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  • Day22

    Auf nach Schweden

    August 23, 2018 in Sweden ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach der zweiten Nacht in Oslo geht es heute weiter Richtung Süden. Nach drei Wochen im wunderschönen Norwegen, werden wir das Land heute verlassen und mal schauen, was Schweden so zu bieten hat. Heutiges Tagesziel: Göteborg.
    Da es bis dahin nicht so weit ist, planen wir wieder Zwischenziele ein.
    Nachdem wir mal wieder unseren Kram zusammengepackt haben (den Teil des Urlaubs werden wir bestimmt nicht vermissen), machen wir uns um 10Uhr auf die Socken.
    Bevor wir Oslo aber verlassen fahren wir zur bekannten Skisprunganlage Holmenkollen. Neben den Trollstigen und dem Vøringfossen, die wir beide schon gesehen haben, ist die Schanze die meistbesuchte Attraktion in Norwegen. Ein Highlight jagt also das nächste. 😁
    Die imposante Schanze steht dann auch sehr eindrucksvoll am Hang und ist schon von Weitem gut zu sehen. Wir schauen uns ein wenig um. Bis zum Absprungtisch kommt man dann auch ohne Probleme und Kosten. Wenn man allerdings zum Sprungturm hinauf möchte, bezahlt man ordentlich. Integriert ist zwar das Skimuseum, aber eigentlich wollten wir doch nur auf den Turm. Egal, trennen kann man die beiden Attraktionen nicht. 😒 Wir beschließen also, uns die Auffahrt zu sparen und stattdessen noch etwas die Gegend zu erkunden. Vielleicht gibt es ja noch einen anderen Punkt, von dem man einen guten Blick auf Oslo und die Bucht werfen kann. Bisher versperren Bäume die Sicht. Phillipp läuft etwas herum, wird aber auch nicht richtig fündig. Dafür stellt er fest, dass es noch viel mehr Schanze in unterschiedlichen Größen gibt. Auf einer wird sogar gerade trainiert. Wir fahren schließlich noch etwas den Berg hinauf und finden noch einen ganzen Aussichtspunkt. Heute hat man auch tatsächlich eine fantastische Sicht auf die Stadt, denn mal wieder ist es sonnig, wenn wir einen Ort verlassen. 😒
    Nach unserem kurzen Abstecher zur Schanze geht es nun nach Süden. Wir kommen gut voran und stoppen schließlich nochmal kurz vor der Grenze in Fredrikstad. Die alte Innenstadt, Gamlebyn, die komplett von Festungswällen und einem Wassergraben umgeben ist, ist nahezu komplett erhalten und bietet ein hübsches Bild. Gamlebyn wurde einst als reine Festungsstadt geplant, dementsprechend gibt es auch heute noch nur eine Zufahrtsstraße. Die früher mal imposanten Kanonen, von denen es wohl mal 200 an der Zahl gegeben habe  soll, wirken heute nur noch als dekoratives Beiwerk. Wir schlendern ein wenig durch die hübschen kleinen Gassen. Wenn man eine historische Filmkulisse sucht, ist man hier gut aufgehoben. Es scheint als sei die Zeit in Gamlebyn stehen geblieben. Auch in den kleinen Geschäften werden eher handwerkliche Erzeugnisse angeboten. Da die Stadt zwar schön aber nicht groß ist, sind wir schnell die Gässchen abgelaufen und fahren weiter Richtung Göteborg. Ereignislos ist die restliche Strecke - bis auf den obligatorischen Regen passiert nichts spannendes.
    Gegen 17.30Uhr kommen wir in unserer Unterkunft an. Wir haben hier zwar nur ein Privatzimmer, aber dafür ein separates WC und Dusche. Zugang zur Küche gibt es leider auch nicht, aber immerhin gibt es einen Kühlschrank und einen Waserkocher auf dem Zimmer. Das Zimmer an sich ist auch sehr schön und stillvoll eingerichtet - für eine Nacht mehr als in Ordnung. Wir plaudern ein wenig mit den Gastgebern und machen uns gegen 19Uhr auf den Weg in die Stadt. Dieses Mal können wir ja kein Essen in der Unterkunft zubereiten. Auf Empfehlung der Gastgeber gehen wir ins Mr. P, das Hausrestaurant des hiesigen Kunstmuseums. Nach einer kurzen Wartezeit bekommen wir einen Tisch in dem stilvollen Lokal. Die Speisekarte verspricht nicht gerade alltägliche Speisen, aber die Kombinationen hören sich spannend an. Phillipp entscheidet sich für Hünhchen mit BBQ-Marinade an Melonen, Feta und Tomaten. Ich nehme Kabeljau mit einem Salat aus Selerie, Zwiebel und Apfel, dazu gibt es fritierte Glasnudeln und Avocado-Creme. Weil wir schon sehen, dass die Portionen nicht übermäßig groß sind, bestellen wir noch Kartoffelecken mit Käse und Sauerrahm. Als das Essen schließlich gebracht wird, sieht es wirklich gut aus. Allerdings wird schnell klar, dass ich meins so nicht essen kann, denn der Kabeljau ist noch roh. Die Stückchen sind so klein, dass man schnell merkt, dass das beabsichtigt ist. Großartig... 😒 Phillipp ist dann auch so lieb und bietet mir an, sein Essen mit mir zu tauschen - was für ein Gentleman.😊 Man kann die Schwangere schließlich nicht hungrig das Lokal verlassen lassen. 😆
    Beide Gerichte schmecken dann auch vorzüglich. Die Kombinationen harmonieren ausgezeichnet miteinander - wieder mal ein super Tipp von Gastgebern.
    Anschließend laufen wir die breite Avenue hinunter bis zum Hafen. Viel Zeit haben wir für Göteborg nicht, aber es scheint keine allzu spektakuläre Stadt zu sein. Was wir gesehen haben, war nicht unbedingt hässlich, aber auch nicht sonderlich herausragend. Beindruckend ist aber auf jeden Fall der große Vergnügungspark Lisberg mitten in der Innenstadt. Gegen 23Uhr fahren wir zurück zur Unterkunft und gehen recht schnell schlafen. Morgen treten wir die nächste Etappe gen Heimat an.
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