Emily Berlage

📍MYS “To travel is to discover that everyone is wrong about other countries.” – Aldous Huxley
Living in: Deutschland

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  • Day285

    Die letzten Wochen war es ziemlich ruhig um mich. Möglicherweise zu ruhig. Viel hat sich in dieser Zeit getan.
    Diese Zeit habe ich auf der kleinen, zu Malaysia gehörenden Insel, Mabul verbracht, um meinen PADI Divemaster zu absolvieren. Handy, Mac & Co. sind dauerhaft im Rucksack verschwunden. Die Zeit für stundenlange Gespräche über Skype blieb nicht. Die Kreativität für neue Artikel fehlte. Diese digitale Entgiftung gepaart mit einer Reisepause für sechs Wochen kam mir gerade recht. Sechs Wochen, in denen der Rucksack unberührt in der Ecke verschwunden ist. Sechs Wochen, in denen nicht einmal die Fragen aufkamen wo ich die folgenden Nächte verbringen, wem ich auf meiner Reise begegnen oder was das nächste Ziel werden würde. Sechs Wochen, in denen sich mein Radius auf die 800m lange und 500m breite Insel Mabul beschränkte.
    In dieser Zeit durfte ich mich im Bereich des professionellen Tauchens weiterbilden. Ich habe viel über die Unterwasserwelt des Indopazifiks gelernt, bin an meine Grenzen gegangen und über mich hinausgewachsen. Es gab gute und schlechte Tage. Hochs und Tiefs. Doch schlussendlich darf ich mich nun offiziell als PADI Divemaster betiteln!
    In dieser Zeit sind neue Freundschaften entstanden, es wurde zusammen gelacht und zusammen geweint. Die Abende auf Mabul waren simpel, wunderschön und unvergesslich. Ob wir nun den Sonnenuntergang am Strand genießen, bei einem Bier und Gitarrenmusik zusammensitzen oder beim Kartenspielen doch mal lauter werden - Ja, die Abende auf Mabul bleiben in Erinnerung. Der Divemasterkurs bleibt in Erinnerung. Und das Leben auf Mabul möchte ich nicht mehr missen. Nun geht es erstmal nach Singapur: Weihnachtsshopping ist angesagt! Doch schon in wenigen Tagen zieht es mich zurück auf die kleine Insel im Indopazifik, diesmal für eine längere Zeit. Ich trete meinen Job als Divemaster an! Dann wird die Makrowelt um Mabul wieder unsicher gemacht!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day243

    Die Sonnenaufgänge hier auf Mabul sind mit die Schönsten!

  • Day231

    Ich sitze an der nördlichsten Spitze Borneos. Vor mir nichts als das offene Meer. Hier trifft die Sulusee auf das Südchinesische Meer, hier ließ Ferdinand Magellan im 16. Jahrhundert die Flotte während seiner Weltumsegelung 42 Tage lang ankern. Und hier realisiere ich wieder einmal wie klein wir doch sind.

  • Day229

    Eine gurkenförmige Nase, ein überdimensional dicker Bauch und ein spektakuläres Imponierverhalten zeichnen Borneos Nasenaffen aus. Sie gelten nicht als Adonis des Regenwaldes, doch gerade dies macht sie umso interessanter. Leider gehört auch diese Affenart, die ausschließlich auf Borneo lebt, mittlerweile zu den bedrohten Tierarten.

  • Day228

    "Orang-Utan, Orang-Utan!", ruft Shaa freudig und lenkt unser kleines Motorboot in Richtung Ufer. Hoch oben in den Baumkronen sitzt er. "Das muss Otai sein, eins der hier lebenden Orang-Utan-Männchen. Lange Zeit habe ich ihn nicht zu Gesicht bekommen. Umso schöner, das es ihm gut geht.", sagt Shaa erleichtert.
    Utai zeigt sich wenig interessiert. Er sitzt auf seinem Ast und kehrt uns den Rücken zu. Wohl keine Lust auf solch neugierige Nasen.
    Orang-Utans leben nur in den Regenwäldern des indonesischen Sumatras und auf Borneo. Die "Waldmenschen" ähneln uns zu 97%. Umso schrecklicher, dass der Mensch der einzige natürliche Feind unseres nahen verwandten ist. Zur Zeit gibt es noch schätzungsweise zwischen 6.000 und 9.000 Orang-Utans auf Borneo, Tendenz sinkend und Lebensraum schwindend. In zehn bis 20 Jahren schon könnte ihr gesamter Lebensraum zerstört sein.
    Ob sich Otai der Gefahr bewusst ist?
    Wir wollen schon fast weiterschippern, da dreht sich das Affenmännchen doch noch einmal zu uns um. Und ein Blick sagt bekanntlich mehr als 1.000 Worte. Das ist bei den Waldmenschen nicht anders.
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  • Day227

    Orang-Utans, Nasenaffen, Borneo-Elefanten - es gibt nur einen Flecken auf dieser Welt, wo man all diese Tierarten beobachten kann: am Fluss Kinabatangan im malaysischen Teil Borneos. Das Gebiet um den Kinabatangan River umfasst tropische Wälder, Altarmseen, Sumpfgebiete. Über 500 Kilometer schlängelt sich dieser Fluss ins Landesinnere und an seinem Ufer kann fast die gesamte Tierwelt Malaysias beobachtet werden. Aus traurigem Grund: Nicht weit vom Fluss entfernt erstrecken sich die endlosen Palmölplantagen, die die exotischen Waldbewohner Borneos immer weiter zum Fluss drängen und ihnen Stück für Stück den Lebensraum nehmen. Die Ölpalme ist bis heute die dominierende Einkommensquelle der Region und nur langsam entwickelt sich das Bewusstsein, dass die verbliebenen Waldgebiete Sabahs geschützt werden müssen.Read more

  • Day226

    Ein paar wenige Tage verbringen wir bei Maria und ihrer Familie in ihrem bescheidenen Heim in Sukau direkt am Fluss. Zusammen mit Maria, ihrem Mann, ihrer in die Jahre gekommenen Mutter, ihren Brüdern sowie Schwägerin und ihrem Neffen hausen wir in einer einfachen, aber gemütlichen Holzhütte. Hühner, Gänse und Katzen gackern, schnattern und miauen den ganzen Tag wild drauf los, immer auf der Hut vor den Krokodilen, die im Kinabatangan River auf Beutejagd sind. "Zwei Enten haben wir in den letzten Monaten verloren", sagt Marias Mann und kann sich ein Lächeln dabei jedoch nicht verkneifen.
    Maria setzt sich aktiv für den Schutz des verbliebenen Waldes in Sabah ein und zusammen mit ihren Brüdern Mus und Shaa gibt sie ihr großes Wissen über die reiche Tier- und Pflanzenwelt in und um den Fluss Kinabatangan an ihre Gäste weiter. Zusätzlich verwöhnt sie diese mit ihren brillanten Kochkünsten.
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  • Day225

    Und Hallo "Festland"! In zwei Wochen schon werde ich zurück sein, um meinen Divemaster in Angriff zu nehmen. Bis dahin wartet der Dschungel auf mich.

  • Day224

    Malaysias einzige ozeanische Insel erhebt sich 700 Meter über dem Meeresgrund und ist mit nur 12 Hektar Größe wahrlich winzig: Sie lässt sich in nur 25 Minuten zu Fuß umrunden. Die gewaltige Vielfalt an Meerestieren, die es aus den Tiefen des Meeres an die Oberfläche zieht, ist atemberaubend. Umgeben von kristallklarem Wasser ist dies eine Fundgrube für einige der schönsten Meerestierarten.
    Vom seichten Gewässer rundum Sipadan schwimmen wir zum Drop-Off, wo ein 600 Meter Steilhang uns in der Unterwasserwelt begrüßt. Gleitet gerade noch ein Thunfisch mit angsteinflößenden Zähnen an uns vorbei, geraten wir im nächsten Moment schon in einen wirbelnden Strudel Barrakudas. Der Jackfishschwarm lässt auch nicht lange auf sich warten.
    Egal in welche Richtung wir schwimmen, überall sehen wir Schildkröten, kauend an den Schwämmen und Algen, oder faulenzend an den Felsvorsprüngen. Die Korallenriffe Sipadans sind gesund und beherbergen eine atemberaubende Makrovielfalt. Unter uns das tiefe Blau. Der gewünschte Hammerhai zeigt sich uns aber leider nicht, aber dafür sorgen seine kleineren Kollegen dafür, dass uns nicht langweilig wird. Das Tauchen in Sipadan ist einmalig - leider auch einmalig teuer.
    Fotos: Zahoor Khan (Zu Weihnachten hätte ich dann bitte auch ein Unterwassercase für meine Kamera :D)
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  • Day219

    Nach den kulinarischen Enttäuschungen in Myanmar und auf den Philippinen bin ich hier auf Borneo endlich im Paradies angekommen! Vor ein paar Stunden noch mit den Kameraden getaucht, landen sie zum Abendessen frisch zubereitet auf meinem Teller.