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  • Day4

    Kultur muss sein. Wir gehen ins Theater.

    September 3, 2019 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Aufgrund des Zustandes im Motel Office, welches zugleich der Frühstücksraum sein sollte und der Erscheinung des Besitzers entschieden wir uns bereits gestern Abend auswärts zu frühstücken. Und das war auch gut so! Wir nahmen im „Green River Coffee“ - gleich schräg gegenüber vom Motel - ein typisch amerikanisches Frühstück zu uns. Mit Mr. Mickey 🐶, dem Diner Dog, waren wir in netter Gesellschaft. Überall im Diner gab es etwas zu sehen: alte Telefone oder Bilder, nette, witzige Sprüche oder Kaffeesäcke aus den verschiedensten Ländern hingen an der Decke - sehr cool!

    Bereits gegen 8 Uhr ging es dann wieder auf die Interstate 70. Wie sangen es einst die Pet Shop Boys? .....🎵 Go West 🎶
    Es gab wieder einiges zu sehen - vor allem Weite. Davon haben sie viel 😃 Meilenweit konnte wir gucken. Wir fuhren durch Mondlandschaften, auf über 2.100 m ü.N. und durch den Eagle Canyon, der sah vom Auto aus sehr beeindruckend aus. Ein kleiner Grand Canyon? Auf dem Highway 62 (entspricht in etwa einer Landstraße) kam es uns vor, wie ein nie endendes, breites Tal. Links und rechts immer die gleiche Sicht und das bestimmt eine Stunde lang. Nur ein paar kleine Dörfer gaben etwas Abwechslung.

    Im Südwesten von Utah lag unser heutiges Tagesziel: der Bryce Canyon Nationalpark 🏞 Das Auto stellten wir auf dem zentralen Parkplatz im gleichnamigen Ort ab. Dort ist auch gleich die Park-Information und die Haltestelle für den kostenfreien Shuttlebus. Nur mit diesem durfte man zu dieser Jahreszeit in den Park fahren. Es gab mehrere Stopps, wie wir schon zuvor wussten. Und so stand es auch in der Informationszeitung, welche wir am Einlass bekamen. Wir stiegen am „Bryce Point“ aus. Bereits an der ersten Aussichtsplattform waren wir überwältigt...sogleich sahen wir die vielen, roten Hoodoos - für die der Park so berühmt ist. Und weshalb das Gebiet zum Nationalpark ernannt wurde. Da sich hier auf kleinen Raum so viele von ihnen befinden.
    Hoodoos sind farbige Felspyramiden an der Abbruchkante des Paunsaugunt-Plateaus. In den „natürlichen Amphitheatern“ (halbkreisförmige Felskessel) die sich in das Plateau erodiert haben, versammeln sie sich.
    Der „Bryce Point“ ist zugleich der höchste Punkt im Park, sodass wir eine wunderbare Draufsicht auf das Amphitheater bekamen. Auf dem Rim Trail liefen wir entlang der Abbruchkante in Richtung „Inspiration Point“. Ein etwas aufgeregter Wanderer, der uns entgegen kam, meinte, er hätte soeben einen Schwarzbären gesehen. Leider hat er sich uns aber nicht mehr im Wald gezeigt. Auf etwa 1/3 des Weges mussten wir Kehrt machen. Wir sahen schon die große dunkle Wolke, die viel Regen 🌧 bei sich hatte. Dann kamen auch noch Mountainbiker, die auch meinten: Kehrt lieber um! 😒 Uff... also den Berg wieder hinauf. So fuhren wir also mit dem Bus zum „Inspiration Point“. Da angekommen, warteten wir erstmal gute 20 Minuten. Denn die Himmelsschleusen ließen alles raus was ging ☔️. Vom „Inspiration Point“ sieht man besonders gut in das Amphitheater. Die Hoodoos stehen halb rund aufgereiht und man könnte denken, das sie Menschen in einem Theater nachstellen. Der Himmel zog wieder auf, sodass wir weiter den Rim Trail entlang in Richtung „Sunset Point“ gingen. Der Regen hatte den Boden gut aufgeweicht. Vorsicht war also geboten - matschig, rutschig und so nah an der Kante. Nach jeder Kurve gab es einen neuen, sehr schönen Blick. Auch ein tolles Fleckchen dieser Erde! Dank der Busfahrerin schenkten wir den Pine Trees 🌲 etwas mehr Beachtung. Wir schnupperten an ihnen - sie riechen nämlich nach Vanille. Umso röter ihre Rinde ist, desto intensiver ist der Geruch. Mhmmm, das riecht gut.
    Am „Sunset Point“ angekommen, nehmen wir den Abstieg in den Canyon über den „Navajo Loop Trail“ in Angriff. Nach „Thors Hammer“ gingen wir die Serpentinen zwischen zwei Felsmassiven hinab. Hier bekam man erstmal ein Vorstellung wie hoch die Hoodoos wirklich sind! Vorbei an „Two Bridges“ (zwei Steinbögen) - die eher unspektakulär waren - gingen wir den Trail weiter, der im Canyongrund durch einen Wald führte. Da gingen wir dann den „Queens Garden Trail“ weiter. Viele, kleine Chipmunks (Streifenhörnchen) 🐿 überraschten uns. Sie huschten immer wieder hier und da über den Weg. Auch einen grünen Kolibri hat Roman entdeckt. Wie blitzschnell dieser seine Richtung änderte und fast geräuschlos umherschwirrte. Toll! Der Trail führte uns wieder an den vielen, unzähligen Felstürmen vorbei und hinauf zum „Sunrise Point“. Uff... Ja, wer runter geht, muss auch wieder hinauf 😓 Danach war der Rücken nass und die Waden zwickten.
    Wir nahmen den nächsten Bus, der uns zurück zum Parkplatz brachte. Der Nationalpark ist wunderschön und wirklich sehenswert!
    Heute hatten wir es nicht mehr weit bis zum Motel. Etwa eine Stunde Fahrzeit entfernt liegt die Stadt Panguitch, wo wir im „Quality Inn Western Resort“ gebucht hatten. Ein cooles und ziemlich ordentliches Motel im Western-Style welches ein ganzes Stück außerhalb vom Ort ist. Am Abend fuhren wir daher nochmal in die Stadt zum Abendessen. Panguitch ist geprägt vom Charme des Wilden Westen. Im Old Firehouse - heute eine Antiquitätenhändler - konnten wir viele alte Schätze bestaunen. Von der Baby-Puderdose über Cowboy-Stiefel bis hin zu Sättel und vielen weiteren Plunder gab es so ziemlich alles. Im Cowboys Smokehouse-Café fanden wir unseren Gaumenschmaus. Neben Dr. Pepper und hausgemachten Eistee bestellten wir Steak 🥩, Truthahnbrust, gebackene Bohnen, Cole Slaw und Pommes....mega lecker!
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