Wir reisten tausende Kilometer mit dem Auto, übernachteten fast jeden Tag in einem anderen Motel. Fast 3 Wochen lebten wir aus dem Koffer und erkundeten schöne Landschaften, diverse Nationalparks und weltbekannte Städte.
  • Day21

    Round about

    September 20, 2019 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    Unerwartet schön - überraschende und besondere Augenblicke auf unserer Reise:

    • Zion Overlook Trail: die Aussicht am Ende des kurzen Wanderwegs 🥾 war spektakulär

    • Das Panorama vom Glacier Point mit den Bergformationen und dem Tal des Yosemite Nationalparks

    • Der Sonnenuntergang 🌅 am Meer in Pacific Grove/Monterey 👩‍❤️‍👨 - wunderschön

    • Fotostopp mit Klettereinlage am Tunitas Creek Beach - der Strand war menschenleer, nur ein paar Vögel waren da und die Wellen 🌊 des Pazifik tosten am Strand

    • Die Mittagspause am Seepage Lake im Rio Grande National Forest 🏞

    Die Kehrseite der Medaille - Dinge die das Reiseglück etwas geschmälert haben:

    • Der Unfall auf dem Weg zum Grand Canyon kurz vor unserem Helikopter-Rundflug. Wir sahen gut 400 € davonfliegen 💸 Glücklicherweise erhielten wir einen neuen Termin am Tag danach.

    • Der angedachte Ausritt 🐴 im Rio Grande National Forest fiel leider aus - wir waren ein Tag zu spät in der Region.

    • Die Ankunft und Weiterreise in/von Frankfurt. Es wurde zur kleinen Tortur. Und wir waren froh als wir endlich nach der langen Rückreise zuhause angekommen waren.

    Insgesamt legten wir in 18 Tagen ca. 6.000 km mit unserem Mietauto zurück. Was einen Schnitt von gerundet etwas mehr als 300 km/Tag machte. Mal waren es deutlich mehr, mit knapp 670 km als wir in einem Ritt von Utah (Cedar City) durch ganz Nevada bis Kalifornien (Mammoth Lakes) fuhren. Und dann waren es mal nur 30 km als wir den ganzen Tag in Monterey gastierten.
    Klar saßen wir stundenlang im Auto 🚙 - insgesamt waren es 83 h Fahrzeit. Aber zum einen sind teilweise die Entfernungen so riesig und zum anderen konnten wir auch vom Autositz die abwechslungsreichen Landschaften bestaunen oder einfach nochmal die Augen schließen. Und wenn uns danach war, machten wir Stopps für Fotos 📸 oder Kaffee ☕️ wie wir es wollten.
    Unser Kia Rio entpuppte sich als äußerst sparsamer Wegbegleiter. Begnügte er sich doch mit nur 5,7 l auf 100 km. Bei Benzinkosten ⛽️ von durchschnittlich 0,87 €/Liter betrugen die Gesamtkosten für den Sprit so 300 €. Auch waren wir mit der Größe und dem Komfort des Wagens mehr als zufrieden. Er bot ausreichend Platz für die zwei großen Koffer im Kofferraum und hatte eine ordentliche Ausstattung (Tempomat, Klimaanlage, Multimedia...), was bei solch einer Strecke nicht ganz unbeachtet bleiben sollte.

    Eine der teuersten Aktien waren die Übernachtungen die mit insgesamt fast 1.300 € zu Buche schlugen. Das sind rund 80 €/Nacht. Mal mit inkludiertem Frühstück 🥞, mal ohne. Wobei dieses aber auch kein sonderlicher Genuss im Motel war 😅
    Insgesamt hatten wir fast 4.000 € Fixkosten für Flüge, Züge, Mietauto, Übernachtungen und diverse Ausflüge veranschlagt. Hinzu kamen natürlich noch Spesen für Essen & Trinken und sonstige Ausgaben wie Souvenirs, Klamotten oder die Handykarte.

    Dass wir uns für den Jahrespass der Nationalparks entschieden hatten, stellte sich als goldrichtig heraus. Gegenüber den Tages-/Wocheneintrittsgeldern machte das eine Ersparnis von 145 $ - addiert hätte es 225 $ gekostet. Mit dem „America the Beautiful“-Pass bekamen wir Einlass zu sieben Parks:

    - Arches National Park (Utah)
    - Bryce Canyon National Park (Utah)
    - Zion National Park (Utah)
    - Yosemite National Park (Kalifornien)
    - Muir Woods National Monument (Kalifornien)
    - Grand Canyon National Park (Arizona)
    - Mesa Verde National Park (Colorado)

    Auch über die Vorplanung der Strecke mit den bereits reservierten Unterkünften stellte sich als gut heraus. Da wir uns so an den jeweiligen Tagen keine Gedanken mehr machen mussten, uns um eine Übernachtung zu sorgen oder zu kümmern. Es verschaffte uns einfach gesagt Zeit. Durfte aber keinerlei größere Verzögerungen mit sich führen. Da muss man sagen, dass wir dahingehend auch einfach immer Glück hatten, dass nichts unvorhersehbares passiert war.

    Es waren drei wunderbare Wochen, die zwar wenig körperliche Entspannung zuließen aber dafür umso mehr geistige. Wir bekamen so viel geboten, dass sich die Zeit viel, viel länger und intensiver anfühlte. Auch von dieser Reise werden wir sicher noch lange zehren und erzählen können 🙏😊
    Read more

  • Explore, what other travelers do in:
  • Day20

    Über „Umwege“ gehts nach Hause

    September 19, 2019 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    In Frankfurt kamen wir leider mit einer Stunde Verspätung an. In 1,5 Stunden sollte der Zug gehen - das wird knapp! 😖
    Es kam eins zum anderen. Die Passkontrolle 🛂 zog sich, weil die zwei Beamten 👮🏻‍♀️👮🏻‍♂️ am Schalter die Ruhe weg hatten und die elektronischen Passkontrollen erst spät freigegeben wurden.
    Am Gepäckband, dann die Krönung. Wir warteten vergeblich auf unsere Koffer 🧳 Ein Systemfehler ließ unser Gepäck in den Katakomben des Frankfurter Flughafen verschwinden. Sie waren zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht auffindbar. 🤔

    Spätestens da war klar, dass wir den Zug 🚅 nach Dresden nicht mehr bekommen würden. Bis wir alle Formalitäten mit der Fluggesellschaft geklärt hatten, verging nämlich noch eine ganze Weile. Per Telefon gaben wir eine Schadensmeldung auf und bekamen die Info, dass sobald unser Gepäck gefunden wurde, es nach Hause geliefert wird.

    Zum Glück hatten wir unseren dicken Pullis an. Aber eine Jacke 🧥 wäre nicht schlecht gewesen.
    Es begann ein kleiner Marathon um einen Weg nach Hause zu finden. Denn wir hatten unsere Bahntickets im Spartarif gebucht. Bedeutet man hat keinen Anspruch auf Umbuchung. Am Info-Schalter bekamen wir die Auskunft, dass wir nur mit dem zuständigen Zugbegleiter sprechen oder gleich neue Tickets 🎫 kaufen konnten. Letzteres war so spontan natürlich extrem teuer, sodass wir mit einem Mietauto - laut Onlineplattform - günstiger gekommen wären.
    Also gingen wir wieder zurück ins Terminal zu den Mietwagenstationen - um ewig anzustehen und letztlich zu erfahren, dass sämtliche Autos raus sind. Keine Chance! Es war fand die Automesse in Frankfurt statt 🙈
    Also ging es wieder zurück zum Zug. Wir kauften uns Fahrscheine um bis zum Frankfurter Hauptbahnhof zu kommen. Dort sprachen wir dann mit dem Zugbegleiter des ICE und erzählten ihm unsere Geschichte. Er hatte Mitleid und winkte uns rein. ☺️ Er meinte die 1. Klasse, wofür wir ursprünglich die Tickets hatten, sei schon recht voll, aber wir sollen uns andere Plätze suchen. Das war uns vollkommen schnuppe. Wir freuten uns so sehr über unser „Glück im Unglück“.
    Nach Umstieg in Leipzig hatten wir ebenso Glück 🍀 , da die Zugbegleiterin die Entscheidung des Kollegen aus dem ersten Zug als gesetzt ansah.
    Nach der langen Reisezeit machte sich so langsam der Jetlag bemerkbar und wir schliefen viel im Zug. 😴 Spätestens da waren wir froh kein Mietauto bekommen zu haben. Immerhin wären es mindestens 5 Stunden Autofahrt gewesen.
    In Dresden angekommen, holte uns Vati vom Bahnhof ab, fuhr uns nach Hause und kochte uns noch etwas zu essen. Geschafft! Die Rückreise war echt anstrengend.

    Wir waren glücklich als wir im eigenen Bett lagen. Die Strapazen schmälerten um nichts die tolle Reise mit vielen schöne Erlebnissen und Erinnerungen! Unser „American Dream“ in drei Wochen!

    P.S.: Die Koffer kamen dann bereits zwei Tage später bei uns zuhause an.
    Read more

  • Day19

    Bye Bye America

    September 18, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 30 °C

    Der letzte Morgen in Amerika für diesen Urlaub. Wir gingen zum Frühstück im Motel - wie immer zweckmäßig, aber gut war etwas anderes 😬 Wir packten alles flugtauglich zusammen, checkten aus und fuhren zum Flughafen.
    Das Auto 🚙 war unkompliziert und schnell abgegeben. Es glich einer Massenabfertigung und keiner schaute sich in dem Moment das Auto genauer an. Der Shuttle-Bus brachte uns zum Terminal.

    Bei der Gepäckabgabe wurde es spannend. 23 kg waren erlaubt. Roman hatte vorsorglich ein paar schwere Sachen ins Handgepäck gepackt, aber darauf hatte ich keine richtige Lust! Das müsste ich ja alles schleppen - Challenge accepted! Ergebnis = 22,8 kg - dem war nichts hinzuzufügen! 💪😜👍

    An der Sicherheitskontrolle 👮🏻‍♂️ standen wir eeeeewig und drei Tage an! Aber irgendwann war das auch geschafft und wir saßen im Flieger. Und wir sagten: „Bye Bye Denver!“ 👋
    Mit American Airlines flogen wir ca. 2 Stunden bis Dallas / Texas. Dort hatten wir in etwa 4 Stunden Aufenthalt. Beim Lunch im Applebee’s verkloppten wir unseren letzten Dollar. Die restliche Zeit verbrachten wir im Wartebereich mit Tagebuch schreiben ✍️, lesen 📖 und Fotos bearbeiten.
    Der anschließende Flug nach Frankfurt war ruhig und gespickt mit den üblichen Aktivitäten: Essen, Schlafen, Filme gucken und von vorn.
    Read more

  • Day18

    Überraschung in Denver

    September 17, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 27 °C

    Mit einem etwas wehmütigen Gefühl starteten wir in den Tag und packten unsere Sachen zusammen. Langsam, aber sicher kam doch das Ende unserer Reise näher 😔 Den Gedanken schoben wir aber vorerst bei Seite - einen vollen Tag hatten wir immerhin noch!
    Die Schlüsselabgabe bei den Vermietern war wieder unterhaltsam. Der Hausherr schien kein Frühaufsteher zu sein. Er öffnete mit verschlafenen Augen und im Bademantel die Tür. Und fragte etwas knurrig: „Ob wir mal auf die Uhr geschaut hätten?!“ 🤗

    Auf der Fahrt durch Colorado wurden uns wieder tolle Ausblicke geboten: auf die Bergketten der Rocky Mountains, aber auch auf weite Ebenen und Täler 🏔
    Einen Mittagsstopp zum Beine vertreten legten wir in Buena Vista ein. Wir spazierten durch den Park, am alten Bahnhof (wohl eher ein Haltepunkt) vorbei, durch die Stadt bis zum Arkansas River. Unser Mittag bekamen wir in einem alternativ angehauchten Diner - „Simply Eatery & Spoon it up“. Alles frisch, alles lecker!
    In Richtung Denver gestaltete sich die Tour weiterhin mit schönen Panoramen, es ging mal runter und mal hoch und dann: Umleitung aufgrund einer Straßensperrung! Na toll! 🤔 Anfangs waren wir etwas skeptisch. Aber letztendlich stellte sich heraus, dass wir nicht wirklich viel Zeit eingebüßt hatten. In Denver kamen wir aber genau zur Rush-Hour auf die Interstate. Entsprechend voll gestopft war sie und eine Baustelle 🚧 verschärfte die Situation.

    An unserem Motel - das „Super 8 by Wyndham“ - angekommen, bezogen wir unser Zimmer. Und ich bekam ein klare Ansage: „Fertig machen. In spätestens einer Stunde geht’s los zur angekündigten Überraschung!“. Ooookay! Man muss dazu sagen, Roman hatte das vor zwei Monaten mal erwähnt und während der Reise hatte ich immer wieder mal daran gedacht. Aber zum Ende hin hatte ich nun wirklich nicht mehr damit gerechnet!
    Wir fuhren in Richtung Downtown Denver und hielten an einem großen Parkplatz 🅿️ Dort konnte man schon das riesige Football-Stadion 🏟 sehen. Hah, Rätsel gelöst, dachte ich mir. Da die Eishockey-Saison noch nicht gestartet war, schien das für mich am logischsten. Roman ging ein Parkticket kaufen. In der Zeit liefen zwei Fans mit Trikot am Auto vorbei. Das eine erkannte ich sofort: Vegas Golden Knights. Häh?! Als Roman zurück kam, ging er in den Kofferraum und zauberte unsere Eislöwen-Trikots hervor. Warum war mir nicht aufgefallen, dass mein Trikot bereits seit fast drei Wochen mit uns durch Amerika reiste? Gut - Überraschung eindeutig gelungen. Wir gingen zu einem Vorbereitungsspiel der Colorado Avalanche gegen die Vegas Golden Knights in das Pepsi Center.
    Wir waren etwas zeitig da und konnten uns in Ruhe umschauen. Unsere Plätze 💺waren ganz oben im letzten Rang. Das hieß drei Rolltreppen hinauf. Wie riesig ist das denn bitte?! Auf dem Weg da hin schauten uns bereits viele an. Wir fielen definitiv auf. Mehrmals wurden wir auf unsere „schönen“ Trikots angesprochen. Auch ein Ordner verwickelte uns in eine Gespräch. Dabei gefielen uns die völlig werbefreien Jerseys der Amis viel besser!
    Kleines Manko an dem Abend. Dadurch dass es nur ein Vorbereitungsspiel war, waren leider nicht viele Zuschauer da. Leider spielten auch nicht die Top-Spieler, wie bspw. der Deutsche Torhüter Philipp Grubauer. Vor dem Spiel wurde die Nationalhymne live 🎙 auf dem Eis gesungen. Das wird bei jedem Spiel so zelebriert, sagte Roman. Das war schon ein cooles Gefühl, das mal so mitzuerleben. Auch das Spielerlebnis war ein tolles: ein schnelles Spiel, gute Atmosphäre. Allerdings ist es während des Spielgeschehens so ruhig, dass man sogar den Puck und andere Geräusche vom Eis hören konnte. Die Stimmung der Zuschauer bekam man mehr in den Drittelpausen zu spüren: Dance Cam, Kiss Cam 💋, Fans die Songs der Backstreet Boys mitsangen und das Maskottchen Bernie 🐶 (ein Bernhardiner) lief umher und heizte die Fans an. Da zeigte sich wieder, wie einfach die Amerikaner manchmal gestrickt waren und unterhalten werden wollten. Aber egal, es machte Spass dem Treiben einfach mal zuzusehen. Der Hunger trieb mir fast die Augen aus dem Kopf 😳: Chicken Stripes & Fries für schlappe 18 $! dazu eine Pepsi für 8 $! Wir fragten uns erneut, wie hoch wohl das Durchschnittseinkommen 💰 der Einheimischen sein musste.
    Am Ende gewann Vegas ziemlich eindeutig gegen ein überfordertes Denver. Kann man nur hoffen, dass Colorado Avalanche die Vorbereitung noch gut nutzen wird 🙈 Es war ein toller Abend. Auch wenn es preislich intensiv war. Mit insgesamt 180 $ (Eintritt, Parken, Fanshop und Verpflegung) liegt man aber sicher im Durchschnitt. Eine Mitarbeiterin des Pepsi Center sprach uns beim Ausgang an, um ein Erinnerungsfoto für uns zu machen. Sie erkannte unsere Trikots - eine deutsche Auswanderin.
    Wir fuhren durch die Straßen von Downtown 🌃 mit einer angenehmen Abendatmosphäre. Die Stadt wird uns in guter Erinnerung bleiben!
    Read more

  • Day17

    Rio Grande National Forest

    September 16, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 12 °C

    Was zieht man denn am besten auf einer Tour auf 3.000 m Höhe an? Die Entscheidung war gar nicht so einfach. Vor wenigen Tagen waren wir teilweise in der heißen Wüste unterwegs. Nun ja, irgendwann war auch dieses „Problemchen“ gelöst und wir machten uns auf den Weg in den Rio Grande National Forest.
    Ursprünglich wollten wir einen Ausritt durch den Wald und am Fluss entlang machen. Leider bot die Ranch die Ausritte nur bis zum 15.09. an - ein Tag zu spät. So ein Pech aber auch! Wir hätten gern die Gegend auf dem Rücken von Pferden erkundet.
    In Creed legten wir einen kurzen Tankstopp ein und fuhren weiter flussaufwärts am Rio Grande entlang. Da oben in den Bergen ist der Fluss noch ganz schmal. Auf seinem weiten Weg durch die USA und Mexiko wird er sicher noch mächtiger bis er im Golf von Mexiko mündet. Wir fuhren weiter ins bergige. Als erstes hielten wir in der Nähe des „South Clear Creek Fall“. Bereits nach wenigen Gehminuten waren wir da. Der Wasserfall war so cool und keine weitere Menschenseele war weit und breit. Sodass wir alle Wege in Ruhe erkunden konnten. Sogar direkt neben den Wasserfall konnte man steigen - aber am Besten nur mit Regenjacke. Nach vielen Fotos und einigen „Genießer-Momenten“ liefen wir zurück zum Auto. Obwohl es nur ein paar Meter bergauf ging merkten wir sofort dass die Luft dünner war.

    Weiter ging es zum „North Clear Creek Fall“. Okay, wir dachten wirklich der erste Wasserfall sei schon groß gewesen. Aber der NCCF war nochmal um einiges größer. Es ist schon immer wieder toll, dem Wasser zuzuschauen wie es in den Massen so runter strömt bzw. fällt. Durch den Zoom der Kamera bemerkten wir, dass wir von der anderen Seite der Schlucht beobachtet wurden. Ein Murmeltier genoß die Ruhe und die Sonne. Wir dagegen erkundeten noch etwas die Nähere Umgebung, den Wasserlauf und den Blick in die tiefe Schlucht. Immer auch in der Hoffnung etwas tierisches zu entdecken.

    Wir fuhren zurück in Richtung Creed. Es boten sich uns schöne Ausblicke in die Täler, auf weite Wiesen und Lichtungen. Immer umgeben von Bergen. Das hatte schon irgendwie ein alpenähnliches Flair. Auf der Landkarte war uns ein See aufgefallen, also bogen wir vor Creed von der befestigten Straße ab. Dort wollten wir unser Mittagslager aufschlagen. Etwas mulmig war uns ja schon mit unserem Kia eine solche Holperpiste zu fahren. Wir kamen an einem kleinen See an. Dort stellten wir das Auto aber lieber ab. Das war auch gut so. Mit unserem Auto wäre das wirklich schief gegangen, da der Weg immer buckeliger, teilweise schlammig wurde und große Steine herum lagen.
    Mit den Rucksack auf dem Rücken ging’s zu Fuss weiter. Wir liefen durch den Wald. Linker Hand waren Nadelbäume und rechts eine grüne Wiese, ein kleiner Bachlauf zwischen oberen und unteren See und dahinter kleine Berge. Es war absolute Stille! Und wieder keine Menschenseele zu sehen. Ahh…zu früh gefreut. Uns kam ein Golf-Buggy-ähnliches-Offroadgefährt entgegen. In dem saßen vier Rentner + Pfiffi auf dem Schoß. Der Fahrer hielt an und fragte: „Was wir hier machen und wohin wir wollen und ob wir angeln gehen?“. Puh…Sperrgebiet oder was? Unsere „Klappangeln“ vermutete er wohl im Rucksack. Er war sicher einfach nur neugierig und wollte bissl Small-talken. Am „Seepage Lake“ angekommen, konnten wir kaum glauben wie schön es da war! Das Wasser schimmerte blau-grün und war ganz klar. Die Wolken und umliegenden Berge spiegelten sich darin. Am Ufer suchten wir uns ein paar Steine wo wir den Moment genießen konnten und nun wirklich die absolute Stille. Kein Mensch! Nur die Vögel im Wald und in der Luft hörte man. Schon ein paar Minuten an diesem Ort und man war entspannt. Ein Spaziergänger mit Hund erinnerte uns, nach bestimmt einer halben Stunde daran, dass wir gar nicht so weit von der Zivilisation entfernt waren. Was für ein herrlicher Fleck Erde!

    Zurück in Creed fuhren wir eine besondere Straße: die „Historic Colorado Mining Country Loop“.
    Auch da waren wir uns nach wenigen Metern unsicher ob das unser Kia Rio wohl verkraften würde. In Berichten die wir zuvor gelesen hatten, war oft die Rede von „Allradantrieb und Geländewagen wird empfohlen“ die Rede. Wir probierten es dennoch. Die Straße war zwar befestigt aber nicht geteert. Ab und an ragten Steine aus der Straße oder es zogen sich tiefere Furchen, die vom Regen ausgespült wurden, entlang. Puh! Wir fuhren also den Berg hinauf. Aber bis auf verschiedene Waldabschnitte gab es nicht viel zu sehen. Ob wir dort richtig waren? Immerhin wollten wir alte Minengebäude sehen. Aber mit Geduld fuhren wir weiter und trafen auf die ersten Schächte und Holzgebäude die dem Zusammenfall sehr nahe waren. So stellt man sich eine „Ghost-Town“ vor! Es folgten noch einige weitere Stopps mit interessanten Gebäuden. Manchmal gingen wir auch hinter eigentlich „abgesperrte Bereiche“ um einen besseren Einblick zu bekommen. Wir sahen zum teil ziemlich große Holzgebäude, Wasserkanäle, Gleise und Abtragungsorte. Mitunter konnte man noch richtig die Produktionskette erkennen.
    Am Ende der Tour kamen uns einige Jeeps entgegen. Wir ernteten irgendwie ungläubige Blicke der Insassen. Aber warum?! Weiter bergab wurde es uns schnell klar. Wir waren die Loop wohl verkehrt herum gefahren. ABER…in der „richtigen“ hätten wir es mit unserem Auto sicher nie geschafft den Berg hoch zu kommen! Intuitiv alles richtig gemacht!

    Wieder in Creed angekommen war es schwer ein Café zu finden. Also entschieden wir uns für Kaffee und Eis von der Tanke. Natürlich war beides mal wieder viel zu groß! Wir lernten es einfach nicht, dass wir besser teilen sollten.
    Wir starteten wieder in Richtung South Fork. Am Rio Grande legten wir noch einige Fotostopps ein. Früher fuhr dort mal eine Eisenbahn entlang. Die Gleise lagen noch. Immerhin war auch ein Eisenbahnerkind mit dabei.
    Das Schild „Coller Wildlife Area“ lockte uns noch einmal von der Straße abzufahren. Kurz darauf wurden wir belohnt. Kleine Präriehunde waren neugierig und lunschten immer wieder aus ihren Bauen. Was für ein Glück! Wir hätten nie erwartet, dass wir so viele verschiedene Wildtiere in den USA sehen würden. Auch wenn sie in dem Moment „nur“ erdmännchen-groß waren.
    Zurück in der Unterkunft gab es das erste Mal nach fast drei Wochen selbst gekochtes Essen. Natürlich gab es Nudeln mit Tomatensoße, die wir vor unserer Hütte auf den Holzbänken zu uns nahmen. Bei einem Bad im warmen Jacuzzi ließen wir den Tag entspannt ausklingen.
    Read more

  • Day16

    Auf den Spuren der Indianer

    September 15, 2019 in the United States ⋅ ☁️ 17 °C

    Da wir nicht weit vom „Four Corners Monument“ entfernt waren, wurde das unser erster Zwischenstopp am heutigen Tag. Dies ist die einzige Stelle in den USA wo vier Bundesstaaten aufeinander treffen - sozusagen das Vierländereck. Wenn man sich im Vierfüßler-Stand hinstellt, kann man zur gleichen Zeit in Utah, New Mexico, Arizona und Colorado sein.
    Auch diese „Sehenswürdigkeit“ wird von den Navajos verwaltet. Im Prinzip handelt es sich um ein Monument in welchem im Zentrum die vier Staaten aufeinander treffen. Im Kreis ringsherum kann man sich an Verkaufsständen der Indianer verschiedene und teilweise handgemachte Souvenirs kaufen. Praktischerweise fanden wir gleich die obligatorischen Schnapsgläser.
    Weiter ging’s…auch die Bilder an den Schildern zu New Mexico und Colorado waren im Kasten. Bei letzterem hatte Roman wieder kreative und lustige Ideen. 🤪

    Der nächste Punkt auf der Strecke sollte der Mesa Verde Nationalpark werden. Übersetzt aus dem Spanischen steht das für „Grüner Tafelberg“. Auf dem Berg hatten sich vorkolumbische Anasazi-Stämme niedergelassen und Felsbehausungen erbaut. In dem Park befinden sich wohl über 4000 archäologische Stätten. Mesa Verde ist der einzige Nationalpark in den USA, der zum Schutz eines archäologischen Ortes eingerichtet wurde und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
    Um die Felsbehausungen zu sehen mussten wir ein ganzes Stück in den Park hinein bzw. auf den Tafelberg hinauf fahren. Leider kommt man ohne eine geführte Tour nicht direkt zu den Unterkünften. Was aber dem Schutz der Gebäude dient. Von erhöhten Aussichtspunkten bekamen wir dennoch gute Sichten - beispielsweise auf „Cliff Palace“. Das ist eine der größten Siedlungen im Mesa Verde Gebiet. Es ist schon sehr bewundernswert wie die Menschen im 11./12. Jahrhundert solche Bauwerke errichten konnten. Die Häuser/Wohnungen waren meist nur über Leitern zu erreichen. Das bot den Einwohnern Schutz vor ungebetenen Gästen. Es wird vermutet, dass ca. um 1300 die Einwohner verschwanden - wahrscheinlich verursacht durch eine große Dürre.
    Wir fuhren weiter die Cliff-Loop entlang und hielten noch an ein, zwei weiteren Stopps - u.a. am „Balcony House“. Wir fuhren bis zum Informationszentrum wo sich ein Archäologie-Museum befand. Von dort konnte man zu einer Self-Guided-Tour zum „Spruce Tree House“ aufbrechen. Leider wies uns ein Schild darauf hin, dass der Weg gesperrt sei. Sehr schade! So blieb uns auch nur der Blick aus der Ferne.
    Zurück am Auto gab es die geschmierten Brote zum Lunch. Da hatten die Truthähne am Straßenrand aber nochmal Glück gehabt.
    Trotz der wenigen Zeit die wir hatten, waren wir froh diese Attraktion auch noch mitgenommen zu haben.

    Das Bedürfnis ein wenig die Füße zu vertreten und die Lust auf einen Kaffee trieb uns in Durango zu einem weiteren Halt. Durango ist eine beschauliche Kleinstadt in den Rocky Mountains im Westernstil. Mit unserem McCoffee schlenderten wir durch die Straßen mit den hübschen Häuserfassaden, bunten und prächtig gefüllten Blumenkästen. An einem konnten wir auch ganz nah einen grünschillernden Kolibri bewundern. Vor einem Restaurant „schlüpften“ wir in die Rollen von Cowboy und Tänzerin.
    Die wohl bekannteste Attraktion der Stadt ist die Schmalspur-Museumseisenbahn die zwischen Durango und der Bergbaustadt Silverton verkehrt. Die Strecke beträgt 72 km und dauert wohl mehrere Stunden. Da liegen bestimmt einige Höhenmeter Unterschied zwischen den beiden Städten.
    Am Bahnhof konnten wir in ein kostenfreies Museum. Es war hübsch gemacht. Man konnte einen Blick in den Lokschuppen werfen, allerhand Ausstellungsstücke begutachten und viele historische Berichte lesen. Auch sind diverse ausgestopfte Tiere ausgestellt - u. a. ein Schwarzbär welcher sich immer wieder Zutritt zum Museum verschafft hatte.

    Die letzte Etappe führte uns nach South Fork im Rio Grande National Forest. Um da hin zu kommen fuhren wir hoch hinauf bis über den „Wolf Creek Pass“ (3.308 m über NN). Die Fahrt bot uns tolle Aussichten, aber wurde auch etwas unheimlich als weiter oben der Nebel aufzog.
    Im kleinen Örtchen South Fork angekommen, fuhren wir zu unserer Unterkunft - der South Fork Lodge. Der Empfang der Eigentümer war sehr herzlich und witzig. Der Mann erzählte uns alles und seine Frau berichtigte ihn im Hintergrund durch Mimik und Gestik. Die Zwei waren uns gleich sympathisch.
    Die kleinen und feinen Lodges hatten alles was wir brauchten. Ein kleine Holzhütte mit Küche, Bad, Bett und Esstisch. Nebenan auf der Wiese, war noch Platz für große Camper. Zudem gab es draußen beim Häuschen der Eigentümer einen Jacuzzi den man nutzen durfte.
    Später gingen wir noch Einkaufen. Glück gehabt - der Laden war eigentlich schon geschlossen.
    Im Old Firehouse gingen wir Abendessen. Wie der Name bereits sagt, handelte es sich um die alte Feuerwehr im Ort. Das Essen, ein traditionelles BBQ mit Truthahn und Coleslaw und für Roman ein Philly Cheessteak, war sehr lecker.
    Zurück in der Unterkunft brachten wir den Vermieter noch zum Lachen, als wir ihn darum baten die Heizung im Häuschen anzumachen. Er meinte zu uns, dass es Sommer sei! Das mochte sein, nur kamen wir aus tiefer gelegeneren und viel wärmeren Gebieten.
    Read more

  • Day15

    Happy birthday to me

    September 14, 2019 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Yippy….zum Geburtstag um 6 Uhr in der früh aufstehen - aber was muss, das muss! 🥳

    Wieder am Flugplatz in Tusayan angekommen, sahen wir bereits die Hubschrauber startklar. Aber ganz so schnell ging es dann doch nicht. Wir mussten einchecken, zum Wiegen und zur Sicherheitsunterweisung. Kurz vor dem Start bekam noch jeder eine Schwimmweste um die Hüfte geschnallt. Sicher ist sicher - falls wir in den Colorado River stürzen. Ich war wirklich aufgeregt 🥴 Roman schien dagegen ganz cool 😎
    Mit uns flogen drei polnischen Frauen im Helikopter 🚁 Zuvor wurde noch schnell ein Foto vorm Hubschrauber gemacht und dann wurden wir platziert. Es war ganz schön laut. Als wir die Kopfhörer aufsetzten, hörten wir bekannte Filmmelodien. Der Pilot begrüßte uns und dann ging es endlich in die Luft.
    Wir flogen in einem Bogen in Richtung Canyon. Als wir über die Kante vom Grand Canyon flogen, bekamen wir tolle Einblicke aus der Vogelperspektive. Die Schlucht ist so riesig und tief, dass man es eigentlich gar nicht richtig begreifen konnte. Der Grand Canyon hat eine Ausdehnung von über 400 km Länge, ca. 30 km Breite und bis zu 1.600 m Tiefe. Alles wirkte wie eine Miniaturlandschaft. Gar nicht wirklich fassbar! Man sah die verschiedenen Gesteinsschichten. Und auch immer wieder den Colorado River, der dieses Naturwunder entstehen ließ. Von da oben wirkte er wie ein kleiner Bach. Aber von Bildern kennt man ihn mitunter als wilden Strom.
    Die halbe Stunde verging wortwörtlich wie im Flug. Was für ein Erlebnis!

    Anschließend fuhren wir wieder in den Park und stellten das Auto im Village ab, da wir von dort zum „West Rim Drive“ aufbrachen. Wir gingen bis zur Shuttle-Station und nahmen den nächsten Bus. Bis zum „Trailview Overlook“ fuhren wir. Ab da liefen wir zum „Mohave Point“. Auf dem Weg dahin folgten weitere Aussichtspunkte - „Maricopa Point“, „Powell Point“ und „Hopi Point“. Immer wieder konnten wir in die Schlucht schauen, bekamen immer andere Einblicke und sahen ab und an Stücke vom Colorado River. Respekt an die Leute die es wag(t)en bis da hin abzusteigen. Das muss doch - vor allem hochzu - ein Höllenritt sein! 🥵
    Von der Hitze und Anstrengung geschwächt, gab es zwischendurch Lunch mit selbst gemachten Sandwiches 🥪 Dann ging das Laufen wieder etwas besser. Die Konzentration musste schließlich voll da sein, wenn man schon so nah an der Abbruchkante lief. Knapp 5 Kilometer war unsere kleine Wanderung lang. Die Ausblicke waren gigantisch - wir wurden aber auch schnell müde, da man ja doch meist das selbe sah.
    Mit dem Bus 🚌 fuhren wir noch bis zur letzten Station - „Hermits Rest“. Diese lohnte sich allerdings nicht so sehr, daher fuhren wir nach einer schnellen Runde mit dem Bus mit dem wir kamen auch wieder zurück ins Village. Wir brauchten eine Pause - Kopfschmerzen, Müdigkeit und Durst machten sich bemerkbar.
    Richtung Osten fuhren wir aus dem Park raus. Wir hielten noch mal in der Nähe des „Desert View“. Man sah wie sich der Canyon in kleinere Form weiter durch das Land zog. Was die Natur so alles vollbringt! An der Straße sahen wir immer wieder kleine Verkaufsstände der Indianer. Die besten Zeiten haben die Märkte wohl aber schon hinter sich - es ist sehr wenig los.

    Mit Kaffee ☕️ von Burger King gestärkt ging die Fahrt weiter. Wir verließen Arizona und es ging wieder ein Stück durch Utah. An den Grenzschildern konnte man bereits das Monument Valley sehen. Wir waren da also im Navajo Nation Reservation. Das Monument wird von den Navajos verwaltet. Ist also kein staatlicher Park. Man kennt ja die berühmten roten freistehenden Felsformationen in der flachen, kargen Landschaft aus diversen Western-Filmen. Wir fuhren aber nicht in das Reservat rein. Stattdessen legten wir entlang der Strecke noch ein paar Fotostopps 📸 ein. Einer dieser Stopps war besonders: mitten im roten Land, eine lange gerade Straße und in der Ferne war das Monument zu sehen. Es klingelte! Das war die Stelle wo Forrest Gump im Film aufhörte durchs Land zu laufen.

    Später hielten wir noch an einem kleinen Hügel um den Sonnenuntergang 🌅 über dem roten Land festzuhalten. Ein echt schöner Anblick! Als wir wieder zurück zum Auto liefen, hatten wir einen Schockmoment! Roman sprang zur Seite. Denn eine fette, handgroße Spinne 🕷 kreuzte den schmalen Weg. Alle beteiligten fielen in eine Schockstarre. „Wie kommen wir nur an der vorbei?“, fragten wir uns. Wir gingen ein Stück zurück und beobachteten sie. Irgendwann setzte sie ihren Weg fort und wir konnten uns an ihr im Bogen vorbei „hangeln“.

    Später in Bluff angekommen checkten wir im „Kokopelli Inn“ ein. Im Zimmer hatten wir zwei Queensize-Betten. Die Aufteilung war also klar 😄
    Mit Tankstellen-Pizza und Dosenlimo klang der Abend aus.
    Was für ein aufregender Geburtstag 🥳
    Read more

  • Day14

    Auf der Route 66

    September 13, 2019 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Augen auf und der erste Blick fiel wieder auf das Riesenrad hinter dem Hotel. Schnell erinnerte ich mich an den vergangenen Abend und der Gedanke war erneut in meinem Kopf: Was für eine irre Stadt!
    Beim auschecken wussten wir nicht ob die Leute schon wieder an den Automaten oder immer noch da saßen?! 🤔

    Zum Frühstück wurde ich ausgeführt. Denn im Hotel gab es heute nichts. Wir fuhren zu „Cracker Barrel“ - auch eine große Kette. Aber man kann typisch im US-Stil frühstücken. Umgeben von altmodischen und rustikalen Ambiente. Das war auf jeden Fall mal was anderes im Vergleich zu den üblichen Burgerläden. Neben wohltuenden Kaffee und frischen O-Saft bestellten wir Rüherei mit Bacon 🥓 und Hashbrown sowie Brötchen mit Béchamel-Soße und Grießbrei mit Apfel-Zimt.

    Dann ging es zurück auf die Strecke. Ein Tag Las Vegas war völlig ausreichend für uns. Es war mal interessant zu sehen, aber uns zieht es mehr ins ländliche und in die Natur. Heute lagen gut 4h bis Williams in Arizona vor uns. Am Hoover-Damm vorbei passierten wir kurz darauf auf dem Highway 93 die Grenze zwischen Nevada und Arizona. Und gleichzeitig überquerten wir wieder die Zeitzonengrenze - plötzlich war der Tag eine Stunde kürzer.

    Bei Kingman bogen wir auf die historische Route 66. Dieser bekannte Highway führte einst quer durch die Vereinigten Staaten von Chicago im Nordosten bis Los Angeles im Südwesten. In Arizona konnten wir nun ein Stück davon fahren.
    Im kleinen Nest Hackberry hielten wir bei einer alten Tankstelle ⛽️ an. Benzin gab es da schon länger keins mehr. Dafür kann man Diverses längst vergangener Tage bestaunen. Alte Rostlauben, die Zapfsäulen von früher stehen noch, eine nachgestellte Werkstatt, viele verrostete Schilder mit Schusslöchern 🔫 und sogar ein Freilicht-Klo 🚽
    Ein Schild mit der Aufschrift „300 miles desert ahead. Good luck!“ (Wüste auf 300 Meilen voraus. Viel Glück!) fand ich besonders witzig. Vor dem Laden wurde Gitarre 🎸 gespielt...das gab dem ganzen eine noch schönere Atmosphäre. Auch drinnen staunten wir nicht schlecht, überall waren Bilder von Marilyn Monroe, Elvis Presley und The Beatles. Neben Souvenirs gab es auch eine Nachbildung einer alten Bar.
    Ein schöne kalte Cola gab uns einen kurzen Erfrischungsmoment und weiter ging es auf der Route 66. Dabei überholten wir ewig lange Güterzüge - irgendwie scheint in Amerika alles etwas größer zu sein 😅 Bis Seligman fuhren wir auf der historischen Route und bogen wieder auf den normalen Highway ein.

    Im kleinen Örtchen Williams, welches im Wild West-Stil errichtet ist, suchten wir zuerst einen Supermarkt auf. Zum späten Lunch gönnten wir uns einfach diverse Hühnchenflügel von der warmen Theke. Die aßen wir dann an den Holztischen gleich an der Durchfahrtsstraße. Pünktlich wie wir Deutschen so sind, checkten wir Punkt 15 Uhr im „9 Motor Arizona Motel“ ein.
    Nach deutscher Zeit gab es also auch gleich die erste Geburtstags-Gratulation 🎉

    Nach einer kurzen Siesta machten wir uns auf in Richtung Grand Canyon. Bis dort hin war es nur eine halbe Stunde Fahrt. Aber auf dem Weg überholten uns einige Krankenwagen und Polizeiautos 🚔 Roman sah zudem einen Hubschrauber am Himmel kreisen. Und wir waren auf dem Weg zum Flugplatz in Tusayan. Wollten wir doch heute einen Rundflug mit einem Helikopter über dem Canyon bestreiten. Eine blöde Vermutung machte sich breit, die sich kurz darauf bestätigte. Ein schwerer Unfall mit drei Fahrzeugen auf der Strecke. Vollsperrung! Und es gibt keine Ausweichroute. Wir waren 5-10 Minuten vor dem Flugplatz und hätten normalerweise noch reichlich Zeit gehabt. Aber es gab kein Durchkommen.
    Einige Zeit warteten wir und die Stimmung fiel rapide ab. Wir riefen bei der Rundflug-Hotline an und schilderten die Situation. Die Straße war mehr als 1,5 Stunden gesperrt. In der Zeit kamen wir in Kontakt mit einer deutschen Truppe die mit Harleys 🏍 einmal komplett die Route 66 entlang fuhren. Das hellte die Stimmung wieder etwas auf. Unseren Flug verpassten wir leider dennoch.

    Aber wir bekommen eine zweite Chance. Morgen haben wir gleich vormittags einen neuen Termin bekommen. Da war die nette Dame am Empfang sehr kulant und hatte bereits auf uns gewartet, weil wir auch die letzten waren die sie zuvor telefonisch nicht erreichen konnte. Sie gab uns noch einen Tipp wo wir schnell hinfahren konnten um wenigstens heute noch den Sonnenuntergang 🌅 am Grand Canyon anzuschauen. Also fuhren wir zügig in den Park und auf dem schnellsten Weg zum Yavapai Point. Den richtigen Untergang verpassten wir leider knapp. Aber der Himmel war noch wunderschön rot-orange gefärbt. Wir genossen die herrliche Abendstimmung, die Ruhe und dann noch der grandiose Blick über den Grand Canyon. Wir saßen einfach ein paar Minuten da, machten Fotos und genossen den Moment und die Romantik. Aber nur ein paar Minuten, denn dann waren da wieder die Hummeln im Hinter eines Beteiligten 🤪

    Auf dem Rückweg gingen wir noch Tanken, dann gab es Salat 🥗 im Motelzimmer.
    Wir müssen nun schnell ins Bett. Immerhin haben wir morgen früh 9 Uhr ein Date mit einem Helikopter 🚁
    Read more

  • Day13

    Viva Las Vegas

    September 12, 2019 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C

    In Bakersfield gab es mal wieder ein „leckeres“ Frühstück. Mittlerweile peppten wir es mit unseren mitgebrachten Lebensmitteln auf. So lässt sich selbst nach über 10 Tagen das Motelfrühstück aushalten und bot uns zumindest etwas Abwechslung.

    Über den Highway 58, später die Interstate 15 ging es heute in Richtung Las Vegas. Auf der Strecke wurde die Landschaft wieder karger und die Temperatur stieg. Und das obwohl es noch ein ganzes Stück bis Nevada war. Kalifornien ist doch erstaunlich groß.
    Bei Barstow verließen wir den Highway um der Geisterstadt Calico einen Besuch abzustatten. Im 19. plus den Anfängen des 20. Jahrhunderts wurde dort Silber abgebaut. Sie war eine der letzten Silberstädte in Kalifornien. Der Saloon begrüßte uns mit einer großen Veranda und unzähligen Schaukelstühlen. Es gab einige Häuser der alten Stadt zu besichtigen. Wie das Rathaus mit Fotos und Geschichten von Einwohnern der Stadt, die Feuerwehr, das Haus des Sheriffs oder das Badehaus. Es gab auch eine Bäckerei und einen Friseur/Barber. In die alte Mine bzw. mit der kleinen Eisenbahn fuhren wir nicht. Das kostete alles extra. Generell hatten wir uns doch etwas anderes unter der Geisterstadt vorgestellt. Diese war für Touristen hergerichtet und bot einige Attraktionen an. Wir hatten gedacht, mal in eine richtig verlassene Stadt aufzufinden.
    Die Hitze und der Hunger trieb uns weiter. Aus der schönen, alten Westernstadt machten wir einen Zeitsprung in die 1950er. Zurück an der Interstate bei Barstow, kehrten wir in „Peggy Sue’s 50’s Diner“ ein. Von dem hatte Roman zuvor gelesen. Ein cooler Schuppen. Der sehr bekannt zu sein scheint. Jedenfalls war es rappel voll. Es sah genauso aus, wie man es aus Filmen kennt. Die Sitzbänke und Hocker an der Theke, alte Bilder an den Wänden, die Bedienungen mit ihren Schürze und die klassische Jukebox. Überall gab es etwas zu sehen und am Tisch auch zu spielen - ein klassisches Holzsteckspiel zum Knobeln. Wir bestellten jeder einen Erdbeeren-Milchshake und teilten uns ein Sandwich mit Coleslaw und Onionrings. Man lernt ja auch dazu ☝🏻😃 Denn die Portion war wieder mal riesig.

    Nach der Stärkung sollte es keinen weiteren Stopp mehr geben. Damit wir noch genügend Zeit in Las Vegas hatten!
    Auf dem Weg da hin gab es nicht viel nennenswertes zu sehen. Die Großstadt liegt ja mitten in der Mojave-Wüste. Einzig erschien auf der linken Seite mal eine riesige Fläche mit Sonnenkollektoren welche kreisförmig um drei große Türme ausgerichtet waren. Sie sahen fast schon so aus wie die Türme aus Mordor, etwas mystisch 😂 Die Türme wirkten, als würden sie sehr hell leuchten. Allerdings wurde das Sonnenlicht mithilfe von Reflektoren (welche ich zuvor als Kollektoren bezeichnete) auf den Turm gelenkt und dort gebündelt. Roman fand später heraus, dass es sich um ein Sonnenwärmekraftwerk handelt. So viel dazu 🤓
    In der „Sin City“ (Stadt der Sünde) angekommen, fuhren wir gleich zum „Las Vegas-Sign“, an dem sich schon zig Menschen tummelten. Tatsächlich stehen sie dort Schlange für ein Foto (um ganz allein drauf zu sein). Ähm...nein, das machten wir nicht! Fix ein Bild von der Seite tut’s auch. Gesagt - Getan. Weiter ging’s zur Arena 🏟 und zum Fanshop der Vegas Golden Knights 🏒 - die ansässige Eishockeymannschaft aus der NHL. Roman hatte eine ganze Weile bei den Shirts, Caps und Trikots geschaut und wurde auch fündig. Ich dagegen, hatte währenddessen meinen Spass mit den Stofftieren. Die Bilder dazu sind echt witzig 🤪

    Der Verkehr in Richtung Las Vegas Boulevard - kurz Strip genannt - war echt dick. Wie froh ich war, dass Roman gefahren ist. Vor allem als das Navi meinte, wir sollten doch an der Kreuzung links abbiegen - wir standen ganz rechten Spur. Bei jeder Grün-Phase drängelten wir uns ein Stückchen mehr nach drüben, sehr zur Freude der anderen Fahrer - immerhin waren es vier Spuren die wir durchquerten 😱
    An unserem Hotel - das Flamingo Hotel & Casino, welches direkt gegenüber vom Caesars Palace ist - überfluteten uns die Eindrücke. Konnten wir das Auto einfach am Eingang abstellen? Wie kommen wir in ein Parkhaus und was wird das wohl kosten? Wir malten uns die schlimmsten Dinge aus. Wir ließen das Auto einfach mit Warnblinker vorm Hoteleingang stehen 😅 In der Lobby waren so viele Menschen unterwegs und wir erhaschten einen Blick ins Casino. Alle Fragen klärten sich beim Check-In. Das Auto konnten wir für 15 $ im hoteleigenen Parkhaus abstellen. Wir bekamen ein Zimmer im 15. Stock mit Blick auf das Riesenrad. Allein dieses Hotel war riesig! Es hat über 3.600 Zimmer. Man kann sagen, dass das Hotel, welches sich das Thema Karibik zueigen gemacht hat, mittlerweile das älteste am Strip ist. Allerdings ist von dem ursprünglichen Gebäude nichts mehr vorhanden. Einzig der Name ist nach einigen Besitzerwechseln und Umbauten geblieben.

    Nach kurzem Vertrautmachen, Verschnaufen und Frischmachen besuchten wir das hoteleigene Flamingogehege 🦩 Danach ging es raus auf den Strip und schon am Nachmittag war richtig viel los auf den Straßen. Wir gingen rüber zum Caesars Palace, das im altrömischen Stil mit goldschimmernden Springbrunnen ⛲️ in der Lobby glänzte, ein Casino, eine riesige Sportsbar und eigener Nachtclub sind ebenso integriert. Vorbei an einer Nachbildung des römischen Trevi-Brunnen ging es weiter zum Venetian Hotel. Dort konnte man sich in einer Gondel inkl. Gondoliere außerhalb und im Gebäude über die Kanäle „Venedigs“ schippern lassen. Drinnen waren ebenso die Brücken, Gebäude und der Himmel nachgestellt. Und dann war es passiert - wir verliefen uns in den zig Gängen. Wenn man will kann man den ganzen Tag in einem einzigen Hotel bzw. Casino verbringen, für Unterhaltung und das leibliche Wohl wird immer gesorgt.

    Irgendwann fanden wir den Weg zum Strip zurück. Auch da stieg immer wieder der Geruch von Joints in die Nase, die leicht bekleideten Mädels 👯‍♀️ boten sich für Fotos an, auch in den Bars kam durch Musiker immer mehr Stimmung auf. Schon bald waren wir in „Paris“ mit Eiffelturm 🗼 und Triumphbogen. Die Reize und Menschen wurden immer mehr und allmählich bekam ich Probleme alle Bilder und Geräusche zu verarbeiten. Auch die Füße wurden betonlahm und taten weh - aber wir wollten noch nach „New York“. Bis wir die nachgebildete Skyline inkl. Freiheitsstaue 🗽 zu sehen bekamen. Eine Achterbahn 🎢 schlängelt sich durch diese. Wahnsinn!
    Eine Pause war nun aber dringend nötig. Wir fanden sie im Hooters-Hotel bei Ice-Tea und einem Phili-Cheesesteak. Natürlich hatte das Hotel auch ein Casino und noch weitere Restaurants. Als wir wieder raus kamen, war es bereits dunkel geworden. Und auf einmal sah alles durch die vielen Lichter anders aus. Zudem sind die Straßen gefühlt noch voller geworden. Wir gingen am Disney-Schloss 🏰 vorbei, über die Brooklyn-Bridge und der Eiffelturm erstrahlte in den französischen Nationalfarben. Alles war beleuchtet oder blinkerte in den verschiedensten Farben. Am Bellagio mussten wir natürlich noch die Wassershow mitnehmen, die aller 15 Minuten lief. Die Lichter und Wasserfontänen die rhythmisch zur Musik angepasst waren, waren spektakulär!
    Auch an einem Automaten im Casino wollten wir uns mal probieren. Jedoch verstanden wir wohl die Maschine nicht. Oder sie hat genau ihren Zweck erfüllt. Wir verspielten jeder jeweils 1 $ 💸

    Nach über 23.000 Schritten heute, waren wir nur noch platt! Ein letzter Blick auf das beleuchtete Riesenrad 🎡 und ab ging es in das Schlummerland! 💤

    Was für eine irre Stadt! Vegas Baby!!!

    Ach und übrigens: unnötiger Weise hatte das Zimmer zwei Fernseher. Wie üblich einen im Wohn-/Schlafbereich und einen weiteren im Bad - integriert im Wandspiegel. Die Amis haben doch echt einen Knall! 🤪
    Read more

  • Day12

    On the road again

    September 11, 2019 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Frühstück gab es wie am Tag zuvor im Motelzimmer. Besonders zu erwähnen ist der leckere Orange Mango Tango-Saft.
    Die Straße hatte uns wieder und wir fuhren weiter in Richtung Süden, immer weiter auf dem Highway 1 entlang.
    Schon auf den ersten Metern fiel uns auf, dass heute dichter Nebel vom Meer hereinzog. Wir hofften, dass das die Sicht nicht allzu sehr beeinträchtigen und bald abziehen würde.

    Einen ersten Halt legten wir am Point Lobos State Park ein. Leider gilt der „America the Beautiful“-Jahrespass nicht in den State Parks. Der Eintritt von 5 $/Person war aber zu verschmerzen. Wir fuhren bis an einen Parkplatz, wo sich ein Infopunkt befand. Von dort liefen wir einen kleinen Trail entlang bis zum Seelöwen-Felsen. Leider hatte sich der Nebel noch nicht verzogen. Sodass wir die Seelöwen nur hören konnten. Sehen konnte man nur eine graue Wand. Daher waren wir relativ schnell wieder am Auto und fuhren zu einem weiteren Aussichtspunkt - dem Bird Rock. Auch da führte ein schöner kleiner Trail zum Felsen. Uns fiel wiederholt auf, dass in den Nationalparks oder wie dort in dem State Park auch an gehandicapte Personen, wie Rollstuhlfahrer, gedacht wurde. So gab es eine Ausweichroute, die den kleinen Hügel hinaufführte. Nach wenigen Minuten kamen wir an einen Punkt von dem wir in eine kleine Bucht nach unten sehen konnten - China Beach wurde diese genannt. Die Sonne lachte, der Nebel löste sich an der Stelle ein wenig auf und der Himmel strahlte wunderbar blau. So wie auch das Wasser. Es schimmerte dunkelblau und wurde immer heller bis zum weißen Sandstrand. Auf diesem lagen süße und speckige Kegelrobben mit Jungtieren. Nicht viele - circa zehn Stück. Aber es war dennoch schön anzusehen. Als wir um die nächsten Felsen herum gingen, sahen wir einen weiteren, lang gezogenen Strand. Am Hang und auf den Bergkuppen wurden sehr schöne Häuser gebaut. So stellt man sich ein Strandhaus vor. Was man dort wohl für eine Aussicht hat - wir stellen es uns wahnsinnig schön vor.
    Den „Bird Rock“ erkannten wir erst gar nicht. Sollte es dieser riesige weiße Felsen sein auf dem zwei, drei Möwen und ein paar Pelikane saßen? Ja, tatsächlich! Die weiße Farbe des Gesteins kommt wohl von den Hinterlassenschaften der Vögel. Also konnten wir uns gut vorstellen, dass dort zu Spitzenzeiten hunderte oder gar tausende Vögel rasten mussten.

    Zurück auf der Straße fuhren wir durch das Gebiet von Big Sur. Es gab immer wieder den Wechsel von Nebel und Sonnenschein. Echt verrückt heute. Wir sahen wunderschöne Aussichten auf die Steilküsten am Pazifik und immer wieder weiße Felsen mit Pelikanen, Kormoranen & Co.
    Wir fuhren Bucht um Bucht, viele Kurven, durch Tunnel, über Brücken, wir fuhren hoch und runter. Und immer am Meer entlang. Eine der Brücken von Big Sur ist mit ihren Rundbögen ein schönes und bekanntes Fotomotiv. Welches wir natürlich mitnahmen. Die Momente als wir so hoch oben fuhren, dass wir über dem Nebel waren, waren toll. Wir waren gefühlt über den Wolken und hörten unter uns das Meeresrauschen. Ein schönes Gefühl.

    Am Ragged Point legten wir einen weiteren Halt ein. Dort lagen am Strand faule und speckige Seeelefanten *Waaaahhh* Ja, Seeelefanten! Sie lassen sich einfach, auf diesem geschützten Strandabschnitt, von der Sonne wärmen. Einer Seeelefanten-Dame konnten wir bei ihrem Weg aus dem Wasser zuschauen. Um es salopp zu sagen: „Sie schwappelte beschwerlich bis zu ihrem Liegeplatz“. Ein Bulle lag direkt am Wasser. Seine Haut/sein Fell war eher dunkel und er hatte dieses typische Gesicht mit der wuchtigen Nase. Bei den Weibchen ist diese nicht so markant. Auch sind sie generell nicht so wuchtig wie die Männchen. Sie lagen nicht weit von der Umzäunung entfernt und liesen sich auch nicht durch die Besucher stören.

    Ab da mussten wir uns aber sputen. Denn das Tagesziel soll Bakersfield sein. Bis dort waren es noch gut 2h Fahrt. In Cambria ließen wir den Pazifik hinter uns und so fuhren wir wieder ins Landesinnere. Wir kamen an vielen Weinbergen vorbei (Wow, in Amerika hatten wir damit nicht gerechnet). Wir legten auch schnell wieder an Höhe zu. Eins wurde auch schnell klar - die Weite hatte uns wieder. Über endlos lange Straßen, vorbei an riesigen Obstplantagen, später an Ölplantagen, erreichten wir Bakersfield am späten Nachmittag. Wir suchten noch das Skechers-Outlet auf…und kamen mit 6 Paar neuen Schuhen wieder heraus. Bevor wir im Vagabond Inn eincheckten, steuerten wir noch eine weitere große Schnellrestaurantkette an - Buffalo Wild Wings. Da gab es alles rund ums Hühnchen.
    Read more