• Wieder zu Hause

    July 20, 2025 in Switzerland ⋅ ☁️ 28 °C

    gestern sind wir von unserer Reise zurückgekommen. Beide ziemlich müde: schliesslich haben wir in den letzten sechs Tagen 3800 km hinter uns gebracht!
    Ursprünglich war die Reise etwas anders geplant: von der Osttürkei sollte es nach Kurdistan / Nordirak gehen.
    Leider bin ich ein Monat zu spät gestartet und im Nord Irak ist es einfach schon zu heiss. Also haben wir die Route geändert nach Georgien. Und weiss Gott nicht bereut!
    ich hab mich wohl etwas in das Land verliebt. Die Landschaft (ebenso im türkischen Grenzgebiet) hat mich sehr berührt. Hier haben die Menschen noch Platz und nutzen ihn. Um jedes Haus (auf dem Land) werden Lebensmittel angebaut, viele sind Selbstversorger. Das gilt auch für den Wein… der der je nach Region sehr unterschiedlich ist, aber immer gut.🍷
    und dann die wunderbaren Hochebenen, mit ihren grossen Kuh-, Pferde-, Schaf- und Ziegenherden.
    In Georgien trifft man, natürlich, Georgier, Aserbaidschaner,Armenier, Russen. viele stammen auch aus dem Iran und Irak. Obwohl sehr orthodox geht man sehr tolerant miteinander um.
    Auf dem Land fühle ich mich in die fünfziger und Sechzigerjahre zurückversetzt. Alles ist sehr sehr einfach. vier Wände, ein Dach über dem Kopf, genug zu essen und genug Holz zum heizen zu haben. Das zählt erst mal. und die Kontakte untereinander, vor dem Haus an der Strasse mit den Nachbarinnen Nachbarn so sitzen sich zu unterhalten und zu schauen was so passiert (meist ja nicht viel. Ausser es kommt ein Schweizer vorbei)
    Über die Städte kann ich nicht viel sagen, ausser über Tiflis : dort stehen moderne und klassische Bauten einigermassen im Einklang.
    Das kann ich für die Mittelmeerküste und ebenso die des schwarzen Meeres in der Türkei nicht behaupten: Standard Hochhäuser haben die alten Bauten verdrängt. Ich denke dort wird es bald einen Kollaps geben: der Bauboom ist völlig überhitzt. daran hat wohl auch die Inflation einen Anteil, die vielen Menschen grosse Probleme macht.

    So, jetzt bin ich wieder zu Hause und hab noch vieles vieles zu verdauen, was ich unterwegs erlebt habe. Danke allen, die mir gefolgt sind und vor allen Dingen denjenigen, die mit Kommentaren geantwortet haben.
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