gekommen, jetzt ist kaum noch Steigung. Nur noch eine Stunde! Dann sind wir halt was später da.“ - „Na und? Es geht nicht um die Zeit. Ich bin kaputt!“
    Emmanuel ist sich nach wie vor nicht sicher ob es so weitergehen kann. Später gesteht er mir, dass er niemals mit derartigen Leistungseinbrüchen bei uns gerechnet hatte. Ich biete an, die Gruppe jetzt zu teilen, ich würde bei Johnny bleiben.

    Irgendwie schaffen wir es, doch zusammen zu bleiben und weiter zu schleichen. Es ist 6:16 Uhr. Der Weg von Stella Point zum Uhuru Peak ist nicht mehr so steil, aber die Luft ist am dünnsten. Jetzt wo es hell wird, sieht man die Schönheit des Berges. Unter uns das Wolkenmeer wie aus Watte, als könnte man drüber laufen. Wir kommen sogar an zwei Gletschern vorbei. Geradeaus gehen ist bei mir nicht mehr möglich. Mit kleinen, schwankenden Schritten geht es langsam. Aber schon nach 10 Minuten geht bei Johnny nichts mehr und er muss brechen. Welche berechtigte Hoffnung auf das Erreichen des Ziels kannst in dem Moment noch haben? Man sagt, es würde nach dem Brechen besser werden. Tatsächlich schleppen sich alle auch wieder ein Stück weiter, manchmal gestützt durch die Guides. Selbst als wir das Gipfelschild erspähen, gibt das keine zusätzliche Kraft mehr.

    Um 7:10 Uhr erreichen wir gemeinsam den Gipfel.
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    Raphael Gede

    Starke Leistung!💪🏽

    Harry Görzen

    Wow Thomas, was für eine Leistung und spannend Story. Ich war so angespannt und habe mitgefiebert. Ihr habt es geschafft!!!

    MarkusundAnita Nissen

    Wow, krass, wie man da an seine Grenzen kommt. Bin stolz, dass ihr es doch gemeinsam geschafft habt! So genial

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  • Day4

    Machame Camp - Shira Cave Camp

    June 15 in Tanzania ⋅ ⛅ 10 °C

    Die Nacht läuft sehr unterschiedlich für uns. Ich habe bis 22 Uhr weiter Kopfschmerzen, gebe dann auf und futtere eine Schmerztablette. Außerdem sind die Guides so laut, dass ich nicht einschlafen kann, und wenn einer mit Headlights vorbeiläuft wird es halt hell im Zelt. Johnny kann auch eine ganze Zeit nicht schlafen. Nach 22 Uhr geht es bei mir ohne Kopfschmerz und mit Ohropax und Augenmaske deutlich besser. Morgens wachen wir ständig auf. Matthias im Nebenzelt friert sehr. Tobi ist der Einzige, der ohne Probleme schläft.

    Der Koch bringt uns um 6 Uhr tatsächlich Tee/Kaffee direkt ins Zelt - was für ein Luxus! So stehen wir langsam auf und packen unsere Siebensachen. Nach dem Waschen gibts Frühstück. Wir müssen uns dran gewöhnen dass alles für uns gemacht wird. Für mich ist das am allerwenigsten ein Problem… 😊
    Frühstück heißt heute Porridge, Papaya sowie Toast mit Erdnussbutter und Marmelade. Unsere Vitalwerte werden gemessen. Alles prima, außer bei mir. Puls 45 - ist klar. Da stehe ich ja halb im Grab. Ein anderes Gerät und meine Uhr zeigen dann bessere Werte.

    Um kurz vor 8 Uhr starten wir. Die heutige Etappe ist entspannter als gestern. Es geht 900 Höhenmeter rauf und zum Camp ein paar Meter runter. Die Dauer beträgt 3,5 Stunden für 7,1 Kilometer. Während es gestern noch durch Wald-Vegetation über teils matschige Wege ging, haben wir heute das eher felsige Moorland vor uns. Die Pflanzen sind deutlich kleiner. Etwa nach einer Stunde geht vor uns am Berg die Sonne auf, es wird wärmer und wir haben eine klaren Blick seitlich auf den Kilimandscharo. Nach 2,5 Stunden machen wir eine ausgiebigere Pause auf einem Plateau. Das Frühstück habe ich dermaßen schnell verbrannt, dass ich dringend Nachschub brauche.

    Die Bäume sind jetzt nur mehr Sträucher. Manche von uns sind der Meinung sie würden wie Brokkoli aussehen. Oder Ananas. Die Jungs haben wohl schon einen an der Waffel…
    Ich bin aber scheinbar der einzige, der den Druck im Kopf mit steigender Höhe spürt. Nach der Tablette gestern geht’s aber bisher ganz gut. Gestern meinte Matthias noch: „Na Thomas, ist es soweit? Hängst am Schlauch und gehst am Stock?“
    So ähnlich muss es ausgesehen haben mit den Wanderstöcken und dem Trinkschlauch am Rucksack.

    Um 12 Uhr erreichen wir das Shira Camp auf 3.834 Höhenmetern. Es scheint größer als das Machame Camp zu sein und liegt auf einem Plateau mit Blick auf den Kili. Richtig klasse! Wir entspannen bei einer Tasse Tee ein wenig im Zelt, bis es um 13 Uhr Mittag gibt.
    Endlich Pasta-Party! Spaghetti mit Fleisch-Allerlei-Sauce und Salat - es schmeckt gut und solange der Appetit reicht, sollten wir futtern was das Zeug hält. Die Kohlenhydrate brauchen wir oben, wenn der Appetit weg ist. Die Sonne scheint und es zieht uns ins Zelt für ein ausgiebiges Mittagsschläfchen. Ich versuche, nicht einzuschlafen, sonst kann ich abends nicht schlafen. Um 15:30 Uhr wollen wir aufbrechen zu einem Akklimatisierungs-Spaziergang.
    Wir gehen dabei nur kurz an den Shira Höhlen vorbei auf einen kleinen Gipfel, von dem aus man das Plateau einsehen kann. Ein paar Höhenmeter, die ich direkt wieder spüre. Die Sonne scheint, es ist richtig gutes Wetter. Zurück im Camp machen wir unsere Katzenwäsche. Diesmal wechsle ich sogar Unterwäsche und Socken. Ja, das mach ich hier nicht täglich! 😅
    Es ist total entspannt, jeder bearbeitet seine Wunden und cremt die Problemstellen ein. Um 18 Uhr geht die Sonne langsam unter und da wo der Meru-Gipfel sein sollte, zeigt sich ein Wolkenmeer. Auch ein tolles Sonnenuntergangsmotiv. Während Johnny und Tobi im Kochzelt mit den Trägern und Guides über den Glauben reden, versuche ich die Sonne einzufangen. Viele der Teammitglieder sind Christen. Die Religionen im Land gehen tolerant miteinander um.

    Ein spontaner Gedanke führt uns raus aus dem Zelt. Wir singen „How Great Thou Art“ für unser Team, nach wenigen Takten steigen sie in Suaheli ein. So schön, der Glaube verbindet auch hier. Die Szene ist kaum zu schildern, wie wir uns gegenüber stehen und singen und hinter uns die Sonne in unterschiedlichen Rottönen die Berge bescheint. Danach stellt Emmanuel uns die ganze Crew vor, weil eh alle zum Singen zusammengetrommelt wurden.

    Eigentlich ist das Essen fertig, aber wir zögern noch, so klasse ist der Sonnenuntergang. Ich hab mittlerweile aber auch mächtig Kohldampf. Eine Suppe als Vorspeise, die sogar Johnny schätzt. Jetzt ohne Sonne ist es sofort richtig kalt. Danach ein mächtiger Reisteller, Erbensoße, Bohnen und ein Hähnchensteak. Wir essen richtig deftig und viel. Unsere Vitalwerte sind auch noch prima. Wir bekommen unsere Instruktionen für morgen, der Tagesablauf ist ähnlich. Nur dass wir morgen 700 Höhenmeter hochgehen und 600 wieder runter, also ein Akklimatisierungstag.
    Insgesamt sind alle fit. Ich habe sogar keine Kopfschmerzen mehr. Tobi hat etwas zu viel Sonne abbekommen, ihm dröhnt der Kopf ein wenig. Gott sei Dank geht’s uns bis jetzt gut. Wenn Johnny es mit seinem Zeh noch bis zum Gipfel und zurück schafft, können wir ihm allen Respekt zollen. Hochgehen ist ok, sagt er, nur runter drückt es massiv. Ich hab den Zeh gesehen, nit so lekka.
    Halb 8 liegen die meisten in den Federn. Hoffe die Nacht hat ein wenig mehr Erholung für alle.
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    Evi Fröse

    Ich freue mich, dass es euch allen gut geht. Ich bete für euch und dass Gott euch viel Kraft schenkt!

    Evi Fröse

    Schaut nach Johnny 😜

    Esther Fast

    Das mit dem gemeinsam singen klingt ja klasse. Gott ist einfach gut. Viel Spaß weiterhin… das mit deinen Kopfschmerzen hab ich ja prophezeit Thomas 😄 hoffe es bleibt erträglich!

     
  • Day30

    Kwaheri serengeti

    June 8 in Tanzania ⋅ ⛅ 14 °C

    ...heißt auf Wiedersehen. Wir sind jetzt auf dem weg zum lake victoria, bevor es wieder Richtung Südafrika geht...wir haben wieder eine megaherde Gnus gesehen und waren an einer der Stellen, an der sie den Fluss überqueren. Kurz vor dem gate haben wir dann endlich nochmal Elefanten gesehen, bestimmt 50 mit BabysRead more

    Lars Jüttner

    Da nimmt selbst die eigene Anspannung auf dem heimischen Sofa zu! Tolle Impressionen!

     
  • Day29

    Letzter Tag in der Serengeti

    June 7 in Tanzania ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute haben wir nochmal einen langen morning drive gemacht, bevor es morgen wieder Richtung Süden geht. Gestern Abend und die ganze Nacht hat es richtig geschüttet, das haben wir bei der Fahrt gemerkt. Wir haben wiedervriesigw Herden Gnus btw. Wildebeest gesehen, es ist einfach gigantisch. Auch ein Löwe lag wieder unter dem BaumRead more

  • Day28

    Katzen im Baum

    June 6 in Tanzania ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute nachmittag haben wir einige Katzen im Baum gesehen. Wir wollten erst die Feuerwehr rufen,aber sie haben doch noch selbst geschafft. Nur hier klettern die Löwen auf Bäume und sie liegen genauso da wie die Katze zuhause.Read more

  • Day25

    Camp am Lake Natron

    June 3 in Tanzania ⋅ ☀️ 27 °C

    Da fährt man stundenlang durch die Einöde mit der tollsten Landschaft und Mini Massai Dörfern und dann landet man in einem Camp mit einer super Aussicht auf den See und das Dorf darunter. Es hat ein bisschen was von Siedler von catan...Read more

  • Day25

    Ngorogoro zum Lake Natron

    June 3 in Tanzania ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute ging es weiter Richtung Serengeti. Wir haben die geplante Route gewechselt und sind durch ein vulkan Gebiet gefahren. Was für eine Landschaft. Unterwegs haben wir Zebras gesehen und konnten tatsächlich einige Massai zu einem Foto überreden.Read more

You might also know this place by the following names:

United Republic of Tanzania, Tansania, Tanzania, Tanzanië, ታንዛኒያ, تانزانيا, República Xunida de Tanzania, Tanzaniya, Танзанія, Аб'яднаная Рэспубліка, Танзания, Tanzani, তাঞ্জানিয়া, Tanzanija, Tanzània, Tanzánie, Tanzania nutome, Τανζανία, Tanzanio, تانزانیا, Tansanii, Tanzanie, An Tansáin, તાંઝાનિયા, טאנזניה, तंजा़निया, Tanzánia, Տանզանիա, Tansanía, タンザニア連合共和国, ტანზანია, តង់ហ្សានី, ಟಾಂಜಾನಿಯಾ, 탄자니아, टंजानिया, ທານຊາເນຍ, Tanzānija, Танзанија, ടാന്‍സാനിയ, टांझानिया, Tanżanija, တန်ဇန်နီးယား, तान्जानिया, ତାଞ୍ଜାନିଆ, تانزانيه, Tanzânia, Tansanya, Tanzanïi, Tansaaniya, டான்சானியா, టాంజానియా, แทนซาเนีย, Tenisania, Tanzanya, تانزانىيە, Обʼєднана Республіка Танзанія, تنزانیہ, Tan-da-ni-a (Tanzania), Tansanän, Orílẹ́ède Tanṣania, 坦桑尼亚, i-Tanzania

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