An open-ended adventure by EINWANDFREI
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  • Day1

    Autokauf

    August 2, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach 30 Stunden Flug waren wir der festen Überzeugung noch am Anreisetag ein Auto kaufen zu müssen. Gesagt getan! ..oder Probiert
    Nach dem die Rucksäcke im Hostel und die Werkstatt informiert war, sind wir eine Stunde durch Auckland gelaufen, (um ja keinen Cent für den Bus auszugeben) um uns die Autos mal in Realität anzusehen.
    Zur Auswahl standen einige Autos, doch nach einem Blick auf unser Budget haben wir uns für dieses Auto entschieden. Unsere Hoffnung nun „endlich“ aus Auckland rauszukommen, wurde dann schnell zerstört. Der Kauf ging etwas komplizierter von statten, weshalb wir erst am 06.08 unser Auto abholen konnten.
    Nun hätte es eigentlich losgehen können. Camping-Equipment war mittlerweile eingekauft und unsere Sachen gepackt, nur unser Auto wollte nicht gleich anspringen (also es spring schon an... aber erst nach ungefähr 5 Minuten versuchen). Ohne einen Kilometer gefahren zu sein, war unser Auto also schon einmal in der Werkstatt und wir nun mit einem Ersatzvan unterwegs. Die Reparatur ging jedoch sehr schnell und wir konnten noch am selben Tag unser Auto abholen (leider, da das Ersatzauto ziemlich genial war). So konnten wir nun die Stadt verlassen.
    Das war auch gut so, denn wir waren schon jetzt von der Stadt genervt und wollten auf‘s Land. Von der schnarchenden Mitbewohnerin und dem Toastbrot (aus Mangel an Alternativen) im Hostel fangen wir gar nicht erst an. Da könnte man fast das Flugzeugessen vermissen.
    Und unser Abenteuer konnte beginnen :)
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    Bernd Lindemann

    Na , kann nur besser werden. Gute Fahrt 🚗

    8/13/19Reply
     
  • Day6

    Ocean Beach (erster Halt)

    August 7, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Die erste Rast mit unserem Auto war am Ocean Beach. Dort angekommen haben wir erstmal entspannt unser Auto etwas sortiert. (Obwohl langsam alles einen festen Platz hat, müssen wir das täglich machen..!)
    Da wir nun die Möglichkeit hatten etwas zu kochen, taten wir das anschließend.
    Das hat sich jedoch als nicht sonderlich sinnvoll herausgestellt. Unsere erste Erkenntnis war nämlich, dass es ziemlich schnell dunkel wird und sich das Kochen dann etwas schwierig gestaltet. Abendbrot gibt es nun immer schon um 17 Uhr 😁.

    Der Strand war übrigens ziemlich genial!!
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    Da ist ja niemand, Mega schön!!! ~Coco

    8/12/19Reply
    Bernd Lindemann

    Lecker Essen 😝

    8/13/19Reply
     
  • Day8

    Whangarei Falls

    August 9, 2019 in New Zealand ⋅ 🌧 14 °C

    Whangarei ist ein kleiner Ort im Norden von Neuseeland. Noch nördlicher als Auckland. Und es gibt eine freie Campsite mittendrin! Nicht besonders hübsch, aber mit heißen Duschen..
    Das ganze gehört zu einer Touristeninformation mit Café, in der die Neuseeländer wieder einmal bewiesen haben, das sie so ungefähr die liebsten und herzlichsten Menschen sind, die es gibt. Wirklich! Immer wenn wir verwirrt in der Gegend rumstehen kommt sofort jemand, um uns zu helfen. Ob in Geschäften, an Tankstellen oder auf irgendwelchen Parkplätzen.

    Egal. Wasserfall.
    Der erste, den wir beide gesehen haben. Als wir ankamen und den Wasserfall von oben gesehen haben, waren wir ziemlich unbeeindruckt, aber unten an dem kleinen ‚See‘, den der Wasserfall bildet, mit der unglaublichen Umgebung, die so unglaublich grün und frisch aussieht, waren wir schon beeindruckt!
    Es war laut, es nieselte und es war kalt. Genauso sollten Wasserfälle sein. Glaube ich zumindest..

    Auch der Spaziergang an dem Fluss, der vom Wasserfall abging war, trotz aller Matschigkeit, ziemlich magisch. Kleine Klettereinheiten und wackelige Brücken gehören da natürlich auch dazu! Irgendwann haben wir dann festgestellt, dass der Weg an einem Matschigen Feld endet und wir an der Stelle vielleicht doch umkehren sollten. Seit dem Tag wissen wir zumindest, dass wir Wege, bei denen man den selben Weg zurück wie hin gehen muss beide eher für suboptimal halten. Ich meine, das ist doch wirklich blödsinnig!
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    Bernd Lindemann

    Tolle Bilder

    8/13/19Reply
     
  • Day10

    Die Farm und der Berg.

    August 11, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Wie es dazu kam, dass wir pitschnass einen Berg runtergeschlittert sind?
    Also. Wir wollten uns im Grunde nur die Bay of Islands angucken. Den Strand und vielleicht die Rainbow Falls.. Hier oben im Norden gibt es aber nur wenige freie Campingplätze für Autos, die nicht self-contained (Also mit Abwasser und Klo im Auto) sind, zugänglich sind. Um nicht allzuviel Geld auszugeben haben wir uns also folgendes überlegt:
    Wir wollten eine Nacht auf ‚The Farm‘ verbringen. Eine Mischung aus Campingplatz, Zeltplatz und Hostel.
    Super witzige Sache eigentlich. Das ist nämlich echt eine Farm mit ein Paar Hütten für Gäste, und Parkplätzen für Campervans bzw. Camperautos..
    Eine riesige Küche und ein Bad für alle die zu Besuch sind gibt es auch. Und jede Menge Menschen. Die gehören dann entweder zur Familie, sind Backpacker, die dort arbeiten, oder sind einfach auf der Durchreise, wie wir.
    Wir sind also am 07.08 Nachmittags angekommen und wollten am nächsten Tag ein Stück weiter, zur Bay of Islands um Abends wieder auf eine Kostenlose Campsite zu fahren.

    Pustekuchen.

    Durch diese Rechnung haben uns Rachel und Alex einen gewaltigen Strich gemacht! Die zwei haben wir am nächsten Morgen beim Frühstück kennengelernt. (Wir essen übrigens jeden Morgen Haferflocken, falls das irgendwen, warum auch immer interessieren sollte)

    Rachel und Alex kommen auch aus Deutschland, haben sich in Auckland im Hostel kennengelernt und beschlossen mit Alexs Auto den Norden zu erkunden. Die beiden kamen gerade von der Bay of Islands und fanden es dort ziemlich unbeeindruckend. Als sie das weiter ausführten, verflog unsere Begeisterung dort hin zu fahren ein wenig und wir waren nicht mehr ganz sicher, ob sich die Stunde Fahrt lohnen würde.

    Als Alex dann aber erzählte, was die beiden an diesem Tag vorhatten wurden wir hellhörig. Wir waren voller Tatendrang und unser Plan war so ziemlich ins Wasser gefallen, also waren wir ziemlich anfällig für alles was nach schöner Unternehmung klang.

    Eine 6 stündige Wanderung zum ‚Hole in the Rock’ hörte sich auf einmal super an.. Wir entschieden also, zu viert loszuziehen und mit den Autos so nah wie möglich an den Berg heranzufahren.

    Los ging es. Auf dem Wegweiser stand, dass die Tour etwa 3:30h dauern würde, wir waren überzeugt, dass wir etwa 3h hin und 3h zurück brauchen würden. So wären wir noch entspannt im Hellen angekommen.
    Die ersten 15 Minuten waren auch super schön! Erst durchs Grüne und dann in den Wald hinein. Traumhaft!... bis.. nun ja es ging Bergauf. Und nicht ein bisschen, sondern gefühlt komplett Senkrecht! Und nicht nur kurz, sondern die ganze Zeit..! Schlitternd und rutschend den matschigen und schmalen Pfad mit den schleimig-nassen Wurzeln und glatten Felsen hinauf. Irgendwann mussten wir die gesamte Zeit auf den Boden gucken, um nicht wieder hinunter zu rutschen, oder seitlich irgendwelche Abhänge runterzufallen. Wir schälten uns also in regelmäßigen Abständen aus unseren Kleidungsschichten, bis wir irgendwann bei 13 Grad in Shirts den Berg hinauf liefen und trotzdem schwitzen.

    Okay. 3 Stunden, das ist schon irgendwie auszuhalten..! Wäre wohl auch so gewesen, wenn wir nicht nach etwa 2 Stunden an einem Schild gestanden hätten, das uns sagte, unser Ziel sei noch 6h entfernt.
    ‚Egal, das ist bestimmt ein Fehler!‘ dachten wir uns und weiter ging es. Bergauf! Im Matsch!
    Eine halbe Stunde später das nächste Schild. ‚Noch 5:30h‘ Das war jetzt wirklich merkwürdig und wir waren ziemlich fertig..! Und dann hat sich das Wetter auch noch dazu entschieden (typisch für Neuseelands Winter im Norden übrigens) komplett umzuschlagen. Aus Sonnenschein und Windstille, wurden Platzregen und heftige Böen, die die Bäume gefährlich stark zum schaukeln brachten. Also die Regenjacken wieder an und überlegen, was wir tun wollen.. Zurück gehen? Oder weiter und dann später im Dunklen zurück, den jetzt völlig durchweichten Pfad runterrutschen?
    Nach viel zu langem rumstehen und einregnen, entschieden wir uns dazu, umzudrehen und Rachel wollte mitkommen. Alex machte sich also alleine auf den Weg zum Hole in the Rock.
    Wir drei schlitterten ca. 2h im Regen den Berg runter, verliefen uns mal kurz und kamen völlig durchweicht und matschig an den Autos an.
    Wir haben irgendwie versucht einigermaßen trocken in neue Hosen zu kommen und sind dann doch zurück zur Farm gefahren. Dort gab es immerhin warme Duschen und eine Wäscheleine für die nassen Klamotten. Rachel und Alex sind dann irgendwann auch wieder zurück zur Farm gekommen und anscheinend war Alex tatsächlich bis 21:00 Uhr unterwegs (Wir sind morgens um 09:30 Uhr aufgebrochen) und Rachel hatte nicht, wie wir dachten im Auto gewartet, sondern sich verfahren und war 2 Stunden lang irgendwelche Matschwege entlanggefahren. Dagegen haben wir es noch ziemlich gut getroffen!

    Die Moral aus der Geschichte?
    War eigentlich ganz lustig..!! Ne wirklich, es war alles im allem ziemlich schön. Unsere Lust wandern zu gehen wurde nicht zunichte gemacht!
    Aber naja, wenn wir das nächste mal wandern gehen, gucken wir uns vorher vielleicht mal die Wettervorhersage an..!

    Ich bezweifle übrigens ernsthaft, dass dieser Wanderweg ein Weg war! An manchen Stellen hätte das auch ein Trampelpfad von irgendwelchen Waldtieren sein können, oder einfach nur eine zufällige Schneise im Wald.. die orangenen Pfeile an den Bäumen waren der einzige Hinweis, dass wir uns noch auf einem Weg befunden haben. Ein Weg sollte meiner Meinung nach, zumindest als solcher identifiziert werden können..

    Von der Wanderung haben wir keine Bilder. Zum Fotografieren waren da echt keine Nerven mehr übrig..
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    Ulrich Mühe

    😂 Großartige Geschichte!

    8/12/19Reply
    Bernd Lindemann

    Abenteuer pur ⛰

    8/13/19Reply

    Herrlich. Ihr schreibt so toll. Man erlebt es mit😉. Macht weiter so👍👍. Alles liebe und gute für euch. Hannelore👍👍

    8/21/19Reply
     
  • Day12

    Sandy Bay

    August 13, 2019 in New Zealand ⋅ ☀️ 14 °C

    Sandy Bay.
    Hier standen wir auf unserem Weg Richtung ‘Bay of Islands’ schon einmal. Eine hübsche, einsame Bucht mit nur wenigen Häusern drumherum. Wir können direkt oberhalb des Strandes stehen. Wenn wir also die Klappe vom Kofferraum öffnen, blicken wir vom Bett aufs Meer.
    Um hierher zurückzukommen sind wir sogar einen kleinen Umweg auf unserem Weg zum nächsten Ziel gefahren und haben entschieden, dass wir hier noch ein bisschen bleiben wollen. Heute soll ausnahmsweise auch mal den ganzen Tag die Sonne scheinen.
    (Hat sie übrigens nicht gemacht..)
    Die beißenden kleinen Viecher, die hier in Massen herumschwirren sind da fast egal!
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    Ulrich Mühe

    Hmmmm... Erdnussbutter und Banane! 😋 Tolle Fotos!

    8/13/19Reply
     
  • Day14

    ‚Kann unbefestigte Straßen enthalten'

    August 15, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 13 °C

    ‚Kann unbefestigte Straßen enthalten‘

    Ach? Wirklich? Ist uns ja gar nicht aufgefallen..
    Ne, mal ganz im Ernst! Ich glaube das war eine der witzigsten Autofahrten, die ich jemals erlebt habe. Wir sind von der ‚Kowharewa Bay’ ins ,Waitakere Ranges Regional Parkland‘ gefahren.
    Die ersten 2 Stunden ging es auch ganz entspannt durch kleine Orte. (Wir versuchen so gut es geht Autobahnen zu vermeiden). Die Straßen hier sind steil und machen gerne mal 200 Grad Wendungen, aber irgendwann wurde die Straße zusätzlich noch zur Schotterstraße und es ging weiter steil Bergauf und von Kurve zu Kurve. Dazu war die Straße gerade breit genug um EIN Auto bequem durchzulassen. Uns musste selbstverständlich ein LKW entgegen kommen. Das war.. interessant..
    Und jetzt das beste an der ganzen Sache: das war eine offizielle Schnellstraße (die 16) auf der das Tempolimit bei 100kmh lag..
    100, ich glaube auch!

    Die Campsite ist unglaublich!! Können wir jedem der jemals hier sein sollte wärmstens empfehlen!! 15 Minuten zu einem wunderschönen Strand mit glänzend schwarzem Sand.
    Noch menschenleerer, als die anderen Strände. So verlassen, dass hier sogar Robben in der Gegend rumlatschen. Auf dem Rückweg vom Strand zum Auto haben wir übrigens auch festgestellt, dass es einen vernünftigen Weg gibt.. auf dem Hinweg sind wir.. naja, sagen wir’s mal so.. unsere Schuhe waren nass und matschig und wir voller Blätter..
    Und hier gibt es witzige, riesige Schwarze Vögel, die immer einen Ticken zu nah kommen. Und die Spatzen sind auch ganz dezent aufdringlich. Irgendwie sind die Tiere hier zutraulicher..
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  • Day15

    Heiße Dusche und Fernlicht

    August 16, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 13 °C

    Was man nicht so alles viel mehr zu schätzen lernt..
    Am 16. sind wir direkt nach dem Aufstehen losgefahren. (Nach dem wir das Geld für die Nacht auf der Campsite einfach in eine für jeden offen zugängliche Box schmeißen mussten..)
    Zu erst sind wir ein Fitnessstudio, oder sowas in der Art angefahren, um zu Duschen. Das ist nach ein paar Tagen ohne Dusche wirklich nochmal ein ganz anderes Erlebnis als zu zuhause ;)

    Wir sind zum Hot Water Beach gefahren an dem sich Isa erst mal die Füße verbrannt hat..! Unter dem Strand gibt es Reste vulkanischer Aktivität und wenn man ein bisschen gräbt, hat das an die Oberfläche tretende Wasser um die 60Grad.
    Leider, aber logisch wuseln da ziemlich viele Leute rum und wir waren schon außerhalb der Saison da..
    Danach sind wir zur ‚Cathedral Cave‘ spaziert. Sieht aus wie eine Art Tunnel im Stein. Der Weg war ziemlich Urwaldmäßig. Und die ‚Cathedral Cave‘ sieht wirklich beeindruckend aus!!

    Der Tag war wirklich schön, aber was uns wohl noch am Längsten sehr present bleiben wird, war die fast 2 stündige Fahrt am Abend. Wir wollten weiter und sind im Dunklen gefahren. An sich kein Problem, aber wir haben etwas festgestellt..
    Die lieben und freundlichen Neuseeländer machen ihre verdammten Fernlichter nicht aus.. also, gar nicht.. Die lassen die einfach an..
    180Grad Kurven und trotz Gegenverkehr das Fernlicht anlassen?
    Klar, mein Freund. Mach doch. Blind in die Kurve ist doch überhaupt kein Problem..
    Irgendwann haben wir die ganze Sache als Experiment gesehen, um nicht völlig auszurasten. Isa hat das Fernlicht ganz lieb ausgeschaltet und wir haben mal geguckt, wer uns den selben Gefallen tut.. etwa einer von fünfzehn.. Natürlich musste es dazu noch Regnen und von Laternen hält man hier wohl nichts.. um uns herum war nämlich alles Pechschwarz..

    Alles in allem? Super Tag! Ne im Ernst, war schön!
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    Bernd Lindemann

    Schöne Bilder

    8/21/19Reply
     
  • Day16

    Passiert..!..oder sowas.

    August 17, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Im Nachhinein find ich’s witzig, aber ich habe mich wohl doch etwas in Rage geredet..

    Ich habe Isa gerade gefragt, ob sie zu dieser ganzen Aktion was sagen möchte, bevor ich anfange zu schreiben.
    Sie hat geseufzt und nur den Kopf geschüttelt.

    Na dann:
    Wir haben entschieden, den doch noch sehr verregneten und kühlen September (hier Winter) in einer Familie zu verbringen.
    (Über verschiedene Seiten können sich Familien, oder einzelne Personen vorstellen und erklären wobei sie Hilfe brauchen. Diese gibt es dann mit in der 4h Arbeit am Tag, gegen Kost und Logis. Meist wird auf Farmen, oder mit Haus und Kindern Hilfe benötigt. Die Helper, (in dem Fall wir) können diese Leute dann anschreiben und erzählen wann und wie lange sie helfen wollen. Das funktioniert in der Regel auch ganz gut!)

    Wir haben also eine Familie angeschrieben. Mike, den Chiropraktiker mit seinen zwei Töchtern Juliet (1 1/2) und Mia (7), die in der Nähe von Auckland wohnen. Wir wollten dort einige Wochen verbringen. Auf Mikes Seite stand, dass er Hilfe mit den Kindern und im Haushalt braucht, da er Berufstätig ist. Erstmal ganz normal!

    Wir sind also am 17.08 um 10:00 Uhr angekommen, darum hatte Mike gebeten, da er um 12:00 einen Termin hatte und uns vorher alles zeigen wollte. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass die Kinder da sein werden. Ich meine wer lässt denn schon zwei Fremde bei seinen Kindern, oder? Tja, Mike!
    Er hat uns die Wohnung gezeigt, die nebenbei bemerkt fast leer war, weil er gerade erst eingezogen ist..
    Dann, um kurz vor 12:00 ist er gegangen, ohne uns zu sagen, wann er wieder kommt!

    Und wir? Waren bei den Kindern. Und haben sie beschäftigt. Ich hab jetzt schon verdrängt womit. Diese Kinder wirkten auch, als hätten sie einen dauerhaften Zuckerschock... Kein Wunder! Die haben die ganze Zeit irgendeinen seltsamen Shake bekommen.

    Um 15:00Uhr kam auf einmal eine Pizzalieferung. Mal ganz davon abgesehen, dass wir beide keine Pizza essen, hatten wir an diesem Punkt schon absolut keine Lust mehr und mussten den Kindern jetzt auch noch diesen ungesunden Scheiß geben.

    So gegen 19:00 Uhr, nach 9!!!! Stunden, kam Mike endlich nachhause. Aber statt uns die Kinder abzunehmen, hat er sonst was gemacht und wir hatten die Kinder weiter am Hals. Er hat einfach so getan, als wäre das ganz normal.

    An diesem Punkt waren wir schon echt ziemlich schlecht gelaunt!
    Eigentlich hätten die Kinder jetzt ins Bett gehen sollen und wir...?
    Sollten vorlesen! Am liebsten Stundenlang.
    Aber dann ging das Geschrei los. Die Kleine hat nur geheult. Mike war völlig überfordert und meinte, dass sei jetzt genau der Punkt an dem er Hilfe braucht. (Als ob wir die Kinder nicht schon den ganzen Tag halten und JETZT brauchst du Hilfe? Na klar, verarschen können wir uns selber!)

    Der Mann konnte sich aber auch einfach nicht durchsetzen. Die Mädchen haben geschrien und er hat sie immer wieder aus dem Bett geholt. Zuerst um ihnen etwas zu Essen zu geben.
    Und hier passierten dann die ersten gaaanz seltsamen Sachen:
    1. Wir sollten uns alle in einen Kreis stellen und irgendwelche seltsamen Übungen machen, die er als Chiropraktiker anscheinend jeden Abend mit seinen Kinder macht.. Und glaubt mir, wir haben mit unseren Gesichtsausdrücken wirklich niemanden glauben lassen, dass wir auf sowas Lust hätten, mal ganz abgesehen davon, dass wir völlig fertig waren. Nicht nur von dem Tag, sondern auch weil es 20:00 Uhr war und wir normalerweise schlafen wenn es dunkel und kalt ist (Also gegen 19:00 Uhr) und früh wach sind!

    Danach hat er 2. darauf bestanden, dass wir uns mit seinen Kindern an den Tisch setzen. Sobald er weg war, hat die Kleine nur wieder angefangen zu schreien.
    Spätestens jetzt hätte jeder normale Mensch merken müssen, dass wir das ganze total zum Kotzen finden!!

    Als die Kinder das nächste mal im Bett lagen und wir ihnen wieder vorlesen mussten..! Ging das Geschrei los, weil anscheinend Badetag war.. (Was zum Teufel??) Statt seine Kinder auf morgen zu vertrösten und ihnen zu sagen, dass sie jetzt verdammt nochmal schlafen sollen, hat er sie echt aus dem Bett geholt und in die Wanne gesteckt.. Ne, stimmt gar nicht. WIR sollten das machen.

    Mittlerweile war es 20:30 und wir saßen vor der Wanne und haben die Kinder angestarrt und sie uns.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir die da rausgeholt und zu ihrem Vater geschickt. Wir sind in unser Zimmer verschwunden.
    2 Minuten später kam Juliet an und Mike steckte den Kopf herein
    ‚Es ist doch okay, wenn ihr sie hier ein bisschen beschäftigt, oder?‘
    NEIN!! Natürlich nicht!!
    Das hätten wir mal sagen sollen, aber ich glaube wir saßen nur entsetzt da.. zum Glück ist Juliet ihrem Vater heulend hinterher gerannt.
    Nach ein paar Minuten kam Mike nochmal herein um uns zu sagen, dass er die Kinder vor den Fernseher setzt, bis sie schlafen. Und dann kam das aller Beste!!
    Er meinte doch tatsächlich, dass wir wenn die kleinen Nachts weinen, einfach kurz hingehen und ihnen sagen sollen, dass alles in Ordnung sei!!
    NACHTS??
    Nach 11 Stunden für die wir nicht bezahlt werden?!?! Ganz bestimmt nicht!! Wir haben in diesem Moment entschieden, dass wir hier ganz schnell verschwinden müssen! Wir haben die Zimmertür zugemacht und unsere Sachen zusammengepackt, um am nächsten Morgen gleich losfahren zu können!
    Die Lautstärke in dieser Nacht haben wir ignoriert und beide trotzdem kaum geschlafen. Es war einfach viel zu unruhig und unbequem!
    Ein Wort zur Matratze noch: ich hab mich ja eigentlich schon genug aufgeregt! Aber: Die war nur für EINE Person gedacht! Mehr werde ich dazu nicht sagen.. oder doch! ‚Willst du uns verarschen, Mann?‘

    Am nächsten Morgen haben wir ihm gesagt, das wir das nicht machen wollen, haben unser Essen und den Rest ins Auto gepackt und sind kurz nach 7 abgefahren. Er schien nicht überrascht. Das scheint wohl schon öfters passiert zu sein. Frühstück gab es dann auf dem Parkplatz eines Spielplatzes.

    Mike braucht eine Dauernanny, die er bezahlt!! Das macht keiner den ganzen Tag und am Besten noch Nachts, ohne bezahlt zu werden!

    Wir haben entschieden das Ganze als Erfahrung zu verbuchen und Hey..! Jetzt weiß ich, was Lätzchen auf Englisch heißt! Wir sind jetzt auf dem Weg zu Len. Einem Farmer bei dem wir !!hoffentlich!! die nächsten Wochen verbringen werden. Ein Farmer, ohne Kinder!
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    Ulrich Mühe

    Eieiei... da habt ihr ja was durch! Ich hoffe beim Farmer klappt es besser! Vielleicht steht der ja abends nur mit seinen Tieren im Kreis.

    8/20/19Reply

    Oje oje😕. Lasst euch nicht abschrecken. Das nächstem wird besser😃. Viel Spaß. Hannelore

    8/21/19Reply
    Bernd Lindemann

    Unglaublich, dieser „Herr Doktor „ . Bleibt weiterhin tapfer und viel Glück mit der Farm.

    8/21/19Reply
     
  • Day18

    ‚Gehört das noch zum Weg dazu?‘

    August 19, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    ‚Gehört das noch zum Weg?‘

    Wir haben den Vormittag in einem alten Mienengebiet verbracht. Ich bin mir nicht ganz sicher aber ich glaube, dass dort irgendwann einmal Gold abgebaut wurde. Die Schienen die dort verliefen sahen aus, als lägen sie schon seit Ewigkeiten dort. Die ersten zwei Wanderwege die wir gegangen sind waren relativ kurz und führten im Kreis, so dass wir immer wieder am Parkplatz ankamen.

    Auf dem ersten Weg mussten wir durch alte Mienenschächte gehen, die sahen ziemlich verrückt aus und nicht gerade stabil.. Es gab dort auch nirgendwo Licht. Sobald das Licht von draußen nicht mehr zu sehen war, war es Stockduster. Was es dort gab waren ziemlich gemeine Pfützen.. die in Zusammenhang mit Dunkelheit.. naja, unsere Schuhe sind ohnehin andauernd nass..

    Der zweite Weg führte uns durch einen ewig langen Tunnel der aussah, als gehöre er eher zu einer Autobahn als zu einem Wanderweg. Und irgendwie schien der auch ganz einfach kein Ende nehmen zu wollen. In den ersten 15 Minuten darin sah der Weg zurück viel, viel kürzer aus, als der Geradeaus.. das war wirklich seeeehr merkwürdig..

    Der dritte Wanderweg war länger. Und schöner! Es ging oberhalb eines breiten Flusses entlang durch den Wald und wir waren ganz alleine. Nach etwa einer Stunde kamen wir an einer Art Lichtung am Fuße eines Berges an. Dort haben sich kleine Wasserfälle gebildet und der Fluss rauschte in eine Art See. Wir haben da kurz gesessen und überlegt, ob wir weitergehen. Zum Glück sind wir’s! Denn das Weiter führte uns direkt in einen schmalen Tunnel im Berg. Wir waren uns beim Betreten zwar nicht unbedingt sicher, ob das wirklich zum offiziellen Wanderweg gehört, aber der Tunnel war auf jeden Fall ziemlich beeindruckend. Helles Gestein und überall hatten sich Mini-Seen gebildet. Wir brauchten zwei Anläufe, um uns dazu zu überwinden ganz hindurch zu gehen. Die dunklen Ecken und nicht einsehbaren Knicke waren in der Dunkelheit schon gruselig.

    Den restlichen Tag haben wir im Café verbracht um nach neuen Helpx Familien zu suchen und diese anzuschreiben. Damit hatten wir auch schon den letzten Tag verbracht und schafften es erneut die letzten hellen Stunden damit zu füllen. Als wir also aufbrachen, war es dunkel und wir hatten noch keine Ahnung, wo wir schlafen würden. Es gab in der Nähe keine freien Campsites und wir wollten nichts bezahlen, also haben wir uns überlegt wir stellen uns einfach irgendwo hin, wo es keinen stört. Naja einfacher gesagt, als getan. Aus der Innenstadt (wir waren mittlerweile in Hamilton) waren wir schnell raus aber auch außerhalb war es ziemlich schwierig. Unsere Gespräche auf der Fahrt hätten wir mal aufnehmen müssen, die verliefen nämlich ungefähr so:
    ‚Guck mal da, können wir da rein?‘ ‚Ne, da stehen doch Kühe rum!‘
    ‚Und da? Was ist das da?‘ ‚Hä? Da ist überhaupt nichts das ist doch ein Zaun‘
    ‚Können wir nicht einfach in das Feld hier reinfahren?‘ ‚Was denn für ein Feld? Das ist ne Hecke, dann landen wir im Garten von jemandem..!‘
    ‚Wollen wir einfach mal über die Schienen da fahren und gucken, was dahinter ist?‘ ‚Klar! Warum nicht..‘
    ‚Scheiße ist es hier matschig?‘ ‚Ja, glaub scho... warum steht denn da jetzt auf einmal ein Haus?‘
    Naja, das müssen wir vielleicht noch ein bisschen üben. Am Ende sind wir einfach auf einen Stellplatz für Selfcontained Camper (was wir nicht sind) gefahren und früh morgens wieder abgehauen.
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  • Day21

    Kühe streicheln und Zäune bauen

    August 22, 2019 in New Zealand ⋅ 🌧 14 °C

    Am 21. haben wir eine 4 stündige Autofahrt zu Len unternommen. Einem Farmer der an der Ostküste in TeAraroa wohnt und hier eine Farm betreibt. Len ist super lieb! Etwa 70 Jahre alt, mit 3 erwachsenen Töchtern und 300 Kühen. Außerdem ist er ein Maori (er hat auch erzählt zu welchem Stamm er gehört, aber das Wort hab ich schon 3 Sekunden nachdem er’s gesagt hat wieder vergessen).

    Der 22. war ein bisschen spannender!! Denn es ging zu den Kühen. Um 07:00 Uhr haben wir gefrühstückt und sind los gefahren. Da braucht man mit dem Auto ungefähr ne halbe Stunde hin..! Dort haben wir so Steckzäune verlegt, um die Kühe in andere Bereiche zu schicken. Irgendwann sollte Isa sogar Lens Schaltwagen über die Weide fahren und das war ziemlich witzig, die Weiden hier sind nämlich nicht glatt sondern einfach komplett hügelig..
    Und..!! Wir haben einen Zaun gebaut!
    Naja.. um ehrlich zu sein, der Zaun ist noch nicht fertig und wir haben auch nur geholfen, aber hey.. immerhin! Das war tatsächlich ziemlich witzig.
    Len hat uns auch erklärt, wie die Kühe ‚sortiert sind‘ also warum welche zusammenstehen, aber schon bei den paar Zäunen die wir verschoben haben, sind die alle sonst wo hin und haben sich einfach selbst gemischt.
    Der Traktor war übrigens auch ziemlich witzig.
    Und: Erkenntnis des Tages: Reis und Nudeln passen erstaunlich gut zusammen!
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