Vietnam
Vietnam

Curious what backpackers do in Vietnam? Discover travel destinations all over the world of travelers writing a travel blog on FindPenguins.

718 travelers at this place:

  • Day142

    Winter in the Mai Chau valley

    January 17 in Vietnam ⋅ ⛅ 16 °C

    It’s a bit cooler in the mountains! Yesterday, we ate delicious northern Vietnamese fare, and drank shots of rice wine, in jackets and toques. Today was a lovely grey day for a long, green bike ride through rice fields (all recently harvested), and small villages. We were joined by a surprise escort, a village dog (“Snuffles”) who stayed with us for over an hour. Now i am waiting for a sunset in front of our little villa... but I just don’t think it’s going to penetrate this thick white sky... I’m not complaining - it’s very peaceful here!Read more

  • Day139

    Hanoi, Vietnam

    January 14 in Vietnam ⋅ ⛅ 20 °C

    Hanoi is really, really loud and busy. It is so difficult to cross the street. There is a lot of garbage and stuff here, but the weather is the perfect temperature. I noticed a lot of coffee shops. I liked riding in the cyclo yesterday even though it was a bit scary being in traffic. Everything looks expensive because the Vientnamese Dong is so devalued (25,000 VND is equal to CAD1.43). I find it sad that people catch turtles and keep them in buckets so people will buy them to throw in the water for “good luck”. My brother and sister and I bought one each to put back in the water just to set them free.
    - Chloë

    There aren’t as many smiles here as in Thailand. I had fun riding around Hanoi in an air conditioned van. - Malcolm

    I like my new stuffie bunnie and my tiny traditional Asian hat. The bendy straws here are really long and bendy. I also like all of the puppies that we met.
    - Dale

    Hanoi is exhilarating! There is so much action going on all day. I like watching the traffic and seeing everyone driving as if there wasn’t any one else on the road. I also like the sidewalk restaurants with their tiny tables and chairs. There are several small lakes right in town that are fun to walk around. We stopped to help some elementary and college students practice their English. Visiting the Ho Chi Minh mausoleum was fascinating. We are only just beginning to appreciate Uncle Ho’s significance to this country.
    - Geoff

    I like all the activities that were going on during a Sunday afternoon. A long line of elderly ladies giving each other a massage, a children’s public dance performance, tiny cars for children to drive, circles of teenagers playing a version of hacks-sack with a feathered bell...
    - Lara
    Read more

  • Day141

    The Ancient Vietnamese Village

    January 16 in Vietnam ⋅ ⛅ 13 °C

    Yesterday we drove to a Vietnamese village that was built in the 16th century. We visited the communal house, dedicated to ‘Tang Huan Lan’ the deceased saint of the village. We also walked around and saw lots of traditional ancient Vietnamese houses, with some cool doors. Then we went into a house courtyard, which was also a restaurant and my parents and I had a very big lunch of rice 🍚, spring rolls 🌯, pumpkin and green bean soup 🍜, chicken 🍗 and mushrooms 🍄, roasted peanuts 🥜, sausage stuffed tomatoes 🍅, and more (for Dale and Malcolm, lunch was orange Fanta 🍹, plain rice 🍚, and peanut butter sandwiches 🥪 🥜). At the restaurant, there was a shed filled with old stuff, but there were also four tiny kittens and two adult cats! 🐈🐈🐈🐈🐈🐈
    Then we all rode bikes 🚲 with Thomas (our tour guide), down to a wet rice field. It was extra wet when we got there because it was raining most of the day 🌧. Malcolm and Geoff both planted some rice plants 🌱 in the mud. Then we biked around the Vietnamese countryside, finished back at the restaurant, and drove back to the hotel.
    - Chloë
    Read more

  • Day176

    Halong Bucht - Weil es so schön ist...

    November 27, 2018 in Vietnam ⋅ ☀️ 24 °C

    Some more pictures from our second day in the halong bay. It is really amazing in the bay and even the weather is perfect. It was a lot of fun!

    Ein paar weitere Bilder von unserem zweiten Tag in der Halong Bucht. Es war einfach beeindruckend und es ist ein bisschen schade, dass es schon vorbei ist. Das Wetter war perfekt und wir hatten eine Menge Spaß!Read more

  • Day177

    Cat Ba Nationalpark

    November 28, 2018 in Vietnam ⋅ ☀️ 23 °C

    We stayed in an accommodation in the national park of Cat Ba Island. Here we hiked up to a view point with an amazing view. The rest of the day we just relaxed and enjoyed the nature.

    Tomorrow morning we will start to our last part of the motorbike trip before we return the bike in Hanoi.

    Unsere letzten zwei Nächte auf Cat Ba verbringen wir im Nationalpark. Von unserer Unterkunft sind wir zu einem Aussichtspunkt geklettert. Der Weg war steiler als gedacht aber für den Blick hat es sich definitiv gelohnt.

    Morgen geht es dann von der Natur zurück ins absolute Chaos nach Hanoi. Es wird unsere letzte Etappe mit dem Motorrad sein.
    Read more

  • Day328

    Wenn Atheisten beten

    December 10, 2018 in Vietnam ⋅ 🌬 31 °C

    Beach und Kite Time! Noch so ein Reise-Novum. Also für Sue. Ich lege lediglich meinen ausgebleichten Körper ans Licht. Wir checken im Mui Ne Hills Backpackers - eine Art Ferien-Resort für junge und coole Leute wie uns - also Sue - mit diversen Pools, Mad Monkey Bars und allerlei lässigen Aktivitäten - in einen riesigen Deluxe-Tripple-Room mit Meer- und Poolblick ein. Super stylisch und super sauber. Preis pro Nacht: Vierzehn Stutz. Genau, eins-vier. Für beide. Ein dreifaches „Hiphip-Hura“ auf den Kommunismus. Und wo der Kommunist ist, ist auch der Russe nicht weit. Sues Kite-Instruktor ist auch Russe. Also die ganze Kite-Schule im „Swiss Village“(?!) ist russisch. Und auch sonst ist hier alles fest in russischer Hand. Alle Restaurants sind sowohl von aussen wie auch deren Menüs ins Russische übersetzt und in den Strassen hört man vorwiegend ... genau, Vietnamesisch. Nein, Russisch natürlich. Ich hab schon wieder Angst. Die haben doch bestimmt alle eine Ampulle Nowitschok in der Tasche. Oder im Kiefer. Just to clarify: I love Putin. Putin is great!

    Es braucht nicht lange und wir bitten an der Reception um eine Verlängerung unseres Aufenthalts. Die unerwartete russische Volldröhnung wird von Pool, Strand und Wetter locker kompensiert. Ausserdem werden Drinks hier neben Gläsern auch in sogenannten Buckets gereicht und zur Happy-Hour gibts für läppische fünf Stutz gleich zwei dieser Plastikkübel voller Vodka-Tonic. Synchron-Eimersaufen mit beautiful Sue. Genau mein Ding. Oder auch nicht. Zumindest ist Letzterer mein Gedanke, als ich ein paar heitere Sauf-Stunden später wie ein Pubertierender nach seiner ersten Überdosis Schnaps vor dem Schlafengehen in erniedrigender und für einen Atheisten äusserst ungewohnten Pose den Keramik-Gott von Laufen anbete. Pfui. Und das in meinem Alter. Aber zum Glück servieren die hier auch Nudelsuppe zum Frühstück. Das nächste Bier ist also nicht weit. Yay!

    Das Wichtigste zum Schluss. Down Under hat geantwortet und das erste Foto der offensichtlich leicht reizbaren Verkehrskamera geschickt. Ich bin total enttäuscht, denn man sieht keine Personen. Nichts. Nur ein hässliches weisses Auto. Also woher soll ich wissen, wer gefahren ist? Erinnerungen ausgeschlossen. Also in der Schweiz kämen die so nicht durch, aber für Australien reicht es wohl. Und da mein kleiner Bruder Dominik erst die Optik eines Suits-Anwaltes hat, nicht aber die Zulassung, werde ich aufgrund wachsender Armut ziemlich sicher keine juristischen Schritte einleiten. Da hat Australien also nochmals Glück gehabt. Und Domi, mach vorwärts!
    Read more

  • Day334

    Tapferes, schwaches Glied

    December 16, 2018 in Vietnam ⋅ 🌧 21 °C

    So wie der helle Mond auch eine dunkle Seite hat, so hat leider auch das sonnige Vietnam eine regnerische Seite. Im Norden. Da wo die Kommunisten herkommen. Und da fahren wir jetzt hin. Tolle Planung. So wird es sicher nichts mit der geplanten Influencer-Weihnachts-Bräune. Aber egal, wir wollen schliesslich die Welt sehen. Also eigentlich Sue. Ich wollte einfach ein Jahr Ferien. „Per Nachtbus nach Hoi An“, so heisst unsere nächste Etappe. Aber just beim Besteigen des Buses schüttet es wie aus Kübeln. Also so richtig. Schleusen auf. Wir haben den kurzen Spurt über die Strasse bereits hinter uns gebracht, als sich an der von der gegenüberliegenden Strassenseite nicht einsehbaren Bustür eine grössere Schlange bildet. Ein massiver Platzregen wütet über unseren Köpfen und das unsagbar ignorante Pack im Inneren des Buses diskutiert gemütlich wer denn nun auf welchem Platz sitzen soll. Nach den ersten zehn Sekunden sind Rucksack und Shirt durchnässt und ich verständlicherweise pissed. So richtig. Doch auch mein mehrfaches, ungehaltenes Geschrei nach „move you f***ing f***ers!!!“ - oder so ähnlich - vermag nicht mehr zu verhindern, dass dreissig Sekunden später auch der zugelassene Höchstwert für die Feuchtigkeit in einer männlichen Unterhose um ein Mehrfaches überschossen wird. Geil.

    Durchnässt schläft es sich im überklimatisierten Stinkbus natürlich noch besser. Sorge mich aber in erster Linie um die kleine Sue, denn die hustet schon seit Tagen. Zum Glück hab ich noch eine Büchse Melatonin zur Hand. Das hilft nicht gegen Husten - dafür gab es heute Mentos im Adventskalender -, aber ich kann hoffentlich schlafen. Und heute gönne ich mir mal drei der leckeren Hormonpillen. Eine für die feuchte Kälte, eine für den empfindlichen Geruchssinn und eine für die Tatsache, dass die Schlafsitze im Bus für durchschnittliche Asiaten bis maximal ein Meter sechzig gemacht sind. Lovin’ it. Verdammter Zwergenscheiss. Hm, nehme vielleicht besser noch eine vierte Pille für Sues ständiges Gehuste. Sicher ist sicher.

    Erfreulich ausgeschlafen mieten wir uns wieder so ein Moped und erkunden die Umgebung. Vor allem bei Nacht ist Hoi An traumhaft schön. Ein märchenhaftes Meer von Lampions zu Land und zu Wasser. Aber leider ist das Wetter in etwa so, wie erwartet. Mies. Dafür war heute ein Päckli Kondome im Adventskalender. Damit die treue Sue die Dinger auch erkennt, würden sie ihr irgendwo angeboten. Sehen ja wirklich zum Verwechseln ähnlich aus wie Kaugummis, Duftkissen oder diese kleinen Shampoo-Portiönchen. Leider zeigt die feuchte Übernachtung im Stinkbus aber ihre volle Wirkung, denn das vermeintlich starke Glied unserer zweigliedrigen Kette ist schon wieder krank. Also irgendwie grippig. Trotz Kondomen. Oder wegen? Ich weiss es nicht. So oder so, schön schwaches Geschöpf. Also schönes schwaches Geschöpf. Natürlich kämpft auch Grippy-Sue tapfer gegen einen Eintrag in der Statistik. Heisst für mich, ich esse im Moment für zwei. Denn bestellen tut die Kranke wie eine Gesunde, aber nach zwei Bissen legt die Leidende die Stäbchen zur Seite und schiebt den Teller in meine Richtung. Eine subtile Art des Feedens. Ausser bei Pizza, das ist natürlich etwas ganz anderes. Eher eine Art Medizin. Leider.

    Sicky-Sue liegt bereits im Bett, als Vietnam im Final des Suzuki-Cups gegen Malaysia spielt. Und gewinnt. Geil. Was würden wir in der Schweiz wohl machen, wären wir eben Europameister geworden? Genau, massiver Auto-Corso und ein weiteres Hupkonzert des Grauens. Aber wie es sich für Asien gehört, bildet sich hier kein Auto- sondern ein infernaler Moped-Corso. Und obwohl wir hier nicht im grossen Saigon sondern in einer vergleichsweise kleinen Gemeinde sind, kennt das Feiern keine Grenzen. Schau Video. Uns zieht es trotzdem weiter nach Hue, der ehemaligen Hauptstadt Vietnams. Auch hier besteht der Himmel mehrheitlich aus Nass, also Regen. Und klammheimlich stellt sich neben dem wettertechnischen Zwischentief auch stimmungstechnisch ein kleines Tief ein. Trotz Kondomen. Oder wegen? Man(n) weiss es wieder nicht. Aber in Ninh Binh nahe Hanoi soll das Wetter besser sein. Die Stimmung auch. Habe ich gehört. Sonst muss es dann Hans Riegel aus Bonn wieder richten. Mal schauen.
    Read more

  • Day339

    Moped-Sue und die Kebab-Gang

    December 21, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 23 °C

    Die letzten Vietnam-Tage verbringen wird rund um Hanoi und die Halong Bay. Wir starten in Ninh Binh - genauer gesagt Tam Coc - und siehe da, Gesundheit und Stimmung sind tatsächlich besser. Dürfte neben dem Wetter und der Reduktion der selbstverständlich begründeten und trotzdem unnötigen Nörgeleien meinerseits auch am erstklassigen Homestay liegen, das die sonst sparsame Sue für uns ausgesucht hat. Auch das gemietete Moped ist in erstaunlich gutem Zustand und wir fassen bei der Erkundung der wunderschönen Umgebung den Mut, die Plätze zu tauschen. Das ist nicht nur auf der Reise neu, sondern generell ein Novum. Sue am Töffli-Steuer. Ungeheuer? Nicht wirklich. Obwohl weder Führerschein noch Praxiserfahrung fühle ich mich hinter Easyrider-Sue genau so sicher wie auf der Rückbank vom chilenischen Schnellzug Pedro Fictivo. Wobei, so sicher dann doch auch nicht, schliesslich fährt der wie auf Gleisen. Aber mindestens so sicher wie neben Irik Frey in jungen Jahren, mit dem ich immerhin meinen einzigen und harmlosen Verkehrsunfall erleben durfte. Schrecklich traumatisierend. Wie auch immer, die schöne Sue macht das wunderbar, wie eigentlich alles. Aber bitte nicht Santa aka Axa sagen. Sonst gibts nächstes Jahr keine Geschenke mehr und die kleine Sue ist traurig.

    Wir stoppen nach einem herrlichen Bootsausflug auch bei der grössten Pagode Vietnams. Die buddhistische Anlage hat geschätzt die Grösse des Vatikans und ist genau so übertrieben wie die grössten Kirchen, Synagogen, Moscheen oder sonstigen Tempel dieser Welt. Unfassbar gross und gülden. Alles in der Hoffnung diese höhere Instanz wird das aktuelle oder sonst eben das nächste Leben verbessern. Ich finds beknackt. Aber das darf zur Abwechslung gerne den anderen einmal egal sein. Von der Insel Cat Ba aus geht es auf einen Boat-Trip durch die berühmte Halong Bay. Was kühl beginnt, wird herrlich warm und spektakulär schön. Und wer einen ganzen Tag unterwegs ist und zwischendurch sogar im Kayak sitzt, der hat sich auch eine schöne Hotstone-Massage verdient! Finde ich. Sue auch. Keine Ahnung wie das auf Dreizehn und fünfundreissig Kilo geschätzte Mädchen sechzig Minuten lang dermassen druckvoll ans Werk gehen kann. Aber herrlich wars. Sue auf dem Schragen daneben liegend findet die gekonnt und mit vollem Körpereinsatz ausgeführten Turnübungen auf meinem Rücken ebenfalls ziemlich beeindruckend. Und so gibt es - für Thailand unüblich - ein saftiges Trinkgeld. Budget hin oder her.

    In Hanoi selber verbringen wir lediglich die letzte Nacht. Dank Weekend sind die Strassen im Old Quarter für den Verkehr gesperrt und voll mit Menschen, Tischen und Musik. Genau so, wie ich mir alte asiatische Städte immer vorgestellt habe. Eng, laut, hektisch, mit vielen Gerüchen und tausenden dieser kleinen Baby-Hocker. Bei jedem Hinsetzen bin ich auf das Schlimmste vorbereitet und erwarte quasi, dass das kleine Stühlchen ob meiner Masse - oder sagen wir Grösse - die Segel oder eben die Beinchen streicht und kollabiert. Was natürlich umgehend zu grossem Gelächter unter der lokalen Bevölkerung führen und dem westlichen Koloss neben schmerzenden, aufgeschlagenen Händen auch mit Essensresten zugekleisterte Hosen bescheren würde. Wie peinlich. Ist zum Glück nie passiert. Wirklich.

    Bevor wir Vietnam endgültig verlassen - wir haben schliesslich nur ein Single-Entry Visum -, das Wichtigste zum Schluss. Istanbul hat geantwortet. Ankara auch. Was Doktor Brinkmann - der Arzt dem die Frauen vertrauen - für die Schwarzwaldklinik war, ist Doktor Koray für die moderne Haupthaarästhetik. Der Arzt dem die Halbglatzen vertrauen. Reimt sich nicht und ist auch scheiss egal. Der Mann ist top. Sagen andere. Seine Antwort stimmt mit den anderen drei, ebenfalls teuren Experten auf diesem Gebiet überein und darf somit als absolut zutreffend bezeichnet werden. Zusammengefasst lautete diese uni sono: „Vergiss es, mach ich nicht. Zu ausgedünntes Haar im Spenderbereich. Vielleicht wenn du sechs bis zwölf Monate Finasterid geschluckt hast. Oder wir nehmen Haare vom Arsch. Du hässlicher Vogel!“ ... So oder so ähnlich. Ich verlasse Vietnam mit Magen- und Kopfschmerzen. Das war wohl ein Street Food Menu zu viel. Oder die Kebab-Typen? Ich hab keine Ahnung. Sue auch nicht.
    Read more

  • Day78

    Hoi An - Alles anders als geplant.

    December 19, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C

    Ralf leuchtet mit der Kopflampe genau in seine Augen. Es sieht aus als würde er uns mit seinem Blick fixieren. "Wollen wir es machen?" fragt mich Ralf als er sich auf dem Fahrrad zu mir umdreht. Nein. Schreit mein Kopf. "JA", sage ich.
    Es ist 22.30 Uhr. Wir stehen mit unseren Fahrrädern mitten im Reisfeld auf einem kleinen Betonweg, der uns über die Felder nach Hause führt. Die einzigen Lichtquellen sind unsere Kopflampen und vor uns steht ein riesiger Wasserbüffell auf dem Weg. Er schaut uns an und frisst sein Gras. Die Reflexion des Lichtes in seinen Augen macht die Situation noch gruseliger. Ich sehe seine Hörner und in meinem Kopf kommen schreckliche Bilder. "Wir machen das!" Und schon treten wir in die Pedale. Irgendwo soll noch ein zweiter stehen, meint Ralf. Und als wir an ihm vorbei fahren, sehe ich ihn. Ein Baby. Er steht ruhig neben seiner Mutter, die kauend ihren Blick von uns abwendet.
    Wir fahren an den beiden vorbei und für einen kurzen Moment trennt uns nicht mal ein Meter von beiden. Die beiden haben sich bestimmt gewundert. Wahrscheinlich sind Ralf und ich mit aufgerissenen Augen und verkrampften Gesicht an ihnen vorbei gefrahren. Ein tolles Bild. Der Mensch, der Herrscher und Zerstörer von allem.
    Wir leben seit 8 Tagen in Hoi An. Und was soll ich sagen: Die Stimmung und das Wetter ist durchwachsen. Hier ist nicht wie geplant Sommer, sondern Winter. Es strömt es 4 Tage am Stück und die Temperaturen klettern von 20 auf 28 Grad und wieder runter. Das führt dazu, dass wir uns zu Beginn unsicher sind, ob wir weiterziehen sollen. Unsere Optionen sind so vielfältig, dass wir total überfordert sind. Luxusprobleme, aber sie sind nunmal da. Irgendwie wollten wir ja auch mal ankommen und es uns gemütlich machen. Also entscheiden wir nach 3 Tagen im strömenden Regen, dass wir bleiben. Wir wollen diesen Ort entdecken. Und davon hält uns jetzt auch nicht der Regen ab. Also beginnen wir eine andere Unterkunft zu suchen. 3 Tage Recherche und einige Besichtigungen führt dazu, dass wir da bleiben wo wir sind. Hier in Hoi An gibt es so viel super gute Auswahl, dass wir auch da wieder überfordert sind. Also bleiben wir im Garden Aroma Homestay. Es ist perfekt. Pool. Tolle Zimmer. Richtig gutes Bad. Jeden Tag frische Bettwäsche. Zimmerreingung und frische Handtücher. Frühstück. Und das für 17 Euro die Nacht. Wir sind versaut vom günstigen Luxus.
    Ich bin total froh, dass unsere Unterkunft über Weihnachten und Silvester unser Zimmer noch frei hat. Es ist seltsam, weil Hoi An eigentlich Hauptsaison hat, aber wir haben Glück. Und buchen weitere 18 Tage bis zum 2. Januar.
    Und dann kommt alles anders.
    Eines Abends fragt uns die Rezeptionistin, wann wir denn morgen auschecken. A-U-S-CHECKEN? WIR? Okay. Da lief gewaltig was schief. Ihre Kollegin hat anstatt 2. Januar immer nur die 2 Finger meiner Hand gesehen und ist von zwei Tagen ausgegangen. Sie spricht fast kein Englisch. Naja und nun erfahren wir, dass wir raus müssen Ende der Woche. Stimmung im Keller und die Suche geht von vorne los.
    Keine feste Unterkunft zu haben fühlt sich zum ersten Mal komisch an.
    Am nächsten Tag machen wir uns vom Co-Working-Space (das ist ein Ort, wo Menschen zusammen arbeiten können. Eine Art öffentliches Büro gegen einen kleinen Mietpreis) auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. Durch Zufall entdecke ich ganz in der Nähe eine kleine Villa. Und durch weitere Zufälle haben sie sogar noch ein Zimmer frei. Wir müssen über Weihnachten einmal das Zimmer wechseln und dann wieder zurück wechseln, aber am Ende haben wir eine Unterkunft. Und diese ist fußläufig zum Co-Working-Space. Wo wir uns für 2 Wochen eingemietet haben. Die Leute dort sind toll. Australier, Engländer, Franzosen, Spanier und Deutsche tauschen sich an einem Ort über ihr Leben und ihre Arbeit aus. Sie alle reisen und arbeiten. Einige leben auch seit längerer Zeit in Hoi An.
    Und Hoi An ist wunderschön. Das erkennen wir erst nach den ersten Tagen. Die Altstadt liegt am Fluss und besteht aus vielen kleinen romantischen Gassen. Das Leben hier ist bunt und echt. Die Vietnamesen sind sich treu geblieben, auch wenn der Tourismus hier eine sehr wichtige Rolle spielt. Wir werden sehr freundlich aufgenommen und die Vietnamesen mögen uns. Ich weiß noch nicht warum, aber Deutsche sind sehr beliebt. Wir wären ordentlich und respektvoll.... Das lass ich mal so stehen.
    Mit den Leuten vom Co-Working-Space sprechen wir über ihre Reisen. Mio, meine Freundin aus Deutschland, die wir hier kurz treffen, bevor sie wieder nach Deutschland reist, erzählt uns von ihren vielen Gesprächen mit den Leute, die sie getroffen hat, während sie hier 3 Monate gelebt hat. Wir werden wieder mal überrascht über die unglaublich, gute Außenwirkung von Deutschland. Wortwörtlich wird uns "Deutschland als der Mittelpunkt der Freiheit" beschrieben. In Deutschland könnte man alles sein und alles machen. Ist das jetzt der "German Dream"? Die Innenwahrnehmung und Außenwahrnehmung ist aufjedenfall verschieden.
    Das Leben in Hoi An ist einfach. Doch den Menschen geht es gut. Das merkt man. Während ich mir eine Maniküre und Pediküre gönne, erzählt mir die Besitzerin, dass die Einwohner von Hoi An sehr glücklich sind. Sie lieben ihr einfaches Leben. Sie lieben es mit den Händen zu arbeiten. Sie wären frei. Und irgendwie spürt man das auch.
    In ein paar Tagen ist Weihnachten und wir sind gespannt, wie es hier gefeiert wird. Es soll etwas besonderes hier sein.
    Read more

  • Day325

    Kaffeefahrt zum Vietcong

    December 7, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 32 °C

    Wir wechseln von unter null auf über dreissig Grad. Das ist in etwa wie von Null auf Hundert in einem Tesla. Völlig „ludicrous“, einfach anders. Doch der Empfang in Vietnam ist unerwartet holprig. Die an Ineffizienz kaum zu überbietenden Einreiseformalitäten in Ho Chi Minh dauern über vier Stunden, obwohl wir im Besitz eines scheiss e-Visums sind. Darauf hat man sich natürlich den ganzen Nachtflug lang gefreut. Mir wird schon fast wieder schlecht. Aber zum Glück haben wir im viel zu schweren Rucksack noch eine Tüte chinesischer Gummi-Cola-Fläschchen. Wie sich herausstellt, sind die rot/blauen Fläschchen besser als die rot/braunen. Aber egal, der Plan für den Tag ist trotzdem für die Katz. Dann lassen wir das eben mit dem Museum und gehen direkt zum Streetmarket saufen und futtern. Ist ja Wochenende. Oder nicht. Aber auch das ist auf unserem aktuellen Lebensabschnitt egal.

    Wir kommen im ehemaligen Saigon nicht umher, uns auch mit dem schrecklichen Vietnamkrieg zu befassen. Ein dunkles Kapitel eines gespaltenen Vietnams, an dessen Ende mehrere Millionen Tote und der Sieg der Kommunisten aus dem Norden gegen die von den Amerikaner gestützten aber dann Fallen gelassenen Kapitalisten im Süden steht. Anders als in Kuba, hat man die Planwirtschaft hier aber schnell wieder abgeschafft und die Wirtschaft liberalisiert. Politisch und institutionell ist Vietnam aber nach wie vor kommunistisch organisiert und von einer einzigen Partei geführt. Wir besuchen neben dem Museum auch eine der unzähligen Tunnelanlagen im Dschungel und kriechen durch einen der in der Breite erweiterten(!) Vietcong Tunnel. Meine Fresse. Nichts wie raus hier! Ähnlich wie in Pearl Harbor wühlt der Besuch hier auf, denn im Grundsatz ist es einfach nur schrecklich zu sehen, was so ein kriegerisch geführter Konflikt den Menschen, einem Land und der Welt antut. Noch heute. Scheiss Krieg. Entfacht und getrieben von Intoleranz und Gier. Diese Dinge gilt es - neben Extremisten - auch heute im Kern zu verhindern. In Übersee, in Europa und auch in der Schweiz. Leider steht Religion ganz oben auf der Liste der Intoleranz-Förderern. Und sie hält sich dort. Krampfhaft.

    Zum Glück gibt es noch Fussball. Vietnam spielt im Suzuki Cup - das Pendent zur Europameisterschaft in Südostasien - gegen die Philippinen um den Einzug ins Finale. Und gewinnt. Das Resultat ist ein Hupkonzert des Grauens, welches alles Dagewesene von Schweizern, Kosovaren, Serben, Italienern und sonst wem in den Schatten stellt und über Stunden(!) bis spät in die Nacht geht. Und alle machen mit. Die vom Norden, die aus dem Süden, Kommunisten, Kapitalisten und Touristen. Für einen Moment überlege ich mir noch, mein FCS-Shirt rauszuholen. Bin dann aber doch zu faul und gehe schlafen. Sue auch. Auch sonst ist der Verkehr hier grausam und jede Strassenüberquerung eine Kamikaze-Mission mit unsicherem Ausgang. Die Überlebenschancen sind durchaus mit einem Anruf bei Exit oder Dignitas vergleichbar. Irgendwie.

    Um der Stadt ein wenig zu entfliehen, fahren wir für zwei Tage und eine Nacht mit „home stay“ ins Mekong Delta. Das Schlafen in einer einfachen River-Lodge-Hütte mit Moskito-Netz hat aber nichts mit „home stay“ zu tun und erinnert eher an die Nächte im Amazonas, wobei hier übertrieben laute Mopeds die Geräuschkulisse nach oben erweitern. Wir schlafen beide schlecht. Also Sue schläft schlecht und meine Einschlafversuche werden unzählige Male von Sues - zugegebenermassen meist zum Totlachen komische - Panik-Attacken zunichte gemacht. Der unschlagbar günstige Preis für den gesamten Ausflug lässt mich dann irgendwann auch einschlafen. Der Grund für den unglaublich günstigen Preis wurde bereits im Laufe des Tages klar. Der zweitägige Ausflug ist eine scheiss Kaffeefahrt wie sie im Buche steht. Nach diversen „Kaffee-Pausen“ umringt von Souvenir-Ständen, gipfelt diese mit einer bei an Kultur und Natur interessierten Backpackern äusserst beliebten Produkte-Schulung in Form von Frontal-Unterricht. Mit geschlossenen Türen. Ich bin für einen Moment irritiert. Sue auch. Das hatten wir so auch noch nicht. Eine eigene Kategorie in unserer ausgeklügelten Statistik wird es aber trotzdem nicht. Wiederholung nicht geplant.

    Wir hatten die Tage neben Spass, subtil vermitteltem Kaufzwang und gemischten Nachkriegs-Gefühlen auch Zeit für das eine oder andere Zukunftsgespräch. Seit dem ersten Dezember bin ich ja auch offiziell Eigentümer einer Eigentumswohnung im äusserst beliebten und ruralen Sarmenstorf. Der Pavel wollte das Schmuckstück nicht mehr. Wieso werde ich wohl erst in drei bis fünf Jahren verstehen. Ohne direkten Zusammenhang möchten wir an der Stelle nochmals erwähnen, wie unsagbar froh wir waren, so unglaublich tolle Zügelhelfer - aka Best Friends Ever! - zu haben, die uns vor unserer Reise und bei grausig winterlichen Verhältnissen geholfen haben, all unser Hab und Gut bei lovely Stalking-Mam einzulagern. Genau, ganz oben links. Ihr seid wunderbar, wir lieben Euch und freuen uns wie kleine Kinder, Euch alle bald wieder zu sehen. Bussi!

    Nein, keine Angst, es gibt kein „Kommando zurück“. Im Umfang unserer bezüglich Wichtigkeit mit dem Singapur-Gipfel zwischen Nordkorea und den USA vergleichbaren Zukunftsgespräche - „Trumpy Sue“ meets „Dicke Grinsekatze“ - haben wir uns aus diversen Gründen dafür entschieden, nach unserer Rückkehr nicht an die Neumattstrasse zu ziehen. Und nein, es liegt nicht an Familie Lipp, die ist toll. Zumindest Frau und Kinder. Mondfisch-Spotter Anton eigentlich auch. Die schönste Wohnung in Sarmenstorf sucht somit neue Mieterschaft und ist ganz sicher schnell vergriffen. Hoffe ich. Sue auch.

    Teilen erwünscht ...
    https://icasa.ch/4.5-zimmer-attikawohnung-zum-mieten-aargau-bremgarten-sarmenstorf-5614-sarmenstorf-332194.html
    Read more

You might also know this place by the following names:

Socialist Republic of Vietnam, Vietnam, Viëtnam, Viɛtnam, ቬትናም, Bietnam, فيتنام, Vyetnam, В'етнам, Виетнам, Wiyɛtinamu, ভিয়েতনাম, བི་དི་ནམ།, Viêt Nam, Vijetnam, Fietnam, བེཊ་ནཱམ, Vietnam nutome, Βιετνάμ, Vjetnamio, ویتنام, Wiyetnaam, Fjetnam, Vít Neam, Bhiet-Nam, વિયેતનામ, Biyetinam, וייטנאם, वियतनाम, Վիետնամ, Víetnam, ベトナム, ვიეტნამი, Vietinamu, វៀតណាម, ವಿಯೇಟ್ನಾಮ್, 베트남, ڤیەتنام, Vietnamia, Vyetinaamu, Viyetinamɛ, ຫວຽດນາມ, Vietnamas, Viyetiname, Vjetnama, Whitināmu, വിയറ്റ്നാം, व्हिएतनाम, Vjetnam, ဗီယက်နမ်, भिएतनाम, ଭିଏତନାମ୍, Вьетнам, Wietnam, Vietname, Witnam, Viyetinamu, चम्पादेश, Vietnäm, වියට්නාමය, Fiyetnaam, Vietnami, Вијетнам, வியட்நாம், వియట్నాం, Ветнам, เวียดนาม, Wýetnam, Vietinemi, ۋيېتنام, Вʼєтнам, Công Hòa Xã Hội Chủ Nghĩa Việt Nam, Vietnamän, Orílẹ́ède Fẹtinami, 越南, i-Vietnam

Join us:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android

Sign up now