In 120 Tagen mit dem Rucksack vom Pazifik zum Atlantik.
  • Day120

    Deutschland - Ankunft zu Hause

    October 29, 2018 in Brazil ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach 120 Tagen reisen durch Südamerika und einem 14 Stunden Rückflug habe ich wieder deutschen Boden betreten und wurde gleich von David, Mama und Papa am Flughafen begrüßt. Ich habe mich riesig gefreut die Familie wieder zu sehen und nach Hause zu kommen.

    Beim ersten Gang durch den Supermarkt wurde erstmal großzügig eingekauft - Brot, Wurst, Käse, Kartoffeln etc. - und zuhause dann lecker gekocht.
    Auch die erste Nacht in meinem eigenen Bett war wunderbar und als ich meinen Kleiderschrank geöffnet habe ging mein Herz auf - ich muss nicht mehr mit nur ein paar Teilen aus meinem Rucksack leben, Juhuu!!!

    Meine Reise ist jetzt also offiziell beendet und mein Leben zuhause geht nun wieder, mehr oder weniger wie gewohnt, weiter!

    Mal sehen wo die nächste große Reise hingeht 😉
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  • Day119

    Brasilien - Rio de Janeiro

    October 28, 2018 in Brazil ⋅ ⛅ 25 °C

    Last but not least - RIO DE JANEIRO!!!

    Die letzten 5 Tage meiner unglaublichen Reise durch Südamerika verbringe ich im wunderschönen und aufregenden "Rio de Janeiro".

    Mit Rio de Janeiro verbindet man unweigerlich die Wahrzeichen der Stadt wie den Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur und den weltberühmten Strand der Stadtteile Copacabana und Ipanema als auch den Karneval, heiße Rhythmen, wackelnde Hüften und Samba unter der tropischen Sonne Brasiliens.
    Aber leider zeichnet sich die Stadt auch durch eine hohe Kriminalitätsrate, Drogenhandel, Armut und Slums (Favelas) aus. In Rio de Janeiro tobt ein Krieg zwischen Polizei und Drogenhändlern. Manche Viertel gelten als gesetzlose Zonen, die ausschließlich von kriminellen Banden kontrolliert werden. Insbesondere die Favelas gelten aufgrund der dort vorherrschenden Armut als sehr gefährlich. Dementsprechend hat man sich als Tourist an gewisse "Regeln" zu halten um nicht ungewollt in eine Schießerei zu geraten oder Opfer eines Raubüberfalls zu werden. Das ist mir sehr gut gelungen 😉

    Neben all den Abstechern zu den ganzen Wahrzeichen der Stadt habe ich das Viertel "Rocinha", die größte Favela am Rande von Ipanema besucht, natürlich mit Guide, und mir am Strand zum letzten mal die brasilianische Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

    Das war's, in ein paar Stunden sitze ich schon im Flieger Richtung Deutschland, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich hatte eine wahnsinnig aufregende und schöne Zeit in Süd Amerika, vermisse aber auch die Heimat und freue mich unter anderem auf mein eigenes Bett und meinen Kleiderschrank.

    Nun sage ich bye bye Süd Amerika und ganz sicher bis bald!
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  • Day114

    Brasilien - Ilha Grande

    October 23, 2018 in Brazil ⋅ ☀️ 27 °C

    "Ilha Grande" ist eine traumhaft schöne, tropische Insel an der brasilianischen Ostküste nur wenige Stunden mit Bus und Boot von Rio de Janeiro entfernt. Die Insel ist ein natürliches Paradies welches aus 99% Regenwald besteht. Es gibt nur eine kleinen Stadt die Hostels, Restaurants und ein paar Shops beherbergt. Eine Reihe von Wanderwegen führen einen durch die dichte Vegetation des Regenwaldes zu verlassenen Stränden.

    Einer der Wanderwege führt direkt zu einem verlassenen Gefängnis, welches bis 1994 auf Ilha Grande betrieben wurde und als das berüchtigteste Gefängnis ganz Brasiliens galt wo die grausamsten Verbrecher des Landes einsaßen - z.B. Mörder, Diebe und Drogenbosse. Heute findet man lediglich eine verlassene Stadt und Ruinen vor, die einen sehr gespenstischen Eindruck machen.

    Auf einer Bootstour zu den "Paradise Islands" kurz vor Ilha Grande konnten wir weitere verlassene Inseln und Stränden erkunden und sogar beim Schnorcheln Fische beobachten.

    "Lopez Mendes" gilt als einer der schönsten Strände des Landes und ist entweder über eine 2,5 stündige Wanderung zu erreichen oder per Boot. Wir sind morgens zum Strand hin gelaufen und nach einem entspannten Sonnenbad haben wir uns von einem Speedboat zurück bringen lassen.

    Ilha Grande war der letzte sonnige Aufenthalt für mich mit schönen Stränden in Brasilien und ich habe es sehr genossen. Ich werde es vermissen die Abende bei einem Caipirinha am Strand ausklingen zu lassen.
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  • Day111

    Brasilien - Paraty

    October 20, 2018 in Brazil ⋅ ☁️ 22 °C

    Die beschauliche Kolonialstadt "Paraty" liegt zwischen den Großstädten Sao Paulo und Rio de Janeiro und ist ein beliebter Ort für Brasilianer dem Großstadtjungle für ein paar Tage zu entfliehen. Die Geschichte der Stadt ist sehr interessant daher eine kurze Zusammenfassung:

    Als Ende des 17. Jahrhunderts Gold und Edelsteine in Minas Gerais gefunden wurden führte der schnellste Transportweg über einen alten Indianerpfad von den Minen an den Hafen Paratys und von dort nach Rio de Janeiro. Dieser Weg nannten sich der "Caminho do Ouro", der Goldweg, und machte Paraty einst reich.
    Neben dem Goldabbau belebte aber auch der Sklavenhandel die Stadt. Afrikanische Sklaven bauten den alten Indianerpfad weiter aus, um ihn für Ochsen und Karren zugänglich zu machen, arbeiteten in den Minen und wurden nach Sao Paulo weiter geschickt. Bereits während dieser Zeit wurde in Paraty Unmengen an Cachaca (Hauptzutat für den Caipirinha) produziert um die Sklaven alkoholabhängig und somit gefügig zu machen.

    Bald wurde der Caminho Novo, der Neue Weg, gebaut, eine direkte und schnellere Verbindung zwischen Minas Gerais und Rio de Janeiro. Der Caminho do Ouro hatte ausgedient. Paraty geriet zunehmend in Vergessenheit. Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts belebte der Kaffeehandel dann den Caminho do Ouro erneut und damit auch Paraty. Dann wurde eine Eisenbahnlinie zwischen Sao Paulo und Rio de Janeiro gebaut und Paraty und der Caminho do Ouro verschwanden erneut von der Bildfläche.

    Erst 1970 wurde eine neue Straße durch den dichten Regenwald gebaut die Rio und die Stadt Santos verbindet und somit Paraty wieder aufblühen lies. Die Abgeschiedenheit Paraty war vorbei, leerstehende Kolonialbauten wurden restauriert, man eröffnete Restaurants und Galerien. Die alten Häuser wurden in Schuss gebracht, Gästehäuser und Hotels eröffnet. In alten Cachaca Destillerien polierte man die Anlagen auf und bietet Bootstouren für Touristen zu den umliegenden Stränden und Inseln an. Außerdem gibt es zahlreiche Wanderwege durch den Regenwald, entlang einsamer Strände und Wasserfällen. Die unebenen Pflasterstraßen, die unter Denkmalschutz stehenden Kolonialbauten, der Regenwald und die abgelegenen Strände strahlen eine atemberaubend ruhige Atmosphäre aus was jeden Touristen zum entspannen und wohlfühlen einlädt.
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  • Day108

    Brasilien - Sao Paulo

    October 17, 2018 in Brazil ⋅ 🌧 26 °C

    "Sao Paulo" ist mit einer Bevölkerung von fast 12 Millionen Menschen die größte Stadt Brasiliens und ganz Südamerikas und zudem das wichtigste Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum des Landes. "Sao Paulo" hat die drittgrößte Konzentration von Wolkenkratzern in der Welt hinter New York und Hong Kong. Das größte Gebäude in São Paulo ist 170 m hoch. Fast alle Wolkenkratzer besitzen einen Helikopterlandeplatz, denn "Sao Paulo" hat mit derzeit ca. 500 registrierten Hubschraubern die größte Anzahl an Hubschraubern aller Städte der Welt. Es gibt sogar "air taxi" Anbieter, die einen von A nach B bringen wenn man dem Verkehrschaos auf den Straßen entkommen möchte ("UberCOPTER"). Natürlich ist dieser Service den Reichen vorbehalten, ich habe mich also statt durch die Lüfte zu fliegen durch den Untergrund mit der U-Bahn fortbewegt.

    Ähnlich wie in Argentinien sind auch die Einwohner Brasiliens so ganz und gar nicht typisch Südamerikanisch wie ich finde. Durch eine gezielte Einwanderungspolitik bis Anfang des 20. Jahrhunderts ließen sich in Brasilien vor allem Italiener und Portugiesen, aber auch Deutsche, Spanier, Libanesen, Türken und Japaner nieder. Das fällt natürlich in großen Städten stärker auf. Die Nachkommen der Einwanderer leben noch heute in eigenen Stadtteilen in Sao Paulo, in „Liberdade“ z.B. die Japaner, in „Bela Vista“ die Italiener und in „Bom Retiro“ die Libanesen. Die japanische Gemeinde in Sao Paulo ist tatsächlich die größte Ansiedlung von Japanern außerhalb Japans!

    Eigentlich bietet "Sao Paulo" mit unzähligen Restaurants, Bars, Museen und sonstigen Freizeiteinrichtungen alles was man braucht, dennoch hat es mir in "Sao Paulo" persönlich nicht so gut gefallen. Die Stadt ist einfach zu groß und zu unpersönlich. Um das beurteilen zu können habe ich mir 3 Tage die Stadt angeguckt und versucht möglichst viele Gegenden zu besuchen. Unter anderem die Altstadt, Avenida Paulista, die Viertel Villa Madalena und Pinheiros, den Ibirapuera Park und das Japanische Viertel. Villa Madalena ist ein richtig buntes und junges Studentenviertel mit viel Graffiti und coolen Bars und Clubs die zum ausgehen einladen. Avenida Paulista ist das heutige (finanzielle) Zentrum der Stadt und der Ibirapuera Park bietet inmitten der Multimetropole ein wenig Grünfläche was zum relaxen und verweilen einlädt.
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  • Day104

    Brasilien - Pantanal

    October 13, 2018 in Brazil ⋅ ☁️ 34 °C

    Das "Pantanal" ist ein riesiges tropisches Feuchtgebiet, das im Westen Brasiliens liegt. Wie auch das Amazonasgebiet ist das "Pantanal" bekannt für seine Tierwelt und beherbergt unter anderem Hunderte von Vogelarten, Jaguare, Kaimane und Capybaras. Einige Tiere konnten wir sichten, der Jaguar hat sich leider nicht blicken lassen.
    Während der Regenzeit von Dezember bis April wird die gesamte Region überschwemmt und man kann diese lediglich per Boot erkunden. Derzeit herrscht die Wintertrockenzeit welche reichlich Lagunen schafft, der Rest der Region aber trocken ist und man somit im Pantanal auch wandern und reiten kann.
    Ich habe 4 Tage bei 37 grad und extremer Mückenplage im Pantanal verbracht. Mit einem einheimischen Guide ging es auf Bootstouren, zum Reiten und Wandern und das absolute Highlight für mich, zum Piranha Fischen. Ganze 6 Piranhas habe ich eigenständig gefischt und somit meinen Beitrag zum Abendessen geleistet. Zubereitet mit Zitrone und Knoblauch schmeckte auch mir der Piranha eigentlich ganz gut.
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  • Day100

    Brasilien - Bonito

    October 9, 2018 in Brazil ⋅ ⛅ 34 °C

    Ein Schwarm mir unbekannter Fische schwimmt gerade mal eine Armlänge vor mir im Wasser. Während der Strom des Flusses mich sanft mit sich trägt, schwimmen mehr Fische vorbei und ich erkenne eine für mich total neue Unterwasserlandschaft in dem Süßwasserfluss - froschgrüne Gräser, silbern schimmernde Steine, umgefallene Bäume und, und, und. Ich bin bereits an vielen verschiedenen Orten geschnorchelt, aber zuvor noch nie in einem Fluss und noch nie in so klarem Wasser mit einer Sichtweite von locker 50m. Floating im "Rio do Prata" hieß dieses Erlebnis wo man an einer Stelle im Fluss einsteigt und sich dann mit Maske und Schnorchel einfach 2km den Fluss hinabtreiben lässt. Leider habe ich meine Go Pro nicht dabei und konnte daher keine Fotos machen.

    "Bonito" ist der Ausgangspunkt für ca. 40 verschiedene Attraktionen die jedes abenteurer Herz schneller schlagen lassen - schwimmen in Wasserfällen, abseilen in Schluchten, wandern in einzigartigen Höhlen, Schnorcheln und eine einzigartige Tierwelt beobachten. Ganz im Westen Brasiliens gelegen und fast an Paraguay grenzend gilt "Bonito" mit seiner unglaublichen Landschaft als ein geheimes Paradies der Brasilianer, andere, nicht brasilianische Touristen verschlägt es hier nur sehr selten hin.

    Gerne hätte ich viele weitere Aktivitäten gemacht aber leider ist Bonito bisher das teuerste auf meiner Reise und daher nicht konform mit meiner "low Budget" Reise. Neben dem "floating" habe ich noch "Buraco das Araras" besucht, ein natürlich entstandenes ca. 100m tiefes Loch in dem seit Jahrhunderten zahlreiche Tiere leben von denen keiner weiß wie sie da rein gekommen sind und so lange überleben konnten.
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  • Day97

    Argentinien - Iguazu Wasserfälle

    October 6, 2018 in Brazil ⋅ ⛅ 22 °C

    Die "Iguazu Waserfälle" sind mit den Niagara-Fällen in Kanada und den Victoria Falls in Simbabwe die größten und mächtigsten Wasserfälle der Welt. Insgesamt 20 größere sowie 255 kleineren Wasserfälle gibt es um den Iguazu River zu erkunden. Am höchsten Punkt rast das Wasser aus 82 Metern in die Tiefe. Pro Sekunde rauschen hier zwischen 1.500 m³ und 7.000 m³ Wasser hinab, was ein gigantisches Wasserspektakel darstellt.

    Mittig des Iguazu Rivers verläuft die Landesgrenze zwischen Brasilien und Argentinien, die größere Anzahl der einzelnen Fälle liegt aber auf der argentinischen Seiten weshalb sich der schönere Panoramablick von der brasilianischen Seite aus anbietet. Ein Besuch auf argentinischer Seite führt einen aber dafür ganz Nah an die Wasserfälle ran. Insbesondere wenn man eine Speedboot Tour bucht wird man in den Fällen geduscht. Die Wassermassen prasseln nur so auf einen hinab, sodass kein Stückchen Stoff oder Haut am Körper trocken bleibt. Ein perfekt feucht fröhliches Abenteuer würde ich sagen!

    Umgeben werden der Iguazu und die zu ihm hinführenden Flussläufe von der grünen Pracht des subtropischen Regenwaldes. Außer einer Vegetation mit über 2.000 Pflanzenarten bietet die Region eine umfangreiche Tierwelt mit vielen vom Aussterben bedrohten Vogelarten, u.a. dem Tukan; aber auch Affen und Nasenbären kann man dort sehr gut beobachten und ich habe meinen ersten Tapir gesehen!
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  • Day94

    Argentinien - das Leben der Gauchos

    October 3, 2018 in Argentina

    Während man in Peru und Bolivien überall Alpakas und Lamas antrifft findet man in Argentinien, dem Land der Gauchos (argentinischer Cowboy), hauptsächlich Pferde. Das ist mir natürlich mehr als recht und so habe ich gleich einen 4-tägigen Aufenthalt auf einer richtigen argentinischen Estancia (Ranch) gebucht.
    Fünf Stunden südlich von Buenos Aires liegt die kleine Estancia "La Margarita", die insgesamt 40 Hektar Land besitzt und ca. 50 Rinder, 20 Pferde, 4 Hunde und 2 kleine Babyschweinchen beherbergt.

    Während meines Aufenthalts habe ich am Alltag der Ranch teilgenommen, wir sind jeden Tag einige Stunde durch Feld und Wiese geritten und haben Rinderherden, Schafe, Schweine und Pferde gesehen. Außerdem gibt es hier zahlreiche Vogelarten. Der morgendliche Weckruf ist fast wie im Jungle. Da hier gerade der Frühling anfängt haben bereits alle Tiere Junge bekommen und die Landschaft ist sehr grün.

    Ich durfte außerdem miterleben wie Vieh getrieben wird und die Pferde von professionellen Gauchos trainiert wurden. Was natürlich unbedingt dazu gehört ist ein argentinisches Asado (BBQ), was hier tatsächlich nur aus Unmengen an Fleisch, Brot und Wein besteht. Das Fleisch (Angus Steak) stammt von den farmeigenen Rindern.
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  • Day90

    Argentinien - Buenos Aires

    September 29, 2018 in Argentina ⋅ 🌬 17 °C

    Ab geht's in die Hauptstadt Argentiniens, in das wunderschöne "Buenos Aires"!

    Man sagt in Buenos Aires ist immer was los aber als ich nach einer 14 Stunden Busfahrt am Busterminal angekommen bin erwartete mich...NICHTS! Ich habe doch tatsächlich einen Tag erwischt an dem die ganze Stadt streikt! Keine Ubahn, kein Bus, die Geschäfte sind alle zu und auf der Straße entdeckt man nur ganz selten mal eine verlorene Seele. Na toll, zum Glück konnte ich ein Uber auftreiben, dass mich in mein Hostel brachte. Einen Vorteil hat es allerdings wenn alles streikt denn dann hat man die Stadt quasi für sich alleine, also machte ich mich mit ein paar Leuten aus dem Hostel auf den Weg das Viertel "La Boca" zu Fuß zu erkunden. Neben dem riesigen Stadion des gleichnamigen Fußballclubs, welches sich einfach mitten im Zentrum befindet, ist das Viertel als Hipster Gegend mit bunten Häusern, Streetart, Galerien und Museen und natürlich dem Tango bekannt.

    Die Nächsten Tage erkundete ich die Innenstadt, das Viertel Recoleta, eines der teuersten Wohn- und Geschäftsviertel der Hauptstadt, und den berühmten Friedhof wo seit 1881 alle wichtigsten Persönlichkeiten des Landes bestattet werden. Darunter befinden sich insbesondere argentinische Präsidenten, Nobelpreisträger, Sportler und Wissenschaftler. Die wohl berühmteste dort begrabene Persönlichkeit ist Eva Peron, die zweite Frau des Präsidenten Juan Peron, die die Politik und insbesondere das ansehen der Frauen und Armen stark prägte.

    Im Zuge der Immigrationswelle im späten 19. Jahrhundert ließen sich viele Spanier, Italiener, Franzosen, Engländer und Deutsche in ganz Argentinien nieder was dazu führte, das heute fast jeder Argentinier "europäische" Wurzeln hat. Optisch gesehen lassen sich demnach die Argentinier kaum von den Südeuropäern unterscheiden (ich werde regelmäßig als Argentinierin gehalten). Auch die Städte, insbesondere Buenos Aires, sind stark europäisch geprägt was sich insbesondere in der Architektur und dem Essen niederschlägt. Die fehlende indige Bevölkerung führt also dazu, dass Argentinien leider seinen vermutlich mal sehr südamerikanischen Charme etwas verloren hat aber dafür europäischer wirkt als die anderen Länder die ich bisher gesehen habe.
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