Giraf137

Von Vellahn, nach Schwerin, in die Welt, zurück nach Rostock.
Living in: Rostock, Deutschland
  • Day335

    TCEC - Serangan

    September 8 in Indonesia

    Unser letzter Ausflug, bevor sich unsere Reise nun langsam dem Ende entgegen neigt...
    Die Idee bekam ich in einer Facebookgruppe und so fuhren wir heute zu TCEC, "The Turtle Conservation and Education Centre" in Serangan. Hierbei handelt es sich um ein 2006 gegründetes Projekt des WWF, dass den illegalen Handel und den Fang von Schildkröten stoppen und durch entsprechende Aufzuchtsmaßnahmen die Population verschiedenster Arten rund um Bali wieder stärken soll. Hier in Serangan boomte einst der Handel mit Schildkrötenfleisch, welches hier zum einen als Delikatesse gehandelt zum anderen für religiöse Zwecke genutzt wurde und leider im Versteckten immer noch wird. Die Pfleger der Aufzuchtsstation versorgen verletzte Tiere, welche sich in Fischernetzen oder Müll verfangen haben und kaufen auch selbst einige der Tiere auf dem Schwarzmarkt, um diese befreien zu können. Des weiteren suchen sie regelmäßig die Strände nach Schildkröteneiern ab, welche sie dann hier ausbrüten. Sind die Jungtiere einige Tage alt und relativ kräftig, werden sie am Strand wieder ins Meer ausgesetzt.
    Heute morgen, noch vor unserer Ankunft, haben gerade einige Schildkröten das Licht der Welt erblickt. Wir durften uns selber welche nehmen und sie in ein Wasserbecken setzen. Nach einer Weile tauchen sie dann auf, um ihren ersten Atemzug zu tätigen. Bei meiner hat das eine Weile gedauert und der Pfleger und ich wurden schon langsam skeptisch, aber nach einiger Zeit hat sie es dann doch geschafft. :D
    Dann wollten wir noch eine Schildkröte adoptieren. Das kostet umgerechnet etwa 9€. Man bekommt sowohl ein Zertifikat mit Namen als auch eine Schildkrötenkette. Das Geld kommt der Arbeit der Organisation zu Gute. Mit einem Eimerchen durften wir aus einem der anderen Becken eine Schildkröte fischen. Ein Shuttle hat uns dann in einer kleineren Gruppe zum Strand gefahren, wo wir unsere Schildkrötchen aussetzen durften. Meine hat es natürlich wieder als Letzte geschafft, obwohl ich sie als Erste ausgesetzt hatte. :D Nach der ersten Welle blieb sie an einer Koralle hängen, dann war sie leicht verwirrt, hat es aber mit einer weiteren Welle geschafft los zu schwimmen. Es war soooo toll. :)
    Da ich in Deutschland heute eigentlich zur Pullerparty von "Heinrich" eingeladen war, habe ich sie nach ihm benannt. Quasi als Symbol für einen guten Start ins Leben.:)
    Zurück im Centre haben wir uns noch einmal ein wenig umgesehen und durften dann noch größere Schildkröten mit Salat füttern. Diese waren aber entweder satt oder aber müde. Ab und an hat mal eine zugebissen, aber das war es dann auch.^^
    Alles in allem eine super Erfahrung!! :)

    Mehr Infos über die Organisation: https://www.wwf.or.id/en/about_wwf/whatwedo/marine_species/how_we_work/endangered_marine_species/tcec.cfm
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day331

    Tanah Lot / Luhur Uluwatu / Pandawa

    September 4 in Indonesia

    Heute hatten wir die letzte unserer drei Touren mit unserem Guide "Beki".
    Wir starteten morgens mit dem "Tanah Lot Tempel". Da dieser bei allen Touristen sehr beliebt ist, versuchten wir relativ zeitig dort zu sein. "Tanah Lot" bedeutet wörtlich übersetzt so etwas wie 'Land inmitten des Meeres' - und das trifft auch zu, da der Tempel auf einer Art Landzunge liegt, welche bei Flut zu einer kleinen Insel wird und dann nicht mehr trockenen Fußes zu erreichen ist. In einer Höhle unten am Felsen befindet sich außerdem eine Süßwasserquelle, die aus dem Meer entspringt. Wenig erstaunlich also, dass sie als heilig bezeichnet und rund um die Uhr von Priestern bewacht wird. Eine weitere Höhle am gegenüberliegenden Festland wird 'Ular Suci' genannt. Hier leben die "heiligen Schlangen", welche ebenfalls von Priestern betreut werden und angeblich noch nie gebissen haben. Auf dem, dem Tempel zugehörigen Gelände findet man neben einem typischen Markt einen sehr schön angelegten Bereich, der beinahe an eine Art Park erinnert und wo man sich ebenfalls gegen ein kleines Entgelt mit den Schlangen fotografieren lassen kann. Da ich heute ziemliche Kopfschmerzen hatte, konnte mich das alles nicht so wirklich begeistern und als unser Guide dann auch noch das gefühlt tausendste Foto von Alex und mir machen wollte, hoffte ich nur, dass dieser Tag schnell zu Ende geht. :D
    Wir fuhren weiter zum "Pura Luhur Uluwatu Tempel", dem "Tempel über dem Fels". Auch dieser ist sehr schön am Wasser gelegen und von einer Menge farbenfroh blühender Bougainvilleas gezeichnet. Das konnte ich zumindest leicht verschleiert so wahrnehmen, da ich aufgrund der zahlreichen und aggressiven Langschwanzmakaken meine Brille nicht auflassen konnte. Diese vergreifen sich hier nämlich an allem was nicht niet- und nagelfest ist. Unser Guide erklärte uns, dass wir uns hier in einer verhältnismäßig trockenen Region Balis befänden und die Affen daher Probleme bei der Nahrungssuche haben. Einige Balinesen nutzen dieses aus, indem sie die Affen entsprechend abrichten. Das Ganze sieht dann in etwa so aus: Affe springt Tourist an und klaut Sonnenbrille, Tourist kauft von Balinesen (eine andere kaputte) Brille, Tourist versucht Affe zum Tausch zu bewegen. Dies klappt natürlich nicht immer und manchmal haben die Affen die Gegenstände sowieso schon zerstört, bis man sie wieder bekommt. Einer der "netten" Balinesen konnte aber wieder ein wenig Geld machen. Da ich Affen noch nie leiden konnte, war ich froh, als wir den Spießrutenlauf durch die Horde gemeistert hatten ohne weitere Verluste zu beklagen. :D Wir wanderten an einer, an der Klippe entlangführenden, Mauer durch die Tempelanlage, machten unser typisches "Alex-und-Jenny-stehen-am-Tempel-Foto" und begaben uns dann wieder zum Auto.
    Unsere nächste und letzte Station für den heutigen Tag war der "Pandawa Beach". Von diesem hatte uns unser Guide schon sehr lange vorgeschwärmt, da dieser wohl sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen sehr beliebt ist. Man kann hier Kanu fahren, sich auf einer Sonnenliege entspannen, an einem der Warungs etwas essen oder sich direkt am Strand Massagen oder Kaltgetränke aufschwatzen lassen. Da wir bereits eine Art Eintrittsgebühr (von Kurtaxe kann man bei den Wasserqualitäten hier wohl kaum sprechen :P ) zahlen mussten, dachten wir, dass die vielen freien Liegen in diesem Preis mit inbegriffen wären - aber Fehlanzeige. Kaum hatten wir zwei bezogen, kam schon von Weitem eine Frau auf uns zugestürmt, die für die eine Stunde, die wir Zeit hatten, 50.000Rp verlangte. Nein, danke. Wir probierten dann in einem kleinen Warung Kokosnüsse und durften während des Trinkens sogar UMSONST auf einem Stuhl sitzen. Wahnsinn! Da wir immernoch ein wenig Zeit hatten, holten wir uns ein Magnum-Eis und spazierten am Wasser entlang. IM Wasser wäre wieder mehr als bedenklich gewesen, wenn man den ganzen angeschwemmten Müll dort liegen sah. Meine Kopfschmerzen waren auch noch nicht gänzlich verflogen, weshalb ich froh war, dass es nun in Richtung Hotel ging. Unser netter Guide hat uns zum Abschluss dann auch noch eine Drachenfrucht, eine Mango und Schlangenfrüchte geschenkt. In dieser Hinsicht sind die Balinesen wirklich sehr zuvorkommend und gastfreundlich. Da könnten wir uns in Deutschland mal eine Scheibe von abschneiden . . .
    Da unser Guide sehr bemüht war und sich stets erkundigte, was wir gerne sehen oder machen wollen, waren die Touren für uns insgesamt sehr informativ und schön. Wir haben jetzt einige Ecken Balis gesehen, sowohl touristisch, als auch eher ländlich geprägt und dabei eine Menge atemberaubender Landschaften entdeckt. Ein Eindruck ist jedoch geblieben: Es liegt ÜBERALL viel Müll. Schade.
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  • Day328

    Heute hatten wir einen richtig tollen Tag. :)
    Zunächst fuhren wir mit unserem Guide zum "Pura Goa Lawah Tempel", auch bekannt als 'Fledermaushöhle'. Der Tempel gehört zu den sechs heiligsten Plätzen auf Bali und wurde im 11. Jahrhundert um eine Fledermaushöhle erbaut, welche bei größeren Tumulten auch tagsüber über dem Altar umher schwirren. Heute hatten wir Glück und es fand eine große Zeremonie mit einem hohen Priester statt. Es war sehr interessant zu sehen, wie viele Leute dazu hierher kamen, wie diese gekleidet waren, ihre großen Opfergaben mitgebracht haben und alle gemeinsam im Schneidersitz sitzend ihr Gebet abhielten. Dazu die traditionellen Instrumente und der Priester - es wirkte für uns mal wieder alles wie im Film oder in einer anderen Welt. :) Auch am, dem Tempel gegenüberliegendem, Strand trafen sich zahlreiche Leute zum Beten. Mit ihrer vornehmlich weißen und gelben Kleidung leuchteten sie förmlich auf dem, von Vulkanasche eingefärbten, Strandsand.
    Danach ging es weiter zum "Pura Besakih", dem "Muttertempel" und bedeutendstem Heiligtum des Hinduismus in Indonesien. Der Tempel liegt in 950 Metern Höhe am Fuße des Vulkans "Gunung Agung". Von hier aus hat man bei guten Wetter einen eindrucksvollen Blick über die umliegende Landschaft. Da es heute sehr bedeckt war, konnte man aber weder den Vulkan im Hintergrund des Tempels noch die Umgebung ausmachen. Hier durfte uns unser Guide nicht herum führen, sondern lediglich ein Mitarbeiter des Tempels. Aber auch dieser hat sich viel Zeit für uns genommen und uns einmal durch die komplette Anlage geführt. Besonders amüsant war ein Indonesier, welcher ein Foto mit Alex und mir machen wollte (wir stechen hier wohl wirklich heraus ^^) und besonders viel Mitleid hatten wir mit einem vielleicht sechs Jahre alten Mädchen, welches uns zunächst fragte, ob wir aus Deutschland oder Italien kämen und uns dann in eindrucksvollem Deutsch überreden wollte ihr eine Postkarte ab zu kaufen. Wäre unser Guide nicht so schnell gegangen, wären wir sicher schwach geworden. :D Zurück im Auto bekamen wir von unserem Fahrer "Salaks" (=Schlangen-/Panzerfrüchte) zu probieren. Die Schale hat eine Art Schlangenhautmuster - daher der Name. Diese schmeckten ganz ok, ein bisschen nach Apfel oder Ananas, jeden Tag bräuchte ich das jedoch nicht. :D
    Weiter ging es zu einer Art botanischem Garten. Hier wuchs alles von Ingwer über Gewürznelken, Muskatnuss und Sternanis bis zu Kakaobäumen. Erst einmal war ich überrascht darüber wie Zimtstangen entstehen - oder vielmehr warum ich nicht wusste wie diese ihre Form erhalten und dass das eigentlich Baumrinde ist ... was zur Hölle!?? ... :D Außerdem konnten wir Fleckenmusangs beobachten und uns erklären und zeigen lassen, wie das, was sie fressen und wieder ausscheiden zum teuersten Kaffee der Welt verarbeitet wird. :) Anschließend gab es eine kostenlose Verkostung. Wir probierten Balinesischen Kaffee, Kokos-, Kakao-, Ginseng- und Vanillekaffee, Zitronengras-, Ingwer- und Mangostantee. Anschließend tranken wir noch eine Tasse des Luwak-Kaffees. Mein persönlicher Favourit war der Kokoskaffee, welchen ich dann noch im zugehörigen Geschäft kaufte - so wie auch den Katzenkaffee, welcher in Deutschland pro Kilo 100€ kostet und hier eben wesentlich günstiger ist. :) Nicht nur die Verkostung, auch die ganze Atmosphäre an der Schlucht mitten im Dschungel war sehr schön und erholsam.
    Gestärkt machten wir uns auf zu unserer letzten Station: dem "Tukad Cepung Wasserfall". Nachdem wir einige abenteuerliche Treppenstufen überwunden hatten, kamen wir in eine wunderschöne Schlucht. Hier sah es das erste Mal seit wir in Bali sind wirklich aus wie im Paradies. Wir wateten ein weiters Stück durch den Wasserlauf und erreichten hinter ein paar Felsen den Wasserfall. Es sah soooo toll aus. Unglaublich. Da war auch der Regen nur noch halb so schlimm, dieser Anblick entschädigte einen für alles ;)
    Auf dem Rückweg kaufte uns unser Guide frittierte "Jackfrucht". Ich glaube er will uns nach und nach von den balinesischen Essensbesonderheiten überzeugen. ^^ Es schmeckte aber echt gut, ein bisschen wie Banane, ein bisschen wie Weihnachtsmarkt. :)
    Auf dem Heimweg stoppten wir dann noch ein weiteres Mal. Alex ist erkältet und unser Fahrer wollte ihm netterweise irgendein traditionelles Medikament kaufen. Das gab es aber nicht und so brachte er uns noch Cassava-Chips mit - schmeckten wie Kartoffelchips und sind wohl auch ähnlich.
    Es war wirklich schön heute und so freuen wir uns schon auf den nächsten Trip am Dienstag! :)
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  • Day325

    Ubud and around

    August 29 in Indonesia

    Relativ kurzfristig haben wir noch einen Guide für drei Tagestouren gefunden. Heute war die Erste. Auf dem Programm standen der Traditional Art Market und der Affenwald in Ubud, die Tegalalang Reisterrassen, der Gunung Kawi Sebatu Tempel sowie die Elefantenhöhle Goa Gajah, bei der es sich ebenfalls um eine Tempelanlage handelt.
    Los ging es mit dem Markt. Dieser war einmal wieder die absolute Hölle. Die Leute können es leider nicht verstehen, dass man keine hundert Sarongs oder geflochtene Taschen kaufen möchte und dass man manchmal vielleicht einfach "nur gucken" will. Sobald man im Vorbeigehen einmal zu lange auf etwas geschaut hat oder zu langsam gegangen ist, versuchen die Leute einem auf sehr penetrante Art und Weise etwas an zu drehen. Ein höfliches "Nein, danke!" reicht den meisten leider nicht. Sie halten einem Sachen an, reden auf einen ein - man fühlt sich, als würden sie einen nahezu dazu zwingen wollen etwas zu kaufen und wenn man dies nicht tut werden sie beinahe aggressiv. Sehr unangenehme Atmosphäre für uns. Und uns ist natürlich bewusst, dass für einige der Leute hier jeder Cent zählt! Nachdem wir den Weg aus dem Markt überstanden hatten, tingelten wir noch ein wenig durch die Hauptstraße und machten uns dann auf den Weg zum Affenwald. Passend dazu schrieb in einer Facebook-Gruppe letztens jemand: "Vorbei an 'Taksi, Taksi!' und der Handtaschen-Mafia..". :D
    Der Affenwald von Ubud ist ein Naturpark mit über 186 Baumarten, einer heiligen Quelle und Tempeln. Hier leben etwa 700 Balinesische Langschwanzmakaken, welche dem Wald seinen Namen geben. Für die Dorfbewohner ist der Wald ein wichtiger spiritueller heiliger Ort. Ganz nach dem Prinzip "Tri Hita Karana" (drei Ursachen des Wohlergehens: Harmonie zwischen Menschen, - mit der Natur und - mit Gott) sollen hier auch die Besucher Frieden und Harmonie finden. Durch die üppigen Gewächse fühlte man sich wie mitten im Urwald und durch die mit Moos bewachsenen Statuen wirkte alles sehr mystisch. Von den Affen haben wir eher versucht Abstand zu halten, da ich bereits einige Berichte gelesen hatte, dass Menschen gebissen wurden etc. und wir ja keine Tollwutimpfung haben. Trotz allem ein sehr schöner Ort fernab vom Stadttrubel.
    Anschließend fuhren wir mit unserem Guide weiter zu den Reisterrassen von Tegalalang. Diese werden von den Balinesen auch gerne als "Himmelstreppe zu den Göttern" bezeichnet. Und so sehen sie auch irgendwie aus.^^ Hier wird noch alles per Hand bewirtschaftet, da es aufgrund der Lage auch kaum möglich ist, weitere Gerätschaften ein zu setzen. Die Luft hier oben war um einiges angenehmer als vorher in der Stadt und die Aussichten waren phänomenal. :)
    Nächstes Ziel war der "Gunung Kawi Sebatu Tempel". Dieser lag quasi irgendwo versteckt im Dschungel. ^^ Es handelt sich hierbei um einen Tempel zu Ehren 'Vishnu's', der über das Wasser herrschen soll - der Tempelkomplex ist auf einer natürlichen Quelle erbaut, welche mehrere Teiche und Pools mit Wasser versorgt. Passend dazu fing es nun auch noch an zu regnen. :D Unser Guide lief jedoch sofort zum Auto, um uns Schirme zu besorgen. Freundlich und zuvorkommend wie die Balinesen eben sind. :) Interessant sind für uns natürlich immer die verschiedenen Bauwerke in den Tempeln, aber hier gefiel mir besonders einer der Teiche, in welchem RIESIGE Koikarpfen leben. Eine Art Pavillon war quasi inmitten des Teiches erbaut. Es herrschte eine sehr entspannende Atmosphäre.
    Abschließend fuhren wir noch zur bekannten Elefantenhöhle "Goa Gajah". Die Höhle wurde bereits im 9. Jahrhundert erbaut, weshalb ihr ursprünglicher Nutzen nicht ganz klar ist. Es wird jedoch angenommen, dass sie für spirituelle Meditationen genutzt wurde - so auch heute noch. Erst im Jahr 1923 wurde die Höhle von niederländischen Archäologen wieder entdeckt, 1954 fand man zudem den Brunnen und das Schwimmbad. Da man auf dem Komplex sowohl hinduistische als auch buddhistische Symbole findet, wird er von beiden Religionen gleichsam genutzt. In einem Tempelabschnitt wurde ich noch von einer älteren buddhistischen Dame gesegnet, welche mir eine Frangipani-Blume hinters Ohr steckte, mir Reis auf die Stirn klebte und mir abschließend noch Wasser ins Gesicht spritzte. Wollen wir mal hoffen, dass es etwas gebracht hat. :D Seit 1995 ist Goa Gajah übrigens UNESCO Weltkulturerbe. Also auf jeden Fall mal einen Besuch wert. ;)
    Nach all diesen neuen Eindrücken waren wir fix und fertig. Mein Kopf hat nicht nur vor Hitze geraucht und wir waren froh, dass wir uns nun langsam auf den Rückweg machten. Unser Guide versuchte den ganzen Tag über den Hauptstraßen aus zu weichen und mit uns stattdessen durch die ländlichere Gegend zu fahren, was wirklich interessant war. Die Pflanzen und tiefen Schluchten an den Straßenrändern (ohne Leitplanken) waren im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend und wir konnten einmal etwas außerhalb der Touristenorte sehen. Leider jedoch auch wieder Müll soweit das Auge reicht. Einfach überall. Sehr schade.
    Aber alles in allem ein spannender Tag! :)
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  • Day323

    Von unserem Hotelzimmer aus können wir in der Ferne eine riesige Statue sehen. Meine Internetrecherchen ergaben, dass es sich hierbei um den Hindu-Gott "Vishnu" auf seinem Reitvogel "Garuda" handelt. Die 120 Meter hohe Statue soll im September diesen Jahres fertiggestellt werden und ist dann die größte in Indonesien, die zweitgrößte der Welt und sogar 30 Meter höher als die Freiheitsstatue in den USA.
    Um dieses Bauwerk also einmal etwas näher betrachten zu können, fuhren wir heute zum "Garuda Wisnu Cencana Cultural Park". In diesem Kulturpark kann man noch ein paar weitere Skulpturen bewundern sowie diverse traditionelle Tanzvorstellungen. Wir sahen uns den bekannten "Barong-Keris-Tanz" an: eine balinesische Tanzgeschichte, über den Kampf zwischen 'Barong' als guten Geist und 'Rangda' als bösen Geist. Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie komplex die Gesten und Bewegungen von Fingern, Händen, Kopf, Füßen und Augen aufeinander abgestimmt waren. Alles wirkte sehr elegant und trotzdem total dynamisch und ausdrucksstark. Dazu noch die Klänge der 'Rindiks' (traditionelles indonesisches Musikinstrument aus Bambus - sieht aus wie ein Xylophon :D ). Man hatte wirklich den Eindruck nun einmal etwas mehr von der eigentlichen Kultur mit zu bekommen.
    Auf dem Weg vom Hotel zum Park kamen wir auch wieder an dem ein oder anderen eindrucksvollen Gebäude vorbei. Besonders schön sind auch die zahlreichen bunt blühenden Bäume überall. Und besonders hässlich waren leider wieder die Müllberge an und in den Seitenstraßen. :/
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  • Day319

    Kuta II

    August 23 in Indonesia

    Heute wurden wir mehr oder weniger aus dem Bett "gebebt". Nach den Erdbeben der letzten Wochen auf der Nachbarinsel Lombok kam es heute südlich von Bali zu einem Seebeben der Stärke 5,2. Dies dauerte nur wenige Sekunden, aber Alex und ich guckten uns trotzdem erst einmal leicht geschockt an. Was jetzt?! Kurz darauf gab es einen kurzen Alarm im Hotel. Wir machten uns auf den Weg in Richtung Treppe, passierten dabei eine australische Familie, die anscheinend auch nicht wusste, wie man sich nun am besten verhält und uns kurz darauf folgte. Unten in der Lobby saßen noch einige andere Hotelgäste in ihren Schlafanzügen. Wir warteten darauf, was jetzt passiert oder wenigstens auf eine kurze Ansage . . . aber es kam NICHTS. Leicht verwirrt über die spärlichen Informationen machten sich nach und nach alle wieder zurück auf ihre Zimmer. Es war ja nichts weiter passiert, aber man fühlte sich schon ein bisschen verunsichert.
    Nach dem Frühstück gingen Alex und ich zum bekannten Souvenirshop "Krisna". Dieser lag dieses Mal in die andere Richtung und war deshalb wesentlich einfacher zu erreichen. Beim Betreten bekamen wir vom Sicherheitspersonal erst einmal einen Sticker auf die Klamotten geklebt, welcher uns für die Verkäufer als Touristen kennzeichnen sollte. Die zahlen hier (und nicht nur "hier") nämlich mehr als die Einheimischen. Da alles ein wenig an 'Kik' und richtigen Billigramsch erinnerte, fanden wir nicht wirklich viel. Beim Verlassen wurden wir von einem "Fisch-Spa"-Betreiber angesprochen, ob wir dies nicht einmal ausprobieren wollten. Warum nicht. Ich hatte zwar in letzter Zeit viel darüber gelesen, dass diese Fische oft nichts zu fressen kriegen, damit sie eben ihren Job machen, aber egal - einmal kann man das schon machen. ^^ Die kleinen Tiere machten sich auch gleich zu schaffen und ich hatte eher das Gefühl, dass meine Füße eingeschlafen sind, als dass ich dies entspannend finden konnte. Noch einmal werde ich das deshalb wohl tatsächlich nicht machen, aber es war schon ganz lustig. Der Betreiber hat sich noch ganz nett mit uns unterhalten und uns angeboten, dass sein Bruder uns als Guide die Insel zeigen kann. Er gab mir seine Nummer und die des Bruders, wo ich mich gerne melden sollte. Der Bruder kann uns zu ganz vielen tollen Orten bringen und uns davon auch Fotos schicken. Jaja... Hier auf Bali ist es üblich, sich einen privaten Guide zu buchen, der einen über die Insel fährt und einem das Ein oder Andere erklärt. Ich hatte jedoch im Internet schon einen gefunden, den ich kontaktieren wollte. Alex und ich bedankten uns noch einmal recht herzlich und verabschiedeten uns, als er uns darauf hinwies, dass wir doch noch bezahlen müssen. Ach ja! Peinlich! :D
    Wir entschuldigten uns, zahlten und machten uns dann aber wirklich auf den Rückweg.^^
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  • Day317

    Kuta

    August 21 in Indonesia

    Nach dem Frühstück wollten wir unsere Umgebung etwas genauer erkunden und machten und zu Fuß auf den Weg zum Strand. Der Hotelmanager hatte uns noch empfohlen, den Shuttle zu nehmen, aber vor uns lagen nur zwei Kilometer Strecke und wir wollten ja schließlich etwas sehen.
    Schlechte Idee ...
    Beim Gehen über die "Geh"wege fühlte man sich wie in einem Jump-and-Run-Spiel. Betonplatten wurden einfach über eine Art Straßengraben gelegt, gelegentlich fehlte eine Platte oder war kaputt, die Motorroller weichen öfter auf die Wege aus und wenn man eine Straße überqueren will, muss man entweder schnell sein und Glück haben oder bis zu einem der Herren gehen, die alle paar hundert Meter stehen und einen über die Straße führen, indem sie mehr oder weniger kurz den Verkehr lahm legen.
    In den Gräben und auf leeren Grundstücken liegt alles voll mit Müll. Da es hier keine gesetzlichen Abfallregelungen gibt, haben die Menschen anscheinend ihr eigenes System entwickelt. Der Müll wird auf oder zwischen Grundstücken gesammelt und wenn es zu viel wird, zündet man es an. Das Zeug in den Gräben wird bei starkem Regen einfach ins Meer gespült.
    Je dichter wir in Richtung Strand kamen, umso schlimmer wurde das Gedränge. Ein Warung (kleiner Laden) reihte sich an den anderen und wir wurden alle zwei Meter gefragt, ob wir etwas kaufen möchten. Teilweise richtig aufdringlich. Hinzu kamen die Fragen, ob man ein Taxi bräuchte oder einen Roller mieten will. "Nein, danke!" Langsam fiel es immer schwerer freundlich zu bleiben. Wir freuten uns, gleich am Strand angekommen zu sein. Da wurde es jedoch keinen Deut besser. Der obere Strandstreifen war ebenfalls wie eine Art Markt, bei welchem einen die Leute Sarongs, und kühle Getränke verkaufen wollten. Diese liefen einem bis zum Meer hinterher. Auch aus dem Wasser kamen Leute, die uns Surfstunden anboten. Dann noch die Sonne und die nicht mehr gewohnte Hitze. Es war einfach ZU VIEL! Wir flüchteten uns ins nächste Einkaufscenter, welches verglichen mit den Straßen nahezu ausgestorben wirkte. Erholung. :D
    Auf dem gleichen Weg kämpften wir uns wieder zurück in Richtung Hotel. Wir waren fix und fertig und beschlossen den folgenden Tag im Hotel zu verbringen, um uns erst einmal von all diesen Eindrücken, den Abgasen, den Räucherstäbchengerüchen der Opfergaben, dem Verkehrschaos und allem anderen zu erholen. So hatten wir uns unsere letzten freien Tage eigentlich nicht vorgestellt. :D
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  • Day316

    Denpasar

    August 20 in Indonesia

    "Bye, bye, Perth!"
    Netterweise fuhr uns unsere Vermieterin noch zum Flughafen, wo wir dann einige Zeit warteten bis Thomas sein Gepäck einchecken konnte und Alex und ich dann unseres. Da wir beide jeweils doppelt so viel Übergepäck hatten wie erlaubt ( .. man kommt ja vielleicht auch so durch .. ), mussten Alex und ich unsere fünf Gepäckstücke auf vier reduzieren. Meine Gitalele hatte ich eigentlich als Sperrgepäck gebucht, dafür war sie wohl aber zu klein. Nach langem Hin und Her schmissen wir also einiges zusammen, checkten Alex Daypack ein und das Warten konnte weiter gehen. Thomas Flug startete um 17:30Uhr, Alex und ich hebten eine halbe Stunde später ab. Der Flug war schrecklich!!! Hinter uns in der Reihe saß eine Mutter mit ihren beiden Kindern, welche die gesamte Flugzeit am nörgeln waren. Das Kind hinter mir trat ununterbrochen gegen meinen Sitz und nach einer Stunde hat es unerträglich gestunken - da die Mutter auf dem Sitz hinter Alex das kleinere der beiden Kinder wickelte. Lecker.
    Pünktlich landeten wir. Sofort beim Verlassen des Flugzeuges kam einem warme, feuchte und gar nicht mal so gut riechende Luft entgegen. Willkommen in Bali! ^^ Total durchgeschwitzt waren wir froh, als wir mit unserem Gepäck endlich durch alle Kontrollen durch waren, da wurden wir schon von allen Seiten angesprochen: "Taxi?". Wir stimmten gleich zu, zahlten im Voraus die 16€ für den Weg zu unserem Hotel, ließen uns unser Gepäck abnehmen und folgten einem Mann mit unseren Sachen auf dem Gepäckwagen durch immer dunkler werdende Gänge in eine Garage, wo schon der nächste auf uns wartete. Unsere Sachen wurden in den Kofferraum verladen und wir stiegen ein. Im Auto wurde uns erst einmal klar, dass wir gerade gegen alle Vernunftsregeln, die einem als Kind eingetrichtert werden, verstoßen haben, aber "wird schon gut gehen". :D Darauf folgte gleich das nächste Abenteuer. Der Verkehr. Nachdem wir von Australien gewohnt waren manchmal komplett alleine auf der Straße zu sein, begegneten wir hier dem kompletten Gegenteil. Der reinste Wahnsinn. Aus zwei Fahrspuren wurden durch die Motorroller schnell einmal vier gemacht, überholt wird auf dem Bürgersteig. Wir fühlten uns wie in einem Actionfilm. Nach einer knappen halben Stunde waren wir am Hotel. Ein Mann öffnete den Kofferraum und mein Rucksack war gleich wieder weg. :D An der Rezeption legten wir auch unsere restlichen Taschen auf den Gepäckwagen, checkten ein und bezogen unser Zimmer. Von einem drei Jahre alten 4-Sterne-Hotel hatten wir anscheinend irgendwie andere Vorstellungen. Alles wirkt herunter gekommen und von Hygiene hält man hier anscheinend auch nicht das meiste. Nur das Lichtkonzept gefällt uns ganz gut. ^^
    Nach dem Auspacken und Duschen gingen wir gleich ins Bett und schliefen quasi sofort ein ...
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  • Day315

    Perth - FINALLY ..

    August 19 in Australia

    Unser letzter Tag in Australien ! ! !
    UNGLAUBLICH !
    Morgen geht es für Thomas schon zurück nach Deutschland und für Alex und mich weiter nach Bali.
    Da heute noch einmal richtig gutes Wetter angesagt war, fuhren Thomas und ich zum "Scarborough Beach". So konnte Thomas hier noch einmal bei gutem Wetter und an einem schönen Strand im "Indischen Ozean" baden (damit es auch wirklich von seiner Liste gestrichen werden kann) und wir konnten uns noch einmal ein wenig erholen, bevor es ans Taschen packen und vorbereiten geht. :)
    Jetzt werden wir noch einen letzten Jägermeister auf australischem Boden trinken und morgen wechseln wir dann einmal wieder den Kontinent. :)
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  • Day313

    Penguin Island Wildlife Cruise

    August 17 in Australia

    Um Thomas' letztes Geburtstagsgeschenk ab zu arbeiten, fuhren wir heute nach Rockingham, um dort die "Penguin Island Wildlife Cruise"-Tour zu machen. Da für die Insel an sich zu dieser Jahreszeit keine Touren angeboten und die Pinguine Brutsaison haben, stand lediglich eine Glasbodenbootstour entlang des Küstenstreifens zur Verfügung. Das war aber auch nicht sooo schlecht. Wir konnten eine Delfinmutter mit ihrem Kalb beobachten, eine ganze Menge Seevögel - insbesondere Pelikane und Kormorane - und Seelöwen. Dazu hatten wir noch bestes Wetter. :) Anschließend gingen wir noch im "Pengo" essen und fuhren dann in die Stadt, um durch den "Burswood Park" zu spazieren. Hierbei nutzten wir die Gelegenheit, um über die im Juli eröffnete "Matagarup Bridge" zu wandern und entdeckten bei unserem weiteren Weg außerdem ein richtig schönes Wohngebiet, das fast ein wenig an Venedig erinnerte. :) Alles in allem ein sehr schöner Frühlingstag und ENDLICH kein Regen mehr. :DRead more

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