Marcel Woldt

Joined November 2018
  • Day94

    Wieder Zuhause

    February 7 in Germany ⋅ ☁️ 3 °C

    13 Stunden Flug, 2 mal Umsteigen, 1/2 Stunde Bahn fahren und schon sitzen wir wieder in unserer Wohnung.
    Auch wenn unsere Auszeit noch nicht ganz vorbei ist, ist es unsere Reise jetzt (leider) schon. Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht, und gleichzeitig ist es für uns immer noch schwer zu realisieren, was wir alles erlebt haben.
    Jetzt freuen wir uns erst einmal unsere Familien und Freunde wieder zu sehen und versuchen mit kleineren Kurzurlauben, uns nicht sofort wieder vom Alltag überrennen zu lassen.

    Den Blog werden wir aber an dieser Stelle beenden... bis zum nächsten Trip vielleicht ;-)
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  • Day84

    Faul wie ein Faultier

    January 28 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Während viele Länder dieser Erde schon froh wären, eine schöne Meeresküste zu besitzen, kann Costa Rica gleich mit zwei aufwarten. Und da wir die Pazifikküste schon kennengelernt haben, galt es nun noch die Karibikküste zu entdecken. Nach einem 10 Stunden Ritt quer durchs Land hatten wir unser Ziel erreicht: Puerto Viejo de Talamanca. Bekannt ist das kleine Städtchen vor allem aufgrund der Salsa Brava, einer berühmten und berüchtigten Welle, die jedes Jahr etliche Surfer anlockt. Die Welle ist vor allem deshalb gefürchtet, weil sie über einem Riff bricht und man sich dementsprechend keine Fehler erlauben sollte. Da das Champions League ist und wir eher auf dem Surferkreisklassenniveau unterwegs sind, haben wir uns zunächst einmal ein paar entspanntere Aktivitäten gesucht. Und so standen nicht surfen, sondern spazieren, am Strand liegen, eine Kakaoplantage besuchen und ein Tierrettungszentrum auf unserer Agenda. Beim Besuch der Kakaoplantage konnten wir zum Beispiel lernen, dass in einer Kakaopflanze genug Öl ist, um eine richtig gute Schokolade herzustellen. Da man mit dem Öl allerdings auch prima Kosmetik herstellen kann, wird es für die Herstellung der allermeisten Schokoladen, die wir kennen, entfernt und durch Palmöl ausgetauscht. Das Ergebnis sind riesige Palmölfelder, die hier auf etlichen Kilometern an der Straße zu sehen sind, und jede "normale" Vegetation zerstören. Ziemlich gruselig. Und nebenbei schmeckt so eine richtige Schokolade auch um einiges besser.
    Im Tierrettungszentrum gab es unter anderem die Faultierkrabbelgruppe, den Faultierkindergarten und das Faultiergymnasium zu sehen. Unfassbar süß, wie die kleinen Kerlchen in der Gegend rumhängen und von vielen Freiwilligen versorgt werden. Leider ist der Hintergrund, warum die Faultiere hier "zur Schule" müssen, ziemlich traurig. Oft sterben die Mütter, weil sie an nicht isolierte Stromkabel fassen, und dann bleiben die kleinen ziemlich hilflos zurück. Wenn jedoch eines gefunden wird, kann es hier abgegeben werden, es wird aufgepäbbelt und schnellstmöglich wieder ausgesetzt (meistens im Alter von 3 Jahren). Ansonsten gab es auch noch Affenbabys (mindestens genauso süß wie die Faultiere), ein Krokodil, einen Kayman, eine Langschwanzkatze, mehrere Ozelots, verschiedene Schlangen, einen blinden Papagei, ein paar Tukane, zwei Rehe und ein paar Wildschweine zu sehen. Ein ziemlich buntes Programm also. Und bei allen Tieren ist das Ziel, sie so schnell wie möglich zurück in die Natur zu entlassen. Uns hat das Konzept und die gesamte Anlage ziemlich gut gefallen.
    Aber auch ohne einen Park zu besuchen, sieht man hier einiges in den Bäumen herumhängen. Schon bei unserem ersten Strandspaziergang haben wir 8 Faultiere entdeckt. Das hatten wir so nicht erwartet, da die Tiere normalerweise sehr schwer zu entdecken sind. Aber hier passen sich die Faultiere wahrscheinlich an die allgemeine Stimmung an, lassen es noch ein wenig ruhiger angehen und klettern nicht extra bis ganz nach oben in den Baum. :-)
    Wir tun es ihnen seit ein paar Tagen gleich und machen nicht viel außer am Strand liegen, die Sonne genießen, etwas Sport und lecker essen. Und so langsam bereiten wir uns auch (mit gemischten Gefühlen) auf unsere Rückreise vor. Aber so richtig daran denken wollen wir noch nicht ;-)
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  • Day77

    Welcome to the Jungle

    January 21 in Costa Rica ⋅ ⛅ 30 °C

    "The biologically most intense place on Earth": So wurde der Corcovado Nationalpark einmal vom National Geographic Magazin bezeichnet. Unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch und wir waren mega gespannt, was uns in den zwei Tagen dort alles über den Weg laufen würde.

    Bei bestem Wetter fuhren wir zunächst mit dem Boot eine Stunde lang übers Meer und mit jedem Meter ein Stück weiter in den dichten Wald hinein. Am Strand angekommen, begrüßte uns direkt ein Nasenbär. Diese Tierchen sind wirklich sehr lustig anzusehen und da sie keine Scheu vor Menschen haben und mit einer ordentlichen Portion Neugier ausgestattet sind, trifft man sie auch öfter mal am Wegesrand. Außerdem waren ganz in der Nähe Brüllaffen zu hören, was uns eher das Gefühl gab, im Jurassic Park gelandet zu sein, statt in einem Nationalpark (Teil 3 wurde wohl auch wirklich hier gedreht). Mit unserem Guide André und 5 weiteren Gästen ging es dann in den Wald quer durch das Gebiet der Sirena Rangerstation. Highlight dieser ersten Wanderung war definitiv ein Tapirweibchen mit ihrem Jungen welche nur 10 Meter von uns entfernt nach Essen suchten. Wie selten so etwas zu sehen ist, konnten wir am höchst erfreuten Gesicht von André ablesen. Der konnte es auch Stunden später noch nicht fassen und erzählte allen, die es hören und nicht hören wollten, von seinem Glück. Aber auch Wildschweine mit Babys kreuzten unseren Weg. Wir hatten vorher gelesen, dass man sehr vorsichtig sein muss, sollten einem diese Gesellen begegnen, da sie mit ihren spitzen Zähnen auch einen Menschen relativ leicht töten können. Unser Guide sah das anscheinend ähnlich, da wir einen großen Bogen schlugen und versuchten nicht allzu nah heranzugehen. Auch der Wald an sich war ziemlich spektakulär. So haben wir uns Dschungel immer vorgestellt. Gegen Nachmittag ging es zurück zum Boot und für die meisten Gäste zurück zum Ausgangspunkt nach Drake Bay. Auf der Fahrt begegneten uns sogar noch Delfine, die für uns ein paar ihrer Kunststücke zeigten. An der Rangerstation San Pedrillo wurden unser Guide und wir dann vorzeitig abgesetzt, da wir hier unsere Zelte für die Nacht aufschlagen wollten. Vorher ging es aber nochmal in den Wald und zu einem Wasserfall mit angrenzendem Naturpool. Ein paar Affen waren dabei die einzigen Gäste, die uns bei diesem Bad beobachteten. Das war ein ziemlich surreales Gefühl hier mitten in der Wildnis. Abends erzählte uns dann André, so wie es sich für ein "Ferienlager" gehört, noch ein paar Gruselgeschichten. In erster Linie berichtete er von den gefühlt tausend Gefahren, die im Wald lauern. Schlangen, Spinnen, Frösche, Krokodile, Pumas und Jaguare. Alles Tiere, denen man nicht zu nahe kommen will und die einem leicht den Urlaub vermiesen können. Die größte Gefahr stellen derzeit wohl aber Drogenschmuggler, Goldgräber und Wilderer dar, die versuchen, die Abgeschiedenheit des Dschungels für sich zu nutzen. Schöne Aussichten für ein entspanntes Einschlafen also, vor allem, da wir die einzigen Gäste in der Station waren. Da der Tag ziemlich anstrengend war, siegte dann aber doch die Müdigkeit und so schliefen wir zwischen Meer und Dschungel bis 5 Uhr morgens. In der Dämmerung brachen wir also auf, um die eher nachtaktiven Tiere des Dschungels zu finden, also vor allem: Schlangen, Spinnen, Frösche und mit ganz viel Glück einen Jaguar oder Puma. Schon seltsam, wie sich hier die Prioritäten verschieben. :-) Gesehen haben wir dann (leider?) jedoch "nur" eine Gruppe Nasenbären, Affen, einen Adler, ein Aguti und 2 Feldermäuse. Vickys Highlight waren aber 2 rote Aras die über unsere Köpfe hinweg am Strand entlang flogen. Es ist wirklich Wahnsinn, wie bunt und schön diese Tiere sind. Auf unserem Weg kreuzten wir dann noch einen Strand, der mit jeder Flut mit Müll aus dem Meer überschüttet wird. Unzählige Flaschen, Badelatschen und sonstiges Plastik verschmutzen diesen ansonsten wunderschönen Ort. Obwohl es sich wie ein Tropfen auf den heißen Stein angefühlt hat, haben wir eine halbe Stunde beim "Aufräumen" geholfen. Wenn man die Auswirkungen hier live sieht, kommt man schon ein wenig ins Grübeln über das eigene Konsumverhalten. Zurück in der Rangerstation gab es dann ein gutes Frühstück und wir brachen noch einmal zu einer letzten kurzen Wanderung auf, bevor unser Boot zurück nach Drake Bay fuhr. Während wir am Strand auf eben dieses Boot warteten, kamen noch zwei Krokodile vorbei, um uns Tschüss zu sagen. Ein schöner und gruseliger Abschluss (immerhin mussten wir noch ein paar Meter durch dieses Wasser zum Boot laufen) von zwei sehr spannenden Tagen.

    Nach all den beeindruckenden Eindrücken aus dem Dschungel sind wir nun an der Karibikküste von Costa Rica angekommen, wo wir uns erst einmal wieder hauptsächlich dem Nichtstun widmen werden.
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  • Day72

    Costa Ricas Nationalparks

    January 16 in Costa Rica ⋅ ☀️ 30 °C

    Mehr als 25% der Fläche Costa Ricas steht unter Naturschutz. Dementsprechend viele Möglichkeiten hat man, wenn man sich die Tier und Pflanzenwelt anschauen möchte und dementsprechend schwer fällt die Entscheidung. Wir haben einfach mal auf einen Tipp von den Besitzern unserer Unterkunft gehört und uns ein kleines Schutzgebiet nahe des Vulkans Arenal angeschaut, vor allem weil es hieß, dass man hier sehr gut Faultiere beobachten kann. Und wir wurden nicht enttäuscht. Zusammen mit unserem Guide konnten wir mehrere der sehr süßen Tiere beobachten. Die meisten haben sich gerade ihrer Lieblingsbeschäftigung gewidmet: schlafen. Ein paar waren jedoch auch wach und wenn sich so ein Faultier sonnt oder von einem Ast zum anderen schleicht, ist das wirklich sehr putzig anzusehen. Aber auch sonst gab es allerhand zu sehen. Tukane, Blattschneideameisen, Pfeilgiftfrösche, ein riesiger Leguan und dutzende kleinerer Vögel und Papageien waren nur wenige Meter vom Weg entfernt.
    Weil noch etwas Zeit war, besuchten wir anschließend noch den Hanging Bridges Park, der wie es der Name schon sagt, vor allem wegen seiner langen und hohen Hängebrücken bekannt ist. Da wir diesmal ohne Guide unterwegs waren, haben wir nicht wirklich viele Tiere gesehen. Nur ein paar Affen haben auf sich aufmerksam gemacht, indem einer von ihnen vom Baum gepinkelt und uns nur um ein paar Zentimeter verfehlt hat. Aber dank der grandiosen Aussicht von den Brücken hinunter lohnt sich ein Besuch auch ohne viele Tiersichtungen.
    Dass man nicht unbedingt immer weit in den Wald hinein muss um Tiere zu sehen zeigt unsere heutige Unterkunft. Hier wohnt nämlich Max der Kayman im Hostelteich. Und da er sich anscheinend auch gern mal sonnt lag der Gute heute einfach mitten auf dem Weg rum. Die Hostelbesitzerin meinte zwar "der tut doch nichts", aber angesichts seiner Größe von einem guten Meter und seiner zahlreichen Zähne waren wir nicht hundertprozentig überzeugt. :-)
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  • Day70

    Mitten im Regenwald

    January 14 in Costa Rica ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach einer Woche sehr entspannendem Nichtstun an der Pazifikküste haben wir nun wieder die Wanderschuhe an und erforschen den Dschungel Costa Ricas.

    Unser erstes Ziel war der Nebelwald von Monteverde. Nach 3 Stunden Fahrt mit unserem nagelneuen Mietwagen begrüßte uns der Wald nicht wirklich so wie es sein Name vermuten lässt. Von Nebel war keine Spur zu sehen, stadtdessen blauer Himmel soweit das Auge reicht (ja, auch hier macht sich der Klimawandel bemerkbar). Für unseren Guide und sein riesiges Fernglas jedoch perfekte Bedingungen, um uns möglichst viele Tiere zeigen zu können. Wie Kinder zu Ostern ging es ab durch den Wald, immer auf der Suche nach irgendetwas das krabbelt, läuft oder fliegt. Und unser Guide mit spürbarem Enthusiasmus immer vorneweg. Und schon nach wenigen Minuten merkten wir an seiner Aufregung, dass er etwas ganz Besonderes entdeckt haben musste. Also schauten wir in die Bäume und sahen... Nichts. Erst durch sein Fernglas konnten wir sehen, was ihn so in Verzückung gebracht hatte. Ein Quetzal, nationales Symbol Costa Ricas und der "Rockstar" unter den Vögeln. Mit seinen riesigen Schwarzfedern ist dieser Vogel wirklich schön anzusehen. In den nächsten 2 Stunden begegneten uns außerdem ein Stachelschwein welches auf den Bäumen Zuhause ist, mehrere Kolibris, der größte Schmetterling des Landes, verschiedene kleinere Vögel und einige Krabbler. Ohne Guide hätten wir übrigens gar nichts gesehen. Es ist schon beeindruckend was ein geschultes Auge (und ein gutes Fernglas) hier im grünen Dickicht ausmacht.

    Einen guten Platz, um unser Auge für den Regenwald zu trainieren, bietet unsere derzeitige Unterkunft. Die befindet sich nämlich in selbigem und da Wände in unserem Haus nur teilweise vorhanden sind, können wir schon früh vom Bett aus in den Wald schauen. Bei unserer heutigen Nachtwanderung konnten wir dann auch sehen wer alles aus dem Wald zurück schauen kann. Neben verschiedenen Vögeln und Kolibris konnten wir eine Schlange, Insekten und verschiedenste Frösche entdecken. Sogar ein winzig kleiner roter Pfeilgiftfrosch war dabei.
    Wir sind sehr gespannt, was die nächsten Tagen noch so unseren Weg kreuzt. Ganz oben auf unserer "hoffentlich-sieht-man-das-mal-Liste" steht auf jeden Fall ein Faultier. ;-)
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  • Day64

    Costa Rica

    January 8 in Costa Rica ⋅ ⛅ 30 °C

    Seit ein paar Tagen sind wir nun im letzten Land unserer Reise angekommen – Costa Rica.
    Da unser Flieger direkt in San Jose gelandet ist, wollten wir die Chance nutzen und uns selbst ein Bild von der Hauptstadt machen, die mal als Geheimtipp und mal als sehr hässlich beschrieben wird. Nach zwei Tagen waren wir auch der Meinung, dass sich ein Besuch nicht wirklich lohnt. Es gibt wenig Sehenswertes zu entdecken und einen besonderen Charme oder Flair konnten wir auch nicht feststellen. Auch in Sachen Kriminalität ist San Jose anscheinend eine Ausnahme im ansonsten sicheren Reiseland Costa Rica. Die Häuser (auch unser Hotel) sind mehrfach durch Zäune, Gittertüren, Schlösser und teilweise auch durch Stacheldraht gesichert. Hinzu kommt, dass man sich im Dunkeln nur mit Taxi durch die Stadt bewegen soll. Obwohl wir persönlich nichts Negatives berichten können, gibt einem das schon ein mulmiges Gefühl.

    Alles in allem waren wir also nicht böse als unser Bus in Richtung Pazifik aufgebrochen ist. Und nach "nur" 6 1/2 Stunden Fahrt waren wir dann endlich in Tamarindo und somit am Strand angekommen. Seitdem besteht unser Tag hauptsächlich aus am Strand liegen, surfen und vor der Sonne verstecken. Bei 34 Grad ballert die hier nämlich richtig. Ansonsten bietet der Ort nicht viel landesspezifisches. Da er in Costa Rica einer DER Surferorte ist, gibt es hier hauptsächlich Hotels, Surfshops, Bars und Läden. Also das gleiche Bild wie in jedem anderen Surferort der Welt. ;-) Eine entspannte Atmosphäre bietet der Ort aber auf jeden Fall. Hier werden wir jetzt noch bis Sonntag bleiben und dann geht's ab in den Dschungel worauf wir uns schon ziemlich freuen. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Tierwelt, die uns dort erwartet, bekommen wir aber auch jetzt schon. Kolibris, Papageien, Eichhörnchen, Waschbären und Leguane fliegen bzw. laufen wie selbstverständlich bei uns im Hostelgelände herum. ;)
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  • Day58

    Happy new year aus LA

    January 2 in the United States ⋅ ☀️ 14 °C

    Wenn man vielen Blogs und Reiseseiten im Internet glaubt, lohnt sich ein Besuch von LA nicht wirklich: "keine richtigen Sehenswürdigkeiten, katastrophaler Verkehr, hohe Kriminalitätsrate, ..." Nach unserem Kurzbesuch können wir das zwar mehr oder weniger bestätigen, cool fanden wir es trotzdem.
    Irgendwie hat die Stadt ein sehr entspanntes Flair mit coolen Ecken, jeder Menge Streetart und hippen Bars, Cafés und Shops. Und das wir 4 Tage prallen Sonnenschein hatten, hat sicher auch nicht geschadet. ;-)
    Ein paar (der wenigen) Dinge die jeder LA-Tourist sehen sollte, haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Da man den Hollywood Boulevard, Santa Monica Pier oder das Hollywood Sign aus Kino und TV kennt, hat es schon Spaß gemacht, dort herum zu streunen.
    Silvester haben wir in der Bar unter unserem Hostel direkt am Venice Beach gefeiert. Die Band war echt gut und die Stimmung auch. Leider haben wir aber das Feuerwerk verpasst. Da hier privates Feuerwerk verboten ist, war zehn nach zwölf schon nichts mehr los, weder am Himmel noch auf der Straße.

    Wir wünschen aber auf jeden Fall noch allen ein gesundes neues Jahr! Wir melden uns dann wieder aus Costa Rica.
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  • Day54

    Zeitreise nach Los Angeles

    December 29, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 14 °C

    Nachdem wir am 29.12. abends Fidschi verlassen haben, sind wir nun am 29.12. morgens in Los Angeles gelandet. Zeitreisen funktionieren also doch. :-)

    Jetzt haben wir 4 Tage Zeit, um uns LA anzuschauen und hier ins neue Jahr zu starten, bevor es schon wieder weiter geht. Da unser Hotel direkt am Venice Beach liegt, haben wir bezüglich der Silvesterparty wenig Sorgen.Read more

  • Day53

    Homestay in Fidschi – zu Gast im Dorf

    December 28, 2018 in Fiji ⋅ ☀️ 29 °C

    Für unsere letzten Tage auf Fidschi wollten wir nochmal etwas Neues sehen und so entschieden wir uns, zwei Nächte in einem der vielen Inseldörfer zu übernachten.
    Nachdem wir unsere Buchung durchgeführt hatten, kam kurze Zeit später die erste Überraschung in Form einer sehr langen Email. Diese enthielt vor allem Regeln, die das Dorfleben so mit sich bringt, wie zum Beispiel: Mützen und Hüte sind nicht erlaubt, Sonnenbrillen ebenso wenig, Frauen haben Schultern und Knie zu bedecken (hier wird das Tuch dafür Sulu genannt) und ganz wichtig: zu Beginn muss man sich immer erstmal beim Chef des Dorfes vorstellen. Dabei genügt es aber nicht, kurz „Bula“ zu rufen und wieder zu gehen, sondern man überreicht dem Chef als Zeichen des Respekts ein Bündel Kavawurzeln, das gemahlen, aufgelöst und anschließend gemeinsam mit dem Dorf getrunken wird.
    Also galt es erst einmal ein halbes Kilo Kava zu besorgen, was wir glücklicherweise (wenn auch etwas überteuert) auf der Nachbarinsel in einem Shop kaufen konnten. Dann holten wir uns noch ein paar Tipps von den Jungs unserer Unterkunft ab und schon ging es in einem der typischen kleinen Boote 30 min lang in den Norden der Yasawa-Inselgruppe.

    Im Dorf angekommen, wurden wir von Taima, einer älteren Dame die für alle Gäste zuständig ist, begrüßt und noch ein wenig eingewiesen, und dann ging es zum Chef. Der saß gerade mit etwa 20 anderen gemeinsam beim Kava trinken und beachtete uns zunächst nicht weiter. Uns war auch überhaupt nicht klar, wer eigentlich der Chef ist (eine Krone wäre an der Stelle wirklich sehr schön gewesen). Und so ging Vicky etwas nervös erst einmal zum Falschen und stellte sich vor. Die Folge waren ein leise gemurmeltes "this is not the chief, this is not the chief" und einige grinsende Gesichter. Also alles halb so wild hier. Nachdem wir den Richtigen gefunden hatten, unsere Kavawurzeln übergeben wurden und auf fidschianisch eine Art Gebet für unser Geschenk gesprochen wurde, durften wir im Kreis Platz nehmen und das "Schlammtrinken" vom Vortag ging in die nächste Runde. Da hier fast alle Englisch sprechen, konnte man sich gut unterhalten und so ein bisschen übers Dorfleben lernen. Nach einiger Zeit haben wir uns dann aus der Runde verabschiedet, unsere kleine Hütte bezogen und erstmal den unfassbaren Ausblick genossen. Strand und hellblaues Meer soweit das Auge reicht. Und wir die einzigen Touristen hier... Verrücktes Gefühl.
    Essen gab es immer bei einer anderen Familie Zuhause. So kann man das ganze Dorf kennenlernen, und lecker kochen konnte jeder unserer Gastgeber.

    Das Dorf besteht aus etwa 30 Hütten und es leben etwas mehr als 100 Menschen hier. Es gibt eine Grundschule und eine Kirche. Die Hütten sind sehr einfach und bestehen oft aus nur einem Raum. Das Leben spielt sich aber ohnehin draußen ab. Einnahmequellen sind die Vermietung von 4 Häuschen an Touristen wie uns, selbst hergestelltes Kokosnussöl sowie Seife und Fisch.

    Natürlich ist es bei nur zwei Übernachtungen schwer, sich ins Dorfleben zu integrieren. Umso schöner war für uns all das Interesse das uns entgegen gebracht wurde, und wie herzlich uns jeder über alles mögliche ausgefragt hat („Ist es bei euch zu Hause auch so heiß?“). Kaum kam man an einem der Häuser vorbei, hörte man mindestens ein lautes freundliches „Bula!“ oder wurde gleich in ein Gespräch verwickelt.

    Insgesamt eine tolle Erfahrung mit super herzlichen Menschen an traumhaften, einsamen Bilderbuchstränden.
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  • Day50

    Merry Christmas – Weiße Weihnachten

    December 25, 2018 in Fiji ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach 9 Jahren haben wir es dann doch geschafft: Vicky und ich haben unser erstes Weihnachten gemeinsam gefeiert. Dass wir dafür extra in die Südsee reisen müssen, hätten wir aber auch nicht gedacht.

    So richtig nach Weihnachten hat es sich aber nicht angefühlt. Einen Weihnachtsbaum gab es zwar auch hier, aber ansonsten war dann doch alles ziemlich anders:
    - ‎die Weihnachtsgans haben wir gegen Fleisch und Fisch, das in einem Erdofen gebraten wurde, getauscht,
    - ‎Schnee gegen Strand,
    - ‎Wein gegen Kava und
    - ‎Besinnlichkeit gegen Südseetänze (oder zumindest, was wir für Südseetänze gehalten haben)

    Alles in allem hat es aber wirklich Spaß gemacht, hier Weihnachten zu feiern. Das lag vor allem an den anderen Gästen und am Personal in unserer Unterkunft, die alle ziemlich cool drauf waren.
    Nächstes Jahr würden wir dann aber doch wieder Weihnachten im Erzgebirge bzw. in Dresden bevorzugen. Mit Familie ist es halt doch am schönsten.

    "Exkurs": Kava ist eine Wurzel, die man zu Pulver mahlt, dann in Wasser löst und schließlich trinkt, während man im Kreis sitzt und vor jedem Schluck „Bula“ ruft. Es schmeckt ein bisschen wie Schlamm mit Pfeffer und wirkt wie eine Mischung aus Alkohol und Gras. In der Wirkung alles jedoch deutlich geringer und somit auch für uns Touris geeignet. Im Dorfleben auf den Inseln ist Kava trinken fest verankert und wird fast täglich durchgeführt. Also ein bisschen wie das deutsche Feierabendbier. ;)
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