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  • Day29

    Ein kleines Paradies mitten im Dschungel

    January 8 in Guatemala ⋅ 🌧 24 °C

    T: Die letzte Station in Guatemala führte uns zum Río Dulce. Dass es da toll sein würde, hatten wir bereits gehört, aber mit solch einer schönen Naturkulisse, besonders in unserem kleinen "Hotel", hatten wir wirklich nicht gerechnet. Deswegen haben direkt bei Ankunft unseren Aufenthalt verlängert. Das mussten wir auskosten. ☺️

    In dem "Hotelito" waren ca. 10 Personen und jeden Abend wurde zusammen mit den Einheimischen, die das Essen für alle kochten, am großen Holztisch gegessen. Eine schöne Tradition und uns wurden wirklich fabelhafte, vegetarische Speisen serviert. Nach dem Abendessen fragte der Besitzer immer, was wir am nächsten Tag unternehmen wollten und organisierte dann alles Weitere, falls notwendig. Man konnte aber auch einfach nur in einer der zahlreichen Hängematten am Fluss die Seele baumeln lassen und die Umgebung genießen.
    Mir hat am meisten das paddeln mit dem Kajak Spaß gemacht. Am Río Dulce gab es so viele Wasservögel wie bisher nirgendwo anders und es war immer wieder ein riesen Spaß, sich langsam mit dem Kajak heran zu pirschen, bis man dann doch irgendwann von den Tierchen bemerkt wurde. Dabei konnte man dann aber aus nächster Nähe den leicht panischen "Startvorgang" der Vögel beobachten und sich daran erfreuen. 🙈
    Auf dem Tagesausflug mit dem Kajak nach Livingston haben wir so zahlreiche verschiedene Vögel erleben können.

    Die An- und Abreise zur bzw. von der Unterkunft geht nur per Boot. Straßen oder gar Stromleitungen gibt es dort nicht. Demzufolge war ein 24h Licht (solar) in unserem Bungalow und heißes Wasser (leider zu heiß und nicht regelbar... also eigentlich nicht nutzbar) fast schon Luxus. Steckdosen gab es ebenfalls keine. 😅
    Eine gut geladene und nicht zu kleine Powerbank war recht hilfreich, um zumindest ein paar Bilder mit dem Handy machen zu können oder um ab und zu ein paar Vokabeln zu lernen.
    Einziger Nachteil (wie aber überall in der Natur) waren die zahlreichen Tierchen, die sich dort ebenfalls sehr wohl gefühlt haben. Fliegende Riesenameisen (oder waren es kleine, fliegende Elefanten? 😅), Mosquitos, Skorpione, Spinnen und giftige Raupen sind im Urwald nichts Besonderes. Zum Glück haben wir nur mit den Fliegenden Quälgeistern und ein paar Krebsen und Geckos Bekanntschaft gemacht. Und natürlich mit Rasta, dem lieben und zutraulichen Hund des Hauses. Der Rest blieb netterweise irgendwo im Dickicht versteckt. 👌
    Ab und zu kam noch ein kleiner Kolibri vorbei geflogen um uns stolz seine Flugkünste vorzuführen. 🤭

    Landschaftlich ist der Río Dulce mal wieder ein Highlight, auch wenn man dieses Wort in Guatemala irgendwie inflationär benutzen muss, weil es einfach so viele und schöne Sachen zu entdecken gibt.
    Am letzten Morgen ging es dann mit dem Schnellboot nach Livingston um von dort die Reise nach Belize per "Fähre" 🤭 zu starten...
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  • Day28

    GUA nach Belize via Livingston

    January 7 in Guatemala ⋅ ☁️ 25 °C

    U: letzter Stopp in Guatemala ist Livingston, von hier aus geht es mit dem Boot direkt nach Belize, Punta Gorda.
    Livingston ist ein süßes kleines Fischerdorf. Anders als bisher in Guatemala sind hier fast alle schwarz. Die Menschen hier nennen sich Garifunas, ein afrokaribisches Volk, Die Stadt erinnert ein wenig an Kuba bzw. die Dominikanische Republik.
    Eigentlich nur ein Zwischenstopp, aber letztendlich mehr als erwartet (auch wenn wir eigentlich ohne Erwartungen reisen 😎)
    Viele Grüße nach Deutschland 🇩🇪
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  • Day25

    Zwischenstopp Rio Dulce

    January 4 in Guatemala ⋅ 🌧 27 °C

    U: Rio Dulce, deutsch -süßer Fluss-. Nach 5 stündiger Busfahrt ab Antigua sind wir am Rio Dulce angekommen. Von hier ging es mit dem Boot weiter ans Flusshotel 😊
    Auf/Im Fluss selbst kann man entweder Kajak, Jetski fahren oder auch einfach nur baden. Der Fluss besticht vor allen durch seine Tierwelt, Fauna und tiefgrünes Wasser, Aaaaber Bilder sagen mehr als Worte 🤗Read more

  • Day24

    Back in El Paredon

    January 3 in Guatemala ⋅ ☁️ 28 °C

    T: Nach der Kälte und den Strapazen des Vulkanaufstiegs hatten wir das dringende Bedürfnis nach Wärme und Erholung. Leider passte die Wettervorhersage und die weite Reise zum Río Dulce überhaupt nicht dazu, weshalb wir uns relativ kurzfristig dazu entschlossen, nochmal nach El Paredon zurück zu kehren. 4 Tage 32°C am Tag und 24°C in der Nacht bei 25°C Wassertemperatur im Meer und dabei einfach den ganzen Tag nichts tun. Das erschien uns perfekt. 😎

    In El Paredon angekommen geschah dann das, womit ich auf unserer Reise schon gerechnet hatte, aber nicht damit, dass es direkt in den ersten paar Wochen geschehen würde: unsere Buchung kam nicht im Hotel an und alle Zimmer waren bereits belegt. 🤔

    Wie wir von Gary (Koch, Besitzer und Verwalter des Anwesens) erfuhren, ging es bereits 3 anderen vor uns auch so. Vielleicht war mal wieder das Internet in Paredon für paar Tage ausgefallen 😅
    Da Gary aber der Kategorie "bunter Hund" angehört, war es für ihn kein Problem, ein anderes Zimmer in dem Örtchen für uns zu finden. Dort angekommen waren wir erstmal ziemlich skeptisch, da es in unserem Bungalow genau eine Sache gab: ein Bett. Und das war's.
    Kein Bad, kein Moskitonetz, kein Schrank, kein Tisch, kein gar nichts. Nichtmal eine Tür gab es in dem Bungalow. 😳
    Dafür aber ein schönes Meeresrauschen. Leicht gestresst wollte ich erstmal im Meer zur Ruhe kommen. Also Badehose an und dann ab zum Meer. Aber was macht man mit seinem Koffer und damit mit all seinem Hab und Gut auf der Reise, wenn man keine Tür hat?
    Uns blieb keine Wahl... einfach mal stehen lassen und in Richtung Meer gehen. Mal sehen was geschieht... 😜

    Nach 1h "Wellenspringen" und ein paar Cuba Libres sah die Welt dann schon wieder anders aus. Zurück im "Zimmer" und alles Gepäck noch vollständig an Ort und Stelle, schlich so langsam die paredonsche Gelassenheit in uns hinein 😎

    Dieser Ort bringt einen wirklich verdammt schnell auf das Wesentliche runter und wir hatten eine wunderbare Zeit am schwarzen Pazifikstrand. Ich glaube schneller kann man sich nirgends erholen 😊
    Nach 4 entspannten Tagen ging es dann für einen kurzen Zwischenstopp wieder nach Guatemala City um von dort die Reise zum Río Dulce zu beginnen...
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  • Day23

    Über die eigenen Grenzen hinaus

    January 2 in Guatemala ⋅ ⛅ 18 °C

    T: Das kennen vermutlich die Meisten von uns: man möchte irgend eine Tour im Urlaub machen und fragt sich, ob man das denn körperlich auch schafft. Aber dann sagt man sich: wenn die Anderen das können, kanns ja nicht so anstrengend sein.
    Ein Highlight in Guatemala sind die 3 aktiven Vulkane, die jeweils einen inaktiven Zwilling neben sich haben, von dem aus man das Spektakel der Lava-Ausbrüche gut beobachten kann. Klar haben wir immer mal wieder gelesen, dass die 2-tägige Tour zum "Fuego" (Feuer) bzw. zu seinem stillen Begleiter "Acatenango" wohl anstrengend sein soll, aber wenn die Anderen das können... 😜
    Schließlich machen wir ja regelmäßig Sport und sind nicht gerade übergewichtig. Sollte also kein Problem werden. Dachte ich zumindest. 🙄

    Gestern früh um 8 Uhr ging es dann los. Wir trafen uns mit unserer 30 Mann starken Gruppe im Hostel Tropicana, welches den Aufstieg organisierte. Nach einem kurzen Frühstück ging es mit kleinen Shuttle-Bussen zum Fuß des Vulkans Acatenango auf ca. 2450m hoch. Dann kam der Aufstieg. Und der hatte es mehr als in sich.
    Da ich mich mit Wandern nicht auskenne, konnte ich nicht viel mit den Zahlen anfangen. Der Plan war, in 5-6 Stunden in das Basislager ca. 300m unter dem Vulkangipfel auf 3650m aufzusteigen, um dann am nächsten Morgen noch vor Sonnenaufgang die letzten 300m Meter zur Spitze (3976m) zu erklimmen. Das bedeutet, wir hatten also 1200 Höhenmeter am ersten Tag in relativ kurzer Zeit vor uns. Für alle die mit den Zahlen genauso wenig wie ich etwas anfangen können: stellt euch den steilsten Berg vor, den ihr zu Fuß hoch kraxeln könnt ... und das macht ihr dann 6h am Stück 😳
    Ab ca. 3000m kommt dann noch ein sehr unangenehmes Phänomen dazu: die Luft wird mit jedem Meter spürbar dünner und mit wenig Sauerstoff lässt die Leistungsfähigkeit des Körpers dann sehr sehr sehr rapide nach.
    Wenn man das nicht selbst erlebt hat, kann man es kaum glauben, aber ich war nicht mehr in der Lage, größere Schritte als 10cm zu machen. Die Kraft reichte einfach nicht mehr aus, um die Füße weiter nach vorne/oben zu bringen. Und für jeden Schritt brauchte ich dann immerhin fast 5 Sekunden. Das Ganze sah wie eine Zeitlupenaufnahme aus, in der sich jemand keuchend auf seinem Wanderstock liegend irgendwie nach oben gezerrt hat. 😅
    Die letzten paar hundert Meter setzten dann wegen dem Sauerstoffmangel noch Schwindel und ein Gefühl von Trunkenheit ein. Beides ist wirklich ganz toll, wenn man sich auf einem 50cm schmalen Pfad bewegt, neben dem es direkt mehrere 100m in die Tiefe geht 😜
    Kurz vorm Ziel kamen die Wolken, die wir eigentlich schon einige Stunden hinter uns gelassen hatten, plötzlich nochmal zu Besuch nach oben und brachten mit leichtem Regen und einer Sichtweite von <50m einen eigenen Charme in die letzten Wanderminuten. Wenigstens sah man dann den Abgrund nicht mehr, sondern wusste "nur", dass ein falscher Schritt nach links oder rechts verheerende Folgen hinab in die Nebelsuppe haben würde. 🙄

    Irgendwann kurz vor Einbruch der Dunkelheit hatten wir es dann aber geschafft und konnten uns am Lagerfeuer bei Suppe, Wein und gegrillten Marshmallows erholen. Dabei konnten wir aller paar Minuten den Fuego ausbrechen sehen, was in der Dunkelheit und über den Wolken wirklich unbeschreiblich ist. Neben der emporsprudelnden, glutrot leuchtenden Lava sorgte auch der laute aber angenehm gedämpfte Knall mit dem darauf folgenden dumpfen Grollen und die leichte Erschütterung der Erde für ein einmaliges Erlebnis.
    Dann kam die Nacht. Da es draußen trotz Lagerfeuer und 4 Lagen Kleidung (3 Jacken!) zu kalt wurde, gingen wir dann doch irgendwann in die Schlafhütten. Wie man bei gefühlten -100°C mit 14 fremden Leuten in der Hütte auf einem Feldbett schläft, muss ich wohl nicht weiter ausführen. Es war die kälteste Nacht, an die ich mich erinnern kann; trotz voller Kleidung mit Mütze, Handschuhen, Winterschlafsack und zusätzlich einer Decke drüber. Wenn ich überhaupt 30 Minuten geschlafen habe, wäre das schon viel. Den Rest der Zeit habe ich mich nur umher gewälzt. Und das Umherwälzen ist das eigentlich Schlimme an so einer Nacht 🙄
    Jedem Wälzen folgten dann auch gleich 5 Minuten lang keuchen, weil die Luft so dünn war.
    Wirklich alle waren unendlich froh, als es gegen 4 Uhr morgens zum finalen Aufstieg los ging. Die letzten 300m hatten es auch nochmal in sich, da es sich nicht um befestigte Pfade handelte, sondern um losen Lavasand. Von jedem Schritt den man nach oben machte, verlor man ungefähr wieder 2/3 weil man nach unten rutschte. 😅
    Aber auch auf diesem Aufstieg gab sich der Fuego von seiner besten Seite und zeigte immer wieder schöne Eruptionen.
    Auf dem Gipfel oben angekommen konnten wir dann die einmalige, fast schon surreale Szenerie bei Sonnenaufgang betrachten. Einfach traumhaft! Plötzlich waren die Qualen der letzten 24h vergessen und wichen der Freude über das Erreichte. Aufgrund des Windes und der Kälte waren wir nur 20-30 Minuten auf dem Gipfel, aber die Bilder und Erlebnisse brennen sich für den Rest des Lebens ins Gedächtnis ein.

    Später gab es im Basislager noch ein umfangreiches gemeinsames Frühstück und nach 3h durchaus anspruchsvollem Abstieg waren alle wieder heil und glücklich im Hostel in Antigua angekommen.

    Ein einmaliges Erlebnis, dass uns sowohl die Grenzen des eigenen Körpers als auch die Schönheit der unberührten und majestätischen Natur gezeigt hat.
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  • Day22

    Knallen können sie, die Chapines

    January 1 in Guatemala ⋅ ⛅ 16 °C

    Eins ist schonmal klar: die Leute in Guatemala scheinen extremst viel Spaß an Böllern zu haben.
    Seit wir hier Mitte Dezember angekommen sind, knallt es immer mal wieder ziemlich laut. Aber am 01.01.2020 haben sie es mitten am Tag mal ordentlich übertrieben und gefühlt ganz Antigua gesprengt. Es muss irgend ein Brauch gewesen sein, weil ziemlich viele Leute in dem zentralen Park waren und dem Schauspiel zugesehen haben.
    Ich hätte ja gern gefragt, was das für eine Zeremonie war, aber es war einfach so laut, dass wir schnellstmöglich das Weite gesucht haben. 😂

    Unsere Streetfood-Tour am Abend davor war sehr lustig und das Essen wirklich schmackhaft.
    Am ersten Essensstand trafen wir "Pocci"... ein wenige Wochen altes Hundebaby. Natürlich war Pocci nicht Teil des Essens. 😅
    Aber ich durfte ihn eine Weile halten und habe mich sofort verliebt 😍
    Leider wird er in ein paar Monaten 4 mal so groß sein... sonst hätte ich ihn vielleicht gleich als zusätzlichen Reisebegleiter mitgenommen 😊
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  • Day21

    Silvester in Antigua

    December 31, 2019 in Guatemala ⋅ ☁️ 21 °C

    U: Silvester in Antigua !!!
    Die bisher wohl schönste Stadt in Guatemala. Hier gibt es doch so einige Touristen vom In und Ausland, was dazu beiträgt dass die Stadt sich über den Tourismus finanzieren kann und daher die reichste Stadt in Guatemala ist. Auch wenn fast jede Straße gleich aussieht und man sich ohne Google Maps schnell verlaufen würde, so hat doch jede Straße ihre Besonderheit und glänzt vor allem durch schöne Innenhöfe, Kunstausstellungen, diverse Leckereien und architektonisch anspruchsvolle Bauten.
    Jetzt eine Street Food Tour und danach ne Hostel Party in 2020.
    Wir wünschen allen einen guten Rutsch und ein próspero nuevo año 🍾🍾🍾
    VG U&S&L&T
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  • Day20

    Die nächsten 4 Tage in Antigua

    December 30, 2019 in Guatemala ⋅ ⛅ 23 °C

    T: Fast hätte ich geschrieben, dass wir das Ende dieser Dekade in Antigua verbringen werden. Aber ich möchte ja keine Falschinformation abgeben und deshalb ist es wohl "nur" ein normales Silvester dieses Jahr, welches wir in der Touristenstadt Antigua feiern (das Dekaden-Ende ist erst Ende 2020 😜)
    Den Silvesterabend werden wir mit einer Streetfood-Tour durch die umliegenden kleinen Dörfchen beginnen und dann in einem Hostel Club mit Einheimischen und anderen feierwütigen Touristen ausklingen lassen. Ich bin gespannt, wie die Chapines/Chapinas (so nennen sich die guatemalischen Einwohner) Silvester feiern. Im neuen Jahr geht's dann auf den Acatenango - den inaktiven Zwilling des aktiven und Ehrfurcht gebietenden "Volcán de Fuego". Auf 4000m hoch wandern und bei Minusgraden in nem Camp zu übernachten könnte eine "kleine" Herausforderung werden. Ich bin gespannt...
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  • Day16

    Sipacate - im Nirgendwo

    December 26, 2019 in Guatemala ⋅ ☀️ 32 °C

    U: 4 Tage reichen definitiv um zu sehen wie die Welt abseits von Tourismus in Guatemala aussieht. In Sipacate leben die Menschen vom Fischen, Restaurants bzw. kleine Straßenstände oder von der Arbeit in einem Büttchen, nennt man hier Tienda 🤷🏼‍♂️
    Auf den Straßen gibt es fast nur Motorräder und ein paar Tuk-Tuk 🛺, d.h. ist es nicht unbedingt leise hier!
    Auch das Zimmer das wir hatten, war wohl in den letzten 2 Wochen das lauteste ... obwohl ich zwischendurch dachte ... lauter geht nimmer 😅
    Der Strand war dafür aber einsamer als wohl auf so mancher Karibik Insel, selten so wenig Menschen an einem so langen Strand gesehen!
    Fazit: das Leben hier ist nicht beneidenswert —> also seid heute alle dankbar für das was wir in Deutschland haben 🤗😎🤗 ja okay, ein bisschen mehr Sandstrand und besseres Wetter wäre schon toll 😂😂😂
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  • Day13

    Wo Licht ist, ist auch Gecko

    December 23, 2019 in Guatemala ⋅ 🌙 24 °C

    T: Es ist gerade mal 3 Tage her, dass ich meinen Backpack durchgeschaut und mir dabei überlegt habe, was ich doch alles umsonst mitgeschleppt habe. Mückenschutzmittel, Moskitonetz und einen gegen Ungeziefer imprägnierten Schlafsack? So ein Quatsch dachte ich mir. Als würden wir ins Hinterland reisen. 😜

    Als wir gestern am Surf-Spot El Paredon angekommen waren, wurde mir aber schnell klar, dass Vorsicht doch besser als Nachsicht ist.
    Hier kreucht und fleucht so ziemlich alles in der Gegend rum, was man sich vorstellen kann.
    Aus dem Auto ausgestiegen sah ich, wie unter dem Dach des daneben stehenden Hauses ein ca. 30cm langer Schwanz verschwand. Ich habe keine Ahnung, was davor noch dran hing. Vielleicht auch besser so. 😂

    Gestern Abend war dann auch schon die erste nette Wanze in meiner Haarbürste und ich hatte lediglich Glück, dass ich vor Benutzung noch ein Auge drauf geworfen habe.
    Gerade eben zur Tür rein gekommen, begrüßte mich auch schon mein neuer Mitbewohner... ein Gecko 🦎 neben dem Nachttisch. Ich nenne ich einfallsreich "Gecki".
    Als ich ihn fotografieren wollte, ist er leider hinter meinem dem Bett verschwunden. 🙄
    Da legt man das Moskitonetz doch gleich mal ne Ecke stammer um die Bettmatratze und nimmt sich alles, was man in der Nacht gebrauchen könnte, mit unter das Netz, damit man bloß nicht noch mal aufstehen muss. Schade, dass ich keine Bettpfanne eingepackt habe. 😂

    So wandeln sich also Tag für Tag die Ansprüche. Während ich mich vor einer Woche noch darüber aufgeregt habe, dass ich mir mit kaltem Wasser die Zahnzwischenräume mit der Munddusche reinigen musste (warmes Wasser ist hier alles andere als Standard) bin ich heute schon froh, wenn bei der täglichen Zahnroutine kein Tier durch mein Waschbecken kriecht. Back to the roots würde ich mal sagen. 😂

    Während ich hier schreibe, kriecht ein "Schatten" im Dämmerlicht an der Wand entlang. Bleibt mir heute eigentlich nur noch eins zu sagen: Gute Nacht, Gecki 👋😂
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