• Fabian Baecke
  • Fabian Baecke

Besonders sehenswerte Gebäude

Une aventure ouverte par Fabian En savoir plus
  • Sparkasse Göpenstraße, Sangerhausen

    10 avril, Allemagne ⋅ ⛅ 12 °C

    1930-1931 von Unbekannt

    Architektonisch besonders bemerkenswert ist das Gebäude der ehemaligen städtischen Sparkasse im expressionistischen Formenduktus. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die Zeit des Neuen Bauens, aus der in Sangerhausen noch ein weiteres Bankgebäude, das Stadtbad, die ehemalige Stadtbibliothek und diverse Wohnbauten stammen. Der 1930 im Auftrag der Sparkassenverwaltung geplante und 1931 ausgeführte Bau befindet sich in städtebaulich markanter Ecklage von Göpenstraße und Neuehäuser Straße. Die wohlgegliederte, auf Kuben aufbauende Architektur bildet einen reizvollen Kontrast zur Historismus-Architektur des benachbarten Wohn- und Geschäftshauses Göpenstraße 37. Die durch die Aufweitung der Straßen an dieser Kreuzung bedingte Zurücksetzung gegenüber der alten Bauflucht wurde gekonnt mit der Gliederung des gesamten Baukörpers verbunden.

    In der Fassadengestaltung des Gebäudes dominiert im gesamten Erdgeschoss die plastisch gestaltetete Eisenklinker-Verblendung. Die drei Eingangsbereiche sind wirkungsvoll mit figürlichen Darstellungen versehen. Das Erdgeschoss steht in lebhaftem Kontrast zu den Putzflächen der beiden oberen Stockwerke. Ornamentklinker umrahmen ebenfalls die Fenster der beiden oberen Geschosse. Den Gebäudeabschluss bildet ein Flachdach, das in Teilbereichen wiederum von einer Traufkante aus Eisenklinkern abgeschlossen wird. Über dem Eingang zum Schalterraum lehnt die Plastik des griechischen Gottes Hermes. Der Götterbote und Gott der Händler ist als schlichte, schlanke Gestalt wiedergegeben. Seine Attribute sind der Hermesstab, ein geflügelter Helm, Flügelschuhe und häufig ein Geldbeutel, den er in der rechten Hand hält. Im Inneren des Gebäudes, das heißt in den Treppenhäusern, Fluren und Büroräumen, ist noch eine große Zahl an Einbauten und Ausstattungen aus der Bauzeit vorhanden.

    Neben den Büroräumen der städtischen Sparkasse befanden sich im Gebäude vier Wohnungen. Im Erdgeschoss sollten ursprünglich zwei Ladengeschäfte eingeordnet werden, durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wurde das Projekt im Hinblick auf die schlechte Wirtschaftslage jedoch geändert. Es erfolgte auch der Einbau eines Nachttresors, eine Neuerung für die Stadt Sangerhausen. Am Bau des Gebäudes waren überwiegend einheimische Firmen beteiligt.

    Bis etwa 1955 waren im Gebäude Göpenstraße 35 noch zwei Wohnungen sowie das »Amt für Arbeit und Sozialfürsorge« untergebracht. Danach hatte hier bis 1990 die Bauernbank ihr Domizil. Die Wohnungen wurden später aufgegeben. Nach 1990 erwarb die Volksbank das Haus.
    En savoir plus

  • Haus Neuerburg

    30 janvier, Allemagne ⋅ ☁️ -1 °C

    1926-1927 von Fritz Höger

    Högers expressionistischen Klinkerarbeiten sind hier in der Fläche (und Höhe) eindrucksvoll zu sehen. Je nach Lichteinfall und Blickwinkel gibt es faszinierende Ansichten.Auch hier findet sich die typische Stahlbeton-Skelett-Bauweise, die vielen Kontorhäusern eigen ist. Gebaut für die Zigarettenfirma „Haus Neuerburg“ trug es erst den Namen. Später vom Reemtsma-Konzern übernommen, trug es den Namen „Reemtsma Hof“.

    Von 1924-25 schufen die Architekten Rudolf Klophaus (1885-1957) und August Schoch (1881-1957) den ersten Teil des Gebäudes. Der Südflügel wurde von Fritz Höger von 1926-27 erbaut. Es diente bis 1982 der Produktion von Zigaretten, wurde dann umgebaut und war Sitz der Deutschen Telekom.

    Aktuell steht das Ensemble leer.
    En savoir plus

  • Einrichtungshaus Postel

    25 janvier, Allemagne ⋅ ☁️ -1 °C

    1912 - Architekt unbekannt - im Jugendstil errichtet.

    Damals Zentrale des seinerzeit sehr bekannten und führenden Einrichtungshauses Postel.
    Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Zentrum Eimsbüttels noch die Eimsbütteler Chaussee, die ins Schulterblatt und damit in den Stadtteil Sternschanze übergeht. Sie war führende Haupteinkaufsstraße neben der Mönckebergstraße mit Cafés und Theatern. Nach dem Krieg und seinen Zerstörungen entstand der Stadtteil neu und die benachbarte Osterstraße etablierte sich als neue Einkaufsstraße.

    1973 erwirbt Willi J. Otteni das Gebäude von der Familie Postel.
    Nutzung als Firmensitz für das 1934 in Ottensen gegründete Möbelgeschäft Otteni. Otteni gehörte bis Ende der 90iger zu den größten Büromöbelhäusern.
    1999–2001 Modernisierung, Entkernung und Aufstockung sowie Umnutzung der Flächen zu Büro-/Atelier- und Trainingsflächen.
    En savoir plus

  • Montblanc Haus

    23 janvier, Allemagne ⋅ ☁️ -2 °C

    2019 — 2022 von den spanischen Architekten Enrique Sobejano und Fuensanta Nieto vom Madrider Büro Nieto Sobejano Arquitectos für die Montblanc Simplo GmbH, Hamburg.

    Die Fassade des 110 m breiten und rund 12 m tiefen Gebäudekörpers ist mit schwarzen, reliefartigen Sichtbeton-Wandelementen verkleidet. Auf der Vorderseite erstreckt sich eine Auskragung bis zu 8 m über die gesamte Breite des Baukörpers. Die Gebäudehülle ist in Form, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit an die klassische Verpackung der Montblanc-Schreibgeräte angelehnt.

    Die Gesamtfläche der Fassade beträgt 2800 m². Ihre Einzigartigkeit besteht in den 330 individuellen Paneelen, die sich in Oberflächenprofil, Größe, geometrischer Form und und Abstand zum Rohbau alle unterscheiden. Die Paneele haben eine Höhe von bis zu 9 m, sie sind alle exakt 2,70 m breit.

    Das Montblanc Haus liegt auf einem ausgedehnten Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Firmenzentrale und den Produktionsgebäuden. Es beherbergt neben Brand Experience eine Versammlungsstätte, Ausstellungsflächen, eine Boutique sowie ein öffentliches Café.

    Ursprünglich war der Firmen- und Produktionssitz in der Sternschanze. Dort ist heute die VHS untergebracht: https://findpenguins.com/0cjyeiqzgxbzo/footprin…
    En savoir plus

  • Versöhnungskirche Gohlis

    4 janvier, Allemagne ⋅ 🌬 1 °C

    1932 von Hans Heinrich Grothjahn

    Der 1. Weltkrieg war eine einschneidende Erfahrung für die Menschen der Zeit. Auch für Dr. theol. Johannes Herz, der von 1915 bis 1954 als Pfarrer im Leipziger Stadtteil Gohlis wirkte. Er setzte sich nach der Katastrophe des Krieges für Frieden und Versöhnung ein.

    Als seine Gemeinde in dem rasant wachsenden Stadtteil eine größere Kirche brauchte, saß Pfarrer Herz in der Jury für den Wettbewerb. Die Entscheidung fiel auf Hans Heinrich Grotjahn. Der Architekt schuf eine der wenigen Sakralbauten im Stil der Klassischen Moderne.

    Die Versöhnungskirche sollte auch als Gemeindezentrum inmitten einer neuen Infrastruktur funktionieren. 1930 entstand im Norden die Krochsiedlung, auch Neu-Gohlis war bereits als Wohnstadt geplant. 1930 begann auch der Bau der Kirche, und zwar schnell: Noch vor der Ausstellung der Baugenehmigung war der Rohbau der Stahlskelettkonstruktion fertig. Die moderne Bauweise ermöglichte einen eindrucksvollen Kirchenraum ohne Stützen.

    Grotjahns Kirche ist in vielen Punkten lebensbejahend und zukunftsgewandt. Leuchtend weiß erhebt sich der 43 Meter hohe Glockenturm über Gohlis. Der Christus im Altarbereich stirbt und leidet nicht am Kreuz, er segnet die Gemeinde. Damit die Besucher sich nicht beim Kirchengesang umdrehen müssen, stehen Orgel und Chor seitlich des Altars.

    Grotjahn bekam nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten keine öffentlichen Aufträge mehr und geriet in Vergessenheit. Seine Kirche blieb stehen, war aber zum Ende der DDR in einem desolaten Zustand; der Glockenturm drohte abzuknicken. Inzwischen ist die Versöhnungskirche wieder weitgehend saniert. Sie bleibt nicht zuletzt mit ihrem Kindergarten ein wichtiger Ort des Zusammenlebens in Gohlis.
    En savoir plus

  • Grabmal Carl und Curt Schmidt

    21 décembre 2025, Allemagne ⋅ ☁️ 5 °C

    1920-1921 von Hans Walther (Bildhauer)

    Die Erfurter Handelsgärtnerei Haage & Schmidt gehörte bereits im 19. Jahrhundert zu den größten Gärtnereien in Europa.
    1898 hatte Carl Schmidt (1848-1919), der aus Schleusingen in Thüringen stammte, den Betrieb als Alleininhaber übernommen und bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs sehr erfolgreich geführt und erweitert.
    Am 26. Februar 1919 verstarb er kurz nach seinem siebzigsten Geburtstag. Zwei Jahre später starb auch sein Sohn Curt (1882-1921) mit nur achtunddreißig Jahren.

    Das Grabmal für Vater und Sohn besteht aus sieben einander zugeneigten, sich verzweigenden Pfeilern aus schlesischer Basaltlava.
    Unter dieser angedeuteten Kuppel liegt im Innern, auf schräg übereinander gestaffelten Platten eine stilisierte Figur aus Haustein.

    Die Gestaltung des Grabmals ähnelt dem ein Jahr später errichteten Erbbegräbnis Wissinger von Max Taut und Rudolf Belling auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin. (https://findpenguins.com/0cjyeiqzgxbzo/footprin…)
    En savoir plus