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  • Day14

    Yerevan-Sevan-Dilijan

    July 23, 2018 in Armenia ⋅ 🌧 19 °C

    An der Hauptstraße frage ich nochmal nach einem Bus nach Dilijan. Ein Mann bringt mich zu einer Dame in der Bank, die englisch spricht und mir erklärt, dass ich mit dem Taxi zum Medical Center fahren soll und von da den Bus nehmen soll. Der Mann will das Taxi organisieren. Nach einer Weile hält ein junger Typ, an dessen Karre vorne und hinten die Verkleidung fehlt. Aber er kann gebrochen Englisch. Ich steige ein. Er hält noch irgendwo, kauft sich ne Cola. Fährt dann auf die Autobahn. Hmmm. Er lässt mich an der Kirche raus. Hmmmm. Da wollte ich nicht hin, aber gut. Er wollte kein Geld und hat mich abgesetzt. Und das Auto ist nicht auseinandergebrochen. All good. Dann muss ich wohl zur Kirche gehen. Ein anderer will mich weiterfahren, ist ziemlich nervig, den wieder loszuwerden... Naja. Vielleicht nimmt mich ja jemand auf dem Parkplatz mit. Also erstmal Kirche angucken. Super touristisch hier. Ein Taxifahrer sagt, er würde noch auf zwei Russen warten, dann könnten wir für 5000Dram nach Dilijan fahren. Ok, sind 1000 zu viel, aber es dauert ja alles schon ganz schön lange... Die zwei kommen nicht. Also fahr ich alleine mit. Der Typ scheint nett. Macht gleich mal nach dem Losfahren das Taxilicht vom Autodach ab. Die sind hier eh alle nur zur Zierde beim Parken. Die Fahrt ist ok, die Berge schön. Wir tanken noch zwischendrin. Hier muss man aus Sicherheitsgründen immer aussteigen beim Tanken...ob 2m im Zweifelsfall ausreichen? In Dilijan angekommen sucht er die Hausnummer 102 des Guesthouses, das ich reserviert habe... hatte schon gestern ein blödes Gefühl, da das so weit ausserhalb ist. Die Hausnummer gibt es nicht. Ein anderer Taxifahrer steigt ein und beide wollen helfen. Aber die Nummern hören bei 70 auf. Vielleicht besser so. Er bietet an, mich bei einem Freund mit Guest House unterzubringen. Ich lehne ab und gebe ihm die nächste Hausnummer 10 auf der gleichen Strasse, ebenfalls ein günstiges Hostel, das ich gestern entdeckt hatte. Er setzt mich ab. Vor der Haustür im Hinterhof von Nummer 10 sitzt ein recht zahnloser Mann, der ein paar Worte deutsch kann, da seine Frau deutsch unterrichtet. Nein, das ist sein Haus, aber kein Eco Hostel. Aber ich bin eingeladen, einen Kaffee zu trinken, da es gerade regnet. Ich lehne ab, obwohl er einfach nur nett ist. Er bietet an, dass ich wiederkommen kann, wenn ich sonst keine Übernachtung finde. Wirklich nett. Ich laufe die Strasse lang und ein Ehepaar kommt gerade vom Einkaufen. Sie fragen, ob ich ein Guest House suche, und da sie auch ein Schild vor der Tür haben, schau ich es mir an. Hätte weiterschauen sollen, jetzt penn ich zwar für günstig, aber es müffelt und ist voller Stechmücken. Oh man. Zu viel Abenteuer heute! Morgen zieh ich um. Oder fahr einfach gleich wieder nach Tbilisi? Zum Glück finde ich ein super tolles Cafe, wahrscheinlich das einzige hier. Alle Touris kommen hier her. Genau das richtige, um wieder in der Comfortzone anzukommen und den Regen, der hier jetzt wohl eine Weile hängt, zu überstehen.Read more