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Polen

May - December 2019
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  • Day13

    Frombork

    June 11 in Poland ⋅ 🌙 22 °C

    Wir sind jetzt wieder dicht an der russischen Grenze, diesmal auf der anderen Seite des Haffs und schauen auf die Nehrung.
    Fromborg ist ein kleiner Ort mit einem kleinen Hafen. Über dem Ort erstreckt sich auf einem Hügel ein gewaltiger Kathedralenkomplex. Schon im 13. Jahrhundert wurde die Kathedrale erbaut, berühmt ist sie bis heute durch Nikolaus Kopernikus, der hier als Domherr die astronomische weltverändernde These aufstellte, das die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern sich die Erde um die Sonne dreht.
    Wir hatten die Wahl die Kathedrale oder den Turm des Planetariums zu besuchen. Wer uns kennt, weiß welche Entscheidung wir getroffen haben....
    In luftiger Höhe, mit schönem Blick verweilen wir gerne, denn unten, es sind wieder 30 Grad, sind wir von Schatten zu Schatten geschlichen.
    Im Turm hängt ein Foucault Pendel.
    Die Vorrichtung dient dazu die Umdrehung der Erde zu zeigen.
    Die Schwingebene des Pendels im Raum ist fest. Wenn also die Erde unbeweglich wäre, würde diese sich im Bezug auf die Erdoberfläche nicht verändern. Beim Experiment wurde festgestellt, das die Schwingebene des Pendels eine langsame Umdrehung von Osten nach Westen ausführt, das heißt also, das die Erde sich drehen muss.
    Ich habe mich gefragt, wie das Pendel so alleine schwingen kann oder ob es einen Antrieb braucht.
    Es ist tatsächlich so, das Antriebe benutzt werden. Damals hat Foucault das so gelöst, das er ein Pendel mit einem sehr langen ( 67 m) Faden benutzte. Damit hielt er den Strömungswiderstand klein und durch einen 28 kg schweren Pendelkörper hielt er die Bewegungsenergie möglichst groß.

    Ja, das war nochmal ein interessanter Ausflug und der Endpunkt unserer Reise. Jetzt bewegen wir uns wieder Richtung Westen und Richtung Deutschland, wo wir uns am Freitag auf Noborus
    Geburtstagsfeier freuen.

    Auf der Rückreise unseres Marokko Urlaubs im April haben wir in Marokko, Spanien, Frankreich die Reise der Störche in den Norden begleitet oder die Störche uns....
    Hier sahen wir viele Störche und Storchennester mit Jungtieren, die hungrig gefüttert werden.

    Mal schauen, wo wir im September unterwegs sind mit oder ohne Störche.
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  • Day11

    Elblag

    June 9 in Poland ⋅ ☀️ 19 °C

    Elblag, früher Elbing war mit Werft, Lokomotivbau und Tabakfabrik die zweitgrößte Stadt des damaligen Ostpreußens. Im zweiten Weltkrieg wurde sie komplett zerstört und der Aufbau begann erst in den 80er Jahren. Durch die neuen Grenzen fehlte der Stadt dann auch der Seezugang zur Ostsee, denn der Haffdurchgang war dann russisch.
    Heute ist der Ort Touristenmagnet, weil ein Ingenieur die Idee hatte Boote über Rutschen über Land rollen zu lassen. Eine schiffbare Verbindung durch einen Kanal oder mit Schleusen zu bewerkstelligen, war zu teuer. So werden Schiffe auf dem Elblag-Ostroda Kanal, früher Oberländischer Kanal, in Transportloren manövriert und mit Wasserkraft wird das Schiff hoch und eine leere Transportlore hinuntergezogen an schweren Drahtseilen.
    Insgesamt gibt es 5 dieser Rollberge und es werden knapp 100 Meter Höhenunterschied überbrückt, das ganze in sehr gemächlichem Tempo.
    Auch, wenn ich keine Ahnung von Physik habe, bin ich doch ein bisschen die Tochter meines Vaters, denn hier kann ich den ganzen Tag zuschauen, wie das Wasserrad dreht, die Schiffe kommen und gehen....
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  • Day9

    Deja vu

    June 7 in Poland ⋅ ⛅ 16 °C

    Unser Besuch auf der Weichsel-Nehrung, auch frische Nehrung genannt, in Krynica Morska brachte uns zum selben Campingplatz wie vor 15 Jahren. Hier sieht es noch genauso aus, sehr einfach, mitten im Wald gelegen, ruhig und idyllisch und zur Zeit noch sehr leer.
    Die Radtour an die russische Grenze bis zum Absperrzaun auch wie damals, nur deutlich wärmer. Wir sind auch wie damals einmal unter Schnappatmung kurz ins kalte Wasser gehüpft.
    Anders als vor 15 Jahren, da hatte ich kein Smartphone, das ich jetzt dummerweise nicht ausgeschaltet hatte. Als die Meldung "Willkommen in Russland" kam, war es auch schon zu spät. Schwups war mein Guthaben weg, ja, wirklich dumm gelaufen, einfach nicht damit gerechnet.
    Ein weiteres Deja vu sind die Straßen, sobald man von einer großen Straße weg ist, geht es wie damals mit sehr kaputtem und unebenem Belag weiter. Für uns dann sehr langsam, damit unser Fahrradträger die Reise auch übersteht

    Wenn es interessiert, nochmal ein kurzer geologischer Exkurs. Nehrungen sind typisch für gezeitenlose Meere, wie die Ostsee. Ein flaches Küstenvorland und ein ausreichend großer Sedimentvorrat und der geringe oder fehlende Tidenhub sind Voraussetzungen für die Entstehung.
    Nehrungen entstehen aufgrund von Sedimentverdriftungen durch parallele Strömungen.( Das habe ich bei Wikipedia abgeschrieben) Auch Dünenbildung und lange Sandstrände sind ein Merkmal von Nehrungen.
    Die Weichselnehrung ist zwischen 500 Metern und 2 Kilometern schmal und 70 km lang. Etwa in der Mitte verläuft die russische Grenze, dort kommt man nicht weiter, sonst wäre man sehr schnell in Kaliningrad.
    Im Kriegswinter 1945 sind ostpreußische Flüchtlinge übers zugefrorene Haff und die Nehrung Richtung Westen geflohen.
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  • Day7

    Danzig

    June 5 in Poland ⋅ ☁️ 20 °C

    Für unsere Verhältnisse früh, also kurz nach 10 Uhr setzen wir uns aufs Rad und fahren nach Danzig. Zum Teil geht der Weg noch am Strand entlang, dann ca. 7 km durch die Stadt, aber durchgängig ein schöner breiter Radweg. Fußgänger und Radfahrer haben auf der Strandpromenade getrennte Spuren und auf den Radwegen gibt es Zebrasteifen für die Fußgänger. Klappt prima. Und auch in der Stadt überall schöne breite Wege, ja, die haben hier irgendwie mehr Platz zur Verfügung! Davon träumen unsere westlichen Städte!!
    In Danzig laufen wir ca. 3 Stunden rum, das reicht uns dann völlig, denn es sind wieder an die 30 Grad.
    Danzig hat viele Tore, Krantor, Frauentor, grünes,- goldenes,- hohes Tor und noch mehr.
    Alle anders und alle schön. Auch die Häuser der Altstadt sind schön und der Bahnhof sehenswert ! Durch die Stadt fließt das Fluss Molltau.
    Wir mussten erst nochmal nachlesen, wie das mit der freien Stadt Danzig war. Ab 1795 war Polen quasi staatenlos. Preußen, Russland und Österreich hatten sich das Land komplett einverleibt. 1918 nach dem 1. Weltkrieg wird Polen wieder ein eigener Staat, die Gebiete an der Ostsee sind jetzt wieder polnisch. Danzig wird freie Stadt unter Aufsicht des Völkerbundes.
    Die Westernplatte, die am 1.9.1939 um 4.45 Uhr vom Panzerkreuzer Schleswig-Holstein beschossen wurde und damit der 2. Weltkrieg begann, haben wir vor 15 Jahren besichtigt. Heute sind wir auf dem gegenüberliegenden Leuchtturm Laternia morska gewesen. Von dort wurde auch geschossen, durch ein Fenster, durch das wir heute geschaut haben.
    Soweit der geschichtliche Ausflug.
    Danzig war voller Schulklassen, Jugendgruppen...wie schon in Leba, gefühlt hat ganz Polen gerade Klassenfahrt und an jeder Ecke gibt es Bernsteine ín allen möglichen Varianten, nicht immer nur schön.Und dann gibt es noch Danziger Golwasser, Schnaps mit echtem Gold drin, da wird dann nicht der Alkohol in Prozent angegeben , sondern es steht 20 Karat auf der Flasche. Verrückt !!
    Unsere nächste Station auf dieser Reise wird die frische Nehrung sein.
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  • Day6

    Zoppot

    June 4 in Poland ⋅ 🌙 20 °C

    Wir haben Leba verlassen, obwohl es da sooo tolles Eis gibt. Alleine das
    wäre schon ein Grund dazubleiben. Aber unser nächster Punkt auf der
    Karte ist Zoppot. Schon sehr früh ab dem 16. Jahrhundert wurden hier
    Sommerhäuser erbaut und 300 Jahre später wurde Zoppot offiziell Seebad.
    Es überstand den 2. Weltkrieg relativ unbeschadet und so stammen die
    Häuser der Altstadt noch aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
    Alles hier wirkt sehr mondän, edle Villen, prächtige Hotels und der
    Hingucker ist die mit 516 Metern längste Seebrücke Europas. Von dort
    fahren Ausflugsschiffe nach Hel und Danzig los.
    Der Strand ist auch hier wie die ganze Küste entlang von Usedom bis
    Russland ein langer weißer wunderschöner Sandstrand. Drumherum viel,
    viel Wald, den wir vom Leuchturm in Stilo bewundert haben.
    Es ist hier so warm im Moment ( 30 Grad), sodass wir heute nur langsam
    durch die Stadt geschlichen sind und am Strand Erholung gesucht haben
    und abends in einem der Strandlokale langsam den kühleren Abend
    genießen. Strand und Stadt sind voller Menschen. Ein Nachbar hier auf
    dem Campingplatz, der direkt in Strandnähe liegt, meinte erstaunt, ja
    ist denn hier Feiertag heute. Aber nein, es ist der ganz normale
    Wahnsinn, immer noch Vorsaison, aber eben hochsommerlich warm und die
    Polen baden in der kalten Ostsee, als seien sie am Mittelmeer.
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  • Day4

    Radweg mal anders

    June 2 in Poland ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute haben wir eine Fahrradtour gemacht Richtung Osten. Der Radweg war zwar als solcher beschriftet, es ging aber 20 Kilometer über Baumwurzeln und versandete Stellen oder Feldwege, die auch nicht besser waren. Zugegeben der Weg war auch gesperrt, aber das weckt Jörns Abenteuerlust erst ....
    Wir konnten die Einsamkeit des polnischen Waldes und der Dünenlandschaft ganz alleine genießen !!!Read more

  • Day3

    Immer wieder Sanddünen

    June 1 in Poland ⋅ ☀️ 15 °C

    Leba, Badeort mit Fischereihafen an der Mündung des Flusses Leba. Auf einer Seite mit endlos langem Sandstrand die Ostsee, im Westen und Osten den Lebasee und den Sarbskosee. Die Attraktion ist das größte europäische Sanddünengebiet, Teil des 19000 Hektar großen Slowinski Nationalparks.
    Ja, es zieht uns schon wieder in den Sand.Nach Dänemarks Rubjerg Knude und Marokkos Erg Chebbi ist es auch hier wieder faszinierend diese Wunderwerke der Natur zu erklettern.Zwar nur 40 Meter hoch, dafür aber sehr lang und umgeben von Ostsee und Lebasee und sooo weiß!!! Die Bäume des Waldes werden von den Wanderdünen zugesandet und tauchen irgendwann wieder als kahle Baumstümpfe auf.
    Das Städtchen Leba bietet unglaubliche Kapazitäten für Urlauber. Neben zahlreichen Campingplätzen und unzähligen Wolne pokojne( freie Zimmer) überall Souvenirläden und Vergnügungsanlagen, Karussell, Autoscotter und allerorts irgendwelche Automaten mit Plastikplüschspielzeug oder Spieltische. Zum Glück ist noch Vorsaison.
    Auffällig ist das Leben am Abend, volle Strände, Familien mit Kindern und Kinderwagen, Angler , Hundebesitzer, einfach alle sind unterwegs.
    Essensmäßig geniessen wir Lachs und Lody( Eis). Lecker!!
    Ach und anders als bei uns geht die Sonne über dem Meer unter.
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  • Day1

    Polen 15 Jahre später

    May 30 in Poland ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir sind wieder unterwegs. 2004 waren wir zu viert in einem verregneten Sommer in Polen unterwegs.
    Für mich ein Katastrophen-Urlaub !!
    Heute starten wir vom Kaiserkanal bei Swinemünde.
    Der Kaiserkanal auf der Insel Usedom liegt heute in Polen. Er wurde von 1875-1880 erbaut. Er verbindet die Swine südlich der Hafenstadt Svinemünde mit dem Stettiner Haff und damit auch mit der Oder.Read more