• Fabian Baecke
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Besonders sehenswerte Gebäude

Ein Abenteuer von Fabian mit offenem Ende Weiterlesen
  • Haus Neuerburg

    30. Januar in Deutschland ⋅ ☁️ -1 °C

    1926-1927 von Fritz Höger

    Högers expressionistischen Klinkerarbeiten sind hier in der Fläche (und Höhe) eindrucksvoll zu sehen. Je nach Lichteinfall und Blickwinkel gibt es faszinierende Ansichten.Auch hier findet sich die typische Stahlbeton-Skelett-Bauweise, die vielen Kontorhäusern eigen ist. Gebaut für die Zigarettenfirma „Haus Neuerburg“ trug es erst den Namen. Später vom Reemtsma-Konzern übernommen, trug es den Namen „Reemtsma Hof“.

    Von 1924-25 schufen die Architekten Rudolf Klophaus (1885-1957) und August Schoch (1881-1957) den ersten Teil des Gebäudes. Der Südflügel wurde von Fritz Höger von 1926-27 erbaut. Es diente bis 1982 der Produktion von Zigaretten, wurde dann umgebaut und war Sitz der Deutschen Telekom.

    Aktuell steht das Ensemble leer.
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  • Einrichtungshaus Postel

    25. Januar in Deutschland ⋅ ☁️ -1 °C

    1912 - Architekt unbekannt - im Jugendstil errichtet.

    Damals Zentrale des seinerzeit sehr bekannten und führenden Einrichtungshauses Postel.
    Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Zentrum Eimsbüttels noch die Eimsbütteler Chaussee, die ins Schulterblatt und damit in den Stadtteil Sternschanze übergeht. Sie war führende Haupteinkaufsstraße neben der Mönckebergstraße mit Cafés und Theatern. Nach dem Krieg und seinen Zerstörungen entstand der Stadtteil neu und die benachbarte Osterstraße etablierte sich als neue Einkaufsstraße.

    1973 erwirbt Willi J. Otteni das Gebäude von der Familie Postel.
    Nutzung als Firmensitz für das 1934 in Ottensen gegründete Möbelgeschäft Otteni. Otteni gehörte bis Ende der 90iger zu den größten Büromöbelhäusern.
    1999–2001 Modernisierung, Entkernung und Aufstockung sowie Umnutzung der Flächen zu Büro-/Atelier- und Trainingsflächen.
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  • Montblanc Haus

    23. Januar in Deutschland ⋅ ☁️ -2 °C

    2019 — 2022 von den spanischen Architekten Enrique Sobejano und Fuensanta Nieto vom Madrider Büro Nieto Sobejano Arquitectos für die Montblanc Simplo GmbH, Hamburg.

    Die Fassade des 110 m breiten und rund 12 m tiefen Gebäudekörpers ist mit schwarzen, reliefartigen Sichtbeton-Wandelementen verkleidet. Auf der Vorderseite erstreckt sich eine Auskragung bis zu 8 m über die gesamte Breite des Baukörpers. Die Gebäudehülle ist in Form, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit an die klassische Verpackung der Montblanc-Schreibgeräte angelehnt.

    Die Gesamtfläche der Fassade beträgt 2800 m². Ihre Einzigartigkeit besteht in den 330 individuellen Paneelen, die sich in Oberflächenprofil, Größe, geometrischer Form und und Abstand zum Rohbau alle unterscheiden. Die Paneele haben eine Höhe von bis zu 9 m, sie sind alle exakt 2,70 m breit.

    Das Montblanc Haus liegt auf einem ausgedehnten Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Firmenzentrale und den Produktionsgebäuden. Es beherbergt neben Brand Experience eine Versammlungsstätte, Ausstellungsflächen, eine Boutique sowie ein öffentliches Café.

    Ursprünglich war der Firmen- und Produktionssitz in der Sternschanze. Dort ist heute die VHS untergebracht: https://findpenguins.com/0cjyeiqzgxbzo/footprin…
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  • Versöhnungskirche Gohlis

    4. Januar in Deutschland ⋅ 🌬 1 °C

    1932 von Hans Heinrich Grothjahn

    Der 1. Weltkrieg war eine einschneidende Erfahrung für die Menschen der Zeit. Auch für Dr. theol. Johannes Herz, der von 1915 bis 1954 als Pfarrer im Leipziger Stadtteil Gohlis wirkte. Er setzte sich nach der Katastrophe des Krieges für Frieden und Versöhnung ein.

    Als seine Gemeinde in dem rasant wachsenden Stadtteil eine größere Kirche brauchte, saß Pfarrer Herz in der Jury für den Wettbewerb. Die Entscheidung fiel auf Hans Heinrich Grotjahn. Der Architekt schuf eine der wenigen Sakralbauten im Stil der Klassischen Moderne.

    Die Versöhnungskirche sollte auch als Gemeindezentrum inmitten einer neuen Infrastruktur funktionieren. 1930 entstand im Norden die Krochsiedlung, auch Neu-Gohlis war bereits als Wohnstadt geplant. 1930 begann auch der Bau der Kirche, und zwar schnell: Noch vor der Ausstellung der Baugenehmigung war der Rohbau der Stahlskelettkonstruktion fertig. Die moderne Bauweise ermöglichte einen eindrucksvollen Kirchenraum ohne Stützen.

    Grotjahns Kirche ist in vielen Punkten lebensbejahend und zukunftsgewandt. Leuchtend weiß erhebt sich der 43 Meter hohe Glockenturm über Gohlis. Der Christus im Altarbereich stirbt und leidet nicht am Kreuz, er segnet die Gemeinde. Damit die Besucher sich nicht beim Kirchengesang umdrehen müssen, stehen Orgel und Chor seitlich des Altars.

    Grotjahn bekam nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten keine öffentlichen Aufträge mehr und geriet in Vergessenheit. Seine Kirche blieb stehen, war aber zum Ende der DDR in einem desolaten Zustand; der Glockenturm drohte abzuknicken. Inzwischen ist die Versöhnungskirche wieder weitgehend saniert. Sie bleibt nicht zuletzt mit ihrem Kindergarten ein wichtiger Ort des Zusammenlebens in Gohlis.
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  • Grabmal Carl und Curt Schmidt

    21. Dezember 2025 in Deutschland ⋅ ☁️ 5 °C

    1920-1921 von Hans Walther (Bildhauer)

    Die Erfurter Handelsgärtnerei Haage & Schmidt gehörte bereits im 19. Jahrhundert zu den größten Gärtnereien in Europa.
    1898 hatte Carl Schmidt (1848-1919), der aus Schleusingen in Thüringen stammte, den Betrieb als Alleininhaber übernommen und bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs sehr erfolgreich geführt und erweitert.
    Am 26. Februar 1919 verstarb er kurz nach seinem siebzigsten Geburtstag. Zwei Jahre später starb auch sein Sohn Curt (1882-1921) mit nur achtunddreißig Jahren.

    Das Grabmal für Vater und Sohn besteht aus sieben einander zugeneigten, sich verzweigenden Pfeilern aus schlesischer Basaltlava.
    Unter dieser angedeuteten Kuppel liegt im Innern, auf schräg übereinander gestaffelten Platten eine stilisierte Figur aus Haustein.

    Die Gestaltung des Grabmals ähnelt dem ein Jahr später errichteten Erbbegräbnis Wissinger von Max Taut und Rudolf Belling auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin. (https://findpenguins.com/0cjyeiqzgxbzo/footprin…)
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  • Universitäts-Frauenklinik "Das Bauhaus"

    19. April 2025 in Deutschland ⋅ 🌧 9 °C

    1931-1933 von Heinrich Wolff

    Im Zuge der Neuplanung der Charité-Kliniken, die in unterschiedlichen Epochen erbaut wurden, entstand 1931 bis 1933 nach Entwürfen von Heinrich Wolff die im kompromisslos modernen „International Style“ erbaute Frauenklinik an der Ziegelstraße.

    Anknüpfend an die ausgereifte Bauhausarchitektur gelang Wolff ein Meisterwerk der einfachen und klaren Schönheit. Die Räume, die sich nach Süden orientierten, besaßen Atelierfenster und einen halbrunden Gymnastiksaal, der mit einem spektakulären Blick auf die Museumsinsel, das Rote Rathaus und den Alexanderplatz verbunden war. Die windgeschützte Liegehalle, die auf dem weißen Gebäude des Flachdachs stand, erregte damals großes Aufsehen.

    In dem »Das Bauhaus« genannten Gebäude entstanden unter der Federführung des Architekten Sir David Chipperfields exklusive Wohnungen und repräsentative Büroflächen mit großen Atelierfenstern.

    Durch das Haus-im-Haus Konzept sind größere Wohnungen auf drei Etagen sowie kleinere, zum Forum hin ausgerichtete Stadtwohnungen entstanden. Die großen Fensterflächen und die Deckenhöhen tragen der modernen Architektur Rechnung und bieten außergewöhnlichen Wohnkomfort.
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