Joined July 2019
  • Day287

    Nach Miltenberg

    May 20 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute morgen telefoniere ich mit zig Menschen von Vereinen, gewerblichen Häfen und Werften. Alle sind wahnsinnig freundlich und würden uns gerne helfen, aber leider........Bayern. Jedes Land, jeder Landesfürst handhabt das wohl anders. Einige erzählen uns, dass es z.B. in Miltenberg einen Stadtanleger gibt, dort könnten wir übernachten, aber Duschen und Toiletten sind geschlossen, genauso wie alle Campingplätze und Bootshäfen. Ok, Michael hat sich entschieden, er fährt noch bis Miltenberg mit und von dort nach Hause.
    Wir starten um 9.30 Uhr. Unterwegs fahren wir an Campingplätzen vorbei, die Menschen lassen sich den wunderschönen Tag nicht vermiesen und viele sind an ihren Wohnwagen und an einigen Häfen sieht es nicht viel anders aus. Da fahren wir an einer toskanischen Villa vorbei und wir hoffen, dass wir aus Bayern raus sind........
    Nach 4 Schleusen sehen wir Miltenberg voraus und finden schnell den Liegeplatz gegenüber einem Motorbootclub. Also im Club darf man nicht übernachten, aber wenn man mit seinem Boot auf die andere Seite des Mains fährt, dann kann man am Stadtanleger übernachten. Wir müssen echt die intelligentesten Politiker der Welt haben, die sich so etwas einfallen lassen. Wir vertäuen das Schiff und gehen an einer Tankstelle Diesel holen und Michael bringt noch 2 Bier mit (Tannenzäpfle, Mutter frag mal Egon, ob er das kennt..😂🤣😂). Am Schiff genießen wir das Bier und dann wollen wir noch Essen gehen. Michael hat über das Handy ein Sushi Lokal entdeckt, also machen wir uns etwas frisch (schließlich wollen wir ja nicht stärker riechen als der Fisch) und auf geht die Suche. Die Lokale dürfen ja auch nur bis 20 Uhr.........also los. Ein schönes Städtchen, aber irgendwie kann ich mich nicht so richtig freuen. Jedes Mal wird der Urlaub mit Michael durch irgendetwas versaut, da kannste doch verrückt werden. Und so ein Glück wie wir gerade haben, hat der Sushiladen heute RUHETAG. Ich bin gerade am Überlegen ob ich die Bude abfackele, da zieht Michael mich weiter zu einem italienischen Restaurant. Wir sitzen draußen und genießen Rumpsteaks und Weißbier, eben typisch wie Italiener. 😂🤣 Schlag 20 Uhr kassiert und räumt die Bedienung alles ab, aber ich bin noch nicht fertig, ich esse immer sehr langsam. Und sie meint wir dürfen in Ruhe aufessen, aber sie muss halt alles fertigmachen. So ist das halt. Um 20 Uhr gehen die Corona Viren nach Hause, haben ja schließlich den ganzen Tag gearbeitet.
    Michael hat mich schon wieder eingeladen, mir ist das peinlich und als wir an ner Eisdiele vorbeigehen, lade ich ihn zu einem Amarenabecher ein. Während wir den auf dem Weg zum Schiff essen gehen wir am Lokal Hopfengarten vorbei und siehe da, es ist zwar schon 20.30 Uhr, aber hier tobt das Leben. Wahrscheinlich ist das eins der Lokale von Söder. 🙈🙉🙊
    Am Schiff angekommen machen wir es uns in der Plicht gemütlich und trinken noch ein Glas Wein und unterhalten uns mit einem russischen Angler. Danach sind wir so fertig, dass wir ins Bett fallen.
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  • Day286

    Kleinostheim

    May 19 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Um 7.30 Uhr starten wir und müssen uns gleich auf die nächste Schleuse vorbereiten. Griesheim, Offenbach, Mülheim, Krotzenburg und Kleinostheim sind heute die Schleusen. Es gibt bisher auf dem Main keine Liegestellen für Sportboote, wir müssen sehen, dass wir im Oberwasser der Schleusen möglichst eine Anlegemöglichkeit finden. An einer Warteposition vor einer Schleuse kommt ein Polizeiboot längsseits und der nette Polizist fragt uns woher .....wohin usw. Dann erklärt er uns, dass wir ja hier in Bayern seien und hier Übernachtungsverbot auf Schiffen besteht, die Häfen alle geschlossen sind und es sei noch nicht absehbar, wann das aufgehoben wird. Wir könnten also tatsächlich nur an Schleusen oder Liegestellen in Orten übernachten, natürlich nur, wo es erlaubt ist. Selbstverständlich.
    Wir bekommen grünes Licht und dürfen in die Schleuse einfahren. Das sind ja tolle Aussichten.
    Nach der Schleuse Kleinostheim finden wir eine kleinen Anlegeplatz und hier übernachten wir. Nach einem Essen diskutieren wir, was zu machen ist. Ich versuche noch einige gewerbliche Häfen anzurufen, denn die durften in Berlin schon früher öffnen. Aber in Bayern ticken sie eben anders. Wir werden morgen früh noch weiter telefonieren und hoffen, etwas zu finden. Michael will nach Hause.
    Also gehen wir erst mal schlafen.
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  • Day285

    Der Main kommt näher

    May 18 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C

    Morgens gehen wir Proviant und Getränke holen, verstauen alles und legen um 9.30 Uhr ab. Noch rund 28 Kilometer auf dem Rhein und dann biegen wir in den Main ab. Am Anfang ist es für die Mermaid noch ein ordentliches Stück Arbeit, aber dann wird der Rhein immer breiter und die Landschaft flacher. Da taucht plötzlich mit hohem Tempo ein Motorboot auf........die Jane Bond. Jane steht an Bord mit nem Zettel in der Hand und groß ihre Telefonnummer drauf. Also werden diese noch ausgetauscht und ich schicke ihr meinen Blog. 😎😊🤗 Wirklich ein tolles Pärchen. Bestimmt treffen wir die beiden wieder.
    Bei Rheinkilometer 497 ist die Einmündung des Mains und so biegen wir links ab. Schlagartig macht die Black Mermaid einen Satz und dreht richtig auf. Das ist uns zu schnell, denn wir befürchten, in einen Geschwindigkeitsrausch zu geraten und so drosseln wir den Motor auf 9 bis 10 Stundenkilometer. Das ist angenehm. Überhaupt ist es sehr angenehm auf dem Main, viel weniger Verkehr und kleinere Transportschiffe, aber schon kommt die erste Schleuse in Sicht. Das ist natürlich das nicht ganz so angenehme, die vielen Schleusen. 34 sind es bis zum Main-Donau-Kanal. Heute wollen wir noch 2 fahren, Kostheim und Eddersheim, anschließend noch etwa 10 km bis Höchst und dort beim Bootsbau Speck übernachten. Um 17.30 Uhr legen wir dort an. Alles ist geschlossen, aber wir finden wenigstens noch eine Steckdose zum Aufladen der Batterien.
    Wir sind ziemlich erledigt, machen uns etwas zu essen und gehen dann schlafen.
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  • Day284

    Letzte Etappen auf dem Rhein

    May 17 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    Um 7.00 Uhr legen wir ab und begeben uns auf die letzten und schwierigsten Etappen auf dem Rhein. Die ersten Kilometer an der Loreley vorbei schaffen wir relativ schnell und für einen Sonntag ist doch einiger Verkehr. Die Berufsschifffahrt macht wohl nie Pause. Nach der Loreley wird das Tempo immer langsamer. Teilweise mit nur 1 bis 2 Stundenkilometern "rasen" wir voran. Es ist ein ständiger Wechsel, mal geht es schneller und dann wird der Rhein wieder schmaler, fließt schneller und wir kommen kaum voran. Der Vorteil der langsamen Fahrt ist, dass wir die Landschaft in vollen Zügen genießen können. Viele Schlösser und Burgen sind rechts und links zu bestaunen, etliche davon sind Ruinen und wir entscheiden für uns, dass die Hohenzollern gerne die Ruinen zurückhaben können, aber die anderen bleiben in der Hand des Volkes!
    31,7 km ist die heutige Etappe lang und bei Rheinkilometer 502,8 überschreiten wir die entscheidende Marke: 1000 km bin ich nun schon von Berlin aus gefahren. Dann passieren wir Bingen und den Mäuseturm, kurz danach kommt Rüdesheim in Sicht. Um 16.00 Uhr erreichen wir den Rüdesheimer Yacht Club, ein sehr schön gelegener und toll ausgestatteter kleiner Club und wir fühlen uns auf Anhieb wohl. Beim Einlaufen winken uns 2 Frauen zu und in die richtige Box. Als sie hören, welche Richtung wir weiterfahren, wollen sie mit. 😂😎
    Nach dem Festmachen und versorgen des Schiffes, gehen wir einklarieren und dann duschen. Nach einer Weile kommt Michael und fragt, warum ich bei den Frauen dusche? W A S ? Das kann nicht sein. Aber es ist so......ich habe irrtümlich die eine Seite für die Toiletten und die andere Seite für die Duschen gehalten........dabei waren es die Männer und die Frauenseiten. Also Handtuch umgelegt und Klamotten geschnappt, bevor jemand kommt........ Puh, hat gerade noch geklappt.
    Danach erkunden wir Rüdesheim und entdecken ein schönes italienisches Restaurant und können draußen sitzen, denn es ist inzwischen einigermaßen warm. Michael holt sich aus der Eisdiele nebenan noch ein Eis und wir gehen zurück zum Hafen. Auf dem Schiff genehmigen wir uns noch ein Glas Wein und gehen schlafen.
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  • Day283

    Letzter Tag in Sankt Goar

    May 16 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Morgens ist es immer noch sehr kalt. Vielleicht liegt das aber auch an meinen sehr kurzen Haaren? 😉😂 Jedenfalls räume ich erst mal das Schiff auf und wasche ab. Danach sieht die Welt viel freundlicher und wärmer aus. Zum Mittag mache ich mir nur ein paar Brote und inzwischen wärmt die Sonne schon sehr angenehm. Ich wandere noch etwas......natürlich an der Eisdiele vorbei. Danach mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof und treffe dort einen der Hafenmeister. Er sagt mir, dass keine Züge fahren, weil die Strecke gebaut wird und deshalb müssen alle mit dem Bus fahren. Also gehen wir gemeinsam zum Fährhafen, denn dort ist die Bushaltestelle. Er hat frei bis Dienstag und so verabschieden wir uns voneinander, denn ich will ja morgen mit Michael losfahren.
    Dann kommt auch schon der Bus und Michael ist da. Wir gehen in den Hafen und er verstaut seine Sachen im Schiff, dann entscheiden wir, dass wir noch im Hafencafe essen und ein Bierchen trinken. Dabei erfahre ich die letzten Neuigkeiten aus Berlin. Habe wohl nix verpasst. 😂
    Anschließend legen wir uns schlafen, denn wir wollen früh los.
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  • Day282

    Wanderungen

    May 15 in Germany ⋅ 🌙 19 °C

    Die Nacht ist schweinekalt. Susanne hat sehr schlecht geschlafen, obwohl zig Decken da sind, aber wenn die Blase drückt und sie bei der Kälte raus auf Toilette muss......und dazu mich um kurz vor 5 wecken, weil sie das Schott nicht aufbekommt.......da ist dann "gute Laune" vorprogrammiert 😊. Danach schlafe ich noch ein wenig......Susanne wohl nicht. Als wir aufstehen geht Susanne für das Frühstück einkaufen. Ich mache mich fertig und koche Kaffee. Als Susanne zurück kommt frühstücken wir und besprechen, was wir heute ansehen. Wir entscheiden uns für die Burg Rheinfels. Dann erzählt sie mir, dass sie nachmittags zu ihrer Tochter nach Frankfurt fährt. Hä? Ich denke, dass wir ein paar Tage und Besichtigungen......... ok. Dann erzählt sie mir, dass so ein Schiff für sie wohl eher etwas für den Sommer ist.
    Dann machen wir uns fertig, gehen durch die Altstadt und ich entdecke einen Friseur, der geöffnet hat. Sofort gehe ich hin und mach einen Termin für morgen. Dann wandern wir hoch zur Burg. Ja tatsächlich HOCH. Mit dem Schiff geht es immer waagerecht, aber so nen Berg hoch......es ist echt anstrengend. Aber die Burg und das Museum entschädigen uns. Toller Ausblick auf den Rhein und die Stadt und auch den Hafen. Ich kann sogar mein Schiff sehen.......sehr klein, tief unten. Nach einiger Zeit gehen wir langsam nach unten, essen noch ein Eis und dann fährt sie ab und ich gehe zurück in den Hafen.
    Hier kommt eine Motoryacht und legt neben mir an. Der Name ist "Jane Bond"......was für eine originelle Idee. Ein sehr freundliches Pärchen, wir erzählen eine Weile......woher .......wohin und Jane (so nenne ich die Frau) will mit mir mitfahren........ Wir haben ne Menge Spaß.
    Nach dem anstrengenden Tag gehe ich ins Hafenrestaurant und bestelle mir ein argentinisches Rumpsteak und ein Kölsch. So gesättigt, ziehe ich mich aufs Schiff zurück zum schlafen.
    Am Freitag stehe ich etwas später auf, da es immer noch morgens extrem kalt ist. Vorher hatte ich die Heizung angeworfen, damit das Schiff etwas durchwärmt wird. Gegen 9 Uhr stehe ich auf und gehe ausgiebig duschen. Nach einem guten Frühstück freue ich mich auf den Friseur. Gehe in die Stadt, wieder an der Eisdiele vorbei und zum Friseur. Danach sehe ich endlich wieder menschlich aus.
    Anschließend wandere ich am Rhein entlang zur Loreley und genieße den Anblick des Felsens. Aber ich möchte sie ja auch von oben sehen und deshalb muss ich also wieder den Berg gegenüber der Loreley raufkraxeln. Ich weiß echt nicht wie ich das geschafft habe, aber ich bin etwas höher als die Loreley, also zu weit gegangen? Nein, denn da sehe ich das wunderschöne Ausflugsrestaurant Maria Ruh und von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf die Loreley von oben. Es ist nix los dort, gar nicht so wie man es kennt, alles total überlaufen. Aber gut in dem Restaurant gibt es Weissbier und eine gute Gulaschsuppe, das bringt mir neue Kräfte. Der Rückweg fordert noch mal alle meine Kraft. Ich dachte es würde immer bergab gehen ,aber weit gefehlt es geht bergab und bergauf und so bin wieder total erledigt als ich in der Stadt ankomme.......ich brauche dringend ein Eis........
    Dann gehe ich auf mein Schiff, lege mich in die Plicht und schlafe tatsächlich vor Erschöpfung ein......😉😎
    Abends brauche ich einen Fitnessteller (mit Steakstreifen) um wieder zu Kräften zu kommen und natürlich ein Glas Wein und dann muss ich ins Bett.
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  • Day281

    Auf nach St. Goar

    May 14 in Germany ⋅ ☀️ 13 °C

    Wieder starte ich sehr früh. Um 6.30 Uhr lege ich ab und versuche sehr leise zu sein, damit ich Oli und Andi nicht wecke 😉 Es ist schweinekalt......und jetzt erzähle mir keiner was von Eisheiligen oder sowas. Ich will, dass es im Mai anständig warm ist. 🤣
    Aber ich freue mich auf die Etappe nach St. Goar, denn hier beginnt es mit den Schlössern und Burgen. Erst mal noch ein Bild von der Festung Ehrenbreitstein machen, ich hoffe, es ist nicht verwackelt, denn ich zittere vor Kälte. Ja ja Segeln ist Leben, aber ich habe nie gesagt, dass es dabei kalt sein soll.
    Ist schon beeindruckend diese Festung. Da kann man mal sehen, wozu die Menschen in der Lage sind, solche Bauwerke zu errichten und damit meine ich nicht die Fürsten und Könige, die haben schließlich am Allerwenigsten daran gebaut, sondern die normalen Bürger. Meistens Leibeigene, die oft noch nicht mal dafür bezahlt wurden......schließlich war es ja eine Ehre, für seinen Herrn zu arbeiten. Was man den Menschen für einen Unsinn erzählen kann........und irgendwie scheint sich das bis heute nicht verändert zu haben. Na ja ich will aber nicht politisch werden, da kriege ich nur schlechte Laune.
    Zum Glück fängt die Sonne an mich langsam zu wärmen. Die Sonne ist die schönste Einrichtung der Welt! Und dann kommen noch weitere Glanzstücke der menschlichen Baukunst rechts und links des Rheins, aber noch nur vereinzelt. Später ab Sankt Goar soll es ja noch viel mehr sein. Ein paar Eindrücke habe ich gefilmt und damit ihr endlich auch mal seht, dass wirklich ich da lang fahre, hab ich mich auch mal mit aufs Bild geschummelt.
    In St. Goar werde ich ein paar Tage Aufenthalt haben. Ich möchte mir einiges ansehen, das Schloss, das verschlafene Städtchen und den Blick auf die Loreley auch mal von oben. Außerdem wird mich eine Freundin aus Berlin für ein paar Tage besuchen und diese Besichtigungen mitmachen und dann kommt am Wochenende Michael und der fährt wieder für einige Tage mit. Darauf freue ich mich ganz besonders, denn das hat letztes Jahr viel Spaß gemacht.
    Die Fahrt vergeht relativ schnell, nur die letzten Kilometer schleicht meine "Schnecke" wieder so. Die Strömung ist extrem, ich merke es auch an der Berufsschifffahrt. Sie ziehen nicht mehr so schnell wie sonst vorbei, besonders die großen und mächtigen Containerschiffe haben auch zu kämpfen. Vor denen habe ich immer wieder Respekt, wenn die hinter mir auftauchen oder mir entgegen kommen. Dann komme ich an den Yachthafen von St. Goar, in dem ich wegen der geringen Tiefe in der Einfahrt nicht übernachten kann. Aber nun nur 2 Kilometer, dann erreiche ich den Stadthafen, da gibt es keine Probleme. Nach einer kleinen Biegung sehe ich schon das Schloss und unterhalb davon den Hafen. Unendlich langsam kommen wir der Einfahrt näher. Manchmal schaue ich zum Ufer rechts, ob ich überhaupt noch Fahrt mache und es sieht so aus als ob ich stehe, obwohl das Log 5,4 Knoten zeigt und das GPS die Fahrt über Grund mit 2,5 Kilometer anzeigt. Ich kann es kaum glauben.........aber doch nach und nach nähern wir uns der Einfahrt. Der Vorteil dieser langsamen Fahrt, ich kann mir lange die Lage und den Hafen ansehen. Ein kleiner, niedlicher Hafen und wirklich sehr schön gelegen. Tatsächlich schöner als der Yachthafen. Als ich endlich durch die letzten Strudel einfahre, macht die Mermaid einen kleinen Satz und die Geschwindigkeit geht auf fast 9 Knoten hoch, ich nehme das Gas weg, fahre langsam auf die Boxen zu und da kommt auch schon der Hafenmeister und zeigt mir in welche ich soll. Der Hafen ist relativ leer. Aber auch hier lerne ich die Freundlichkeit der Menschen kennen und dazu noch einen jungen Mann, der mit seinem halb selbst gebauten Motorboot, den Rhein abwärts bis Duisburg und dann nach Kiel will. Er lebt auch auf seinem Schiff, hat Maschinenbau studiert und will in Kiel noch Schiffbau studieren. Wir verstehen uns auf Anhieb und Lucas kommt noch auf mein Schiff und wir tauschen ein paar Daten von Häfen und schönen Plätzen aus und natürlich unsere Telefonnummern. Dann muss Lucas los, weil er packen und anschließend losfahren will.
    Ich kümmere mich um mein Schiffchen und dann meldet sich Susanne, dass sie gegen 18.00 Uhr da sein wird. Als sie kommt, essen wir noch etwas und klönen, bis wir gegen 22.00 Uhr jeder in seine Koje krabbeln.
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  • Day279

    Fahrt zum Deutschen Eck

    May 12 in Germany ⋅ ⛅ 11 °C

    Kein Lüftchen regt sich und das Wasser im Hafen ist spiegelglatt. Aber es ist kalt, sehr kalt, dafür strahlender Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel als ich wieder um 7 Uhr ablege. Auch hier waren die Menschen wieder sehr nett.
    Wenig Verkehr und nach und nach wärmen auch die Sonnenstrahlen. Es wird eine ruhige Fahrt. An einigen Stellen ist die Strömung so stark, dass ich noch langsamer voran komme.......aber ich habe ja Zeit.
    Es liegen ein paar kleine Dörfer und Städte am Ufer, bei denen ich mir nicht sicher bin ob ich schon in Italien oder Griechenland bin. Viele Sonnenbeschienene Weinberge, bei deren Lage schon klar ist, dass es gute Reben geben wird.
    Ich esse mal wieder mein obligatorisches Frühstück, 2 Äpfel und 2 Brote, dazu Mineralwasser. Kaffee oder Tee habe ich mir dieses Mal nicht gemacht, wird einfach zu schnell kalt. Die Warmhaltebecher halten am längsten die Kälte, aber nicht die Wärme. Heute ist es mir egal, denn die Sonne verbreitet gute Laune.
    Je näher ich dem Deutschen Eck komme, desto stärker wird der Verkehr. Und dann sehe ich es, aber kaum Menschen da.......alles ist still, kein Trubel, Fahrgastschiffe wie man es sonst aus Filmen und Berichten kennt. Corona hat alles lahmgelegt. Ich mach schnell ein paar Bilder, dann muss ich mich auf die Einfahrt in den Hafen konzentrieren. Der liegt direkt gegenüber vom deutschen Eck und unterhalb der mächtigen Festung Ehrenbreitstein.
    Die vorletzte Box hat der Hafenmeister mir reserviert und es ist auch kein weiterer Platz frei. Als ich einfahre, springen 2 Jungs (Oli und Andi wie sich später rausstellt) vom Nachbarboot und helfen mir beim Anlegen.
    Wir quatschen noch etwas und verabreden uns später für ein Bier. Dann klariere ich ein und kümmere mich ums Schiff. Anschließend ziehe mich etwas um und gehe nach Koblenz in die Altstadt. Dort hole ich mir ein Döner und will zu Lidl Bier holen, dabei merke ich, dass ich meine Maske vergessen habe. Also zurück zum Döner Imbiss und dort geholt. Dann gehe ich zurück in den Hafen und trinke mit den beiden Jungs etwas und wir erzählen von uns. Dabei wird klar, dass die beiden genau das durchziehen, was ich auch mache, nur früher. Sie sind zwischen 40 und 45 und haben sich in Hamburg ein Motorboot gekauft und leben die meiste Zeit darauf und fahren dorthin wo es ihnen gefällt. Und wir stellen fest, dass wir ähnliche Ziele im Auge haben. Sie wollen auch ins Mittelmeer, es ist nur noch nicht klar ob vom Atlantik oder auch über die Donau! Auf jeden Fall wollen sie auch noch die Mosel etwas erkunden, sie haben eben auch Zeit, denn sie leben auch ihren Traum. Einfach toll und sympathisch die beiden, wir tauschen unsere Telefonnummern aus, da wir uns sicher sind, dass wir uns noch ein paar Mal auf dieser Welt treffen werden. Wieder geht ein wundervoller Tag zu Ende.
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  • Day278

    Zum Hafen Brohl

    May 11 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Um 6.30 Uhr lege ich ab, bei strömenden Regen. Erstaunlicherweise klappt das "Ausparken" aus der engen Box sehr gut. Habe heute zum ersten Mal meine Segelstiefel an und auch sonst noch ein paar andere Sachen und fühle mich eigentlich ganz gut. Los geht es auf den Rhein und ich freue mich, dass es heute nur 38 km sind. Ich habe nämlich die Touren verkürzt. Gegen Mittag hört es endlich auf zu regnen, aber es kommt ein scharfer Wind aus ? .........Natürlich von Achtern. Ich bin bedient, wenn ich jetzt wenigstens Segel setzen könnte.
    Jetzt merke ich, dass noch ein Pullover vielleicht nicht schlecht gewesen wäre. Das Panorama rechts und links kann mich auch nicht aufbauen. Mein Rücken ist ganz kalt als ich in Brohl ankomme und der Wind bläst immer noch kräftig, dafür scheint die Sonne. Ich muss das Schiff gegen den Wind an den Steg legen. Haha.....denke ich, das haben wir doch gelernt.....aufschiessen in den Wind, aber bevor ich dazu komme auf den Steg zu hüpfen, fahren wir rückwärts. Also Maschine vorwärts, dann Leerlauf und während meine Meerjungfrau noch langsam fährt, springe auf den Steg und lege sie fest. Ich brauche fast ne halbe Stunde, um sie an drei Punkten richtig festzulegen und dann noch zwei Sorgleinen zu legen. Nun bin ich zufrieden und es ist erst 16.30 Uhr. Jetzt los zur Tankstelle und Diesel holen. Danach koche ich mir erst mal was, mache die Anmeldung und jetzt ist es gleich 21.00 Uhr und ich werde schlafen gehen. Morgen geht es nach Koblenz, 30,3 km und übermorgen noch einmal 30 km bis Sankt Goar.
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  • Day278

    Nach Mondorf

    May 11 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Sonntag! Ich starte um 6.20 Uhr bei durchwachsenem Wetter. Es zieht sich immer mehr zu und nicht lange, da beginnt es zu regnen. Ach was sag ich, es schüttet. Zweieinhalb Stunden und ich bin durchweicht bis auf die Haut. Nur der Oberkörper ist halbwegs trocken, dank der guten Segeljacke. Segeln ist Leben ist ja mein Motto. Zum Glück ist wenig Verkehr.
    Als es endlich aufhört zu regnen, weht ein kühler Wind von Achtern. Ich liebe Segeln. 😂
    Die Einfahrt vom Hafen Mondorf ist schön tief, der Hafen ist sehr eng. Dazu kommt der rauhe Wind nun von Steuerbord und ich habe Probleme das Schiff in die enge Box zu fahren. Schaffe es aber, stoppe auf und springe auf den Steg und belege die Mittelklampe, aber das Heck driftet weg. Mit großer Mühe schaffe ich es, das Heck wieder zum Steg zu ziehen und als ich dabei bin sie auch hinten zu belegen, höre ich wie jemand sagt: "Ganz schön windig heute, da hat man Probleme beim Vertäuen" Ich frage den älteren Herrn ob er mich hat einfahren sehen und er bejaht. "Aha", sage ich "sind alle hier im Verein so nett?" Aber natürlich meint er doch tatsächlich und fragt, woher ich käme und wohin ich wolle..... Aber ich habe keine Lust mehr auf Unterhaltung und wimmele ihn ab, weil ich mich erst um mein Schiff kümmern müsse.
    Als ich fertig bin, gehe ich HEIß duschen und falle in die Koje. Immerhin waren es wieder fast 11 Stunden "auf See".
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