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  • Apr19

    Maha Nakhon Sky Walk

    April 19, 2019 in Thailand ⋅ 🌙 31 °C

    Von unserem Hotelpool sehen wir ihn an und sagen uns, da rauf müssen wir unbedingt. Denn als wir das letzte Mal in Bangkok waren, stand dieser Turm noch nicht. Der eigentlich nicht vertrauenswürdig aussieht, kennt man das Jengaspiel.

    Der Weg zum Ziel ist bereits eindrücklich und gut gelungen. Unterhaltend und ohne es richtig zu merken überwindet man 300 Meter in Kürze.

    Kurz die Daten und Koordinaten: Mit 314 Meter die höchste Aussichtsplattform in Bangkok nahe der BTS Station Chong Nonsi.

    Wir besuchen ihn am Abend, schon der Anblick von unten ist beeindruckend, vor allem der Glasbodenskywalk, der über das Gebäude ragt. Rein von den Lichtverhältnissen macht es Sinn zur Goldenen und blauen Stunde hinauf zu gehen. Also etwa 1 Stunde vor, bis 1 Stunde nach Sonnenuntergang. Es ist nicht als logisch, dass zu er zu dieser Zeit am meisten besucht wird. Weniger Leute trifft man sicher während des Tages an. Aber mal ehrlich, demgegenüber stehen die Fragen: Brütend heiss oder ein laues Lüftchen? Matte, diffuse, verdunstete Aussicht oder der Wandel der Lichter mit einem eventuellen spektakulären Sonnenuntergang? Für uns eine klare Sache – die Stimmung am Abend bei Sonnenuntergang, bei coolem Sound mit DJ und einem erfrischenden Getränk ist vorzuziehen (Zugegeben, nicht ganz billig – sind sie aber bei den tiefergelegenen Rooftopbars der Stadt auch nicht). Hier oben können wir locker zwei Stunden verbringen. Wieso will man die Stadt eigentlich immer von oben sehen? Wieso ist das so faszinierend? Die Abwechslung denken wir, die Abwechslung macht den Unterschied. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und deshalb finden wir Perspektiven, die wir normalerweise nicht haben, spannend und faszinierend. Eine andere Perspektive einnehmen – auch ein Tipp für spannenden Urlaubsbilder. Bilder auf Augenhöhe sind wir uns gewohnt, Bilder mit drehendem Objektiv beim gleichzeitigem Auslösen eher nicht – sie sind anders und deshalb wecken sie Interesse.

    Der Glasboden ist ehrlich gesagt gewöhnungsbedürftig. Schuhüberzüge, keine Taschen sind Sicherheitsvorschriften, die strikte einzuhalten sind. Fotografieren ist leider auch nur hinter der Absperrung möglich und so fühlt man sich richtig wichtig, wenn man auf dem Glasboden posiert und hinter der Absperrung 20 – 30 Fotografen stehen. Nun, den eigenen musst du zuerst noch finden, bei all diesen Blitzlichtern. Aber auch so, kann der Eindruck eigentlich gut wiedergegeben werden – bei Dunkelheit finden wir es eindrücklicher. Zu Beginn legen wir einen Fuss vor den nächsten, ganz langsam. Zumehmend gewinnen wir das Vertrauen und am Schluss liegen wir dann völlig entspannt auf dem Rücken und schauen in den Nachthimmel Bangkoks. „Einmal drehen bitte“ und der Blick, verliert sich unterhalb in den belichteten tiefen Gassen der Stadt.
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