Marcel Woldt

Joined November 2018
  • Day12

    Annapurna Basecamp (Marcel)

    November 17 in Nepal

    Nachdem ich mich mittags von Vicky verabschiedet hatte, machte ich mich zusammen mit unserem Träger Jaya auf den Weg zu unserem ursprünglichen Ziel, dem Annapurna Basecamp (4.200m). Da ich Vicky möglichst nicht allzu lang warten lassen wollte, war unser Plan innerhalb von zwei Tagen zum Basecamp und zurück zu laufen. Durch den Höhenunterschied und den wenige Tage zuvor einsetzenden Schnee ab 3.000m, war dies durchaus ein sportliches Vorhaben (ursprünglich waren hierfür 4 Tage eingeplant). Bis zu unserer ersten Unterkunft in Bamboo ging es einen schmalen Pfad entlang stetig bergauf und ich hatte viel Zeit mich mit Jaya zu unterhalten. Obwohl Träger in Nepal ein angesehener Beruf ist, reicht dieses Einkommen nicht aus, um seine Familie zu ernähren und seinen Sohn zur Schule schicken zu können. Als Träger wird er nur in den 6 Monaten der Hauptsaison engagiert, weshalb er nebenbei noch als Taxifahrer in Kathmandu arbeitet. Da in ein paar Monaten auch noch Sohn Nummer 2 hinzukommt, versucht er nebenbei Englisch zu lernen, um irgendwann als Guide (eine Art Reiseleiter) arbeiten zu können. Diese verdienen deutlich besser und haben meist eine feste Anstellung, was sie nicht so abhängig von den Tourihauptzeiten macht. Und natürlich tragen Sie auch nicht bis zu 30kg auf ihrem Kopf durch die Gegend.

    Nach einer einsamen Nacht in Bamboo war unser Ziel für den Tag das Machapuchare Basecamp auf 3.700m. Auf dem Weg nach oben wurde die Vegetation schnell deutlich weniger und irgendwann war der Weg komplett verschneit. Leider war es ziemlich bewölkt, sodass es nicht wirklich viel vom Panorama zu bestaunen gab. Nachdem wir mehrere Lawinenfelder gequert hatten, erreichten wir bereits um 3 unser eigentliches Tagesziel. Da sich meine Beine noch gut fühlten und sich auch die Höhe nicht bemerkbar machte, entschieden wir gleich noch zum Annapurna Basecamp zu laufen und dort die Nacht zu verbringen. Auf dem Weg nach oben öffnete sich sogar noch einmal die Wolkendecke und ich konnte die 7.000er und 8.000er bestaunen, die plötzlich ganz nah waren. Wirklich beeindruckt war ich, als am nächsten Morgen das gesamte Bergpanorama im Sonnenaufgang angestrahlt wurde. Das Basecamp liegt komplett eingeschlossen zwischen den Bergen der Annapurna Region, sodass es eigentlich egal ist in welche Richtung man schaut - spektakulär ist es immer. Hier hätte ich wirklich gern ein gutes Weitwinkel-Objektiv gehabt, um die gesamte Weite des Panoramas aufnehmen zu können.
    Der Abstieg war aufgrund der vereisten Wege zunächst alles andere als einfach und im Schnee finden sich inzwischen einige Poabdrücke hingefallener Wanderer. Als wir diesen Teil geschafft hatten, ähnelte unser restlicher Weg eher einem Trailrun und so waren wir bereits um 4 wieder bei Vicky und wir können unseren Weg gemeinsam fortsetzen.
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  • Day12

    Chomrong (Vicky)

    November 17 in Nepal

    Bis ich mich von Marcel verabschiedete, hatten wir noch einen etwa dreistündigen Weg nach Chomrong vor uns. Diesen hatten wir gemeinsam mit einem Mädchen aus unserer letzten Unterkunft, die diesen Weg jeden Tag zur Schule und zurück läuft - allerdings in Sandalen und etwas schneller als wir.
    In Chomrong ging es für Marcel weiter bergauf, während auf mich zwei Bücher und zumindest vormittags die Sonne und ein fantastischer Ausblick auf den Annapurna Sounth und den Fishtail warteten.
    Während die Besitzerin am nächsten Tag singend durch die Unterkunft lief und ab und zu Maultiere, mit ihren Glocken am Hals, bimmelnd die Treppen durchs Dorf gelaufen kamen, nutzte ich das schöne Wetter zum Wäsche waschen.
    Am Nachmittag zog der Himmel meist zu und ich testete mich durch die ansässigen Deutschen Bäckereien, lief ein bisschen durchs Dorf (und entdeckte dabei Languren :) ) oder huschelte mich in den Schlafsack, um der Kälte zu trotzen, bis die ersten Wanderer in der Unterkunft eintrafen oder die Katze mir ein bisschen Wärme abgab.
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  • Day10

    Poon Hill

    November 15 in Nepal

    Wunderschöne Landschaften, Regenwald, grandiose Bergpanoramen, lange Wandertage, unzählige Stufen und vor allem saukalte Nächte.
    All das beschreibt unsere ersten drei Tage in den Bergen der Annapurna Region. Nachdem wir uns die ersten zwei Tage nach Gorephani (2800m) hochgearbeit hatten, folgte an Tag 3 mit der Besteigung des Poon Hills zum Sonnenaufgang (3200m) das erste große Highlight. Für Nepalesen, die wohl ohnehin gegen 4 aufstehen, ist das kein Problem. Für uns war es schon eine kleine Herausforderung, als der Wecker um 4:30 Uhr in der Eiseskälte unseres Zimmers klingelte. Also, alle Klamotten angezogen die Wärme versprechen, Stirnlampe auf und los. Im Gänsemarsch ging es dann eine Stunde lang Treppenstufen hinauf. Da gefühlt das komplette Gebirge aus Treppen besteht (mal Fluch, mal Segen) war das für uns nichts neues. Mit den ersten Sonnenstrahlen war aber klar, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Das Panorama inkl. des 7. höchsten Berges weltweit war wirklich beeindruckend. Nach einem Frühstück ging es wieder weiter in Richtung Annapurna Base Camp. Da Vicky wie der ein oder andere weiß "etwas" kälteempfindlich ist, entschieden wir beim Abendessen das nur ich den Weg zum Basecamp in Angriff nehme und Vicky in Chomrong entspannt. Die Vorstellung auf mehrere Tage in unbeheizten Gasthäusern bei unter 0 Grad klang für Vicky nicht wirklich verlockend. Ich hingegen war gespannt wie ich mit der Höhe zurechtkommen werde.Read more

  • Day6

    Pokhara

    November 11 in Nepal

    Nach 2 Tagen Kathmandu freuten wir uns dann doch weiter zu reisen. Aber zwischen uns und dem als sehr entspannt geltenden Pokhara lag noch ein Inlandsflug, den man gut als aufregend bezeichnen kann. Nach einer Sicherheitskontrolle, die ihren Namen nicht verdient, stiegen wir mit ein wenig Verspätung und etwas mehr Aufregung als normal in eine Propellormaschine von Yeti Airlines. Der Ausblick auf die schneebedeckten Berge war dann grandios und die 25 Minuten Flugzeit fühlten sich eher an wie fünf.
    Die letzten zweieinhalb Tage waren wir im wirklich sehr entspannten Pokhara hauptsächlich faul und haben den Tag mit Ausschlafen, gutem Essen, wandern am See und letzten Einkäufen für unsere Trekking-Tour verbracht.
    Morgen früh geht's dann mit unserem Guide und unserem Träger (der freundlicherweise unser Gepäck trägt ;-)) sehr zeitig los zum 10 tägigen Annapurna Base Camp Trek. Wir sind ziemlich gespannt, was uns erwartet!
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  • Day3

    Namaste Kathmandu

    November 8 in Nepal

    Unser Reiseführer beschreibt Kathmandu als "überdimensionalen Entwicklungsland-Themenpark" der sich vor allem durch Chaos auf den Straßen, unfassbar schlechte Luft (Platz 3 weltweit) und Müll weit und breit auszeichnet. Wir waren also auf das schlimmste vorbereitet. Nach dem wir uns einfach durch die Gassen treiben lassen haben, sind wir jedoch positiv überrascht. Auch wenn unser Reiseführer prinzipiell nicht Unrecht hat, faszinieren doch die Stände an denen es von Obst bis undefinierbaren Innereien alles zu kaufen gibt, die Tempelanlagen bei denen man die Dächer vor lauter Tauben kaum sieht und die farbenfroh gekleideten Menschen. Aktuell findet auch eines der unzähligen Feste pro Jahr statt. Wir haben noch nicht rausgefunden was gefeiert wird, aber Tänze, Gesang, Kinder die von Tür zu Tür ziehen und Geld sammeln, Autokaravanen voll sehr lauter Teenies und Mandalas aus Farbpulver vor jeder Tür scheinen wichtige Bestandteile zu sein. Gestern Abend wurden wir noch von zwei "heiligen Männern" mit einem roten Punkt auf der Stirn gesegnet, was einem ein langes und glückliches Leben bescheren soll. Da auch heilige Männer anscheinend nicht nur vom Glauben leben können, war es für uns als Touris ein nicht ganz günstiges Vergnügen. Aber vielleicht hilft es ja wirklich. :)Read more

  • Day0

    Und weg... Endlich geht's los

    November 5 in Germany

    Nach 3 Monaten (mehr oder weniger intensiver) Vorbereitung und noch längerer Vorfreude geht es morgen endlich los. Die Kraxen sind gepackt und bringen immerhin 14 Kilo auf die Waage. In zwei Tagen wollen wir diese dann erstmals durch Nepals Hauptstadt Kathmandu tragen. Wir sind mega gespannt, was uns erwartet und werden euch hier immer mal wieder auf den neusten Stand bringen.

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