Emily Berlage

“To travel is to discover that everyone is wrong about other countries.” – Aldous Huxley
Living in: Deutschland

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  • Day105

    Eine Kreuzung, fünf Fußgängerstreifen, unzählige Menschen jeden Tag. In der Rushhour überqueren bis zu 10.000 Menschen die Alle-Gehen-Kreuzung Shibuya, sobald die Ampeln auf Grün schalten. Willkommen auf dem Times Square Tokyos!

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  • Day104

    Tokyo nachts um 1:00 Uhr. Unter der Woche wirkt die Mega-Metropole um diese Zeit wie ausgestorben. Vor mir hastet ein übermüdeter Anzugträger über die Straße, es waren wohl mal wieder Überstunden angesagt. In der ein oder anderen Bar wird noch auf das eigene Wohl getrunken. Taxis beherrschen das Geschehen auf der Straße. Taxis und die Straßenarbeiter, die zu dieser Stunde fleißig ihrer Arbeit nachgehen. Noch ein Anzugträger, aber sturzbetrunken. Da hatte der Chef wohl die Spendierhosen an. Ich hoffe nur für den armen Kerl, dass er in ein paar Stunden nicht schon wieder ins Büro hetzen muss.
    Mein Wecker klingelte heute Nacht um 0:30 Uhr, nach zwei Stunden Schlaf. Und nun laufe ich - völlig übermüdet - durch Japans Hauptstadt. Gefährlich ist das keineswegs, ich bin schließlich in Japan.
    Mein Ziel ist der Tsukiji Fischmarkt, der größte Fischmarkt der Welt mit 65.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von 4 Milliarden Euro. Die Größe des Fischmarktes beläuft sich auf 43 Fußballfelder. Aber einzig der Besuch des Fischmarktes reicht mir nicht, ich bin heiß auf die berühmte Thunfischauktion. Hier heißt es: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Frühaufsteher sind klar im Vorteil. Denn täglich werden nur 120 Besucher zu der Tunfischauktion zugelassen. Nach einer Stunde strammen Fußmarsches erreiche ich endlich den Fischmarkt. Ich bin die Sechste in der Reihe und stelle mich brav hinten an. Jetzt heißt es warten. Warten, bis die Auktion endlich losgeht. Warten bis 5:25 Uhr.
    Bei der Auktion geht es ausschließlich um den Nordpazifischen Blauflossen-Thunfisch. Diese Tiere können eine Größe von bis zu 3 Metern erreichen und bis zu 450 Kilogramm auf die Wage bringen! Für mich bis dato unvorstellbar.
    Die Zeit bis 5:25 Uhr vergeht mit gesprächigen Leidensgenossen glücklicherweise relativ schnell. Und hier kommen die Riesenfische! Die gefrorenen Thunfische kommen aus der ganzen Welt und liegen nun wie die Sardinen in der Büchse sorgfältig platziert nebeneinander in der eisigen Auktionshalle. Jeder Fisch ist mit einer Nummer versehen. Die potentiellen Käufer haben Zeit die Fische genauer unter die Lupe zu nehmen und sie auf Frische, Fettgehalt und Qualität zu untersuchen. Mit dem Läuten der Glocke beginnt der Spaß für mich und das Tagesgeschäft für die Interessenten. Alles geschieht über Handzeichen. Bereits nach zehn Sekunden wechselt der erste Thunfisch seinen Besitzer und nach fünf Minuten ist alles vorbei. Aber die nächste Auktion folgt sogleich. Jeden Tag werden ungefähr 100 Thunfische auf dem inneren Großhandelsmarkt von Tsukiji versteigert. Der Preis liegt bei durchschnittlich 300€ pro Kilogramm. Der Kilopreis des teuersten Thunfischs aber, der auf dem Tsukiji Fischmarkt und weltweit jemals verkauft worden ist, lag bei 6000€! Dieser 222-Kilo-Fisch ist im Jahre 2013 versteigert worden und schlug mit 1,5 Millionen Euro zu Buche. Unfassbar!
    Die Thunfischauktion war definitiv ein Highlight meiner Japan-Reise und alle Anstrengungen wert. Aber jetzt möchte ich nur eins: Schlaf nachholen. Ein bisschen Sushi darf es aber vorher noch sein und der größte Fischmarkt der Welt wartet schließlich auch noch auf mich.
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  • Day101

    Knapp 38 Millionen Menschen leben im Großraum Tokyos, etwa 9,2 Millionen im Kernbereich der Stadt. Das heißt also, dass ein Viertel der japanischen Bevölkerung auf knapp vier Prozent der Landesfläche lebt. Tagsüber halten sich mehr als 15 Millionen Menschen in der Mega-City
    auf. Das ist nahezu das Doppelte der normalen Stadtbevölkerung.

    Und ich mitten drin.

  • Day88

    Eine Reise durch Japan wäre nicht komplett ohne dem spirituellen Zentrum des Landes einen Besuch abzustatten - Kyoto. In dieser Stadt gibt es mehr als 1.600 Buddhistische Tempel und 400 Shinto Schreine. Kyoto ist also der "Place to be", wenn es darum geht sich spirituell mal so richtig auszutoben... Und die Hacken wund zu laufen! Es gibt so viele fantastische Dinge in dieser Stadt zu erkunden, dass es ein Leichtes ist den ganzen Tag mit Aktivitäten zu füllen. Und schwierig diese Aktivitäten auf einen einzigen Blog-Eintrag zu beschränken.Read more

  • Day88

    Die "Burg des weißen Reihers" steht schon seit Beginn meiner Japanreise auf meiner To-Do-Liste. Die weiße Burg aus dem 14. Jahrhundert gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist heute die am besten erhaltene und berühmteste Burg in ganz Japan. Und auf jeden Fall einen Besuch wert!

  • Day85

    Der Shintoismus in Japan - für mich anfänglich ein Buch mit sieben Siegeln. Naja so ganz stimmt das auch nicht. Die Basisreligion Japans verfügt nämlich weder über eine heilige Schrift, noch über eine festgelegte Lehre. Nicht einmal einen Gründer gibt es. Kein Wunder also, dass viele Reisende dieser Religion erstmal skeptisch gegenüberstehen.
    Der Shintoismus gilt als Naturreligion. Seine Anhänger verehren viele Gottheiten, die so genannten Kami. Ihre Zahl ist unbegrenzt. Alle Dinge, vor denen der Mensch Ehrfurcht haben kann, sind Kami, etwa ein Berg, ein See, der Regenbogen, Blitze, Donner, oder aber auch die Ahnen. Die Gläubigen streben nach Harmonie mit den Kami, schlechte Handlungen führen zu Unreinheit und Beschmutzung. Der Schrein ist die Kultstätte des Shintoismus und dient der Verehrung der einheimischen Gottheit. In Japan gibt es etwa 90.000 Shinto-Schreine. Im Regelfall wird in diesen ein heiliger Gegenstand aufbewahrt, der so genannte shintai („Gott-Körper“). Das markanteste Erkennungszeichen für einen Schrein ist das Torii, das Shintō-Tor, das vor jedem Schrein steht und die sakrale von der profanen Welt abgrenzt. Außerdem gibt es in jedem Schrein das Götterseil (shimenawa), das zumeist aus Reis­stroh hergestellt wird. Mit diesem Seil wird der Wohnort des Kami markiert.
    Nach Betreten des Schreins lassen sich festgelegte o-mairi beobachten, die der gläubige Japaner praktiziert. Angefangen mit der symbolischen Reinigung am Wasserbecken, nähert sich der Japaner dann dem Hauptgebäude. Hier findet sich eine Glocke, die geläutet wird, um den Kami auf sich aufmerksam zu machen. Der Japaner verbeugt sich zweimal tief und klatscht anschließend zweimal in die Hände, um dem Kami zu zeigen, wer vor ihm steht. Zum Beten werden die Hände gefaltet. Nach Beenden des Gebets bedankt der Gläubige sich beim Kami und verbeugt sich zum Abschied noch einmal tief.
    Unentbehrlich für die Finanzierung eines Schreins sind die so genannten Mikuji bzw. Omikiuji und die Ema. Das Mikuji / Omikiuji ist ein Orakel, welches sich für kleines Geld erwerben lässt. Ein positives Orakel wird mit Freude mit nach Hause genommen, ein ungünstiges Orakel wird auf dem Schrein-Gelände an einen dafür vorgesehenen "Kiefernzweig" gebunden, an dem das Unglück warten kann. Ema sind kleine, einseitig bedruckte Holztäfelchen. Die andere Seite lässt sich mit einem persönlichen Wunsch oder einer Danksagung beschriften. Das Ema wird schließlich an eine Wand des Schreins gehangen, an der hunderte andere Ema schon sehnsüchtig warten. Ist die Wand voll, so werden die Ema abgehängt und verbrannt, damit die Wünsche in den Himmel aufsteigen. Kleine Glücksbringer wie O-mamori (bestickte Stoffbeutelchen) oder Darum (Pappmaché-Figuren) lassen sich ebenfalls am Schrein erwerben und sind bei Reisenden beliebte Mitbringsel.
    Verlässt der gläubige Japaner den Schrein, so dreht er sich am Torii noch einmal und verbeugt sich in Richtung des Schreins.
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  • Day82

    In Japan findet man sie überall: Die Jizo-Figuren. Doch wer oder was sind diese mönchsähnlichen Figuren mit ihren kahl geschoren Köpfen, meistens bekleidet mit Lätzchen oder Ketten? Was hat es mit ihnen auf sich?
    Ein Jizo gilt als Retter der Seele eines früh verstorbenen sowie ungeborenen Kindes, ob Fehlgeburt oder Abtreibung. Ein zu früh verstorbenes Kind trägt den Namen „mizuko“ („Wasserkind“). Laut Erzählungen ist die Seele eines Wasserkindes alleine nicht fähig, den Fluss der Unterwelt zu überqueren. Der Jizo begleitet dieses ins Jenseits. Sonst wäre es auf ewig zwischen dem Diesseits und Jenseits gefangen.Read more

  • Day81

    Die kleine Insel vor Hiroshima ist Weltkulturerbe und das auf keinen Fall zu Unrecht: Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen, weiten Meer. Das Panorama, das sich mir nach dem mühsamen Aufstieg auf den Mount Misen bietet, ist sagenhaft. Die Hauptattraktion ist aber wohl der "floating shrine". Das riesige Torii-Tor ist nur bei Flut von Wasser umgeben, bei Ebbe kann es von der Insel zu Fuß erreicht werden.Read more

  • Day80

    Hiroshima - heute eine moderne und lebendige Stadt mit tollen Restaurants, interessanten Menschen und grünen Parkanlagen. Auf den ersten Blick erinnert nichts mehr an den Morgen des 6. August 1945. Der Morgen, an dem "Little Boy" Hiroshima fast vollständig auslöscht. Es ist das erste Mal, dass eine Atombombe über bewohntem Gebiet explodiert. Mindestens 155.000 Menschen sterben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. 80% der Stadt liegen in Trümmern. Bis heute sterben Menschen an den Spätfolgen von "Little Boy".Read more