Simone und Luca

Joined November 2017Living in: Uruguay
  • Day222

    Santa Marianita Pics

    July 9 in Ecuador
  • Explore, what other travelers do in:
  • Day206

    Enter to Ecuador

    June 23 in Ecuador

    Wie ging's von Cusco jetzt nach Ecuador?
    Wir haben Gott sei Dank noch einen bezahlbaren Flug bis nach Piura, in den Norden von Peru, gefunden und sind von dort aus nach Mancora, kurz vor der Grenze von Ecuador, gereist.
    Unser Ziel war es bis nach Santa Marianita in Ecuador zu kommen, denn da begann unser neuer Workaway.
    Da wir noch etwas Zeit hatten, bevor wir mit unserem Host verabredet waren, haben wir also 2 kurze Zwischenstopps in Mancora und Montañita gemacht.
    Mancora ist der ruhigere Ort von beiden, doch beide sind grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Strand, Bars, Restaurants, Surfen und bunte Geschäfte für Touristen. Angenehme Urlaubsort für junge Leute sozusagen.
    Was in Mancora übermäßig auffällt ist jedoch, dass sehr viele tote Tiere am Strand liegen. Große Schildkröten, Fische, Robben, Pelikane und so weiter...
    Bei toten Robben klauen die Leute die Stoßzähne und verkaufen sie auf der Straße für kleines Geld. War interessant mitzubekommen.

    In Montañita dagegen ist alles etwas größer, aufgeräumter und attraktiver gestaltet.
    Ein leckeres Restaurant jagt das Andere und mit Surfer Mode the same.
    Hier haben wir auch unsere kolumbianische Freundin kennengelernt mit der wir sehr bald uns wieder treffen, um ein Stück gemeinsam zu reisen.

    Ab der Grenze nach Ecuador, zwischen Mancora und Montañita haben wir erstmal festgestellt, dass wir nicht 6 sondern nur 3 Monate Aufenthalt scheinbar haben durften. Das Gesetz hat sich wohl geändert, denn zuvor waren es 183 Tage, weswegen wir nachzahlen durften. Unser letztes Geld hat fast auf den Cent genau gereicht, puh was ein Glück. Denn dort gibt's keine Automaten.

    In Ecuador dann angekommen mussten wir uns erstmal wieder umgewöhnen.
    Anderes Geld, andere Essen, andere Leute, anderes Spanisch.
    Aber so viel haben auch noch nicht gesehen von Ecuador, um das umfassend zu bewerten.

    Nach Montañita ging es also nach Santa Marianita.
    Dort wartete Roman auf uns. Ein, wie wir nach und nach mitbekamen, wirklich skurriler und etwas ominöser Russe, der hier schon einige Jahre lebt.
    Seine Art und Weise uns über die Tätigkeit zu instruieren war schon grenzwertig. Ich denke pedantisch trifft es ganz gut, um ihn an der Stelle zu beschreiben.
    Er nimmt alles überordentlich genau und bewacht auch alles zu jeder Zeit.
    Außerdem weiß man nie was in ihm grade vorgeht.
    Dennoch müssen wir ihm zugestehen, dass er ein freundlicher und korrekter Kerl ist. Wir haben wenig mit ihm zu tun, obwohl er neben an wohnt, doch das macht nichts.
    Er hat ein Haus am Strand, 3 Hunde, einen Pool und 5 Apartments. Das Haus nennt sich übrigens los sonidos de las olas, was so viel wie das Rauschen der Wellen bedeutet. Können wir bestätigen, hört man immer.
    Eins der 5 Apartments gehört ihm, 3 vermietet er und in Einem dürfen wir wohnen.
    Der Deal ist morgens und abends jeweils Blätter einsammeln, Pool öffnen bzw. schließen, auf die Hunde ggf. aufpassen, gießen und solche Kleinigkeiten. Im Gegenzug gibt es die Unterkunft gratis.
    Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.
    Und da wir hier im Kite-Paradis von Ecuador vor der Haustür haben, hat Luca die Chance ergriffen und nun mit dem Kiten wieder begonnen.
    An manchen Tagen ist der Wind besser an manchen schlechter, aber wenn er da ist, dann geht's raus aufs Meer.
    2 mal ist direkt hinter bzw vor ihm ein Wal aufgetaucht. Leider war die Kamera in dem Moment nicht gezückt. Das wär Was gewesen!
    Denn hier ist zur Zeit Wal Saison. Die Wale kommen mometan alle zum Gebären ihres nachwuchses hoch geschwommen. Man sieht täglich mehre Wale die ihre Fontänen sprühen oder komplett aus dem Wasser springen. Faszinierend.
    Und wenn es richtig Wind halt, dann kommen auch mal riesen Wellen, die mehr als doppelt so groß wie wir selbst sind. Da macht das Wellenspringen richtig Spaß! Mal schauen, ob ihr in der wel le auf dem Bild was erkennt....

    Außerdem gibt es jede Menge Fischerboote hier, die auch direkt vor unserem Haus manchmal ihren frischen Fang entladen. Frischer und günstiger bekommen wir wohl keinen Fisch hier.
    Eine Dorade ist so ziemlich das kleinste was sie da rausholen. Not to bad.
    Das haben wir uns dann auch gleich mal gegönnt ;)

    Diese Phase ist wie ihr lesen könnt also sehr entspannt im Moment.
    Für ein paar Wochen mussten wir nicht ständig das Hotel wechseln, haben keine langen Busfahrten auf uns nehmen müssen und es bedurfte keine Planungen.
    Das war sozusagen der Urlaub unserer Reise ^^

    Doch der Ort ist eher klein und entsprechend wohnen hier wenige Leute und es gibt auch nicht viel zu tun. Dafür ist es leichter dann neue Leute kennenzulernen ;)
    So haben wir tagelang niemanden gekannt und an einem Tag alle, die um uns herum wohnten quasi auf einmal kennenglernt. Und schon fühlt man sich nicht mehr einsam hier.
    Es gab sogar Führungen durch deren Privathäuser. Will sagen, die Leute sind hier sehr offen Anderen gegenüber.

    Der Haken bei dem kleinen Dorf ist, um uns zu versorgen müssen wir, weil der Ort so klein ist und es kaum Lebensmittel gibt, mit dem Camionetta nach Manta fahren. Ein Camionetta ist ein Pick up mit überdachter Ladefläche.
    Das dauert etwa eine halbe Stunde und ist mit der Volksfest Achterbahn "Wilde Maus" vergleichbar.
    Man wird hinten auf einer quasi losen Bank die entsprechend wackelt zusammengestopft bis die Leute kaum noch den kleinen Zeh bewegen können und dann geht's ab. Die engen Kurven und davon gibt es einige, werden immer wieder gerne mit Schwung genommen und hinten schüttelts einen durch. Oder auch nicht, wenn man von allen Seiten quasi eingeklemmt ist hahah.
    Ist Manchen mit einem vollen Magen vielleicht abzuraten.

    Ansonsten genießen wir die letzte Zeit am Strand, denn demnächst geht die Reise wieder weiter. Diesmal zu 3.
    Und dann kommen uns schon bald die Ersten in Kolumbien besuchen, worauf wir uns sehr freuen ! ;)

    Ganz liebe Grüße an alle die uns hier verfolgen und adiós (=zu Gott).
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  • Day178

    War ein straffes Programm die letzten Tage gewesen. Ich mein, wir machen das ja nicht zum Vergnügen hier.
    Von Huaraz nach Pisco, rüber nach Paracas zu den islas balletas weiter nach Huacachina in die Wüste und bis nach Cusco und Machu Picchu.

    In Pisco angekommen mussten wir natürlich gleich testen, ob die Piscos hier so legendär sind wie alle behaupten.
    Aber wir hatten leider nicht die körperliche Verfassung, um alle testen zu können. Ich denke das hätte im starken Delirium geendet.
    Doch wir waren zufrieden mit denen die wir bis dahin getestet haben. Besonders scheint auch der Marajuca Sour zu sein, den Simone auch gerne mochte.
    Doch Pisco war nur ein Zwischenstopp, denn der kleine Ort hat nicht viel zu bieten. Also ging es nach Paracas. Der Ort ist winzig, aber einen Ausflug wert. Sehr schnucklig, viele Restaurants, Ausflugmöglichkeiten und Surf Optionen. Wir haben uns für die Bootstour zu den islas balletas entschieden, welche eine Felsgruppe auf dem Meer ist, die von allen möglichen Vögel bewohnt wird. Die Ballestas-Inseln werden von verschiedenen Seevögeln wie Pelikanen, Möwen, Kormoranen und den sogenannten Peru-Tölpeln sowie von Seelöwen und Pinguinen bevölkert. Es waren unfassbar viele Vögel dort. Der kalte Humboldt-Strom vor der peruanischen Küste sorgt für Fischreichtum und macht diese Artenvielfalt erst möglich. Wir haben sogar einige Delphine sichten können. Sie haben sich unseren Boot bis auf 3 Meter genähert und sind regelmäßig im Duo an der Oberfläche erschienen. Genau zur richtigen Zeit waren wir also gekommen.
    Auf der Bootstour zu den Ballestas-Inseln wartete gleich zu Beginn noch eine weitere Attraktion auf uns - El Candelabro – ein riesiges 2000 Jahre altes Scharrbild nach dem Vorbild der Nazca-Linien, das sich an einem Berghang befindet und das man vom Boot aus sehr gut erkennen kann.
    Aber leider keine echte Nasca Linie. Es symbolisiert eine San Pedro Pflanze. Es gibt verschiedene Vermutungen wie das Bild da reinkam, doch keiner weiß es mit Sicherheit.

    Doch auch Paracas haben wir nicht all zu lange besucht, da es ein gutes Stück teurer war als der Durchschnitt. Von Paracas ging's an den Nasca Linien vorbei, man brauch ja immer einen Grund um auch wieder zurückzukehren, bis nach Huacachina. Das ist eine große Wüste mit einer schönen Oase in der man wohnen kann. Die Dünen sind so groß, das man in guter Kondition eine halbe Stunde zu Fuß hoch brauch. Um mal eine Dimension zu erschaffen. Von dort aus hatten wir nicht nur einen super Sonnenuntergang und einen echt coolen Ausblick, sondern wir haben uns da einer Tour angeschlossen weswegen fast alle Besuche hier sind.
    Das Strand Buggy fahren und das Dünenboarden. Unser Fahrer hatte in unserem Käfig mit 4 Rädern ordentlich PS unter der Haube und hat nicht gezögert diese auch auszufahren. Es ging mit einem Affenzahn die Dünen hoch und runter, Schräglage und Wettrennen auf der Graden. Der Fahrer verarschte uns immer, er sagte schau mal da und zeigt nach oben rechts und dabei ging es steil die nächste Piste runter, was den Adrenalinfaktor erhöhte. Aber es hat sau Spaß gemacht.
    Aber auch Paragliding und Quad fahren sind hier Alternativen, damit einem nicht langweilig wird.
    Die Sandboards wären auch ganz witzig, aber leider haben wir keine guten Bretter bekommen, was eine aufrechte Fahrt fast unmöglich machte. Dafür kann man auf dem Bauch zum Beispiel super runter rasen.
    Also es ist ein Fun Ort, der definitiv einen Abstecher wert ist.

    Nach Huacachina ging es in die ehemalige inka Hauptstadt Cusco, welche auch heute noch wirklich schön ist. Die Stadt wird mit Liebe behandelt und das kann man an sehr vielen Ecken sehen. Genauso wie es hier wohl das Schlemmerparadis für alle Liebhaber der peruanischen Küche ist. Die Stadt hat so viel zu bieten, dass man hier gute zwei Wochen jeden Tag was anderes machen kann. Inka Trails, Ruinen, die Rainbow Mountain, das Sacred valley oder der Klassiker Machu Picchu.
    Wir haben uns für die Rainbow Mountains und Machu Picchu entschieden. Doch leider hat unser Wecker beim ersten Ausflug nicht geklingt, was zur Folge hatte, dass wir die Rainbow Mountains leider verpasst haben. Wirklich sehr schade, doch die Tour wollten wir nicht erneut kaufen.
    Aber uns blieb ja noch der Machu Picchu.
    Unser Anbieter Marvelous bot uns ein attraktives Angebot für eine 3 bzw 4 tägige Tour an, in der sowohl Mountainbiken, Rafting und Zippling zu der Machu Picchu Tour dazu gehörten.
    Die Tour fing um 6 Uhr am Plaza de Armas an und es ging direkt auf 4350 Meter. Oben angekommen wurden die Bikes und die Schutzkleidung vorbereitet und das downhill fahren (2000 Höhenmeter) konnte starten. Dieses Mal auf asphaltierter Straße.
    Machte schon gut Spaß, doch leider ging es Luca nicht so gut, somit konnte er es nicht ganz so geniessen..
    Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Rafting.

    Zwei Boote mit 7 Mann besetzt. Und natürlich haben unsere Guides sich reichlich Spaß mit uns erlaubt und uns natürlich sowohl gegenseitig als auch untereinander nass gemacht. Manche gingen sogar von Bord. Die Strömungen waren schon Stufe 4 von 5. Also es ging gut ab. Und um den Tag gut abzurunden, gab es für alle die wollten auch noch eine Dampfsauna im Nachgang.
    Am nächsten Tag gab es noch Zippling. Ich denke hier muss man nicht viel erzählen. Es war zwar kein Adrenalinkick, aber es hat Spaß gemacht. Für Luca war's das erste Mal.

    Aber die Sensation auf die wir alle gewartet haben kam erst zum Schluss. Machu Picchu. Wir schliefen die Nacht vorher in agua caliente, was etwas 20 Minuten vom Fuße des Berges entfernt ist.
    Dort ist uns wieder ein Missgeschick passiert. Wir wollten um 4 Uhr das Haus verlassen, um rechtzeitig hochzukommen. Doch wir dachten es sei bereits 6 Uhr morgens und der Tag sei gelaufen.
    Als wir gestiefelt und gespornt vorm Hotel standen, stellten wir fest, dass es die deutsche Zeit war. Also war noch nix verloren, außer ein paar Nerven.
    Um 4 ging es dann aber wirklich los. In Scharen kommen die Leute früh morgens an die Tore des Machu Picchu, um ihn zu Fuß zu besteigen.
    Wir gehörten auf jeden Fall zu den Erstens morgens und sind voller Anstrengung in der Dunkelheit die 1800 Stufen gelaufen.
    Oben angekommen hat uns unser Guide noch einige Informationen zum Machu Picchu gegeben, bevor wir einige Freizeit auf dem Berg hatten. Sicherlich spannend ihm zu zuhören, doch wir konnten ihm nicht alles glauben. Das Inka Reich ist doch zu mysteriös und es gibt zu wenig fundierte Beweise dafür. Während wir seinen Worten lauschten sahen wir einen dichten Nebel der über alle Berge hinwegzog und ein atemberaubendes Panorama bot. Kurz daraufhin gab's schon den Sonnenaufgang und der ganze Nebel verschwand. Strahlend blauer Himmel, schöner hätte es kaum sein können.
    Interessant war, dass mein Kompass auf dem Berg nicht funktionierte. Meine Kompassnadel ist durchgedreht, später im Hotel funktionierte er wieder.
    Also scheint er nicht kaputt zu sein. Nach mancher Recherche fand sich heraus, dass es scheinbar ein wahnsinnig starkes Magnetfeld unter dem Berg gibt, der das verursacht hat.
    Auf unserer Tour durch die Ruinen waren wir wirklich erstaunt mit welchen Fähigkeiten die Inka das geschafft haben zu erbauen. Erdbebensicher, sicher vor sintflutartigen Regen und eine intelligente Wasserversorgung gibt es. Aber es gibt sicherlich noch mehr aufzuzählen, was diesen Ort so besonders macht.

    Wir hatten sogar Glück und die Lamas haben uns besucht, also haben wir eine Fotoshooting mit den kamerageübten Lamas gemacht. ;) sehr süß .

    Unterm Strich hat es uns sehr gut gefallen und wir würden auch jeder Zeit zurückkommen.

    Aber jetzt genug mit Ausflügen fürs erste. Am 30.05. geht's mit dem Flugzeug weiter nach Piura und von dort aus nach Ecuador.

    Wir freuen uns auch von euch zu hören und bis dahin liebe Grüße.
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  • Day172

    Paramounts Pics

    May 20 in Peru
  • Day157

    Paramounts

    May 5 in Peru

    Morgens um 5 Uhr in Huaraz angekommen hat uns erstmal der Schlag getroffen. Anfang Mai ist das Ende der Regenzeit. Tagsüber hat man hier zur Zeit azurblauen Himmel und 30 Grad doch nachts fröstelt es noch richtig. Also sind wir aus dem tropischen Huanchaco in einer Tiefkühltruhe gelandet, dachten wir.
    Also genau richtig für einen Ausflug in die Bergen 🙈

    Gelandet sind wir im kame house. Betrieben von einem jungen Peruaner, der nach zwei Jahren Reisen sich dachte ein Hostel in den Bergen soll seine Zukunft werden.
    Er hat einige Helfer, einen verrückten Hund und eine Baby Katze die sich ständig auf Trapp halten und mit denen wir eine gute und lustige Gemeinschaft geworden sind.
    Es ist nichts luxuriöses, aber man fühlt sich recht familiär hier.
    Und Huaraz bietet einen beeindruckend Ausblick in das Königreich der Anden. Und von unserem Dach aus, hat man den besten Ausblick aus der Stadt.
    Es ist eine Metropole für Hiker und Sportbegeisterte und wir haben irgendwie nun auch unseren Weg hierher gefunden. ^^

    Jedenfalls haben wir uns vor Ort erstmal über Ausflüge und Agenturen erkundigt.
    Hier in Huaraz gibt es soviel Optionen. Rock Climbing, Rafting, zippling, zahlreiche Bergtouren und vieles mehr.
    Unsere Entscheidung fiel recht schnell. Wir wollten den 4 tägigen Santa Cruz Trek mit den türkisblauen Seen auf uns nehmen.
    Kurze Fakten:
    - 31 Meilen lang
    - Höchster Punkt 4760 Meter
    - Schwierigkeitsgrad moderat bis schwierig
    Uuuund dieser Trek gehört zu den 3 schönsten gerankten Trekking-Touren der Welt. Jeder der mal einen Film von den Paramount Studios kennt, der kennt vermutlich auch die Bergkette mit den Sternen die am Anfang von jedem Film gezeigt wird. Jedenfalls gibt es genau diese Berge exakt hier. Die Cordiliera Bianca ist ein muss für jeden Bergliebhaber!

    Unsere Agentur für die wir uns entschieden haben, hat uns, da die Hauptsaision erst in 2 Wochen beginnt, ein gutes Angebot gemacht. Somit haben wir einen Rabatt und eine zusätzliche Aktivität für einen passablen Pauschakpreis bekommen. Obwohl unser Anbieter ein seriöser ist, gab's am ersten Tag gleich ein Problem.
    Wir warteten früh morgens ca. 1 Stunde darauf, dass man uns abholte, doch wir wurden vergessen.
    Fängt ja gut an dachten wir uns.
    Nach einem Anruf in der Agentur wurde uns ein Taxi bestellt, welches uns abholte und zu dem Bus fuhr, der morgens bereits bei uns vorbei fuhr und uns nicht mitnahm.
    Am Ausgangspunkt der Tour angekommen, an dem die Esel schon für unser Gepäck unfreiwillig warteten, sagte man uns wir sollten die Agentur wechseln, die Agentur bei der wir gebucht haben, die sei voll. Wir waren schon drauf und dran zurückzugehen und uns einen neuen Anbieter zu suchen, da wir nur Inkompetenz vorfanden und es uns echt ärgerte, doch es drehte sich alles noch mal und wir konnten mit unserer ursprünglich gebuchten Tour mitgehen.
    Nach diesem Vorfall war der Rest der Tour für uns jedoch einwandfrei.

    Wie schon erwähnt haben gnädiger Weise Esel für uns die Küche, das Essen, die Zelte, weiteres Equipment und Klamotten getragen.
    Man kann die Tour auch autark durchführen, ist zwar günstiger, aber wesentlich anstrengender.
    Die armen Esel taten uns schon richtig Leid. Ist echt eine Qual für die Viehcher, doch Luca war froh drum.
    Da oben wird die Luft dünn und die Berge ganzschön steil. Doch es war unglaublich wie schnell die Esel den Weg durchgepeitscht wurden. Manchmal hat man 10 km vor und hinter sich nichts gesehen und plötzlich laufen die Esel an einem vorbei und wenige Minuten später sind sie schon außer Sichtweite.
    Wir hatten einen Guide, einen Koch und zwei Eseltreiber dabei und waren mit der restlichen Gruppe insgesamt 17 Leute.
    Am Tag sind wir ca. 6-8 Stunden durch unfassbar schöne Natur gewandert. Alles war in kräftigen Farben am Blühen, die Sterne waren so klar, dass man die Milchstraße mit einem Pinselstrich verwechseln konnte und die Seen waren blendend blau. Immer wieder blieben wir entweder vor Anstrengung oder vor Sprachlosigkeit stehen und schauten einfach nur um uns herum.
    Doch so schön die Tage auch waren, die Nächte waren eine Herausforderung für uns.
    Wir brauchten jeweils zwei Schlafsäcke um nicht zu erfrieren. Und selbst da war es noch etwas frisch. Doch wir hatten ein gutes Zelt mit dem wir es ausgehalten haben.
    Das wir das freiwillig gemacht haben, dachte Luca sich in dem Moment... wie konnte ich nur. Doch irgendwie hat es sich doch gelohnt. Und sowas sieht man nicht jeden Tag.

    Um halb 6 war die kalte Nacht dann auch wieder vorbei. Alle packen zusammen, die Zelten werden für den Weitertransport vorbereitet, die Esel werden beladen, jeder bekommt ein Lunchpacket in die Hand gedrückt, die mobile Toilette wird abgebaut, im Fluss werden sich noch schnell die Zähne geputzt und weiter gehts bis auf 4760 Meter.
    Am zweiten Tag hat man den steilsten und höchsten Abschnitt zu absolvieren bevor es ewig weit wieder bergab geht. Es ist deshalb auch der anstrengste Teil der Tour. Aber auch dieser lohnt sich. Auch der Rest der Tour war einfach nur atemberaubend. Manche unserer Mit-Trekker haben sich richtig viel Zeit genommen, da sie so überwältigt waren.
    Wir haben schnell nachvollziehen können, warum der Santa Cruz Trek so beliebt ist.
    Am letzten Tag haben wir uns früh morgens zu den baños termales gemacht. Es ist eine natürliche Heißwasserquelle in der man der Klasse den Sonnenaufgang hinter den Bergen sehen kann.
    Für jeden der diesen Trek macht, der Hinweis in cachapampa die Thermalquellen nicht vergessen ;)

    Der Anbieter bei dem wir waren, gab uns noch eine zusätzliche Aktivität in sein Angebot. Da uns Santa Cruz so gefallen hat und wir noch Zeit hatten, haben wir uns für einen Tag Mountainbike downhill fahren entschieden.
    Natürlich mit guide und entsprechender Ausrüstung.
    Wir sind mit den Bikes auf 4500 M (über den Wolken) hochgefahren worden und sind von da aus über Stock und Stein gefahren. Die Route war sowohl asphaltiert als auch quer durch die Pampa, wo eigentlich kein Weg ist. Unterwegs sind wir vielen Farmern und einheimischen über den Weg gefahren, sogar einen toten Esel haben wir gefunden, der wahrscheinlich beim Gebären starb. Kein schöner Anblick.
    Aber der Rest der Tour hatte einen wirklich schönen Ausblick über cordillera negra geboten.
    Doch das ganze Offroad fahren hat uns aussehen lassen als hätten wir beim Schlammcatchen mitgemacht, aber das war's wert!

    Zurück im Hostel in dem wir wohnten, ist schon seit längerem eine Künstlerin einquartiert, die hauptsächlich Wandmalereien betreibt. Aber auch im Zeichnen und Tätowieren ist sie sehr begabt.
    Und da sie sehr faire Preise hat, entschied sich Simone für ein neues Beinkleid, in Form einer Gebiergskette um das Fußgelenk. Aber dezent. So sind nun die Alpen und die Anden manifestiert.

    Also Huaraz hat in Summe einen guten Eindruck bei uns hinterlassen.
    Es bietet sehr viele Möglichkeiten hier tolle Ausflüge zu machen und es ist der perfekte Ort für alle leidenschaftlichen Hiker.
    Was uns auch sehr gefreut hat, dass wir isi aus cajamarca wieder getroffen haben. Und das mehr zufällig als geplant.

    Das einzige bedauerliche war der Verlust von Simone Handy. Es wurde vermutlich geklaut. Was auch den Verlust einiger Bilder mit sich zieht :/
    Jeder der die neue Nummer noch nicht hat, kann sich gerne bei uns melden.

    Hasta luegos amigos und bis bald ;)
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  • Day157

    Die letzten Wochen sind wir ganz schön viel rumgekommen.
    Peru ist einfach ein riesen Land und zugleich unheimlich Artenreich an Naturvorkommnissen. Von Bergen, Dschungel, Stränden, heißen und kalten Klimazonen, einiger magischen Pflanzenwelt, viel Wasser in Form von glasklaren Wasserfällen, rauschenden Urwaldflüssen, exotischem Obst, netten Menschen und köstlichen Gerichten, ist alles was dabei.

    Nach dem Trockenwald in Chiclayo ging es dann nach Chachapoyas.
    Es ist eine eine kleine Stadt auf ca. 3000 Meter im Norden von Peru. Es wird auch die Stadt über den Wolken oder das Machu Picchu des Nordens genannt. Jedenfalls ist es klein und schnucklig wie die meisten Dörfer hier. Mototaxis sind hier verboten, was die Stadt etwas ruhiger macht.
    Von dort aus haben wir einige Tagesausflüge machen können.

    Eins unserer Ziele war Kuelap.
    Die Stadt ist bekannt für das Bauwerk von Kuelap, welches Machu Picchu sehr ähnelt. Es ist eine riesen Ruine und eine Mischung aus Stadt und Tempelanlage, die mehrere tausend Menschen auf einem hohen Bergrücken beherbergte.
    Auf 3.000 Höhenmeter befindet sich Kuelap und es ist wahrscheinlich mindestens genauso beeindruckend wie Machu Picchu. Die Anlage liegt höher, ist größer und älter als die berühmte Inka-Stätte. Von Chachapoyas macht man am besten einen Tagesausflug nach Kuelap, denn die Anlage liegt sehr isoliert auf einem Bergrücken, der sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichen lässt.
    Man hat die Option stundenlang hoch zu wandern oder die modernste und erste Seilbahn in Peru zu nutzen.
    Wir haben uns entschieden das Projekt der Seilbahn zu unterstützen und sind grade so mit dem letzten Cent dafür ausgekommen. Das Dorf hat nämlich keine Bank und die Preise waren überraschend hoch, fast mehr als wir dabei hatten, um auf den Berg zu kommen.

    Es war jedenfalls sehr beeindruckend und war ein schöner Tagesauflug. Wir sind gespannt, wenn wir den Vergleich zu Machu Picchu machen können.

    Ebenfalls konnten wir auch das zweite Highlight der Region besuchen. Der Gocta Wasserfall. Mit knapp einem Kilometer Höhe, gilt er als einer der höchsten Wasserfälle der Welt.
    Von dem Dorf Cochabamba kann man entweder auf Pferden oder zu Fuß die 3 stündigen Wanderung auf sich nehmen, um die Wassermengen den Berg hinabstürtzen zu sehen. Es war ziemlich heiß, was die Wanderung nicht grade zu einem Spaziergang gemacht hat, zudem musste man knapp 1000 Höhenmeter gehen. Aber es war die Anstrengung wert. Der Wasserfall ist zwar das Highlight, aber allein der Weg dort hin war bereits ein Naturspektakel. Es ging mitten durch den Dschungel über Stock und Stein mit einem gleichzeitigem Blick auf einen Canyon.
    Auf den letzten Metern merkt man dass die Luft immer feuchter wird, von den Bäumen hängen Moose und Algen herunter. Der Weg wird immer schlammiger... Hier wird der Urwald zum Regenwald.

    Ach ja Canyon, den Sonche Canyon bei Chachapoyas haben wir natürlich ebenfalls besucht. Es war ein überwältigender Ausblick den wir mit einem Spaziergang auf der Gebiergskette verbunden haben.
    Der Canyon liegt direkt an einem Töpferdorf, wo man, wenn man Glück hat auch einen Kurs machen kann oder einfach nur den Frauen bei der Arbeit zu schauen darf. Wir hatten weniger Glück an diesem Tag und haben dafür ein anderes Töpferdorf später nochmal aufgesucht.
    In Chazuta durften wir dann auch mal zeigen wie fingerfertig wir sind. Es waren keine Kunstwerke wie in der sixtinischen Kapelle, aber für eine Schüssel hat es gereicht. ^^
    Die Männer und Frauen die den ganzen Tag den Lehm kneten verstehen wirklich was von ihrem Handwerk. Immer wieder beeindruckend welche Fähigkeiten manche Menschen so haben.
    In chazuta gab es außerdem die Möglichkeit noch eine Schokoladenfabrik zu besuchen, die von einer Frauenvereinigung betrieben wird. Besondere Spezialität dort ist die Macambopraline.
    Natürlich haben uns dort mit Vorrat eingedeckt. :)

    Als wir alle Locations und Restaurants getestet haben ging es weiter nach Tarapoto.
    Tarapoto ist ebenfalls sehr tropisch, jedoch wieder viel mehr mit Mototaxis und Geschäften bestückt. Hier pulsiert die Stadt mehr als in Chachapoyas.
    In Tarapoto wollten wir gerne an einem Temezcal Bad, eine Dampfend Zeremonie teilnehmen. Doch die Veranstalter hatten Urlaub. Wäre sicherlich spannend gewesen.
    Doch durch den Tipp von Isi sind wir an Alberto geraten.
    Eine sehr interessante Persönlichkeit die viel Wärme und Ruhe ausstrahlt. Er ist ausgebildeter Reki und Klangschalentherapeut.
    Wir wussten nicht wirklich was uns erwartet, doch wir haben es ausprobiert.
    Ich denke hier kann man nicht viel schreiben, dass müsste jeder selbst ausprobieren.
    Eine Behandlung bei ihm tat auf jeden Fall gut und wir würden ihn jeder Zeit weiterempfehlen. So lernt man wieder mal was Neues.

    Die weiteren Wasserfälle und Regenwälder von Tarapoto haben wir ausgelassen.
    Ansonsten war Tarapoto für uns etwas Erholung. Wir haben uns ein paar Tage nicht gestresst unbedingt weiterzukommen.
    Denn auf uns wartete Huanchaco bei Trujillo. Wieder eine länger Busfahrt über Nacht. Doch diesmal wieder mit Linea. Einer unserer favorisierten Busunternehmen hier. Da verkraftet man die Langstrecken einfach besser. Die Strecken sind hier so lang, dass man in Teilstrecken schon quasi ganz Deutschland durchfahren hätte.
    In Huanchaco haben wir uns in einem Surferhostel einquartiert und uns Surferstunden genommen. Unser Anbieter wird von GoPro gesponsert, was den Vorteil hatte, dass wir kleine Kameras auf den Brettern vorne hatten. Sind ein paar ganz coole Videos geworden. ;)
    Ich denke durch die ganzen Sportarten die wir bereits gemacht haben, fiel es uns recht leicht. So gut wie jede Welle ist gelungen und der Spaß ließ nicht auf sich warten.

    Simone möchte das nun weiter praktizieren, ich präferiere jedoch das kite Surfen.
    Da hat man mehr Speed, mehr Möglichkeiten und muss nicht nach jeder Welle Todesanstrengungen vollbringen, um wieder aufs Meer rauszuschwimmen.
    Nach 3 Metern rausschwimmen, wird man meist wieder 5 Meter zurückgeschleudert von der nächsten Welle.
    Dann doch lieber der Kite^^
    Neben den Surfstunden in Hunchaco, gab es auch mega köstliche Konditorein und Eisdielen, die wir natürlich alle testen mussten. Es war schon nicht leicht weiterzuziehen. Hahaha

    Trujillo selbst hat uns nicht besonders zugesagt, dafür gab es zwischen Huanchaco und Trujillo eine Ruinenstadt , Chan Chan, die komplett aus Lehm betseht. Da denk ich an buena vista social club.
    Es ist jedenfalls die größte adobe Anlage der Welt.
    Sie ist noch ganz gut erhalten. Schwer vorstellbar wie die Menschen hier gelebt haben, aber über fast 30 km2 zieht sich das Gebiet. Also es war keine kleine Stadt für damals, komplett aus Lehm wohl gemerkt. Wir müssen gestehen wir haben die Broschüre dazu nicht gekauft und können nur wenig fundiertes Wissen wiedergeben.

    In Summe machen wir viele wunderschöne Ausflüge und lernen einen Haufen Leute kennen, doch auch die Details sind wichtig.
    Etwas das man nicht aus einer Reportage oder einem Bild ablesen kann.
    Mitzuerleben wie die Leute ihre Stände hier täglich mühevoll aufbauen und abbauen, das Hühner mit in die Busse genommen werden, die kleinen Inka Symbole hier überall aushängen, der ständig Falschgeldtest bei jeder Bezahlung, wie die Pferdekutschen an den Reisfeldern fahren während man den Sonnenaufgang sieht, die permanente Salsa oder Panflöten Musik die überall raustönt, die Gastfreundschaft die wir erleben, das ständige rumhupen der Taxis, selbst wenn niemand da ist, dass Erwachsene Männer in Kofferräume gepackt werden, wenn die Autos zu voll sind, die ganzen kleinen Imbisse, dass man öfter die Vorspeise zum Nachtisch bekommt,, das Beten vom Rosenkranz, wenn die Leute nach Glück und Frieden suchen, die Fähigkeit der Menschen spontan Situationen anzunehmen bei denen die meisten durchdrehen würden, das Klimpern mit der Münze, wenn man zahlen möchte, die ständige Verwechslung, dass Huhn auch Fleisch ist, die Collectivofahrten mit den Einheimischen und das erst Handeln dann Denken Prinzip hier.

    Es sind so viele Kleinigkeiten die das Land erst zu dem machen was es ist.
    Wir mögen die ganzen neuen Eindrücke, auch wenn wir nicht mit allen d'acord sind, macht es das zu dem was es ist. Ein vielfältiges und interessantes Land.

    Von Trujillo ging es dann weiter, wieder in den Süden, nach Huarez.
    Dafür machen wir aber einen Neuen Eintrag auf.

    Übrigens sind die Bilder von unserer Uyuni Tour aus Bolivien nun fertig. Wer möchte kann mal reinschauen, hier der Link.
    Lohnt sich. ;)

    https://mountaingroovephotography.smugmug.com/Adventures/Travel/Bolivia-2018

    Liebe Grüße und genießt den Sommer!
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