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  • Day253

    Mendoza

    April 10, 2019 in Argentina ⋅ ⛅ 21 °C

    Nach einer ewigen Busfahrt, die uns aber durch den Service so angenehm wie möglich gemacht wurde, erreichten wir Mendoza. Die Stadt wurde als Start- und Zielpunkt zur Andenüberquerung gegründet. Erst später kam der Weinanbau dazu, der heute weltweit bekannte Weine hervorbringt. Passend dazu verbrachten wir den ersten Tag in der Unterkunft und öffneten schonmal kurz nach dem Mittag eine Flasche Rotwein, die wir noch aus El Bolson übrig hatten. Zum Abendbrot suchten wir dann ein Restaurant und landeten in einer kleinen Pizzeria.
    Am nächsten Tag besuchten wir eine (mittlerweile fast obligatorische) Free Walkingtour, die auch wieder sehr gut war. Auf der Tour lernten wir Ursula aus Lindau vom Bodensee kennen. Sie war uns sofort sympathisch und wir schauten direkt ob wir nicht für den Nachmittag noch eine Weinverkostung organisieren können. Nachdem der Mann am Schalter feststellen musste wie hartnäckig wir waren, war es doch noch möglich ganz kurzfristig eine Tour nach Maipu zu buchen. Dort sollten wir zwei Weingüter besuchen und eine Olivenplantage. Das erste Weingut hieß Bodega Lopez. Dort bekamen wir eine Führung durch die Kelterei und anschließend durften wir einen Rotwein und einen Sekt im Weinkeller probieren. Jährlich werden hier 15 Mio. Liter Wein verkauft, jedoch gehen davon nur rund 5% ins Ausland. Zum Glück hatten wir Ursula dabei, immer wenn unsere Spanisch-Kenntnisse nicht mehr zum übersetzen reichten, konnte sie uns helfen. Der Wein war lecker und so kauften wir insgesamt 3 Flaschen. Der nächste Stopp war auf der Olivenplantage. Hier wurde uns etwas über die Produktion des Olivenöls erklärt und anschließend durften wir natürlich alle Produkte probieren. Es gab Öle mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Seifen, Cremes, Duschbäder, Brotaufstriche,...
    Nach dem ersten Schluck Wein kam jetzt der Appetit und so kauften wir zwei Öle und einen Brotaufstrich mit Tomaten, den wir zum Abendbrot mit frischem Brot essen wollten. Den letzten Stopp machten wir auf dem etwas exklusiveren Weingut namens Don Arturo. Auch hier wurde uns nochmal der Herstellungsprozess erklärt bevor wir drei Weine verkosten durften. Zwei Sorten Malbec und einen Cabernet Sauvignon. Die Rebsorte Malbec stammt ursprünglich aus Frankreich, aber der Großteil der weltweiten Produktion stammt aus Argentinien. Der Bekanntheitsgrad der argentinischen Weine stieg, nachdem die Politik den Weinbauern ein Konjunkturprogramm verordnete. Die meisten Weingüter sind zwar noch in Familienbesitz, haben jedoch auch Investoren aus dem Ausland mit deren Hilfe neue Anlagen und Maschinen beschafft wurden und somit die Qualität der Weine enorm gesteigert werden konnte.
    Die Tour an sich war informativ und die Weingüter schön, es war jedoch auch offensichtlich, dass hier der Verkauf der Produkte im Vordergrund stand. Das war aber insofern ok, da wir ja gern ein paar Weine kaufen und probieren wollten.
    Den Abend genossen wir dann mit frischem Baguette, Knoblauch-Olivenöl, Tomaten-Aufstrich und einer Flasche Malbec auf unserem Balkon. Dieser war herrlich ruhig in dem Innenhof unseres Hotels gelegen und wir hatten ein Sofa und eine Hängematte 😊
    Unseren letzten Tag in Mendoza gingen wir dann auch entspannt an. Wir trafen uns mit Ursula und spazierten zum Markt, wo wir uns Brot, Schinken und Oliven kauften, die wir anschließend bei einem ausgedehnten Picknick im Parque General San Martin zusammen verspeisten. Dazu gab es natürlich wieder leckeren Rotwein. Am späteren Nachmittag machten wir noch eine Führung zur Stadtgeschichte zusammen und gingen anschließend noch zusammen essen.
    Mendoza war seit langem die erste größere Stadt und es fühlte sich einfach gut an, dieses Stadtgefühl aufzunehmen und sich durch die Straßen treiben zu lassen und die Vorzüge zu genießen.
    Konrad
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