Tajikistan
Mehrobod

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2 travelers at this place

  • Day34

    Sondergenehmigung: Moscheezutritt

    August 29, 2019 in Tajikistan ⋅ ☀️ 26 °C

    Am Morgen wurde der Zeitplan wie immer nicht eingehalten. Dieses Mal aber nicht von unserer Seite, welch Überraschung.
    Erst kurz bevor die Kinder im Kindergarten und Shokirjon auf Arbeit sein soll, tauchen alle auf und decken den Tisch.
    In Tadschikistan haben alle die selben festen Arbeitszeiten. Und wir werden wir von ihm daraufhin gewiesen, dass es Probleme geben kann, wegen der Videoüberwachung und dem Kindergarten. Deswegen bekommen die Kinder gleich einen Tag Zuhause bei der Oma. Die Videoüberwachung möchten wir uns lieber gar nicht vorstellen. Für Shokirjon scheint es aber nicht sonderlich schlimm zu sein für uns zu spät auf Arbeit zu kommen.

    Als wir uns nach unzähligen Fotos los reißen können, fahren wir zur großen neuen Moschee. Die wollten wir uns ansehen und Shokirjon konnte es sich nicht nehmen lassen uns persönlich hinzubringen.
    Dort angekommen stellen wir erstmal fest, dass die Moschee sich im Bau befindet und noch nicht zum Besuch geöffnet ist. Das lässt der Gastgeber natürlich nicht auf sich sitzen. Prompt schnappt er sich seinen alten Dienstausweis von einer öffentlichen Stelle und begibt sich auf dem Weg zum obersten Bauleiter. Nach ein paar Minuten können wir das Gelände der Moschee betreten. Wir sind die ersten ausländischen und überhaupt inoffiziellen Besucher des unfertigen Gebäudes. Wir befinden uns mitten auf der riesigen Baustelle. In Deutschland wäre das definitiv unvorstellbar.

    Eine Erklärung für unsere Erlaubnis könnte auch an einer tadschikischen Regelung liegen, die es seit letztem Jahr gibt. Letztes Jahr war nämlich in Tadschikistan das Jahr des Tourismus. Das wurde jetzt nochmal für 3 Jahre verlängert.
    Zusammen mit diesem Tourismusjahr sind einige Regelungen in Kraft getreten. Unter anderem kann ein Polizist oder anderer Tadschike ohne Verhandlung ins Gefängnis gesteckt werden, wenn er einem Touristen etwas Unrechtes tut.
    Das erklärt wohl so einiges in unserem Urlaub, auch das wir bei den häufigen Verkehrskontrollen (in der Stadt aller 150 Meter) noch nie angehalten wurden.

    Nach einer herzlichen Verabschiedung von Shokirjon, bei der strikt nach kulturellen Regeln nur Simon umarmt wird, machen wir uns auf in Richtung Stadt.
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Mehrobod

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