• Anton + Antje auf Achse
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Baltikum und Skandinavien

Pengembaraan 24hari oleh Anton + Antje auf Achse Baca lagi
  • Oslo mit Fjordrundfahrt

    25 Julai 2025, Norway ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach der langen Autofahrt des gestrigen Tages steigen wir nochmal um und sehen uns Oslo zu Fuß an und machen eine Tour durch den Oslofjord mit einem alten Segelschiff.
    Die kleinen vorgelagerten Inseln sind mit vielen kleinen Sommerhäusern bewohnt und entlang der Ostküste stehen viele Badehäuser die früher wohl oft als Umschlagplatz für den Alkoholschmuggel genutzt wurden. Apropos Alkohol: In Norwegen darf man Spirituosen erst ab 20 Jahren kaufen und ein Bier (0,4) kostet in Bars oder Restaurants um die 12€...
    Zum Abschluss essen wir, den Temperaturen angemessen, mexikanisch im Vippa Food-Court direkt am City-Hafen und schließen die Ausgaben für Norwegen mit einer letzten Rechnung fürs Parken mit 28€ für 3 Stunden ab.
    Norwegen hat mir sehr, sehr gut gefallen und ich hoffe, wir können bald wieder kommen. ❣️
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  • Die Luft ist raus

    26–27 Jul 2025, Sweden ⋅ ☁️ 19 °C

    Eigentlich hatte ich 10 Tage für die Rückfahrt von Bodø nach Ostercappeln eingeplant. Am Ende werden es knapp 3 Tage sein. Das Wetter zermürbt uns und Anton fragt oft, wie weit es noch nach Hause ist. Er hat Sehnsucht nach seinen Freunden...
    Ich habe beschlossen, unser Abenteuer nicht künstlich in die Länge zu ziehen und bin froh, dass wir flexibel sind und einfach fahren können wie wir wollen.
    Ursprünglich hatte ich geplant über die Brücken nach Dänemark zu fahren und dann noch ein paar Zwischenstopps an der Ostseeküste zu machen. Jetzt planen wir anders. Wir fahren nach Malmö und nehmen die Fähre direkt nach Travemünde und können so am Abend schon in Niedersachsen sein.
    Die letzte Nacht verbringen wir wieder - über Nortrip - auf einem Hof in der Nähe von Malmö. Wir parken unser Zelt direkt vorm Ziegengehege und müssen jedes mal lachen, wenn die kleinen Ziegen anfangen zu meckern. Endlich sind es erträgliche Temperaturen, um die 22°C und wir könnten uns vorstellen noch eine Nacht länger hier zu bleiben. Aber die Fähre wartet und die Aussicht auf die nächste Nacht im eigenen Bett überzeugt uns den schnellen Weg nach Hause zu nehmen.
    Wir vertreiben uns die Zeit auf der Fähre mit Spielen, Stricken und Lesen und einem letzten Eis. Leider kauft Anton sich ein vermeintliches Schokoladeneis, was sich dann doch als ein Lakritzeis entpuppt. Es ist die supersalzige Variante mit einer extra Lakritzschicht am Stiel und kleinen salzigen Lakritzsplittern in der Überzugsmasse. Da der Junge es nicht essen möchte, isst die Mutter es natürlich. Man wurde ja gut erzogen und Lebensmittel wegschmeißen gibt einem ein schlechtes Gewissen. Am Anfang ist es auch gar nicht so übel, am Ende steht fest, ich mache ein paar Monate eine kleine Lakritz-Pause. 😆
    Die Einfahrt in den Hafen von Travemünde ist toll und ich würde auch gern mal wieder mit dem Rad hierher kommen.
    Auf der Autobahn angekommen hat uns der Alltag direkt zurück und die Entschleunigung der letzten Wochen ist schlagartig verflogen. Wir bemerkt wie dicht und voll es in Deutschland ist und wie wenig Zeit alle haben. Bei einem Stopp am Rastplatz ist die genervte Stimmung greifbar. Eine Mutter versteht nicht, warum der Mann am Tresen ihrem veganen Sohn nicht eine vegane Komponente in ein anderes Gericht umbuchen kann. Der Mann am Tresen ist nicht kooperativ, da die Mutter nicht freundlich fragt sondern genervt befiehlt. Es ist überall schmutzig und die Toiletten sind trotz Sanifair eine Zumutung. Wir sehnen uns nach polnischen Rasthäusern, skandinavischen Sanitäranlagen und höflichen Esten. Aber wir sehnen uns auch nach Hause, nach dem Garten, nach ein paar Wochen an einem Ort, nach der eigenen Waschmaschine 🤣
    Gegen 23 Uhr stehen wir vor der Haustür, ein paar Minuten später schon im Reich der Träume.
    Ich bin glücklich und traurig zugleich.
    Glücklich, die Möglichkeit gehabt zu haben, diese Reise machen zu können. Glücklich, so viel Zeit und Spaß mit meiner Familie verbringen zu können. Glücklich für die kleinen und großen Momente und fürs wieder Heimkommenzukönnen.
    Traurig nicht noch mehr gesehen zu haben, traurig nicht noch mehr im Moment innegehalten zu haben und ihn zu genießen. Traurig, das die Zeit so schnell vorbei ging.

    Was bleibt sind wahnsinnig viele Eindrücke. Der Wunsch auch Zuhause zu entschleunigen, medienfreien Zeiten, mehr Zeit in der Natur.

    Ein paar Tage später sind wir wieder erholt und alles ist wieder zurückgebaut und gereinigt.
    Und die nächste Reise wird in Gedanken schon geplant...
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    Tamat perjalanan
    26 Julai 2025