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  • Day195

    Aarhus, Dänemark

    July 14 in Denmark ⋅ ⛅ 22 °C

    11. - 14. Juli 2022

    Mit nur einer halben Stunde Verspätung kommt unser Zug in Hamburg an. Hier treffen wir unsere Freundin Betül. Wir verbringen einen schönen Abend zusammen, mit feinem indischen Essen und guten Gesprächen. Wir dürfen auch gleich bei ihr übernachten und kriegen zum Frühstück super leckere Pancakes von Christian. Total lieb, herzlichen Dank nochmals euch zwei🤩.

    Gut gestärkt fahren wir weiter nach Aarhus. Zum Glück ist in Dänemark keine Maskenpflicht in den ÖV, das ist in Deutschland echt mühsam. Aarhus ist mit 270 000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Dänemarks. Hier bleiben wir zwei Nächte. Die Stadt hat herzige Cafés, ein superfeines veganes Restaurant (wo wir wider unserem Credo zweimal hingehen), eine super Aussichtsplattform und schöne Gässchen. Die Aussichtsplattform ist in einem Einkaufszentrum über zwei Stöcke verteilt mit verschiedenen Ebenen. Vieles ist aus Holz gemacht, mehrere kleine Pop up Bars und auch ein grösseres Restaurant bieten Drinks und Fast food an. Und auch live Musik wird gespielt. Es ist echt ein toller Ort, um Aarhus aus der Vogelperspektive zu sehen.

    Die Stadt hat Fast food Restis en masse. Und Wind oder Windböen, mal stärker und mal superstark. Können wir uns schon mal daran gewöhnen, der wird uns nämlich in ganz Dänemark begleiten. Das Preisniveau erinnert an die Schweiz, so ist auch keine Umstellung nötig😄. Nur die Kronen umzurechnen ist etwas mühsam. Und hej, wir haben tatsächlich die eine Woche im Jahr mit dem Jazzfestival erwischt, total cool. Wetterglück haben wir auch. Kurze Hosen und abends noch draussen essen zu können, hat eher Seltenheitswert wie man hört.

    Nach zwei Tagen sind wir nun aber trotzdem froh, fahren wir weiter nach Silkeborg in die Natur raus.
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  • Fazit

    June 24 in Switzerland ⋅ 🌧 17 °C

    Einige Gedanken zum Abschluss der Via Alpina in der Schweiz:

    Die Via Alpina war wunderschön. Das Wandern und die Natur haben mir sehr gut gefallen. Ich habe viele Eindrücke gesammelt, so viele Blumen, Berge, Täler, Pässe, Ortschaften gesehen. Grandiose Aussichten gehabt. Ich würde auch sagen, dass ich grosses Wetterglück hatte: fast kein Regen und meist eine fantastische Weitsicht; Schnee lag für diese Jahreszeit wenig und die Blumen waren fast überall bereits voll am Blühen. Daher war der Frühling für mich die ideale Wanderzeit. Und ich habe wieder mal gemerkt, wie wenig man eigentlich braucht. Allerdings war ich auch froh, abends in einem Hotelzimmer zu schlafen und nicht noch ein Zelt aufstellen zu müssen. Das ist natürlich die Luxusvariante. Ohne Zelt und allem was dazu gehört zu wandern, bedeutet auch deutlich weniger Gewicht zum Tragen. Aufgrund der Wetterunbeständigkeit lohnt es sich nicht, die Hotels weit im Voraus zu buchen (ausser man läuft bei jedem Wetter). Im Juni habe ich auch kurzfristig immer ein passendes Zimmer gefunden.

    Mit der Grösse meines Rucksacks und dem, was ich mitgenommen habe, kam ich sehr gut zurecht. Ich würde für ein nächstes Mal so gut wie nichts ändern.

    Ob alleine oder zu zweit Wandern, ich habe beides sehr genossen.

    Was ich noch(mals) machen möchte:
    - Auf den Rochers de Naye fahren(!) für die Aussicht
    - Zur kleinen Scheidegg wandern, um Eiger, Mönch und Jungfrau zu sehen
    - Die Originaletappen 12 und 13 der Via Alpina machen

    Und nun noch ein paar Zahlen🤗:
    - Anzahl Etappen = Tage: 16
    - Anzahl Ruhetage: 2
    - Höhenmeter⬆️: 19‘000
    - Höhenmeter⬇️: 17‘600
    - Kg am Rücken: zw. 7.5-8.0, je nach Proviant
    - Kilometer: 300 (rund 19 km pro Tag)
    - Schritte (Durchschnitt pro Tag): 31‘500
    - ÖV: 9x benutzt
    - Kantone: 6 (SG, GL, UR, OW, BE, VD)
    - Höchster Punkt: Bunderchrinde (2’385müM.)
    - Tiefster Punkt: Montreux (372müM.)
    - Zecken: eine
    - Unverzichtbar: Magnesium
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    Traveler

    Gratuliere, super Leistig!! 💪👍

    6/24/22Reply

    Super [Nicole]

    6/24/22Reply
    Traveler

    Gratuliere herzlich!! ☀️👍🏼

    6/27/22Reply
    3 more comments
     
  • Day19

    Etappe 16: Rossinière - Montreux

    June 21 in Switzerland ⋅ ⛅ 28 °C

    Etappe 16 (VA 19+20): Rossinière (920) - Linderrey (1663) - La Vuichoude d’en bas (1103) - Rochers de Naye (1980) - Montreux (372)
    Laufzeit: 6h45; Höhenmeter: 1900+, 820-

    Das ist bereits meine letzte Etappe🤗. Und die hat es mit 1900 Höhenmetern Aufstieg richtig in sich.

    Heute komme ich lange nicht so richtig auf Touren. Irgendwie ist mein Körper und Geist müde. Mein Hotel liegt ziemlich weit oben, so dass ich zuerst wieder alles zum Bahnhof runterlaufe, das kleine Flüsschen überquere und dann im Wald verschwinde. Der Weg führt in suuuper langgezogenen Serpentinen langsam nach oben. Zum Teil ist er mit Seilen und Ketten gesichert, weil er so schmal und abschüssig ist. Konzentration und Balance halten ist gefragt. Ich habe immer wieder schöne Aussichten auf Rossinière, das mir irgendwie doch ganz gut gefallen hat. Anscheinend steht hier das grösste Holzchalet der Schweiz (500 m2 und 113 Fenster🤔).

    Danach verlaufe ich mich ein paar Mal, sprich, ich habe eigentlich noch mehr Höhenmeter gemacht😂. Wandern auf Französisch scheint gar nicht so einfach zu sein. Heute gehe ich nach meinem Empfinden ziemlich viel auf Asphalt; und immer wieder stechen mich „Bremen“. Zum Glück hat es meist Spitzwegerich am Wegesrand (hilft gegen das Jucken).

    Nach etwas über drei Stunden habe ich den ersten Teil geschafft umd befinde mich nun auf Linderrey (1669m). Nun sehe ich das Tagesziel, den Rochers de Naye, vor mir aufragen. Um diesen zu erreichen, muss ich allerdings zuerst wieder ins Tal runter. Trotzdem geht ab hier alles einfacher. Einmal 500 hm runterhüpfen ins Tal, den Fluss überqueren und auf der anderen Seite wieder rauf. Bis ich dieselbe Höhe erreicht habe vergehen genau drei weitere Stunden (inklusive Mittagessen). Da es windig ist, die Sonne nicht voll scheint und ich oft im Wald bin, komme ich gut voran. Nun habe ich den Asphalt hinter mir gelassen und es beginnt ein erneut steiler, schmaler Aufstieg, der manchmal eher ein Klettern ist. Langsam geht mir das Wasser aus. Es ist schwül. Die Sicht ist leider sehr diesig, so dass die Berge eher Umrisse sind. Dann bin ich endlich auf dem Grat, nun kann es ja nicht mehr weit sein. Ein Trugschluss, ich muss nämlich nochmals in eine kleinere Talsenke, bevor ich dann endlich ankomme. Aber dann: Ich habs geschafft!! Meine Via Alpina🥾😊.

    Bei guter Sicht wäre die Aussicht grandios. Man hat einen weiten Rundblick über den Genfersee, das Mont-Blanc-Massiv, die Jungfrauregion, bis hin zu den Freiburger Voralpen.

    Nach Abschlussfoto und Abschlussessen fahre ich mit der Zahnradbahn runter nach Montreux. Dies wäre eigentlich die 20. Etappe der Via Alpina, aber da es oben keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt (ausser Zelten), ist diese schwierig umzusetzen. Und rund 1600 hm runter zu wandern, darauf kann ich gut verzichten.
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    Traveler

    Starchi Leistig! 👏👏

    6/22/22Reply
    Traveler

    💪🏻🤩 well done!

    6/22/22Reply

    Erhol dich gut, bin sehr stolz auf dich [Ursina]

    6/22/22Reply
    Traveler

    Meega 🤩💪

    6/22/22Reply
     
  • Day18

    Etappe 15: Gstaad - Rossinière (VD)

    June 20 in Switzerland ⋅ ☀️ 22 °C

    Etappe 15 (VA 17+18): Gstaad (1052) - Hinders Eggli (1579) - Col de Jable (1884) - L‘Etivaz (1140) - Rossinière (920)
    Laufzeit: 5h40; Höhenmeter: 1300+, 1200-

    Heute soll es wieder sehr heiss werden, deshalb marschiere ich bereits vor 8 Uhr los. Sobald ich Gstaad durchquert habe, geht es richtig steil bergauf. Und zwar so steil, dass ich innerhalb einer Stunde 500 Höhenmeter mache. Zum Glück ist der Weg grösstenteils im Wald, aber es ist auch so bereits sehr heiss um diese Uhrzeit. Der Waldboden ist mit Nadeln und Tannzapfen überhäuft, richtig schön zum Laufen. Nach dem ersten Anstieg geht es zum Verschnaufen wieder etwas nach unten. Dieses Spiel mit rauf und runter wiederholen wir zweimal.

    Und dann wird es zum Finale hin nochmals steil, der Pfad wird schmaler; stetig geht es durch Weiden und Wald nach oben. Die Gummfluh, das 2458m hohe Wahrzeichen des Saanenlandes, habe ich immer gut als Orientierung im Blick. Hatte schon Angst, ich müsste am Schluss noch da drüber, da sie immer näher kam😄.

    Aber dann ist auch der letzte Anstieg inmitten von Alpenrosen geschafft, und es folgt ein schmaler langer Höhenweg zu Col de Jable, der Kantonsgrenze Bern-Waadt wie auch der Sprachgrenze. Ich tausche einmal Deutsch gegen Französisch. Oder so. Vier Stunden bin ich bereits unterwegs.

    Auch in diesem Kanton geht der schmale Höhenweg weiter, mal über Weiden, mal über Geröll, Blumenwiesen, im Wald. Sehr schön und abwechslungsreich, gefällt mir sehr gut. Nach dem Mittagessen beginnt dann der Abstieg, der zeitweise, ähnlich dem Aufstieg, sehr steil ist. Aber auch auf dieser Seite spendet der Wald Schatten. Mittlerweile scheint die Sonne nämlich wieder voll; zwischendurch war es ziemlich bewölkt, es sah schon fast nach Regen aus.

    Der Zielort dieser Etappe, L‘Etivaz, ist superklein. Mangels Übernachtungsmöglichkeiten und wegen des baldigen Wetterumschlags fahre ich mit Bus und Zug gleich weiter nach Rossinière und hänge so die 18. Etappe der Via Alpina an. Zum Glück mache ich einen Zwischenstopp in Château-d‘Oex und kaufe Proviant für morgen ein. Rossinière ist nämlich nur ein Mü grösser als L‘Etivaz und hat, wenn überhaupt, nur einen kleinen Laden, den ich beim Durchlaufen jedenfalls nicht entdeckte.
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  • Day17

    Etappe 14: Lenk - Gstaad

    June 19 in Switzerland ⋅ ☀️ 27 °C

    Etappe 14 (VA 16): Lenk (1064) - Sitegrabe (1571) - Trütlisbergpass (2037) - Turbach (1340) - Gstaad (1052)
    Laufzeit: 5h30; Höhenmeter: 1150+, ca. 850- (ohne Postauto)

    Heute sind erneut hohe Temperaturen angesagt, so dass wir gerne wieder auf 2000 müM. wandern. Wir starten bereits um 8 Uhr, um der Hitze zumindest etwas zu entgehen. Ist so eine psychologische Sache, denn es ist so oder so heiss🫠.

    Es geht auch sogleich ziemlich steil bergauf; wir sind noch nicht mal richtig aus dem Dorf raus. Die Wallenbachschlucht ist wegen Unwetterschäden leider die ganze Saison geschlossen. Nicht nur, dass wir die Schlucht verpassen, der Umweg ist auch noch an der Sonne. Es geht aber doch ganz gut voran, Wald, Weiden und der kühlende Wallbach wechseln sich ab. Bald wird es flacher, so dass die restlichen 500 Höhenmeter zwar nicht mehr steil sind, sich dafür aber hinziehen. Doch die Aussicht entschädigt uns, wie auch die wunderschönen Blumenweiden und die „Alpenrosenteppiche“.

    Nach etwas mehr als drei Stunden erreichen wir den Trütlisbergpass. Von hier geht es rund 100 weitere Höhenmeter bergauf bis zum obersten Punkt. Hier essen wir, in Wind und Sonne mit herrlicher Aussicht. Auch das Turbachtal sehen wir, das wir kurze Zeit später hinunter wandern werden.

    Der Wanderweg führt hinab zum Turbach, zuerst auf einem Moorweg, danach auf einer Schotterstrasse. Der Weg ist bei Bikern sehr beliebt, Wanderer sehen wir weniger. Auf beiden Seiten umgeben steile Abhänge das Tal. Wir folgen immer weiter dem Bach, bis wir in Turbach genug haben und das Postauto nehmen bis ganz hinunter nach Gstaad. So sparen wir uns 300 hm und einige Kilometer in sengender Hitze.

    Suti erfrischt sich natürlich noch kurz im Bach, während ich im nahen Resti einen Kaffee trinken möchte. Dieses hat aber leider noch Betriebsferien. So holen wir dies eben in Gstaad nach. Wir laufen einmal durch das mondäne Gstaad, das uns nicht wirklich begeistert. Wäre das Beach Volleyball Turnier oder die Gstaad Open sähe es natürlich anders aus. So aber ist das Highlight die Suterstrasse😄.
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  • Day16

    Etappe 13: Adelboden - Lenk

    June 18 in Switzerland ⋅ ☀️ 24 °C

    Etappe 13 (VA 15): Adelboden (1348) - Geils (1707) - Hahnenmoospass (1950) - Bühlberg (1658) - Lenk (1064)
    Laufzeit: 4h20; Höhenmeter: 700+, 1000-

    Adelboden gefällt uns sehr gut. Das Örtchen scheint weniger touristisch wie Grindelwald, hat aber natürlich auch genug Sportgeschäfte und Souvenirläden an der Hauptstrasse. Wir werfen einen letzten Blick auf die Engstligenfälle, bevor wir das Chaletdorf verlassen. Zuerst spazieren wir dem Allebach nach, danach dem Glisbach. Es ist augenscheinlich, dass dies ein Skigebiet ist, der Bach bzw. die schmale Skipiste ist gut mit Netzen gesichert. Auch im Sommer. Man weiss ja nie.

    Bis zum Hahnenmoospass laufen wir durch schöne Wiesen, geflankt von Gondelbahnen und Trotinettfahrer, die uns immer wieder entgegen kommen. Einziger Wermutstropfen ist der asphaltierte Weg, der durch die Moorlandschaft führt. Und natürlich die durch das Skigebiet verbaute Landschaft.

    Das Mittagessen gibts an einem schönen Bach, sogar mit Bad für Suti. Übrigens ist es ziemlich heiss. Vor allem wenn es windstill ist. Kaum sind wir wieder losgelaufen, kommen wir beim Restaurant auf dem Bühlberg vorbei. Wir gönnen uns einen Kaffee und geniessen den schönen Blick in das Simmental und auf Lenk.

    So, nun nehmen wir aber definitiv die restlichen 600 Höhenmeter nach unten in Angriff. Anders wie gestern, sind diese ganz gut bewältigbar, was vielleicht auch daran liegt, dass die heutige Etappe eher kurz ist und wir nicht noch durch das ganze Dorf laufen müssen.

    Wir übernachten im Hotel Garni Alpenfluh in Lenk. Hier sind wir dann auch wieder bei der Schuelerreis zu Gast🤗. Das Check-in fand mehr oder weniger in unserem Zimmer statt😄. Sehr persönlich also.
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  • Day15

    Etappe 12: Kandersteg - Adelboden

    June 17 in Switzerland ⋅ ⛅ 19 °C

    Etappe 12 (VA 14): Kandersteg (1174) - Alpschele (2099) - Bunderchrinde (2385) - Bunderalp (1755) - Adelboden (1348)
    Laufzeit: 6h15; Höhenmeter: 1450+, 1250-

    Von Kandersteg kommt man nur via Lötschbergtunnel weiter oder zu Fuss über die Pässe. Suti ist heute Morgen wieder aus Bern angereist umd wandert die nächsten Etappen mit. So verlassen wir das Kandertal zuerst noch der Kander nach, bevor es das erste Mal richtig steil wird zur Alpschele. Vor uns liegt das imposante Lohner Felsmassiv und wir fragen uns unwillkürlich, wo es wohl über den Pass gehen soll. Von der Alpschele haben wir eine wunderschöne Weitsicht auf den Oeschinensee, das Blüemlisalphorn und das Hohtürli. Noch ein Tal weiter weg sehen wir auch Eiger, Mönch und Jungfrau aufragen. Einfach wunderschön!

    Auch als wir weiter gehen, begleitet uns dieses Panorama. Es wird nun nochmals richtig steil. Dadurch sind zwar die Höhenmeter schneller gemacht, aber es ist auch ziemlich heiss und anstrengend. Die letzte halbe Stunde laufen wir durch ein Geröllfeld, bis wir die Passhöhe Bunderchrinde erreichen. Obwohl wir hier auf knapp 2400 müM. sind, liegt überhaupt kein Schnee. Hier, auf dem höchsten Punkt „meiner“ Via Alpina, essen wir. Wir sehen nun auch auf die andere Seite hinunter, ins Engstligental und auf Adelboden. Vor allem sehen wir, dass es auf dieser Seite genauso steil ist mit einem ebenso grossen Geröllfeld.

    Suti hat den Feldstecher eingepackt, und tatsächlich sehen wir einen jungen Steinbock über das Geröllfeld hüpfen, etwas leichtfüssiger und eleganter wie wir.

    Adelboden haben wir zwar immer im Blick, aber wie so oft, zieht sich das Ganze hin. In der Bunderalp kehren wir ein. Eine Pause hilft immer. Die Hälfte der Höhenmeter sind geschafft. Irgendwie schaffen wir auch den Rest noch. Und sehen am anderen Talhang, wo die Skicracks das Chuenisbärgli bewältigen. Im Winter sieht es irgendwie einschüchternder aus.

    Wir haben ein Hotel-Upgrade erhalten mit einem richtig grossen Doppelzimmer und Panoramablick. Vom Zimmer aus sehen wir, woher wir gekommen sind, richtig eindrücklich. Auch die Engstligenfälle sehen wir. Morgen früh von 5-7 ist der Alpaufzug, aber darauf verzichten wir. Für den Moment geniessen wir einfach unsere traumhafte Aussicht.
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    Mega schön 🤩 [Carine]

    6/19/22Reply
     
  • Day14

    Etappe 11: Kiental - Kandersteg

    June 16 in Switzerland ⋅ ⛅ 18 °C

    Etappe 11 (VA 13 modifiziert): Kiental (960) - Ramslauenen (1409) - Höreli (1520) - Kandersteg (1174)
    Laufzeit: 6h30; Höhenmeter: 1050+, 850-

    Die Etappe 13 der Via Alpina geht über das Hohtürli auf knapp 2800 müM. Somit wähle ich auch hier wegen des Schnees eine Alternative.

    Frisch ausgeruht steige ich kurz nach acht Uhr von Kiental die rund 600 Höhenmeter hoch zur Seilbahnstation Ramslauenen und noch etwas höher. Die Bahn fährt nur am Wochenende und im Sommer. Dann geht es zur Abwechslung mal nicht über einen Pass, sondern um die Bergkette rum. Es ist ein schöner Höhenweg durch Weiden und Wald. Ich habe eine schöne Aussicht zuerst auf Kiental und dann nach vorne bis zum Thunersee, Reichenbach, Spiez und viele kleine Dörfer. Der Niesen ragt dominant vor mir auf. Es ist immer wieder bewölkt und so ganz angenehm mit den Temperaturen.

    Wie ich weiterlaufe liegt unter mir Frutigen, und so bin ich schon mal im richtigen Tal für heute angelangt. Kandersteg liegt ja zuhinterst im Kandertal und der Höhenweg zieht sich ewig. Ich begegne auf dem ganzen Weg keiner Menschenseele, nur ein paar Kühen.

    Zur Mittagszeit gibt es einen überraschenden Wolkenbruch, den ich zum Glück trocken überstehe. Meine Regenjacke und -hose sind nämlich zuunterst im Rucksack gut verstaut, sprich, ganz und gar nicht griffbereit.

    Als ich in Kandersteg ankomme, werde ich von Bremsen (Stechviecher) empfangen. Für mein Hotel muss ich wieder mal durch das ganze Dorf laufen (und auch Kandersteg zieht sich ewig hin). Aber ich habs ja selbst gewählt😁. Da im Massenlager bereits zehn Personen einquartiert sind, genehmige ich mir kurzerhand ein Upgrade.
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  • Day12

    Etappe 10: Saxeten - Kiental

    June 14 in Switzerland ⋅ ☀️ 19 °C

    Etappe 10 (VA 12 modifiziert): Saxeten (1100) - Rengglipass (1879) - Mittelberg (1522) - Latrejefeld (1995) - Kiental (960)
    Laufzeit: 6h10; Höhenmeter: 1300+, 1450-

    Die Etappe 12 der Via Alpina führt von Lauterbrunnen über die Sefinenfurgge (2600) auf die Griesalp. Die Route ist zwar seit ein paar Tagen begehbar, aber es liegt immer noch viel Schnee. Deshalb entscheide ich mich für eine „Umgehung“. Suti war so lieb und hat mir diese skizziert.

    Von Wilderswil fahre ich mit dem Bus zur Ausgangsposition in Saxeten. So spare ich mir ein paar Höhenmeter. Der Wanderweg auf den Rengglipass ist sehr schön zu laufen, ein Wald- und Wiesenweg, mal Sonne mal Schatten. Immer wieder mit Blick auf den Brienzersee und das Rothorn. Nach nicht einmal zwei Stunden erreiche ich den Pass. Auf der anderen Seite sehe ich einen nächsten Pass, der nach Kiental führt. Ich habe allerdings nicht vor, diesen auch noch zu laufen.

    Ich beginne den Abstieg; der Weg ist zeitweise von Kühen zertrampt worden und auch noch richtig matschig. Trotzdem bin ich ziemlich bald beim Mittelberg und sehe auf dem Wegweiser, dass es nur 3h50 nach Kiental wären. Meine geplante Route nach Reichenbach ist nur eine Stunde kürzer und dann muss ich noch den Bus nach Kiental nehmen.

    Da ich noch fit bin, entscheide ich mich, den zweiten Pass, Latrejefeld (falls das überhaupt ein Pass ist), auch zu laufen und dann direkt in Kiental anzukommen. Es ist 12 Uhr und ziemlich heiss. Immerhin windet es immer mal wieder ein wenig. Bald möchte ich essen, aber weit und breit hat es keinen Schatten. Der Aufstieg ist zwar schweisstreibend, aber ziemlich schnell gemacht. So warte ich mit dem Essen und setze mich auf dem Pass an die Hauswand. Endlich Schatten!

    Nach unten sind es „nur“ zwei Stunden, aber sowas von zäh und super steil. Es dauert echt ewig, meine Füsse machen weh, und ich weiss dann wieder, wieso ich mich ursprünglich für die andere Route entschieden hatte. Und dann rennen auch noch alle Schafe und Ziegen mähend vor mir weg bzw. vor mir her. Komische Viecher. Finally komme ich doch im Hotel an und freue mich auf die Dusche, aufs Beine hoch lagern und aufs Nichtstun.
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