Clara Lingener

Joined August 2017Living in: Deutschland
  • Day69

    Also klingelt der Wecker am nächsten morgen um 6:20. Die letzten, vom Vortag noch etwas klammen Sachen werden über dem Ofen getrocknet und der leider etwas missglückte Auflauf (kleiner Tipp: einen Auflauf nie über Nacht im 100 Grad heißen Ofen stehen lassen in der Hoffnung der Ofen gehe ja bald aus. Tut er zwar, aber vorher schrumpelt er Brokoli,Blumenkohl und Co noch auf 1/3 des Startvolumens zusammen und verpasst ihm ein genussanregendes Tiefschwarz.) wird in der Tupperdose verstaut, da wir eine 22 stündige Busfahrt vor uns haben dürfen wir nicht wählerisch sein.
    Das Taxi, was uns zum Busterminal bringt ist zum Glück an die german Pünklichkeit gewöhnt und setzt uns 10 nach 8 am Ticketoffice ab. Jenes ist jedoch typisch argentinisch und öffnet seine Tore planmäßig erst um 8:30. Zur gleichen Zeit, zu der unser Bus abfahren soll. Man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass diese Informationen von Nöten sind, da wir zu diesem Zeitpunkt noch kein Ticket für die Busfahrt in der Hand halten und deswegen all unsere Hoffnung darin stecken, dass die Mitarbeiter des Büros heute vielleicht mal 5 Minuten vor Arbeitsbegin erscheinen. Dies ist aber nicht der Fall also setzen wir unser süssestes Lächeln auf und bitten den Busfahrer uns auch ohne Ticket mitzunehmen. "No Problema Chicas", antwortet der Busfahrer und führt uns nach vorn zum Fahrhäuschen um uns fix einen Fahrschein auszustellen. Während er schon fröhlich unsere Passnummern entgegen nimmt, diskutieren wir, wer dem Lieben sagen darf, dass wir nicht genug Bargeld haben um die Fahrt zu bezahlen. Nachdem auch diese Nachricht mit vielen Entschuldigungen überbracht ist entschließt sich der Busfahrer aber uns trotzdem mitzunehmen, unter der Bedingung, dass wir unterwegs in der Pause einen Geldautomaten aufsuchen. Sí claro! Das klingt doch nach einem Plan. Also steigen wir keine 10 Minuten später glücklich und erleichtert die Treppen zum oberen Bereich des muffigen Buses hinauf.
    Der erste Stopp kommt und wir melden uns sofort beim Busfahrer zum Dienst. Er zeigt uns den Weg zum Geldautomaten im Busterminal und wir versuchen unser Glück. Leider ohne Erfolg.
    Der zweite Stopp kommt und wir trotten ,etwas verschlafen, dem Busfahrer entgegen, der uns den Weg zum nächsten Geldautomaten leider nur Wage beschreibt, was daran liegt, dass er nicht in Sichtweite des Buses liegt sondern etwa 500 Meter entfernt. Die Wanderschuhe werden also geschnallt und die Beine in die Hand genommen. Es sind ja nur 15 Minuten Pause...für alle anderen. Nachdem wir nämlich völlig fertig und noch immer ohne Bargeld den Rückweg zum Treffpunkt antreten kommt uns der Bus schon entgegen und macht mal eben mitten auf der Straße halt um uns einzusammeln. Mit uns im Gepäck navigiert der Busfahrer das große Gefährt dann wieder zum Ausgangspunkt, an dem wir die restlichen Fahrgäste einsammeln die noch an der Raststätte gewartet haben. Da uns keiner fragende Blicke zuwirft nehmen wir an, der Busfahrer hat die anderen Gäste über unsere Situation aufgeklärt. Na toll. Gar nicht peinlich.
    Beim nächsten Stopp werden die Schuhe schon im Bus geschnürt und noch schnell ein Schluck Wasser getrunken. Was für die anderen nämlich Pause ist, ist für uns eine kleine Sporteinheit. Wie ihr es euch sicher denken könnt ist auch hier wieder der nächste Bankautomat einen haben Kilometer entfernt und wir sprinten ohne Bargeld zurück zum Bus. Langsam beginnt der Busfahrer an uns zu zweifeln und wir fragen ob es im Notfall auch mit Dollar, Euro oder chilenischen Pesos geht. Die Gesichtszüge des Busfahrers entspannen sich etwas und er willigt ein sich in anderen Währungen auszahlen zu lassen, sollte der Geldautomat in El Chaltén nicht funktionieren. Dem straffen Fahrplan sei Dank können wir uns also noch die ganze Nacht entspannen und müssen nicht in irgendeinem kleinen Dorf mitten in der Nacht einem Geldautomaten entgegen laufen.
    12 mehr oder weniger erholsame Stunden später drücken wir dem Busfahrer einen Mix aus Euro,Dollar und ein paar Pesos in die Hand und sind endlich von unseren Schulden befreit, denn wer hätte erwartet auch der letzte Geldautomat will uns nicht einmal 20€ in Pesos auszahlen.
    Noch etwas müde aber erleichtert machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf zu einem ordentlichen Frühstück in einem niedlichen Café in El Chaltén.

    Kleiner Gasteintrag von Lotti :)

    El Chaltén ist ein kleines touristisches Dorf, das nur wegen eines Berges erbaut wurde: dem Fitz Roy. Dieser ist 3400m hoch und wirklich sehr markant. Die wanderung zum Fuß des Berges dauert 10km eine Richtung und als wir um 7 Uhr morgens aus dem Bus stiegen, waren wir nicht ganz so motiviert, diese Wanderung am nächsten Tag zu unternehmen. Wir gingen uns erstmal stärken und trafen auf die Australier aus Pucón. Wir beschlossen eine kleinere Halbtagestour zu unternehmen. Die Boys hatten die große Tour am Tag zu vor bewältigt und waren wirklich begeistert, warnten uns aber auch, dass der letzte Kilometer sehr sehr anstrengend sein wird. Das hatten wir auch schon mehrfach gelesen. 7,5 Stunden hatten sie gebraucht. Deswegen war ihnen die kleinere Wanderung am nächsten Tag auch sehr lieb. Wir wollten am Fluss entlang gehen Richtung einer Lagune. Im Endeffekt ging der Weg über dem Flusstal lang, aber so hatten wir eine schöne Aussicht. Es war perfektes Wetter - blauer Himmel und angenehme 18 Grad. Bis ganz zur Lagune schafften wir es nicht, aber immerhin sahen wir den Fitz Roy schon einmal. Nach einem leckeren Burger mussten wir uns endgültig von den Australiern verabschieden und wir checkten ins Hostel ein. Wir beschlossen auch die große Wanderung in Angriff zu nehmen. Man bemerke, dass Lotti vorher noch nie wandern war...
    Das Wetter sollte ähnlich dem des Vortags werden mit ein paar mehr wolken. Geweckt wurde ich am Morgen vom Wind, der in den Dachstuhl wehte, aber darüber machte ich mir gar keinen Kopf. Da es ein bisschen frischer als am Vortag war, beschlossene wir über unser Longsleeve noch einen Fleecepullover zu ziehen, aber nachher werden wir ja eh im Top laufen. Dachten wir uns. Es war aufällig leer in der Stadt, gestern um die Uhrzeit hätte man eien Jack Wolfskin Werbung drehen können. Gut für uns, da werden die Wege nicht so voll. Von unserem Hostel war es ein guter Kilometer bis zum Start der Wanderung. 10,2km eine Strecke - 800 Höhenmeterunterschied - Schwierigkeitsgrad Mittel/Schwer. Die erste Stunde sollte dem mittleren Schwierigkeitsgrad entsprechen, danahc ging es 2 Stunden durch Plateau und die letzte Stunde sollte wie gesagt hart werden. Die ersten 3 Stunden waren recht entspannt und wi rsahen wirklich wenig Menschen. Leider hatte der Wind nicht nach gelassen und auf offenen Wegen war es wriklich frisch. Die meisten anderen waren mit Regen- oder Dauenjacke, sowie Wanderstöcken ausgestattet. Die Jungspunde eben. Der Weg war ganz schön, aber wäre wahrscheinlich noch wesentlich schöner gewesen, wenn wir den Fitz Roy auch die ganze Zeit hätten sehen können, aber die Wolken hingen fest. Nach 2h fing es an zu tröpfeln und das sollte die nächsten 3 Stunden auch so bleiben. Vor dem letzten Kilometer war eine Hütte, wo gefühlt alle Wanderer des Tages auf uns gewartet haben. Nach 9 km laufen waren die Füße schon gar nicht mehr so ausgeruht und wir hatten auch aufgrund des Wetters wenig pausen gemacht, aber trotzdem ging es gleich weiter. Teilweise seeehr gemächlich, da sich die Ü60 Reisegruppen aus Frankreich und Deutschland auch ihren Weg nach oben erkämpften. Unseren Respekt, aber wir nahmen dann doch die Überholspur. Der Wg nach oben zog sich ganz schön hin, auf 1km Streke legten wir 400HM zurück. So brauchten wir über eine Stunde um nach oben zu kommen. Belohnt wurden wir leider nicht mit einem wunderbaren Blick auf den Fitz Roy, aber Empanadas. Auch unsere Gipfelpause fiel sehr kurz aus, weil es besonders im sitzen sehr kalt wurde. Also auf zurück. Nach 3h 40min hoch erwartete uns etwas weniger Zeit bergab. Es regnete zwar nicht fiel, aber genug um die Steine rutschig zu machen. Jeder von uns setzte sich 2 Mal hin, aber wir sind unbeschadet davon gekommen. Nach ziemlich genau 7 Stunden waren wir endlich wieder im Dorf, das runter gehen war noch einmal überraschend anstrengend. 1700 Kilokalorien haben wir verbrannt, da gönnten wir uns eine herzhafte Waffel. Wir hatten das Gefühl, dass wir schon rcht schnell unterwegs waren, aber uns überholten nicht viele, aber wenn mit einem ordentlichen Tempo, einer sogar im laufen an der rutschign Stelle mit den Steinen. Das fanden wir wirklich gefährlich! Zurück in der Unterkunft legten wir uns nur noch ins Bett. Warum haben wir immer so ein Pech mit dem Wetter beim Wandern ???
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day67

    El Bolsón

    November 10 in Argentina

    El Bolsón hingegen wurde mehrfach als sehenswert beschrieben. Ein Aussteigerdorf mit Batik-Shirts, selbstgemachtem Drahtschmuck und Filz. Nicht zu vergessen, dass ale Dreads und Schlabberhosen tragen - und es war keineswegs untertrieben (das mit dem sehenswert ist relativ, aber die Menschen, die hier leben waren wirklich alle sehr alternativ). Wir schlenderten etwas über den lokalen Markt, bevor uns unser Couchsurfer abholen konnte. Diesmal war es kein richtiges Couchsurfen, weil wir 6€ pro Nacht bezhalen mussten, aber immer noch günstiger als ein Hostel hier. Juan holte uns mit seinem sehr "staubigen", um nicht dreckigen Jeep und seinem Hund Inka ab. Sein Haus lag etwas außerhalb und es gleicht momentan noch einer ganz schönen Baustelle. Das Haus an sich steht zwar, aber es gibt nur teilweise Fenster oder Fußboden; und Türen auch nur in den äußeren Hauswänden. Immerhin funktionierte Strom und Gas. Unser Bett bestand aus einer Matratze auf dem Boden, aber das kenn ich ja gut genug. Juan und seine Freundin sind sehr herzliche Menschen und wir haben gemütlich zusammen Abendbrot gegessen. Höchstwahrscheinlich arbeitet Juan momentan nur am Haus. Er liebt den Outdoorsport und auch wenn es noch nicht mal eine Klotür gab (jedoch Vorhänge), stand das Mountainbike, das Kletterseil und die Wanderschuhe schon bereit.
    Auch wir wollten uns am nächsten Tag auf eine Wanderung machen, der Wetterbericht versprach nur geringe Regenmengen und so machten wir uns auf zu zwei Aussichtspunkten, von denen aus man eine guten Blick über das Tal mit dem Fluss Rio Azul haben sollte. War auch wirklich schön, aber nichts umwerfendes. Und da wir nach einer Stunde noch nicht wirklich ausgelastet waren, setzten wir unsere Wanderung Richtung Wasserfall fort. Der nette Mann am 2. Aussichtspunkt erklärte uns auch noch einmal ausführlich den Weg, aber ich hatte auch die Osmand- Karte griffbereit, die genau diesen Weg zeigte. Leider fing es auf dem 3,5km langen Weg an in Strömen zu schütten. Wir hatten zwar unsere guten Regenjacken an, aber ich hatte mich ja für die Trekkingschuhe ohne GoreTex entschieden (aus dem Grund, dass ich sonst in warmen Ländern zu sehr schwitze beim Laufen). Nach und nach kamen also ein paar Tropfen durch, aber das war halb so wild. Den Wasserfall erreichten wir auch nach etwas mehr als einer Stunde, der Weg war teilweise wirklich sehr matschig und von kleinen Bächen gezeichnet. Leider enttäuschte uns auch der Wasserfall etwas, zum Glück waren es nu rnoch 2km bis zur Straße, von wo aus hoffentlich ein Bus fährt. Der "interpretative Pfad", wie er benannt war, war leider nicht für unsere Körpergröße ausgebaut. Wir waren geschätzte 80cm zu groß, so ging es geduckt den Trampelpfad entlang, wir waren sehr froh, als wi rnach einiger Zeit mal wieder einen roten Pfeil sahen, der uns den vermeindlichen Weg zeigen sollte. Aber ich glaube genau da haben wir den Fehler gemacht. Wir kamen am Rand des Hügels/Berges raus und sahen schon die Ruta 40 und El Bolsón, aber leider waren wir geschätzte 200m zu hoch. Also kämpften wir uns weiter durchs Gebüsch. Dabei ist zu bemerken, dass alle Büsche nass waren und das Wasser an uns weiter gaben. So war es auch nicht überraschend, dass ich mittlerweile Pfützen in meinen Schuhen stehen hatte. Endlich fanden wir einen Weg, der in Serpentinen uns auf Stadthöhe brachte, natürlich komplett matschg, sodass jeder geschätzt 2 bis 4 mal ausgerutscht ist, aber hey wir waren am Friedhof der Stadt. Noch 5km bis zum Stadtzentrum. Wir versuchten Juan anzurufen, aber da es bei ihm zuhause kein Netz gibt, konnten wir ihn nicht erreichen, und auch eine Whatsapp Nachricht ging nicht raus. Wir entschlossen uns zur HAuptstraße zu gehen, auf dem Weg kamen wi ran einem italenischen Restaurant vorbei, vielleicht könne die uns ja ein Taxi rufen. Nein Oma und Opa haben kein Kabeltelefon ABER zum Glück die Nachbarin. Doch wie es kommen musste, waren alle Taxen voll - es gibt wahrscheinlich auch nur 5. Die Frau erzählte uns noch, dass es doch eh viel günstiger wäre den Bus zu nehmen, der in 10 Minuten kommen würde. Da aber keiner kam, blieb nur noch eine Möglichkeit: Trampen. Erst wollte keiner anhalten, aber dann erbarmte sich ein altes Ehepaar und nahm uns mit in die Stadt. Von dort aus konnten wir auch Juan kontaktieren und er machte sich auf den Weg, die Wartezit überbrückten wir die Wartezeit in einem Café mit heißer Schoki. Da Juan an diesem Tag den Samariter spielte, half er noch seinem Nachbarn das stehengebliebene Auto zu fixen ohne Erfolg. Wir warteten in der Zeit im Auto bei offenem Fenster. Als es endlich weiter ging wurde das Fenster nicht geschlossen und wir froren nur noch mehr. Es war so schön, als wir endlich bei ihm zu Hause angekommen sind und eine heiße Dusche genießen konnten. Mit Linsensuppe und Tee konnten wir uns auch von innen wieder aufwärmen. Da das Wetter für den nächsten Tag auch nciht viel besser angesagt war, beschlossen wir einen Tag früher abzureisen.
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  • Day65

    Bariloche

    November 8 in Argentina

    Wir haben viel negatives über Bariloche im Vorfeld gehört und gelesen, waren jedoch von Minute Eins an positiv überrascht. Da wir spät abends ankamen, hieß es erstmal schlafen und am nächsten Morgen sehen, was es so zu tun gibt. Von unserem Hostel hatten wir Blick auf den See über dem uns der blaue Himmel anlachte. Was für ein schöner Tag für eine Outdoor Aktivität. Ich hatte von einer Radtour gelesen, die uns die Angestellten im ostel auch wärmstens empfohlen. Mit dem Bus ging es 18km nach Westen, dort konnte man sich die Mountainbikes ausleihen. Das Hostel hatte uns sogar einen Rabattgutschein geschrieben. Die Mountainbikes sahen durchschnittlich aus. Nach einer kurzen Einweisung ging es auf den 28km Rundweg - bergauf, bergab. Man hätte die Runde auch noch um 9 km Erweitern können, aber da wir beide noch etwas angeschlagen waren, ließen wir diese Weg. Das Wetter wr traumhaft, aber nicht zu warm. Beim bergaufstrampeln kam man ganz shön ins Schwitzen, wohingegen man bei der Abfahrt schon ein Jäckchen benötigte. Es gab zwar leider keinen gesonderten Radweg, aber der Verkehr hielt sich in Grenzen. Mittagsrast machten wir am Ufer des Sees. Überraschend moderate Preise waren in der Kantine angeschrieben, dafür, dass wir neben einem Luxushotel mit Golf- und Tennisplatz speisten. Die Idylle wurde nur durch eine argentinische Frau gestört, die der Meinung war die Schönheit dieses Ortes allen ihren Freunden per Facetime mit zu teilen- nein es hilft nicht ins Telefon zu schreien, wenn die Verbingung schlecht ist. "Ayyy que lindoooo!" Nach den 3,5 Stunden waren wir ganz schön geschafft, lange kein Sport gemacht... Aber da wir nur einen Tag in Bariloche eingeplant hatten, schauten wir uns noch die Stadt und die vielen Schokoladenläden an. Leider gab es nirgenwo etwas zum probieren, bis auf einen Laden, wo wir natürlich rein gehen mussten. Und da die Schoki auch wirklich gut war, nahmen wir uns jeder noch für 75 cent was mit. Zum Abschluss des Tages besuchten wir dann noch das Havanna Schokoladenmuseum und lernten, dass Deutschland der 2. Größte Schokoladenkonsument der Welt ist (nach den USA natürlich). Das Museum war wirklich schön gemacht, und der Eintrittspreis konnte sogar noch zu 50% in Schokoladenprodukte umgewandelt werden- wie geht es denn besser.
    Nachdem wir so viel gelaufen und Fahrrad gefahren waren, viel der Weg bergauf zum Hostel schon etwas schwerer, aber wir freuten uns aufs Abendbrot - auch wenn wir nur die Restnudeln vom Vortag angebraten haben.
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  • Day63

    Pucón

    November 6 in Chile

    Auf dem Weg in den Süden machten wir noch eine Nacht halt in Santiago um Javier ordentlich auf Wiedersehen zu sagen. Da er in unserer letzten Party-Nacht seine Kreditkarte verloren hat und 1300 US$ abgebucht wurden konnten wir nicht mehr bei ihm schlafen. Wir fanden aber ein wirklich schönes Hostel, in dem wir sogar unseren eigenen Innenhof hatten. Wir luden Javier deswegen diesmal zu uns ein und verbachten einen netten Abend zusammen. Da unser Bus am nächsten Tag erst 22 Uhr fuhr genossen wir die Sonne in Santiago und besuchten noch ein Museum und unsere liebsten Stadtviertel. Ich spürte schon wie eine Erkältung im Anmarsch war und die Nacht im Bus ließ diese komplett ausbrechen, sodass ich die nnächsten zwei Tage im Bett verbringen konnte. Was mich ganz schön ärgerte, da es wirklich viel zu tun gibt in Pucón, aber ich war mal vernünftig. So erkundeten wir am Ankunftstag nur noch das Städtchen, das wirklich sehr touristisch ausgelegt ist für Sommer- und Wintersport. Für den zweiten Tag hatten wir den Ausflug zu den heißen Quellen geplant, was ja auch einer Erkältung gut tun würde. Leider schüttete es den ganzen Tag wie aus Eimern, was wiederrum nicht so eine gute Idee zu sein schien. Also machte ich Lotti morgens noch ein schönes belegtes Brot mit unserem DUNKLEN KÖRNER BROT au sder Rostock Bäckerei und schickte sie alleine los. Ich wollte ja so schnell wie möglich wieder fit werden.
    Denn am Montag stand Hydrospeed auf dem Plan. Ich nehme schon mal Vorweg, dass ich es trotz 6 Grad Wassertemeperatur nicht bereure gemacht zu haben. Hydrospeed ist kurz gesagt raften auf einem Fluss mit Stromschnellen auf einem Bodyboard (schaut einfach auf die Bilder). Mit einem dicken Neoprenanzuug, Neosocken und -handschuhen ließ es sich auch ganz gut aushalten im kalten Wasser. Es hat einfach so viel Spaß gemacht, bis zu 14 km/h schnell waren wir und die Wellen bestimmt teiilweise 1,5 bis 2 Meter hoch, was schon enorm ist für einen FLUSS. Das hätte ich mir echt nicht entgehen lasen wollen. Die eigentliche Attraktion Pucóns ist der aktive Vulkan, den man auch besteigen kann, aber die 100€ haben wir dann doch lieber für anderes gespart. Um ehrlich zu sein, haben wir den Vulkan auch erst am letzten Abend gesehen, weil bis dato die gesamte Zeit Wolken am Himmel waren.
    Den letzten Abend verbrachten wir mit zwei Jungs aus Sydney, die die selben Aktivitäten die letzten zwei Tage gemacht hatten. Wir gingen die vermeindlich besten Empanadas der Stadt essen (di ein Valpo waren besser) und schauten uns den Sonnenuntergang überm See an.
    Unser Hostel war auch wirklich super, direkt am See gelegen, sodass man wenn man wollte (und das Wetter etwas besser gewesen wäre) sich sogar SUP Boards und Kanus ausleihen konnte. Wir hatten ein 9 Bett Zimmer gebucht, was schon nach ganz schön vielen Leuten klingt, aber es war so schön gemacht, dass man sich totzdem richtig wohl fühlen konnte. In der von innen mit Holz verkleidteten Hütte war eine Küche, von der links ein Vierbettzimmer abging und rechts unser Zimmer. Man fühlte sich richtig wie in einer österreichischen Berghütte. Kein Wunder, dass das Hostel letztes Jahr al sdas beste Lateinamerikas ausgezeichnet wurde. Denn es gab nicht nur Mehrbettzimmer - sondern auch 2 Baumhäuser, 2 Vans und 3 Hobbits (kleine runde Hütten) in denen man schlafen konnte. Da wir eine Nacht spontan verlängern wollten, aber unser Zimmer ausgebucht war nahmen wir einen Van. Wir freuten uns riesig, aber die Frude sollte nur bis zum Abend andauern, als wir versuchten das gute Gefährt zu heizen. Denn nach 3 Minuten sprang die Sicherung raus, aber keine konnte es fixen. Da keiner 22 Uhr mehr Lust hatte groß zu experimentieren, bekamen wi rein gratis Update auf den größeren Van, die Freude stieg noch mehr. Doch diesmal dauerte es keine 3 Minuten, eher 3 Sekunden bis die Sicherung beim erneuten Versuch zu heizen raus sprang. Nachdem wir nun 2 Vans geschorttet hatten (was offensichtlich nicht unsere Schuld, sondern die des Stromnetztes war) bekamen wir die letzten 2 Betten im Haupthaus. Aber nur, weil Lotti versprechen musste, dass sie nichts mehr anfässt.
    Vor dem Abendbrot kauften wir noch schnell unsere Bustickets für den nächsten Tag, weil wi rmal wieder die Grenze queren mussten, konntne wir nichts online finden und es gab nur einen Stand in der Stadt der internationale Busse verkauft. Wir wollten nach Bariloche, Argentinien. Wir waren froh, dass die Frau einen Bus hatte, den si euns verkuafen konnte. Mit einmal umsteigen, 9 Stunden Fahrzeit 45 EURO FÜR JEDEN. Ich fand es so unverschämt, die einzige Verbindung so teuer zu machen. (Als vergleich der 10h Bus von Santiago nach Pucon hat 15€ gekostet). Am nächsten tag fad ich auch heraus, warum der Bus so exorbitant teuer war. Die Einzelpreise der beiden Busse waren jeweils in Landeswährung angegeben. Und anscheinend war der uns berechnete Umrechnungskurs ein völlig anderer, als der Tatsächliche. Deswegen ging ich auch 15 Minuten bevor unser Bus fuhhr, das der Frau erklären, die uns die Ticket sverkauft hat. Die bestätigte mir das auch mit einer Selbstverstädnlichkeit. Der eigentliche Umrechnungskrus von argentinischen Pesos in chilenisch eist 1 : 20. Um Profit zu machen, verkaufen sie die Busse aber mit einem Kurs von 1 : 45! D.h. mehr als 50% teurer. Ich wollte, ddass sie den Bus zurück nimmt, aber das ging nicht ohne einen Verlust von 30% des Preises. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht gleich durch schaut hätte, dass es dennoch günstiger ist den Bus Vorort zu kaufen, auch mit dem Verlust eingerechnet. Die Rechnbung wollte die Frau mir war nicht glauben, aber sie zahlte mir widerwillig die 30000 chil Pesos aus. Ich bin immer noch sauer, aber immerhin haben wir im Enddefekt jeder 7€ gespart (ein komplettes Mittagsmenu in Argentinien bzw eine Nacht im Hostel).
    Die Busfahrt war wirkich schön, vor allem der 2. Teil, denn es ging die Sieben Seen Route entlang.

    Bilder vom Hydrospeed folgen, sobald ich sie habe
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  • Day59

    Valparaíso

    November 2 in Chile

    Den vorerst letzten Tag in Santiago verbrachten wir sehr entspannt - so viel Feierei waren wir nicht mehr gewöhnt. Netterweise kochten uns unsere Gasteltern Mittagessen, was nicht selbstverständlich beim Couchsurfing ist... Wir genossen es einfach mal einen ganzen Tag in einer Wohnung zu entspannen. Leider konnten wir Javier am nächsten Morgen nicht mal richtig Tschüss sagen, da er war beim Training war. Aber das sollten wir noch ändern. Erstmal ging es nach Valparaiso ans Meer. Wir hatten einiges negatives über die 300000 Einwohner Stadt gehört, wurden aber positiv überrascht. All die bunten Häuser am Berg gefielen uns sehr sehr gut, der Aufstieg zu unserer Wohnung jedoch weniger. Der Taxifahrer ließ uns an der Kreuzung raus und wir mussten noch 200m bei gefühlt 60 Grad Steigung einen der 15 Hügel erklimmen. Unser Host war wieder super lieb gleich von Anfang an. Sebastian ist 29 und DJ. Ihm gehört eine große Wohnung mit 4 großen und 2 kleinen Schlafzimmern. 3 der 4 Schlafzimmer vermietet er an Leute, die ein Auslandssemester in Valpo machen oder ähnliches. Wir bekamen die zwei kleine Zimmer, in denen wirklich nur ein Bett stand, aber das reicht uns ja. Da wir erst abends ankamen stand nur noch ein Gang zum Supermarkt auf dem Plan und eine Linsensuppe kochen. Schön deutsch.
    Am nächsten Morgen nahmen wir den Bus nach Viña del Mar-der angrenzenden Nachbarstadt, die viel moderner schien als Valpo. Es stellte sich heraus, dass Viña del Mar die Urlaubsstadt für die Einheimischen Touristen ist und einen schönen Strand und viele nette Bars und Restaurants hat - mehr aber auch nicht. Da kein perfektes Strandwetter war, hatten wir schnell alles gesehen, was man sehen musste und verbrachten den restlichen Tag in Valparaiso. Abends ladt uns Sebastian noch ein mit seinen Kumpels vom Fußball Pizza essen zu gehen. Er hat allerdings nicht erwähnt, dass wir davor noch 2 Stunden Fußball gucken gehen, sodass es 0.30 Uhr war als wir das Restaurant betraten. Die Pizza war super -bei weitem besser als die Argentinische ! In Bett waren wir dann gegen 2 Uhr fast genug Schlaf um 8.30 Uhr für die free Walking Tour aufzustehen... Aber es lohnt sich mal wieder, mit der gleichen Organisation wie schon in Santiago wanderten wir 3,5 Stunden die Hügel auf und runter und entdeckten wirklich schöne Graffiti, Häuser die von UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden und schöne Ausblicke aufs Meer. Unser Guides hieß Jorge und bat uns sogar an nach der Tour noch mit ihm den geheimen 2. Teil zu erkunden- das Angebot konnten wir natürlich nicht abschlagen und liefen weitere 4 Stunden durch die Stadt. Zwischendurch nahmen wir auch mal die Funincular oder den Bus. Valparaiso hat wirklich sehr sehr abwechslungsreiche Ecken und es gibt so viel zu entdecken, sogar Seelöwen. Zum Abschluss des abends teilten wir uns eine ganze Pizza, da am Vorabend nur 1,5 Stücken für jeden über waren. Jetzt hieß es mal wieder fertig machen zum Feiern. Es war Halloween und unser Host schmiss eine Party in dem Restaurant, in dem wir am ersten Abend waren. Also kauften wir uns noch schwarze und weiße Farbe, um uns in Skelette zu verwandeln. Na ja ansatzweise... die Party war ganz in Ordnung, aber da wir den ganzen Tag auf den Beinen waren fielen mir irgendwann auf dem Techno floor die Augen im sitzen zu und wir hielten es nicht mehr aus zu warten, bis Sebastian aufgelegt hat - sorry.
    Er war schön, mal wieder das Meer zu sehen auch wenn wirklich keine Badetemperaturen waren bei 14 Grad Wassertemperatur und 20 Grad Außentemperatur. Aber dazu haben wir wohl noch oft genug die Gelegenheit in Neuseeland.
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  • Day54

    Auf nach Santiago - Teil 2

    October 28 in Chile

    Den nächsten Morgen ließen wir gemütlich angehen. Unser erster Punkt war die Free Walking Tour durch die Stadt. Der allererste Eindruck der 7 Millionen Stadt überzeugte uns nicht ganz so, da neben wunderschöenen alten Gebäude ganz hässliche abgeranzte Gebäude stehen, aber das wurde gleich am Anfang der Tour erklärt. Santiago de Chile hat regelmäßig schwere Erdbeben, so auch in 1960. Wie man weiß leider nicht die schönste Zeit in der Geschichte der Architektur. Das letzte schwere Erdeben war 2010 mit einer Stärke von 8.3, allerdings sind die Gebäude aller mitlerweile gut genug gebaut, um nicht einzustürzen. Viele sagen, dass Santiago eine komplett hässliche Stadt ist, aber es gibt wirklich schöne Ecken mit niedlichen Kneipen und Cafés. So auch in Bellavista, wo die Tour geendet hat. Nachdem wir noch auf einen Hügel gefahren sind, gönnten wir uns ein typisch chilenisches Gericht, das wir in ähnlicher Form shon aus Bolivien kannten: Chorillana - Pommes überdeckt mit Soßen, Fleisch und Käse. Wir waren sogar im Palast der Chorillana. Nachdem wir zuhause angekommen sind, mussten wir uns gleich fertig machen für die erste Party dieses Wochenende. Wir trafen uns bei einem Kumpel von Javier zuhause, dessen Eltern wohl sehr reich zu sein scheinen. Ein anderer Kumpel hat das ganze aber noch übertroffen, denn er wohnt in einem 4 Sterne Hotel bevor sein Penthouse fertig wird, wo er neben dem reichesten Chilenen wohnen wird. Er arbeitet für eine Eventfirma und ist dafür zuständig, die Stars der Welt nach Santiago un organisiert alles. Da haben wir noch kurz in im Hotel stopp gemacht, bevor es gegen 2 Uhr zum Club ging. Da blieben wir bis wir raus geschmissen wurden, so lagen wir dann 6.30 Uhr im Bett und der kommende Tag war nicht so produktiv. Es ging zu Lush, um den Vorrat von festem Shampoo aufzufüllen und in ein hochgelobtes Museum, das das langweiligste überhaupt war. Das Pre-Kolumbianische Museum sollte über die Anfänge in Lateinamerika berichten, aber es wurden nur Tongefäße ausgestellt - nicht ganz so unser Geschmack. Also hieß es Ausruhen für die nächste Party. Der reiche Freund - El Gringo (weil er Amerikaner ist) - hat uns mal eben einen 350€ Tisch im VIP Bereich gekauft. Jetzt sitzen wir alle auf der Couch und vegetieren vor uns hin. Mal schauen, ob wir die Sunset Rooftop Party heute Abend mitnehmen....

    Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber es gab die ganze Zeit was zu tun.
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  • Day52

    Auf nach Santiago - Teil 1

    October 26 in Chile

    Die Zeit bei Mike und Mara verging viel zu schnell, es war doch so schön mal kein Geld auszugeben und sich nicht um den Einkauf kümmern zu müssen. Zum Abschluss haben wir noch einen Tagesausflug durch das Umland gemacht. Wie wir es ja eigentlich schon wissen müssten, gab es auch hier wieder nicht viel zu erlaufen. Die längste Strecke war 100m Bergauf, was für manche schon eine ganz schöne Anstrangeung war. Die Tour hat uns zwar gefallen, aber da wir schon wesentlich größere Canyons und Satumauern in Argentinien gesehen haben, hat es und auch nicht umgehauen. Am nächsten Tag ging es zurück nach Mendoza ins Windmill Hostel, leider klappte es auch diesmal wieder nicht mit dem Fahrräder ausleihen, also verbrachten wir den Abend mit einem selbst gekochten Kürbissüppchen. Am Mittwoch ging es dann auf die Weintour mit dem Fahrrad, nach 2 Monaten kein Fahrrad fahren schmerzte der Po am Abend ganz schön. Wir schlossen uns 4 irländischen Mädels an, die alle Lehrerinnen waren und ein Sabatikel machten. Obwohl sie 10 Jahre älter sind, verstanden wir uns super und fuhren 3 Weinbodegas und eine Oliven/Schokoladenmanufaktur an. Keine Sorge es gab nicht viel zu trinken! Allerdings stehen die Argentinier vor allem auf trockenen Rotwein, der uns nicht ganz so zu sagt. Die letzte Bodega hatte aber auch super süßen Weißwein, das ging schon eher in unsere Richtung. Ein schöner erstmal letzter Tag in Argentinien.
    So heißt es jetzt endlich auf nach Chile! Die Busfahrt durch die Anden war wunderschön, es ging mitten durch vielversprechende Skigebiete (mit wenig Schnee derzeit). In Santiago angekommen, hieß es sich durch den Großstadtjungel mit der U-Bahn zu kämpfen. Immer wieder ein Spaß mit den großen Rucksäcken. Unser Couchsurfer-Host holte uns an der U-Bahn Station ab und wir hatten gleich ein gutes Gefühl. Javier ist 22 und professioneller Tennisspieler und kommt dadurch auch ganz schön rum in der Welt. Die Wohnung seiner Eltern liegt etwas am Rande der Stadt, im Stadtviertel Las Condes - ein Stadtviertel der höheren Mittelschicht. Und so ist der Wohnungskomplex auch mit Zaun und Wärter gesichert. Die Wohnung ist trotzdem recht klein und so auch unser Zimmer. Wir haben dann auch beschließen müssen, dass wir uns das 90cm Bett nicht teilen können/wollen. Lotti ist aber freiwillig auf die Couch umgezogen. Gleich neben dem Haus gibt es eine große Mall mit riesem Supermarkt, dort verbrachten wir den restlichen Abend... Eigentlich wollten wir nur ein paar Lebensmittel kaufen, aber gleich am Eingang gab es einen Decathlon (den günstigen Outdooraustatter, den es auch in Berlin und Leipzig gibt. Allerdings ist hier alles noch viel günstiger und wir konnten uns ein bisschen für die Reise in die Kälte vorbereiten.) Nach ca einer Stunde haben wir es zum Supermarkt geschafft, und da wurde es dann ganz verrückt. Es gab ein ganzes Regal mit importierten Lebensmttel, 80% aus Deutschland. Als wir das Apfelmus entdeckten standen uns die Freudentränen in den Augen, aber für 5€ konnten wir es dann doch nicht mitnehmen. Das allerbste war das DEUTSCHE Schwarzbrot - 2 Monate hatten wir darauf gehofft, es irgendwo zu finden! Das musste natürlich mit. Aber ansonsten blieben wir stark und kauften nicht den ganzen Supermarkt auf. Wir waren verwundert, dass es schon dunkel war, als wir das Gebäude verließen, aber gut. Nachdem wir unseren Gastgeber bekocht haben fielen wir müde ins Bett.
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  • Day45

    Halbzeit in Argentinien

    October 19 in Argentina

    Die Zeit rennt hier doch ganz schön - heute auf den Tag genau haben wir die Hälfte unseren Argentinienaufenthalts hinter uns. In den letzten Tagen haben ganz schön viel gearbeitet, auch wenn Lotti die ersten Tage aufgrund einer Magenverstümmung geschwächelt hat (ich auch in leichter Form). So habe ich das zementieren gelernt und das komplette Haus von außen gestrichen, bzw die schlechten Stellen. Zusammen haben wir weiterhin noch die BBQ Hütte gestrichen, die ich davor mit Zement ausgebessert habe und den ersten Gartenteil von Unkraut befreit.
    Am Mittwoch hat uns Mike mit in die Stadt genommen, während er den Einkauf gemacht hat. San Rafael ist eine ganz niedliche Stadt, in der einigermaßen viele Leute unterwegs waren. Da ich von einigen Mücken gestochen wurde, besuchten wir eine Apotheke. Das war ein Erlebnis für sich: erst gab es eine Nummer zu ziehen, schon da mussten wir nach Hilfe fragen, weil wir nicht wussten in welche Schlange wir uns zu stellen hatten. Während wir eine ganz Weile gewartet haben, stochen die Handtaschen, Portemonaies, Schmuck und einfache Drogerieprodukte ins Auge, die es in einer APOTHEKE zu kaufen gab. Wir lassen mal unerwähnt, dass die neuen medizinischen Waren nicht hinten im Lager, sondern auf dem Verkaufstisch für alle freizugänglich ausgepackt wurden. Für wenig Geld habe ich dann auch mein Anti-Juck; After-Sun; Anti-Hautirritation - Gel bekommen.
    Gestern verbrachten wir den Tag mit Malern und Gärtnern, und nach der Mittagsruhe wurde uns gesagt, dass wir noch eine Stunde arbeiten und dann in die Berge FAHREN. Klang gut, auch wenn es leider nicht mehr so sonnig war. Wir dachten, dass wir mit Mike ein bisschen durch die Berge fahren und immer mal anhalten an Aussichtspunkten, aber nein. Nach 15 Minuten Autofahrt wurden wir rausgeschmissen und wir sollten in 2 Stunden wieder abgeholt werden. Es war noch eine Halbe Stunde zu laufen bis zu den roten Bergen, in denen wir ein bisschen Klettern konnten. Alles wirklich sehr schön, nur hätte ein bisschen mehr Einweihung und Vorbereitung auch nicht geschadet. Ein glück, dass wir unsere Wanderschuhe an hatten.
    Wir bleiben jetzt noch bis Dienstag hier und dann geht es Richtung CHILE.
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  • Day40

    2. Workaway in San Rafael

    October 14 in Argentina

    Heute überspringe ich mal die Busfahrt, da 3,5 Stunden echt nicht der Rede wert sind. Angekommen in San Rafael hat uns Mike wie versprochen vom Bahnhof abegholt, schon ein bisschen komisch jemanden zu suchen, dessen Aussehen man nicht kennt. Mike war uns sofort sympathisch und da er schottische Wurzeln hat, fiel das mit der Konversation auch sehr leicht. Von der Stadt bis zur Farm waren es 12km Fahrt, Zeit genug um sich schon ein bisschen kennen zu lernen. Die Farm ist seit 1907 in Familienbesitz und wurde 1905 von einem deutschen erbaut (eine Grundsanierung fand seitdem allerdings nicht statt). Das Haus ist wirklich groß (geschätzte 12 Zimmer, 4 Bäder und 2 Küchen) und das dazu gehörige Land umso größer. Ich nehme mal an, dass das Land hier vor 100 Jahren nicht ganz so teuer war. Im näheren Umkreis ums Haus gibt es einen Pool, ein Baumhaus, eine Grillecke und viel Platz für die 2 Pferde, 5 Hunde und die Kuh, die ab und an mal vorbei schaut. Weiter entfernt gibt es ein Gemüsebeet(um das wir uns ab morgen kümmern, zwei weitere Wohnhäuser und viel Land. Das Haupthaus ist nur Unterkunft für die Workawayer, die Gäste des B&B und den etwas eigenen älteren Bruder Robin. Mike und Robin sind beide Ende 60 und gebürtige Argentinier mit Wurzeln in Schottland (die Großeltern haben die Farm gekauft) und vermieten jetzt hier die Räume, also eher Mike und seine Frau Mara; Robin ist der faule Bruder, der vor sich hin vegetiert.
    Da so langsam die Urlaubssaison beginnt gab es viel zu tun, um das Haus, das seit Mai unbenutzt war, wieder auf Vordermann zu bringen. Emily und Charly haben in den letzten 3 Wochen schon sehr gute Arbeit geleistet, und wir übernehmen jetzt ihre Aufgabe. Die beiden sind auch 18 und kommen aus Chemnitz. So schön mal wieder Leuten im selben Alter zu begegnen, leider fahren sie heute schon weiter. Da gestern die ersten Gäste kamen, mussten wir die letzten beiden Tage schon kräftig mit anpacken, so gab es Fliesen zu polieren, Pferdemist weg zu räumen, den Pool zu putzen, Unkraut zu entfernen und Putz von den Wänden zu kratzen. In der nächsten Wochhe steht dann mehr Gartenarbeit auf dem Plan und gelegentlich das Frühstück vorbereiten.
    Wir fühlen uns hier wirklich pudelwohl, alle sind so nett und wir sind richtig in die Familie mit eingebunden, da alle VIER Mahlzeiten gemeinsam verspeist werden. Planmäßig arbeiten wir 5 bis 6 Stunden am Tag/ 6 Tage die Woche, jedoch zieht sich das Arbeiten teilweise von 9:30 bis 19 Uhr durch jegliche Pausen. Mike bekocht uns wirklich sehr sehr gut, ich glaube wir können usn danach nach Chile rollen... Aber wir werden unser Kochkünste auch noch unter Beweis stellen können, endlich mal wieder eine richtige Küche und viel wichtiger nichts bezahlen müssen für Essen und Lebensmittel. Deswegen werd ich jetzt hier erstmal die Umgebung erlaufen.
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  • Day37

    Mendoza

    October 11 in Argentina

    Die Weingutbesichtigung in Cafayate fiel eher kurz aus, als wir ankamen erwischten wir gerade so noch eine Führung, die aber auch schon angefangen hatte und wir eh nicht so ganz verstanden, und dann gab es einen Rot- und einen Weißwein zu verkosten. Wir blieben beim Weißwein und es war der, den wir am Vortag schon im Eis hatten. Nach 20ml Wein ging es dann zum Busbahnhof zurück und leider schnappte uns die amerikanische Familie die Frontplätze weg. Die hätten sich diesmal in den Serpentinen wirklich gelohnt. Nach 2h Fahrt fühlten wir uns wie in den Alpen, alles war so grün und weitläufig, jedoch die Straßen eindeutig nicht gemacht für einen Doppeldecker Bus. Wir hatten echt Angst, weil der Busfahrer die Kurven so schneiden musste, um überhaupt um die Kurve zu kommen... und so blieb es uns leider auch nicht erspart einen Unfall mit anzuschauen (zum Glück waren wir nicht involivert). Jedoch kam es auch für uns fast mit einem LKW zu einem Zusammenstoß, doch die Situation wurde nach einiger Manövrierarbeit solide gelöst. Nach 4 von 5 eingeplanten Stunden fahrt erreichten wir Tucuman und den bislang besten Busbahnhof. Die 2h Wartezeit konnten wir in der angeschlossenen Mall verbringen, wenigstens gab es mal was zum anschauen! Über den anschließenden Bus gibt es nicht so viel zu sagen, außer dass ich trotz doppelter Gewinnchance beim Bingo keine Flasche Wein gewonnen habe (ja, der Busfahrer hat mit uns Bingo gespielt).
    Wir erreichten Mendoza um 10 Uhr morgens, und da wir das Frühstück im Hostel kanpp verpasst haben gab es Bratnudeln mit Ketchup zum Frühstück - healthy Lifestyle. Nach einer kurzen Bettruhe schlossen wir uns einer Free Walking Tour quer durch die Stadt an. Lotti gab sich alle Mühe dem argentinischen Führer zu folgen, ich hab allerdings schon beim ersten geschichtlichen Ausschweifen aufgegeben. Nach 2 Stunden hatten wir einiges über die Stadt und die argentinische bzw südamerikanische Geschichte gerlernt und Lottis spanisches Gehirn hatte ausgedient. Der Abend gestaltete sich recht kurz da wir einfach nur müde ins Bett fielen.
    Auch der heutige Morgen wurde ruhig in Angriff genommen. Nachdem wir den Entschluss getroffen hatten mit dem Fahrrad die Stadt und den größtn Park Argentiniens zu erkunden, mussten wir feststellen, dass dies leider nicht von einem auf den anderen Tag möglich ist. Macht ja auch völlig Sinn, dass die Touristen die Fahrräder kostenlos benutzen können aber 24h auf die Anmledung warten müssen. Also stiegen wir doch auf den Bus um und erkundeten nur die kleinere Hälfte des Parks. Auf der Rücktour zum Hostel machten wir halt im BEERLIN (einem Burgerrestaurant- und nein leider hat uns keiner gefragt, woher wir kommen).
    Mendoza empfinden wir als eine sehr lebenswerte Stadt, die mit 800000 Einwohnern eine angenehme Größe hat, aber trotzdem gemütlich wirkt. Ab morgen geht es dann in unsere nächste Gastfamilie 3,5h südlich von hier nach San Rafael. Auf dem Rückweg werden wir aber nochmal halt in Mendoza machen, denn dann können wir uns ja zum Glück auch kostenlos Fahrräder ausleihen.
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