• Day216

    28. Dezember 2017 - 2. Januar 2018

    Auf gehts mit dem Flugzeug auf die Big Corn Island. Von da dann mit dem 44-Platz-Panga (kleines Holzboot mit starken Motoren) auf die Little Corn Island. Auf der 40-minütigen Überfahrt werden wir sowohl von den ins Boot spritzenden Wellen als auch vom einsetzenden Regen regelrecht gewaschen. Das Paradies muss man sich verdienen!

    Wir checken im Hotel SeaView ein. Ein kleines familiengeführtes Hotel mit einem kleinen herzigen Welpen und immer frischen Bananen direkt vom eigenen Bauernbetrieb. Silvan und Jacqueline frischen die Tauchtheorie und -praxis nochmals auf, während wir die Insel erkunden und den Tag an einem einsamen Strand verbringen. Den Abend lassen wir in den Strandbars El Tranquilo und Desideri ausklingen. Dies werden unsere Stammlokale.

    Am nächsten Tag gehen wir dann alle zusammen tauchen. Cloe und Brian von Dolphin Dive betreuen uns optimal, und wir lassen uns entspannt ins Wasser fallen. Unter Wasser werden wir belohnt mit schönen Korallen, je einem Lionfish, Balloonfish, Cowfish, einer Muräne und zwei Nurse Sharks (die sind harmlos und folgen uns neugierig wie Hunde). Am Abend gehen wir in ein kleines nicaraguanisches Restaurant und geniessen das sehr günstige und leckere 3-Gang Curry-Menü. Einzig die Mücken trüben die entspannte Atmosphäre.

    Den Silvester starten wir mit Yoga. Silvan und Jackie gehen nochmals tauchen und wir geniessen die Karibik in der Hängematte zwischen den Kokospalmen. Den letzten Sonnenuntergang des Jahres erleben wir in der Lighthousebar auf dem höchsten Punkt der Insel. Von Silvan erfahren wir, dass uns unser Vater einen Zustupf für diesen Tag mitgegeben hat. Ganz herzlichen Dank!!! Es soll vermerkt werden, dass wir es zu viert mit Essen und Drinks nicht geschafft haben, den Betrag an diesem Tag aufzubrauchen. Die Fisch-, Hummer- und Gemüsetacos schmecken vorzüglich und die interessanten Drinkvariationen ebenso. Für den Jahreswechsel gehen wir an den Strand: Lagerfeuer, Kokosnuss und dann Party und Feuerwerk zusammen mit Lisa und Clemens im El Tranquilo.

    FELÍZ AÑO NUEVO, ES GUETS NEUS, HAPPY NEW YEAR!

    Mit einem lokalen Frühstück gestärkt, flanieren wir dem Strand entlang. Dort treffen wir Helio Vanimal aus Mosambik, der im El Tranquilo schon mehrere Drum-Sessions organisiert hatte. Er hätte schon lange gerne ein paar Fotos von einer Drum-Session am Strand. Weil wir eine Kamera haben und eine spontane Gruppe sind, erfüllen wir seinen Wunsch und trommeln und tanzen am Strand. Zum Glück haben wir damit nicht den Regengott geweckt, und so ist die Überfahrt auf die Big Corn Island sehr ruhig. Dort quartieren wir uns in einem italienisch geführten Hotel an der Karibikküste ein. Der perfekte Ort für ein gemütliches Lagerfeuer am Strand bis das Nachtessen bereit ist. Es gibt Pasta mit Hummer. Vorzüglich! Und mit dem restlichen Silvestergeld gibts noch den passenden sizilianischen Weisswein dazu:).

    Memories: Rückflug wegen Chaos am Flughafen getrennt: Sabina, Silvan und Jacqueline via Zwischenstopp Bluefield, Fabian später direkt; der zweite Tauchgang war super und entspannend (endlich passende Tauchbrille gefunden).
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  • Day211

    22. - 28. Dezember 2017

    ¡Hola Nicaragua! Nicaragua, oder besser gesagt, Granada, empfängt uns mit farbigen Kolonialhäusern und einem herzigen Stadtkern. Es ist überraschend grün. Kokospalmen und noch nicht blühende Mangobäume sehen wir überall; auch im Garten unseres Airbnb's.

    Weihnachtsstimmung will sich nicht so richtig einstellen, dafür ist es dann doch zu wenig winterlich. Heiligabend verbringen wir in unserer Unterkunft. Vinz, der französische Besitzer, macht eine feine Lasagne, eine Finnin backt Empanadas und kocht eine Randen-Kürbis-Ingwer-Kokosnussmilch-Suppe, die fast niemand so richtig gern hat (sieht auch sehr giftig aus), und wir machen eine Rösti und backen eine Art Mailänderli:). Typischerweise beginnt das Essen erst kurz vor zehn Uhr, aber dann ohne Punkt und Komma. In einer Dreiviertelstunde ist das Essen inklusive Dessert Geschichte. Speziell. Bei unseren Telefonanrufen am Vormittag zu unseren Familien kam jedenfalls mehr Weihnachtsstimmung und Gemütlichkeit auf.

    Hiermit bestätigen wir, dass Managua, die Hauptstadt ohne Zentrum, wirklich kein Zentrum hat.

    Wir besichtigen in Masaya einen aktiven Vulkan. Leider kann man nur mit dem Auto rein und darf nur eine Viertelstunde oben verbringen, danach kommt die nächste Ladung Autos und Touristen. Da wir kein Auto haben und auch nicht mit dem öffentlichen Shuttlebus hinauf wollen, fragen wir in der Warteschlange willkürlich ein Päärchen, ob wir mit ihrem VW-Büsli mitfahren dürfen. Es stellt sich heraus, dass dies auch Schweizer sind (Bülach und Winterthur:)). Sie haben ihr Büsli in Mexiko gekauft und in einen fahrtüchtigen Zustand gebracht. Bis Panama soll es runtergehen. Wir verstehen uns gut und gehen deshalb nach der Vulkanbesichtigung noch zusammen Abendessen, bevor sich unsere Wege wieder trennen. Wer weiss, vielleicht sieht man sich in Panama?
    Die rotgelbe Lava des Vulkans ist in der Dunkelheit zwischen dem aufsteigenden Schwefelrauch gut sichtbar. Wow! Ein nicht alltägliches Erlebnis. Aber schon trällert die Trillerpfeife....unsere 15 Minuten sind um.

    Mittlerweile sind Silvan und Jacqueline (Bruder von Suti und dessen Frau) angekommen. Wir freuen uns sehr, dass sie da sind und die nächsten drei Wochen mit uns reisen. Und wie schön! Nicole hat uns selbstgemachte Weihnachtsguetzli mitgeben lassen. So fein! Danke vielmol:). Und von Nicola gabs feine Peruanisch-schweizerische Schokolade mit Degustationsfragebogen:).

    Memories: Feuerwerke wie am Silvester (eher Böllerschüsse); Schaukelstühle in jeder Wohnung;); 2 VW-Büsli aus den 70er-Jahren für Kauf geprüft, aber das richtige war (noch) nicht dabei.
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  • Day207

    Mir wünsched allne frohi Wiehnachte!

    "Wenn uns bewusst wird, dass die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, das wir schenken können, haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden".

  • Day205

    15. - 22. Dezember 2017

    Die Isla Mujeres (Insel der Frauen) bildet unseren Abschluss von Mexiko. Wir haben diese ausgewählt, weil wir nur Positives gehört und gelesen haben. Die Strände haben feinen weissen Sand (stimmt), man kann gut tauchen (naja), man kann mit Walen schwimmen und tauchen (wenn dafür Saison ist, was wir wussten, dass dies nicht der Fall sein wird). Ich denke, unsere Erwartungen waren dann einfach ein bisschen zu hoch. Unser Airbnb lag im Süden, was vom Zentrum erwarteterweise ziemlich weit weg lag. Mit Velos konnten wir dies aber gut meistern. Schade war, dass alle Strände nur über Resorts zugänglich waren, die eine Mindestkonsumation erforderten. Der einzige öffentliche Strand lag im Norden, also für uns ziemlich weit weg.

    Die Besitzerin unseres Airbnbs war gleichzeitig Tauchinstruktorin. Wir fühlten uns irgendwie verpflichtet, unsere zwei Tauchgänge in ihrem Tauchzentrum zu buchen. Unser Gefühl war nicht so gut und bestätigte sich dann leider auch. Unprofessionelle Guides, nicht die Neoprenanzüge, die versprochen wurden, Brille passte nicht... Zu allem Überfluss war das Meer sehr unruhig und die Sicht unter Wasser sehr schlecht, so dass wir den zweiten Tauchgang gar nicht mehr antraten. Das einzig Coole waren die Fischschwärme, die sich mit den Wellen vor- und zurücktreiben liessen. Hatte was Meditatives:). Fazit: Der Intuition folgen!

    Eines Vormittags radeln wir zum südlichsten Punkt der Insel. Dieser ist gleichzeitig der östlichste Punkt von Mexiko, das heisst, hier sieht man die Sonne zuallererst aufgehen (falls man so früh aufsteht:)). Da der Wind weiterhin stark weht und noch Gewitterwolken aufziehen, erinnert die Stimmung eher an Irland als an die Karibikküste. Sehr eindrücklich.

    Trotz allem haben wir die Woche genossen und nehmen schöne Eindrücke von der Insel mit. Und wer hätte gedacht, dass wir 2.5 Monate in Mexiko verbringen! Wir nicht.

    Memories: endlich neues Bikini für Sabina gefunden; Moskitos ohne Ende; viel selbst gekocht; leider kein Backofen, um Mailänderli zu machen; auch hier viel Wind, was aber der Jahreszeit entspricht; feiner weisser Sand; viele und grosse Iguanas gesehen.
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  • Day198

    11. - 15. Dezember 2017

    In der Region Tulum besichtigen wir zum letzten Mal Maya-Ruinen. Eine Stätte liegt direkt am Meer und bietet einen wunderschönen Ausblick. Die Ruinen selbst sind mittlerweile nicht mehr so eindrucksvoll, da sie nicht mehr sehr gut erhalten sind.

    Ganz anders die Ruinen von Cobá. Dort befindet sich die einzige Pyramide aller Maya-Stätten, die noch bestiegen werden darf (aber auch diese wird ab 2018 gesperrt). Ist man mal die Stufen bis auf 42 Meter hochgekraxelt, hat man einen weiten Überblick auf Wald, Wald, Wald. Unter manch einer Erhebung verstecken sich noch nicht ausgegrabene Ruinen. Ach ja, es ist lustig anzusehen, wie sich die Leute am Seil hochhangeln oder auf dem Hosenboden wieder runter "steigen" ;). Die Steilheit und Höhe sind nicht Jedermanns.
    Übrigens: von Tulum nach Cobá ist es eine Stunde mit dem Auto. Da Cobá aber in einer anderen Zeitzone liegt, dauerte die Fahrt ungemütliche Null Minuten:).
    Übrigens zwei: wir wollten vor allen Bustouristen vor Ort sein und sind deshalb für unsere Verhältnisse verboten früh aufgestanden. Da sind wir also nach einer halben Stunde Fussmarsch um kurz vor sieben Uhr bei der Colectivo-Haltestelle. Vom Colectivo weit und breit keine Spur. Als das nach 20 Minuten kam, meinte der Fahrer nur, er fahre erst wenn der Wagen voll ist, was nicht vor acht oder halb neun der Fall sein wird. Als um acht immer noch keine weitere Menschenseele zu uns gestossen war, gingen wir mal frühstücken (der Fahrer übrigens auch). Als wir zurückkamen, waren wir immerhin nicht mehr die einzigen (bei den Ruinen dann allerdings auch nicht), aber es dauerte bis nach neun, als wir endlich losfuhren. Fazit: Früh aufstehen wird überbewertet.

    An einem anderen Tag fahren wir mit unseren gemieteten Velos zu den Cenoten Escondido (versteckt) und Crystal (klar). Diese Cenoten sind eigentlich kleine Seen im Dschungel. Superschön und das Wasser türkis und glasklar.

    Memories: Airbnb Zimmer sauber, aber Küche ein Chaos; schöner Strand mit weissem Sand; viiiiel Wind; Restaurant verkürzt den Gästen die Wartezeit mit Spielen (Domino und Karten) auf den Tischen; "Mojito-Auto" in Bar.
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  • Day194

    10. - 11. Dezember 2017

    Einen kurzen Abstecher machen wir nach Bacalar zur gleichnamigen Lagune. Aufgrund unseres zusätzlichen Tauchgangs in Mahahual verweilen wir hier gerade mal 22 Stunden - das ist der zweitkürzeste Aufenthalt mit Übernachtung unserer Reise.

    Endlich kayaken, jipee! Im wunderschön klaren türkis Wasser paddeln wir herum, mal mit dem Wind, mal gegen den Wind. Sabina bleibt mal bis zu den Knien im Schlamm stecken, Suti kühlt sich in der integrierten Cenote mit einem kurzen Schwumm ab.

    Memories: Restaurant und Laden El Manatí mit handgemachten Souvenirs und biologischen Produkten (Thermosflasche mit mega süssem Äffli gekauft); Sehr feine Tacos gegessen - aus Weizen schmecken sie besser als aus Mais; Bester Salat ever:); Man finde das Hostel: richtige Strasse durchlaufen und nach Namensschild Ausschau halten (ohne Erfolg). Strasse in andere Richtung durchlaufen und genauer schauen (ohne Erfolg). Adresse erneut nachsehen (ohne neue Erkenntnisse). Leute in dieser Strasse fragen (5x ohne Erfolg). Plan B überlegen (kann ja aber nicht sein, dass wir das Hostel nicht finden). Nochmals nachfragen, und siehe da, eine Frau kennt es. Es befindet sich keine 20 Meter von uns entfernt! Ein rotes Tor ohne Anschrift und nichts. Eine super Tarnung, falls man nicht gefunden werden will. Ev. für ein Hostel nicht geeignet.
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  • Day193

    3. - 10. Dezember 2017

    Mit Mahahual an der Costa Maya erreichen wir erstmals die Karibikküste. Wir werden mit viel Wind und Regenschauern empfangen. Ja, es ist Winter(!), das Wetter wechselhaft und für unseren Geschmack eher etwas kühl. Trotzdem wollen wir hier unser Tauchzertifikat, den Open Water Diver, machen. Für Sabina, die Wasser nicht unbedingt mag, eine Überwindung. Vorneweg, wir beide schaffen das Zertifikat!! Ortsgerecht wird das mit einem Tequila gefeiert. Bis dahin war es allerdings eine Herausforderung. Die ersten zwei Tage konnte wegen Wind und starker Strömung nicht getaucht werden. Daher wurde erstmal Theorie gebüffelt. Ab welcher Tiefe wird Sauerstoff giftig? Wann komprimierte Luft? Wenn der Druck steigt, steigt oder sinkt dann das Volumen von Gas? Wie hoch ist der Druck überhaupt, und wie verändert sich dieser? Wie atmet man richtig? Weshalb darf man nach dem Tauchen eine Zeit lang keinen Sport machen? Wie behält man das Gleichgewicht unter Wasser? Das ist einer der Schlüssel beim Tauchen und entsprechend schwierig.
    Nach zwei Tagen war das Wetter dann genug gut, um im Wasser das Gelernte umzusetzen und alle Aufgaben mehr oder weniger zu erfüllen. Es braucht aber schon Überwindung, sich auf die ganze Ausrüstung mit Atmungsapparat zu verlassen. Es wird auch nicht einfacher, wenn Wasser in die Brille läuft und man diese andauernd ausblasen muss. Das schriftliche Examen am Schluss war nur noch Formsache und schon konnten wir das provisorische Zertifikat entgegennehmen:). Die richtige Freude unter Wasser muss sich aber erst noch einstellen, da wir bis jetzt vor allem Übungen gemacht haben und von der Unterwasserwelt noch nicht so viel gesehen haben. Mit unserem auserwählten Anbieter (Mahahual Dive Centre) haben wir allerdings die perfekte Wahl getroffen. Norma hat alles super erklärt mit ihrer ruhigen Art und Pablo hat uns beim Tauchen gut unterstützt. Sie haben uns sogar einen extra Tauchgang spendiert, damit wir noch mehr Sicherheit gewinnen konnten. Dieser war dann auch wirklich zum Geniessen. Wir sahen unter anderem Papageienfische, Schwämme, Koralle (sea plumes, sea rods, sea fan), eine grüne Muräne (green moray eel) und eine Stachelroche (sting-ray). Und wir tauchten bis auf 23.4 Meter hinunter.

    Ansonsten ist Mahahual eigentlich ein herziges Örtchen mit schöner Strandpromenade, wären da nicht die jeden Tag ankommenden Kreuzfahrtschiffe, die Hunderte von Touris bringen. Natürlich sind die Restaurants und Souvenirstände genau darauf ausgelegt. Die Kundenfänger quatschen einen überall an und wollen einem weis machen, dass es bei ihnen viel besser/günstiger/schöner ist als beim Konkurrenten nebenan. Genau.

    Was haben wir sonst noch gemacht? Suti mietete ein SUP (Stand up paddle-Brett) und Sabina joggte. Per Zufall trafen wir Sandra, die Welschschweizerin vom Casa Losodeli (Puerto Escondido), und verbrachten mit ihr einen unterhaltsamen Abend. Da wir wieder mal ein Hostel mit Küche hatten, haben wir viel selbst gekocht und Geld gespart. Tauchen ist nicht eben günstig:).

    Ein Teil des Tauchkurses wurde uns von unseren Kollegen (geschenkte Visa) gesponsert. Vielen Dank!

    Memories: Zwischenstop mit Übernachtung in Felipe Carillo Puerto (ehemals Chan Santa Cruz), Zentrum des Maya-Widerstands im Caste War (1874ff) und vorübergehend Hauptstadt der unabhängigen Maya-Republik; ein Tauchcomputer und eine Auftauchboje müssen her; Mexikos Bäckereien haben Süsses und Süsses und mit Glück ein gesundes Brot.
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  • Day184

    30. November - 2. Dezember 2017

    Valladolid ist die Stadt der Cenoten (Wasserlöcher). Wir mieten zwei singlespeed Velos (andere gibts zur Freude von Suti nicht). Der Sattel ist etwa auf Kniehöhe...
    Die erste Cenote, X‘Kekén, ist eigentlich ein See in einer Höhle. Eine kleine Öffnung in der Decke lässt etwas Sonnenlicht rein und lässt das Wasser in einem herrlichen Blau erstrahlen.
    Als zweites steuern wir eine weniger bekannte Cenote an. Wir folgen brav den eingezeichneten Strassen und passieren so ungewollt die Abfalldeponie. Wir weichen den unzähligen Geiern aus und bahnen unseren Weg durch den stinkenden Schlamm auf der Strasse. Nach diesem Schandfleck der Menschen erreichen wir das Naturwunder: die wunderschöne Cenote (Hacienda San Lorenzo Oxman)!
    Die Wurzeln der Bäume reichen an den Wänden bis ins Wasser herunter. Unten kann man sich mit einem Seil ins Wasser schwingen. Die Hacienda gleich daneben besticht durch ihre Poolbar. Da wir genau heute ein halbes Jahr unterwegs sind, feiern wir das mit einer Flasche guten Weissweins!

    Am selben Abend treffen wir uns mit Danilo (dem italienischen Koch vom Casa Losodeli in Puerto Escondido). Wir finden ein gemütliches Restaurant, um unser Treffen zu würdigen. Es gibt viel zu erzählen und zu lachen. Am nächsten Tag gehen wir gemeinsam zur Cenote Zací mitten in der Stadt. Danach trennen sich unsere Wege leider schon wieder.

    Memories: Die kleinen Fische in der Cenote sind gute, aber kitzelnde Fussputzer; Licht- und Soundshow in Valladolid leider ohne Sound; Herziges Café del Profesor Pitágoras nach der Cenote Zací.
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  • Day183

    29. - 30. November 2017

    Chichén Itzá - nach Machu Picchu das zweite der 7 neuen Weltwunder, das wir besichtigen.
    Da unser Hotel nur 1.5 km von den Ruinen entfernt ist, entscheiden wir uns spontan für die nächtliche Besichtigung. Hierfür werden ein Teil der Ruinen farbig beleuchtet. Es ist magisch, so zwischen den gut erhaltenen und eindrücklichen Zeugen der Maya zu gehen. Leider haben wir unsere Kamera im Hotel vergessen, daher gibts nur Handyfotos :(.
    Zum Schluss gibt es eine über halbstündige Licht- und Soundshow. Es wird die Geschichte der Maya auf die Pyramide des Kukulcán (El Castillo) projiziert und mit Erzählung und Sound untermalt. Atemberaubend!!

    Am nächsten Morgen sind wir dann die ersten Besucher der Stätte. Diesmal mit Kamera. Wir beginnen mit der Pyramide des Kukulcán, die gleichzeitig ein in Stein erbauter Mayakalender ist. Jede der 4 Treppen hat 91 Stufen, zählt man die Plattform mit dem Tempel dazu kommt man auf 365 (Tage pro Jahr). Die 9 Level sind mit kleinen Treppen halbiert und ergeben somit die 18 Monate eines Mayajahrs. Jedes Jahr zur Sonnenwende fällt das Licht so auf die Haupttreppe im Norden, dass es aussieht, als würde sich die Schlange (der steinerne Kopf befindet sich am unteren Ende) die Pyramide herunter schlängeln. Und dieser Tempel wurde über einen älteren, kleineren seiner Art erbaut. Meisterarchitekten!!
    Nicht minder imposant sind der Kriegertempel mit den in der Mayawelt einzigartigen hunderten von Säulen davor; die heilige Cenote in welcher Opfergaben und Knochen von Menschenopfern gefunden wurden; das grösste Juego de Pelota in Mexiko beeindruckt durch seine Ausdehnung und gut erhaltenen Fresken über Enthauptungen eines Teamcaptains; Plataforma de los Cráneos (Plattform der Totenschädel) war und ist heute noch furchteinflössend; El Carecol (die Schnecke) ist ein Observationsturm fürs Studium der Sterne.
    Wir können uns kaum sattsehen, aber mit zunehmender Hitze und vor allem den gigantischen Touristenscharen, fällt uns der Abgang leichter.

    Historia Maya:

    3114 v. Chr.: Entstehung heutiges Universum gemäss Maya Mythologie;
    2400 v. Chr.: Ankunft Maya-sprechender Bauern auf Peninsula Yucatán;
    1000 v. Chr.-250 n. Chr.: Pre-Classic Periode. Erste dauerhafte Siedlungen entstehen in Yucatán, Chiapas und Guatemala. Weiterentwicklung der Landwirtschaft und erste Astronomiekenntnisse. Erstellung des Maya-Kalenders;
    250-925 n. Chr.: Classic Periode. Bildung von Herrschereliten. Mit der Ausbreitung über die gesamte Halbinsel Yucatán erreichte die Hochkulter Maya ihre Blütezeit. Kollaps der Maya-Zentren im zentralen Tiefland (möglicherweise aufgrund von Bodenverarmung oder Dürrezeiten). Aufstieg der Toltec von Zentralmexiko;
    925-1530 n. Chr.: Post-Classic Periode. Die Toltec lassen sich in Chichén Itzá nieder und die Kultur vermischt sich mit jener der Maya. Im späten 15. Jahrhundert dominieren Kämpfe zwischen den einzelnen Stämmen, bzw. Städten;
    1519-1549 n. Chr.: Eroberung durch die Spanier beginnend auf der Insel Cozumel. Nach Siegen über die Azteken besiegen die Montejos (Vater, Sohn und Cousin) die Halbinsel Yucatán. 90% der Indigenen sterben an den eingeschleppten Krankheiten der Spanier.
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  • Day182

    26. - 29. November 2017

    Campeche erreichen wir mit dem Bus um fünf Uhr morgens. Eine ziemlich blöde Zeit. Bis die Cafés aufmachen, legen wir uns in der Wartehalle auf die Stühle und schlafen eine Runde. Nach genügend Schlaf und einem feinen Frühstück suchen wir uns ein Hostel. Volltreffer! Gleich das erste Hostel, das wir anschauen, gefällt uns.

    Wir drehen eine Runde durch das Städtchen mit seinen farbigen Kolonialbauten, schlendern am Malecón entlang, setzen uns auf die Bänke am Hauptplatz und schauen dem geschäftigen Treiben zu. Von Studenten werden wir um ein Interview (mit Video) gebeten, das sich im Wesentlichen darauf beschränkt, wie uns Mexiko im Allgemeinen und die Leute und das Essen im Besonderen gefallen.

    Das Museo de la Arquitectura Maya gibt uns Aufschluss über die vier verschiedenen Architekturstile der Maya (Chenes, Puuc, Petén, Río Bec), in welcher Epoche diese angewandt wurden und deren Unterschiede.

    Was für eine Überraschung! Heute findet ein internationales Slackline Turnier neben dem Hauptplatz von Campeche statt. Mit dabei ein Schweizer, der dann im Halbfinal ausscheidet. Wahnsinn, was die Teilnehmer an Kunststücken zeigen; Doppelsalto hier, Drehungen da, Showeinlage dort. Schlussendlich gewinnt ein Amerikaner (wirklich Hammer) gefolgt von einem Polen und Japaner.

    Wir besichtigen die Ruinen von Edzná. Diese sind zwar etwas kleiner und weniger touristisch als jene von Palenque, aber trotzdem sehr sehenswert und erstaunlich. Man wähnt sich fast in einer anderen Zeit, wären da nicht die bemannten Rasenmäher, die um einen herumfahren.

    Gleich neben unserem Hostel finden wir das Café "El Antiguo Café de San Francisco", das uns während zweier Tage zum Stammkunden macht.

    Memories: Chaya ist etwas ähnliches wie Spinat und schmeckt super mit Omelette oder als Jugo (oder in einer Bowl) mit Ananas und Erdbeeren; leider finden wir keinen Weg, um Ich-Ek mit seinen indigenen Bienenvölkern zu besichtigen und feinen Honig und Seife zu kaufen; zum Glück ist immer noch Nebensaison, so sind Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten weitgehend menschenleer; wann kommt endlich die Mangosaison?
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  • Day178

    23. - 25. November 2017

    Mit grossem Umweg kommen wir in Palenque an. Man könnte ja jeweils nachfragen, wo der Bus genau durchfährt und wie lange die Fahrt dauert...

    Palenque ist kein Ort, um länger zu bleiben. Von unserem Hostel aus hören wir ab frühmorgens den Angestellten eines Colectivos den Namen der Destination ununterbrochen ausrufen...¡Zapata!, ¡Zapata!, ...., .... !

    Ein Muss ist natürlich der Besuch der nahegelegenen Maya-Stätte (bewohnt ~100 v. Chr. bis ~740 n. Chr.). Wow, was die Maya vor rund 2000 Jahren errichtet hatten! Die Architektur der riesigen Tempel für ihre Götter, der Gräber und des Palastes sind unglaublich beeindruckend. Die Verzierungen, Hieroglyphen, Schriftzeichen (viel Spass beim Entziffern) und teilweise sogar die Farben sind heute noch sichtbar. Erst ein Bruchteil dieser damaligen Stadt wurde ausgegraben und restauriert (ca. 5%). Es hilft bestimmt nicht, dass die Stätte mitten im Dschungel liegt und entsprechend unter Gras, Büschen und Wald begraben ist. Bei jedem Hügel, den man sieht, muss man annehmen, dass darunter auch noch eine Ruine liegt. Besonders beliebt war das "Juego de Pelota", ein Ballspiel mit einem 4 Kilo schweren Gummiball, der nur mit Hüfte und Beinen berührt werden durfte. Zwei Teams spielen gegeneinander und versuchen, den Ball durch einen in der Höhe zementierten Steinring zu stossen. Abgeschrägte Wände helfen dabei. Das Spiel gewann dadurch an Brisanz, dass es durchaus sein konnte, dass der Captain der Verlierer- oder aber der Gewinnermannschaft, oder gleich das ganze Team, geköpft wurde. Mit diesem Spiel wurden politische Auseinandersetzungen geschlichtet bzw. entschieden.

    Am nächsten Tag ist Samstag, der 25.11., oder anders gesagt, Privi wird 40:). Wir sind als Skypeequipe teil seiner Überraschungsparty und freuen uns, mal wieder einige unserer Kollegen zu sehen und hören. Wie wir vernommen haben, war die Party und alles drumherum ein voller Erfolg!
    Danach besichtigen wir die fünf Wasserfälle "Roberto Barrios". Man kann diese bestaunen, in den natürlichen Wasserbecken baden, die vom Wasser geschliffenen Felsen runterrutschen (ok, Suti hat danach ein Loch in der Badehose) und sich auf den nassen Felsen sonnen.

    Memories: Ludovic mit Bar "Au fût et a mesure" in Annecy kennengelernt.
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  • Day176

    21. - 23. November 2017

    Eine lange Nachtbusfahrt führt uns nach San Cristóbal. Ein schönes Städtchen mit Pflastersteingassen und kleinen Cafés. Leider ist es auf über 2000 m.ü.M. wieder empfindlich kalt, vor allem in der Nacht. Wir betrachten die Stadt vom Aussichtshügel aus und wollen einen Torbogen, die Kathedrale und ein Konvent besichtigen. Zur Zeit werden aber alle gleichzeitig renoviert. Schade.
    Stattdessen beobachten wir das Treiben auf den Strassen (viele indigene VerkäuferInnen und bettelnde Kinder) und geniessen ein paar Tassen des guten Kaffees aus der Region. Den Abend lassen wir in der warmen Wein-/Tapasbar vis-à-vis von unserem Hotel ausklingen.

    Am nächsten Tag nehmen wir ein Colectivo ins nahe San Juan Chamula. Hier patroulliert die Polizei in ihren schwarzen Schaffelljacken und viele Frauen tragen Röcke aus demselben Material. Das Dorf ist bekannt für die Fusion von indigener Kultur und kolonialen und katholischen Einflüssen. So ist die Kirche mit Statuen von Heiligen gefüllt und in ein Lichtermeer aus Kerzen getaucht. Es hat aber weder einen Altar noch Kirchbänke. Die Indigenen (Nachfahren der Maya) kommen hierher, um ihre Rituale durchzuführen. Dazu werden sehr, sehr viele Kerzen in unterschiedlichen Grössen und Farben auf dem Boden platziert und angezündet. Danach werden beispielsweise Eier oder Hühner über dem Kerzenmeer gschwenkt und so gesegnet oder Gebete zur Heilung von Kranken rezitiert.

    Zurück in San Cristóbal treffen wir zufälligerweise auf die Langzeitreisenden Erik und Annette, die wir in Zipolite kennengelernt hatten. Kurzerhand verbringen wir den Abend zusammen in der gemütlichen Weinbar.

    Memories: Die Museen über Kaffee und die Medizin der Mayas sind sehr bescheiden; Erster Hagelsturm; Erik ist Berufsmusiker und hat mit 44 Jahren schon alle Länder der Welt bereist, ist pensioniert und spricht etwa 16 Sprachen; Wanderschuhe von Sabina weggegeben.
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