Grevet #1 – Berlin 2026
18 kwietnia, Niemcy ⋅ ☁️ 15 °C
Was war das? Ein echter Windpark- und Spargelkrimi? Oder doch eine Hochspannungsmasten- und Kiefernwald-Saga?
Ich starte am Samstag, erst um 12 Uhr in Moabit. Ausgeschlafen, trotz leichtem Kater. wir wollten Sonntag fahren, aber die Regenprognose hat meine Gang in Luft aufgelöst. Also fahre ich heute, spontan, nachdem auch der letzte abgesagt hat.
Es geht los über Charlottenburg und die Krone, dann durch den Düppeler Forst nach Potsdam.
Es ist recht warm - und sonnig. Ich fahre zum nächsten dm und kaufe Sonnencreme. Irgendwie fehlt mir Salz – gestohlen vom Bier gestern und das, was ich heute bereits verschwitzt habe. Bei dm gibt’s nur 500-g-Packungen. Egal, eine kleine Handvoll in den Trinkrucksack, der Rest muss in die Rahmentasche. Schon nach dem ersten Schluck spüre ich - das war eine gute Idee.
Der Anfang verläuft auf bekannten Wegen um den Schwielowsee, inklusive der Campingplatz Durchfahrt. Danach: Herrliche Windparks im Kiefernwald, hier war ich noch nie. Es läuft gut, die Wege sind gut, die Stimmung auch.
Viel Durst habe ich heute. Der Wasserhahn auf dem Friedhof von Alt-Kanin liegt quasi auf dem Track. Sehr komfortabel. Ich hatte nicht damit gerechnet, soviel Wasser zu brauchen, aber es ist schon Sommer im April. Kurze Begegnung mit zwei Motocrossfahrern auf der Gravelpiste. Ich hoffe, es kommen nicht mehr.
Kilometer 55, mitten im Wald: Endlose Buckelpisten schütteln mich durch. Wo bin ich? Welcher Wald ist das? Muss das sein? Kurz raus aus dem Wald, entspannter Asphalt – oh nein, schon wieder Buckelpiste.
Zwischen 50 und 60 ist es außergewöhnlich hart. Es rollt schlecht bis gar nicht. Schweres Forstgerät hat sich hier durchgearbeitet oder der Weg hat lange gar keinen Verkehr gesehen. Nennen wir es die „Presslufthammer-Passage“. Ich hoffe, ich bin gleich an Checkpoint 2, ich kann eine Pause gebrauchen.
Es ist Mitte April, aber der Brandenburger Sand ist bereits tief, aber: besser Sand als übles Gerüttel.
Mein Setup fühlt sich perfekt an. Der neue Rahmen, die Teile und die Ausrüstung funktionieren tadellos. Es macht Spaß, damit durch den Wald und über die Felder zu bügeln.
Gigantische Biogasanlagen wie Raumstationen. Weltmeere aus Solaranlagen treffen hört auf alte Gemäuer und Schweinemast.
Was ist jetzt los? Ich bin in Brandenburg und finde keinen Platz zum Pinkeln.
Wow, wieder Flüsterasphalt. Schon zum zweiten Mal und sogar mehr als ein paar hundert Meter. Gas geben. Das fühlt sich gut an.
Kilometer 70: Wie immer, kaum kommt ein Anstieg, sind auch die fliegen da. Allerdings zieht auch Regen auf, vielleicht ist das der Grund.
Ein gepflasterter Radweg neben der Kopfsteinpflasterpiste durch den Wald – ich spüre es: Hier irgendwo ist der Mittelpunkt der DDR.
Bad Belzig. Herrlich. Plattenbau und Schrebergartenromantik in perfekter Symbiose.
Auf einmal läuft es ganz gut. Es rollt. Ich habe eine Menge Datteln gefuttert und Gel; wahrscheinlich ist der Blutzuckerspiegel einfach wieder im Lot. Na ja, für die kleine Schotterrampe mit 20\% hat’s nicht gereicht.
Um den Flugplatz herum ist es ein Traum. Die Wege sind endlos und etwas sandig, aber nicht locker, es rollt wie irre. Die ersten Tropfen des Tages fallen.
Wow, es geht ab. Hier ein Segment erstellen? Let them eat dust?
Welch ein US Diner – aber ich bin Spießer und bevorzuge das goldene M nebenan. Sicher ist sicher.
Die Rückfahrt ist wunderbar. Wieder endlose Weiten, Windparks, es rollt. Wind? Ich glaube ja, von hinten.
Ein kleines Problem: Es stinkt nach Gülle, aber ich glaube das gehört dazu.
Es regnet weiter, aber das ist ok. Es wird bald dunkel, ich nehme an, ich werde erst zwischen 21 und 22 Uhr in Potsdam sein.
Der Regen wird stärker. Muss ich doch was anziehen?
Es kam, wie es kommen muss: bei km 120 ein Sturz. Beim Spurwechsel, im Regen, und konzentriert und auf dem Plattenweg an der Kante hängen geblieben. Aber es war ok, sauber über die Schulter abgerollt. Das Fahrrad ist in Ordnung, weiter geht’s.
Der Regen hat aufgehört. Zum Finale ging es dann ab michendorf mit Tempo im Dunkeln an der Gas- und Powerline entlang.
Oh Gott, mir kommt ein Radfahrer entgegen, er blendet wie Sau.
Auf den letzten Metern im Wald nach Potsdam, da sind sie, die Geister der Nacht: Baumstümpfe, Schilder und Sitzbänke erscheinen unheimlich im Licht Meine Lampen. Warum sehe ich meinen eigenen Schatten? Ist jemand hinter mir? Gleich bin ich da.
Danke, Tim, für diese äußerst entspannte und gut rollende Rückfahrt. Sie hat mich für die Qualen bei Kilometer 60 entschädigt. Der Rückenwind hat geholfen.
Zurück in Potsdam, Hbf. Nach dem Regen ist es wieder lauer Sommerabend. Ich fahre noch weiter, nach Moabit.
Der Düppeler Forst im Dunkeln war noch mal ein Erlebnis. Leider keine Mufflons und auch sonst keine Tiere. Dann noch mal ein bisschen Regen.
Am Ende: ein wunderbarer Tag! Czytaj więcej


























PodróżnikSchön zusammen gefasst. Bei uns lief es auch so... Dieser Gegenwind bis Belzig. Der Rückweg deutlich besser. Nur bei uns war es ein sonniger Tag. War anspruchsvoll fanden wir... Ich hoffe es ist alles heile nach dem Sturz? Habt ihr schon einen Termin für den 2. grevet ?
PodróżnikOh schön, damit habe ich gar nicht gerechnet, dass du das hier siehst. Ja, alles heile, insbesondere der neue Rahmen 😅 Im Moment ist der 9.5. geplant für #2 LG!
PodróżnikKommendes Wochenende erstmal 300 Straße, solltest du auch mal mitmachen. 😎