Sämy und Martina

Joined April 2018Living in: Zürich, Schweiz
  • Day153

    More Inka history

    September 17 in Peru

    Nachdem mer herrlich usgschlafe und usgiebig zmörgelet hend, simmer is Inka Museum. Da hemmer en churze Abriss über die bewegt Gschicht vu dere Hochkultur becho:
    Die erschte Bewohner vu Südamerika sind über Asie und Nordamerika igwanderet und hend derbi Lamas und Alpacas mitbracht. Im Norde vu Peru sinds denn sesshaft worde, wobi jede Stamm, jedi Kultur ihri eigne Spezialitäte gha hend: Tonfigure, Steimetz, Buure und Fischer. SVolch vu de Inkas isch ca. um 1200 vum Titicacasee her uf Cusco cho und het ufem Weg die chlinere Zivilisatione eroberet. Bis fascht 1500 sinds selber es relativ chlises und territorial begrenzts Volch gsi - erscht de 9. Inka Pachacutec het agfange das Riich dramatisch und schnell zvergrössere. Doch dInkas hend die umliegende Kulture nid all durch Chrieg bezwunge, sie hend de Völker wertvolli Gschänk gmacht und hend ihri höche Beamte mit de Töchtere vu de Herrscher verhürated.
    Euse Guide im Museum het eus erchlärt, as dInkas au dChraft vum Wasser (resp. vum Aggregatswechsel) gnutzt hend - so hends gezielt chenne Felsblöck sprenge und denn mit Meissel und Schmirgelstei wiiter zbearbeite. Die riesige Blöck hends denn mit Zugseil und improvisierte Räder us Baumstämm und runde Stei vorwärts bewegt. Mer het nu meh so Werchzüg gseh: chlini Tonschale, womer als Wasserwag het chenne bruche, Lot zum Usrichte vu de Wänd (all Wänd sind um 13-14% nach inne gneigt, für meh Stabilität), Miniature vu geplante Paläst, usw. DInkas hend zwar kei Schrift gha, doch hends einigi Gschichte in Textilie gwobe und sogenannti Quipu brucht, wo mithilfe vu Chnöpf und farbige Bänder Infos über unterschiedlichi Güeter hend chenne festghalte (v.a. zur Administration).
    Die schönste Meitli sind vum ganze Land nach Cusco gschickt worde, wo sie inere Schuel all nötige Hushalts-Fertigkeite glernt hend. Dernach hends bis zu ihrem Lebesendi als Mamacunas und Konkubine vu de Inkas dient. All andere Iwohner hend nach de Hürat messe afange Stüre zahle - doch nid in Form vu Geld oder Riichtümer, sondern in Form vu Arbet fürd Inkas: baue vu Gebäude/Tempel, bstelle vu Felder, braue vu Chica (us keimtem Mais), ... bis zu de Akunft vu de Spanier het sInka Riich (au Tavantinsuyu gnennt) 3 Mio. Quadratkilometer umfasst (meh als 70 Mal dSchwiz), mit 13-14 Mio. Iwohner - dervo rund 20'000 i dr Hauptstadt Cusco.
    Wo dSpanier 1532 uf Peru cho sind, sind dInkas grad sehr mit sich selber beschäftigt gsi: die beide Stiefbrüedere Huascar und Atahualpa, dSöhn vum 9. Inka Pachacutec, hend beid die absolut Macht übers Riich welle und sich darum bekämpft. Sganze Land isch gspalte gsi, so ases fürd Spanier es relativ liechts Spiel isch gsi, mit es paar üble Tricks dHerrschaft und Riichtümer a sich zriisse - obwohl sie grad emal 168 Persone gsi sind!
    Nach dere Gschichts-Lektion hemmer de Namittag sehr gmüetlich la agah: zerscht es spats Zmittag mit Blick überd Dächer vu Cusco, gfolgt vu Briefing für de morgig Trail und euses geliebte Packe.
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  • Day152

    Machu Picchu Pt.1

    September 16 in Peru

    Täglich chend "nur" 5'000 Touriste de Machu Picchu bsueche - und die meischte (mier inkl.) wennd Föteli ohni anderi Touris druf... d.h. eusi einzig Chance isch am Morge früeh, wenn dHorde nu nid da sind. De erscht Bus fahrt am halbi 6i, doch zum in einem vu de erschte Büs zsi mues mer scho früeh astah... 4ri am Morge früeh!!! So sind au mier in aller Herrgottsfrüeh uf... und doch bi Wiitem nid die erschte gsi. All wo lieber 2 Stund laufed statt de Bus znä, laufed in Schare am 4i vu Aguas Calientes ab... und dSchlange für de Bus isch bis am 5i au mehreri hundert Meter lang :o doch dWartezit isch erstunlich schnell ume, es isch au nid so chalt gsi und mer hend eus au nu churz chenne us dr Schlage schliiche, zum i eusem Hotel nu gschnell was ga zmörgele. Punkt halbi 6i sind 22 Büs vorgfahre, wo eus en schmali Haarnadel-gspickti Strass derufbracht hend. Nachem Ichecke und en gwundne Inka Pfad deruf hemmers denn endlich gseh: Machu Picchu! Die wohl bekanntiste Ruine vu dr Welt sind sehr beeidruckend - umgä vu steile Wänd und höchi, Nebel-verhangni Gipfel!
    Nach de obligate Foto-Session het eus de Luis zerscht zur Inka Brugg und denn in die alt Zitadelle gfüehrt, und eus derbi chli meh über Hindergrund verzellt:
    Machu Picchu het wohl ursprünglich Llacta Pata gheisse und isch es heiligs Dorf vu de Inkas gsi. Es isch unklar, öb Machu Picchu sganze Jahr bewohnt isch gsi, oder nur als Winter-Rückzugsort gnutzt isch worde. Sicher isch, ases sowohl sehr religiös als au astrologisch prägt isch - an vilne Orte gfindet mer Ehrige vu de Inka Trilogie und an Sternehimmel usgrichteti Architektur. Sicher isch au, as Machu Picchu sini mind. 500 Bewohner nid het chenne selber ernähre - au wenn schier endlosi Terrasse zur Befestigung und zur Landwirtschaft agleit worde sind. Also isch das Dorf uf Nahrigsmittel usem 30km entfernte Ollantaytambo agwise gsi. En wiitere Grund, wieso as das ganz en spezielle Ort het messe sii, wenn dInkas also kei Müeh gscheut hend!
    Wie mer scho geschter in Ollantaytambo gseh hend, sind au hie dHüser und v.a. dTempel sehr akkurat und passgenau baut worde. Machu Picchu isch ganz us Granit baut worde - teilwis mit bis zu 90% Quartz-Ateil, so as MP oft au als Energie-Ort bezeichnet wird. DBasis vum Dorf bildet ufwändigi Terrasse (mached rund 65% vum ganze Bauwerch us), wo gschickt nachem natürliche Vorbild gfüllt worde sind: zunderscht Stei, Chiesel, Sand und zoberscht fruchtbare Bode. Zämä mit extra agleite Abflusskanäl het das es sehr effizients Drainage-System ergä - wohl de Hauptgrund, wieso hüt nu guet 75% vu dr Zitadelle guet erhalte sind.
    Mer schätzt, ases ca. 30 Jahr duuret het, MP zbaue. Mer het über 150 "Standardzimmer" gfunde, chlini doppelstöckigi länglichi Hüser wo klassischerwis ei Mittelschicht-Familie glebt het. Im EG het mer kocht und dMeersäuli ghalte, während mer im oberr Stock, direkt underem genial festgmachte Strohdach gschlafe und Essware ufbewahrt het. DInkas, also dOberschicht, hend in grössere Hüser gwohnt: sie hend drü mitenand verbundni "Standardzimmer" gha - sogar en Art Plumsklo hends gha! Fliessend Wasser het natprlich au nid derfe fehle: daderzue hend dInkas en Kanalisation vunere 1km entfernte Quelle baut - so as hüt nu es Bächli zerscht in mehrere Becki und denn am üssere Rand vum Dorf derabgurglet.
    Fürd Ehrig vu Sunne und Pachamama hends en Art doppelstöckige Tempel baut: ufeme grosse Felse hends en rundi Struktur baut, mit lediglich zwei Trapez-förmige Fenster. Jewils am längste und chürzischte Tag schint dSunne genau durch eis vu de beidne Fenschter gschune und derbi es perfekts Viereck (keis Trapez meh!) ufe Steibode zeichnet. Under dem Templo del Sol (Sunnetempel), hend dInkas sowohl de natürlich Fels mit kunstvoller Meissel-Arbeit kombiniert: das isch de Höhle-artig und klassisch drüeckig Tempel vu dr Pachamama.
    De Luis het eus denn nu dBedütig vum Inka Chrütz erchlärt - womer übrigens in MP nur halbiert gseht, mit dr Idee derhinder as de Schatte das Chrütz vervollständigt. Einersits stellt sInka Chrütz sChrütz vum Süde dar - doch es symbolisiert nu sehr vil meh. Die vier Siite hend jewils drü Stuufe, die stehnd für die wichtigste Inka Grundsätz:
    3 Levels vum Lebe: Undergrund (Schlange), Lebe uf dr Erde (Puma) und de Himmel (Condor)
    3 Arte vu Arbet (wo all erfülle mend): schaffe fürenand und mitenand (in de Gmeinschaft), soziali Arbet (Wegbau &co) und Schaffe in de Mine resp. fürd Oberschicht
    3 "Gebot": lüg nid, stil nid und sig nid fuul
    3 Lebens-Grundlage: Wüsse, Liebi und Arbet
    Bis hüt isch unbekannt, wieso as MP verlasse worde isch. DSpanier sind nie so wiit vordrunge, somit hätt das Dorf eigentlich guet chenne ghalte werde - doch cs. zur gliche Ziit wie dSpanier uf Peru cho sind (1532) isch MP sim eigete Schicksal überlah worde. In de folgende Jahrhunderte het de Wald gwucheret und so het mer am Afang vum 20. Jhd. nüm vil vu dr Zitadelle gseh. DBuure hend zwar die künstlich agleite Terrasse vu de Inkas selber fürd Landwirtschaft bruucht, doch sie hend "dene paar Muure" nid wiiter Beachtig gschenkt. Erscht wo de Amerikaner Forscher Hiram Bingham sich zämä mit National Geographic ufd Suechi nach de ageblich im Dschubgel verlorne Inka Schätz gmacht het, het er MP "wiederentdeckt" und sofort de historisch Wert drin entdeckt. Während drü Jahr het er usgiebig grodet, grabe und gforscht - und am Schluss all gfudne Artefakte mit ind USA zu siner Alma Mater Yale zruggbracht - so as Peru hüt nur es paar wenigi Ton-Töpf vum alte MP bsitzt...
    Nach dere sehr idrückliche Tour i dr alte Zitadelle simmer dGegend nu chli selber ga erkunde und hend de Machu Picchu Mountain agstürt (nei, das isch nid de Berg hinder de MP Zitadelle - das isch de Huayna Picchu - mier sind ufe gegenüberliegende Berg). Da mer beid vu de Tour und vum früene Ufstah chli gräderet gsi sind, hemmer eigentlich nu de Trail welle starte und denn scho gli mal en Pause ilegge und chli nacheschlafe - so isch dMartina scho mit dr Banane in dr Hand losgloffe. Doch die Inka Stege sind steil geg ufe gange und bi dene vile Lüt hets eus gar nid agmacht irgendwo zhalte. So simmer wiiter und wiiter, bismer 2'670 Treppe später ufem Gipfel gstande sind - dMartina immernu mit dr Banane i dr Hand :D nacheme Blick ufd Uhr hemmer nid schlecht gstuuned, grad mal 65 Minute hemmer für über 600 Höhemeter gha! Vum 3'000m höche Gipfel het mer en tolli Vogelperspektive uf MP gha - all die Mänschemasse sind plötzlich nüm so präsent gsi.
    Derab simmer denn wieder mal schnell gsi - teilwis hemmer Lüt uf allne Viere überholt :o en Halbstund später simmer scho wieder für de Bus derab am Astah gsi und hends eus denn imene super Französisch-Peruanische Resti in Aguas Calientes la guet ga la. Etz sitzemer fuul und zfride wieder im Zug - dismal uf Cusco... mer freued eus sehr uf en heissi Duschi und es weichs Bett - dismal ohni Wecker stelle!*
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  • Day151

    Valle Sagrado Pt.1

    September 15 in Peru

    Hüt hemmmer eusi Valle Sagrado/Machu Picchu Tour gstartet. Euse Guide Luis isch eus am Morge im Hotel ga hole - und mer hend wieder mal sGlück vunere private Tour :D de Luis red super Englisch und sogar chli Dütsch, so guet hemmer eus glaubs nu nie mimne Guide chenne underhalte.
    Euse erschte Stopp isch bimne Ussichtspunkt über Cusco gsi, da gseht mer über die ganz Stadt und sogar es Mini-Replikat vu dr wisse Jesus-Statue vu Rio de Janeiro hends da ufgstellt (8m höch). Cusco isch in de Form vumne Puma baut worde - nu hüt erchennt mer sTier in de Strasse-Verläuf. Fürd Inkas isch Cusco de Nabel vu dr Welt gsi: zwüschet Dschungel und Küste, gsegnet mit vil Wasser und fruchtbarem Land. Cusco isch die ältist durchgehend bewohnti Stadt vu dr neue Welt :o
    Chli wiiter hemmer binere Alpaca-Farm/Kultur-Infocenter Halt gmacht und vil wiiter interessants glernt: So stammed usprünglich all Kameloide us Nordamerika, es paar Arte sind denn entweder über Alaska nach Asie oder uf Südamerika gwanderet. Hüt unterscheidet mer zwüschet vier Kameloide in Südamerika: Alpacas und Lamas (beid domestiziert) und Vicugna und Guanaco (beid wild, v.a. für Wulle und Fleisch gnutzt - Vicugna isch die türst Wulle vu dr Welt!). Bi de Alpacas gilts nu zwei Underarte: Alpaca Suri, die hend ganz langs zottligs Fell wo usgseht wie Rastas, und Alpaca Huacaya, die gsehnd us wie zgross gratni Schaf. DLamas sind dütlich grösser und viiiiel weniger härzig als dAlpacas, au bi ihne gits zwei Underarte: Llama Chacu, das sind wulligi Lamas vu nu eher wie zgross gratni Alpacas usgsehnd, und Llama Qara, das sind Lamas "ohni Wulle" wo würkli chli usgsehnd wie Kamel und riesigi, chnochigi Chöpf hend.
    Mer hend au gseh, wie dWulle nachem Schere wiiterverarbeitet wird: zerscht wäscht mer sie traditionellerwis mit de seifige Wurzle Sachtana (Familie vu dr Yucca), tuet Fade spindle und färbts denn mit natürliche Zuetate i. Zum Bispil chamer us de Cochinilla, es Insekt womer uf Kakteeä findet, bis zu 18 verschiedeni Rot-Tön färbe! Daderzue mischt mer die tröchnete und verribne Insekte z.Bsp. mit Kalkstei oder Zitronesaft - eigentlich ganz ähnlich wie dHolzfarbe womer in Sri Lanka gseh hend.
    Au überd Flora hemmer meh erfahre: in Peru gits über 3'000 verschiedeni Arte Herdöpfel! Während mer "normali" Herdöpfel nur ca. 4 Mönet cha bhalte, hend dInkas en Art kennt, womer tröchnet bis zu 15 Jahr (!) het chenne usbewahre. Allgemein sind dInkas sehr guet gsi im Esse haltbar mache, so hends Fleisch mit vil Salz i dr Sunne la tröchne und hend all ihri Essware in speziell baute "Chüelschränk" ufbewahrt - en Art Speicherchammere an windige, höche Orte, wo dInkas skonservierte Esse uf Füechtigkeits-ufsuugende Chrütli hend glageret. Gmäss am Luis isch die guet Essens-Usbewahrenstechnik eis vu de Gründ gsi (zämä mit de guete Organisarion und de usbaute Inka Trails), wieso dInkas sones grosses Riich hend chenne betriibe.
    Wiiter ufem Weg zum Valle Sagrado hemmer vil Eukalyptus-Wälder gseh: der Baum stammt bekanntlich us Australie, het sich aber sehr guet and Höchi in de Ande chenne gwöhne und wird darum fürs guete Holz gschätzt. De Valle Sagrado selber isch es breits Tal mimne flache Talbode - und genau darum isches fürd Inkas heilig gsi. Flache Bode isch in de Ande eher rar, meischtens hend die landwirtschaftliche Flächene messe uswändig terrassiert werde. Doch im Valle Sagrado het mer kilometerwis eifach flache, sehr fruchtbare Bode - mit bis zu 18 verschiedene Sorte Mais womer zwei Mal im Jahr cha ernte.
    Vum Talbode simmer denn wieder chli druf gfahre, zu dr alte Inka Stadt Pisaq. Da hend im 15. Jhd. bis zu 2'000 Lüt gwohnt, wo v.a. vu de Landwirtschaft uf de breite Terrasse glebt het. In de Steilwänd rund umd Stadt gseht mer überall chlini Löcher: das sind dGräber vu de Inkas gsi. DInkas hend glaubt, as sich dWelt ca. all 500 Jahr komplett wandlet und denn all Mänsche wiedergebore werded. Darum hend dInkas ihri Tote nid eifach vergrabe oder verbrennt, sondern vorsichtig mummufiziert, damit sie für die negscht Welt-Wandlig bereit sind. Vum Liichnam het mer Hirn und Eingeweide entfernt, de Körper mit Salz und Pflanze behandlet, in Fötus-Position bracht und denn eng mit Textilie igwicklet. Zämä mit Essware und oft au Gold-Gschenk het mer denn die chline Päckli ind Löcher vum Fels gschobe - zrugg in Schoss zur Pachamama und bereit fürs Lebe nachem Ablauf vum Inka Kalender. Leider hend aber dGrab-Biigabe au die gierige Spanier aglockt - so sind all Gräber rund um Pisaq scho lang plünderet worde.
    Und nu vil meh hemmer über dInkas erfahre: so z.Bsp. as nur dHerrscher-Klass sich Inka gnennt het (und "pukina" gred het), s"gemeine Volch" sind Quechua gsi. Zudem schiinet Meerschweinchen au bsunders beliebt gsi zsi - primär als Fleischlieferant! DMeersäuli hend derbi zämä mit de Familiene in ihre Hüser gwohnt. En andere Bruuch hemmer chli sympathischer gfunde: mit ca. 18-20gi werded jungi Pärli verkupplet - allerdings werded sie nid sofort verhürated. Vielmeh füehred es Jahr lang en Beziehig uf Prob, wenn nach dem Jahr alles guet isch, denn werdeds verhürated. Söttis nid klappe, isch das nid wiiter schlimm - denn gaht mer eifach zum negschte Partner.
    DInkas hend sich als Söhn vu de Mueter Erde, de Pachamama (symbolisiert durch Silber, Wasser und Höhlene) und vu dr Sunne gseh (symbolisiert durch Gold). DBerge hend sie verehrt, wel sie als Ursprung vum Wasser, also vu dr Pachamama betrachtet worde sind. Sie schined offebar au es Set an Regle gha zha... da en Uflistig vu was mier verstande hend:
    1. nur dInkas herrsched über sVolch
    2. Dualität - alles haltet sich im Glichgwicht: Güeter mend gege Güeter tuscht werde, Tag & Nacht, Maa & Frau... chli wie Ying & Yang
    3. Drüfaltigkeit vu allem Sii: under de Erde regiert dPachamama, oft dargstellt durch en weisi Schlange, uf dr Erde regiert de Puma, wo immer wachsam mues sii zum all Glegeheite zerchenne, und im Himmel regiert dr Condor, als Botschafter zu de Götter
    4. 4 Regione vum Inka Riich
    5. klassischerwis 5 Familie-Mitglieder
    ... meh hemmer eus nid chenne merke :)
    Nachdem mer nu Silber- und Goldschmuck hend chenne bewundere, simmer wiiter uf Ollantaytambo, en wiiteri alti Inka Stadt. Zerscht simmer uf dr einte Talsiite derufkraxlet, zum erstunlich guet erhaltni "Inka Chüelschränk" zbewundere (ganz steil in Hang inebaut trotzed die Stei etz nu de Natur) und denn uf dr andere Talsiite en primär militärischi Festig zur Sicherig vu Machu Picchu. Rein militärisch isches denn aber doch nid gsi: mer gfindet da au Sunne- und Wasser-Tempel, akkurat designti Wasserläuf und astrologischi Konstruktione, zudem isch die ganz Alag in dr Form vumene Lama gformt... und v.a. het eus die unglaublich genau Muurer-Kunst begeischtered! Ohni Lehm oder Mörtel sind dStei nahtlos anenader gmuuret - teilwis mit bis zu 40 Tonne schwere Steiblöck wo sie kilometerwiis hend messe de Berg uf schleppe! Bis hüt ischmer sich nid einig, wie genau sie das agstellt hend...
    Etz sitzemer nacheme lange aber sehr interessante Tag im Zug vu Ollantaytambo uf Aguas Calientes - vu da gahts morn uf Machu Picchu!
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  • Day150

    We love the food!

    September 14 in Peru

    Hüt morge früeh simmer mit eusem Nachtbus in Cusco acho und hend nachem beschte Zmorge sit langem chli Stadt erkundet. Leider hemmer nid super Wetter verwütscht - aber mer hend ja nu paar Täg Zit (zwüschet de Toure). Cusco erinneret eus anen sympathischi Mischig us La Paz und Sucre: verwinkelti und ind Häng bauti Gässli wie in La Paz, aber suber und sicher wie in Sucre... nur mit vil meh Touris! Nachem eher Touri-arme Bolivie simmer grad chli gschockt vum Tor zum Macchu Picchu: überall hets Gringos und jede Peruaner laht sich was zum Geld verdiene ifalle... all paar Meter wird mer uf de Plaza de Armas agsproche: sigs für Resti, Toure, Bilder, Chleider, Schmuck, Massage oder Föteli mit Baby Lamas (wo vu de Cholitas imene Umhänge-Tuech ufem Rugge treit werded)... Es isch wohl aber fascht zu vil Konkurrenz wel teilwis schineds scho chli verzwiiflet zsi zum ihres Züg loszwerde... de eint Strasseverchäufer het sogar am Sämy es Bild "vorgschosse" weler kei Geld derbi het gha - doch leider hemmer der Herr später nüm gfunde und hend so nu gar nid chenne zahle :(
    Nachdem mer dToure vu de negschte paar Täg gfixt und am Sämy es neus Cap kauft hend (salte hemmer nüm suuber becho) simmer ga spat Zmittag esse.. was fürne Gnuss! Nid nur hemmer fabelhafte Service gha, sondern sEsse isch würkli super gsi - so guet hemmer sitem Gourmet-Resti in San Pedro de Atacama nüm gesse!
    Da de Schlaf im Nachtbus scho nid gaaanz so erholsam isch gsi und eus das Touri-Triibe scho chli zbunt isch worde, simmer nid zspat zrugg is Hotel, euses Upgrade ins Superior Zimmer ga gniesse. Hie hemmer sowohl en riesigi Badwanne als au direkte Blick uf de Sunneundergang über de Dächer vu Cusco - und das vum Bett us! :D*
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  • Day149

    Hasta la vista Bolivia!

    September 13 in Peru

    Hüt isch euse letschte Tag in Bolivie gsi - nacheme wiitete sunnige uf dr Isla del Sol, simmer über Copacabana wiiter uf Puno in Peru. Mer hend etz fascht en Monet in Bolivie verbracht und sind vu dem Land sehr überrascht und begeischteret! DLüt sind zwar arm, aber sehr fründlich und mer chunnt sich als Tourist nid als Idringling vor. Und dNatur isch de absolut Hammer! Vu de farbige Seeä im Altiplano, de endlose Wiitene vum Salar de Uyuni, de Canons vu Tupiza, die wisse Gipfel vu dr Cordillera Real, de dicht Regewald, die Tier-riich Pampa, de sunneverwöhnt Titicacasee... mer hätted nie erwartet, ases eus im ärmste Land vu Südamerika so super gfalle het.
    Vor es paar Täg hemmer mal glese was sEDA vu Bolivie schribt:
    Bei Reisen nach Bolivien ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.
    Aufgrund sozialer und politischer Spannungen sind spontane Streiks, Demonstrationen, Unruhen und Strassenblockaden jederzeit im ganzen Land möglich. Das Gewaltpotenzial ist hoch.
    [...] Die Kriminalität nimmt zu, ist immer häufiger mit Gewalt verbunden und richtet sich auch gegen Reisende. [...] Entführungen zwecks Lösegelderpressung kommen ebenfalls vor.
    [...] Es besteht eine gewisse Rechtsunsicherheit. Sie ist unter anderem bedingt durch die verbreitete Korruption und die vermehrt ausgeübte Lokaljustiz der indigenen Bevölkerung. [...] Aufgrund des fehlenden Vertrauens ins Rechtssystem kommt es selbst zu Fällen von Lynchjustiz.
    [...] Die Fahrzeuge sind oft schlecht gewartet, auch Busse und Mietautos. Zusätzliche Risiken bilden das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer und der Umstand, dass (Berufs-)Fahrer zum Teil übermüdet oder betrunken fahren. Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten.
    [...] Die Sicherheitsvorkehrungen von Booten und Geländefahrzeugen, die für touristische Ausflüge genutzt werden, sind oft mangelhaft.
    Das Unfallrisiko ist hoch. Die öffentlichen Verkehrsmittel (Busse, Schiffe und Flugzeuge) sind teilweise veraltet und schlecht gewartet.
    [...] Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nicht gewährleistet.
    Mier chends uf jede Fall nur empfehle! Sicher bruchts chli Toleranz gegenüber teilwis zwiifelhafter Suuberkeit und nu nid top Service, aber dLüt sind sehr fründlich und hilfsbereit - das macht sehr vieles wett.
    Etz simmer im Nachtbus vu Peru Hop und freued eus uf es neus Kapitel in Peru - off to Cusco!
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  • Day148

    A divided island

    September 12 in Bolivia

    Nachdem mer herrlich in eusem rote Iglu gschlafe hend, hättemer eigentlich in Norde vu de Isla del Sol welle wandere - doch mer sind nid wiit cho: knapp 300m nördlich vu eusem Hotel isch en Art Strasse-Sperri ufstellt, wo all Touris wieder zruggschickt. Offebar gits zwei Regione im Norde wo sich gern vunenand würded trenne - doch sie sind sich über de Grenzverlauf nid einig... durch die Striitereie isch de Norde (d.h. 2/3 vu dr Insle) off limits für Touris...
    So hemmer also mim chline südliche Zipfel messe Vorlieb nä und hend der imene gmüetliche lange Spaziergang erkundet. Ganz Tages-füllend isches de nid gsi, so simmer nid allzu spat zrugg im Hotel gsi und hend eus Zit mit Film, Lese und Yatzy vertribe - bis de Sämy vor luuter verliere nüm het möge wiiterspile :)*
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  • Day147

    Birthplace of the sun

    September 11 in Bolivia

    Ab hüt reisemer komfortabel mit Bolivia Hop - en Touri-Bus womer online cha bueche und wo eim im Hotel chunnt cho abhole... so sparemer eus müehsams vergliiche, unnötigi Gäng zu de eher zwieliechtige Bus-Bahnhöf und einiges an Taxi fahre...
    So simmer also hüt Morge vu Bolivia Hop für an Titicacasee abgholt worde. De See selber gseht mer scho bald, aber für uf Copacabana (de Haupt-Port für de Titicacasee) fahrt mer relativ lang uf dr bolivianisch Siite entlang und überquert sogar de See mal ufeme Floss :o
    Vu Copacabana simmer denn mim Boot wiiter ufd Isla del Sol, die grösst Insle ufem Titicacasee. Es heisst, die Gegend sig scho sit fascht 8'000 Jahr besiedelt und sowohl dInka als au dAymara hend glaubt (resp. glaubed bis hüt) as hie de Geburtsort vu dr Sunne isch. DInkas hend sogar glaubt, as hie ihri ganz Zivilisation ihre Usprung het, so heissts as sowohl de wissi Gott-König Viracocha als au die erschte Inka-Herrscher usem Wasser entstige sind.
    Uf dr Isla del Sol simmer im Hafe vu Yumani glandet. Uf dr ganze Insle gits kei Auto, alles wird zFuess oder mit Esel/Pferd transportiert. Mer sind sehr froh gsi, as sHotel euses Gepäck het mit Esel la abhole la - dInsle isch zimli hüglig und mer sind scho wieder uf knapp 4'000m! Grad vu Afang a isches vum Hafe steil dEscalera del Inca deruf. Nebed dene Stege und de härzige Gärtli dernebed fliessed drü Quelle - fürd Inkas hend die ihres "Motto" repräsentiert: stil nid, lüg nid und sig nid fuul :D
    Nach de ca. Halbstund Wanderig zu eusem wunderbar abglegne Hotel simmer de aber doch chli fuul gsi - dSunne schint hie halt scho schön :D zum Sunneundergang hemmer eus de numal ufgrafft, sind ufe negschti Hügel ufekraxlet und mitere tolle Ussicht uf de dunstig See belohnt worde.
    Etz hemmer eus inere Art Ziegel-rote Iglu in euser Ecolodge igrichtet - leider ohni Steckdose, derfür mit Gas-Heizig und warme Duschi :D
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  • Day146

    Last lazy day in La Paz

    September 10 in Bolivia

    Es isch scho s4te Mal asmer etz in La Paz sind, mer hend dHauptstadt jewils als Hub zwüschet Toure brucht: vorem Pico Austria/Pico Tarija, denn zwüschet de Ufwärm-Toure und em Huayna Potosi, denn en churzi Übernachtig vorem Flug uf Rurre und etz nach Dschungel/Pampa als Entspannigs- und Wöschtag... ganzi 7kg Wösch het eus sHotel hüt parat gmacht!
    Mier hend de Tag sehr gmüetlich gno, lang usgschlafe, spat ga Zmörgele/Zmittag esse, durch dStänd gschlenderet und en churze Abstecher ins Coca Museum gmacht. Da hemmer vil über die ältist domestiziert Planze vu Amerika chenne lese, so hend scho dInkas Coca als Desinfektions- und Bestäubigsmittel brucht - für sie isches vu Afang a en göttlichi Pflanze gsi, wo sie mit dr Pachamama verbunde het. Doch wo dSpanier und dermit die katholisch Chile cho sind, het mer Coca vertüflet und verbote... doch scho gli hend dSpanier dEigeschafte vu dere Pflanze fürd Mine-Arbeiter glernt schätze: Coca nimmt de Männer Hunger und Durscht, macht liecht euphorisch, laht eim dHöchi besser vertliide und v.a. unempfindlicher gege Strapaze und Schmerze zsi. So het die spanisch Chrone de Coca-Konsum regelrecht agfange fördere - und dChile het wohl oder übel messe folge.
    Im 19. Jdh. het au die westlich Medizin agfange dVorzüg vu Coca zschätze, es isch oft als Anästhesie-Mittel igsetzt worde - in Form vum hütige Kokain. De Siegmund Freud isch wohl de erscht Kokain-Konsument vu dr Gschicht gsi und die (afänglich legal) Droge het vil Aklang gfunde. Beliebt isch au de Mariani Wine gsi, en Coca Schnaps - wo denn aber während de Prohibition zum hütige Coca Cola (Coca Blatt us Südamerika und Cola Nuss us Afrika) wiiterentwicklet worde.
    Afang/Mitti vum 20. Jdh. isch denn de Kampf gege Kokain-Sucht und so au gege Coca Blätter in Gang cho: au in Bolivie isches lang verbote gsi, obwohls sit Jahrhunderte en Tradition isch gsi. Coca isch zämä mit Marihuana und Opium in enere eher willkürliche UN Resolution abghandelt worde - und mängi hend sogar behauptet, Coca sig a de Armuet vu Südamerika Tschuld! Erst in de spate 80er Jahr sind dGesetz in Bolivie glockeret worde.
    Durch sChätsche vu Coca (oft kombiniert mimne Kalzium-Karbonat als Katalysator und chli Stevia zur Süessig), hie Acullico gnennt, wird teilwis glich vil Kokain Wirkstoff ufgno wie bimne Line reinem Kokain... so isch nu hüt dDistribution vu Coca Blätter au in Bolivie streng reguliert, de Eigekonsum vu Coca isch zwar erlaubt, aber dHändler mend nachwise, as sie kei Coca an Narcos liefered (hie gilt in dem Fall nid dUnschulds-Vermuetig!). In de meischte Länder wie au i dr Schwiz sind Coca Blätter verbote - doch ironischerwis beinhaltet shütige Coca Cola immernu Coca Extrakt - allerdings nur für de Gschmack und ohni Kokain Wirkstoff.
    Etz liegemer erholt und packt scho wieder im Bett und freued eus uf die morgig Reis richtig Titicacasee!*
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