Katja Schußmann

Joined May 2018
  • Day13

    Heimreise mit Hindernissen

    July 30, 2017 in Germany ⋅ ⛅ 21 °C

    Es ist ein früher Start heute, ziemlich verschlafen packen wir die Übenachtungssachen zusammen und stopfen alles in die Koffer. Kurz nach sieben Uhr sitzen wir im Auto, als Felix seinen typischen Kontrollanfall bekommt ..." Haben wir zwei Handys? Zwei Portmonnaies?Leas Hasi? Ein Rucksack, ein Koffer? Die Passtasche?" Hmm, die Passtasche, ich kann mich nicht erinnern, die gesehen zu haben. Kann mich auch nicht erinnern, die gestern an der Algarve eingepackt zu haben. Oh Mist, wo sind die Pässe?
    In aufkommender Unruhe durchwühlen wir das Gepäck, erst ich den Rucksack und Felix die Koffer, dann umgedreht, die Ausweise sind da, aber die Tasche mit den beiden Kinderreisepässen ist nicht zu finden. Panik macht sich breit, wir rufen unsere Vermieterin an der Algarve an, aber dort sind sie auch nicht gefunden worden. Ob wir sie wohl mit den letzten Mülltüten in den Müll geworfen haben? Wir beschließen, trotzdem erstmal zum Flughafen zu fahren, unterwegs versuche ich die Botschaft in Lissabon zu erreichen, keine Sprechzeit, auf der Notfallnummer geht auch niemand ran, in der Auslandsvertretung in Lagos ist am Sonntag wohl auch niemand. Im Auswärtigen Amt erreiche ich immerhin jemanden, aber sie können auch nichts tun, wir müssen das vor Ort mit der Botschaft klären bzw mit der Fluggesellschaft, ob sie uns trotzdem mitlassen. Rolf bietet an, uns schlimmstenfalls mit dem Auto aus Deutschland abzuholen, was so ungefähr das Netteste ist, was uns je irgendjemand angeboten hat...
    Das Autoabgeben klappt ganz problemlos, die kleine Delle von dem Franzosen scheint kein Problem darzustellen. Am Counter von Easyjet mit der längsten Schlange die ich jemals gesehen habe drängle ich mich vor an den Premium-Schalter und frage nach, ob sie uns anhand der Passkopien, die wir auf den Handys zeigen können, mitnehmen und Ja, sie nehmen uns mit. Puh, große Erleichterung und Freude! Zum Gepäckaufgeben werden wir dann aber unbarmherzig wieder zurück in die lange Schlange geschickt, irgendwann sind wir endlich dran, unsere ausgedruckten Bordingpässe werden von der Sicherheitskontrolle nicht akzepziert, also müssen wir nochmal zurück, mit den richtigen Bordingpässen dürfen wir durch die Kontrolle, das Babyfläschchen muss noch durch die Analyse und schlussendlich sind wir ziemlich knapp am Flugzeug. Für ein Frühstück hat es in der Hektik nicht gereicht, kein Problem, denken wir, kaufen wir was an Bord. Als die Chefstewardesse verkündet, es tue ihr leid, sie hätten aber heute kein Catering erhalten und so gut wie nichts auf der Karte sei verfügbar, wissen wir auch nicht mehr ob wir lachen oder weinen sollen! Wir kaufen alle was an Muffins und Suppen verfügbar ist, beim Fischen nach dem Portmonnaie fällt uns die Passtasche entgegen... wo auch immer die jetzt herkommt! Es ist wirklich wie verhext...mehrere Male haben wir den kompletten Rucksack entleert und durchsucht.
    Der Rest des Fluges verläuft dann geradezu langweilig und mit der Landung in Schönefeld geht wieder mal ein wunderschöner Urlaub in Portugal zu Ende!
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  • Day12

    Faro

    July 29, 2017 in Portugal ⋅ 🌙 27 °C

    Die Fahrt nach Faro verläuft unspektakulär, abgesehen von der etwas schwierigen Parkplatzsituation (wir ergattern aber einen direkt an den Mauern der Altstadt) und der unglaublichen Hitze heute. So richtig Lust zum Sightseeing hat man nicht und irgendwie wirkt die Stadt zwar hübsch, aber auch seltsam unbelebt. Als wir unsern Rundgang an der Kathedrale beenden, macht diese uns vor der Nase die Tür zu, jetzt sei geschlossen. Wir verlassen die Altstadt durch ein kleines Tor in den dicken Mauern und laufen noch etwas am Wasser entlang, essen - Konzession an die Kinder- heute mal bei McDonalds und gehen dann noch ein bisschen bei Zara und Parfois shoppen, das gibt es zwar bei uns auch, ist aber hier immer etwas günstiger. Gegen 15Uhr brechen wir auf in unser Nachtquartier, wir haben ein Zimmer bei einer einheimischen Familie im Nirgendwo gemietet. Die Verständigung fällt mangels Portugiesischkenntnissen unsererseits und nur unvollständigem Französisch auf beiden Seiten etwas stockend aus, aber die Leute sind supernett, es ist eine große Familie mit mehreren Generationen, sie bieten uns alles verfügbare Spielzeug an, wir dürfen auch den Pool benutzen weil das Zimmer noch nicht fertig ist. Dieser hat allerdings mindestens Umgebungstemperatur und findet daher eigentlich nur Leas Beifall...die kleine Frostbeule!
    Das Zimmer selber ist toll, hat drei Betten und ist klimatisiert, die Vermieterin schleppt noch einen Rausfallschutz für Leas Bett und ein Babybettchen für Nele an. Luxus! Auf der riesigen Terrasse liegen ein paar Matratzen und Kissen als Kuschelecke, im Haus gibt es überall Kinderspielzeug, alle Leute im Haus sind unglaublich kinderfreundlich und strahlen und gurren unsere Mädels ununterbrochen an. Im Garten gibt es eine etwas verwahrloste Schaukel und eine Rutsche, daneben einen Feigenbaum mit unglaublich leckeren, vollmundigen Früchten...die Feigen im deutschen Supermarkt sind ein Witz dagegen!
    Zum Abendessen gibt es Resteauflauf, als die Kinder schlafen setzen wir uns bei immer noch 29 Grad auf die Terrasse, killen den Restalkohol und bewundern den Sternenhimmel.
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  • Day11

    Höhlentauchen bei Sagres

    July 28, 2017 in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Der versprochene Tauchtag! Wir treffen uns mit Elmar am Yachthafen in Sagres, die Sonne strahlt, die Möwen kreischen, der typische Seewind zerzaust uns die Haare. Felix geht mit Lea und Nele an den benachbarten Strand; ich starte als erste zum Tauchgang und habe wirklich Glück, wir erkunden eine Höhle an der Steilküste, innerhalb der Höhle kann man sogar auftauchen, das kathedralenartige Höhlendach mit seinen Stalaktiten und Stalagmiten bestaunen und durch den Eingangsspalt ein wenig Tageslicht erahnen. Wir sehen Krebse, Langusten, Oktopoden (einer stößt auf der Flucht sogar eine richtige Tintenwolke aus) und Schnecken, schade dass Felix nicht dabei sein konnte! Zurück an Land ordern wir in der Oberflächenpause am Stand in der Fischhalle die leckerste gegrillte Dorade die ich je gegessen hab. Ganz frisch aus dem Meer ist sie außen unglaublich knusprig gegrillt, innen ganz saftig und zart, einfach nur unsagbar gut!
    Felix' Tauchgang führt dann durch einen Canyon, der zwar auch ziemlich spektakulär, wohl aber nicht so beeindruckend wie die Höhle ist. Wir Mädels fahren schon mal vor ins Quartier, denn ansonsten bietet der Hafen jetzt nicht so viel Spannendes, Elmar wirft Felix auf dem Rückweg ab. Dann heißt es auch schon langsam packen, denn morgen müssen wir abreisen und werden noch eine Nacht in der Nähe von Faro verbringen, da der Rückflug übermorgen recht zeitig losgeht und wir dann schon in der Nähe des Flughafens sein wollen.
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  • Day10

    Caldas de Monchique, Portugal

    July 27, 2017 in Portugal ⋅ 🌙 21 °C

    Ein bisschen quält uns das schlechte Gewissen, dass wir so wenig hier an der Algarve gesehen haben, außer natürlich unseren Strand und unser Häuschen. Deshalb, und aufgrund der unveränderten Hitze, wollen wir heute mal ins bergige Hinterland in den kleinen Ort Caldas de Monchique fahren, wo sich schon zu römischen Zeiten ein Thermalbad befand mit sehr mineralhaltigem, schwefelreichen Wasser, dessen Heilwirkung wohl auch medizinisch bewiesen sein soll. Das heutige, moderne Thermalbad mit 32 Grad Wassertemperatur zieht uns bei der Hitze und zwei quietschfidelen Kindern eher nicht so an, dafür erkundigen wir den danebenliegen wilden Park. Die Pfade führen an Wasserläufen, Becken und Quellen vorbei. Im verwunschenen, kühlen Schatten von Platanen, Kastanien, Akazien und Eukalyptus wachsen seerosenartige Wasserpflanzen, Ranken, Kräuter, und an den Mauern bunte Blumen und Moos. Die Becken aus Granit faszinieren mit jadegrün schimmerndem, kristallklarem Wasser, die Quellen tragen vielversprechende Namen wie "Quelle der Jugend" oder "Quelle der Liebenden"; entsprechende Mythen ranken sich darum und versprechen demjenigen, der regelmäßig davon trinkt, ewige Jugend und beständige Liebe.
    Verglichen mit der nur 30km entfernten, sonnenverwöhnten Algarveküste wähnt man sich in einer ganz anderen Welt. Verzaubert lassen wir uns treiben, an der Kapelle der Santa Teresa vorbei zurück zu dem platanenbestandenen Hauptplatz des Ortes, wo wir ein entspanntes, ziemlich verspätetes Mittagessen genießen und anschließend bester Laune heimkehren.
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  • Day9

    Ponta da Piedade, Lagos

    July 26, 2017 in Portugal ⋅ 🌙 24 °C

    Der letzte Morgen in voller Runde bricht an, wie meistens sind es Anouk und Nele die als erste wach sind, und so treffen sich Katja und ich zum morgendlichen Breikochen. Anschließend muss die Arme dann noch die Koffer packen, es ist ja doch erstaunlich, wie sehr man sich in ein paar Tagen in so einem Haus verbreitet! Gegen Mittag fahren wir alle nach Lagos um noch einen Abstecher zur Steilküste von Lagos zu machen, dort gibt es die berühmten Felsformationen (Ponta da Piedade) zu sehen, die einem hier von jeder Postkarte entgegenlachen. In der flirrenden Mittagshitze laufen wir über das verdorrte Gras und bewundern die wirklich spektakuläre Aussicht. Dann wird es aber für Katja und Rolf schon höchste Zeit, zum Flughafen in Faro aufzubrechen, tatsächlich kommen sie ziemlich knapp an und schaffen den Flieger gerade noch so!
    Bei der Hitze haben wir auch nicht mehr so richtig Lust auf einen Stadtbummel und wir versichern uns gegenseitig, dass man im Urlaub auch mal faul sein dürfen muss und fahren deshalb zurück zu Hängematte, Sonnenliege und Pool :-)
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  • Day8

    Tauchen bei Lagos

    July 25, 2017 in Portugal ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute wollen wir mal wieder unserer Tauchleidenschaft frönen, auch wenn die Temperaturen des Atlantiks nicht zwingend einladend sind. Wir haben bei den Blue Ocean Divers in Lagos angefragt, Elmar, der Inhaber ist ausgewanderter Deutscher mit großer Tauchbegeisterung und Leidenschaft für die hiesige Küste.
    Lea und Nele lassen wir in der Obhut von Katja und Rolf, die sich heldenhaft bereits erklärt haben, alle 4 Kinder zu hüten. Mit gemischten Gefühlen ob der Trennung von Klein-Nele fahren wir zu zweit nach Lagos, aber wir wollen eigentlich auch erstmal nur einen Tauchgang machen. Die Unterwasserlandschaft ist rau und felsig, aber man sieht viele Kaltwasserkorallen und mehrere Oktopoden. Zurück an Land bietet Elmar uns an, am 28.07. nochmal in Sagres vom Boot aus zu tauchen, es finden zwei Tauchgänge statt, aber das Boot legt zwischendurch im Hafen an, da könnten wir dann also abwechselnd mit rausfahren. Das klingt gut, also sagen wir zu.
    Mit diesem typischen Post-Tauchen-Hunger plündern wir den nächsten Supermarkt und holen Pizza und Salate und Sandwiches, die wir mit nach Hause eskortieren. Mit den Kindern hat wohl alles super geklappt, es gab gar keine Tränen. Den Nachmittag verbringen wir wieder alle gemeinsam am Strand von Burgau.
    Heute ist unser letzter gemeinsamer Abend, da Familie Schussmann-Schwarzer morgen schon wieder abreist. Als die Sonne untergeht, brutzeln die versprochenen Doraden auf dem Grill, die Abendluft ist warm und riecht nach einem Tag voller Sonne, der Rotwein funkelt in den Gläsern, chillige Musik läuft ... ach, der Sommer kann so schön sein! Die Nächte sind allerdings immer überraschend kühl gewesen, aber heute ist es noch lange angenehm, so dass wir noch bis lange nach Mitternacht unter dem Sternenhimmel sitzen und plaudern und lachen.
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  • Day7

    Cabo de São Vicente

    July 24, 2017 in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute wollen wir doch noch etwas Sightseeing betreiben und fast nichts liegt näher als der westlichste Punkt des europäischen Festlandes, das Cabo de São Vicente. Über Sagres fahren wir ca. 30 min bis dorthin, es herrscht ein überraschend frischer Wind, am Kap steht ein relativ unaufregender Leuchtturm, aber es herrscht wieder strahlender Sonnenschein, der Wind pustet, die Möwen kreischen und tief unter uns tost der Atlantik gegen die Steilküste. Die Kinder wetteifern darum, wer von hier aus schon Amerika sehen kann. Nach einem kleinen Souvenirkauf entfernen wir uns wieder vom Leuchtturm, über dem ein unangenehmer Toilettengeruch herrscht, machen noch ein paar Fotos aus der Entfernung, zum Mittag gibt es die "Letzte Bratwurst vor Amerika" vom gleichnamigen Stand. Auf der Hinfahrt ist Rolf und Mina ein Burgruine aufgefallen, welche wir noch kurz erkunden, danach fahren wir -thematisch passend- zum Fortaleza de Sagres. Da Nele gerade eingeschlafen ist, bleibe ich noch im Auto sitzen, während die anderen schonmal los Richtung Eingang laufen. Plötzlich kriegt das Auto einen leichten Stoß, da ist der Typ hinter mir beim Ausparken gegen uns gefahren. Eine kleine Minidelle mit Kratzer zeigt sich in der niegelnagelneuen Lackierung unseres Autos, welches tatsächlich erst 30km runterhatte, als wir es übernommen haben. Nun sind ja Mietwagenfirmen da manchmal sehr pingelig, also halte ich den Typen gleich mal an, ein Franzose, der auch alles zugibt, aber findet da sei ja nichts an unserem Auto zu sehen bzw das sei bestimmt vorher schon gewesen und fährt davon. Ich notiere das Nummerschild und rufe bei der Autovermietung an, natürlich sollen wir Anzeige erstatten, dann folgen sehr zähe Telefonate mit der Touristenpolizei, der Polizeiwache in Sagres und in Lagos, niemand spricht Englisch, nur "Português". Völlig entnervt fahren wir nach Sagres auf die Wache, wo der einzig englischsprechende Kollege nun von seiner Mitttagspause zurück ist. Als ich erzähle, wo ich bereits überall angerufen habe und dass mich keiner verstanden hat, wird er ziemlich pampig und fragt, warum hier alle Englisch sprechen müssen, schließlich sei man in Portugal und hier wird eben Portugiesisch gesprochen. Eine echter Förderer des Tourismus! Im Endeffekt greifen wir noch einen Strafzettel wegen Falschparkens ab, da wir dort, wo der Unfall passiert ist, gar nicht hätten parken dürfen. Danach haben wir endgültig die Nase voll und fahren wieder in unser Refugium. Unterwegs kaufen wir nochmal fürs Grillen ein, Felix und Rolf sind schon mit dem Typen an der Fischtheke befreundet, der ihnen für morgen auch wieder Doraden verspricht zurückzulegen :-)Read more

  • Day6

    Strandtag in Burgau

    July 23, 2017 in Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir starten entspannt in den Urlaub und machen heute erstmal gar nichts Aufregendes, genießen die Sonne und unser schönes Domizil. Am späten Vormittag fahren die Männer mit den großen Kindern zum Einkaufen für das abendliche Grillfest, Katja und ich laufen mit den schlafenden Kleinen nach Burgau rein und runter zum Strand. Man kann entweder einen kleinen Abkürzungspfad quer über die Ponyweide nehmen oder die Straße, mit den Buggys verzichten wir aber erstmal auf das Abenteuer Trampelpfad und marschieren in der heißen Mittagssonne Richtung Strand. Die kleine Bucht ist wunderschön und trotz der sommerlichen Ferienzeit nicht überfüllt. Wir schlagen unser Lager auf und testen die Temperaturen des Atlantiks (kalt!), buddeln, spielen und relaxen in der Sonne. Später stößt der Rest der Mannschaft auch noch dazu und erst am späten Nachmittag laufen wir wieder gen Heimat und schmeißen den Grill an. Es gibt Würstchen, saftiges Steak und gegrillte Dorade, Kartoffeln und Zucchini-Paprika-Halloumi-Päckchen vom Grill, Brot, Oliven und grünen Salat...wie es halt so ist, wenn man hungrig einkaufen geht :-)Read more

  • Day5

    Lissabon - Algarve

    July 22, 2017 in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute geht es auf in unbekannte Gefilde, wir wollen den zweiten Teil der Reise an der Algarve verbringen. Daher steht zunächst die lästige Packerei an, dann fahren Felix, Rolf, Katja und Anouk los, um die Autos zu holen. Ich verbringe eine nervenaufreibende Stunde damit, zu packen und gleichzeitig die drei aufgekratzten Restkinder zu beaufsichtigen, die am liebsten auf der Terrasse herumklettern, die Puzzleteile hinter die Sofas fallen lassen und alle den Wischmopp bedienen wollen. Natürlich dauert alles länger als erwartet, so dass es schon fast Mittag ist, bis wir endlich loskommen. Leider ticken Anouk umd Nele nicht so synchron, Anouk hat schon im Taxi zur Autovermietung geschlafen, Nele habe ich mit Müh und Not wachgehalten, damit sie die dreistündige Autofahrt möglichst verschläft, aber nach einer knappen Stunde stehen wir gleich mal im Stau und wollen dann doch Pause machen, weil Anouk Hunger hat und dementsprechend missgelaunt ist. Auf einer schrecklichen Raststätte gibt es also ziemlich schreckliches, cholesterinstrotzendes Essen. Nele ist wach und die gesamte restliche Fahrt, nun ja, nicht begeistert vom Sitzen in Kindersitz, so dass ich nun bis zur Ankunft Kinderlieder singe und Fingerspiele veranstalte, um die Laune hochzuhalten.
    Endlich kommen wir in einem kleine Nest westlich von Lagos mit dem unglaublich portugiesischen Namen Burgau an. Unser Haus finden wir ohne größere Probleme und sind begeistert: es liegt auf einem Hügel etwas abseits, hat einen Pool, eine riesige Terrasse, einen Grill, Sonnenliegen, eine Hängematte zwischen zwei Feigenbäumen, Weinreben, Pflaumen-, Mandel- und Aprikosenbäumchen, ein Pony und zwei Katzen. Auch innen ist es sehr schön mit drei geräumigen Schlafzimmern, zwei Bädern und einer riesigen Küche.
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  • Day4

    Belém

    July 21, 2017 in Portugal ⋅ 🌙 18 °C

    5 Jahre verheiratet! Kaum zu glauben dass es schon so lange her ist. Dafür haben wir jetzt aber auch zwei entzückende Kinder vorzuweisen :-)
    Heute wollen wir mit Katja und Rolf, die ja noch nie hier waren, das Touri-Programm fortsetzen und fahren nach Belém zum Jeronimuskloster, Torre de Belém, zum Seefahrerdenkmal und natürlich ins Pasteis de Belém, wo es der Welt beste Pasteis gibt.
    Leider ist heute etwas der Wurm drin. Der Weg zum Praça do Commercio geht noch ganz gut, aber dann kommt die Straßenbahn nach Belém ewig nicht, 10min, 20min, inzwischen stauen sich die Menschenmassen an der Haltestelle, also hüpfen wir schließlich in zwei Taxis, die uns hinfahren. Wir beschließen, erstmal ins Pasteis de Belém zu gehen denn inzwischen ist es schon bald Mittag und wir sind noch nicht besonders weit gekommen. Wie immer ist es extrem voll und eng und laut und hektisch, nur mit Mühe ergattern wir einen kleinen Tisch in einer Ecke und zwängen uns zu acht irgendwie drumrum. Der Kellner ignoriert uns lange, bevor wir ihn mal festnageln können, unfreundlich ist er auch noch. Die Pasteis entschädigen immerhin für das nervige Drumherum, einfach unbeschreiblich megalecker, noch warm, außen super knusprig, innen warmer süßer Pudding, obendrauf mit Zimt bestreut...sagenhaft! Den dazu servierten Galão kippt mir Nele - die sich weigert irgendwo sonst zu sitzen als auf Mamas Arm - dann allerdings fast komplett über mein weißes Kleid, das gibt super Flecke über die komplette Front. Meine Laune ist auf dem Tiefpunkt. Auch die anderen Kinder sind unruhig und zappelig und so sehen wir zu, dass wir rauskommen.
    Auch im Kloster ist es extrem voll, dank der Babies kommen wir aber relativ schnell durch die Kasse. Das Kloster selber ist wirklich sehr sehr schön, die sandsteinfarbenen Bögen kontrastieren wunderbar mit dem tiefblauen Himmel und dem grünen Innenhof und zwischen den Säulen und Treppen und Gängen und Fenstern gibt es viel zu entdecken.
    Wieder draußen am Tejo stellt sich schon fast so etwas wie Gelassenheit ein, da weht der Wind Minas Hut ins Wasser, das betonierte Ufer bietet keine Chance zur Rettung und er sinkt auch ziemlich schnell. Viel Geschrei und bittere Tränen, schließlich hatten Mina und Lea ja Zwillingshüte und Leas Kommentare ("Ich hab meinen Hut noch, ich hab gut aufgepasst") sind auch wenig hilfreich zur Entspannung der Situation. Ein Eis hilft über den ärgsten Schmerz hinweg und der Weg zum Torre de Belém am Wasser könnte ganz entspannt sein, hätte nicht Anouk beschlossen, jetzt mal ihren Teil zum Dramatag beizutragen und -völlig übermüdet- die ganze Strecke aus voller Kehle zu brüllen und nicht einschlafen zu wollen. Als dann endlich Ruhe einkehrt, relaxen wir etwas an dem kleinen Strand am Turm und halten die Füße ins Wasser, bevor es zurück Richtung Stadt geht. Leider fährt die Straßenbahn immer noch nicht, dafür gibt es inzwischen Ersatzbusse, die entsprechend voll sind und hier nimmt auch niemand mehr Rücksicht auf Babies oder Kinderwägen, so dass wir arg kämpfen müssen um irgendwie mitzukommen. Rolf hat es mit seinem Platz eingekeilt in unangenehmer Nähe zu den Achselhöhlen einer sehr dicken Frau am besten getroffen... Am Cais de Sodre flüchten wir aus der Enge des Busses und gehen zu den Food Stalls im Time Out Market, dort speisen wir geniales Steak, leckere Burger und eine tolle Obstplatte. Danach beruhigen sich alle Gemüter (der Effekt guten Essens auf die Stimmung ist nicht zu unterschätzen!), die Kinder sind fröhlich und gutgelaunt, nach dem Entdecken einer Kindertoilette mit eigenem kleinem Waschbecken fällt ihnen alle 2 Minuten ein dass sie ganz dringend müssen, ansonsten springen sie fröhlich zwischen den Tischen hin und her. In solch guter Stimmung geht es zurück durch die Neustadt, heute ist White Night in Lissabon, alles ist bis spät in die Nacht geöffnet und viele Straßenkünstler präsentieren sich. Nachdem wir einige Zeit einer Breakdancetruppe zugeschaut haben, ziehen wir dann aber doch nach Hause um die Kinder ins Bett zu bringen. Den ursprünglichen Plan, noch mal zu zweit loszuziehen, verwerfen wir nach diesem wirklich unglaublich anstrengenden Tag zugunsten eines Absackers auf der Dachterrasse.
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