Joined December 2022
  • Day 74

    Danke Solukhumbu 🏔🙏🏼

    March 23 in Nepal ⋅ 🌙 -6 °C

    Das war’s… fast!

    Heute sind wir zurück in die Zivilisation nach Namche gekommen…
    Nach 10 Nächten über 4000m haben wir gestern in Thame (3800m) schon wieder ziemlich gut (Tobi sogar ohne Daunenjacke!!) geschlafen.

    Nach unserem missglückten Gipfeltag hat es der Wettergott nicht mehr so recht gut mit uns gemeint…
    Auf dem Gokyo Ri (5357m) haben wir allerdings ein Wetterfenster erwischt und hatten eine Traumsicht auf den Cho Oyu (8188m). Zum Glück!! Sonst wär ich doch irgendwie enttäuscht gewesen.

    Mit unseren zwei übrigen Pässen hatten wir allerdings nicht so viel Glück.
    Auf dem Cho La Pass (5365m) hatten wir es beim Aufstieg noch schön, die Wolken sind uns dann aber einfach zuvor gekommen.

    Am heftigsten war es aber auf unserem letzten, dem Renjo La Pass (5360m).
    Hier lag mit zunehmender Höhe mehr und mehr Schnee, oben ca. 40cm.
    Außerdem war es recht neblig.
    Wären wir allein unterwegs gewesen, so sind wir uns einig, hätten wir den Pass an dem Tag nicht überschritten. Viel zu heikel! Der Guide hat sich aber nicht davon abbringen lassen, hat den Weg auch gut gefunden, es war aber trotzdem nicht ganz ohne…
    Gut, dass nichts passiert ist, ein Rettungsheli wär an dem Tag mit Sicherheit nicht geflogen.

    Auf eine gewisse Art besonders waren jetzt noch die vergangenen zwei Tage, an denen wir das Nangpa Tal bei teilweise herrlichem Wetter heraus gelaufen sind.
    Abseits des überlaufenen Basecamp-Treks und dem viel besuchten Seen-Gebiet Gokyo ist dieses im Norden nach Tibet führende Tal deutlich ruhiger, natürlicher und auch spiritueller.
    Es war schön, sich Zeit zu lassen, um sich langsam wieder an tiefere Lagen und zunehmende Zivilisation zu akklimatisieren.

    Wir haben viel erlebt dort oben, hatten fantastische Ausblicke, interessante, lustige und bereichernde Begegnungen, schwierige Momente und haben gelernt, dass wir uns selbst und unserer Entscheidungskompetenz nach ausreichender Reflexion mehr vertrauen dürfen.
    Wie unglaublich hoch dieses Gebirge ist, das bringt uns immer noch zum Staunen…
    Außerdem ist der ein oder andere Gipfel auf die „wär schon mal was“-Liste hinzugekommen. 😉
    Danke Solukhumbu! 🙏🏼

    Morgen geht’s wieder nach Lukla und am Samstag früh zurück nach Kathmandu. Dann freuen wir uns noch auf ein paar schöne Tage in der Hauptstadt. 🤩
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    Gratuliere zu dieser tollen Runde. Super Fotos. 👍

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    toll

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    👍

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  • Day 68

    Lobuche East ❌

    March 17 in Nepal ⋅ ⛅ -12 °C

    Manchmal soll’s einfach nicht sein…

    Gestern Vormittag sind wir ins High Camp aufgestiegen, dort haben wir das Fixseil-Klettern geübt. Ein weiterer Mann (Yonatan) ist mit seinem Guide nachmittags auch ins Camp gekommen und so haben wir zu fünft Tee/Kaffee getrunken gehofft, dass das Wetter hält.

    Zum Abendessen gibts um 17:30 Knoblauchsuppe, Popcorn (beides präventiv gegen Höhenprobleme) und natürlich Dal Bhat. Die zwei Jungs, die für uns kochen leben in der Saison für 2 Monate am Stück hier oben und managen das Camp. Respekt!!

    Schon beim Abendessen zieht das Wetter immer weiter zu, es schneit… Beim ins Bett gehen um 19 Uhr haben wir aber noch Hoffnung, dass es durchzieht und wieder schön wird, wie bisher jeden Morgen.

    Und dann beginnt die Nacht:

    20:00-22:30 Valerie kann schlafen, Tobi ist wach

    22:30-00:00 Tobi schläft, Valerie fängt an im 30min-Takt auf die Uhr zu schauen.

    00:30: Nur noch zwei Stunden bis wir aufstehen dürfen! Valerie packt ihre Bergschuhe in den Schlafsack aus Angst vor kalten Füßen.

    01:00: Immer wieder Schneeschauer zu hören, es ist kalt.

    01:30: Nur noch eine Stunde… Ich will aufstehen!

    02:30: Schnee prasselt aufs Zelt… Mist!
    Trotzdem: endlich raus aus dem Zelt!!!
    Sicht: 5 Meter

    03:00: Wir sitzen im Küchenzelt, Frühstückszeit!

    Beide Guides bestätigen schnell, was uns eigentlich schon klar war… Heut ist kein Gipfeltag. ❌
    Der Guide von Yonatan war 13x auf dem Everest Gipfel, hat 8 Ama Dablam Expeditionen geführt (6x Summit), war 3x erfolgreich am Lhotse und unzählige Male am Lobuche. Wenn dieser Mann sagt, es geht nicht, dann gehts nicht.

    Wir sind aber alle hell wach, keiner will mehr ins Zelt liegen. Also gibts Frühstück: Porridge und Ei. Sogar Tobi isst den Porridge!!!

    04:00: Wir spielen Karten

    04:30: Die Füße werden langsam kalt.

    05:00: Inzwischen hat jeder bestimmt 2 Liter Tee/Kaffee getrunken. Challenge: Wer kann den höchsten Karten-Berg bauen?

    05:07: Success! Valerie hat den Everest erbaut.

    06:00: Es wird langsam Tag! Heller wird’s aber kaum…

    07:00: Wir packen unser Zeug zusammen. Abstieg nach Dzonglha!

    So viel Wetterglück wir bisher hatten (Flug nach Lukla!!), so viel Pech hatten wir nun ausgerechnet heute an unserem doch so sehr ersehnten Gipfeltag. Es ist natürlich ärgerlich…
    Das Gipfel-Permit war teuer, die Vorfreude riesig, wir sind fit und super akklimatisiert…

    Manchmal muss man aber akzeptieren, wenn der Berg einen nicht da oben haben will. Die Natur ist gewaltig, wir sind winzig, können nichts ändern und müssen mit den Gegebenheiten bestmöglich umgehen.
    So ist es in den Bergen, it‘s part of the game…

    Also müssen wir noch etwas warten auf unseren ersten 6000er… Aber glaub nicht, lieber Lobuche, dass wir uns nicht wieder sehen ☝🏽😉
    (Valerie)
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    😤💩😖

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    Oh, wie schade. 🥲Da hat’s ✊nicht geholfen.

     
  • Day 66

    Immer höher! 🏔️

    March 15 in Nepal ⋅ ☀️ -9 °C

    Neun Tage sind wir jetzt am Himalaya Hauptkamm unterwegs und fast jeden Tag erreichen wir einen neuen höchsten Punkt.
    Netz gibts hier keins mehr, in den Hütten kann man wifi kaufen, was wir bisher nicht wollten, jetzt aber mussten, um das Wetter für unseren anstehenden Gipfel checken zu können.
    Also gibts für alle Interessierten auch ein kurzes Update:

    Von Namche aus ging’s an einem tollen Kloster vorbei weiter ins Tal hinein, näher an die Berggiganten. Am Sonntag waren wir dann das erste Mal auf 5000m, am Tag danach haben wir einen Gipfel gemacht, der 5546m ist und waren ganz nah an der Wand des riesigen Nuptse. Gestern haben wir dann unseren ersten Pass überschritten (Kongma La Pass, 5535m). Heute sind wir von Lobuche aus Richtung Everest Base Camp gelaufen und auf den Aussichtsgipfel Kala Patthar (5648m) gestiegen.
    Von hier blickt man hinunter aufs Base Camp, hinüber zum verrückten Khumbu Icefall und das krasseste: hinauf zum noch immer über 3000hm(!!!) höheren Gipfel des Mt. Everest. Wow!!!

    Mit der Höhe gehts uns im Vergleich zu den meisten Anderen, die wir treffen, sehr gut. Auf über 5000 wird die Luft schon bissl dünner, der Schritt etwas langsamer aber insgesamt sind wir immer noch recht zügig unterwegs. Wir befolgen brav das Motto: Climb high, sleep low. Heute z.b schlafen wir zum zweiten Mal auf nur 4940m. Also nur knapp über dem Mont Blanc 😉

    Das Wetter ist morgens bisher immer strahlend blau, zieht aber nachmittags mal früher, mal später, immer zu. Manchmal auch mit Schneefall. Heute kam grad Bewölkung auf als wir am Gipfel waren, danach ist’s wieder freier geworden. Aber mei, so ist’s halt in die Berg.

    Morgen steigen wir ins Lobuche High Camp (5200m) auf und hoffen, am Freitag Morgen den Lobuche East (6119m) besteigen zu können. Das Wetter schaut allerdings grad garnicht so gut aus für unseren Gipfeltag… hoffen wir also und drücken wieder mal die Daumen, dass es besser wird 🍀🤞🏼
    (Valerie)
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    Ohhhhhhh! Seid ihr jetzt alleine mit einem Guide oder in einer Gruppe?

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    Alleine mit einem Guide

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    Wir helfen euch beim Daumen drücken✊🏻🍀

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    Viel Glück für morgen 🍀🍀✊✊

     
  • Day 60

    Lukla & Namche Bazaar

    March 9 in Nepal ⋅ ☁️ -4 °C

    Am Dienstag ging’s endlich los.
    Bei noch gutem Wetter sind wir in Lukla gelandet und haben drei Kreuze gemacht. Ist schon sehr spannend, wie diese kurze, bergauf gehende Bahn da direkt vor der Felswand liegt. Aber es ging alles gut.
    🛬⛰ 🙏🏼

    Auf dem Weg nach Namche Bazaar haben wir in der Lodge der Familie unseres Guides einmal übernachtet und sind gestern (Mittwoch) nach Namche aufgestiegen.

    Namche liegt auf 3400-3500m und ist riesig mit vielen Lodges, Bars, Restaurants und Shops. Hier oben gibt’s eigentlich alles.
    In der Hauptsaison ab April ist’s hier rappel voll. Jede Expedition und jeder Trek im Solukhumbu kommt hier vorbei. Aktuell ist es aber noch sehr angenehm ruhig.

    Heute (Donnerstag) haben wir eine Acclimatization-Runde in das ruhige Sherpa-Dorf Khumjung (3900m) gedreht und die ersten Blicke auf die Bergriesen Everest, Lhotse und Ama Dablam erhascht. Wow! 🤩
    Nachmittags haben wir etwas in Namche rumgeschaut und das Sherpa Culture Museum besichtigt.
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    So ein Traum🤩

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    So schöne Fotos. Ama Dablam und Stupa super!

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    oha

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  • Day 57

    Happy Holi 💛 & Vorbereitungen 🏔️

    March 6 in Nepal ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute wird im hügeligen Gebiet von Nepal das weltberühmte Holi Festival gefeiert (Im Terai morgen und in Indien erst übermorgen).
    Dieses Hindu-Festival der Farben, das den Frühling einläutet, wollten wir uns natürlich nicht ganz entgehen lassen. Also ging’s heut Vormittag mit dem TukTuk Richtung Durbar-Square. Jeder, der uns entgegen kommt klatscht uns Farbe ins Gesicht und ruft „Happy Holi!“ Umgekehrt natürlich auch. Besonders die Farbe rot nehmen wir gern, denn diese steht für „Power and good fortune“, was wir die kommenden Wochen ja beides sehr gut brauchen können…
    Es ist schon lustig und vor allem mal cool zu sehen, wie das Original des in Europa viel kopierten Festivals so gefeiert wird. Bevor es aber so richtig wild und voll wird, gehen wir am frühen Nachmittag wieder zurück zum Haus Namaste, denn wir haben ja ab morgen Einiges vor…
    *Happy Holi* 💛❤️🧡💜💙💚

    Die vergangenen Tage haben wir für die letzten Vorbereitungen genutzt 🏔️
    Es wurden noch Besorgungen und Friseurbesuche gemacht und gestern haben wir unseren Guide getroffen, der morgen Früh (hoffentlich) mit uns nach Lukla fliegt.
    Das Wetter im Solu Khumbu ist grad nicht so gut und der Flugplatz in Lukla ist keiner, den man in Wolken anfliegen will … 🛬⛰ Daher ist’s grad nochmal etwas spannend, ob es morgen was wird… Daumen drücken! 🙏🏼🍀🤞🏼
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    Traveler

    Cool! Jetzt seh ich auch Original Bilder zu Happy Holi und nicht nur aus der SZ 🤗! Viel Energie für eure Bergtour wünsch ich euch .... und gutes Wetter!

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    😂

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    😁

     
  • Day 55

    Abschied von Freunden 🥹

    March 4 in Nepal ⋅ ☀️ 24 °C

    Alles hat ein Ende… und so auch unsere Zeit im Bottle House und in der Kundalinee Schule.
    Der Deutschunterricht hat uns bis zuletzt richtig Freude bereitet. Sport wurde teilweise aufgrund der Rahmenbedingungen etwas anstrengend, war aber auch spaßig.
    Insgesamt gehen wir mit gemischten Gefühlen, freuen uns jetzt aber schon so richtig auf das bevorstehende Berg-Abenteuer.

    Gestern, am Freitag, war unser letzter Tag in der Schule und heute Vormittag haben wir dann auch Abschied genommen von der Bottle House Family.
    6 Wochen mögen kurz sein, aber heute haben wir gemerkt, dass 6 Wochen auch eine lange Zeit sein können. Wenn man jeden Tag intensiv zusammen lebt, jeden Morgen liebevolle morning-hugs bekommt und jeden Abend zusammen lacht und tanzt, dann sind sechs Wochen lang genug, um Menschen ins Herz zu schließen und neue Freundschaften entstehen zu lassen.
    So ist der Abschied natürlich nicht ganz leicht gefallen, auch weil die Kids teilweise sichtlich traurig waren…

    Vor allem aber sind wir dankbar für die Zeit und die Erlebnisse, die wir hier machen durften.
    Es ist so schön zu sehen, dass wir den Kids Neues beibringen, ihr Leben ein bisschen bereichern und ihnen zu Freunden werden konnten…
    Etwas komisch fühlt es sich jetzt an, dass all die zum Alltag gewordenen Begegnungen und Erfahrungen nunmehr reine Erinnerungen sein sollen… Deshalb hoffen wir alle: Es war kein Abschied für immer… nur für eine etwas längere Zeit. 🙏🏼
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    Wie lieb💕

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    ich wiederhole mich: wunderbar ❤️

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    Konntet ihr die Kids eigentlich alle auseinander halten, wenn die sich so ähnlich sehen?

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    Ja, das hat ganz gut geklappt 😊 so ähnlich waren sie sich auch garnicht, wie es auf dem Bild jetzt vielleicht ausschaut.

     
  • Day 44

    Etwas Arbeit und allerlei Feierei 🤩

    February 21 in Nepal ⋅ 🌙 11 °C

    Spontane Feiertage sind schon was Feines…

    Aber von vorne: Die Arbeit in der Schule und die Zeit mit den Kids ist nach wie vor sehr erfüllend und macht große Freude.
    Trotzdem freuen wir uns nach so ein paar 6-Tage-Wochen auch über Feiertage.

    Am Samstag, unserem sowieso freien Tag, wollten wir eigentlich bissl wandern gehen. Allerdings war an dem Tag Shivaratri (die Nacht des Shivas), der höchste Feiertag für all diejenigen Hindus, die Shiva als höchsten Gott verehren. Und das sind einige, wie wir feststellen sollten. Wir wollten uns das natürlich nicht entgehen lassen und waren in Pashupatinath um die Tausenden Sadus und Pilger zu sehen, die aus ganz Nepal und Indien hierher gereist sind, um ihren Gott kiffend zu verehren. Shiva soll nämlich die meditative Wirkung von Cannabis entdeckt haben. Um ihrem Gott näher zu sein, kiffen Sadus an diesem Tag ganz besonders viel. Außerdem hatte Shiva eigentlich nie Kleidung an, weshalb jeder an diesem Tag ein Lagerfeuer macht, um ihren Gott mitten im kalten Winter zu wärmen.
    Wir waren tagsüber also unter tausenden bekifften Sadus in Pashupatinath und abends haben wir mit den Kids im Heim ein großes Lagerfeuer gemacht. 🔥
    *Happy Shivaratri*

    Am Sonntag war dann spontaner Feiertag: Democracy day!
    Wir waren etwas wandern in dem direkt nördlich von uns gelegenen Shivapuri Nationalpark. Das war ganz schön aber nicht spektakulär bei sehr diesigem Wetter. Den restlichen Tag haben wir genutzt, um den noch bevorstehenden Deutschunterricht zu planen, damit wir das, was wir unbedingt noch unterrichten wollen auch noch unter bekommen in der verbleibenden kurzen Zeit…
    *Happy democracy day*

    Am Montag: Tobis Geburtstag. Ein besonderer, ganz anderer Geburtstag, den er wohl nicht so schnell vergessen wird. In der Früh gabs eine kleine Feier im Heim mit hinduistischer Segnung und vielen selbstgebastelten Karten von den Kids. Dann war arbeiten angesagt und danach sind wir erst nach Boudhanath gefahren und dann zu unserer Doma Oma. Hier haben wir Tobi auch nochmal hochleben lassen und die Nacht im Haus Namaste verbracht, weil am Dienstag schon wieder Feiertag war.
    *Happy Birthday*

    Am Dienstag war tibetisches/chinesisches Neujahr. Das Jahr des „water rabbit“ 2150 hat begonnen. Wir hatten eine Einladung, mit Doma in ihr monastery zu gehen und die besondere Puja hier mitzuerleben. Sogar der Rinpoche des Klosters aus Bhutan und seine Eltern sind angereist. Das war eine schöne und für uns natürlich interessante Zeremonie.
    *Tashi Delek - Happy Losar*

    Nach all den happy days voller Abwechslung sind wir jetzt wieder zurück im Happy Bottle House und freuen uns auf die letzten arbeitsreichen 1,5 Wochen hier.
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    toll

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    so bunt

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    Fischerstechen auf Nepalesisch?

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  • Day 32

    Schulalltag 📚

    February 9 in Nepal ⋅ 🌙 8 °C

    Jetzt sind wir knapp drei Wochen hier im Bottle House und in der Kundalinee Schule.
    Seit zwei Wochen hat es sich so eingestellt, dass wir von 9:00-10:00 Deutschunterricht geben für die 9. Klasse. Das ist eigentlich die coolste Stunde am Tag, weil die echt schnell lernen und gute Fortschritte machen. Außerdem sind sie einfach echt witzig und wir haben eine gute Zeit zusammen.
    Das Kartoffelschälen und -schneiden ist auch zum Alltag geworden.
    Kleine Kartoffel=nervig, große Kartoffel=juhu!!

    Der nachmittägliche Sportunterricht mit den Kleineren fordert langsam aber sicher immer mehr Kreativität, weil wir jetzt dann so ungefähr alles gemacht haben, was man halt mit dem wenigen Material auf dem staubigen Platz so machen kann. Aber erstaunlicherweise fällt uns immer wieder noch was ein und die Kids haben weiterhin große Freude an der täglichen Bewegungseinheit.

    Nach dem Sport machen wir eine Deutschstunde für die Schüler, die nicht im Bottle House wohnen. Die ist teilweise etwas zäh, weil einfach auffällt, dass diese nicht so viel lernen, wie die Kids im Heim. Dementsprechend gehts nicht so schnell vorwärts. Wir finden es einerseits etwas schade, weil die Zeit eh schon so begrenzt ist. Andererseits ist es ok und auch verständlich. Umso mehr freuen wir uns, dass die Kids aus dem Bottle House so viel mitnehmen und weiterhin (zumindest großteils) sehr motiviert sind.
    Abends geben wir dann im Heim noch eine Stunde Deutsch für die 5.-8. Klasse.

    Sonntag-Donnerstag sind die Tage immer gleich, was für uns schon bisschen gewöhnungsbedürftig ist, weil wir es einfach anders kennen.
    Freitag ist etwas anders, da geben wir am Nachmittag keinen Sportunterricht für die Grundschüler. Alle Kids sind an diesem Nachmittag in verschiedenen „Clubs“ eingeteilt, je nach Interesse. Die meisten spielen Fußball, andere sind im arts-, gardening-, music- oder dance-club.

    Wir wollten uns gerne beim Tanzen einbringen, was mit Freude aufgenommen wurde, weil es sowieso keinen Tanzlehrer gibt zur Zeit und die Kids auch gern mal nicht-nepalesische Tänze lernen wollten.
    Also machen wir freitags jetzt immer Tanz und bringen den Schülern etwas Hip-Hop und so weiter bei. Uns geben sie dafür etwas Einblick in die nepalesische Tanzkultur.

    Unsere freien Samstage haben wir bisher mit Ausflügen nach Kathmandu verbracht.
    Da freuen wir uns schon immer auf bissl Abwechslung. Es tut dann auch mal gut etwas raus zu kommen.
    Und am Sonntag gehts dann auch schon wieder von vorne los 😊
    Auch das ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass das Wochenende aus nur einem Tag besteht 😅😉

    Das Leben im Bottle House mit den Kids gefällt uns insgesamt aber sehr gut. Wir haben mittlerweile das Gefühl richtig dazuzugehören, sind keine Gäste mehr. Nach und nach lernen wir jedes Kind besser kennen, erkennen die individuellen Charakterzüge und haben viele schon echt ins Herz geschlossen 🥰
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    😂

    2/11/23Reply
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    🧡

    2/11/23Reply
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    wunderbarwunderbar

    2/11/23Reply
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    Ich bewundere euch echt! Und ja: Sportunterricht mit zu wenig Material auf staubigen Platz kann anstrengend werden🙄... mir fällt jetzt spontan da auch nichts mehr ein...

    2/17/23Reply
     
  • Day 18

    Schulstart 🚀

    January 26 in Nepal ⋅ ☀️ 19 °C

    Jetzt war’s also tatsächlich so weit…
    Die Ferien waren am Montag zu Ende, sodass wir am Sonntag vom Haus Namaste aus mit Sack und Pack auf die andere Seite der Stadt gefahren sind, um unser neues zu Hause für die nächsten Wochen zu beziehen. An die Schule, die von einem österreichischen Verein unterstützt und gefördert wird, ist ein Heim angegliedert, in dem aktuell 36 Kinder leben, die teilweise keine Eltern mehr haben, oder aber aus extrem armen Verhältnissen kommen. Neben diesem Heim, dem „happy bottle house“ dürfen auch wir wohnen und werden zusammen mit den Kids verpflegt.
    Schon bei der Ankunft gefällt es uns hier wirklich gut. Wir sind etwas außerhalb von Kathmandu auf einem Hügel an der Grenze zum nördlich gelegenen Shivapuri National Park. Die Luft ist klar und frisch, von Großstadt keine Spur…
    Viel wichtiger aber: Wir werden mit Herzlichkeit und offenen Armen empfangen. Die Damen, die sich um die Kids hier kümmern sind sehr nett, die Kids selber sind unglaublich herzig, lieb und wollen uns teilweise schon nach dem ersten Nachmittag garnicht mehr loslassen.
    Am Sonntag sind wir gleich alle zusammen zum nahe gelegenen Fußballfeld gelaufen und haben hier zusammen gespielt. Alle kicken gern und es war ja noch Feiertag.
    Sonst haben wir immer Schule von Sonntag-Freitag, falls nicht mal wieder ein Festival um die Ecke kommt (wie z.B. heute).
    Am Montag war dann der erste Schultag.
    In den paar Tagen hat sich schon eine kleine Routine eingestellt: Die Kids werden zwischen 5:30 und 6:00 Uhr geweckt, haben dann am Morgen schon Lernzeit (das hätte man mir zu Schulzeiten mal erzählen sollen… Keine Chance!). Bis ca. 8:00 stoßen wir dazu. Der Morgen ist aber immer recht entspannt, weil die Kinder sehr selbstständig sind. Meistens beobachten wir mit Staunen, wie jeder und jede sein Zeug erledigt und sich für die Schule fertig macht. Zimmer und Terrasse kehren, Pflanzen gießen, Schuluniform anziehen,… jeder weiß genau was zu tun ist und keiner tanzt aus der Reihe. Die Älteren helfen den Jüngeren, es herrscht eine fröhliche und schöne Atmosphäre. Der Älteste hier ist 16, der Kleinste ist 5 Jahre alt und wächst ohne Eltern auf, aber immerhin mit 35 großen Geschwistern, die sich alle ganz liebevoll um ihn kümmern.
    Wir helfen das Essen vorzubereiten, denn um 9:00 Uhr gibts Dal Bhat und Curry (Reis, Linsen und Gemüse) für alle. Auch wir frühstücken das Nationalgericht und bringen danach die Kids zur Schule und den Kleinen zur pre-school. In der Schule sind ca. 140 Kinder, also auch viele aus dem Umkreis, die teilweise zur Schule laufen und teilweise mit dem Bus gebracht werden. Wir kommen gleich wieder zurück zum Heim und helfen Gemüse (v.a. Kartoffel) zu schälen und zu schneiden. Denn auch am Abend werden die 36 hungrigen Kids und wir mit Dal Bhat und Gemüse versorgt und das muss ja schließlich vorbereitet werden.

    Um 13 Uhr gehen wir dann wieder zur Schule um Sportunterricht zu geben. Wir unterrichten Sport jetzt erstmal nur bei den Kleinen, also 1.-4. Klasse.
    Die Bedingungen für den Sportunterricht sind spannend. Ich glaube, wir werden uns niemals über eine zu schlecht ausgestattete Sporthalle beschweren, wenn wir es die nächsten Wochen jeden Tag schaffen, auf dem staubigen Vorplatz mit kaum Material die Kids zum Bewegen zu bringen. Bisher gelingt es aber wirklich gut. Die anderen Lehrerinnen erzählen uns, dass sich alle schon immer auf die Sportstunde am Nachmittag freuen. Einen richtigen Sportunterricht wie wir ihn kennen gibt es nämlich an dieser Schule eigentlich nicht.

    Um ca. 16 Uhr laufen wir zusammen mit den Kids zurück zum Heim, wo es etwas Tee und Obst/Kekse zur Stärkung gibt. Dann spielen wir etwas zusammen. Entweder wir kicken, machen anderen Sport, spielen Uno oder sonst irgendein Spiel.
    Viel Zeit ist aber garnicht, denn von 17-19 Uhr heißt es: Deutschunterricht!
    Wir haben zwei Gruppen eingeteilt. Als erstes sind von 17-18 Uhr die jüngeren Schüler dran (5.-7. Klasse). Danach die älteren, 8.-10. Klasse. Mit viel Freude und Energie gehen hier alle an das Lernen der neuen Sprache heran. Es ist ihnen richtig anzumerken, dass sie unbedingt die Chance nutzen wollen und möglichst viel mitnehmen wollen. Es ist ja auch toll, eine neue Sprache lernen zu können. Ich wünschte, ich hätte die Erkenntnis auch schon in dem Alter gehabt… dann wär mein Französisch vielleicht nicht ganz so mies heute…
    Es ist jedenfalls auch hier erstaunlich, wie schnell man voran kommt und wie viel man vermitteln kann, wenn jeden Tag eine Stunde auf dem Plan ist und das am Vortag Gelernte schon gut sitzt.

    Um 19 Uhr gibts dann das abendliche Dal Bhat. Danach ist nochmal bis 21 Uhr Lernen angesagt, bei dem wir die Schüler in ihren unterschiedlichen Fächern (Englisch, Social studies, Mathe,…) teilweise gut unterstützen können. Nur im Fach Nepali können sie auf unsere Expertise noch nicht so ganz zählen. 😉

    Wir sind einerseits schwer beeindruckt von der Disziplin, mit der hier gelernt und gearbeitet wird… Auch der 5 jährige Reedam lernt am Abend seine Englisch Vokabeln… Andererseits fällt uns auf, dass diese Disziplin von klein auf antrainiert ist, was für uns auch teilweise wieder sehr befremdlich ist.
    Es gibt viele spannende Aspekte in Bezug auf das Lernen und Lehren, die hier gänzlich anders funktionieren, die wir in den nächsten Wochen aufnehmen und erfahren werden und deren Vor- und Nachteile wir versuchen zu erkunden.
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    Traveler

    Das hört sich sehr spannend an! Tolle Erfahrungen, die ihr dort macht! Aus einer ganz anderen Welt - für Gräfelfinger Schüler, die von ihren Eltern täglich mit dem SUV und Porsche bis vor die Schultüre gefahren werden, völlig fremd. Wie lange bleibt ihr? Habt ihr das auf privater Basis geplant? LG vom KHG

    1/26/23Reply
    Traveler

    Ja, haben das selbst geplant. In der Schule bleiben wir 6 Wochen. LG aus der Ferne

    1/27/23Reply
    Traveler

    So viele begeisterte Gesichter hätte ich mir auch öfter gewünscht in meinem Sportunterricht!

    1/27/23Reply
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  • Day 10

    Ab in die Berge ⛰☀️

    January 18 in Nepal ⋅ ☀️ 5 °C

    Nachdem die eh schon recht spontanen Schulferien jetzt noch verlängert wurden (due to a festival) haben wir uns letztes Wochenende spontan dazu entschieden noch ein paar Tage dem Großstadtgetummel zu entfliehen und hinauf in die Berge zu steigen. Die Lunge dankt 🙏🏼

    Das Trekking-permit für den Langtag Nationalpark haben wir grad noch so rechtzeitig bekommen, weil (due to another festival) die Büros zunächst zwei Tage geschlossen waren. Dank der Hilfe von Ang Kami konnten wir dann aber am Montag früh mit einem Jeep nach Dhunche aufbrechen. Unser Fahrer fährt die Strecke jeden Tag, kennt sich also bestens aus. So brauchen wir für die 120km nur knappe 4 Stunden und können mittags in Dhunche (1940m) aufbrechen und die knapp 1400hm nach Sing Gomba (3320m) aufsteigen. Hier kommen wir in der Lodge einer sehr netten Familie unter und genießen schon jetzt die Ruhe und die klare Luft hier oben.
    Am nächsten Morgen gehts weiter rauf. Ziel sind eigentlich die auf 4300m gelegenen Gosainkund-Seen. Dort angekommen, schließen gerade die letzten beiden Männer ihre Hütten ab, um für ein paar Wochen zu ihren Familien ins Tal zu gehen. Es ist nämlich absolute off-Season und dort oben war seit 15 Tagen kein Bergsteiger mehr zu Gast.
    Naja, dann gehts für uns halt eben noch bissl weiter rauf zum Laurebina-Pass (4660m).

    Da wir so schnell von Kathmandu aus in diese Höhe aufgestiegen sind, merken wir natürlich die dünner werdende Luft, es geht uns aber beiden ganz gut, sodass wir unseren höchsten Punkt des Treks genießen können.
    Die Vegetation hier lässt nicht vermuten, dass wir so hoch oben sind. Vergleicht man es mit der uns bekannten Landschaft in den Alpen, dann denkt man, gute 1500m tiefer zu sein. Nur der kalte Wind und die dünne Luft machen einem immer wieder klar, dass man fast so weit oben ist, wie der höchste Punkt der Alpen. Und dann steht man noch nicht einmal auf einem Gipfel, sondern überschreitet einfach nur einen kleinen Pass. Links und rechts ragen die Gipfel über einen hinaus, der beim Aufstieg immer wieder zu erhaschende Blick auf den Himal-Hauptkamm macht uns den Gigantismus dieses Gebirges so richtig klar. Wow! So beeindruckt war ich bei einer Passüberschreitung noch nie! Ein schöner Vorgeschmack auf unseren großen Trek im März.
    Wir steigen dann noch knapp 1000hm ab bis nach Phedi, wo eine der beiden Hütten geöffnet hat und uns aufnimmt. Der Mann, der hier oben lebt, steigt niemals ab. Es ist schon ein hartes Leben hier oben auf 3700m. Die Gäste sind ihm die letzten zwei Jahre leider ausgeblieben, aber auch Covid hat ihn nicht erreicht. „No people - no covid“ sagt er mit einem Schmuntzeln.
    Zum Abendessen gibts bei uns immer eine schön wärmende Nudelsuppe und Tee.

    Nach einer kalten Nacht gehen wir am nächsten Morgen früh los und laufen mit einigen Gegenanstiegen bis nach Magingoth (3280m). Auf halber Strecke treffen wir einen Hund an, der uns ab hier zwei Tage lang begleitet. In Magingoth bleiben wir im Guesthouse einer netten Dame. Überall sind wir die einzigen Gäste und auch sonst treffen wir kaum Menschen unterwegs. Normalerweise kann man den Trek zu dieser Jahreszeit auch nicht machen, da am Pass oben sonst hüfthoher Schnee liegt. Dieses Jahr hat’s allerdings gar keinen Schnee…
    Wir steigen immer weiter ab und verbringen die letzte Nacht in einer kleinen Lodge etwas unterhalb des Dorfes Chipling.
    Von hier fährt jeden Morgen ein Bus nach Kathmandu, welchen wir nehmen und knappe 4 Stunden zurück in die Hauptstadt fahren. Die „Straßen“, besser gesagt Wege, auf denen der Bus fährt sind abenteuerlich. Wir sind etwas zu früh an der Bushaltestelle und müssen ca 15 Minuten auf den Bus warten. Da winkt uns die Frau, die daneben wohnt kurz zu sich und bietet uns eine Tasse Schwarztee auf ihrem windgeschützten Platz vor der Hütte an. Dieser Moment ist bezeichnend für die Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit der uns die Menschen hier jeden Tag begegnen. „You know, we are all one community“, sagt ein anderer Wartender.

    Zurück in Kathmandu im Haus Namaste freuen wir uns auf eine Dusche, waschen unser Zeug durch und gewöhnen uns wieder an das Gewusel der Stadt.
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    Traveler

    So einen Treck zu gehen ist für mich auch ganz klar noch Lebensziel! Klingt total toll!

    1/20/23Reply
    Traveler

    Tolle Tour!

    1/20/23Reply
    Traveler

    toll

    2/11/23Reply
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