Liesa Streller

Joined April 2019
  • Day43

    42. Tag: Porto und Abreise

    June 14 in Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Es war irgendwie ziemlich hell und laut in der Nacht. Laut, weil eine stark befahrene Straße direkt vor den Fenstern lag und hell, weil niemand die Fensterläden zugemacht hatte. Habe also eigentlich so wie immer geschlafen 😅
    Nach dem aufstehen, duschen und Rucksack packen bin ich mit David runter zum inkludierten Frühstück. Das war herrlich! Es gab Käse, Wurst, gekochte Eier, Kaffee, Milch, Müsli, leckere Kuchen und verschiedene Säfte. Das war echt toll mal ein „richtiges Frühstück“ essen zu können. 😅
    Gegen halb 11 bin ich dann mit David noch schnell in die Stadt zur berühmten Bogenbrücke von Porto, die Ponte Dom Luís I. Zuerst sind wir oben lang gelaufen, wo die Straßenbahn/Metro fährt und dann sind wir auf der Brücke auf der unteren Ebene zurück, wo Autos lang fahren dürfen. Nach einem kurzen Blick in den Bahnhof, der richtig schön mit Mosaikbildern aus blauen Fliesen bestückt ist, sind wir wieder zurück zur Herberge. Ich bin dann direkt zur Metro - ab auf den Flughafen... verrückt.. ist die Zeit wirklich schon vorbei!? Aber bisher hatte ich ja schon fast zwei Tage, um mich mit dem Gedanken anzufreunden.
    Gegen 13 Uhr bin ich am Flughafen angekommen und 15.30 Uhr soll der Flug gehen.. also erst mal adiós zu Spain und dem Camino.... auch adios zu Portugal. Aber ich denke, ich werde wiederkommen und als nächstes vielleicht den Camino Portuguese laufen 🙈
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  • Day42

    41. Tag: Santiago de Compostela & Porto

    June 13 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    So die Nacht heute war natürlich viel zu kurz, denn ich wurde heute unsanft von dem Licht genau über meinem Bett geweckt, dass Punkt 8 Uhr eingeschalten wurde. Also stand ich widerwillig auf und machte mich und meinen Rucksack bereit. Den Rucksack konnte ich glücklicherweise bis zum Nachmittag dort lassen, denn mein Bus nach Porto ging erst 17.30 Uhr.
    Mein Ziel heute war es mich in Santiago noch etwas umzuschauen und vielleicht etwas zu shoppen was ich heute Nachmittag und morgen auf der Heimreise anziehen konnte, da ich mich mit meiner kurzen Hose und den schwarzen Strumpfhosen mit quietschgelben Flip Flops - so außerhalb des Pilgerlebens - nun überhaupt nicht mehr wohl fühlte. Doch das war erst mal nicht so wichtig. Ich verließ die Herberge/Hostel gegen 10 Uhr und wollte bis die Pilgermesse um 12 anfing noch in den einen Park von wo man einen tollen Ausblick auf die Kathedrale hat und wollte noch mal einen Blick in die Kathedrale werfen und den heiligen Jakobus sehen bzw. zu umarmen. Von außen sah man nicht, dass drinnen so sehr gewerkelt wird. Aber die Kathedrale wird noch bis nächstes restauriert. Das riesen Pendel, das sonst in den Pilgermessen geschwungen wird, war leider auch eingerüstet. Für den heiligen Jakobus war es leider schon zu spät, denn es war schon schon kurz nach 11 als ich mich in der Schlange anstellte und die war einfach nur unglaublich lang. Außerdem hatte ich noch nichts zum Frühstück gegessen... Also entschied ich mich gegen den heiligen Jakobus und dafür in Richtung der Kirche San Francisco zu gehen, wo die Pilgermesse ausweichsmäßig täglich um 12 stattfindet. Leider nur auf Spanisch, wie ich dann feststellte 😌 Es gab auch eine auf deutsch um 8 (viel zu früh) und eine auf Englisch um 18 uhr (leider zu spät für mich wegen meinem Bus) 😅 Naja gut, dann vielleicht beim nächsten Mal.
    Die Pilgermesse ging eine gute dreiviertel Stunde in der ich einfach so gut wie gar nichts verstand. Aber immerhin die Orgel klang sehr schön, auch wenn prinzipiell nicht viel gespielt wurde. Als es vorbei war konnte ich dann endlich mal was essbares suchen. Ich entdeckte dann ein ganz niedliches Café wo ich mich hineinsetzte und es gab wie immer Café con leche und noch mal ein Stück des leckeren Cake de Santiago ☺️ Dann lief ich noch eine Weile durch die Altstadt in der Hoffnung ein paar geöffnete Klamottenläden zu finden, was natürlich sinnlos war, denn die Siesta war ab 13/14 Uhr in vollem Gang 😅 Also bin ich wieder in Richtung Hostel, da ich wusste, dass es dort auch noch ein paar Klamottenläden von bekannten Ketten gab. Letztendlich wurde kurz bevor ich wieder in der Herberge sein wollte noch fündig. Ich kaufte eine Hose und ein Oberteil, ließ die Etiketten direkt abschneiden und ging wieder ins Hostel. Dort zog ich mich um und machte mich zur 1,8 km entfernten Bushaltestelle. Halbe Stunde laufen.. Oh Gott dachte ich und überlegte zwei mal, ob ich mit dem Bus fahren sollte. Aber nein, immerhin bin ich jetzt 850 km zu Fuß unterwegs gewesen, dann schaffe ich das auch noch. Also machte ich mich gegen 16.30 Uhr auf den Weg und war kurz nach 17 Uhr an der großen Fernbushaltestelle. Dort gönnte ich mir noch schnell einen Kaffee und noch ein Croissant für unterwegs, denn der Bus nach Porto fährt bis ca. 21 Uhr. Der Bus war pünktlich und im Bus hatte ich dann zum ersten Mal etwas Zeit alles sacken zu lassen, zu verarbeiten und zu realisieren, dass dieses kleine Abenteuer wohl jetzt wirklich "schon" vorbei ist.

    Der Bus kam überpünktlich in Porto an. Ich hatte wieder einen halbstündigen Spaziergang vor mir bis zum Hostel. Ich checkte halb 10 ein und keine halbe Stunde später saß ich mit einem Polen und drei jungen Amerikanern, die in der Nähe von Fort Mill studiert hatten im Hostelaufenthaltsraum bei Bier (die Amis - Stuart, Kevin und Welldon) und Rotwein (der Pole - David und ich). Das war auch noch mal ein witziger Abend, den ich so nicht erwartet hatte 😁 Gegen 12 war ich dann so müde, dass ich schlafen ging. Die drei Amis sind dann noch mal auf Tour und wollten natürlich, dass ich mitkomme. Aber dafür war ich leider einfach zu müde 🙈
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  • Day41

    40. Tag: Salceda - Santiago (Teil 2)

    June 12 in Spain ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir liefen also die letzten paar km durch die Vororte von Santiago und erreichten nach einer gefühlten Ewigkeit endlich die Altstadt. Joseph entdeckte einen kleinen Laden, wo man verschiedenes Gebäck mit Anis und andere Dinge kaufen konnte. Da fing es doch tatsächlich noch mal mit regnen an und das nicht wenig. Daher gingen wir erst mal noch in eine Bar, wo Josephs Kumpel und viele Leute seiner „Camino-Family“ saßen und sich feierten, weil sie auch heute in Santiago ankamen. Ich fühlte mich leider etwas fehl am Platz, da ich die ganzen Leute ja nicht kannte. Und mit Joseph hatte ich ja auch noch nicht so viel Zeit verbracht... dann bekam ich in dem Moment noch eine liebe Nachricht von Rebecca, wodurch meine Traurigkeit komplett war. Aber dagegen kann man nichts machen. Die ganze Pilgerreise ist eben einfach eine seltsame Situation und eine recht lange Zeit, wo man viele Leute kennen und zu schätzen lernt. Wenn man dann den Moment des Einlaufens in Santiago nicht teilen kann, dann war das eben einfach -zumindest für mich- irgendwie traurig.
    In der Bar gab es dann erst mal zwei Gläser 🍷 und einen Schnaps, den Josepha Kumpel für uns Drei ausgegeben hat. Das war ein sogenannter Licor de Café. Schmeckte wie ein Jägermeister und im Nachgang wie Kaffee 😅 gefährliches Zeug. Als der Regen aufhörte, gingen wir kurze zeit später - leicht angeschickert- runter zur Kathedrale. Als ich die Kathedrale sah, kamen aber immer noch keine anderen Emotionen. Gigantisch sieht der Platz und die Kathedrale aber alle mal aus. ☺️ Wir machten dort also die obligatorischen Fotos in "Siegerpose". Erst allein, dann machten Joseph, Frederico (oder wie auch immer der Freund von Joseph hieß) und ich noch ein Foto zusammen. Dann erspähte ich in der Menschenmenge noch Kevin, der auch gerade erst eingetrudelt ist. Immerhin ein relativ bekanntes Gesicht... Darüber habe ich mich dann doch gefreut und schossen auch noch schnell ein Erinnerungsbild. Anschließend beschlossen Joseph und ich uns direkt noch die Compostela im Pilgerbüro abzuholen, da wir hörten, dass die Schlange momentan nicht so lang war. Nach ungefähr 30 min warten war ich dann an der Reihe. Man musste ein Dokument ausfüllen mit Namen etc. und musste die Motivation der Pilgerreise angeben. Ich kreuzte spirituell und relgiöse Motive an. Kreuzt man touristische Motive an, bekommt man glaube eine andere Compostela. Gegen 18.30 Uhr trennten sich Josephs und mein Weg, da er bei Frederico nächtigte. Ich hatte mein Bett in einer Herberge schon am Dienstag gebucht. Also lief ich dahin, checkte ein und ging duschen.
    Als das erledigt war, traf ich mich dann mit Cary (eine US-Amerikaierin aus Colorado) in einem Lokal in der Nähe der Altstadt, die schon seit Dienstag in Santiago war und aß mit ihr zu Abend. Bei mir gab es eine Gemüsesuppe. Gegen 22 Uhr brach ich dann dort auf und traf mich noch mit Mónica, die ja heute auch in Santiago ankam. Wir trafen uns in der Nähe des Lokals, wo ich war und liefen dann in die Altstadt. Zuerst in einem Lokal, wo wir noch einen Salat aßen, da Mónica nichts gegessen hatte und tranken Bier. Estrella Galicia, das Beste aus Galicien :D Anschließend gingen wir noch in eine weitere kleine Bar in der Altstadt, die so richtig urig aussah mit alten Gemäuern etc. (Davon habe ich leider kein Foto gemacht). Gegen 1 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Herberge bzw. Mónica zu sich nach Hause, die nicht weit von meiner Herberge entfernt wohnt. Letztendlich war es dann doch noch ein gelungener Abschlusstag/-abend für die Pilgerreise... 2.15 Uhr lag ich dann endlich im Bett und hoffte, dass ich etwas länger schlafen konnte.
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  • Day41

    40. Tag: Salceda- Santiago (Teil 1)

    June 12 in Spain ⋅ 🌫 12 °C

    Die vergangene Nacht war ganz ok. Es wurde zwar wieder heftig gepustet und geschnarcht, aber mit Ohropax stört es mich schon gar nicht mehr. Trotzdem wache ich immer in der Nacht auf, weswegen ich mich mittlerweile auch schon auf mein eigenes Bett in vertrauter Umgebung freue, dass ich nicht jeden Tag frisch beziehen muss. Obwohl ich das gestern auch nicht machen musste - welch Luxus 😻.
    Ich bin heute gegen 6.45 Uhr aufgestanden, da eh alle schon am rum rascheln und packen waren. Gegen 7.45 Uhr bin ich zum Frühstück in die Bar next door gegangen. Es gab wie es mir Joseph empfohlen hat die Tarte de Santiago. Eine Art Mandelrührkuchen. War auf jeden Fall sehr lecker.
    Es standen heute noch mal 28 km auf dem Plan. Das Wetter war wechselhaft sonnig und bewölkt bei 16/17 grad am Tag.
    Doch in den ersten stunden laufen (ca. bis 10 Uhr) war es richtig stark neblig. Ich startete mit Joseph nach Kaffee und Kuchen um 8.15 Uhr. Auf in den letzten Lauftag. 💪🏻 Heute gab es mehrere kleine Anstiege, die aber nicht weiter wild waren. Des Weiteren führte uns der Weg durch viele Wälder. Einige davon waren - wie auch schon in den letzten Tagen - angebaute Wälder mit Eukalyptus. Also nicht so wirklich Natur, obwohl es immer schön roch, wenn man durch läuft. Irgendwann war ich Joseph zu langsam, weswegen er vorerst von dannen zog. Ich wurde wirklich sehr langsam als ich realisierte das es nur noch ca. 12/13 km bis Santiago waren. Plötzlich wollte ich gar nicht mehr, dass die Reise bzw. das Abenteuer des pilgerns schon endet. Beim Punkt, wo es noch 12,5 km bis Santiago waren, gab es einen Stand mitten auf einer Art größeren Waldweg, wo ein Mann Früchte etc. und selbstgemachten Schmuck verkaufte. Es gab außerdem Stempel für den Pilgerausweis. Da ich noch Platz hatte, habe ich mir dort einen geholt, was ich nicht bereute. Es gab einen Stempel inkl. einer kleinen aufgeklebten silbernen Muschel. Ich ging weiter und nach einer Pause gegen 11.30 Uhr, die ich allein an einem betonklotz an einer Kurve machte und eine Kleinigkeit aß, ging es gegen 12 weiter. Als ich um die Kurve und 200 m weiter ging, sah ich, dass dort auch ein niedliches Café auf mich gewartet hätte. Aber naja. Von weitem sah ich dann auch schon Joseph draußen sitzen. Von dort aus liefen wir wieder zusammen.
    Wir unterhielten uns nett und regten uns auch über die ganzen Pilger auf. Massentourismus ohne Ende. Man kann oder will gar nicht allen hallo bzw. Buen Camino sagen.
    Naja irgendwann hatten wir noch eine kleine Kaffeepause und ein Eis. Ich gab Joseph eine meiner gefundenen Muscheln, da wir es davon hatten, ob er eine Pilgermuschel besitzt. Er antwortete mit nein und ich verneinte ebenso als er mich fragt. Im Gegenzug gab er mir eine toll aussehende getrocknete Blume, die er in den Bergen auf dem Primitivo gepflückt hatte. Irgendwann trafen wir in Monte do Gozo ein, dass nur noch 4 km von Santiago entfernt lag.
    [...]
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  • Day40

    39. Tag: Sobrado dos Monxes - Salceda

    June 11 in Spain ⋅ 🌫 13 °C

    So heute brach bereits der vorletzte Lauftag an. Nur noch heute und morgen bis ich in Santiago einlaufe.

    Ich habe heute wieder ganz gut geschlafen, da wir wieder nur zu dritt in der Herberge waren. Ich bin sogar erst kurz vor 7 von allein aufgewacht. Einen Wecker hab ich mir hier in der ganzen Zeit noch nicht gestellt. Um 8 bin ich aus der Herberge raus und habe mir wieder erst mal einen großen Kaffee und ein Bocadilla mit Schinken gegönnt. Dazu gab es ein Shotglas Orangensaft und ein halbes Croissant für 3 Euro! 😅
    Als ich heute startete waren es noch 60 Km bis Santiago. Heute stehen also 33 Km auf dem Plan bis Salceda. Ich startete also nach meinem gemütlichen Frühstück kurz vor 9 in Richting Boimil und Boimorto. Der Weg war wie die letzten Tage. Etwas Straße und teilweise schöner Wälder. Nach den ersten 12 Km (gegen 11.15 Uhr) machte ich die erste Pause in Boimorto in einem kleinen Café. In diesem Ort hatte man dann auch wieder die Qual der Wahl wo man lang gehen möchte. Entweder über Arzuá oder einen anderen Ort. Die letztere Option wäre kürzer gewesen, aber bietet kaum Herbergen. Also entschied ich mich über Arzuà zu laufen, wo dann auch schon mehrere caminos (primitivo und Francés) zusammen laufen. Das heißt, dass es ab da auch mehr Leute sein werden, die so unterwegs sind. Als ich gegen 15 Uhr schnell durch Arzuá durchlief, spürte ich dies bereits. Es gab zig Alberguen und Pilger soweit das Auge sehen konnte. Da aber die Leute vom Frances auch alle nachmittags fertig sind mit laufen befürchtete ich keine Massen auf den Wegen. Ich hatte lediglich Angst, dass ich keinen Schlafplatz mehr in Salceda (in einer der vier Herbergen) bekam und reservierte mir daher (bereits in Boimorto) vorher dort noch ein Bett. Jetzt konnte ich beruhigt gediegen ohne Stress weiter laufen. 3 km vor Ende traf ich noch einen jungen Polen (Philipp), der den Primitivo lief und auch um diese Uhrzeit und länger unterwegs oft, da er ein Zelt dabei hat.

    Die Herberge erreichte ich Dreiviertel 6. Nach meinen anfänglichen Motivationssxhwierigkeiten duschen zu gehen überwand ich mich dann doch halb 7 dazu. Gegen 7 bin ich dann ins Lokal 200 m von der Herberge entfernt gelaufen, um mir dort eine Kleinigkeit zu essen zu gönnen, da es hier wieder keine einkaufsmöglicheiten gab. Es gab einen Burger für 4 Euro und ein Glas Rotwein. 😅 dort traf ich auf den britischen Josef aus der Nähe von Chesterfield, den ich bereits in der Herberge gesehen hatte. Mit ihm aß ich letztendlich zusammen und wir unterhielten uns nett. Zurück in der Herberge bereitete er noch einen Tee für uns zu und dann hieß es um 10 ab ins Bett. 😴
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  • Day39

    38. Tag: La Laguna - Sobrado dos Monxes

    June 10 in Spain ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute habe ich ganz gut geschlafen, da wir ja nur zu dritt im Zimmer waren. Ich bin (auch wenn ich schon eher wach war) erst gegen 7 Uhr aufgestanden. Frühstück habe ich nicht wirklich gegessen, kein Kaffee auf jeden Fall. Ich bin letztendlich wieder 8.30 Uhr los und bin bloß 2 km gelaufen bis ich in Miraz ankam. In der Albergue bis wohin ich eigentlich gestern wollte, habe ich erst mal einen Kaffee getrunken und ein bocadillo mit jamon gegessen. Erst gegen viertel 11 bin ich dann dort los, weil ich dort noch eine nette Deutsche traf mit der ich mich nett unterhielt. In der Zeit beobachtete ich auch wie die Kühe, Schafe und Ziegen auf die Herde getrieben wurden.

    Der Weg verlief dann weiterhin sehr idyllisch durch kleine Orte und im Wald entlang, die oftmals mit vermoosten Schieferplattel gezäumt waren.
    Bei ca 70 km (nach gegangenen 17 km) also gegen viertel 2 habe ich einen Kaffee in einem privaten Haus/Café getrunken. Inmitten von Hühnern, Hunden und Katzen. Noch 11 km to Go bis sobrado dos Monxes. Die Zeit verging dann irgendwie nicht mehr so gut. Ich bin dann auch irgendwie langsamer geworden. Gegen halb 5 erreichte ich die Albergue/Herberge die ich mir raus gesucht hatte. Option war auch wieder ein Kloster mit insgesamt 120 Schlafplätzen, aber da es mir bisher in keinem Kloster gefallen hat, entschied ich mich dagegen dort zu nächtigen. Heute sind wir wieder nur zu dritt in einem Schlafsaal. 😅
    Der restliche Nachmittag/Abend gestaltete sich so, dass ich nach dem duschen noch schnell in das Kloster gegangen bin und es mir mal gaaaaanz kurz anzuschauen. Dort traf ich auf Karin, Alex und Armin, die dort nächtigen. Sie wollten gerade zum Abendessen in ein Restaurant gehen, wo es ein Pilgermenü gab. Ich schloss mich ihnen an. Von 19-21.30 Uhr aßen und tranken wir und dann gegen 10 hieß es schon ab ins Bett.. 😴
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  • Day38

    37. Tag: Vilalba - La Laguna (32km)

    June 9 in Spain ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute habe ich so la la geschlafen. Öfter wach gewesen. 6 Uhr hat einer direkt sein Licht am Bett angemacht, was voll in mein Gesicht schien etc.. aufgestanden bin ich trotzdem erst um 7, da ich einfach nicht mehr so motiviert bin, obwohl heute 32 km auf dem Plan stehen um es noch bis Mittwoch nach Santiago zu schaffen.
    Nachdem Michelle und ich alles gepackt und eine Kleinigkeit gefrühstückt hatten sind wir gegen halb 9 aus der Herberge raus. Michelle hat sich ihrem Knie zu liebe entschieden mit dem Bus gegen halb 1 nach Baamonde zu fahren. In der Zeit lief ich die Strecke 😅 es nieselte heute bis Baamonde durchgängig. Auf Dauer doch recht eklig, obwohl ich es mittlerweile schon schlimmer erlebt hatte. Gegen halb 2 war ich glaube in Baamonde. Eine kurze Kaffeepause habe ich in einem kleinen Ort mit Gerd, einem 73-jährigen Rentner aus Bremen gemacht. Den hatte ich vorher auf dem Weg schon getroffen. Bis zum Café und danach bis baamonde liefen wir zusammen. Er hatte einen recht zügigen Schritt mit dem ich kaum mithalten konnte obwohl er sich schon drosselte meinte er 🤦🏼‍♀️ naja in Baamonde wartete Michelle schon auf mich und wir aßen Pizza in einem Café/Bar (was weiß ich) ö. Die Pizza Tag gut, denn ich merkte schon wie meln energiespeicher kurz vor baamonde leer lief. Bernd lief indessen weiter.
    Erst gegen 15 Uhr bin ich weiter und kurz vorher traf auch Andreas (der Butler-Typ) in dem Café ein. Wir quatschten zu dritt noch eine wenig und 15 Uhr ging es für mich weiter nach La laguna. Noch 15 km oder so. Bock hatte ich nicht wirklich, aber immerhin war ich wieder trocken und es hatte angehört zu regnen. Zuerst ging es eine Weile an einer Straße entlang, wo auch die letzten 100 km anbrachen. Dann ging es durch total schöne Waldstücke. Es sah sehr verwunschen aus ☺️ kurz vor La laguna war dann wieder etwas mehr Straße. Aber alles in allem ganz schön zu laufen heute. Geil war, dass es nach Baamonde nicht mehr geregnet hatte.
    Gegen halb 7 erreichte ich die Herberge. Ich bezog mein Bett, aß noch mein Brot was ich mir Frühstück geschmiert hatte, ging duschen, wusch ein paar Sachen und buchte noch den Bus von Santiago nach Porto am Donnerstag und ein Hostel in Porto am Donnerstag. Danach ging es ins Bett... 😴
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  • Day37

    36. Tag: Abadín - Vilalba (21 km)

    June 8 in Spain ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute konnten wir wie gesagt bis 8 Uhr schlafen. Das war toll. Ich war zwar schon etwas eher wach, aber ich bin trotzdem erst gegen 8 raus 😁 Ich habe auch ganz gut geschlafen, da wir nur zu dritt im Zimmer waren.

    Nach dem Frühstück (Toast, Marmelade, zwei Kaffee und etwas Obst mit Naturjoghurt) habe ich meine sieben Sachen gepackt. Wie erwartet waren wir aber auch die letzten, die 9.45 Uhr die Herberge verließen 😅
    Die ersten 6 km führten uns sehr schön durch den Wald. Das lief sich wirklich schön. Wir hielten dann bei der Herberge an, bis wohin ich gestern ursprünglich noch wollte und tranken einen Kaffee. Das war auch eine sehr sehr schöne Herberge.
    Wir liefen dann weitere 9 km überwiegend durch schöne Waldwege. Wir unterhielten uns und damit verflog die Zeit. Eine komische Begegnung gab es unterwegs mit einem Typen, der an einer alten Brücke aus dem 17. Jh. selbstgemachte Holzohrringe etc. verkaufte. Der saß aber auf dem Boden neben dem aufgebauten Tisch und sprach uns direkt an als wir daran vorbei liefen. Er fing dann gleich an uns bisschen zu analysieren. Er kam schon bisschen so rüber als sei er auf Drogen. Sprach die ganze Zeit von irgendwelchen Schwingungen, die er von Leute empfängt. Er fragte mich zum Beispiel wovor ich Angst hätte und warum ich den Camino mache und so. Irgendwie wirklich eine spooky Begegnung. Wir sind dann nach ein paar Minuten dann weiter.
    Im nächsten Ort (Goiriz) machten wir erneut Pause im fast einzigen Café/Bar/Supermarkt in einem. Dort verbrachten wir ca. eine Stunde. Ich trank einen komisch schmeckenden Kaffee, aß ein Sandwich, ein Magnum Eis und trank noch ein Radler ☺️ Dort lernten wir einen deutschen kennen, der in Zürich in einem exklusiven Hotel ein Team von Butlern leitet. Mit ihm (ich kann mich grad nicht mehr an seinen Namen erinnern) sind wir dann noch weitere 6km bis Vilalba gelaufen.
    In Vilalba angekommen, checkten Michelle und ich gegen viertel 5 in einer Herberge in der Stadt ein. Ich ging nach einer kleinen weile chillen zuerst mal duschen und Michelle machte einen kleinen Powernap. Gegen 7 sind wir dann einkaufen gegangen. Für heute Abend paar Sachen und für den Weg morgen. Gegen 21 Uhr ging es dann schon Richtung Bett. Noch bisschen gemütlich entspannen im einzigen „privaten“ Bereich in Herbergen 😌 In der Herberge war es sowieso sehr kalt und nicht so gemütlich..
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  • Day36

    35. Tag: Lourenzá - Abadín

    June 7 in Spain ⋅ ☀️ 12 °C

    Heute bin ich um 7 aufgestanden und nach einem kurzen Frühstück und ewigem rumgemehre beim packen ging es kurz nach halb 9 gemütlich los. Das heutige Etappenziel war anfangs noch nicht ganz klar für mich. Ich wollte aber mindestens bis Abadín (ca. 22 km), aber möglicherweise noch 6 km weiter bis nach Castromaior. Aber das hing wieder stark vom Wetter ab, da es weiterhin kalt und regnerisch bzw. Sehr wechselhaft ist. Außerdem habe ich keine Lust mehr nur weiterzugehen, um das nächste Etappenziel zu erreichen. Im Notfall muss ich dann eben doch noch mal 10-20 km mit dem Bus fahren. Was solls 🤷🏼‍♀️ Wie mir Mónica schon sagte, bricht der Camino die Sturheit aller Menschen 😅

    Die ersten 8 km bis nach Mondoñedo sind wir noch zu dritt gelaufen. Es ging nach der Herberge ein ganzes Stück nach oben. Das war schon mal anstrengend! 😅 zwischendurch haben wir an einem Brunnen noch schnell ein Selfie gemacht, da hier auch grad mal kurz die Sonne schien. Es war wieder sehr wechselhaftes Wetter heute.. kurze Regenschauer und dann wieder Sonne. Kann man nix machen 🤷🏼‍♀️ dann kamen wir richtig in den Regen bis Mondoñedo. Dort machten wir die erste Pause in einem Café. Kim entschied sich dann auch dort zu bleiben. Michelle und ich sind dann aber weiter als der Regen stoppte. Uns standen noch ca. 15 km bevor und wir wussten, dass es jetzt einen ziemlich langen und anstrengenden Aufstieg gab. An einer schönen Stelle bei mehr als der Hälfte des Berges machten wir dann noch mal eine Pause und aßen eine Kleinigkeit (siehe selfie). Danach ging es noch Seiten bergauf. Belohnt wurden wir mit einer tollen Aussicht ☺️ danach ging es an einer noch bockt fertigen Straße bis nach Abadín weiter.

    Gegen 15.45 Uhr erreichten wir nach einem kleinen Schauer auf den letzten 500 m die Herberge, worüber ich natürlich wie immer sehr froh war. Ich hatte an dem Punkt dann doch keine Lust mehr noch weitere 6 km zu laufen. Zumal die Herberge sehr schön sein sollte, was sie auch tatsächlich war. Alles sehr neu, sauber, super ausgestattete Küche und Bad (sogar Fön), Handtücher und Bettwäsche gab es und Snacks (Obst, Chips, Kekse etc.), sowie Kaffee aus einem Bosch Vollautomaten und Frühstück gab es gratis. Und der Aufenthaltsraum war auch sehr schön und modern gestaltet mit Sitzkissen und so ☺️
    Wir gingen im Supermarkt nebenan (ein Spar 😅) noch schnell paar Nudeln und Tomatensoße kaufen und dann hat Michelle schon mal gekocht, da sie schon Hunger hatte 😁 Ich ging erst mal duschen, da ich mich ekelhaft fühlte und habe noch paar Sachen gewaschen, die ich dann so schnell wie möglich raus hängen wollte, damit die Sonne und der Wind noch ihre Arbeit erledigen konnten. Der Abend verlief dann noch ganz gesellig. Zuerst sprachen wir mit einem älteren Mann aus Boston, der aber etwas deutsch spricht. Promovierter Chemiker an Harvard. Hut ab ☺️ alles in allem ein netter, verrückter bzw. eigensinniger Mensch 😁 Dann sprachen wir noch mit einem Franzosen, der studierter Sexologe ist 🤷🏼‍♀️ nach einer Flasche Wein, did wir zu dritt tranken gingen wir gegen 23 Uhr ins Bett.
    Da uns morgen nur eine kurze Etappe bis nach Vilalba (21km) bevorstand fragten wir bis wann sog auschecken müsdten. Da der Besitzerwusste, dass es keine lange Etappe wird, sagte er das wir vielleicht so gegen halb 10 raus sein sollten. Das hieß das wir schön bis 8 Uhr schlafen könnten ☺️

    Meiner Blase geht es übrigens auch gut. Ich hatte heute gar keine Schmerzen mehr 🥳☺️
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  • Day35

    34. Tag: Ribadeo - Lourenza

    June 6 in Spain ⋅ 🌬 10 °C

    Heute haben wir alle schön bis um 7 geschlafen. Es gab sogar Frühstück inklusive Toast, Butter, Marmelade und Kaffee. Voll gut ☺️ (womit man als Pilger schon so zufrieden ist 😁)
    Wir liefen heute 8.30 Uhr wieder zu dritt los. Ein paar Minuten später trafen wir noch Mónica, die mit einem deutschen Johann gerade in einem Café frühstückte. Sie macht heute Pause in Ribadeo. Nach einem kurzen Austausch über die letzten Tage starteten wir dann schließlich 8.45 Uhr unsere angepeilten 27 km nach Lourenzá. Das Wetter war heute wieder beschissen angesagt m mit viel Regen. Aber immerhin regnete es noch nicht als wir starteten.
    Seit Ribadeo sind wir jetzt in Galicien. Noch ca. 190 km bis nach Santiago...
    Auf dem Weg fing es heute auf jeden Fall immer mal an mit regnen. Ich bin heute oftmals alleine gelaufen, da ich entweder schneller aber meistens langsamer als die anderen beiden war. Eine erste Pause haben wir zu dritt bei einem Anstieg gemacht (siehe Foto mit dem großen Baum und Video). Es ging heute viel Asphaltwege entlang und oft wieder auf und ab. So wie immer 😅
    Michelle und ich sind dann das letzte Stück (ca. 1,5 h) zusammen gelaufen und Kim war wieder von dannen. 5 km vor Ende haben wir noch mal eine Pause an einem Bushäischen gemacht, da heute auch wieder sehr wechselhaftes Wetter war und es zu diesem Zeitpunkt schon stark regnete.. wir aßen eine Kleinigkeit und dann ging es im Regen weiter.
    Gegen viertel 5 erreichten wir quasi durchnässt (es war schon schlimmer von den Schuhen und der Hose her) die Herberge in Lourenzá, in der wir vorher schon angerufen hatten und quasi Betten reserviert hatten. Aber es gab gar keine Platzprobleme. Wir waren letztendlich nur zu 7. in der Herberge, was sehr angenehm war.
    Ich lief heute übrigens den zweitens Tag mit einer weiteren Blase, die sich direkt an Gerda anschließt. Aber eine richtig große und dicke.. (siehe Foto).. sehr unangenehm war das heute jeden Fall.. als ich kurz im Zimmer auf dem Boden saß und etwas aß kamen zwei Italiener und fragten mich, ob alles in Ordnung sei. Der eine konnte sogar etwas deutsch. Ich sagte ja und das ich kaputt sei und zeigte meine Blase. Sie meinten dann dass sie mir helfen die Blase gescheit aufzustechen etc., aber vorher wollte ich mich duschen. Das tat ich dann auch, wusch noch en paar Sachen und dann konnte es los gehen. Nadel, Faden, jod, Spritze und klebepapier wurden benötigt. Jetzt habe ich zwei Fäden in der Blase drin, damit das Loch nicht wieder zu geht und sich keine neue Flüssigkeit darin bildet. Muy guto kann man da nur sagen 😅 danach hieß es dann essen fassen. Also sind Michelle und ich in ein Restaurant und aßen zu Abend. Kim hatte keine Lust, da er sich paar Nudeln machen wollte. Gegen 21.30 Uhr waren wir zurück und dann ging es direkt Richtung Bett. ☺️
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