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  • Day265

    Rio de Janeiro

    April 22, 2019 in Brazil ⋅ ☀️ 30 °C

    Jetzt ist es endlich soweit. Unsere Rundreise durch Brasilien zusammen mit Caros Mutti für die kommenden 3 Wochen kann beginnen - dachten wir. Leider begann der Urlaub mit einer 12-Stündigen Verspätung des Fluges aus Frankfurt und so ging uns der 1. Tag verloren. Ziemlich ärgerlich, aber zum Glück hatten wir für diesen Tag noch kein Programm gebucht. Für die folgenden zwei Tage hatten wir unseren Guide Lasse aus Tübingen. Unsere Unterkunft hatten wir auf Empfehlung von Nina und Daniel gebucht, die letztes Jahr im November hier waren und das Hostel ist wirklich super! Es liegt am Hang in einer ruhigen Favela mit Blick auf die Copacabana. Unser Zimmer hatte einen kleinen Balkon mit Hängematte und auf der Dachterrasse wurden leckere Cocktails und kleine Gerichte serviert.
    Den ersten Tag fuhr uns unser Guide durch die Stadt und wir besichtigten einige historische Gebäude wie die Oper und die Bibliothek. Wir machten eine kurze Fahrt mit der historischen Straßenbahn nach Santa Teresa und probierten ein typisches Gericht namens Açaí (Assa-I ausgesprochen). Es ist ein Sorbet aus der gleichnamigen Beere und Bananen und wird zusammen mit etwas Granola gegessen. Nachmittags besichtigten wir noch eine kleine Favela in der zwei Jungs es zu einiger Berühmtheit durch ihre Kunst geschafft haben. Sie bauten die Favelas aus geklauten Ziegelsteinen nach und rekonstruierten Geschehnisse um damit zu spielen. Irgendwann wurde jemand darauf aufmerksam und sie wurden international bekannt. Später schlenderten wir noch ein Stück auf dem Olympia-Boulevard und ließen den Abend dann bei einem Caipirinha und Samba ausklingen.
    Am nächsten Tag starteten wir auf die „Rio-Natur Pur“-Tour. Wir besuchten Rios Stadtwald der zu den größten der Welt zählt. Vorher machten wir noch einen kurzen halt in „Parque Lage“ für ein kleines Foto mit Pool und Christusstatue, sowie einem kleinen Snack mit Empanadas und Mate-Limo. Nach dem Vista Chinesa, einem Aussichtspunkt, den eine nachgeahmte chinesische Pagode schmückt, ging es weiter zum Museu do Açude, wo wir die Kunstsammlung, die vornehmlich aus alten Kacheln bestand, bestaunten. Interessanter als die Ausstellung, war die Bootstour, die wir im Anschluss machten und wo wir in direkter Nähe zu den Siedlungen Wasserschweine und Kaimane fanden. Jetzt hatten wir noch ein bisschen Zeit bis zum Sonnenuntergang, den wir auf einem Aussichtspunkt zwischen Stadt und Christus genießen wollten. So entschlossen wir uns kurzerhand zum Strand nach Barra zu fahren und ins kühle Nass zu springen. Die Begeisterung bei den Frauen hielt sich in Grenzen und so ging ich allein mit unserem Guide baden und ließ mich ein paar Minuten in den Wellen treiben. Das Wasser und der Strand waren einfach super schön. Jetzt stand als Abschluss noch der Aussichtspunkt „Mirante Dona Marta“ an. Wir nahmen noch einen Umweg durch die größte Favela in Rio in der nach Schätzungen rund 300.000 Menschen leben. Wir waren zwar etwas knapp dran, aber dennoch hatten wir von dem Aussichtspunkt eine tolle Sicht auf den Christus, den Zuckerhut und die Stadt. Besonders toll war, dass gerade ein Fußballspiel lief und die Tore sowohl im Stadion als auch in den einzelnen Stadtteilen mit Jubel und Feuerwerk gefeiert wurden. Als letzte Amtshandlung gingen wir jetzt noch in einem richtig tollen Restaurant im Stadtteil Santa Teresa essen, bevor wir im Hostel noch unsere Koffer für die bevorstehende Rundreise packten und ins Bett fielen. Die Zeit war wirklich viel zu kurz und wir freuen uns, wenn wir in 2,5 Wochen nochmal hier sind.
    Konrad
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