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  • Day38

    Cañon del Colca 1, Perú

    July 8, 2017 in Peru ⋅ ☀️ 17 °C

    2. - 8. Juli 2017

    Wir haben unsere Schule für eine Woche unterbrochen, die Rucksäcke gepackt, Proviant eingekauft und Geld bezogen (nur Bares ist Wahres). Ziel ist der Cañon del Colca, wo wir für 4 Tage wandern wollen.

    Mit dem öffentlichen Bus schleichen wir dem Ziel entgegen. Wir überqueren Hochebene um Hochebene, geniessen wunderschöne Ausblicke, sehen Lamas, Alpakas und Vikunjas (eine Lamaart) und dürfen am höchsten Punkt auf 4910 (!) MüM kurz aussteigen. Nach rund 4 Stunden Fahrt steigen beim Zwischenhalt in Chivay zu unserer Überraschung immer mehr und mehr Lokale ein. Sitzplätze gibt es längst nicht mehr, für sie gibt es eine lange und mühselige Fahrt von über 2 Stunden. Überflüssig zu erwähnen, dass der völlig überfüllte Bus nur noch im Schneckentempo vorwärts kam. Unterwegs liess er auch noch weitere Personen zusteigen.

    In Cabanaconde angekommen, übernachten wir im überteuerten Hostel Pachamama. Immerhin bekommen wir hier eine gute Wanderkarte und Wanderstöcke (zum Glück).

    Tag 1: Cabanaconde (3287 MüM) - Llahuar (2020), 4.5 Stunden, Llahuar Lodge

    Wir starten früh morgens, damit wir wenigstens einen Teil der Strecke im Schatten laufen können. Die Sonne, gepaart mit der Höhe, ist fast unerträglich. Zumindest zum Wandern. Unser Ziel, Llahuar, liegt etwa 1200 Meter tiefer, somit heisst es vor allem, bergab laufen. Trotz der Wanderstöcke hatte ich (Sabina) danach 4 Tage Muskelkater, und zwar richtig. Der eindrückliche Cañon und die Aguas Termales (heisse Quellen) am Ziel entschädigten uns aber für die Strapazen. Es war auch ein wunderschönes Erlebnis, nach dem Abendessen, unter dem Sternenhimmel, nochmals in die heissen Quellen zu sitzen :-).

    Tag 2: Llahuar (2020) - Fure (2900), 4 Stunden + 3 Stunden Wasserfall, Hostal Furewassi

    Wiederum frühmorgens unterwegs, meistern wir den ersten Aufstieg im Schatten, können es aber nicht vermeiden, den zweiten, steileren, Aufstieg unter praller Sonne zu bewältigen. Grundsätzlich ist es eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung, die mit schönen Aussichten aufwartet.
    In Fure angekommen, wollen wir die 1 1/2 Stunden entfernten Wasserfälle besichtigen gehen. Aber zuerst eine Pause -:)! Als wir dann losgehen, sind wir doch ziemlich froh, können wir unsere schweren Rucksäcke in der Unterkunft lassen.

    Der Wasserfall ist auch jetzt im Winter mit weniger Wasser sehr beeindruckend. Touristen hatte es jedoch hier wie auch im Hostal nicht viele, das kleine Örtchen Fure ist zu abgelegen. Ausserdem existiert das einzige Hostal erst seit sieben Monaten. Zum Abendessen wurden uns frisch gefangene Forellen serviert. Super fein!
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