Giraf137

Von Vellahn, nach Schwerin, in die Welt, zurück nach Rostock.
Living in: Rostock, Deutschland
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  • Day6

    Heimweg

    February 23 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 11 °C

    Heute ging es zurück nach Hause. Da wir bereits am Morgen aus unserer "tollen" Unterkunft auschecken mussten, mit unserem Gepäck aber auch nicht mehr durch die Stadt laufen wollten, kamen wir bereits relativ früh am Flughafen an. Da es vorm Check-In an Sitzmöglichkeiten mangelte, verbrachten wir die letzten Stunden also bei Burger King. Circa zwei Stunden vor Abflug konnten wir dann einchecken.. und dann weiter warten, warten und warten. Bis ein Alarm losging, durch welchen man aufgefordert wurde, das Gebäude zu verlassen. André war sich gleich ziemlich sicher, dass hier nur jemand auf Toilette geraucht haben wird, Christin mutmaßte ununterbrochen, dass wir unseren geplanten Abflug nun verpassen werden - Super! :D Wir folgten also den Menschenmassen in Richtung Notausgang. So lange zumindest, bis uns klar wurde, dass diese an den entsprechenden Schildern vorbeilaufen. Um noch ein paar Jahre länger leben zu können, beschlossen wir also, uns von den anderen loszusagen und den vermutlichen lange ausgeklügelten Rettungswegen zu folgen. Nach und nach trudelten noch ein paar andere Lebenswillige am Sammelpunkt ein und so ging das Warten wieder von vorne los. Die Minuten verstrichen ohne weitere Infos und nachdem die Leute in den gelben Warnwesten auch langsam Langeweile bekommen hatten, führten sie uns in Gruppen wieder zurück ins Flughafengebäude. Andre hatte wohl Recht.. ;)
    Der Rest des Abends verlief dann ziemlich unspektakulär und wir waren trotz des eher trägen Tages froh, als wir endlich alle zu Hause angekommen waren.
    Was für ein "Urlaub"! :D
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  • Day5

    London Marathon V

    February 22 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 10 °C

    Christin's Geburtstag und letzter Tag unseres „Aktivurlaubs“.
    Wie für den klassischen London-Touristen typisch schlenderten wir heute über den „Camden Market“, welcher pro Woche von mehr als 500.000 Menschen besucht wird. Ein Traum für jeden Vintage-Fan und ein Albtraum für jeden der mit so wenig Geld reist wie wir und sich doch gerne sooo viel kaufen würde. Es endete schließlich mit je einer Jacke und je einem Pullover für Christin und mich, dann ging es weiter zum nächsten Markt: dem „Borough Market“. Dieser gehört zu den ältesten Lebensmittelmärkten Londons und ist sowohl Drehort für „Bridge Jones“ als auch für „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ gewesen. Die Vielzahl der Menschen dort war wieder mehr als nervig und so waren wir froh als wir uns zu dem Fish-&-Chips-Stand „fish!“ durchquälen konnten, welcher angeblich „National Fish & Chip Award“-Träger ist. Geschmeckt hat das Ganze wie auch am Vortag schon .. nach GAR NICHTS … oder Andre’s Meinung nach .. nach Fett!
    Unser Nachbar in Rostock hat uns darauf hingewiesen, dass wir UNBEDINGT in „Shakespeare’s Globe“-Theater gehen müssen. Hierbei handelt es sich um einen Nachbau des originalen Theaters, welcher 1997 fertig gestellt wurde. Aufführungen finden leider erst ab April wieder statt, aber die Führung durch das Gebäude war trotzdem sehr interessant und „Millie“ hatte hörbar Spaß an ihrem Job. :D
    Ungewöhnlicherweise hatten wir jetzt noch 2 Stunden Zeit zum Nichtstun. Wir trödelten also nochmal über den mittlerweile leeren Borough Market, durch „Hay’s Galleria“ – ursprünglich ein Lagerhaus und ein zugehöriger Kai für den Londoner Hafen mit heute denkmalgeschützter Struktur – und an der Themse entlang.
    Letzter Tagesordnungspunkt: „The Shard“. Mit seinen 310 Metern Höhe handelt es sich (noch) um den höchsten Wolkenkratzer der EU. Nachdem wir die flughafenähnlichen Sicherheitsmaßnahmen durchlaufen waren, ging es mit dem Lift in das 68. Stockwerk. Von wir aus hatten wir einen super Weitblick über die ganze Stadt, welche mittlerweile im Dunkel lag. Wir gingen noch die Stufen zur 72. Etage hoch und versuchten vergeblich ein paar brauchbare Selfies zu schießen, bis wir uns auf den Heimweg machten.
    Von der U-Bahn-Station „Swiss Cottage“, gingen Thomas und Andre zu Fuß in Richtung „Priory Pub“, Christin und ich nahmen den Bus – dabei waren die Männer nur unwesentlich schneller. 😉
    Nach ein paar Bier und Mexican Loaded Fries machten wir uns heute relativ früh wieder auf den Heimweg . . . irgendwann reicht es halt auch mal …

    (16.000 Schritte)
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  • Day4

    London Marathon IV

    February 21 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 11 °C

    Da Christin und Andre ins Sherlock Holmes Museum, Thomas und ich aber noch unseren „London Pass“ nutzen wollten, zogen wir heute getrennt voneinander los.
    Für uns ging es zunächst zur Tower Bridge. Diese ist 144 Meter lang, 65 Meter hoch und sieht insgesamt einfach imposant aus. Wir wanderten auch durch den Teil mit Glasboden, durch den man 42 Meter in die Tiefe blickt, was aufgrund der Vielzahl an Touristen nicht wirklich attraktiv und ich froh war, als wir schnell wieder da raus waren. Wir warfen noch einen Blick in den Maschinenraum und machten dann unsere erste Themse-Fahrt für den heutigen Tag. Es ging in Richtung Greenwich. Wir sahen das Haus, in dem Cher wohnt, „The University of Greenwich“ und noch einige andere architektonisch interessante Gebäude, bis wir schließlich – ebenfalls per Fähre – wieder an der Tower Bridge landeten. Von hier aus ging es – wie sollte es anders sein – in den „Tower of London“. Die spannenden historischen Fakten mag sich durchlesen wer will, auf jeden Fall haben wir aber die Kronjuwelen gesehen! :D Da waren schon einige beeindruckende Steine dabei, die ich auch gerne in meinem Besitz hätte. Muss ich nur noch Königin werden …
    Wir setzten unseren Weg fort zur „St Paul’s Cathedral“. Diese gehört zu den größten der Welt und beherbergt unter anderem „Great Paul“ – die größte Glocke Großbritanniens, welche 16,5 Tonnen wiegt. Das ganze Bauwerk sieht einfach gigantisch aus! Von außen beeindruckt es durch die Kuppel und die Säulen, was es mehr wirken lässt, wie einen Tempel, das Hauptschiff besticht durch einen enorm langen Gang und aufwendigste Deckenverzierungen. Da frag ich mich, warum das Königshaus seine Zeremonien stattdessen lieber in der verbauten „Westminster Abbey“ abhält!?
    Mit einem „Golden Tours – Bus“ fuhren wir vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten bis nach Westminster, von wo aus wir unsere zweite Themse-Tour starteten: diesmal bei fortschreitender Dämmerung zurück bis zum Tower. Langsam bekamen wir ziemlichen Hunger, weswegen wir uns da mit „Fish & Chips“ stärkten, wo Thomas diese auf seiner Jugendweihefahrt damals das erste Mal gegessen hat. Vielmehr als Fett und Panade hat man zwar nicht geschmeckt, aber nun ja, gehört halt dazu. :D
    Mit dem Gefühl zeitnah Beinprothesen zu benötigen machten wir uns auf den Rückweg, besorgten noch schnell Tickets für "The Shard" am Folgetag, und trafen in der Wohnung auf Andre und Christin.
    Und wie könnte man einen gemeinsamen Abend besser ausklingen lassen, als bei einer langen Geocaching-Tour . . . :D
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  • Day3

    London Marathon II

    February 20 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 10 °C

    Die Wachablösung am „Buckingham Palace“ ist eine über 700 Jahre alte Tradition. Mit unseren schmerzenden Rücken und Füßen fühlten wir uns mindestens genauso alt und das lange auf der Stelle stehen und Warten bis endlich mal was passiert hat diesen Umstand nicht gerade verbessert. Die ganze Zeremonie war weniger spektakulär als ich erwartet hätte, aber gut, haben wir das auch mal miterlebt. :D
    Die Könige von England werden in der „Westminster Abbey“ gekrönt – und beigesetzt. Neben Ihnen noch viele weitere berühmte Persönlichkeiten wie etwa Charles Darwin, Stephen Hawking und Isaac Newton, um nur einige wenige Namen der gefühlt tausend Gräber in der Kirche zu nennen. Durch die Vielzahl der Monumente wirkte alles sehr unruhig und erinnerte ein wenig an ein riesiges Antiquitätengeschäft oder eine Art Kunstausstellung. Von Totenruhe war da jedenfalls nichts zu merken. Außerdem war das Gebäude von innen gefühlt dreimal so groß wie von außen und ich dachte schon, wir würden da gar nicht mehr rauskommen, schließlich hatten wir mal wieder einen (zu) straffen Zeitplan und wollten noch genug Zeit für den Zoo haben.
    Der „London Zoo“ ist der erste Zoo der die Bezeichnung „Zoologischer Garten“ führte und beherbergt derweil über 18000 Tiere. Am wichtigsten waren selbstverständlich die Giraffen für uns. 😉 Halb im Sprint schafften wir es tatsächlich in den uns verbliebenen 2,5h fast den kompletten Zoo abzu“laufen“. Es mag an unserem Tempo gelegen haben, aber auch ohne einen Besuch hier hätten wir denke ich nicht das Meiste verpasst..
    Fix und fertig ging es nun erst einmal zu Mc Donald’s! Als wir da so saßen schien es für uns alle kaum möglich noch zu Fuß nach Hause zu kommen und wir freuten uns schon auf unsere Betten. Nach einem kurzen Abstecher zu Primark, damit Christin und Andre sich passendes Schuhwerk für unsere Wohnung kaufen konnten, hielten wir spontan noch an dem Pub „Priory Tavern“ an, den Andre und Thomas schon an unserem ersten Tag entdeckt hatten. Ich wollte den einfach nur von unserer Liste abhaken, aber als wir da so saßen und das ein ums andere Getränk intus hatten, ging es uns auf einmal wieder richtig gut. Da sage noch einmal wer, Alkohol wäre schlecht..
    Voll motiviert kamen wir dann auf die glorreiche Idee, noch geocachen zu gehen. Andre fand hierbei seinen ERSTEN Geocach und irgendwie fanden wir überhaupt kein Ende, bis wir schließlich an DEM Zebrastreifen der Abbey Road angelangten, über den einst die Beatles für ihr Albumcover spazierten. Sightseeing der etwas anderen Art eben. :D

    (24.000 Schritte)
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  • Day2

    London Marathon I

    February 19 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 9 °C

    Der erste Tag unseres London-Trips startete für Thomas und Andre zunächst bei Aldi Süd. Der lag laut Google Maps zwar in einer anderen Straße, aber nach einer gefühlten Ewigkeit ( das habt ihr ganz toll gemacht 😉 ) waren sie dann doch wieder zurück mit allem, was man für ein typisch deutsches Frühstück eben so braucht.
    Gut gestärkt wollten wir uns dann erst einmal ein wenig in der Stadt umsehen und fuhren nach Westminster. Da wartete, abgesehen von der Wohnung, die erste Enttäuschung auf uns: der Big Ben! Hätten die anderen mir nicht gesagt, dass er das ist, hätte ich den gar nicht erkannt – leider wird der nämlich zur Zeit restauriert und ist daher komplett eingepackt. Na toll …
    Wenige Meter weiter erreichten wir die Themse mit Blick aufs „London Eye“. Die Themse war genauso braun und dreckig, wie ich sie in Erinnerung hatte und das Riesenrad – sah einfach aus wie ein Riesenrad. ^^
    Also spazierten wir weiter, vorbei an der „Westminster Abbey“, dem „Buckingham-Palast“, durch den „Wellington Arch“ bis zum Hyde Park. Dieser ist 2,5 km² groß und gilt als einer der größten und bekanntesten innerstädtischen Parks weltweit. Thomas‘ Meinung nach also eine gute Gelegenheit, sich auf die Suche nach einem Geo-Cache zu machen. Wir setzten also unseren Weg fort bis zum „Albert Memorial“: Dies wurde von Königin Victoria von GB und Irland in Erinnerung an ihren, an Typhus verstorbenen, Ehemann „Albert von Sachsen-Coburg und Gotha“ in Auftrag gegeben und 1875 fertig gestellt. Das knapp 60 Meter hohe Bauwerk enthält zahlreiche Elemente und Symbole, wie zum Beispiel über 169 lebensgroße Darstellungen von Komponisten, Dichtern, Architekten und Bildhauern oder auch die vier Gruppen Landwirtschaft, Handel, Ingenieurwesen und Fabrikation. Wir suchten und suchten, aber konnten das Versteck leider mit Thomas leerem Handyakku nicht mehr ausfindig machen. (Wie sich später herausstellte hätten wir nämlich auch an der „Royal Albert HALL“ suchen müssen … :D )
    Nächster Halt: „Harrods“! Dieses ebenso bekannte wie teure Kaufhaus wird nach dem Parlament und dem Big Ben am dritthäufigsten in London besucht und durfte deswegen auch auf unserem Plan nicht fehlen. Wir schauten uns also an, was wir uns so alles nicht leisten können und fuhren dann erst einmal wieder in unsere Wohnung und bestellten bei Domino’s Pizza.
    Für den Abend hatte Andre für Christin noch einen Überraschungsausflug zur Warner Bros. Studio Tour London geplant. Hier konnten wir die Original-Filmsets der Harry-Potter-Filme bestaunen, erfahren, was von der Idee bis zur Umsetzung des eigentlichen Films alles so passiert und hätten uns sogar einen Zauberstab kaufen können … – warum haben wir das eigentlich nicht gemacht!? :D
    Nach insgesamt über 24.000 Schritten an diesem Tag waren wir froh, als wir spät abends wieder in unserer Wohnung ankamen und gingen unter Schmerzen an Rücken, Füßen und Schultern und mit fertiger Planung für die nächsten Tage schnellstmöglich ins Bett.

    (23.000 Schritte)
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  • Day1

    Ankunft in London

    February 18 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 9 °C

    Gegen 23Uhr erreichten wir mit leichter Verspätung London Stansted. Da die Route vom Flughafen zu unserer Airbnb-Wohnung doch länger war als gedacht, beschlossen wir uns ein Taxi zu nehmen und somit schon unsere erste typische London-Erfahrung abzuhaken. Das „Black Cab“ war im wahrsten Sinne des Wortes „gefühlt“ 100 Jahre alt, erfüllte aber seinen Zweck. Nachdem der Fahrer vergebens mit uns nach dem richtigen Haus gesucht hatte, stiegen wir schließlich aus und kontaktierten unseren Host. Dieser nannte uns dann die richtige Nummer und lotste uns zur Wohnung, welche erschreckenderweise nicht viel mit den Bildern der Internetanzeige gemein hatte – zumindest was die Hygiene und insbesondere das Bad betraf. Aber gut, ich hab ja schon schlimmeres gesehen. :D Nachdem der erste Ekel also überwunden war gingen wir ins Bett und schliefen alle ziemlich schnell ein.. wohlgemerkt mit offenen Türen (weil es bei uns sonst zu warm gewesen wäre und bei Tine und Andre die Tür nicht zu schließen war). :DRead more

  • Day393

    HOME !!! (Rostock, Schwerin, Vellahn)

    November 5, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 8 °C

    Seit nun fast zwei Monaten sind wir wieder zurück zu Hause. Oder besser gesagt an dem Ort, an den man sich erst einmal wieder langsam gewöhnen muss.
    Mein Umzug in meine neue Heimat Rostock wurde stressiger und zeitintensiver als gedacht und das ein oder andere ist immer noch nicht so ganz fertig. Bei Mutti und Papa ist nach wie vor Baustelle, da die Bäder nicht, wie mir vorher angekündigt, "längst fertig sind, wenn ich wieder nach Deutschland komme". Da verging das Jahr wohl doch schneller für meine Familie als gedacht. :P
    Die ersten Wochen auf Arbeit sind auch bereits um, ich war schon auf einem mehrtägigen Kongress in Koblenz und das erste Gehalt hat mein Konto letzte Woche wieder aus dem Minus geholt. :D
    Am Wochenende waren wir auf dem Martinimarkt in Parchim und da ich das Gefühl hatte zu erfrieren stellte sich mir ernsthaft die Frage, wie ich die ersten 25 Jahre meines Lebens in diesem Land überleben konnte. Auch wenn es vor ein paar Monaten noch kaum zu glauben war, aber ICH VERMISSE DIE HITZE! Meine Neurodermitis war fast zeitgleich mit unserer Landung zurück und das Essen ist nach wenigen Tagen auch gar nicht mehr sooo spektakulär gewesen.^^
    Man vermisst wohl wirklich immer das, was man gerade nicht hat. :D

    Wenn ich an Australien zurück denke, sind mir vor allem unsere Tage auf den Campingplätzen und den gar endlosen Straßen im Gedächtnis geblieben. An die schönen Strände, das verstaubte Coober Pedy, den Uluru und die Tage auf den Farmen werden ich mich wohl immer erinnern.
    Auch wenn uns der Alltag nun allmählich wieder hat, werden wir sicherlich noch lange von all den großen und kleinen Dingen, die unser Auslandsjahr ausmachten, reden und in so manchen Erinnerungen schwelgen.
    Und jetzt wo ich länger darüber nachgedacht und sonntags die ein oder andere Arte-Reportage, die mich auch damals so für Australien begeistert hatten, gesehen habe, ist es doch nicht mehr so ganz unvorstellbar noch einmal zum Urlaub machen nach Down Under zu fliegen.

    See ya, mate!
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  • Day335

    TCEC - Serangan

    September 8, 2018 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    Unser letzter Ausflug, bevor sich unsere Reise nun langsam dem Ende entgegen neigt...
    Die Idee bekam ich in einer Facebookgruppe und so fuhren wir heute zu TCEC, "The Turtle Conservation and Education Centre" in Serangan. Hierbei handelt es sich um ein 2006 gegründetes Projekt des WWF, dass den illegalen Handel und den Fang von Schildkröten stoppen und durch entsprechende Aufzuchtsmaßnahmen die Population verschiedenster Arten rund um Bali wieder stärken soll. Hier in Serangan boomte einst der Handel mit Schildkrötenfleisch, welches hier zum einen als Delikatesse gehandelt zum anderen für religiöse Zwecke genutzt wurde und leider im Versteckten immer noch wird. Die Pfleger der Aufzuchtsstation versorgen verletzte Tiere, welche sich in Fischernetzen oder Müll verfangen haben und kaufen auch selbst einige der Tiere auf dem Schwarzmarkt, um diese befreien zu können. Des weiteren suchen sie regelmäßig die Strände nach Schildkröteneiern ab, welche sie dann hier ausbrüten. Sind die Jungtiere einige Tage alt und relativ kräftig, werden sie am Strand wieder ins Meer ausgesetzt.
    Heute morgen, noch vor unserer Ankunft, haben gerade einige Schildkröten das Licht der Welt erblickt. Wir durften uns selber welche nehmen und sie in ein Wasserbecken setzen. Nach einer Weile tauchen sie dann auf, um ihren ersten Atemzug zu tätigen. Bei meiner hat das eine Weile gedauert und der Pfleger und ich wurden schon langsam skeptisch, aber nach einiger Zeit hat sie es dann doch geschafft. :D
    Dann wollten wir noch eine Schildkröte adoptieren. Das kostet umgerechnet etwa 9€. Man bekommt sowohl ein Zertifikat mit Namen als auch eine Schildkrötenkette. Das Geld kommt der Arbeit der Organisation zu Gute. Mit einem Eimerchen durften wir aus einem der anderen Becken eine Schildkröte fischen. Ein Shuttle hat uns dann in einer kleineren Gruppe zum Strand gefahren, wo wir unsere Schildkrötchen aussetzen durften. Meine hat es natürlich wieder als Letzte geschafft, obwohl ich sie als Erste ausgesetzt hatte. :D Nach der ersten Welle blieb sie an einer Koralle hängen, dann war sie leicht verwirrt, hat es aber mit einer weiteren Welle geschafft los zu schwimmen. Es war soooo toll. :)
    Da ich in Deutschland heute eigentlich zur Pullerparty von "Heinrich" eingeladen war, habe ich sie nach ihm benannt. Quasi als Symbol für einen guten Start ins Leben.:)
    Zurück im Centre haben wir uns noch einmal ein wenig umgesehen und durften dann noch größere Schildkröten mit Salat füttern. Diese waren aber entweder satt oder aber müde. Ab und an hat mal eine zugebissen, aber das war es dann auch.^^
    Alles in allem eine super Erfahrung!! :)

    Mehr Infos über die Organisation: https://www.wwf.or.id/en/about_wwf/whatwedo/marine_species/how_we_work/endangered_marine_species/tcec.cfm
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  • Day331

    Tanah Lot / Luhur Uluwatu / Pandawa

    September 4, 2018 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute hatten wir die letzte unserer drei Touren mit unserem Guide "Beki".
    Wir starteten morgens mit dem "Tanah Lot Tempel". Da dieser bei allen Touristen sehr beliebt ist, versuchten wir relativ zeitig dort zu sein. "Tanah Lot" bedeutet wörtlich übersetzt so etwas wie 'Land inmitten des Meeres' - und das trifft auch zu, da der Tempel auf einer Art Landzunge liegt, welche bei Flut zu einer kleinen Insel wird und dann nicht mehr trockenen Fußes zu erreichen ist. In einer Höhle unten am Felsen befindet sich außerdem eine Süßwasserquelle, die aus dem Meer entspringt. Wenig erstaunlich also, dass sie als heilig bezeichnet und rund um die Uhr von Priestern bewacht wird. Eine weitere Höhle am gegenüberliegenden Festland wird 'Ular Suci' genannt. Hier leben die "heiligen Schlangen", welche ebenfalls von Priestern betreut werden und angeblich noch nie gebissen haben. Auf dem, dem Tempel zugehörigen Gelände findet man neben einem typischen Markt einen sehr schön angelegten Bereich, der beinahe an eine Art Park erinnert und wo man sich ebenfalls gegen ein kleines Entgelt mit den Schlangen fotografieren lassen kann. Da ich heute ziemliche Kopfschmerzen hatte, konnte mich das alles nicht so wirklich begeistern und als unser Guide dann auch noch das gefühlt tausendste Foto von Alex und mir machen wollte, hoffte ich nur, dass dieser Tag schnell zu Ende geht. :D
    Wir fuhren weiter zum "Pura Luhur Uluwatu Tempel", dem "Tempel über dem Fels". Auch dieser ist sehr schön am Wasser gelegen und von einer Menge farbenfroh blühender Bougainvilleas gezeichnet. Das konnte ich zumindest leicht verschleiert so wahrnehmen, da ich aufgrund der zahlreichen und aggressiven Langschwanzmakaken meine Brille nicht auflassen konnte. Diese vergreifen sich hier nämlich an allem was nicht niet- und nagelfest ist. Unser Guide erklärte uns, dass wir uns hier in einer verhältnismäßig trockenen Region Balis befänden und die Affen daher Probleme bei der Nahrungssuche haben. Einige Balinesen nutzen dieses aus, indem sie die Affen entsprechend abrichten. Das Ganze sieht dann in etwa so aus: Affe springt Tourist an und klaut Sonnenbrille, Tourist kauft von Balinesen (eine andere kaputte) Brille, Tourist versucht Affe zum Tausch zu bewegen. Dies klappt natürlich nicht immer und manchmal haben die Affen die Gegenstände sowieso schon zerstört, bis man sie wieder bekommt. Einer der "netten" Balinesen konnte aber wieder ein wenig Geld machen. Da ich Affen noch nie leiden konnte, war ich froh, als wir den Spießrutenlauf durch die Horde gemeistert hatten ohne weitere Verluste zu beklagen. :D Wir wanderten an einer, an der Klippe entlangführenden, Mauer durch die Tempelanlage, machten unser typisches "Alex-und-Jenny-stehen-am-Tempel-Foto" und begaben uns dann wieder zum Auto.
    Unsere nächste und letzte Station für den heutigen Tag war der "Pandawa Beach". Von diesem hatte uns unser Guide schon sehr lange vorgeschwärmt, da dieser wohl sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen sehr beliebt ist. Man kann hier Kanu fahren, sich auf einer Sonnenliege entspannen, an einem der Warungs etwas essen oder sich direkt am Strand Massagen oder Kaltgetränke aufschwatzen lassen. Da wir bereits eine Art Eintrittsgebühr (von Kurtaxe kann man bei den Wasserqualitäten hier wohl kaum sprechen :P ) zahlen mussten, dachten wir, dass die vielen freien Liegen in diesem Preis mit inbegriffen wären - aber Fehlanzeige. Kaum hatten wir zwei bezogen, kam schon von Weitem eine Frau auf uns zugestürmt, die für die eine Stunde, die wir Zeit hatten, 50.000Rp verlangte. Nein, danke. Wir probierten dann in einem kleinen Warung Kokosnüsse und durften während des Trinkens sogar UMSONST auf einem Stuhl sitzen. Wahnsinn! Da wir immernoch ein wenig Zeit hatten, holten wir uns ein Magnum-Eis und spazierten am Wasser entlang. IM Wasser wäre wieder mehr als bedenklich gewesen, wenn man den ganzen angeschwemmten Müll dort liegen sah. Meine Kopfschmerzen waren auch noch nicht gänzlich verflogen, weshalb ich froh war, dass es nun in Richtung Hotel ging. Unser netter Guide hat uns zum Abschluss dann auch noch eine Drachenfrucht, eine Mango und Schlangenfrüchte geschenkt. In dieser Hinsicht sind die Balinesen wirklich sehr zuvorkommend und gastfreundlich. Da könnten wir uns in Deutschland mal eine Scheibe von abschneiden . . .
    Da unser Guide sehr bemüht war und sich stets erkundigte, was wir gerne sehen oder machen wollen, waren die Touren für uns insgesamt sehr informativ und schön. Wir haben jetzt einige Ecken Balis gesehen, sowohl touristisch, als auch eher ländlich geprägt und dabei eine Menge atemberaubender Landschaften entdeckt. Ein Eindruck ist jedoch geblieben: Es liegt ÜBERALL viel Müll. Schade.
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