Joined July 2022 Message
  • Abschlussbericht

    October 31 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    Hello ihr Lieben,
    Ich habe es nicht vergessen .... abschließend folgt nun endlich mein persönlicher Abschlussbericht.
    Vorab wollte ich nochmal auf ein paar Unterschiede eingehen, die mir entweder aufgefallen sind oder unser Local Guide uns erzählt hat.
    Zum Einen wurde uns vom Schulsystem erzählt, das sich doch sehr von unserem unterscheidet. Allerdings muss man betonen, dass der Bildungsstand keineswegs schlechter ist. So genießen die Schüler*innen qualitativ wohl einen lehrreichen Unterricht. Allerdings sei es sehr frontaler Unterricht in großen Klassen (ca 60 Kinder pro Klasse). In der Schule wird Schuluniform getragen und schon früh wird Ordnung gelehrt, denn die Schüler*innen müssen nach dem Unterricht das Schulgelände eigenständig reinigen, sodass es selten zu Vandalismus kommt. Generell ist Japan das sauberste Land, das ich bisher je gesehen habe. Weder Kaugummis, Zigaretten oder anderer Müll ist auf den Straßen zu finden, auch in sehr großen Städten wie Tokyo. Dies fand ich sehr beeindruckend, denn es gibt kaum Mülleimer. Japaner nehmen ihren Müll sehr pflichtbewusst nämlich wieder mit nach Hause. Außerdem muss man sagen, dass die Arbeitswelt ebenso ganz anders aussieht. So denken die Menschen, dass sie ihrem Arbeitgeber schädigen, sodass sie sehr sehr selten Urlaub nehmen ( manche auch nie). Selten bedeutet, dass Japaner froh sind, wenn sie einmal im Leben nach Amerika und einmal im Leben nach Europa reisen können. Ein Traum ist es für sie ihre Flitterwochen auf Hawai zu verbringen. Sie haben jedoch nicht nur super selten Urlaub, sondern arbeiten am Tag häufig ca 14 Stunden. Zusätzlich haben sie häufig weite Arbeitswege, sodass kaum Privatleben möglich ist. Die Familie lebt somit nebenher. Grundsätzlich (evtl liegt es auch daran, schwierig zu sagen) hat Japan die größte Suizidrate, sodass die Menschen sehr unglücklich sind. Sie haben zwar ein großes Pflichtbewusstsein, jedoch haben sie neben der Arbeit weder Zeit für ein Hobby , noch Familie oder Freunde. Auch ihr Zuhause ist wirklich sehr sehr klein, sodass Haustiere eine absolute Seltenheit sind. Das für mich Beeindruckendste der Reise war mit großem Anstand die wundervolle Natur. Ich fand es wirklich atemberaubend wie grün ein Land sein kann und damit meine ich definitiv nicht einzelne Ecken, sondern das ganze Land. Japan ist das erdbebenreichste Land und hat generell mit vielen Naturkatastrophen (Überflutungen, Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche,...) zu kämpfen. Trotzdem wird die Natur viel achtsamer behandelt, was ich sehr schön finde.
    Etwas schockiert hingegen hat mich das Gesundheitssystem. Natürlich darf man hier nicht vergessen, dass wir das Land inmitten einer Pandemie bereist haben und es in der Zeit extrem viele Coronafälle gab. Trotzdem gab es kaum noch eine Regelversorgung . Sowohl schwere Coronaverlaufsformen wurden nicht mehr behandelt, wie auch akute andere Notfälle. So gibt es wohl für einen Krankenhausaufenthalt sehr sehr sehr lange Wartelisten und man muss sehr viel Glück haben, bald behandelt zu werden. Das haben wir auch selbst bemerkt, denn auch aus unserer Reisegruppe brauchten manche mal einen Arzt und haben sehr viele Krankenhäuser angefragt bis jemand die ambulante Behandlung übernommen hat.
    Des Weiteren überrascht hat mich, dass Japan entgegen der medialen Berichte die letzten Jahrzehnte kaum technologische Fortschritte gemacht hat. So ist Kartenzahlung eine Seltenheit, fernab von Zahlungen mit dem Handy. Dafür sind Faxgeräte , Kassetten und Bargeld hier im täglichen Einsatz. Unser Local Guide hat dies häufig so zusammengefasst: ,,Japan ist in den 80ern stehengeblieben." Allerdings muss man den hinzufügen, dass die Worte ,,Ein Abstieg in Würde" auch eine gute Zusammenfassung ist, denn Japan ist trotz der fehlenden Entwicklung seiner Kultur und den eigenen Werten treu geblieben. Japan hat eine extrem sinkende Geburtenrate, sodass ein großer Personalmangel den Arbeitsmarkt regiert. Außerdem gibt es in Japan kaum Ausländer und somit auch keinen ausländischen Arbeiter*innen, die den Mangel ausgleichen. In Japan hat man als Ausländer kaum eine Chance. Sowohl bei der Arbeitssuche, als auch im generellen Leben. Da Individualtourismus aktuell nicht erlaubt ist (wegen Corona) waren wir auch so ziemlich die einzigen ausländischen Touristen und sind SEHR aufgefallen. Die Japaner haben uns also sehr verwundert angeschaut, da die letzten 2 Jahre niemand einreisen konnte. Das ein oder andere Foto wurde also gemacht, auch wenn man nicht blond war:)
    Tatsächlich denken wohl die meisten Japaner, dass wir Amerikaner sind (wegen der hellen Haut). Ich wurde in Tokyo mal gefragt, wo wir herkommen und Germany war zwar kein bekannter Begriff, aber ,,deutsch" ist dem japanischen Begriff wohl sehr ähnlich. Mir wurde immer sehr erfreut gegenüber reagiert (unser Local Guide meinte dies sei auf Grund des geschichtlichen Hintergrunds.....)
    Ansonsten hat unser Local Guide berichtet, dass das Problem die Integration sei. So gibt es unendlich viele gesellschaftliche kleine Regeln, auf die Japaner Acht geben. Ein Ausländer findet nur schwer rein, außerdem ist die Sprache extrem schwer zu lernen. Dies fällt natürlich auch in der Arbeitswelt auf und ,,language is always the key"
    ... bei allem! Da man hier mit Englisch nicht weit kommt, sollte man japanisch schon sehr viel früher lernen, falls man auswandern möchte. Trotzdem ist die Akzeptanz , Ausländer in ihr Land aufzunehmen noch nicht sehr verbreitet. Auch wenn man sich selbst mit jeglichem Regularien, der Sprache, Kultur, Religion,... vertraut macht, bleibt man hier immer ein Ausländer, der nicht Teil der Gesellschaft ist . Man hat also, wenn man endlich einen Job gefunden hat , kaum Aufstiegschancen oder Ähnliches.
    Auf der anderen Seite ist Japan ein sehr sehr höfliches Land, auch wenn dies wahrscheinlich eher oberflächlich gemeint ist, macht es die Gesellschaft sehr sympathisch. So grüßt man sich immer und geht sehr achtsam und respektvoll miteinander um.
    In Restaurants genießt man ebenso einen sehr höflichen Umgang und einen großen Hygienestandard. So ist es auch hier nicht selten, dass man seine Schuhe bei Betritt ausziehen muss, um den Dreck von draußen nicht mitzubringen. Ansonsten ist es üblich, dass das Essen sehr schnell serviert wird. Essen gehen ist hier nicht zum Austausch gedacht, sondern nur funktional. Also das Essen wird schnell gebracht, man isst schnell und geht quasi wieder. Das Trennen von Rechnungen ist hier auch sehr fremd, sodass am Ende immer eine*r bezahlt. Unterhaltungen sind auch eher selten ( das kann auch an Corona liegen , wegen der Hygiene). Da man nur dann die Maske ausziehen darf. Ansonsten ist überall Maskenpflicht. Draußen ist es eine Empfehlung gewesen, jedoch hat sich jeder dran gehalten ( auch auf dem Fahrrad). Das liegt an dem unheimlich großen gesellschaftlichen Druck. Das ,,Idealbild" wird nur selten verletzt durch den Druck. Man möchte nicht ausgegrenzt werden. Das ist auch die Ursache, weshalb es kaum adipöse Menschen dort gibt.... im Gegenteil, viele sind magersüchtig oder extrem dünn. Vor allem junge Frauen sind davon betroffen. Auch sieht man nie Obdachlose, da der Scharm zu groß ist. Dafür gibt es natürlich eine hohe Dunkelziffer. In jungen Jahren (vor allem Schulen) führt das schnell zu Mobbing. Banale Dinge wie das Dekorieren des Pausenbrotes nehmen Bedeutung an und werden zum Druck. Auch finanziell wollen Schüler*innen mithalten, sodass junge Mädchen sich prostituieren und da auch nur schlecht rausfinden.
    Bewundernswert ist jedoch, dass Traditionen häufig über Jahre beibehalten werden. So habe ich das Essen dort sehr genossen, auch wenn es extrem Fleisch und fischlastig war. Auch hier hat Vielfalt noch keinen Platz gefunden. Trotzdem war es immer frisch. Man muss sich halt darauf einlassen. Traditionelle Kleidung wie Kimonos und Yukatas sind auch zu sehen und werden vor allem in den kleineren Orten zum Verkauf angeboten.
    Abschließend bin ich unfassbar dankbar für die erfahrungsreiche Zeit. Ich würde in Japan nicht leben wollen ( allein schon wegen des Klimas und den Arbeitsbedinungen), jedoch finde ich es ein sehr bewundernswertes Land, vor allem wegen der wunderschönen Natur. Ich kann jedem*r nur empfehlen, mal nach Japan zu fliegen!
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  • Day11

    Letzter Tag:(

    August 13 in Japan ⋅ 🌧 25 °C

    Letzter Tag 😭...
    Heute bin ich traurig aufgewacht und wollte garnicht aufstehen ...
    Die Tage sind unfassbar verflogen, vor allem weil wir so viel erlebt haben. Ich habe das Gefühl, dass wir gestern erst angekommen sind:(
    Kaum habe ich realisiert, dass wir hier sind, fliegen wir schon wieder:(.
    Nun ja, wir haben die letzten Sachen gepackt und sind nochmal in die verrückte Dusche gesprungen (die hat ÜBERALL Düsen... bestimmt schonmal jemand hier in der Dusche ertrunken🤣). Wir waren noch ausgiebig duschen und Koffer wiegen, zum Glück hat alles geklappt und reingepasst:)
    Eig wären wir heute noch ins Katastrophenzentrum gefahren, um ein Erdbeben zu simulieren. Da uns jedoch heute eine Taifun erwartet und der auch ziemlich stark sein soll, mussten wir aus Sicherheitsgründen schon sehr sehr früh an den Flughafen fahren. Obwohl der Flug erst um 22:50 ging, waren wir schon gegen13:00 am Flughafen. Somit hatten wir hier zumindest genug Zeit, um ein letztes Mal Ramen zu essen und unsere Füße zu schonen. Auf dem Weg zum Flughafen wurden wir schon einmal komplett nass, trotz jeglichem Regenschutz. Das nächste Mal dann wohl doch ein Hartschalenkoffer 🤣. Stunden später haben wir dann entspannt eingecheckt. Leider hat sich das Wetter tatsächlich sehr zugezogen (in Deutschland wäre absoluter Notzustand) und die Mitarbeiter draußen taten uns Leid. Viele hatten auch großen Respekt vor dem Flug bei diesem Wetter (uns wurde es wie eine Achterbahn angekündigt...). Tatsächlich war der Flug jedoch relativ entspannt. In Dubai haben wir allerdings erfahren, dass der Taifun sehr stark war und viele Menschen in Tokyo evakuiert werden mussten:(. In Dubai haben wir dann nochmal etwas gegessen, da das Flugzeugessen mehr als eine Zumutung ist😵‍💫🔫. Wir haben uns nochmal als Gruppe ausgiebig unterhalten und die Reise Revue passieren lassen...
    Leider war es sehr neblig und überfüllt, sodass wir 45 min später gestartet sind. Der Flug jedoch war erneut sehr angenehm. Nun sind wir schon wieder zurück in Deutschland ...feels  like yesterday:(
    Es folgt die Tage noch ein Abschlussbericht, da wir so viele Infos unseres Local Guides bekommen haben und ich die gern etwas festhalten möchte:)
    Aber ich kann definitiv schonmal spoilern, dass es eine wunderschöne Reise war und ich sie genau so immer wieder machen würde! Ich habe viel für mich mitnehmen können und bin sehr dankbar dafür 🥰❤️
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  • Day10

    Tokyo - Tag 10

    August 12 in Japan ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute morgen konnten wir etwas länger schlafen (7 Uhr:) . Leider waren wir etwas überfordert mit der Bedienung der Klimaanlage, sodass es für mich eine sehr unruhige und warme Nacht war🥵.
    Nun haben wir uns fertig gemacht und auch schon eingecheckt für den morgigen Flug. Es fühlt sich noch total surreal an, da man die letzten Tage so viel erlebt hat und gerade erst in Japan angekommen  ist ... Ich bin sehr traurig darum. Felix hingegen (der eher der Heimatmensch ist ) freut sich auf zu Hause. Leider hat die Sitzplatzrrservierung noch nicht geklappt... we will see. Nun sind wir noch frühstücken gegangen, was sehr gut war und dann sind wir losgezogen. Zuerst sind wir zum Fischmarkt gelaufen, der eine riesen Auswahl an Fisch bot .... vor allem viele Dinge, die es in Deutschland nicht gibt. Ich bin dort definitiv nicht fündig geworden. Zum einen ist mir 9 Uhr morgens zu früh für sowas und zum anderen fand ich vieles auch echt eklig. Wir fanden es eher erschreckend, was hier alles verkauft wird und unter welchen Bedingungen. Manche Fische lebten auch noch in einem winzigen Aquarium und andere wurden soeben getötet...
    Naja, der eine hat also seinen ersten exotischen Fisch probiert und der andere eher Abstand gehalten und den ganzen Markt hinterfragt:)
    Danach sind wir zum Sky Tree gefahren. Man hatte zwar einen Blick über ganz Tokyo, jedoch war es auch sehr überfüllt und eng. Leider hat dabei jemand seine Bauchtasche mit den ganzen Dokumenten verloren, was uns wieder gezeigt hat wie sehr man ohne Local Guide und Reisepass und ohne Sprachkenntnisse aufgeschmissen ist. Zum Glück hat sich die Suche gelohnt...
    Hier muss man mal ganz klar sagen, dass in Japan nicht nur wesentlich seltener geklaut wird, sondern auch viel ehrlicher sind und verlorene Gegenstände meistens abgegeben werden. So auch in diesem Fall und wir waren uns alle sicher, dass Handy und auch Geld in Deutschland sehr wahrscheinlich weg gewesen wären....:(
    Nun sind wir weitergelaufen in Richtung Asakusa. Dort haben wir den bekanntesten Tempel Tokyos bewundert. Er war riesig und mal wieder wunderschön. Danach hatten wir freie Zeit und konnten auf den riesigen Markt gehen. Die Stände haben mich sehr fasziniert und ich habe viel Geld gelassen:) viele Mitbringsel und Traditionen konnten eingetütet  werden... u.A. wunderschöne Stäbchen und zwei Yukatas (🤩🤩🤩). Trotz meiner schmerzenden Füße habe ich mich riesig gefreut! Außerdem war es der erste Tag, an dem ich nicht nach 2 min komplett durchgeschwitzt war (erst nach 5:), da ein guter Windzug ging. Generell empfand ich das Klima in Tokyo mit Abstand am Angenehmsten. Der Wind sollte jedoch schon erste Vorwehen des morgigen Taifuns sein....
    In Asakusa waren wir natürlich nochmal in einem Donki und in einem Cafe.... das erste Restaurant, was einen kleinen Salat angeboten hat (Obst und Gemüse sind in Japan generell sehr sehr teuer). Abschließend sind wir nach Akihabara gefahren. Genau SO habe ich mir Tokyo vorgestellt.  Es war schon dunkel und ALLES hat bunt gelechtet.  Die Straßen waren sehr gut gefüllt , zahlreiche Hochhäuser mit Werbeplakaten... alles bunt und funkelnd. Es gab unfassbar (eig nur) viele Anime, Manga,... Shops und da viele nur deswegen nach Japan geflogen sind, kamen sich viele wie im Paradies vor ..Ich jetzt nicht so, aber war auch eine Erfahrung :). Hier konnte ich endlich die versprochenen Mitbringsel für Freunde besorgen ( etwas anstrengend mit der Sprachbarriere, wenn man eine genauen Auftrag hat, aber selber nicht weiß, was das ist:). Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, denn bekanntlich beschenke ich gerne und freue mich auf die (hoffentlich) strahlenden Gesichter. Danach sind wir dort noch essen gegangen.... ursprünglich veggie Sushi... leider gab es dort kein Sushi, aber trotzdem war es sehr lecker. Wir hatten einen tollen Abend mit unfassbar lustigen Geschichten und Erfahrungen, die wir alle gesammelt haben. Mit leichten Bauchschmerzen vom Lachen sind wir dann nochmal durch dir Partyszene. Leider hatten wir nicht mehr viel Zeit, auch wenn wir einen super interessanten Club ,,The Church" entdeckt haben, der absolut mein Humor ist (sieht exakt aus wie eine Kirche und steht auch eine ,,Nonne" vor der Tür) 🤣. Nach den letzten Besorgungen sind wir dann wieder zurück ..mal wieder 1 Stunde und viel laufen zum Hotel und haben leider schon die Koffer packen müssen. Super erschöpft aber glücklich sind wir nun ins Bettchen gefallen. Da wir jeden Tag von morgens bis spät abends (heute waren wir um 00:30 zurück und sind um 09:00 los und das war schon spät im Vergleich) gelaufen sind und man in Japan fast keine Sitzmöglichkeiten hat, waren unsere Füße schon sehr sehr erschöpft und schmerzhaft.
    Goooood night
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  • Day9

    Tokyo - Tag 9

    August 11 in Japan ⋅ 🌧 24 °C

    Heute morgen bin ich strahlend aufgesprungen! Es war sehr früh und ich habe mir nur meine Yukata übergezogen und bin zum Onsen gesprintet. Dort haben wir uns wieder gereinigt und sind nach draußen in den Onsen, um den wunderschönen Ausblick auf den Fuji bei Sonnenaufgang zu genießen.  Selten habe ich etwas so wunderschönes gesehen. Ich fand es unbeschreiblich schön so in den Tag zu starten. Der heiße Onsen hat manchen etwas Kreislaufprobleme gemacht, aber ich fand es sehr angenehm:)
    Später sind wir dann nochmal aufs Zimmer und haben uns fertig gemacht. Leider mussten wir schon Koffer und Tasche packen, da wir schon heute weitergezogen sind. Ich war wirklich traurig, da ich mich sehr sehr wohlgefühlt habe und gerne noch länger den schönen Ausblick genossen hätte. Wir haben noch kurz gefrühstückt und sind dann weiter mit dem Bus in Richtung Tokyo.
    Natürlich haben wir auch heute mehrere Stopps gemacht. Zuerst waren wir in Kamakura, denn dort hat uns eine sehr große Buddha Statue (Kamakura Daibutsu) erwartet, die auf dem Gelände des Kotokuin Tempel steht. Die Statue ist sehr bedeutend, da es mit die größte Bronzestatue Japans ist. Danach hat uns in der Nähe direkt der Hasedera Tempel erwartet. Dieser hatte einen wunderschönen Garten mit Blick auf das Meer. Auch der Garten hatte eine tolle Natur, die mal wieder sehr grün war. Dort hat man für seine verstorbenen Kinder beten können.
    Nun sind wir weitergefahren nach Tokyo. Dort hat uns eine super lebendige Stadt erwartet. Erst sind wir ins Hotel eingecheckt und dann schon los in den Bezirk Ginza. Ginza war zwar sehr beeindruckend, aber auch sehr teuer. Lauter High End Läden haben sich dort angesammelt.... wo zum einen kein Preis mehr am Produkt steht (gefährlich;), aber auch ein Türsteher arbeitet. Wir sind noch durch die Gassen gelaufen bis wir etwas zu essen gefunden haben. Da wir nicht so viel Geld für das Essen ausgeben wollten, haben wir iwan eine Pizzeria (🤣) gefunden. Sagen wir so ...es war okay .... wir genießen in Europa einen hohen Pizza Standard,  aber trotzdem war es mal eine gute Abwechslung:)
    Außerdem konnte man beim Nissan Autohaus sich einen Kaffee kaufen, der mit seinem Gesicht bedruckt werden konnte.
    Abschließend sind wir wieder zum Hotel und haben uns fertig gemacht für den Abend, denn für uns ging es zum Timelab Borderless. Wir hatten große Erwatungen, da es stark beworben wurde. Unterwegs haben wir nochmal einen Stopp im Diver City Tokyo Plaza. Dort haben wir nochmal ein wenig geshoppt und die wunderschöne Aussicht genossen, die wir auch im Zug hatten. Unbeschreiblich schön, wie man im Sonnenuntergang um den Hafen gefahren ist mit den zahlreichen Hochhäusern.
    Nun sind wir endlich ins Digital Art Museum gezogen und was soll ich sagen ... leider hatten wir zu wenig Zeit. Es war wirklich sehr beeindruckend und ganz anders als ein ,,normales" Museum. Man wurde mit eingebunden und konnte sich ausleben. Leider habe ich nicht alle Werke betrachten können, da es schon um 21 Uhr geschlossen hat und wir erst um 19 Uhr reingegangen sind. Danach sind wir noch durch die Stadt gezogen und haben einfach nur die Aussicht genossen. All die verschiedenen blinkenden Reize ....
    Nun sind wir zurück gefahren... dies dauert hier jedoch immer so ca 1-2 Stunden, da alle Stadtteile sehr groß sind. Super müde sind wir nun ins Bettchen gefallen.
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  • Day8

    Fuji - Tag 8

    August 10 in Japan ⋅ ☀️ 32 °C

    Heute morgen sind wir von einer traditionellen japanischen Musik geweckt wurden. Nun haben wir uns fertig gemacht und unsere Sachen gepackt. Um 7 Uhr hat uns Frühstück von unserer Gastfamilie erwartet. Leider waren wir etwas verspannt durch die Nacht auf dem Futon Bett. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit sind viele Kleidungsstücke, sowie Handtücher leider immer noch nicht trocken geworden,  sodass wir hoffen, dass sie nicht im Koffer schimmeln😅.
    Uns wurde erneut eine riesen Auswahl aufgetischt (leider wissen wir auch hier durch die fehlende Kommunikation nicht, was es war, abgesehen von Reis, Tofu, Salat,... ). Vieles war echt sehr lecker und sättigend,  manches aber auch nicht so meins! Sehr dankbar haben wir uns nun verabschiedet und sind weitergezogen. Der Bus hat schon auf uns gewartet und wir sind weiter Richtung Fuji. Natürlich haben wir auch auf diesem Wege viele Stopps gemacht, sodass wir noch den Affenpark gesehen haben, sowie einen Tempel. Angekommen beim Affenpark sind wir erstmal durch den Wald gelaufen. Vorab wurde uns berichtet, dass es Bären und (giftige) Schlangen gäbe. Trotzdem habe ich mir darüber keine Gedanken, da ich dachte dies sei eine seltene Erscheinung .... Nun ja, dem war nicht so😅🙈. Leider haben auch wir eine Begegnung mit einer Schlange gemacht, die bei uns auf dem Weg lag. Sie hat uns auch nix getan (sind eher passiv), trotzdem nicht mein Lieblingstier:). Mit offenen Augen sind wir dann weitergezogen, jedoch ist es bei dieser einen Schlange geblieben. Am Snow Monkey Park angekommen, kam uns schon der erste Affe entgegen. Wir hatten etwas Respekt, da unser Local Guide vorab berichtete, dass die Affen zwar sehr süß seien, jedoch auch sehr frech und schlau sind. Er hat uns empfohlen festes Schuhwerk zu tragen, sowie keine raschelnden Gegenstände und Rucksäcke oder Essen mitzunehmen. Dementsprechend hatte ich nur meine Bauchtasche mit den wichtigsten Gegenständen dabei und war sehr vorsichtig. Die Affen waren sehr süß und haben uns weder angegriffen, noch sonst iwie etwas geklaut. Da sie nicht an Menschen gewohnt werden sollen, haben wir auch Abstand gehalten und ihnen Ruhe gewährt. Auf dem Rückweg hat uns erneut Japans wunderschöne Natur fasziniert! Trotzdem waren wir auch hier froh, keine Schlange angetroffen zu haben. Beim Bus angekommen, sind wir weitergezogen zum Tempel Zenkoji. Dieser ist einer der bedeutendsten Tempel Japans, da er die erste buddhistische Statue beherbergt. In Japan darf man keine Fotos innerhalb eines Tempels machen. Die Originalstatue wird versteckt, jedoch wird eine Kopie alle 6 Jahre veröffentlicht. Der Innenraum ist wunderschön verziert.
    Zu guter Letzt sind wir zum Fuji gefahren. Dabei sind wir lange am Meer entlang gefahren, was wunderschön war. Wir hatten einen wundervollen Blick auf den Fuji, was den Local Guide sehr verwundert hat, denn dies sei sehr selten. Das hatte natürlich zur Folge, dass wir direkt aus dem Bus gestiegen sind, um bei Ankunft Fotos zu machen. Erneut hatten wir ein sehr sauberes Hotel, das zwar weniger modern war, jedoch hat die atemberaubende Aussicht direkt auf den Fuji alles beglichen! Vor unserem Hotel war noch ein wunderschöner See. Kaum eine Wolke hat den Fuji bedeckt und wir haben erneut zahlreiche Infos von unserem Local Guide erhalten. So berichtete er (spaßend), dass es ihn nicht wundern würde, wenn der Fuji heute ausbreche bei unserem Glück (durch die bisherigen Krankenhausaufenthalte). Tatsächlich fand ein Biologe heraus, dass der Fuji ca alle 300 Jahre ausbricht und zuletzt ist er 1707 ausgebrochen .....
    Wer jetzt rechnen kann, weiß was das heißt:(. Das hat mich ein wenig nachdenklich gemacht bezüglich der zahlreichen Menschen, die sich hier ein Leben um den Fuji aufgebaut haben.
    Abends haben wir in dem Hotel gegessen (für veggies wieder nicht so gut ...), jedoch haben wir uns sehr auf den Onsen gefreut. Wir haben nach dem Essen direkt de Yukata angezogen und sind losgeflitzt. Felix war sehr kaputt und ist im Zimmer geblieben. Der Onsen war wärmer als in unserer Gastfamilie und auch deutlich schöner. So hatte er einen Außenbereich mit einem wundervollen Blick auf den Fuji. Schnell war mir klar, dass ich hier den Sonnenaufgang erleben möchte. Der Onsen war aus Stein und eine wundervolle Erholung (ich liebe ja auch richtig richtig heiß baden sehr und habe es unfassbar genossen). Der Tag war für mich generell etwas ruhiger,  da ich bei den Bussfahrten das erste Mal die Zeit hatte, sie letzten Tage etwas zu reflektieren und mich das etwas sentimental gemacht hat. Eine Mischung aus purer Dankbarkeit und Überforderung all die Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten. Vor allem wenn man die Bilder durchgeht, ist es unbeschreiblich zu sehen, was man die letzten Tage alles erlebt hat!!!
    Abends bin ich nun sehr dankbar und erfüllt neben Felix eingeschlafen und habe mich auf den Sonnenaufgang gefreut!
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  • Day7

    Shirakawago - Tag 7

    August 9 in Japan ⋅ ☁️ 29 °C

    Erneut klingelte früh der Wecker und ich bin aus der Kapsel geschlüpft. Zugegeben habe ich Felix etwas vermisst, da wir die letzten Tage sehr viel Zeit miteinander verbracht haben und es etwas ungewohnt war, alleine zu schlafen. Ich war froh endlich aus der Kapsel zu kommen, da es sehr warm war. Trotzdem möchte ich die Erfahrung auf keinen Fall missen und würde es immer wieder machen! Ich habe meine Sachen dann gepackt und mich fertig gemacht. Zum Abschluss haben wir noch kostenfrei Frühstück bekommen und sind dann in den Bus gestiegen. Mit dem Bus haben wir nach wenigen Stunden die Burg Hikone erreicht. Wir haben die Busfahrt sehr genossen, denn wie alles war auch der Bus gut gekühlt (muss man hier eher aufpassen, dass man sich nicht verkühlt). Leider haben ein paar von uns die vergangenen Tage und auch heute das Gesundheitssystem etwas besser kennengelernt ....
    Auch wenn wir uns über unser System ( berechtigt) oft beschweren haben wir hier gelernt, dass wir auch sehr dankbar sein können. Durch die Überlastung sind wir zahlreiche Krankenhäuser bettelnd abgelaufen, uns zu behandeln....
    Auch wenn man schwer krank ist, hat man aktuell leider kaum eine Chance, vor allem nicht mit Aufenthalt. Zum Glück sind wir jedoch bald fündig geworden und es konnte allen geholfen werden.
    Die Burg Hikone war wieder wunderschön, inmitten Japans unbeschreiblichen Natur! Die Autofahrt haben wir genutzt, um Energie zu tanken! Wie so viele Sehenswürdigkeiten war auch die Burg nicht behindertenfreundlich, sodass wir zahlreiche rutschige Stufen hoch gewandert sind. In der Burg angekommen mussten wir auch hier wieder unsere Schuhe ausziehen und sind erneut sehr sehr steile Holztreppen hoch gelaufen. Oben angekommen hatten wir eine tolle Aussicht über Hikone. Danach sind wir noch durch den sehr gepflegten Garten gelaufen bis wir wieder zum Bus gelaufen sind. Nochmal an den ganzen Getränkeautomaten aufgefrischt, sind wir wieder mit dem Bus weiter. Leider viel uns auf, dass jemand aus der Gruppe fehlt, sodass wir wieder zurückgefahren sind. Nach einer kleinen Suche waren wir alle wieder vereint und konnten weiterziehen Richtung Japanisches Meer. Darauf haben wir uns alle seeeehr gefreut, denn durch das ständige Schwitzen, hätte ich so eine Erfrischung gern alle 10 min:)
    Dort angekommen haben wir einen sehr leeren Strand vorgefunden. Unser Local Guide erklärte uns, dass Japaner weder braun werden wollen, noch am Strand liegen wollen. Begründet wurde dies mit dem gesellschaftlichen Druck, dass liegen oder sitzen als ,,faul" gilt und dies nicht erwünscht ist . So hatten wir den Strand bis auf ca 10 Japaner für uns alleine. Uns fiel außerdem auf, dass Japaner zum Baden lange normale Kleidung scheinbar tragen (wahrscheinlich auch zum Schutz vor der Sonne). Wir kamen uns etwas sehr freizügig in unseren Badesachen vor 🙈. Wir sind direkt reingesprungen und haben es sehr genossen. Leider ist jemand in einen Seeigel getreten, was erneut einen Krankenhausbesuch bedeutete, da wir leider trotz Essig und Pinzette nicht alle Stachel entfernen konnten und ein langer Stachel noch tief im Fuß steckte ....
    Naja, zum Glück hat das erste Krankenhaus helfen können:)
    Nun sind wir weitergefahren zu den Gastfamilien nach Shirakawago. Leider sind Japaner sehr unflexibel und haben mit uns schon um 15:00 gerechnet, damit wir um 16:00 zu Abend essen können .... dies war uns nicht bewusst ,sodass wir uns sehr beeilt haben....
    In Shirakawago angekommen, wurden wir auf die Familien verteilt. Felix und ich haben uns dort ein Zimmer geteilt und wurden vorab von unserem Local Guide über die wichtigsten Regeln aufgeklärt, wofür wir im Nachhinein sehr dankbar waren!
    Wir sind in traditionelle Minshukus untergekommen (familiäre Herberge). Am Eingang zieht man die Schuhe aus (nicht barfuß!) und trägt vorgegebene Lederschlappen (one size) auf dem Holzboden. In den Schlafräumen und im Essbereich zieht man diese aus, um den Tatami Boden zu betreten. Der ist sehr empfindlich, sodass man auch den nicht barfuß (unhygienisch) betreten darf. Im Essbereich sitzt man auf Sitzkissen auf dem Tatami Boden. Vor uns standen einzelne kleine Holztische. Dort haben wir Yukatas getragen, diese sind eine Unterform der Kimonos (eine traditionelle Kleidung). Der Yukata ist meistens aus Baumwolle und atmungsaktiver als der Kimono. Im Essbereich hat uns ein traditionelles Menü erwartet. Leider kann ich nicht wirklich sagen, was es war, da unsere Gastfamilie KEIN Wort Englisch gesprochen hat:( . Auch dies war jedoch sehr fleisch- und fischlastig. Nach dem Essen sind wir dann noch duschen gegangen und abschließend in das private Onsen🤩. Das Wasser stammt aus der Bergquelle und ist mit Schwefel versehen. Es ist sehr warm, jedoch hatte ich etwas mehr Hoffnung, da es sich für mich eher wie eine normale Badewanne angefühlt hat (ist einfach nur sehr warm). Für das Onsen gibt es in Japan auch wieder zahlreiche Regeln ( z.B. man muss nackt sein, man darf keine Tattoos haben, vorher genau reinigen, Haare hochbinden,...)
    Nach dem Onsen haben wir uns dann in unsere Schlafräume begeben, die ebenso aus Tatami bestand. Dort haben wir auf Futon geschlafen (wie eine Isomatte) und einem Reiskissen ( seeehr hart). Schon bald sind wir eingeschlafen:)
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  • Day6

    Osaka - Tag 6

    August 8 in Japan ⋅ ⛅ 33 °C

    Heute sind wir sehr müde in Kyoto aufgewacht. Wir mussten uns schon früh aus dem Bettchen quälen. Da wir heute abgereist sind, haben wir unsere letzten Sachen noch eingepackt und sind zum Frühstück gegangen. Dort haben wir uns ein letztes Mal ordentlich gestärkt und sind dann Richtung Zug. Wir haben uns sehr sehr wohl gefühlt in dem Hotel und ziehen dankbar weiter. Wir sind nun für die nächsten Tage nur mit Rucksack unterwegs, da unsere Koffer schon zum Fuji geschickt wurden.
    Im Zug haben wir alle ein wenig geschlafen und die Häuser bewundert. Uns fiel schnell auf, dass die Häuser nicht nur sehr klein sind, sondern die Städte (außer auf dem Land) sehr sehr eng bebaut sind. Es ist sehr faszinierend zu sehen, da es sich sehr von uns unterscheidet. Nach ca 2 Stunden sind wir in Osaka angekommen. Leider war heute keine einzige Wolke am Himmel, sodass die Sonne unfassbar intensiv war. Allerdings war die Luft besser als in Kyoto. Nun sind wir zum Umeda Sky Building gelaufen. Dort sind wir mit dem Fahrstuhl zahlreiche Etagen hochgefahren
    Oben angekommen hatten wir einen unglaublich faszinierenden Ausblick über ganz Osaka. Unbeschreiblich schön! Es war sehr windig und auch wenn der ein oder andere etwas mit der Höhe zu kämpfen hatte, hat es sich sehr gelohnt!
    Danach sind wir weiter Richtung Innenstadt, wo wir uns etwas gestärkt haben und essen gegangen sind
    Wir hatten auch dort einen wundervollen Ausblick.
    Danach konnten wir das erste Mal zum Kapselhotel laufen, wo wir die Nacht untergebracht sind. Wir waren sehr aufgeregt, was uns dort erwartet. Auf dem Weg konnten wir einen ersten Einblick in die Gassen Osakas bekommen. Schnell haben wir erkannt, dass sich Osaka stark von Kyoto unterscheidet. So ist Osaka für Vielfalt bekannt und wirkt weniger traditionell, sondern eher modern. Vergleichbar mit den großen deutschen Städten. Hier haben wir auch mal andere Touristen gesehen und konnten vereinzelt uns auch mal unterhalten (englisch).
    Im Kapselhotel angekommen, wurde uns erklärt, dass Frauen in anderen Etagen als Männer schlafen. Die weibliche Etage ist nicht für Männer zugänglich, die männliche Etage jedoch für Frauen schon.
    Erneut waren wir fasziniert von Japans Sauberkeit. Nicht nur die Städte, sondern auch die Toiletten, wie auch alles andere sind unfassbar sauber. Im Hotel muss man am Eingang wieder seien Schuhe ausziehen und sie in einem Schließfach lassen. Außerdem bekommt man auch hier jegliche Hygieneartikel kostenfrei von der Unterkunft gestellt. In der Etage angekommen hatten wir einen riesen sauberen und modernen Badsalon, der ebenso ausgestattet war mit allem ( Haargummis, Föhns, Kamm, Haarspray, Shampoo,....)
    Die Kapsel an sich war auch sehr sauber und man hatte genug Platz. Ich hatte ein eigenes Licht, sowie ein Safe und Ablageplatz. Natürlich auch WLAN und Steckdose.
    Dort konnten wir dann unsere schweren Rucksäcke schonmal ablegen und sind erneut losgezogen zum America-Mura. Dort haben uns westlich geprägte Läden erwartet und ich konnte mir endlich eine ordentliche Kopfbedeckung kaufen:)
    Am Ende hat uns noch ein Don Quijote, worauf eine komplette Reizüberflutung folgte 😅... (s.Bild)
    Zu guter Letzt sind wir noch in ein Café gegangen, um unsere Füße mal zu entlasten.
    Danach sind wir unsere ganzen Kilometer wieder zum Hotel zurückgelaufen. Dort haben wir uns geduscht und frisch gemacht. Später sind wir dann nochmal losgezogen, um essenzugehen. In diesem Restaurant (sind hier alle sehr spezialisiert, sodass es meistens nur ein Gericht gibt) gab es Chicken mit verschiedenen Beilagen. Wir haben uns RIESIG gefreut, denn dort konnten wir das erste Mal einzelne Wörter auf Englisch mit der Bedienung sprechen und sie haben uns auch verstanden. Wir waren so glücklich, dass wir Trinkgeld gegeben haben, obwohl das hier in Japan nicht nur unüblich ist, sondern ein Unding. Wir haben erklärt, dass wir aus Deutschland sind und das bei uns ein Zeichen der Dankbarkeit ist und wir glauben, dass sie uns auch verstanden hat.
    Super erfüllt und glücklich sind wir zurück zum Hotel gelaufen und sind schlafen gegangen. Leider wurde es in den Kapsel nachts unfassbar warm, sodass ich immer mal wieder aufgestanden bin, um meine Kapsel zu lüften und mich mit kaltem Wasser abzutupfen.
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    Ist das so eine Kapsel? [B]

    8/10/22Reply
    Traveler

    yeees

    8/10/22Reply
     
  • Day5

    Kyoto - Tag 5

    August 7 in Japan ⋅ ⛅ 35 °C

    Heute sind wir mit dem Fahrrad los....
    Die Freude darüber hielt such etwas in Grenzen durch die Angst bei dem Wetter zu radeln...
    Am Ende war es jedoch besser als gedacht. Natürlich waren wir nach wenigen Minuten komplett durchgeschwitzt, aber wir hatten wieder einen tollen Ausblick dabei und konnten uns die Privathäuser von den Japanern ein wenig anschauen. Sehr beeindruckend, denn hier leben viele auf sehr engem Raum nah aneinander. Das Auto ist an die Hauswand gepresst und sieht eher aus wie ein Kasten😅 (praktisch).
    Wir sind erstmal 6 km zum Kinkakuji Tempel (Goldener Pavillon). Dieser liegt ebenso mitten in der Natur. Er ist sehr gut erhalten und am See. Leider hat uns schon hier die pralle Sonne erwischt, sodass wir nicht lange geblieben sind....
    Zum Abschluss vom Tempel haben wir uns noch einen gezeichneten Stempel abgeholt (die gibt es hier bei vielen Sehenswürdigkeiten). Mit frischem Wasser aufgefüllt sind wir weiter zum Bambuswald (Arashiyama), der erstmal eine gute Abkühlung war, da dort die Sonne mal nicht frontal auf uns scheinen konnte. Da wir komplett nass geschwitzt waren durch die 9km Fahrrad fahren in der Mittagssonne ...(bergab war sehr angenehm, bergauf dafür umso schlimmer🤐😅) haben wir uns sehr über die kurze Pause gefreut. In der Nähe des Waldes gab es mehrere Stände, die mit traditionellen japanischen Kleinigkeiten versehen waren. Dort haben wir uns einen Snack gekauft und etwas erholt. Dann sind wir durch den Wald gelaufen und haben ein RIESEN Spinnennetz (Golden silk orbweavers) begutachtet.
    Danach haben wir uns auf den Rückweg begeben und sind erneut 15 km Fahrrad gefahren. Dieses Mal sind wir eine Hauptstraße entlang gefahren, die sehr viel enger als in Deutschland ist. Generell gibt es kaum Radwege, sodass es manchmal etwas kuschelig mit den Autos war, aber es hat sich niemand richtig verletzt:) Im Zweifel hat man sich lieber mit dem hohen Bordstein angelegt als mit dem Auto:)
    Endlich angekommen waren wir alle sehr erschöpft und auch etwas dehydriert, da man einfach nicht so viel trinken konnte, wie man ausgeschwitzt hat. Auch wenn wir spezielles Elektrolytgetränk getrunken haben, hat es einfach nicht gereicht. Wir haben uns dann nur noch frisch geduscht. Da es schon wieder spät war, wollten wir auch nicht mehr in die Stadt, um in ein Restaurant zu gehe, sondern haben uns nebenan im Supermarkt nur noch Ramen geholt ( die Supermärkte haben hier IMMER auf)! Es gibt ja generell kaum Feiertage..
    Leider war das Essen nicht so lecker, aber wir waren satt und sind jetzt erschöpft ins Bettchen gefallen.
    Wir haben noch gepackt, da es für uns morgen nach Osaka ins Kapselhotel geht! Wir freuen uns weiterzuziehen, jedoch sind wir auch etwas traurig, denn das Hotel war sehr gut! Wir haben uns sehr wohlgefühlt!
    Good Night❤️
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  • Day4

    Nara - Tag 4

    August 6 in Japan ⋅ ⛅ 31 °C

    Noch etwas erschöpft vom gestrigen Tag sind wir heute wieder früh aufgestanden und haben uns für Nara fertig gemacht. Erst haben wir noch gefrühstückt (natürlich Reis mit Stäbchen:) und dann sind wir Richtung Bahn gelaufen. Mit der sind wir dann ca 1 Stunde nach Nara gefahren, sodass wir unsere Füße dort schonmal mental vorbereiten konnten😅🥵. Auch heute überkam uns das ungewohnte Klima! Trotz ständigem Trinken war man nach wenigen Minuten komplett durchgeschwitzt.
    Angekommen in Nara wurden wir von den heiligen Hirschen begrüßt. Die laufen dort überall frei rum (auch auf der Straße, in Geschäften,...) und sind super süß und zutraulich, jedoch können sie auch anders ....
    So wurde jemand aus der Reisegruppe leider gebissen, das passiert jedoch wohl sehr selten und nur wenn man sie füttert ( man kann vor Ort Cracker für sie kaufen... dann sind sie jedoch sehr sehr gierig). Ansonsten kann man sie bedenkenlos streicheln und es wird auf sie Rücksicht genommen.
    Generell ist Rücksicht in Japan eine wichtige Basis für die Gemeinschaft, sodass das Volk sehr sehr rücksichtsvoll und höflich ist. Auch wenn sie wohl kaum Freunde haben (, da sie auch keine Zeit haben durch die Arbeit), gehen sie sehr respektvoll und rücksichtsvoll mit dem Gegenüber um.
    So stört es hier niemanden, wenn die Hirsche die Straße blockieren, sondern es wird Rücksicht genommen.
    Nun sind wir Richtung Todaiji - Tempel gelaufen. Dieser Tempel ist nicht nur das Wahrzeichen von Nara, sondern in ganz Japan sehr berühmt und historisch. Er ist sehr groß und beeindruckend, sodass er lange den Rekord als größtes Holzgebäude der Welt hielt. Dies ist für Japan besonders selten, da Japan das erdbebenreichste Land ist und somit viele Japaner sehr stolz sind, dass dieses große Gebäude noch unbeschadet steht. Auf dem Weg dorthin fiel uns auch das ebenso riesige und mächtige Nandaimon - Tor auf. Dieses ist ein großes Holztor, das von zwei beängstigenden Statuen bewacht wird. Auch dort ist uns wieder Japans unfassbar schöne Natur aufgefallen. Die Sehenswürdigkeiten werden umrandet von Japans weitläufiger schönen Natur. Auch ist uns wieder aufgefallen, dass es kaum Sitzmöglichkeiten gibt. So gibt es in Japan sehr sehr sehr wenig Bänke, denn hier gilt man als faul, wenn man sitzt. Da wir jedoch durch die Hitze sehr erschöpft waren, haben wir uns in der abseits auf den Boden gesetzt. Schnell wurden wir aufgefordert, dass dies nicht erlaubt sei und wir aufstehen müssen... schade :(
    Naja, außerdem wurde uns noch erklärt, dass der Tempel in Japan sehr bedeutend ist , da es einer der ältesten ist und dieser auch den Buddhismus verbreitet hat.
    Nun sind wir weiter gelaufen zum Kasuga Teisha Shrein.
    Grundsätzlich steht ein Tempel für den Buddhismus und ein Schrein für den Shintuismus.
    Dieser Schrein ist berühmt für seine Laternen, die von Gläubigen gespendet wurden ( vor allem Firmen haben dort ihre Laternen aufgestellt, um auf eine gute und erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft zu hoffen). Die Laternen werden zweimal im Jahr zu Festen angezündet.
    Begleitet wurden wir auch hier wieder von Hirschen, die auf Nahrungssuche waren. Zu guter Letzt haben wir uns noch die Stadt Nara ein wenig angeschaut bis wir wieder mit dem Zug Richtung Kyoto zum Fushimi Inari - Taisha gefahren. Dies ist ein Shinto-Schrein, der berühmt ist für die tausenden roten Torii - Tore. Die Tore begleiten den Weg zum heiligen Berg Inari, der 233 Meter hoch ist. Jedoch waren wir schon sehr erschöpft und hatten nicht genug Zeit, um diesen zu bestaunen. Da wir um 19 Uhr einen Tisch reserviert hatten, sind wir wieder zurückgelaufen, nachdem die umliegende Natur begutachtet wurde.
    Durch die zeitlichen Engpässe konnten wir uns leider vor dem Restaurant nicht mehr frisch machen und mussten verschwitzt essen gehen. Das fanden wir nicht so angenehm....
    In Japan sind jedoch alle Gebäude mit starken Klimagerät ausgestattet, was sehr sehr angenehm ist, jedoch häufig auch ein schwerer Kontrast zum Klima, sodass der Körper das nicht so hilfreich findet. Jedoch konnten wir so im Restaurant immerhin etwas frische Luft genießen.
    Leider war auch dieses Essen nichts für Vegetarier ....
    Erneut haben mehrere Gänge auf uns gewartet, die sehr fleischreich waren (bis auf den letzten Gang). So hat ein ganzes Huhn auf uns gewartet.... von der Schulter bis zum Herz war alles dabei .... naja immerhin gab es dazu Pommes, was mich sehr erfreut hat!:)
    Zum Abschluss konnten wir noch den tollen Ausblick über die Stadt von dem hohen Restaurantgebäude betrachten, was uns sehr fasziniert hat.
    Ganz erschöpft sind wir dann noch 40 min zurück zum Hotel gelaufen und haben uns geduscht (die Dusche hat hier übrigens eine ganz neue Bedeutung bekommen, denn deutsches Klima ist nicht ansatzweise mit Japan zu vergleichen!) Schwitzen hat eine neue Dimension bekommen🤐🥵🤣
    Erschöpft aber glücklich um die ganzen unterschiedlichen Eindrücken gehen wir jetzt ins Bettchen🤩
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  • Day3

    Kyoto - Tag 3

    August 5 in Japan ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach einer erholsamen Nacht sind wir frühstücken gegangen. Mit Stäbchen und Reis den Tag zu starten war erstmal ungewohnt, aber trotzdem lecker:)
    Um 9 Uhr sind wir dann los zur Burg Nijō. Dort sind wir barfuß (was hier generell sehr üblich ist, auch in Restaurants) durch die Burg. Begleitet wurden wir durch sehr laute Zikaden und einen wunderschönen Ausblick in die Natur Japans! Leider wurden wir den ganzen Tag immer mal wieder von Regen überrascht, was jedoch sehr erfrischend war! Hier erfreut man sich, denn durch die Nähe zum Äquator und die Höhe von Kyoto (wie Nordafrika) hat man eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze, die uns sehr sehr zu schaffen gemacht hat! Jetzt verstehe ich auch, wieso Japaner nur mit Fächern, Handtüchern und Sonnenschirmen unterwegs sind .... ( häufig bei Frauen natürlich auch, um sich vor Sonnenbräune zu schützen, da weiße Haut hier sehr erstrebenswert ist, genauso wie ein großes Gesicht)
    Nun haben auch wir uns mit Sonnenschutz ausgestattet.
    Zwischendurch kam auch die Sonne immer mal wieder raus, die unfassbar intensiv ist, sodass sich viele verbrannt haben:(
    Dann sind wir mit der U-Bahn zum Kyomizu-Dera gefahren. Erst haben wir uns die Stadt ein wenig angeschaut und sind dann den Berg hinauf zum Tempel. Unterwegs haben wir uns über die saubere Stadt gefreut. Generell ist Japan sehr sauber , obwohl es in der Öffentlichkeit kaum Mülleimer gibt ( durch den Giftgasanschlag 1995). Die Japaner nehmen ihren Müll immer mit:)
    Unterwegs haben wir sehr viele Infos über die sehr harte Arbeitswelt (kein Urlaub, pro Tag mind 3 Überstunden, insgesamt pro Tag ca 12 Stunden arbeiten,...) aufgeklärt. Auch das Gesundheitssystem ist in Japan aktuell stark durch Corona und fehlendes Personal überlastet, sodass man Wochen auf einen Krankenhausplatz wartet, auch wenn man schwer krank ist. Des Weiteren wurde uns vom schlecht ausgebauten Sozialstaat erzählt und dem generellen Personalmangel durch den fehlenden Bevölkerungswachstum.
    Nun sind wir auf dem Tempel angekommen, was auf der Höhe mit der Luftfeuchtigkeit sehr sehr anstrengend war, sodass wir nass geschwitzt waren und uns erstmal mit geschrettertem Eis ( Kakigori) versorgt (sehr lecker)! Dann haben wir uns endlich auf den wunderschönen imposanten Tempel begeben! Von dort hatte man einen wunderschönen Ausblick in die Natur Japans! Sehr beeindruckend! Außerdem konnten wir zahlreiche Traditionen und Rituale erleben. So konnten wir sehr viel mitnehmen!
    Danach sind wir noch durch die kleinen süßen Gassen gelaufen, wo es Kimonos zu kaufen gab in Kombination mit Flip Flops aus schwerem Holz! Auch Geishas konnten wir sehen! Auf dem Rückweg sind wir noch einmal durch die Stadt gelaufen und zurück zum Hotel, um unsere brennenden Füße zu erholen und duschen zu gehen! Danach sind wir direkt weiter zum Abendessen ...
    Mir wurde vorab gesagt, dass es schwer wird, sich hier vegetarisch zu ernähren und ich war mir bewusst, dass ich ,,Ausnahmen" machen muss, jedoch nicht so...
    Uns wurden mehrere Gänge mit rohem Pferdefleisch (Basashi), kleinen Fischen (Shishamo) , gegrillte Rochenflosse (Eihire) angerichtet.
    Sodass ich danach im Communion noch auf Nahrungssuche ging, auch wenn es schon spät war und wir erschöpft vom Tag waren (17 kam gelaufen...).
    Zum Abschluss haben wir uns noch Wasser gekauft und sind ins Bettchen!
    Ein aufregender und lehrreicher Tag geht zu Ende und wir freuen uns auf die kommenden Tage!
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