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  • Day108

    Luxor - Die vergessene Hauptstadt

    December 19, 2019 in Egypt ⋅ ☀️ 25 °C

    Die letzten drei Tage haben wir in Luxor (früher Theben) der ehemaligen Hauptstadt des antiken Ägyptens verbracht und sind dort den Spuren der Pharaonen und Götter folgend auf Entdeckungstour gegangen...
    Da es rund um Luxor unzählige Tempel und Grabkammern gibt, die man besichtigen kann, beschlossen wir uns Fahrräder zu leihen. So konnten wir von einem Tempel zum anderen radeln und dann vor Ort entscheiden, welche wir besuchen möchten, ohne auf eine feste Reisegruppe angewiesen zu sein. Es ist wirklich unglaublich wie viele riesige Tempelanlagen dort einfach so in der Wüste rumstehen und wir fühlten uns ein bißchen wie Indiana Jones diese auf eigene Faust zu entdecken - Düp Dü Düpdüp Düp Düpdüp 🎶. Da es leider in Ägypten kaum Individualtourismus gibt, sind die Einheimischen dort zwar Touristen teilweise gewohnt, aber man ist trotzdem das Highlight, wenn man durch die kleineren Dörfer in der Umgebung geradelt kommt. Viele begrüßen einen wirklich unheimlich freundlich und wir wurden häufig zum Tee eingeladen, doch am meißten fasziniert haben mich immer wieder die Kinder, die sich riesig über uns gefreut haben ❤️ - Memo an mich: "In Zukunft immer Süßigkeiten mit dabei haben"!
    Angefangen haben wir unsere Tour mit der Besichtigung des Karnak Tempels und dem Totentempel von Ramses III. Beide Tempel sind wirklich gigantisch, aber noch beeindruckender als die schiere Größe sind die ganzen Verzierungen die jeden kleinsten Winkel verschönern. In den Tempeln selbst bieten immer wieder "Local Guides" ihr gefährliches Halbwissen für ein paar Pfund an. Obwohl man meistens ganz gut um sie herum kommt, funktioniert dies aber nicht immer, so landeten wir einmal in einer noch gesperrten Ausgrabungsstätte oder in einer eigentlich verschlossenen Grabkammer :D Ein etwas ungutes Gefühl hatten wir lediglich, als sich ein netter Polizist anbot uns einige Dinge über den Tempel zu erzählen. Erst fanden wir das ganze super sympathisch, doch als er uns in eine immer entlegenere Ecke des Tempelkomplexes führte verspüren wir doch leichtes Unbehagen, was aber wohl eher an dem Maschinengewehr lag, welches lässig über seine Schulter hing. Wie sich später jedoch herausstellen sollte, waren unsere Sorgen vollkommen unbegründet, denn als er Geld haben wollte und wir verneinten, wünschte er uns einen schönen Tag und wir setzten unseren Besuch fort. Trotzdem waren wir ziemlich buff, dass man wohl auch als angestellter Polizist offensichtlich so wenig Geld in Ägypten verdient....
    Im Anschluss an die Tempel besuchten wir das Tal der Königinnen und Könige, um die Grabkammern der Pharaonen und Wohlhabenden zu besichtigen. Manche der Grabkammern reichen über hunderte Meter in den Fels hinein mit immer noch wunderschön verzierten Wänden und reichlich Platz für alles was man im Jenseits für sein unsterbliche Leben so gebrauchen kann. Dieser Totenkult ist echt faszinierend und wenn man bedenkt, dass die Mumie von Ramses I, welche im Luxor Museum ausgestellt ist, aus dem 16. Jahrhundert vor Christus stammt, dann kann man schon behaupten, dass das von der Unsterblichkeit gar nicht mal so weit weg ist - Wobei ich denke die antiken Pharaonen hatten eine etwas andere Vorstellung von der Unsterblichkeit als in Form von Dörrfleisch in einem Museum ausgestellt zu sein :P
    Unser Fazit: Luxor ist definitiv einen Besuch wert und uns hat auch die Stadt so gut gefallen, dass wir noch eine Nacht drangehangen haben und einen Segelturn mit einer Felucca auf dem Nil unternommen haben....
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