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7 Weltwunder der Neuzeit

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  • Epilog! „Hello! Again!“ 😄

    13. december 2025, Tyskland ⋅ ☁️ 6 °C

    Epilog! „Hello! Again?“
    Zu jeder guten Geschichte gehört ein Vorwort (Prolog) und ein Nachwort (Epilog). Zwischendrin darf sich Erlebtes in Form von Bild und Schrift austoben.

    Prolog
    Prolog war ein Klassik Wochenende in der Heldenstadt und Zweitheimat Leipzig.
    Gewandhausorchester mit Mendelssohn und Brahms. Chor der Propstei Leipzig mit Mozarts Requiem. Grandiose Kunst, deren Komponisten sich ebenfalls „Weltwunder“ nennen dürfen -meiner Ansicht nach-.

    Hauptteil
    Insgesamt bin ich 47.401 Meilen um den Erdball geflogen. Das sind rund 76.300 Kilometer. Gerechnet auf einen Umfang unserer geliebten Erde (Äquator) mit 40.075 Kilometer, bin ich rd. 1,9 mal um die Erde geflogen.
    Das Verrückte daran ist, dass alle -wirkliche alle- Flüge und Termine zu 100% klappten. Daran hatte ich vor Antritt meine echten Zweifel. Es gab zweimal kleine „Wackler“, welche aber keine echten Auswirkungen hatten, sondern mentale Fragezeichen aufwarfen.
    Zum einen als Airbus eine Meldung veröffentlichte, dass über 6.000 Maschinen zwecks Softwareupdates in den Service beordert wurden. Zum anderen, als Trump offiziell den Luftraum über Venezuela für geschlossen erklärte und ich zu dem Zeitpunkt in Südamerika war.
    Beim Airbus-Problem bekam ich eine Mail von meiner Fluggesellschaft Avianca, dass es zu Verzögerungen und Flugplanänderungen kommen könne. Es blieb glücklicherweise bei „könne“, denn alle Avianca Flüge fanden pünktlich und perfekt statt.
    Auch Trumps Schließung des Luftraumes über Venezuela hatten keine -für mich wahrnehmbaren- Auswirkungen.
    Friede-Freude-Eierkuchen in den Lüften dieser Welt.
    Alle Termine was Abholung an den Flughäfen und Durchführung der Besichtigungen anbelangte, perfekt. Auch die Hotels, perfekt.
    Es gibt tatsächlich nichts, gar nichts, was ich an den Beteiligten (Fluggesellschaften, Flughäfen, Hotels, ReiseleiterInnen vor Ort) auszusetzen hätte. 10 von 10 möglichen Punkten.

    Zu Beginn der Reise hatte ich einen guten Vorrat an Imodium Akut eingekauft. Denn eines war ich sicher, dass irgendwann, irgendwo auf dieser Reise meine Verdauung auf „das lassen wir mal durchsausen“ stellen würde und ich einige ungemütliche Stunden auf den Toiletten dieser Welt verbringen würde.
    Was soll ich sagen?! Meine Imodium Akut Vorrat ist unangetastet. Keine Dünnpfiff, keine „Montezumas Rache“.
    O.K. ich hab‘ mich auch ein bisschen zurückgehalten. Eiswürfel oder frischen Salat habe ich meist abgelehnt bzw. nur dort gegessen, wo ich sicher sein konnte. In Indien und China verzichtete ich auf „Probiererli“ aus den Straßen- und Garküchen.
    Schwerpunkt war -wie soll’s anders sein- Hühnchen, Reise und Gemüse. Mit verschiedenen Soßen und Zubereitungsarten. Fisch und Meeresfrüchte nur dort, wo die Restaurants darauf spezialisiert waren.
    Welche Küche war die Beste? Hmmh, schwer zu sagen, bzw. ich sag’s mal so: Ich bin nirgendwo wirklich angegangen. Manches war überraschend, doch generell alles gut bis sehr gut. Überrascht war ich von Jordanien. Üppige Buffets mit Allem, was das Herz begehrt. China war lecker (ein Wahnsinns Frühstücksbuffet im Hotel). Zurückgehalten hab‘ ich mich in Mexiko City. Habe dort ausschließlich im Hotel gegessen.
    Für die Küchen dieser Welt ein 8 von 10 möglichen Punkten.
    Die Flughäfen! Hatte ja das Vergnügen insgesamt 16 Flughäfen kennen zu lernen. Alle Flughäfen voll! Voller Menschen! Und wenn ich sage voller Menschen, dann meine ich so voll wie das SC Freiburg Stadion, wenn der SC gegen Bayern München spielt. Voll! Die Menschen reisen und reisen und reisen. In allen Aggregatzuständen in allen Bekleidungsvarianten.
    Durch mein World Around Ticket der Star Alliance (Lufthansa & Co.) in der Kategorie Business Class, war ich berechtigt die Flughafen Lounges zu nutzen. Ich hatte auf Find Penguins schon mehrfach darüber berichtet. Die Lounges sind (Ruhe)Inseln im Strudel der Flughafenhektik. Ideale Orte, um zur Ruhe zu kommen. Versorgt mit allem, was der Mensch braucht (Essen, Trinken, Strom, wenn gewünscht Dusche und Schlafmöglichkeit). Überrascht war ich von Lounge am Flughafen Amman (Jordanien). Sehr schön, sehr großzügig, großes Angebot. Die Lounge am Flughafen Kairo ist da eher am unteren Ende der Rangliste angesiedelt. 10 von 10 Punkten erhalten die Lounges in Rom, Amman, Delhi, Peking, Tokyo, Santiago de Chile. 7 von 10 die Lounges in Frankfurt, Mexiko und Rio de Janeiro. 3 von 10 die Lounge in Kairo. An allen anderen Flughäfen (z.B. Hong Kong, Istanbul) waren die Wege zur Lounge zu weit und/oder die Zeit bis zum nächsten Flug zu kurz. In Lissabon streikte das Personal. Dort hatte ich eh Glück, dass meine Maschine nach Frankfurt flog. Irgendwie war in Portugal an diesem Tag Generalstreik. Keine Busse, Bahnen u.v.m.. Am Flughafen wurden nur wenige Flüge abgefertigt (die Transatlantikflüge und deren Anschlüsse).

    Und nun zur Antwort auf die Frage -die mir inzwischen einige gestellt haben-: Was war das Schönste der Weltwunder?
    Einfache Frage, schwere Antwort! Ich zäum das Pferd von hinten auf. Was muss ich nicht unbedingt nochmal haben.
    Nicht unbedingt nochmal haben muss ich Chichen Itza. Die Maya Pyramiden sind toll, aber die Pyramiden von Teothiuacan (Mexiko City) sind imposanter, älter und deren Geschichte spannender.
    Nicht mehr haben muss ich Kairo. Die Pyramiden sind nett, aber Kairo und das drum herum ist für mich keine zweite Reise wert.
    Von den anderen Weltwundern sind Petra, die Große Mauer und Machu Picchu am interessantesten. Das Colosseum und Taj Mahal sind auch nicht zu verkennen, aber für mich waren die vorgenannten Drei die Höhepunkte der Höhepunkte.
    Die Wanderung von Klein Petra nach Petra und das Erklimmen der Großen Mauer und deren Wachttürme sind fest eingebrannt in meinem Gedächtnis.
    Aber was will ich werten. Ist eh subjektiv. Alle Städte, alle Regionen üben ihre eigene Faszination aus. Cusco, auf 3.600 m Höhe und ehemalige Hauptstadt des Inka Reiches fand ich super interessant und super angenehm. Die Märkte von Delhi, die wir mit Fahrrad Rikscha befuhren, ebenfalls ein Ereignis für die Sinne.
    Ach Gott, bevor ich’s vergesse, Jordanien und die Bibelspuren. Die hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Doch dieses Land mit all seinen Stellen aus dem Alten Testament, inklusiv der Grenzsituation Israel-Jordanien, sehr interessant.

    Was gibt’s noch zu sagen?
    Hmmh, da wäre noch eine menschliche Geste/Begegnung, die fest in mein Gedächtnis verhaftet ist.
    Peking. Ich auf der Suche nach Nahrung. Ich landete in einem Restaurant (siehe mein Footprint vom 25.November), in dem ich der einzige Nicht-Chinese war. Glücklicherweise war da ein Kellner, der Englisch sprach. Das Restaurant war mäßig besucht und ich saß an einem Tisch am Rand. Etwa 10 Meter von mir entfernt war ein Tisch, an dem saßen ein älterer Herr und eine ältere Frau. Beide sehr gut gekleidet und beide über 80 Jahre alt (meine Schätzung). Aufgrund ihres Gestus und an der Art wie sie behandelt wurden, glaubt ich zu erkennen, dass es sich hierbei um die Besitzer des Restaurants handeln musste. Während ich auf mein Essen und danach auf die Rechnung wartete, schaute ich mich im Restaurant um und hatte dabei auch Blickkontakt mit dem älteren Paar.
    Ich zahlte und stand auf. Im gleichen Moment erhob sich die ältere Dame, stand auf, und kam einige Schritte auf mich zu. Es gab den Moment, da standen wir uns im Abstand von vielleicht 7 oder 8 Metern gegenüber. Die Grand Dame des Restaurants, lächelte, neigte ihren Oberkörper anmutig leicht nach vorne und verbeugte sich in meine Richtung. Dabei führte sie ihre rechte Hand kurz an ihr Herz. Welch wunderbare Geste! Ich tat es ihr gleich, verneigte mich in ihre Richtung und führte meine rechte Hand an mein Herz. So standen wir für einen kurzen Moment da. Die Grand Dame und der Schwarzwälder.
    Mit ihrer Geste sagte sie „Ich sehe Dich, Du Posterboy der Apotheken Rundschau, Gast aus einem fernen Land. Ich danke Dir für Deinen Besuch. Mögen die Säfte Deines Magens unseren Speisen gewogen sein und keine Scherereien machen.“
    Ich aus einer Welt, die nicht die ihre ist. Zufällig Gast ihn ihrem Restaurant. Und sie zeigte mir Ihre Wertschätzung! Ist das nicht großartig!
    Schon allein für diese anmutige menschliche Geste hat sich diese Reise gelohnt.

    Epilog
    „Hello! Again!“
    Howard Carpendale und die Musikalische Komödie Leipzig. Eine Kombination für gute Laune!
    Eine schöne Laune des Lebens und der Programmdirektion, direkt nach meiner Ankunft „Hello! Again!“ in der MuKo zu geben.
    „Hello again in der Kulturstadt Leipzig.“

    Der Kreis ist nun vollendet.
    Schön war‘s! Ein Erlebnis war‘s!

    Das war‘s! Mein Reisejahr 2025!

    Vielen Dank an alle, die meinen Zeilen gefolgt sind. Der Kontakt zur Heimat war immer da, denn es gab viel Kommunikation auf allen Kanälen. Sehr schön! Vielen Dank!

    Wünsche allen ein wunderbares Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

    Möge 2026 für uns alle das beste Jahr ever werden. Mögen Gesundheit, Glück, Friede und Freude unsere allzeit steten Begleiter sein.
    Let’s fetz 2026 🚀
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    Slut på rejsen
    11. december 2025