• Gisela Hartmann
  • Andreas Hartmann
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  • Andreas Hartmann

CamperVan-Tour durch 8 Länder

Unsere Tour startet am 30.03.2023 über die Schweiz, Italien, Griechenland, Albanien, Montenegro, Kroatien, Slowenien, Österreich und nach 3-4 Monaten zurück nach Deutschland. Okumaya devam et
  • Fahrradtour zur Burg Rozafa in Shkodra

    2 Temmuz 2023, Arnavutluk ⋅ ☀️ 25 °C

    Die ersten 8 Kilometer geht es auf dem Seitenstreifen der Hauptstraße entlang. Zum Sonntag ist allerdings nicht viel Verkehr. Vermutlich liegen alle am Strand, denn nach dem Unwetter gestern Abend strahlt heute wieder die Sonne. Ganz erstaunt sind wir über einen tollen Fahrradweg, der an der Umgebungsstraße errichtet ist. Auf dem Weg liegen viele Hinterlassenschaften von Ziegen und dann sehen wir sie im Schatten liegen. Unser Ziel ist die Burg Shkodra (Rozafa). Sie ist eine der wichtigsten Burgen Albaniens und das wichtigste touristische Objekt in der Stadt. Die Burgruine erhebt sich auf einem felsigen Hügel westlich von Shkodra, umgeben von den Flüssen Buna, Drin und Kir. Mit Ausnahme der Befestigungsmauern, die hauptsächlich aus venezianischer Zeit stammen, sind die meisten Gebäude der Burg, zu denen auch die umgewidmete Kirchenmoschee St. Stephan zählt, zerstört. Der Zugang zur Burg führt durch mehrere Tore und die wuchtige Außenmauer. Das davon eingeschlossene Areal umfasst drei Höfe, die durch gesicherte Mauern voneinander abgetrennt waren. An mehreren Stellen kann die Außenmauer bestiegen werden. Von dort gaben wir eine fantastische Aussicht über die Stadt Shkodra und den Skutarisee.
    Wir fahren noch einmal zur Fußgängerzone, denn dort gibt es eine Eisdiele mit leckerem Eis, das wir auch gestern schon genossen haben. Und dann machen wir uns auf den Rückweg und verbringen den Abend nach einem erfrischendes Bad im See am Van.
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  • Willkommen in Montenegro

    3 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ ☀️ 29 °C

    Zum Abschluss von Albanien gönnen wir uns im Restaurant vom Lake Shkodra Resort noch ein Frühstück mit Blick auf den Shkodra-See. Danach heißt es wieder mal packen. Dabei brennt die Sonne bei 32 °C, so dass wir ganz schön ins Schwitzen kommen. Es geht los Richtung Shkodra an einem wunderschönen Lavendelfeld vorbei. Bis zur Grenze nach Montenegro in Muriqan sind es nur 27 km. Nach 1.200 Kilometern und 18 Tagen verlassen wir Albanien und sind hoffentlich nicht zum letzten Mal hier gewesen.
    Artig wollten wir unsere Pässe und die Fahrzeugpapiere vorlegen, aber uns wurde nur ein kurzes "Go, go" entgegen geschmettert. Und so hat es keine 10 Minuten gedauert und wir waren eingereist. Und so steuern wir die südlichste Stadt Montenegros an, Ulcinj. Hier herrscht ziemlich viel Verkehr und wir halten die Augen offen, wo wir eine Sim-Karte für unser Telefon kaufen können. Fündig werden wir an einem Kiosk. Das Datenvolumen von 500 GB, gültig für 15 Tage, kostet nur 15 €. Montenegro gehört zwar nicht zur EU, aber offizielle Währung ist seit 2003 der Euro.
    Da wir erst einmal aus der Stadt raus wollen, fahren wir einfach eine Straße entlang und gelangen so an den Strand von Valdanos. Hier gibt es eine große Wiese als Parkplatz. Am Strand sind einige Liegen und eine Strandbar. Hier in der Bucht plante das jugoslawische Verteidigungsministerium eine Marinebasis. 1978 wurden mehr als 94.000 Quadratmeter Land für den Bedarf der Militärbasis beschlagnahmt, auf der 18.000 Olivenbäume standen.
    1980 wurde mit dem Bau eines Militärresorts begonnen, dessen offizielle Eröff6nung am 26. April 1983 stattfand. Je nach Status oder Mitteln wurde den Urlaubern die Möglichkeit gegeben, den Grad des Komforts zu wählen. Auf dem Gelände des Erholungsheims wurden ein Zeltlager eingerichtet und 150 Wohnwagen aufgestellt sowie 78 Fertigbungalows. Jugoslawische Armeeoffiziere und wohlhabendere Besucher konnten die 29 Doppelhäuser als Wohnraum nutzen. 1995 gab es erneut Überlegungen, den Marinehafen zu bauen. Glücklicherweise kam dieses Projekt nicht zustande.
    Das Militärrasthaus existierte bis zur Abspaltung Montenegros im Jahr 2006. Mit der Veränderung der Situation wurde sofort klar, dass es unmöglich war, die Auslastung aufrechtzuerhalten, und dass dies keinen Gewinn brachte. Im Sommer 2007 waren in den Ferienhäusern Valdanos letztmalig Besucher. Seitdem verfällt das gesamte Gelände. Und auch hier können wir ungehindert von irgendwelchen Bauzäunen hindurch spazieren. Da wir hier übernachten, genießen wir den Sonnenuntergang über dem Meer.
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  • Trubelige Küste und ruhige Bergwelt

    4 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ 🌙 23 °C

    Wir verlassen unsere schöne Wiese am Valdonas Beach und fahren durch die größten und ältesten Olivenbaumplantagen Montenegros. Viele Olivenbäume sollen eintausend Jahre alt sein, einige sogar bis zu zweitausend. Die vielen verknöcherten Baumstämme könnten das vielleicht bestätigen. Nach einer kurzen Strecke kommen wir wieder nach Ulcinj. Überall ist zu lesen, dass der Besuch der Altstadt Ulcinj ein Muss ist. Und auch für einen Strandtag wäre Ulcinj genauso der perkekte Ort dafür. Vor der Altstadt liegt Mala plaza bzw. der Kleine Strand von Ulcinj. „Korzo“, der lokale Name für die Promenade, trennt den Strand von den zahlreichen Cafes und Pizzerien. Um dorthin zu gelangen, gehen wir eine Straße hinunter, links und rechts nur Souvenirläden. Durch das Südtor erreichen wir die Altstadt. Der Blick von dort oben auf die Stadt ist schön. In der Altstadt selbst gibt es viele Restaurants und Hotels. Insgesamt ist der Rundgang etwas enttäuschend. Nur knapp 30 Kilometer weiter erreichen wir über die schöne Panoramastraße den drittgrößten Ort Montenegros Bar. Wir schlendern über eine schön angelegte Strandpromenade bis zum Jachthafen. Aber richtig beeindruckend ist die herrliche Kathedrale von St. John Vladimir. Die zentrale goldene Kuppel ist 40 m hoch und mit einem fast 400 kg schweren goldenen Kreuz gekrönt. In der 2016 eröffneten orthodoxen Kathedrale ist jeder Quadratmeter mit bunten Fresken und Ikonen Bildern bemalt. Die Bilder spiegeln viele verschiedene biblische Geschichten wider. Nach einem Einkauf in einem riesigen Supermarkt nehmen wir die kleine Panoramastraße nach Virpazar am Ufer des Skutarisees. Zum Glück ist nur wenig Verkehr, aber sobald doch ein Auto entgegen kommt, muss eine der wenigen Ausweichstellen angesteuerrt werden. Wir sind nun am Shkodarsee auf der Seite Montenegros. Die Grenze zu Albanien verläuft im See. Die Ausblicke auf den See sind immer wieder grandios. In Virpazar werden wir sofort angesprochen, denn hier gibt es unzählige Schiffe, die eine Rundfahrt auf dem See unternehmen. Wir fahren weiter in die Berge. Die Straße ist wieder so schmal und es gibt kaum Parkmöglichkeiten. Schlussendlich finden wir doch eine Möglichkeit, wo wir die Nacht verbringen können mit Blick auf die Berge und die Ausläufer des Sees.Okumaya devam et

  • Zwei Panoramastraßen

    5 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ ☁️ 21 °C

    Auf der kleinen Panoramastraße kommen wir zum Aussichtspunkt Pavlova Strana. Von hier haben wir einen fantastischen Blick auf die Schleife des Flusses Crnojević
    vom Skutarisee. Zwei Drittel des 48 Kilometer langen und 14 Kilometer breiten Gewässers gehören zu Montenegro, während sich der Rest des Skutarisees im Nachbarland Albanien befindet. Im Lake Shkodra Resort waren wir ja auf der albanischen Seite. Mit dieser enormen Größe ist er der größte See der Balkanhalbinsel und je nach Jahreszeit und Wasserstand auch der größte See in Südeuropa. Bis zu diesem Aussichtspunkt kommen uns auf der eigentlich einspurigen Straße immer wieder Fahrzeuge entgegen. Das heißt immer, dass einer bis zur Ausweichstelle zurücksetzen muss. Aber es funktioniert. Die Hauptstadt Podgorica lassen wir links liegen, denn wir wollen zur nächsten Panoramastraße durch das Morača-Tal. Hier ist die Straße breiter und gut asphaltiert. Dafür gibt es natürlich auch mehr Lkw-Verkehr. Der Fluss Morača entspringt am Nordhang des 2226 m hohen Berges Kapa Moračka in der Gemeinde Kolašin und fließt dann 99,5 km vorwiegend nach Süden, durchquert die Hauptstadt und mündet schließlich bei Vranjina in den Skutarisee. In ihrem Oberlauf ist die Morača ein reißender Gebirgsfluss, der zahlreiche Schluchten durchquert. Wenige Kilometer nördlich der Morača-Schlucht liegt das kleine Kloster Morača, das wir uns anschauen. Der gesamte Komplex ist von einer hohen Mauer eingefasst. Die Kapelle ist reich mit Fresken bemalt. Eigentlich wollten wir am Fluß auf einen Campingplatz, aber die Zufahrt ist so schmal und steil und dann noch links und rechts mit dornigen Sträuchern versehen, so dass wir umdrehen. Kurz vor Kolašin stoppen wir auf der Passhöhe in 1.060 Metern am Restaurant Crkvine und essen sehr gut und günstig mit Blick auf die Berge. Dann finden wir ein Parkplatz am Sportzentrum im Wintersportort Kolašin, der im Sommer sehr verschlafen sein soll. Doch davon keine Spur. Hier findet ein großes Sportevent statt, die ganze Stadt ist voll von Menschen. Auf dem Hauptplatz steht eine Bühne, wo Livemusik gespielt wird. Ringsherum sind kleine Bierstände aufgebaut und die Kneipen sind voll. Das Spektakel dauert dreiTage.Okumaya devam et

  • Tara-Schlucht und Durmitor NP

    6 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ ☀️ 13 °C

    Am Morgen ist die Sportveranstaltung schon wieder im vollen Gange, als wir noch einmal in die Stadt hochgehen. Unser Ziel ist die Touristeninformation, denn in Montenegro muss sich jeder eigentlich innerhalb von 24 Stunden anmelden. Normalerweise wird dies von den Hotels erledigt. Wir müssen dies nun selbst übernehmen. Bei der Registrierung sollen wir angeben, wie viele Nächte wir in Montenegro verbringen und außerdem sollen wir uns in jeder Gemeinde, in der wir übernachten, neu anmelden. Als Zeitraum geben wir 15 Tage an und da wir nicht wissen, wo wir überall landen, ist jetzt Kolašin als Standort angegeben. Dann wird noch eine Kurtaxe von einem Euro pro Person und Nacht fällig und schon haben wir ein offizielles Papier mit Stempel in der Hand. Darauf gehen wir einen Kaffee trinken. Ein älterer Herr spricht uns in deutsch an, er hat es vor 40 Jahren in der Schule gelernt. Von ihm erfahren wir, dass an dem Sportfestival über 2000 junge Leute aus Serbien, Bosnien und Montenegro teilnehmen in den Sportarten Leichtathletik, Fußball, Basketball und Handball.
    Schon vor Kolašin sind wir am Tara-Fluss entlang gefahren. Heute geht es weiter bis zur Tara-Schlucht. Doch Blacky erhält vorher noch eine längst fällige Wäsche. Der Fluss schlängelt sich bis an die bosnische Grenze, vereint sich dort mit der Piva und gemeinsam bilden sie die Drina. Ein Großteil des Flusslaufes steht unter dem Schutz der UNESCO. Über eine etwas breitere Hängebrücke können sogar Autos passieren, wie wir selbst erleben. Im letzten Abschnitt des Tara werden immer wieder Rafting- und Kajakfahrten angeboten. Die Durdevića-Tara-Brücke überspannt den Fluss auf 350 Metern in einer Höhe von 150 Metern. Getragen wird die 1940 erbaute Brücke von vier kleinen und einem großen Bogen. Hauptattraktionen sind die auf beiden Seiten gespannten Ziplines, mit denen man über das Tal fliegen kann. Man ja, aber nichts für uns. Eigentlich wollten wir in Žabljak übernachten, aber der Ort hat uns überhaupt nicht gefallen, auch wenn ihn 23 Berggipfel und viele kleine Seen umgeben. So fahren wir doch lieber schnell weiter Richtung Durmitor-Nationalpark. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Polizei hält Andreas wegen zu schnellen Fahrens auf der Landstraße an. 70 km/h waren erlaubt, gemessen wurden 94 km/h. Und das stimmt wohl auch. Doch da wir sofort bezahlen, werden statt 50 Euro nur 34 Euro fällig. Das ist ja direkt noch preiswert im Gegensatz zu anderen Ländern. Die Zeiten aus Griechenland und Albanien, wo sich niemand an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, sind vorbei. In den beiden Ländern haben wir auch die ganze Zeit nicht so viele Polizisten gesehen, wie hier in den paar Tagen. Auf der jetzt folgenden kleinen Straße zum imposantesten Gebirgszug Montenegros können wir sowieso nicht so schnell fahren. Seit 1952 ist das Durmitor-Bergmassiv ein Nationalpark und seit 1980 in die Weltkultur- und Weltnaturerbeliste der UNESCO aufgenommen. Das Gebirge ist ein Hochplateau, aus dem 48 Spitzen über 2000 Meter hinaufragen. Kurz hinter dem in 1960 Metern Höhe liegenden Sedlopass finden wir eine gute Stelle, relativ gerade zum Übernachten. Natur pur ohne Internet.
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  • Hohe Berge - enge Schlucht

    7 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ 🌙 20 °C

    Nachdem wir schon Besuch von drei Kühen hatten, kommt um kurz vor 8 Uhr der Nationalparkranger vorbei und kassiert die Nationalparkgebühren (pro Person fünf Euro und fürs Übernachten drei Euro). Über die Hochebene fahren wir durch die faszinierende Berglandschaft. Sonne und tiefhängende Wolken wechseln sich ab, so dass die Sicht manchmal nur 50 Meter beträgt. Dann klart es wieder auf und der Blick auf die Berge und blühende Bergwiesen ist wieder frei. Wir nähern uns dem Piva Stausee und stoppen am ersten Aussichtspunkt. Am Ende windet sich die Serpentinenstraße oftmals in dunklen Tunneln nach unten.
    Der größte Stausee Montenegros überflutet die Kleinstadt Plužine, die in einem weitläufigen, tiefen Tal lag. Ihre Einwohner wurden in das am Ufer des Stausees neu errichtete Plužine umgesiedelt. Und jetzt wird dort eine neue Kirche mit goldenen Kuppeln errichtet. Die Schlucht ist sehr schmal und sehr tief. Die schroffen, fast kahlen Felswände ragen hoch empor und die Straße schlängelt sich entlang des smaragdgrünen Wassers. Auf dem Weg bis zur Grenze nach Bosnien-Herzogowina fahren wir innerhalb von 17 Kilometern durch 55 Tunnel. Manchmal sind es nur kurze Durchbrüche und dann dunkle Tunnel bis zu 600 Meter lang. An der Mratinje-Talsperre stoppen wir kurz und blicken die 220 m hohe Staumauer hinunter. Ein kleines Stück weiter überspannt die Mratinje-Brücke die Schlucht und bietet ein spektakuläres Panorama. In Plužine nehmen wir einen kleinen Imbiss zu uns und als wieder der Regen am Nachmittag einsetzt, fahren wir doch weiter. Am Slansko Stausee finden wir einen Platz für die Nacht.
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  • Kloster Ostrog

    8 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir verlassen den Slano-See über den Damm. Der See wurde 1950 geschaffen, um den Bedarf des Wasserkraftwerks Perucica zu decken. In Nikšić steht auf einem kleinen Hügel die Ruine der Festung Bedem. Die schauen wir uns an. Außer uns gibt es keine weiteren Besucher. Das ganze Areal sieht etwas ungepflegt aus und wird von Pflanzen überwachsen. Ursprünglich hatte die Festung sechs Türme und war mit mehreren Dutzend Kanonen bewaffnet. Die letzte Schlacht an den Mauern der Bastion wurde 1878 ausgetragen. Von hier ist es nicht weit bis zum Kloster Ostrog. Wieder geht es auf einer schmalen Serpentinenstraße nach oben. Und dann müssen wir das letzte Stück zu Fuß gehen, einerseits über viele Stufen oder über eine weitere Serpentinenstraße. Das Kloster Ostrog ist eine der wichtigsten Pilgerstätten Montenegros. Hier treffen sich Orthodoxe, Christen und Muslime zum Gebet. Neben der Architektur gibt es einen tollen Ausblick auf die Bjelopavličko-Ebene.
    Als wir durch den Eingang des Klosters traten, fallen uns sofort die vielen Decken und Teppiche auf, die sich im Klostergemäuer stapeln. Viele Decken und Teppiche sind ausgebreitet für die vielen Pilger, die hier sogar eine Nacht unter freiem Himmel verbringen. Das Kloster Ostrog besteht aus zwei kleinen Kirchen, die in den Höhlen erbaut wurden. Eines dieser Gotterhäuser verbirgt bis heute die Überreste des Heiligen Vasilije. In dieser Grabstätte hat der Erbauer des Sakralgebäudes seine letzte Ruhe gefunden. Der Gläubige lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1671 an diesem Ort. Der Sarg befindet sich in einem kleinen gedrungenen Raum, in dem der Sarg die komplette Längsseite einnimmt. Nur durch eine niedrige schmale Tür werden wir mit 4-5 anderen Personen hinein gelassen. Vor dem Sarg sitzt ein Abt und hält Wache. Es ist ein ganz komisches Gefühl und nach ein paar Sekunden sind wir wieder draußen. Dort durften natürlich keine Fotos gemacht werden.
    Während des Zweiten Weltkriegs warfen Faschisten eine Bombe auf das Haus. Diese Bombe zerbrach zwar in zwei Teile, explodierte jedoch nicht. Dieses Ereignis gilt ebenfalls als Beweis für die Heiligkeit von Vasilije. Deshalb wird die Bombe bis zum heutigen Tage in dem Kloster aufbewahrt. Auf der Straße nach Danilovgrad geht es zügig bergab. Und dann kommen wir auf die zweispurige Straße nach Podgorica. Doch soweit fahren wir nicht, wir biegen vorher ab, um zum Weingut Purple Eye Estate - Camp and Pitch at Winery Jokaš zu gelangen. Hier können wir direkt vor den Weinreben parken und übernachten.
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  • Ein Tag zum Relaxen

    9 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ ☀️ 30 °C

    Es gefällt uns zwischen den Weinreben so gut, dass wir noch einen Tag auf dem Stellplatz am Weingut bleiben. Bei 35 °C sitzen wir unter der Markise und planen unsere weiteren Tage. Zum Mittag macht uns Andreas einen schönen Salat. Und am Abend lassen wir uns bekochen. Es gibt erst eine Gemüse-Suppe, dann Kartoffel-Auberginenauflauf mit Koteletts und Hähnchenfilet, dazu selbst gemachtes Foccaccia. Als krönenden Abschluss bekommen wir noch einen selbst hergestellten Apfelstrudel. Und das alles aus Bio-Anbau. Dazu natürlich einen Rotwein vom Weingut. Alles super lecker.Okumaya devam et

  • Bootstour und Mausoleum

    10 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ 🌙 19 °C

    Gestern haben wir ja unsere weitere Tour geplant. Der Plan heute ist grobe Richtung nach Kotor zu fahren. Dabei kommen wir fast automatisch am Skutarisee vorbei und deshalb entschließen wir uns, noch einmal einen Schlenker nach Crnojevića zu machen. Denn dort starten die Boote zur einer Tour. Als erstes müssen wir die Gebühr für den Nationalpark von fünf Euro pro Person entrichten, bevor wir ins Boot steigen dürfen. Wir haben eine Privattour nur für uns beide gebucht. Die Tour führt uns um die Flussschleife herum, die wir vor einigen Tagen schon von oben gesehen haben, bis zum eigentlichen See. Zwischendurch fahren wir durch Seerosen und Schilf und begegnen dabei zahlreichen Vögeln. Auch ein Pelikan zieht vor uns seine Runde. Wieder zurück am Van geht unsere Fahrt weiter zum nächsten Nationalpark Lovćen. Der Lovćen liegt südöstlich der Bucht von Kotor. Durch das Karstgebirge gelangen wir immer höher. Auf dem Gipfel Jezerski Vrh befindet sich ein über allen anderen montenegrinischen Denkmälern stehendes Monument. Das Mausoleum von Peter II. Petrović Njegoš, dem montenegrinischen Herrscher und einem der bedeutendsten Dichter des serbischen Sprachraums. Erst einige Jahre nach seinem Tod wurde Njegoš 1854 dort beigesetzt. Am Eingang des Mausoleums stehen zwei Karyatiden, im Keller steht dann der Marmorsarg. Aber das eigentliche Highlight für uns ist das grandiose Panorama. Dann steigen wir wieder die vielen Stufen hinab. Richtung Kotor stoppen wir an einem Aussichtspunkt und sehen hinab in die Bucht, die sich bis zum Meer schlängelt. Der perfekte Platz für die Nacht.Okumaya devam et

  • 25 Serpentinen bis Kotor

    11 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ ☀️ 29 °C

    Noch einmal genießen wir im Morgenlicht das Panorama auf die Kotor-Bucht. Dann geht es über eine schmale eigentlich einspurige Straße hinunter. Immer wieder müssen wir oder das entgegen kommende Fahrzeug in eine Ausweichbucht zurücksetzen, damit wir passieren können. Dabei sind 25 enge Kehren zu bewältigen. Wir sind froh, als wir diese hinter uns gebracht haben. Die Aussicht ist immer grandios. In Kotor haben wir einen Stellplatz rausgesucht, der direkt an einem kleinen Kieselstrand liegt und nur 500 Meter von der Altstadt entfernt ist. Für 20 Euro/24 h haben wir direkten Blick auf die Bucht. Bei 35 °C genießen wir erst einmal eine Abkühlung im Meer. Als die beiden Kreuzfahrtschiffe Kotor verlassen, machen wir uns auf in die Altstadt zu einem ersten kleinen Rundgang. Morgen bleiben wir auch noch hier. Auf dem Weg zum Van kehren wir im Restaurant MARENDA steak house ein. Das gefüllte Schweinefilet und der Salat sind wirklich lecker.Okumaya devam et

  • Bootstour durch die Bucht von Kotor

    12 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ ☀️ 32 °C

    Gestern Abend haben wir noch eine Bootstour für heute 9 Uhr gebucht. Mit einem ungarischen Ehepaar und ihrer Tochter sowie einem weiteren Pärchen geht es los. Früh morgens hat das fünfmastige und zurzeit drittlängste Segelschiff weltweit, die Royal Clipper geankert, wir kommen direkt an ihr vorbei. Weiter draußen in der Bucht liegt ein riesiges Kreuzfahrtschiff, die Celebrity Beyond. Nun steuern wir auf zwei kleine Inseln zu, die Insel St. George und die Insel "Unserer Lieben Frau auf dem Felsen". Die Insel Gospa od Škrpjela (Unsere Liebe Frau auf den Felsen) ist eine künstliche Insel – die einzige ihrer Art in der Adria - die von den Einwohnern von Perast geschaffen wurde, um eine Kirche zu bauen und darauf das Bild der Jungfrau Maria zu platzieren, die auf geheimnisvolle Weise dreimal aus der Stadt zu dem Felsen zurückkehrte, der aus dem Wasser herausragte. Sie begannen Felsbrocken aufzuschütten und erbeutete türkische Schiffe zu versenken. Allein bis 1603 wurden zu diesem Zweck über 100 mit Steinen gefüllte Segelschiffe versenkt. Die erste Kirche der Insel wurde im 15. Jahrhundert gebaut. Zusammen mit der Ausdehnung der Insel im Jahr 1630 wurde hier die jetzige Kirche gebaut. Nach diesem kurzen Stopp geht die Fahrt weiter durch die engste Stelle der Bucht, wo es auch eine Fährverbindung von der einen auf die andere Seite gibt, und hinaus aufs offene Meer. Und wir sehen eine weitere kleine Insel mit dem Mamula fortress (Fortín De Lastavica). Dabei handelt es sich um eine ehemalige Gefängnisinsel. Eine Besichtigung ist uns nicht möglich, da die Festung zu einem Luxushotel umgewandelt wurde. Nur ein kleines Stück weiter kommen wir zur blauen Grotte (Blue Cave) und mit uns etliche andere Boote. Aber das Wasser ist kristallklar und schimmert leuchent blau im Sonnenlicht. Viele Passagiere nutzen die Gelegenheit zum Schwimmen in der Grotte. Aber das Wasser ist sehr kühl, so dass wir darauf verzichten. Und auch weil es keine Möglichkeit gibt, die nassen Badesachen auszuziehen. Die Rückfahrt ist dieselbe Strecke und doch hat man aus der anderen Perspektive auch wieder andere Ausblicke. Zum Abschluss der Tour fahren wir in einen alten U-Boot-Bunker rein, ein Relikt aus Zeiten des kalten Krieges. Er wurde gebaut, um U-Boote zu beherbergen und vor feindlichen Angriffen zu schützen. Nach drei Stunden kehren wir nach Kotor zurück.Okumaya devam et

  • Altstadt von Kotor

    12 Temmuz 2023, Karadağ ⋅ ☀️ 31 °C

    Nach unserer Bootstour beginnen wir unseren Rundgang durch die Altstadt von Kotor. Auf Empfehlung von Claudia stärken wir uns im BBQ Tanjga. Gestern Abend hatten wir hier schon geschaut, aber die Schlange und Wartezeit war einfach zu lang. Denn das ist mehr ein Imbiss, als ein Restaurant. Vor der gut gefüllten Fleischtheke suchen wir uns ein Ribeye-Steak aus, das es in unterschiedlichen Größen gibt. Wir entscheiden uns für das 600 g Stück für uns zwei. Nach 20 Minuten erhalten wir das Steak wie gewünscht medium gegrillt. Köstlich. So gestärkt machen wir uns auf zu einem Rundgang durch die Altstadt. Wir schlendern durch die verwinkelten Straßen und Plätze. Die Stadt ist voller alter Kirchen und architektonischer Strukturen, die von großem historischen und kulturellen Wert sind. 1979 wurde Kotor kurz vor Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Liste bei zwei starken Erdbeben schwer beschädigt. Als Folge davon setzte die UNESCO sie im gleichen Jahr auf die Liste des gefährdeten Welterbes. Bis 1989 konnte mit internationaler Hilfe vieles wieder aufgebaut werden.
    Gleichzeitig ist Kotor auch für Katzen bekannt, die es sogar geschafft haben, ihr inoffizielles Symbol zu werden. Es gibt sogar ein Katzenmuseum.
    Bereits 1914 nahm der weltberühmte Reiseführer Lonely Planet Kotor in die TOP-10-Städte auf, die Katzenliebhaber ansprechen werden. Der Reiseführer stellte fest, dass die Stadt hervorragende Lebensbedingungen für die Vierbeiner bietet und die Einheimischen äußerst freundlich zu ihnen sind. In den Läden entdecken wir viele Souvenirs mit Katzenbildern und Katzenfiguren.
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  • Wieder in der EU in Kroatien

    13 Temmuz 2023, Hırvatistan ⋅ 🌬 30 °C

    Nach 11 Tagen und 760 km verlassen wir Montenegro. Landschaftlich ist es ein wunderschönes Land, während uns die Menschen etwas kühl und distanziert begegnet sind. Wir umrunden die Bucht von Kotor und sehen nun von der Straße auf die beiden kleinen Inseln, die wir gestern vom Boot aus besucht hatten. Eine gute Gelegenheit, die Drohne hinzuschicken. Auf der Fahrt zur Grenze nach Kroatien fällt uns wieder ein, dass heute Feiertag in Montenegro ist und alle Geschäfte und auch alle Supermärkte geschlossen sind. Gern hätten wir noch ein wenig Gemüse gekauft. Der Tag der Staatlichkeit (Statehood Day) ist ein Feiertag, der jedes Jahr am 13. Juli in Montenegro stattfindet, um an den Tag im Jahr 1878 zu erinnern, an dem der Berliner Kongress das Fürstentum Montenegro als siebenundzwanzigsten unabhängigen Staat der Welt anerkannte. Unseren Wassertank können wir aber trotzdem an einem Friedhof auffüllen. Da wir unseren Schlauch nicht anschließen können, nutzen wir unsere Gießkanne. Der Feiertag macht sich auch an der Grenze bemerkbar. Wir brauchen über eine Stunde, bis wir endlich in Kroatien einreisen. Dabei kontrolliert uns niemand, nach einem kurzen Blick auf unsere Pässe dürfen wir weiterfahren. Auf der Küstenstraße stoppen wir oberhalb von Dubrovnik. Da die Stadt von der Straße aus im Gegenlicht liegt, schicken wir die Drohne hin. Einen Besuch sparen wir uns, denn wir waren vor etlichen Jahren schon einmal in Dubrovnik, als der Touristenboom auf diese Stadt noch nicht so ausgeprägt war. Damals haben wir die Stadt auf der Mauer noch kostenlos umrundet. Wie wir gehört haben, kostet dies jetzt 35 Euro pro Person. Nach der Franjo-Tuđman-Brücke schauen wir auf den Hafen und die zwei dort liegenden Kreuzfahrtschiffe zurück und beobachten, wie die "Vista" gerade ablegt. Da Freistehen in Kroatien nicht erlaubt ist und in diesem Bereich streng kontrolliert wird, suchen wir im Ort Ston einen kostenpflichtigen Parkplatz auf.Okumaya devam et

  • Die Mauer in Ston

    14 Temmuz 2023, Hırvatistan ⋅ 🌙 26 °C

    Gestern Abend sind wir ja in den kleinen Ort Ston gelandet.
    Ston ist ein mittelalterliches Städtchen im südlichen Kroatien auf der Halbinsel Pelješac in Süddalmatien und besitzt die längste Steinmauer Europas. Mit einer Länge von 5,5 Kilometern ist sie die zweitgrößte erhaltene Wehrmauer der Welt nach der berühmten chinesischen Mauer. Es entstanden drei Kastelle, die durch Mauern miteinander verbunden waren. Über 40 Türme waren Teil der Mauer, von der bis heute noch Teile stehen. So war der Zugang zur Halbinsel Pelješac vollständig kontrollierbar. 
    Und das wird heute Gisys Challange. Sie besteigt die Mauer und Andreas holt sie in Mali Ston ab. Der Aufstieg ist schon heftig, aber morgens um die Zeit wirft die Mauer noch einigen Schatten. Stufe um Stufe geht es steil nach oben. Und dafür muss man auch noch 10 Euro bezahlen. Der Blick zurück auf Ston und die Salinen wird mit jedem Meter faszinierender. Die Salinen waren mit ein Grund, dass im 14. Jahrhundert mit dem Bau der Befestigungsanlage begonnen wurde. Die Salzgewinnung in der seit der Antike betriebenen großen Meerwassersaline Ston war die Grundlage der Wirtschaft der Stadt und zeitweilig eine der bedeutendsten Einnahmequellen Dubrovniks. Andreas läßt derweil die Drohne steigen und so haben wir von beiden Seiten tolle Blicke auf die Mauer. Aber im Gegensatz zu heute war der Aufstieg zum Mausoleum vor Kotor ein Spaziergang. Mali Ston ist auch bekannt für seine hervorragenden Austern, die hier gezüchtet werden. Schade, dass wir beide keine mögen.
    Danach wählen wir die neue Brücke Richtung Norden und umgehen so einen weiteren Grenzübergang nach Bosnien-Herzogowina. Die Küstenstraße gewährt uns faszinierende Blicke auf das Meer und die Berge. Wir kommen nur langsam voran, immer wieder gibt es auf der kurvenreichen Strecke Geschwindigkeitsbegrenzungen von 60 km/h. Aber das gibt uns Gelegenheit, die Landschaft zu genießen. Split lassen wir links liegen, nachdem wir auf einem Campingplatz nachgefragt haben, was eine Nacht kostet. Der günstigste Platz auf einer Wiese ohne alles 50 Euro, in erster Reihe mit Blick aufs Meer ist für 70 Euro zu haben. Wir fahren weiter bis zum Yachthafen in Trogir und können dort für 15 Euro/24 h inkl. Strom und Wasser übernachten.
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  • Trogir

    14 Temmuz 2023, Hırvatistan ⋅ 🌙 26 °C

    Von unserem Stellplatz können wir durch die Werft laufen und die vielen Charterboote bewundern.
    Natürlich müssen wir auch noch die Altstadt von Trogir anschauen. Die gut erhaltene Altstadt liegt auf einer kleinen Insel, die über Brücken mit dem Festland und der Insel Čiovo verbunden ist. Bei unserem Gang durch die mittelalterlichen Gässchen entdecken wir an jeder Ecke etwas Sehenswertes. Allerdings sind heute am Freitagabend so viele Menschen unterwegs, dass wir nur mühsam vorankommen. Nach unseren vielen Naturerlebnissen ist es für uns ein wenig bedrückend.Okumaya devam et

  • Bibinje kurz vor Zadar

    15 Temmuz 2023, Hırvatistan ⋅ ☀️ 29 °C

    Da im Parkticket auch die Toiletten und Duschen im Appartementhaus am Yachthafen inklusive sind, nutzen wir die Gelegenheit, um ausgiebig zu duschen. Dabei beobachten wir, daß auch bei den Booten am Samstag "Bettenwechel" ist. Viele Passagiere sind angereist, trinken noch einen Kaffee und warten darauf, auf "ihr" Schiff zu kommen. Wir versuchen noch ein paar Luftaufnahmen von Trogir aufzunehmen, leider nur mit Gegenlicht. Dann füllen wir noch unseren Wassertank auf und fahren los. Zuerst den Berg hinauf mit Blick auf Trogir. Die Küstenstraße erweist sich in diesem Abschnitt als nicht so interessant wie gestern. Und dann kommen wir durch Sibenik, wo vor zwei Tagen starke Waldbrände herrschten und Häuser evakuiert werden mussten. Die Hitze in Kombination mit starken Windböen sorgt dafür, dass sich ein Waldbrand an der Adriaküste nur schwer unter Kontrolle bringen lässt. Wir sehen zwischen den verkohlten Bäumen immer wieder Rauchschwaden. Das Feuer sei noch lange nicht unter Kontrolle. Ein Dorf soll komplett niedergebrannt sein – Versuche der Feuerwehr, Gebäude vor den Flammen zu schützen, seien teilweise gescheitert, nicht wenige Häuser und Fahrzeuge wurden beschädigt oder brannten komplett aus, wie wir leider sehen. Hoffen wir für die Menschen in dieser Region das Beste. Kurz vor Zadar im kleinen Ort Bibinje suchen wir uns einen Campingplatz, um ein letztes Mal das Meer zu genießen. Wir landen auf dem Auto Kamp Kera, weil es uns dort auf Anhieb am Besten gefällt, was nicht zuletzt seinem netten Besitzer zu verdanken ist, der uns mehrere Möglichkeiten aufgezeigt hat, wo wir stehen können. Wir sind ja doch etwas wählerisch. Die zwei anderen Plätze kommen für uns nicht infrage, da man dort zu gedrängt steht. Wir suchen einen Platz unter Olivenbäumen und freuen uns auf die Abkühlung im Meer.Okumaya devam et

  • Zadar

    15 Temmuz 2023, Hırvatistan ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir genießen die Erholung auf dem Campingplatz, gehen zwischendurch immer wieder schwimmen. Das Meer ist herrlich, nicht zu kalt, dabei gerade richtig, um uns abzukühlen. Das Thermometer zeigt wieder 35°C im Schatten. Am Nachmittag grillen wir unsere Koteletts, die wir gestern gekauft hatten. So gestärkt fahren wir mit unseren Fahrrädern nach Zadar. Durch das Alte Tor betreten wir die Altstadt und kommen gleich zu dem Platz mit den fünf Brunnen aus dem 16. Jahrhundert, die von einer mittelalterlichen Mauer umgeben sind. Die Brunnen haben Zadar bis Mitte des 19. Jahrhunderts mit Trinkwasser versorgt.
    Das römische Forum steht direkt neben der Kirche St. Donatus. Forum ist eigentlich nur das lateinische Wort für einen Platz, auf dem sich früher das Leben abspielte. Auf dem ehemals überdachten Platz fanden Märkte und Kundgebungen statt. Bei den Säulen, Treppen, Steinblöcken mit Inschriften und Pflastersteinen handelt es sich um Original-Fundstücke aus dem 3. Jahrhundert. Uns zieht es aber weiter zur modernen Promenade, an der sich die Meeresorgel befindet. Hierbei handelt es sich um eine Orgel, die von den Wellen der Adria angetrieben wird und dumpfe Töne, die nur selten zusammenpassen, von sich gibt. 2005 wurde das etwas ungewöhnliche Instrument vom Architekten Nikola Basic erbaut. Die Meeresorgel ist 60 Meter lang und in Stufen, die ins Meer führen, integriert. Die 35 integrierten Pfeifen sorgen durch den von den Wellen erzeugten Luftdruck für die musikalische Unterhaltung. Sehen kann man die Pfeifen nicht, man hört sie nur durch die im Boden vorhandenen Löcher. In unmittelbarer Nähe zur Meeresorgel befindet sich der “Gruß an die Sonne”. Die Sehenswürdigkeit mit dem etwas seltsamen Namen ist eine 22 Meter große Scheibe, die mit Solarzellen ausgestattet ist. Tagsüber sorgt die Sonne für die nötige Energie, um die 300 verbauten Glasplatten nach Einbruch der Dunkelheit zu einem beeindruckenden Lichterspiel werden zu lassen. Da wir noch mit dem Fahrrad zu unserem Platz zurückfahren, nutzen wir lieber die Dämmerung, als später im Dunkeln zu fahren. So entgeht uns leider das Lichterspiel.
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  • Relaxtag auf dem Auto Kamp Kero

    17 Temmuz 2023, Hırvatistan ⋅ ☀️ 33 °C

    Was gibt es heute zu berichten? Eigentlich nichts. Denn wir genießen einfach nur unseren Platz, lesen, planen unsere nächsten Tage, backen noch ein letztes Mal ein Dinkelbrot, gehen uns zwischendurch abkühlen und schwimmen im Meer, grillen ein Ribeye-Steak, das Andreas aus dem nahen Supermarkt geholt hat und schauen der untergehenden Sonne zu. Am Abend schauen wir mit dem Beamer noch einmal unsere Fotos der letzten Tage.Okumaya devam et

  • Von der Quelle zum Una Wasserfall

    18 Temmuz 2023, Hırvatistan ⋅ ☀️ 32 °C

    Heute heißt es wieder alles zusammenpacken und danach noch mal ein Bad im Meer, weil schon wieder 33°C sind. Und auf unserer Route in die Berge erreicht das Thermometer sogar 37°C. Aber trotz der Hitze stoppen wir an dem Weg zur Quelle des Flusses Una. Die Una ist ein rechter Nebenfluss der Save im Nordwesten von Bosnien und Herzegowina. Sie entspringt nahe Donja Suvaja in Kroatien im Grenzgebiet zu Bosnien und fließt bei Jasenovac in die Save. Die Una ist von der Quelle bis zur Einmündung in die Save 212 Kilometer lang. Auf dem Weg zur Quelle hören wir schon einen Wasserfall. Erst auf der dritten Aussichtsplattform eröffnet sich uns der Blick auf den Wasserfall und die Quelle im Hintergrund. Unser Ziel sind jedoch die weitaus größeren Wasserfälle Štrbački buk im Una Nationalpark. Erst von Claudia haben wir von diesen Fällen erfahren. Sie waren allerdings auf der bosnischen Seite, denn der Una ist ein Grenzfluss. In Bosnien sind die Fälle bequem über angelegte Wege und Aussichtspunkte zu erreichen. Doch einfach kann jeder. Wir wollten über eine Stichstraße in Kroatien hinfahren. Allerdings war die zwar asphaltierte Straße so schmal, dass wir mit Blacky nach 1,5 km umgedreht sind. Doch wir haben ja die Fahrräder dabei. Kurz entschlossen fahren wir die acht Kilometer mit dem Rad. Es geht bergauf und bergab und zum Schluss noch über eine steile Schotterstraße bergab. Und dann geht es zu Fuß weiter, wieder bergauf. Zuerst durch einen schönen Birkenwald und dann beginnt für uns das Klettern über Holzstege, die allerdings größtenteils weggebrochen sind. Auf der Aussichtsplattform müssen wir aufpassen, wo wir hintreten. Schade, dass Kroatien diesen tollen Punkt so verkommen lässt. Ein Blick hinüber nach Bosnien zeigt, wie man es besser macht. Aber der Blick von hier auf die Fälle ist ebenfalls grandios. Zurück am Van ist unser nächstes Ziel die Flugzeugkaverne Željava. Und Google führt uns direkt an die Grenze nach Bosnien, da der Weg so am kürzesten ist. Problemlos ohne Wartezeit reisen wir nach Bosnien ein und nach zwanzig Kilometern wieder aus nach Kroatien. Dann kommen wir zu einem alten abgestellten Flugzeug und wollen weiter zur alten Airbase. Denn eigentlich kann man hier auf dem Rollfeld übernachten. Doch dann die Enttäuschung: Für die Budapest Rally mit großem Event ist alles abgesperrt. Also drehen wir um und suchen uns einen Übernachtungsplatz, den wir in der Nähe finden.Okumaya devam et

  • Nationalpark Plitvicer Seen

    19 Temmuz 2023, Hırvatistan ⋅ ☁️ 30 °C

    Gestern Abend haben wir noch ein Online-Ticket für den Nationalpark Plitvicer Seen für heute gekauft. Der Eintritt kostet zurzeit vierzig Euro pro Person, kein ganz billiger Spaß. Man muss ein Zeitfenster auswählen, innerhalb dessen man den Park betreten möchte. Zur Auswahl stand entweder 7 Uhr oder 11 Uhr oder später. Wir haben das für 7 Uhr gewählt in der Hoffnung, dass dann noch nicht ganz so viele Besucher da sind. Und richtig. Es sind nur einige wenige Besucher unterwegs. Man kann zwischen verschiedenen Routen wählen von unterschiedlicher Länge oder auch alle Touren machen. 1949 wurden dieses Gebiet zum ersten Nationalpark Kroatiens erklärt. Der Prozess der Versinterung, durch den die Sinterbarrieren entstanden sind und die Seen gebildet haben, stellt einen außergewöhnlichen universellen Wert dar, aufgrund dessen die Plitvicer Seen 1979 ihre internationale Anerkennung und den Eintrag in die UNESCO-Liste des Welterbes erhalten haben. Das System der Seen besteht aus 16 Namen tragenden und einigen kleineren, kaskadenförmig angeordneten Seen. Einige der spektakulären Landschaftsaufnahmen von "Winnetou II", "Winnetou III" und "Der Schatz am Silbersee" wurden hier gedreht. Zum bekannten Silbersee wurde dabei der See Kaluđerovac. Dort befindet sich auch die Schatzhöhle, die zurzeit geschlossen ist. Ein Elektroboot bringt uns auf die andere Seite des Kozjsk-Sees, wo wir unseren Rundgang starten. Wunderschön wandern wir im Schatten der Bäume über (diesmal intakte) Holzstege an und über verschiedene große und kleine Wasserfälle entlang. Das glasklare Wasser und immer wieder andere Wasserfälle sind ein Traum. Und die Spiegelungen im See sind faszinierend. Am Ende unseres Rundganges bringt uns ein Unimog mit zwei Busanhängern noch in die Nähe des Großen Wasserfalls, dem Veliki Slap. Den Blick auf diesen genießen wir etwas oberhalb von einem Aussichtspunkt. Insgesamt sind wir acht Kilometet gelaufen, immer wieder bergauf und bergab. Insgesamt verbringen wir fünf Stunden im Park. Als es dann zu voll und zu heiß wird, verlassen wir die Seen. Über kleine Straßen fahren wir Richtung Slowenien und landen in Vrbosvko am Restaurant Kamačnik, wo wir ein leckeres Gulasch essen.Okumaya devam et

  • Von Kroatien nach Slowenien

    20 Temmuz 2023, Slovenya ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach einem heftigen Gewitter in der Nacht scheint wieder die Sonne und wir verlassen nach einer Woche und 800 Kilometern Kroatien und passieren die Grenze nach Slowenien. Über zum Teil kleine Landstraßen fahren wir Richtung Ljubljana. Zufällig kommen wir an dem etwa 1000 Einwohner zählenden Ort Žužemberk am linken Ufer der Krka vorbei, der von einer mittelalterlichen Burg überragt wird. Die Burg ist frei zugänglich ohne Eintritt. Teilweise ist die Burg renoviert, ein anderer Teil ist Ruine. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, im 16. Jahrhundert wurde sie in eine Festung mit sieben Wehrtürmen verwandelt. Vom Turm haben wir einen herrlichen Blick ins Tal. Während des zweiten Weltkriegs wurde die Burg bei einem Bombenangriff zerstört, und in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann die Renovierung. Da vor dem Eingang der Burg ein Trinkwasserbrunnen ist, füllen wir gleich noch unseren Wassertank auf. Am späten Nachmittag erreichen wir die Hauptstadt Sloweniens, Ljubljana.
    Nachdem wir uns einen Überblick von oben verschafft haben, finden wir einen Platz auf einem Camperparkplatz. Mit dem Fahrrad sind wir nach drei Kilometern zur blauen Stunde in der Altstadt.
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  • Ljubljana

    21 Temmuz 2023, Avusturya ⋅ 🌧 21 °C

    Mit dem Fahrrad fahren wir noch einmal in die Altstadt von Ljubljana. Auf dem Weg dorthin sehen wir ein Hinweisschild "Eisenbahnmuseum". Das interessiert uns, also biegen wir kurzerhand ab und sind erstaunt und begeistert über die vielen Exponate, die sich in alten Industrieräumen und einem Lokrundschuppen befinden. Hier sind alle fahrtüchtigen Exponate ausgestellt. Unter den Dampfloks befinden sich  auch viele seltene Exemplare. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine umfangreiche Sammlung an Geräten, Draisinen und Werkzeugen aus dem Bereich der Eisenbahnen. Die älteste Lok stammt aus dem Jahr 1861. Insbesondere die Schnellzuglok hat uns gefallen, allein von der Größe. Weiter geht es wieder in die Altstadt und dort auf den Markt. Gleich dahinter befindet sich die Standseilbahn zum Ljubljana Castle, dem Laibacher Schloss. Ljubljana, zu deutsch Laibach, gehörte einmal zu Österreich. Die Burg ist eine mittelalterliche Festung oberhalb der Altstadt. Sie ist das Wahrzeichen der slowenischen Hauptstadt. Die Festung wurde zur Verteidigung und zu militärischen Zwecken verwendet. Die Burg ist neben einem Drachen auf dem Stadtwappen von Ljubljana abgebildet. Und die Drachenbrücke (Zmajski most) mit den berühmten Drachenfiguren ist Ljubljanas bekanntestes Stadtsymbol. Und natürlich gehen wir nicht nur übrr die Drachenbrücke sondern auch über die Drei Brücken zum Prešeren-Platz. Hier steht auf die Franziskanerkirche mit ihrer roten Fassade. Die mittlere von den steinernen Drei Brücken wurde 1842 an der Stelle der früheren, aus dem Mittelalter stammenden Holzbrücke erbaut. Diese war strategisch sehr bedeutend, verband sie doch die Länder Nordwesteuropas mit dem Balkan bzw. mit Südosteuropa. In den Jahren 1929-32 fügte der große Architekt Jože Plečnik links und rechts je eine Fußgängerbrücke hinzu und schuf damit eine einzigartige architektonische Besonderheit Ljubljanas. An beiden Ufern des Ljubljanaika haben sich zahlreiche Cafés und Restaurants etabliert. Als die Wolken immer dunkler werden, kehren wir gerade noch rechtzeitig zum Van zurück, bevor ein heftiges Gewitter beginnt. Ljubljana hat uns ausgesprochen gut gefallen. Im strömenden Regen fahren wir weiter Richtung Österreich. Nach zwei Tagen und nur 180 Kilometern in Slowenien kommen wir über den Laiblpass nach Österreich. Jetzt scheint auch wieder die Sonne. Nach der Grenze geht es in steilen Serpentinen hinunter bis Ferlach. Hier nutzen wir den Stellplatz für die Nacht.Okumaya devam et

  • Unterwegs in Österreich

    22 Temmuz 2023, Avusturya ⋅ ☀️ 18 °C

    Der Himmel ist etwas bewölkt, die große Hitze der letzten Zeit ist wohl für uns vorbei. Am Morgen machen wir die zehntausend Kilometer auf unserer Reise voll, als wir beim Bäcker Brötchen holen. Dann fahren wir zu einem Parkplatz und frühstücken mit Blick auf den Wörthersee. Wir machen einen Schlenker zum Keutschacher See und überlegen ob wir hier noch einen Stopp einlegen. Aber die Wettervorhersage für den Nachmittag ist so schlecht, dass wir uns dagegen entscheiden. Und richtig, als wir ein Stück auf der Autobahn sind, geht ein Gewitter mit Starkregen runter, so dass wir lieber einen Parkplatz ansteuern und abwarten, bis der Regen nachlässt. In einer Regenpause wollen wir einen Spaziergang durch Mauterndorf machen, flüchten aber in ein Café, da es schon wieder anfängt zu regnen. Also fahren wir weiter über Obertauern in 1738 Meter, wo nur noch 10°C sind, bis nach St. Johann im Pongau. Zwischendurch kommt tatsächlich noch einmal die Sonne durch. Hier bleiben wir heute.Okumaya devam et

  • Hangar 7 und Salzburg

    23 Temmuz 2023, Almanya ⋅ ☁️ 26 °C

    Gerade wollen wir losfahren, da kam die Polizei vorbei und weist uns nett darauf hin, dass wir doch drei Parkplätze belegen. Wir versprechen, dass wir gleich fahren und damit sind sie zufrieden. Über die Autobahn erreichen wir schnell Salzburg. Schon lange wollen wir uns den Hangar 7 anschauen, bisher hat es immer nicht geklappt. Heute nun werden wir ihn besichtigen. Im Hangar-7 am Salzburg Airport befindet sich eine Sammlung von historischen Flugzeugen der Flying Bulls sowie Formel-1-Rennwagen. Allein das Gebäude ist schon beeindruckend. Und dann erst die Hubschrauber, Flugzeuge etc.. Auch der Formel-1-Wagen, mit dem Sebastian Vettel seinen ersten Sieg in Monza gefahren hat, ist hier ausgestellt. Die Austellungsstücke sind alle funktionstüchtig. Von einem Mitarbeiter erfahren wir, dass alle Flugzeuge und Hubschrauber voll bedankt in dem Hangar stehen. Es könnte ja einer der Piloten kommen und sofort abfliegen wollen. Dann wird, wie wir es erlebt haben, z. B. der Hubschrauber rausgeschoben und los geht's.
    Nach so viel Technik machen wir noch einen Rundgang durch Salzburg und sind überrascht, dass gar nicht so viele Besucher dort sind. Wir schlendern durch die Gassen, kommen am Geburtshaus von Mozart vorbei, gehen weiter zum Residenzplatz. Vor dem Dom ist eine riesige Tribüne aufgebaut, weil gerade die Salzburger Festspiele stattfinden. Den Abend verbringen wir in Bad Reichenhall bei unserer lieben Freundin Adele und übernachten dort.
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  • Vom Bier zum Wein

    24 Temmuz 2023, Almanya ⋅ ⛅ 18 °C

    Von Bad Reichenhall fahren wir ein paar Kilometer nach Berchtesgarden, für eine kurze Stippvisite bei Wohnmobilfreunden, die wir in Griechenland kennengelernt und mehrmals auf unserem Weg getroffen haben. Peter und Moni fahren mit uns wegen des fantastischen Ausblicks zur Kirchleitn Kapelle. Von dort blicken wir auf Berchtesgarden und den Watzmann. Nach einem Besuch im Bräustüberl mit zwei Weißwürstln und einem Radler geht es für uns weiter Richtung Norden. Den Tag verbringen wir hauptsächlich auf der Autobahn. Zum Glück ist nur ein kleiner Stau um München und ansonsten freie Fahrt.
    In Höhe Ingolstadt kommen wir an vielen Hopfenfeldern vorbei. Beim Winzer Gamm in Markt Einersheim finden wir einen Stellplatz zwischen den Obstbäumen und lassen den Tag bei einem Glas kühlen Silvaner ausklingen.
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