"Ich weiß nicht, wohin ich von hier aus gehe, aber ich verspreche es wird nicht langweilig." (David Bowie, 1947-2016) Frei nach diesem Motto möchte ich zu Fuß die Welt erkunden und aufgeregt meinem Leben folgen. Message
  • Jul2

    Krems - Norwegen und wieder zurück ;-)

    July 2 in Austria ⋅ ⛅ 25 °C

    Jetzt befinden wir uns tatsächlich am allerletzten Abschnitt dieser Reise. Vom Erlaufsee wandern wir am Dienstag gemeinsam mit Martin auf die Gemeindealpe, dort oben treffen wir nochmal Hannes, Helene und Anna und verbringen gemeinsam einen netten Nachmittag im Terzer Haus, das wir ganz für uns allein haben.

    Am späten Nachmittag wandern wir schließlich hinab in die Ötschergräben, direkt bei einem Picknickplatz am Schleierfall finden wir ein wunderbares Plätzchen für unser Zelt.
    Am Mittwoch ist dann das Wetter schon am Vormittag regnerisch, weshalb wir noch länger dort bleiben. Nachdem die Vorhersage auch für den Abend nicht besonders gut ist, entschließen wir uns dazu die Besteigung des Ötschers auf ein anderes Mal zu verschieben und wir wandern so durch die Ötschergräben - erfreulicherweise dieses Mal bei deutlich besserem Wetter und vor allem ohne Schnee ;-)
    Von den Ötschergräben gehts dann für uns weiter durch die Tormäuer, wo wir in Erlaufboden eine Pause für das Abendessen einlegen. Da sich die Wetterlage langsam wieder verändert und sehr viele Unwetter für die Nacht prognostiziert wurden, bleiben wir gleich an einem Stellplatz dort. Wir bekommen dort von einem sehr hilfsbereiten, netten Mann den unglaublich wertvollen Tipp, das wir doch auch im Duschraum unsere Isomatten auflegen könnten. Dankbar lauschen wir im Laufe der Nacht immer wieder dem Regenprasseln am Dach - froh, dass wir nicht ständig schauen müssen, ob unsere Sachen alle im Trockenen sind :-)

    Am nächsten Morgen gehts weiter durch die Tormäuer zum Naturparkeingang in Eibenboden - genau dort bin ich mit Benjamin im Vorjahr am 14. April losgegangen. Heuer dürfen wir hier meine Eltern nach über 14 Monaten wiedersehen. Wir wandern gemeinsam den Trefflingfall entlang zum Hochbärneck und schließlich fahren wir mit ihnen weiter nach Ybbs/Donau.

    Dort dürfen wir zwei Nächte (mit einem Erholungs- und Entspannungstag) in Benjamin und Christinas Wohnung verbringen :-) bevor wir am Samstag mit unseren Booten in die Donau steigen.

    Und wieder ist das mit meinem Boot nicht ganz so easy. Jetzt zeigt auch noch das zweite Ventil schwächen und wir brauchen noch mehr Gaffa :-D und wieder war es nicht ganz klar, ob das Paddeln an der Donau mit dem Boot wirklich die beste Idee ist. Nach einem Lokalaugenschein vor Ort und der Einschätzung, dass die Strömung nicht so stark ist wie von vielen vermutet, mache ich eine Proberunde mit dem Boot und schließlich verladen wir meinen Rucksack in das Boot zu Claudia, sodass im Fall des Falles zumindest unsere Ausrüstung sicher ist!

    Mit mittlerweile doch einiges an Paddelerfahrung im Gepäck stellt das Paddeln an der Donau für uns nicht mehr die große Challenge dar. Den großen Tankern und Schiffen wird weiträumig ausgewichen und ansonsten ist der Fluss in diesem Abschnitt eigentlich sehr zahm. Nachdem unser Blick aber doch immer wieder auf mein Boot fällt und wir kritisch prüfen, wieviel Luft noch drinnen ist, entscheiden wir nach 12 Kilometer in Pöchlarn wieder auszusteigen.
    Claudia hat es schließlich auf den Punkt gebracht: “Die Luft ist draußen” und das wohl nicht nur beim Boot ;-)

    Wir wechseln also das Fortbewegungsmittel und versuchen es mit Autostoppen durch die Wachau. Dabei haben wir nochmal richtig viel Spaß und es finden nochmal richtig schöne Begegnungen am Straßenrand statt.
    Flux sind wir dann auch schon in Krems, wo wir für uns die Reise beenden, um schließlich noch weiter bis nach St. Pölten und Traisen weiter zu trampen. Das allerletzte Stück wird dann noch mit Julia und Karli zurückgelegt :-)

    Nach 445 Tagen ist die Reise nun also zu Ende und wir dürfen in Österreich in ein neues Abenteuer starten - mal schauen, was das Leben hier jetzt so alles für uns bereithält.

    David Bowies Zitat: “Ich weiß noch nicht, wohin ich von hier aus gehe, aber ich verspreche es wird nicht langweilig.” - passt dabei sicher noch immer :-)

    PS: Der Blog ist noch nicht ganz abgeschlossen. Einzelne Beiträge werden noch kommen. Wer Interesse hat an einem Vortrag oder einem Buch - beides wird es geben - darf mir gern seine E-Mailadresse in die Kommentare schreiben oder mir per E-Mail zukommen lassen (einfach an bernhard.griessler@gmx.at schicken) dann halt ich euch gern am laufenden :-)
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    Reisefan

    super, vielen Dank für das Dabei sein in virtueller Form 👍

    7/7/22Reply
    Bernhard Grießler

    danke fürs Begleiten :-)

    7/7/22Reply
    Niki HK

    Wie schön, da hab ich doch direkt Pipi in den Augen 🥺😎

    7/7/22Reply
     
  • Jun27

    Über den Hochschwab bis zum Erlaufsee

    June 27 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Vom Präbichl wandern wir hinauf zur TAC-Spitze und verbringen drei Nächte umgeben von 2000er-Felsmauern bei wunderbarem Wetter bevor wir nach Tragöß absteigen und einige Tage in einer Ferienwohnung am Grünen See verbringen.

    Am Grünen See bekommen wir Besuch von Angelika und wir dürfen gemütliche Tage mit vielen schönen Gesprächen mit ihr verbringen. Ein sehr, sehr schönes Wiedersehen! Wir haben uns sehr gefreut, dass du uns besucht hast 😊

    Leider sind Sarah und Joe krank geworden, ansonsten wären wir zu viert über den Hochschwab gewandert. So planten wir etwas um, fuhren am vergangenen Freitag gemeinsam mit unseren Vermietern zur Jassingalm und wanderten von dort hinauf zur Häuslalm, wo wir ein ganzes Matratzenlager nur für uns hatten 😀
    Am Samstag ging es schließlich mit viel Nebel und Wind hinauf auf den Hochschwabgipfel. Des wor a zache G'schicht - konnten wir uns angesichts der weißen Nebelwand nur in unserer Vorstellung ausmalen, welch traumhaftes Panorama um uns liegt.
    Nach einer längeren Pause am lässigen Schießtlhaus, wo wir unter buddhistischen Gebetsfahnen wieder einen Hauch von Nepal verspürt haben, hielt der Wetterbericht doch sein Versprechen und der Nebel lichtete sich nach und nach auf und bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein genossen wir einen einmaligen Abend bei einem abermals genialen, wenn auch schiefem Zeltplatz 😀
    Gestern am Sonntag lag dann ein längerer Abstieg nach Seewiesen vor uns. Dort angekommen stärksten wir uns mal, bevor wir auch in Österreich das erste Mal Autostoppten und von Kremsern bis nach Mariazell mitgenommen wurden!
    Vorbei an der riesigen Basilika spazierten wir noch zum Campingplatz am Erlaufsee, wo wir heute Besuch von Hannes, Helene und Anna bekommen haben und eine entspannte Zeit und einen wunderbar sonnigen Sommertag gemeinsam verbracht haben.

    Morgen geht's dann weiter. Die letzte Woche zumindest von dieser Reise liegt vor uns! Ein paar Höhenmeter wollen noch gewandert und ein paar Flusskilometer gepaddelt werden 😀
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  • Jun17

    Nach über 400 Tagen zurück in Österreich

    June 17 in Austria ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute ist es also soweit.

    Wir steigen um halb 7 in Starigrad, Kroatien ins Auto von Benjamin, durchqueren Slowenien und erreichen schließlich nur wenige Stunden später die slowenisch-österreichische Grenze.

    Vor mehr als 400 Tagen hab' ich im Norden am Dreiländereck mit Tschechien und Deutschland zu Fuß Österreich verlassen und nach rund 20 Ländern und über 13 Monate später kehren wir um unzählige und unglaubliche Erfahrungen reicher zurück nach Hause.

    Nachdem wir uns von Benji am Präbichl in der Obersteiermarlk verabschieden, werden wir uns nun in den kommenden zwei Wochen in Begleitung von Freunden und Familie den Weg durch das Hochschwab-Gebiet bis zum Erlaufsee und schließlich über die Gemeindealpe und den Ötscher weiter nach Ybbs suchen. Von dort geht's dann mit unserem Boot zurück nach Krems an der Donau 😉
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    Daniel Birbaumer

    willkommen zurück!

    6/21/22Reply
    Niki HK

    Welcome back 💪💪

    6/22/22Reply
    Bernhard Grießler

    Danke!!! 😀

    6/23/22Reply
    Niki HK

    Was für ein Abenteuer 👌freu mich schon auf dein Buch 😬✌️

    6/23/22Reply
    2 more comments
     
  • Jun16

    Roadtrip durch Montenegro & Kroatien

    June 16 in Croatia ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach dem wir bereits zu Fuß in Montenegro gewesen sind, überqueren wir nun die albanisch-montenegrinische Grenze mit dem Auto. Wir fahren vorbei an der Hauptstadt Podgorica weiter an die Küste bis zur malerischen Bucht von Kotor. Ein traumhafter Anblick!

    Wir suchen uns auf einem Hügel mit Blick auf die Bucht einen Platz zum Übernachten und es leisten uns am Abend Ziegen, Hunde und teils sehr aufdringliche und hungrige Hängebauchschweine Gesellschaft.
    Am Samstag machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt von Kotor und am Nachmittag machen wir eine Pause an einem der Strände in der Bucht, bevor wir bis kurz vor Dubrovnik weiterfahren, wo wir den Abend direkt am Strand mit Bier & Wein ausklingen lassen 🍺 🍷
    Am Sonntag besuchen wir schon früh die Altstadt von Dubrovnik und noch bevor es zu überfüllt ist, geht's für uns weiter zur Insel Ciovo direkt vor Split.

    Hier verbringen wir auch noch den gesamten Montag... Nach dem Frühstück machen wir uns bepackt mit unseren Booten und Kletterschuhen auf den Weg zum Meer und wir Paddeln einige Hundertmeter zu den Kletterfelsen direkt über dem Wasser. Heute probieren wir zum ersten Mal "Deep Water Solo Climbing" 😀 und es war richtig, richtig cool 😎

    Am Abend statteten wir dann noch der kleinen Insel Trogir einen Besuch ab und Tags darauf fahren wir weiter zum Nationalpark Paklenica, wo wir die vergangenen zwei Tage bei wunderbarem Wetter mit Klettern und Schwimmen im Meer verbracht haben!
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    Christina Beke

    sein tshirt 🤣🥰🥰🥰🥰🥰🤣

    6/21/22Reply
     
  • Jun10

    Zu dritt am Peaks of the Balkans

    June 10 in Montenegro ⋅ 🌧 17 °C

    Vergangenen Samstag durften wir Benjamin in Shkodra Willkommen heißen 😀 Nach über 13 Monaten, als wir gemeinsam bei Schnee durch die Ötschergräben gewandert sind, war das ein sehr, sehr schönes Wiedersehen!!!

    Wir fuhren von Shkodra zu einer Osmanenbrücke, wo wir uns eine kurze Erfrischung gönnten, und dann schließlich weiter nach Boga in die albanischen Alpen. Hier verbrachten wir eine Nacht am Campingplatz von wo es am Sonntag mittels Minibus weiter nach Theth ging.

    Theth war für uns der Ausgangspunkt für die anstehende 5-tägige Wanderung entlang des grenzüberschreitenden Weitwanderwegs - dem Peaks of the Balkans. Auf fast 90 Kilometer legten wir rund 4500 Höhenmeter zurück und durchquerten dabei die albanischen Dörfer Theth, Valbona und Cerem, sowie die montenegrinischen Orte Plav und Vusanje. Wir erlebten in den fünf Tagen täglich Donner, Blitz und Regen. Entsprechend oft richtete sich unser Blick nicht nur auf die teils unglaublich steilen und vereinzelt sehr verwachsenen Wanderwege, sondern oft gen Himmel, um die Wetterlage immer wieder aufs Neue einzuschätzen.
    So ist es uns an den ersten vier Tagen noch gelungen rechtzeitig mit Einsetzen des Regens einen Unterstand zu finden, aber am letzten Tag blieb uns nichts anderes übrig als uns trotz frühen Starts ganze vier Stunden in strömenden Regen ☔ unseren Weg zurück nach Theth zu suchen. Ein wahrer Härtetest für unser Equipment!
    So viel Regen hatten wir bislang noch nie!!! 🙈

    Die Wanderung war trotz instabilen und regenreichen Wetters eine sehr schöne!
    Umgeben von 2500 m hohen Felsgipfeln erkundeten wir zu Fuß diese abgelegene Gegend und wie wir schon oft erfahren durften sind Grenzregionen oftmals historisch besondere Orte. Unzählige größere und kleinere Bunkeranlagen aus der Zeit der Hoxha-Diktatur konnten wir in Albanien finden. An einigen Dorfeingängen fanden wir quadratische Steintürme (so genannte Kullas), die zur Verteidigung von Angreifern aber auch zum Verstecken von Männern, die von der Blutrache verfeindeter Familien bedroht waren, dienten. Oder das heute albanische Dorf Çerem, das früher von montenegrinischen Bauern im Sommer zur Almbewirtschaftung genutzt wurde. Durch eine neue Grenzziehung war es ihnen plötzlich nicht mehr erlaubt in ihr Heimatland zurückzukehren und so leben diese Familien seither in Albanien.
    Bezeichnend war auch die Freundlichkeit der Menschen. Immer wieder wurde uns zugewinkt und der erste Mensch, den wir nach der Überquerung der albanisch-montenegrinischen Grenze angetroffen haben, sprach uns überhaupt gleich auf Deutsch an 😀

    Und so heißt es für uns jetzt nach zwei abenteuerlichen und sehr naturerlebnisreichen Wochen im wunderbaren Albanien Abschied nehmen.
    Wir setzen unsere Reise gemeinsam mit Benjamin fort, weiter Richtung Norden - weiter in Richtung österreichische Grenze, wo wir davor noch Montenegro und Kroatien einen Besuch abstatten 😀
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    Christina Beke

    mein süßer mit seinem thunfisch 😅🥰🐟

    6/16/22Reply
     
  • Jun1

    Auf der Vjosa durch Albanien paddeln

    June 1 in Albania ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach zwei schönen Tag am Pelion gemeinsam mit Lisa, Clemens, Lenny und Tino fahren wir mit dem Bus zurück nach Volos und trampen von dort weiter nach Kalambaka, wo wir unter freiem Himmel eine Nacht verbringen, bevor es Tags darauf weiter nach Albanien geht.
    Wir durften mit Dimitri aus Larissa, Ralph & Irena (Deutschland/Ukraine), einem deutschen und einem französischen Pärchen, einem weiteren Griechen und schließlich mit Marsela aus Vlora (Albanien) mitfahren.

    Miz der energiegeladenen und so hilfsbereiten Marsela überquerten wir die griechisch-albanische Grenze, bekamen so einiges über das Land erzählt und wurden schließlich bis zu unserem Ausgangspunkt nach Memaliaj an der Vjosa gefahren 😀
    Wir tauschten noch Nummern aus und sie bot uns an, dass wir uns jederzeit bei ihr melden könnten, falls wir bei irgendetwas Hilfe brauchen könnten. Einige Tage später schickte sie uns via WhatsApp sogar noch ihre Adresse in Vlora und lud uns zu sich ein, uns zog es da allerdings schon in den Norden Albaniens.

    In Memaliaj besorgten wir uns noch eine albanische Simkarte und kauften Verpflegung für die kommenden Tage: 1,5 kg Haferflocken, 8 Äpfel, Mandeln, Rosinen, 4 Tomatensugos, 2 Gläser Pesto, 1,5 kg Nudeln, 1 kg Brot, 1 Glas Erdnussbutter, 1 Glas Nutella, 3 Packungen Käse, 8 Erdäpfel/Süßkartoffel (fürs Lagerfeuer).

    Nach einer Zeltnacht am Flussufer pumpen wir unsere Boote auf, die uns Rita und Wolfgang liebenswerterweise wieder von Österreich mitgebracht haben.
    Mein Boot stellte mich allerdings kurz vor der geplanten Abfahrt nochmals vor eine ernsthafte Geduldsprobe. Bereits in Bergen in Norwegen habe ich ein Loch gepickt, doch neuerlich verliert es Luft und so habe ich noch zwei Tage davor mit einem weiteren Kleber die Lücke neu verklebt und auch das schien wieder nicht zu halten. Somit ist unklar, ob wir überhaupt in unsere Boote steigen können.
    Eine Kombination aus Bootskleber und Gaffaband mit ausreichend (Vertrauens-)Tests auf dem Wasser lässt uns dann schließlich den Entschluss treffen, es zumindest zu versuchen.

    Und glücklicherweise hat es geklappt! Ansonsten wären uns wunderbare Tage am Wasser der Vjosa entgangen!

    Die Vjosa. Sie gilt als einer der letzten wilden Flüsse Europas, entspringt in den griechischen Bergen und legt bis zur albanischen Adriaküste 272 Kilometer zurück. Das einzigartige daran: Es gibt entlang des gesamten Flusses keine einzige Bebauung in Form einer Wehrmauer oder eines Kraftwerks und somit darf sich das Wasser ganz natürlich und unreguliert seinen Weg zum Meer
    suchen.

    Der Einstieg in Memaliaj ist so gewählt, dass knifflige und möglicherweise auch gefährliche Wildwasserstellen bereits hinter uns liegen. Vor uns bleiben aber immer noch 100 Flusskilometer, die von uns entdeckt werden wollen 😀

    Mit manchmal mehr und manchmal weniger Strömung in einem breiten Flussbett mit zahlreichen Verästelungen und Seitenarmen, die sich immer wieder mit einander verbinden und sich wieder von einander trennen, paddeln wir umgeben von Bergen durch eine wunderschöne Landschaft.
    Nur einmal pro Tag macht sich eine/r von uns auf den Weg ins nächste Dorf um Wasser zu besorgen. Ansonsten sehen wir außer vereinzelten Fischern und zwei anderen Paddlern in den fünf Tagen kaum eine Menschenseele.

    Das Wetter ist wunderbar warm. Es lädt uns tagsüber für ein Bad im Fluss und nachts zum Schlafen direkt unter freiem Himmel ein. Der Neumond und die oftmals nicht vorhandene Lichtverschmutzung erlauben uns eine wunderbare Sicht auf die Sterne.

    Und so verbringen wir die 5 Tage mit Paddeln, Pausen am Flussufer, Baden, Lagerfeuer machen, ... Wir genießen es besonders uns draußen auf so freie Art und Weise bewegen zu können! 😀

    Am letzten Tag verliert sich schließlich die Strömung und der Fluss fordert von uns nun weit mehr Paddeleinsatz als davor. Dennoch ist unser Zug zum Meer ein sehr starker und so legen wir an diesem Tag 23 Kilometer zurück und erreichen schließlich die Flussmündung in die Adria erst als es bereits dunkel ist.
    Wir suchen noch ein Plätzchen für unser Zelt und fallen müde auf unsere Isomatten. Am nächsten Tag weckt uns neuerlich die Sonne. Wir hören das Meeresrauschen und die ersten Fischer, die ihr Glück versuchen.

    Nach einigen Kilometern zu Fuß entlang der Küste erreichen wir den ersten Strand, wo wir eine Campingbus im Sand stecken sehen. Wir bieten dem jungen Schweizer Pärchen unsere Hilfe an und wenig später kommen noch weitere Unterstützer und einer von ihnen hat erfreulicherweise ein Abschleppseil in seinem Auto liegen. Mit vereinten Kräften gelingt es schließlich den Van aus dem Sand zu ziehen.

    Laura und Leonie, zwei Studentinnen aus Aachen in Deutschland haben auch mitgeholfen und mit ihnen dürfen wir schließlich ein ganz schönes Stück mit Richtung Norden fahren und es folgt ein entspannter Trampingtag.
    So stehen wir nie länger als vielleicht 5 Minuten am Straßenrand, bevor uns jemand mitnimmt. So erreichen wir nacheinander Durrës, Vora, Fushe-Kruja, Milot und schließlich die Stadt Shköder im Norden Albaniens.

    Nach den aufregenden, so abenteuerlichen und gelungenen Tagen am Wasser freuen wir uns jetzt auf ein bisschen Erholung, wo wir uns und unserem ganzen Equipment ein wenig Pflege gönnen, bevor wir wieder Besuch bekommen und die Reise wieder für eine Weile zu Fuß weitergeht 😀
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  • May22

    Zurück in Europa!

    May 22 in Greece ⋅ ⛅ 24 °C

    Am Montag dem 9. Mai führt unser Weg in Kathmandu also zum Flughafen, um nach über 160 Tagen im Oman, Thailand, Kambodscha und nun Nepal wieder zurück nach Europa – zurück nach Istanbul zu fliegen.

    Der Blick auf diese Stadt ist nun ein gänzlich anderer als noch vor 5 Monaten.

    Viel zu deutlich sehen wir in den paar Tagen, die wir in Istanbul verbringen, die Unterschiede, die Kontraste zu Südostasien und Nepal. Wie organisiert, wie geordnet und strukturiert das Leben der Menschen in dieser Stadt doch ist? Wie sauber und zusammengeräumt?

    In Istanbul, einer europäischen Metropole, stechen uns an diesen Tagen vor allem die Ähnlichkeiten mit anderen Städten Europas ins Auge und so fühlen sich die Tage in Istanbul bereits an, wie ein erstes Nachhausekommen, dass uns bewusst macht, dass sich unsere Reise langsam ihrem Ende nähert.

    Aber bis es soweit ist, liegt in den kommenden Wochen noch ein aufregender Weg über Südosteuropa zurück nach Österreich vor uns.

    So steigen wir am Freitag in einen Bus, der uns in die Nähe der Grenze von Yunanistan bringen soll.
    Yunanistan – das hört sich doch gleich wieder viel fremder, viel weniger nach Europa an? ;-)

    Doch ist Yunanistan lediglich die türkische Bezeichnung von Griechenland. :-D

    In Keshan etwa dreißig Kilometer vor der Grenze endet die Busfahrt und wir versuchen nach langer Zeit wieder trampend unser Glück.
    Mit einer türkischen Familie, einem turkmenischen und einem griechischen LKW-Fahrer überqueren wir schließlich die Grenze und wir befinden uns somit seit langem wieder mal in der europäischen Union – einige Zeit später halte ich dann seit etwa 11 Monaten das erste Mal wieder Euros in der Hand :-D

    Kurz nach der Grenze nimmt uns schließlich Serkan, ein 31-jähriger LKW-Fahrer aus Istanbul mit. Er freut sich über die Gesellschaft, ist er doch auf seinen Touren unzählige Stunden alleine unterwegs. Er freut sich so sehr, dass es für ihn gar nicht infrage kommt, dass wir im Zelt die Nacht verbringen und so teilt er mit uns seine LKW-Fahrerkabine und am nächsten Morgen sein Frühstück, ehe sich unsere Wege wieder trennen.

    Nur zu gern hätte er uns noch bis nach Italien mitgenommen – Sizilien, Neapel und Rom – das wären schon sehr schöne Ziele gewesen, doch in der Nähe der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki haben wir bereits, was anderes vor :-).

    Claudias Eltern – Rita und Wolfgang sind mit dem Wohnmobil bereits zwei Wochen unterwegs, und wir treffen sie auf der Halbinsel Chalkidiki, wo wir gemeinsam einige Tage in einer ruhigen Bucht auf Sithonia verbringen. Wir sehen den Schafen beim Grasen zu, gehen Laufen entlang der Küste und paddeln auf der Ägäis.

    Am Mittwoch gehts für uns weiter in das Dorf Kastraki zu den Meteora-Klöstern. Vor Hunderten von Jahren haben dort Mönche auf den Plateaus der Felspfeiler orthodoxe Klöster errichtet – Wunderbar instand gehalten kommen viele, viele Touristen zu Besuch und auch jetzt in der Vorsaison ist schon einiges los!

    Wir unternehmen ein paar Wanderungen mit ein paar Kraxeleien und streifen durch die Wälder, rund um die Felstürme und bekommen dabei schöne Ein- und Ausblicke auf die Klöster und die Landschaft im Umfeld.

    Heute trennen sich schließlich wieder unsere Wege und bei der Stadt Larissa verabschieden wir uns am Straßenrand. Rita und Wolfgang treten in den nächsten Tagen die Heimreise zurück nach Österreich an, während uns unser Weg noch für ein paar Tage Richtung Süden auf die Halbinsel Pelion führt.

    So strecken Claudia und ich unsere Arme mit dem Daumen nach oben aus in der Hoffnung, dass uns jemand bis nach Volos oder sogar noch etwas weiter mitnimmt. Bei heißen Temperaturen und Mittagssonne haben wir schließlich nach einer halben Stunde tatsächlich Glück und eine junge griechisch-albanische Familie, die in Deutschland lebt, bleibt stehen und nimmt uns mit.
    Eine sehr liebe und vor allem hilfsbereite Familie! Wir unterhalten uns angeregt auf Englisch und Deutsch und so vergeht die einstündige Autofahrt wie im Flug. Sie bieten uns schließlich sogar an, noch eine halbe Stunde weiterzufahren und uns somit direkt zu unserem Campingplatz zu bringen.

    Wir können es kaum glauben, als wir kurze Zeit später schon auf unserem Zeltplatz unter einem Olivenbaum sitzend den Ausblick auf das Meer genießen :-)
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    Niki HK

    Willkommen zurück 🤩

    6/3/22Reply
    Bernhard Grießler

    Dankeschön 😀

    6/3/22Reply
     
  • May8

    Eindrücke von Kathmandu

    May 8 in Nepal ⋅ ⛅ 22 °C

    Ein letztes Mal heißt es von uns: Namasté aus Nepal!

    Kathmandu, die Hauptstadt Nepals, stellt für uns den Beginn und das Ende unserer Reise durch dieses wunderbare Land dar.

    Wir hatten das Glück gleich zu Beginn auf Martin zu treffen. Der Onkel einer Freundin von Claudias Schwägerin lebt seit rund 25 Jahren in Kathmandu und betreibt dort ein thailändisches Restaurant. Er gibt uns einfach so am ersten Tag eine Stadtführung und lädt uns zum Essen ein. Gleich zu Beginn bekommen wir so viele wertvolle Tipps zum Reisen und Wissenswertes über das Land :-) Als wir nach Kathmandu zurückkommen, freuten wir uns, dass wir uns dafür nochmals mit Tee aus Ilam und einem weiteren gemeinsamen Abendessen bedanken konnten.

    Kathmandu ist chaotisch. Kathmandu ist laut. Kathmandu ist staubig. Kathmandu ist aber einfach auch aufregend :-)
    Faszinierenderweise kann die Stadt auf der einen Ecke unglaublich laut sein und wenige Meter weiter findet sich in einem kleinen Hinterhof ein Café wie in einer ruhigen Oase.
    Wir spazieren an Märkten vorbei und kleinen Läden, die oftmals je nach Gasse thematisch geordnet sind – Geschirrgasse, Teppichgasse, Elektronikgasse, ...

    Im buddhistischen Viertel Boudha bewundern wir die Boudhanath-Stupa aus dem 5. Jahrhundert. In der Altstadt am Durbar-Platz zahlreiche Tempel und den Königspalast. Teils sind sie noch gesperrt und die Wunden des Erdbebens von 2015 sind auch 7 Jahre danach noch deutlich sichtbar, …

    Es sind nochmals durchaus eindrucksvolle Tage, die wir am Ende unserer 8-wöchigen Nepalreise hier erleben dürfen.
    Vor dem Abflug sehen wir am Flughafen noch ein Bild des Höhenprofils von Nepal. Die Tiefebene des Terai (70 Meter Seehöhe) bis zum Himalaya-Gebirge und seinen 8000er-Gipfeln. Von Nashörnern im Chitwan-Nationalpark bis hin zu Geiern und Adlern im Annapurnagebiet. Vom Hinduismus, Buddhismus bis hin zu Naturreligionen der Kirati und den anderen 12 Kulturen, die in diesem kleinen Land leben. Neben einer unglaublichen Artenreichen Flora und Fauna findet sich auch eine immense Dichte an kultureller Vielfalt. All das durften wir in den letzten 8 Wochen erleben und erfahren. Was für eine Vielfalt, was für ein Land.
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  • May7

    Hinduismus in Nepal

    May 7 in Nepal ⋅ ⛅ 24 °C

    Vor dieser Reise bestanden meine Assoziationen zu Nepal in erster Linie mit dem Himalaya-Gebirge und gerade in dieser Region des Landes durften wir den Einfluss des tibetischen Buddhismus mit den unzähligen bunten Gebetsfahnen, den zahlreichen Gompas (Klöster) und Chörten (Stupas) schließlich auch selbst erleben.

    Eine der größten Überraschungen noch vor der Reise nach Nepal war für mich allerdings jener Moment als ich davon gelesen habe, dass über 80% der Nepalesen hinduistischen Religionen angehören und Nepal somit nach Indien das Land mit dem zweithöchsten Anteil an Hindu-Gläubigen ist.

    Neben den vielen kleinen Tempelanlagen, die uns gleich an unserem ersten Tag in ganz Kathmandu aufgefallen sind, haben wir auch in Dharan und Muktinath bekannte Tempelanlagen besucht, die für die Gläubigen wichtige Pilgerziele darstellen.

    An unseren letzten Tagen in Nepal haben wir zwei weitere bekannte Stätten besucht: Dakshinkali und Pashupatinath.

    Im Ort Dakshinkali findet sich ein Tempel zu Ehren der Göttin Kali. Diese Göttin hat einen ausgeprägten Blutdurst. Um diesen Blutdurst zu stillen, bringen Menschenmengen jede Woche Samstags und Dienstags Tieropfer dar.
    So finden wir uns vergangenen Samstag in einem dicht gedrängten Bus zu diesem Ort wieder. Im Bus konnte ich leider keinen Sitzplatz ergattern und ja, der Bus war dann leider auch nicht so hoch, dass ich aufrecht stehen hätte können. Dementsprechend waren das etwas ungemütliche 1,5 Stunden während der ich die „Aussicht“ in die Gepäckablage über den Sitzplätzen „genoss“ (?!?). Neben Rucksäcken und Taschen hab ich da oben einige Meter von mir entfernt auch ein Huhn entdeckt.
    In Dakshinkali angekommen, wussten wir wieder einmal nicht so genau, was uns eigentlich erwarten würde. Auf einiges vorbereitet sahen wir dann Menschenmengen in Schlangen stehen. Neben vollgefüllten Opferschalen mit Reis, Blumen und anderen diversen Gaben entdeckten wir unter den Opfergaben auch (noch lebende) Hühner oder manchmal auch eine Ziege.
    Es wurden Schuhe ausgezogen, Füße gewaschen und schließlich Opfergaben dargebracht. Nach dem das Blut der Tiere an die Göttin überreicht wurde, machten sich viele Menschen auf den Weg zur Verarbeitungsstation des Fleischs, dass sie schließlich für den Eigengebrauch wieder mit nach Hause genommen haben.

    Eine aufregende, sehr aufgeladene Stimmung war das für uns an diesem für viele Menschen heiligen Ort.

    Der zweite hochbedeutende Ort für Hindu-Gläubige in Nepal ist Pashupatinath. Der Ort liegt direkt in Kathmandu und gilt als Pendant zu Varanasi in Indien, wo Hindu-Gläubige im Bagmati-Fluss bestattet werden.
    Dabei gibt es entlang des Flusses zahlreiche Plätze an denen Scheiterhaufen aufgebaut werden. Der in Tücher eingewickelte Leichnam wird, nach einer Waschung der Füße im Fluss, von dessen Familie am Scheiterhaufen platziert. Der ältestes Sohn, dem vor der Bestattung die Haare bis auf ein kleines „Schüberl“ am Hinterkopf vollständig kahl geschoren werden, hat die Aufgabe den Leichnam am Mund zu entzünden.

    Während all dies vonstatten geht, findet auf der gegenüberliegenden Seite am Abend nach der Dämmerung eine Art Gottesdienst statt. Es kommen viele Menschen. Es wird Musik gemacht und obwohl parallel dazu Menschen verbrannt und im Fluss bestattet werden, erleben wir eine schöne und ganz besondere Stimmung an diesem Ort.
    Als ich da so sitze und auf den Scheiterhaufen gegenüber blicke, spricht mich ein Nepali mit den Worten an: „Ist das Leben nicht wunderbar?“.

    Wie schön, wenn der Tod als eines der natürlichsten Dinge des Lebens eine so schöne Normalität im Leben dieser Menschen findet.

    Auch in den Tagen davor im Kloster von Kopan war der Tod Thema und vor allem unsere Schwierigkeiten damit und dass sehr viele Menschen ihr Leben leben und kurz vor dem Ende vom Tod „überrascht“ sind. Eigentlich verwunderlich und dennoch passiert das vielen Menschen?

    Wir sind auf jeden Fall sehr beeindruckt und berührt von diesem Ort und verbringen so einige Stunden vor Ort und lassen diese Atmosphäre auf uns wirken.

    Es sind exemplarische und sehr kleine Einblicke, die wir mit diesen beiden Orten und dem Holi-Festival in die Hindu-Religionen erhalten haben.
    Wir merken allerdings, dass im Gegensatz zum Islam – der auch in Europa weiter verbreitet ist und dem Buddhismus – mit dem wir uns schon mehr auseinandergesetzt haben - die Hindu-Religionen für uns eine ganz spezielle Fremdheit in sich tragen, die schwer greifbar ist und mit denen wir in unser beider Leben noch wenige Berührungspunkte gefunden haben.

    Das faszinierendste und spannendste für uns am Reisen ist und bleibt wohl, dass der Alltag von Menschen an anderen Orten dieser Welt so vollkommen anders aussehen kann.
    Wir durften die vielfältigsten Lebensrealitäten kennenlernen und immer wieder auch die Erfahrung machen, wie sehr uns der Ort an dem wir aufwachsen für unser weiteres Leben prägt.
    Zum Beispiel hängt die Frage, ob wir an einen Gott, mehrere Gottheiten oder gar keinen Gott glauben, zu einem nicht unerheblichen Teil davon ab, an welchem Ort dieser Welt wir aufwachsen.

    Es sind „Wahrheiten“ wie diese und noch so viele andere, mit denen wir tagein tagaus unser Leben gestalten. Anhand derer wir zumeist ganz automatisiert unsere Entscheidungen treffen und oftmals felsenfest davon überzeugt ist, dass das „richtig“ ist.
    Dass es dann Milliarden von anderen Menschen auf dieser Erde gibt, die das vielleicht völlig anders sehen und wiederum ihre ganz eigenen Wahrheiten haben, macht das eigene Leben um einiges bunter :-)

    Schön, dass es diese Vielfalt auf vielen Orten dieser Welt gibt!
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  • May5

    Tibetischer Buddhismus in Kopan

    May 5 in Nepal ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach dem Trekk machten wir uns nach einem Pausentag direkt auf den Weg von Pokhara nach Kathmandu. Unglücklicherweise haben wir beide unabhängig von einander und hintereinander etwas schlechtes beim Essen erwischt, weshalb wir doch relativ erledigt im Kloster von Kopan in Kathmandu angekommen sind. Umso mehr freuten wir uns auf eine ruhigere Zeit und einen – für die kommenden fünf Tage – gleichbleibenden Tagesablauf :-)

    Nachdem wir in Thailand bereits in die Welt des Theravada-Buddhismus eingetaucht sind, haben wir uns nun im Kloster von Kopan in der Nähe von Kathmandu Zeit gegeben, die zweite große Tradition, den Mahayana-Buddhismus, kennenzulernen.

    Aus diesen beiden großen Traditionen haben sich viele weitere kleinere „Schulen“ entwickelt. So gibt es beispielsweise alleine in der Region Tibet fünf verschiedene Schulen. Die bekannteste ist jene, deren Oberhaupt der Dalai Lama ist und dem auch das 1970 gegründete Kloster in Kopan zugehörig ist.

    „How to meditate“ heißt der 5-tägige Kurs, den wir die vergangenen Tage gemeinsam mit rund 40 Menschen aus aller Welt besucht haben. Geleitet wurde der Kurs von Joan, einer gebürtigen Irin, die seit 35 Jahren als buddhistische Nonne lebt. Neben dem Meditieren lauschen wir 4-6 Stunden pro Tag haben Vorlesungen über die Lehre Buddhas und Themen wie Bewusstsein, Karma, Tod und Reinkarnation (Wiedergeburt)und die buddhistische Psychologie .

    Die Themen sind interessant, und vor allem das Thema Wiedergeburt und Karma bringt viele weitere Fragen auf. So stellt eben die Wiedergeburt einen festen Bestandteil des Buddhismus dar. So wird auch beispielsweise der Dalai Lama als eine Wiedergeburt erkannt. Joan erzählt uns dabei auch über den Prozess der Findung von diesen Wiedergeburten. Sehr spannend.

    Ebenso dürfen wir besondere Reliquien besichtigen. Nach dem Tod werden die Leichname in einem Krematorium bei sehr hohen Temperaturen verbrannt. Nach der Verbrennung kommt es manchmal vor, dass nicht nur Asche sondern auch farbige Perlen (u. a. weiße, grüne, rote), Haare oder sogar Zungenteile übrig bleiben. Es wird dann davon ausgegangen, dass es sich hierbei um bereits sehr weise Menschen handelt. Es werden darin oftmals auch Hinweise für den Ort der kommenden Wiedergeburt gefunden.

    Eine faszinierende und nach wie vor sehr fremde Welt. Auch den anderen KursteilnehmerInnen ging es so. Dementpsrechend wurde viel diskutiert und einiges infrage gestellt.

    Zweimal 45 Minuten gab es dann täglich angeleitete Meditationen – Konzentrationsmeditation, analytische Meditation und Visualisierungsmeditationen lernten wir dabei kennen.

    Auch wenn wir gerne noch etwas mehr übers Meditieren erfahren und probiert hätten, war es für uns eine angenehme Zeit inmitten eines großen, schönen und sauberen Klostergeländes, wo wir das tägliche Treiben der Mönche und Nonne miterleben und uns selbst vom Trekking und Reisen etwas erholen konnten.
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    Christa Kuhn

    Beneidenswert diese Erfahrungen machen zu können

    5/22/22Reply
     

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