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  • Day44

    Zwischen den Meeren

    May 17 in Italy ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Hoffnungsschimmer von unserem Traumziel Sardinien flackert immer wieder auf, geöffnet ja nein vielleicht? Am Ende überwiegen die Zweifel, aber unser Blick bleibt Richtung Westen gerichtet.

    Die Reise auf die andere Seite der italienischen Mittelmeerküste ist geprägt von, klar, Strecke machen und meiner persönlichen Reise-Kartharsis. Der jederzeit nach dem Optimalen Weg inklusive möglichst vieler Highlights suchende stößt nämlich hier endgültig an seine Grenzen bzw. Bekommt dieses doch recht deutlich aufgezeigt. Eigentlich sollen auf den rund 350 km die Stadtperle Ascoli Peceno, die Hochebene Castelluccio und im Idealfall noch die wüstenartige crete sinesi mitgenommen werden - Alma, Ina und Petrus holen unsere oder besser gesagt meine Pläne dann in die Realität zurück, denn beim ersten Stop wird klar: Aus dem ausgiebigen Erkunden wird nichts! Immerhin reicht die Zeit zwischen Regengüssen und langsam von der Reise genervtem Kind bei Laune halten noch für einen schönen Gang durch Ascoli peceno und testen der lokalen Spezialität, den frittierten Olive Ascolano. Am Tag unserer Abfahrt wird beim aufwachen noch klar, dass wir tatsächlich auf einem Schul!Parkplatz campiert haben, auch mal was anderes.

    Weil der Wind schon so tut, als wären wir bereits am Meer, entscheiden wir uns kurzum einfach soweit zu kommen wie Alma Bock hat. Glücklicherweise ist allein der Blick durch die Windschutzscheibe so schön, dass man auf einer Autobahn das Gefühl hat, in einem sightseeing Bus zu sitzen.

    So landen wir am Ende des Transits auf einem Stellplatz der genau das bietet, was wir brauchen: Duschen und ne Wiese, damit Alma mal wieder richtig einen abrobben kann! Und da sitzen wir. Auf einem Parkplatz zwischen Autobahn und Bahnschiene, glückselig und zufrieden. Auch das ist eben reisen!

    Das kann ja nur gutes heißen für unsere nächste Reise in der Reise und die heißt Elba.
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