Turkmenistan
Bitik

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  • Day37

    Einreise nach Turkmenistan

    September 1, 2019 in Turkmenistan ⋅ ⛅ 27 °C

    Nach den Horrorgeschichten von Turkmenistan mussten wir dringend unseren Dollar Vorrat aufbessern. Leider ist das in kleineren Städten wie Buxoro gar nicht so leicht und immer mit Gebühren verbunden. Nach ewiger Fahrerei und Rumfragerei haben wir dann am Sonntag mit einer Bankangestellten gesprochen. Wir mussten noch ein letztes Mal in die Altstadt, bevor wir nach Turkmenistan aufbrechen konnten.

    5 Kilometer vor der Grenze fiel uns ein, dass man in Turkmenistan für das Geld welches man nicht wieder ausführt einen Nachweis benötigt. Also wo man es getauscht hat zum Beispiel. Wir wissen nicht wie streng hier kontrolliert wird, aber wollen auf Nummer sicher gehen. Also steckten wir etwas Geld in einen Umschlag und dann unter unseren Teppich. Warum wir diesen Aufwand betreiben klärt sich später.
    Währenddessen hält extra für uns ein iranischer LKW Fahrer an und fragt ob alles ok ist. Wir fanden es sehr lieb von ihm. Er gab uns einen ersten Blick auf die Menschen im Iran.

    Und schon waren wir bei der Ausreise aus Usbekistan. Obwohl wir die Zolldokumente für das Auto bei der Einreise nicht bekommen hatten, gab es zum Glück keine Probleme. Die Zollbeamten schlugen alles im System nach und in 20 Minuten waren wir durch. So viel Einsatzbereitschaft sind wir an Grenzen gar nicht gewohnt.

    An der turkmenischen Grenze war alles etwas komisch. Hier gibt es kaum PKW Verkehr. Nur unzählige Fußgänger und jede Menge LKWs. Um die ganze Bürokratie zu erledigen, werden wir ständig hin und her geschickt. Das ist ohne Sprachkenntnisse ziemlich anstrengend. Auf einmal müssen wir zurück zum Auto. Jetzt ist für die Grenzbeamten erstmal die 1,5 stündige Mittagspause. Also packen wir unseren Tisch aus und essen erstmal unsere Melone, die wir frisch am Melonenfeld gekauft haben. Alle jungen Grenzer hier sind interessiert an uns, die alten eher mürrisch. Wir merken schon wie streng hier alles zugeht, die einheimischen Frauen, welche während der Mittagspause auf Toilette gehen wollen, werden zurückgeschickt. Wo gibt's denn sowas? Wir nehmen uns wohl echt was raus hier unseren Campingtisch auszupacken. Auch Grenzer die uns begeistert begrüßt hatten, halten sich, wenn Anzugträger in der Nähe sind, von uns fern.

    Nach der Mittagspause wird unsere erlaubte Route durch Turkmenistan noch auf einer Karte eingezeichnet. Man darf sich hier nicht allzu frei bewegen. Der befürchtete GPS Tracker blieb interessanterweise aus. Eigentlich gehört der standardmäßig dazu.

    Die Bitte nach einem kleinen Abstecher von der Route erfüllt der Mann uns leider nicht. Er konnte oder wollte uns nicht verstehen. Hier erfahren wir auch noch, dass wir im Hotel schlafen müssen. Das macht den Besuch nicht angenehmer für uns.

    An der Grenze werden wir unzählige Male gefragt, ob wir verheiratet sind. Diese Frage haben wir im Urlaub schon unglaublich oft gehört. Eine unklare Antwort wird nicht akzeptiert. Für die Menschen hier ist das völlig normal.

    Etwas unruhig waren wir vor der Einreise auch, weil seit diesem Jahr Frauen in Turkmenistan das Autofahren verboten wurde. Wir erfahren später, dass das auf uns nicht zutrifft. Vollkommen absurd ist es natürlich trotzdem.

    Nach 2,5 Stunden inklusive Mittagspause und 140$ anstatt der vermuteten 250$ haben wir es dann geschafft. Das ist trotzdem noch sehr viel Geld dafür, dass wir nur zwei Tage durchs Land fahren. Eine Umfahrung mit der Fähre hätte uns zusätzlich zu weiteren Spritkosten noch 450$ gekostet. Also blieb uns leider eh keine Alternative.
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    Elfia Fähnrich

    Franz seine Autos fahren überall

    9/26/19Reply
    Elfia Fähnrich

    Genau solche leckeren Melonen werden jetzt auch in Zappendorf geerntet, bei Lothar im Garten.

    9/26/19Reply
    Elfia Fähnrich

    Na und wir haben nur einen Fahnenmast im Garten.

    9/26/19Reply
    2 more comments
     

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