• Fabian Baecke
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Besonders sehenswerte Gebäude

Une aventure ouverte par Fabian En savoir plus
  • Karstadt Hermannplatz

    18 avril 2025, Allemagne ⋅ ☁️ 12 °C

    1927-1929 von Philipp Schaefer

    Bauweise: Stahlbeton-Skelettbau mit Muschelkalkfassade
    Bauzeit: 1927-1929
    Eröffnung: 21.06.1929
    Höhe des Gebäudekörpers: 32 m
    Höhe der Türme: 56 m, inkl. Lichtsäulen: 71 m
    Fassadenlänge: 256 m
    Nutzfläche: 72.000 qm auf 9 Geschossen (davon 2 unterirdisch)
    größtenteils zerstört: 25.04.1945

    Am Hermannplatz, zwischen Hasenheide und Urbanstraße, wurde 1927-29 das Warenhaus Karstadt errichtet. Von dem architektonisch und städtebaulich anspruchsvollen Gebäude, einem der größten Kaufhäuser Berlins, sind nach Kriegszerstörungen nur noch Teile erhalten geblieben. Die R. Karstadt AG war in den 1920er Jahren mit etwa 30.000 Beschäftigten und knapp 90 Filialen der größte Waren- und Kaufhauskonzern Deutschlands. Der ambitionierte Neubau weltstädtischen Anspruchs, für den Philipp Schaefer die Entwürfe zeichnete, bildete gleichsam das Wahrzeichen des Warenhauskonzerns. Im Hinblick auf seine luxuriöse Ausstattung und sein innovatives Raum- und Grundrisskonzept nahm er eine Sonderstellung im Warenhausbau ein. Das Haus war bis unters Dach mit allen technischen Errungenschaften der Zeit ausgestattet und verfügte über aufsehenerregende Besonderheiten, darunter die 15 Meter hohen Lichtsäulen, der riesige, als Restaurantfläche genutzte Dachgarten oder die unmittelbare Anbindung an zwei U-Bahnlinien. Vor allem beeindruckte das Kaufhaus durch seine schiere Größe. Mit den zu einschüchternder Monumentalität aufgetürmten Baumassen beherrschte es den Stadtraum am Hermannplatz, der bis dahin vor allem von einfacher Mietshausbebauung bestimmt war. Hinzu kam die suggestive Wirkung der aufwärts strebenden Pfeilerfronten, die wesentlichen Anteil an der imposanten Gesamterscheinung hatte. Die prägnante Gliederungsstruktur war beeinflusst sowohl von den Warenhausbauten Alfred Messels, die nach der Jahrhundertwende etwa am Leipziger Platz entstanden waren, als auch von der amerikanischen Wolkenkratzerarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Als das Warenhaus 1945 nur wenige Tage vor Kriegsende von SS-Einheiten gesprengt wurde, blieb von der ursprünglichen Travertinfassade nur ein über drei Achsen reichender Abschnitt in der Hasenheide erhalten. An ihm lässt sich das alte Fassadenschema mit der vertikalen Pfeilergliederung deutlich ablesen. Es schließt sich der Neubauteil am Hermannplatz an, der 1951-52 von Alfred Busse errichtet wurde. Der viergeschossige Bau ist mit seinen sachlich nüchternen Formen erkennbar den Gestaltungsauffassungen der Nachkriegszeit verpflichtet. Zwar bezog sich Busse mit der Muschelkalkverblendung auf den Altbau, doch stehen die waagerechten Fensterbänder in merklichem Kontrast zu der alten, senkrecht orientierten Pfeilerfront. Busses Kaufhausneubau bildete den Ausgangspunkt für die Erweiterung und Sanierung, die 1998-2000 erfolgte. Dabei erhielt das Kaufhaus wieder wie früher eine spiegelsymmetrische Straßenfront zum Hermannplatz.
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  • Publix

    18 avril 2025, Allemagne

    2024 von AFF Architekten

    Entworfen und geplant wurde das Publix Haus vom Berliner Architekturbüro AFF. Starke Formen und klare, rohe Materialen prägen das ganze Gebäude: Sichtbeton, in der Außenfassade eingefärbt, die Innenflächen der Wände und Decken in naturfarbenem Beton, auf den Böden ungefärbte Estrichbeläge, Zinkblech- und Holzverkleidungen an den Wänden und naturfarbene Alu- und Holzprofile an Fenstern und Türen. Das Konzept für die Innenraumgestaltung und Möblierung wird entwickelt von Studio karhard.En savoir plus

  • Reichsmonopolverwaltung für Branntwein

    18 avril 2025, Allemagne ⋅ ☁️ 12 °C

    1927-1928 von Paul Renner

    Neben dem Gewerbehof, auf dem Grundstück Ringbahnstraße 10/14, macht ein viergeschossiger Backsteinbau mit einer hohen, ornamentierten Attika auf sich aufmerksam. Das 1927-28 errichtete Gebäude beherbergte die Hauptverwaltung der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein. (1) Um den Alkoholhandel unter staatliche Kontrolle zu bringen, wurde 1918 das teilweise noch heute gültige Branntweinmonopolgesetz erlassen, das ein staatliches Bezugsmonopol für bestimmte Rohstoffe sowie ein Zwischenhandels- und Herstellungsmonopol für einfache Trinkbranntweine vorsah. Der im Monopolgebiet erzeugte Alkohol war an die Monopolverwaltung abzuliefern, die ihn reinigte, abfüllte und unter Erhebung einer Verbrauchssteuer als Trinkbranntwein an die Verwender weiterverkaufte. Für die Hauptverwaltung wurde ein Grundstück in Tempelhof erworben, auf dem sich eine zwischen 1905 und 1910 von Max Jacob errichtete Fabrik für Branntwein befand. Davon blieb der 1905 erbaute rechte Gebäudetrakt an der Ringbahnstraße erhalten. Es handelt sich um einen typischen Gewerbebau der Jahrhundertwende mit einem strengen Fassadenraster aus Lisenen und dreigeteilten Fensterflächen. Paul Renner fügte 1927-28 das Hauptverwaltungsgebäude an, bei dem sich die sachlichen und expressiven Architekturströmungen der 1920er Jahre begegnen. Die querrechteckigen Obergeschossfenster sind in einen glatte Backsteinwand eingeschnitten, die in der Mitte von der Fensterachse des Treppenhauses, flankiert von Mauerpfeilern, unterbrochen wird. Dieser klaren, funktionalistischen Fassadengestaltung ist die expressiv geformte Attika kontrastreich entgegengesetzt. Dort öffnen sich kleine rautenförmige Fenster, deren Zickzackform im glatten, aber plastisch wirkenden Ziegelmuster der Attika fortgeführt wird. Die mittlere, fensterlose Attikafläche antwortet dem tiefen, stark reliefierten Gewändeportal im Erdgeschoss. Die Reichsmonopolverwaltung für Branntwein, die im Verwaltungsgebäude auch einige Wohnungen unterhielt, errichtete für ihre Beschäftigten 1922-23 eine Kleinhaussiedlung in Mariendorf.En savoir plus

  • Erste Kirche Christi Wissenschafter

    18 avril 2025, Allemagne ⋅ ☁️ 13 °C

    1936-37 von Otto Bartning

    Grundstein 17.9.1936, Turmloser Bau mit Vereinsgebäude, Kirchentrakt befindet sich hinter dem Vereinshaus und ist nur von den Seitenstraßen aus zu sehen. Das umlaufende Fensterband in Traufhöhe und die Dachform nehmen "Markenzeichen" der späteren "Notkirchen" vorweg. Ähnlichkeiten mit der zwei Jahre früher gebauten Karlsruher St. Markus-Kirche. 1943 kriegszerstört, Beginn des Wiederaufbaus 1950 unter Oberaufsicht Bartnings, dann ab Mai 1956 eigentlicher (vereinfachter) Wiederaufbau durch Bartning in Zusammenarbeit mit Kurt Bornemann. Im Foyer informiert eine kleine Fotoausstellung über die Baugeschichte.En savoir plus

  • Deutschlandhaus

    31 mars 2025, Allemagne ⋅ ⛅ 10 °C

    2020-2024 von Hadi Teherani

    Das Deutschlandhaus am Gänsemarkt in Hamburg war ein von 1928 bis 1929 nach Entwürfen von Fritz Block und Ernst Hochfeld errichtetes Kontorhaus. 2019 wurde das alte Deutschlandhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

    Das Gebäude wurde ursprünglich als Bürohaus genutzt und zählte somit zu den Kontorhäusern Hamburgs. Neben den Büroflächen nahm das Gebäude ein Kaufhaus, Ladenpassagen und ein großes Lichtspieltheater auf. Der Ufa-Palast gehörte damals mit etwa 2.700 Plätzen zu den größten Kinos in Europa. Das markante achtstöckige Gebäude wurde in Stahlskelettbauweise errichtet; die Backsteinfassade war mittels durchlaufender Fensterbänder horizontal gegliedert.

    Das Deutschlandhaus brannte im Zweiten Weltkrieg 1944 nach Luftangriffen zum Teil aus. Von 1946 bis 1949 baute die englische Besatzungsmacht das beschlagnahmte Haus wieder auf, wobei bauliche Veränderungen vorgenommen wurden, und taufte es in Hamburg House um. Das zerstörte Kino wurde nicht wieder hergerichtet, sondern abgetragen.

    Im Oktober 2017 wurden für das Haus Abriss- und Neubaupläne bekannt, die nach ersten Plänen des Architekten Hadi Teherani verfolgt und im Lauf des Jahres 2018 konkretisiert wurden. Die Kunsthistorikerin Iris Wenderholm kritisierte Anfang 2018 den Abriss eines „historisch und städtebaulich bedeutenden, identitätsstiftenden Bauwerkes“ als Skandal.

    Der Abriss wurde 2019 durchgeführt, Grundsteinlegung für den Neubau war im Oktober 2020. Für die Projektentwicklung ist die ABG Real Estate Group verantwortlich. Der Entwurf für den Neubau stammt von Hadi Teherani Architects. Die Fertigstellung erfolgte 2024. Eine Besonderheit ist eine ca. 1200 Quadratmeter große Palmenhalle unter einer knapp 40 Meter hohen Dachkuppel im Innenhof.[2] Hauptmieter des Gebäudes ist die Hamburger Sparkasse, die das Gebäude als Zentrale nutzt und hier rund 1700 Mitarbeitende konzentriert. In dem Gebäude gibt es außerdem 30 Wohnungen sowie Restaurant- und Geschäftsflächen.
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