• Fabian Baecke
  • Fabian Baecke

Besonders sehenswerte Gebäude

An open-ended adventure by Fabian Read more
  • Trip start
    June 28, 2024
  • Neon Side Galerie

    May 9, 2024 in Poland ⋅ 🌙 12 °C
  • Muzeum Poczty i Telekomunikacji

    May 10, 2024 in Poland ⋅ ☁️ 19 °C

    Das Postscheckamt Breslau der Deutschen Reichspost wurde von 1927 bis 1929 im Stil des Backsteinexpressionismus erbaut. Das elfgeschossige und 43 Meter hohe Hochhaus in dem Gebäudekomplex war das zweithöchste Hochhaus in Europa östlich von Berlin, nach dem Past-Gebäude in Warschau; siehe hierzu auch die Liste der historischen Hochhäuser in Deutschland. Heute ist das Gebäude ein Baudenkmal und beherbergt unter anderem das polnische Post- und Telekommunikationsmuseum.

    Der Entwurf des Gebäudekomplexes stammt vom Regierungsbaumeister und späteren Oberpostbaurat Lothar Neumann (1891–1963), der auch die Bauleitung übernahm.

    Der Komplex besteht aus einem elfgeschossigen Hochhaus an seiner Nordecke mit einem fünfgeschossigen Seitenflügel nach Westen und einem langgestreckten, fünfgeschossigen Mittelbau nach Süden, der von einem sechsgeschossigen Eckbau mit einem fünfgeschossigen, westlichen Seitenanbau gefangen wird[4]. Das Gebäude hat eine Länge von 142 Meter und eine Breite von bis zu 47 Meter. Der Baukörper umfasst 74.000 m³ umbauten Raum. Das Hochhaus wurde als Eisenbeton-Fachwerkbau, dessen Gefache mit Ziegelwerk ausgebaut ist, errichtet. Alle anderen Gebäudeteile wurden in Ziegelmauerwerk ausgeführt. Gebaut wurde das Postscheckamt von der Huta Hoch- und Tiefbau, Breslau.

    Die Fassade wurde mit blaurotem Ziegel im Oldenburger Format verkleidet, was dem modernistischen Bauwerk einen regionalen und historischen Charakter gibt, und sie wurde verziert mit expressionistischen Elementen und solchen, die sich an der Gotik orientieren, von Maßwerk inspirierte Balustraden und Netzgewölbe der Durchfahrten.

    Die Fassade erhielt Reliefs aus Eisenklinker-Keramik, die der Bildhauer Felix Kupsch 1928 schuf. Es sind ein Relief am Seitenflügel[5] und eine Portalumrahmung am Mittelbau, beide jeweils direkt neben dem Hochhaus, sowie 20 Medaillons: zwölf am Hochhaus mit Postillonköpfen aus verschiedenen Jahrhunderten und acht am südlichen Eckhaus mit Szenen aus dem Leben der Stadtbewohner, Arbeiter und Studenten in Breslau. Die Reliefs wurden hergestellt von der Ullersdorfer Werke AG, Nieder-Ullersdorf, Krs. Sorau, Niederlausitz.[6]

    Der Bau verfügt über drei Treppenhäuser mit Fahrstühlen und einen Paternosteraufzug. Die Ausgestaltung des Gebäudeinneren ist schlicht gehalten, wobei nur wenige Bauteile eine Hervorhebung aufweisen, wie etwa ein Treppenhaus mit farbiger Verglasung, Wandverkleidungen aus Keramikplatten im Bereich der Schalterhalle und farbige Wandkacheln in der Eingangshalle. Räume im Erdgeschoss und im ersten Stock wurden für den Publikumsverkehr genutzt.[7][8] Bei den darüber liegenden Diensträumen des Personals handelt es sich vorwiegend um große Säle. Im Hochhaus befand sich die Schalterhalle und im sechsten bis elften Geschoss wurden Kassenbelege gelagert. Dem Personal stand eine Kantine zur Verfügung, zu der eine darüber liegende Dachterrasse zur Erholung der Angestellten gehörte. Für den Dienstbetrieb des Postscheckamtes wurde eine Rohrpostanlage betrieben.

    Die Baukosten betrugen 3.150.000 Reichsmark. Davon wurden allein 290.000 Reichsmark für eine tiefere Gründung auf einem Pfahlrost aus Betonpfählen aufgewandt, da das Gebäude auf feuchten Baugrund am früheren Breslauer Stadtgraben als Teil des Festungsgürtels erbaut wurde.

    Das Gebäude Postscheckamt Breslau hat den Zweiten Weltkrieg und die Schlacht um Breslau weitgehend unbeschadet überstanden, während 65–80 Prozent der Gebäude in der Stadt und die Umgebung des Postscheckamts vollständig zerstört wurden. Nach dem Krieg diente der Bau der Polnischen Post als Hauptpostamt in Breslau. Seit 1956 wird es vom polnischen Post- und Telekommunikationsmuseum genutzt, dem einzigen Museum dieser Art in Polen.
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  • WuWA (Wohnung und Werkraum-Ausstellung)

    May 10, 2024 in Poland ⋅ ☁️ 19 °C

    Die Werkbundsiedlung Breslau im Breslauer Stadtteil Grüneiche (heute: Dąbie, Wrocław) wurde 1929 als Mustersiedlung errichtet im Rahmen der Werkbundausstellung Wohnung und Werkraum oder „Wohnung- und Werkraumausstellung (WuWA)“. Die Werkbund-Ausstellung hatte im Siedlungsbau ihren Schwerpunkt. Eine Ergänzung erfuhr diese Darstellung durch weitere Präsentationen im nahe gelegenen Ausstellungsgelände rund um die Jahrhunderthalle und im Scheitniger Park. Die Ausstellung wurde von der schlesischen Abteilung des Deutschen Werkbundes (DWB) organisiert und dauerte vom 15. Juni 1929[1] bis zum 29. September 1929.[2]Read more

  • Haus Schminke (Außenansichten)

    May 12, 2024 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    1930 von Hans Scharoun

    Das Haus Schminke gilt in der internationalen Fachwelt als eines der vier wichtigsten Wohnhäuser der Klassischen Moderne weltweit. Die anderen drei sind: das Haus Tugendhat im tschechischen Brno von Ludwig Mies van der Rohe 1931, die Villa Savoye in Poissy bei Paris von Le Corbusier 1929 und das Haus Fallingwater (Kaufman Residence) in Pennsylvania von Frank Lloyd Wright 1939.

    Charlotte und Fritz Schminke hatten klare Anforderungen an ihr künftiges Eigenheim, als sie Hans Scharoun 1930 den Auftrag für die Planung erteilten. Es sollte Arbeiten und Wohnen in Einklang bringen, Technik und Natur versöhnen, ein geschütztes und freies Leben in familiärer Gemeinschaft ermöglichen. Die Vorgaben von Fritz Schminke an den Architekten waren knapp und pragmatisch: „Ein modernes Haus für zwei Eltern, vier Kinder und gelegentlich ein bis zwei Gäste.“ Der Blick auf den Garten sollte frei sein, alle Wohnräume mit Südsonne versorgt werden. Die Bewirtschaftung musste leicht von der Hand gehen, denn nur eine Hilfskraft sollte die Hausfrau bei Hausarbeit und Kinderbetreuung unterstützen; praktische Fußböden, leicht zu reinigende Bäder, Schlaf- und Waschräume; Wohn-, Wasch- und Baderaum für die Hausgehilfin; Möglichkeiten zur Blumenpflege, an der die Dame des Hauses besonders interessiert war – das waren die Anforderungen.

    Betritt man das Grundstück, gelangt man über eine breite Zufahrt zum Haupteingang mit weit auskragendem Dach, das besonders bei nächtlicher Beleuchtung futuristisch anmutet. Es erfüllt aber auch den praktischen Zweck eines Regenschutzes beim Aussteigen aus dem Auto. Über einen Windfang gelangt man direkt in eine zentrale Halle, in der sich die drei Funktionsbereiche des Hauses treffen: Wohnen, Schlafen und Wirtschaften. Das langgestreckte Wohnzimmer im Erdgeschoss mündet nach Osten in einen Wintergarten. An der zur Fabrik ausgerichteten Fensterfront fängt der Raum die geforderte Südsonne ein; zum Garten in Richtung Norden öffnet er sich mit raumhohen Fenstern. Mit seiner Transparenz hebt das Haus die Trennung zwischen Innen und Außen immer wieder auf. Die Wohnung verlängert sich im Erdgeschoss optisch in den Garten hinein.

    Zur Fabrik wirkt das Haus eher zurückhaltend und verschlossen, hier sind der Eingangsbereich und die Wirtschaftsräume untergebracht. Das Obergeschoss ist den Schlafräumen und dem Gästebereich vorbehalten. Im Vergleich zum Erdgeschoss wirkt es regelrecht spartanisch. Die Schlafräume dienten dem Rückzug aus dem Trubel des Familienlebens. Die auf ein Minimum an Raumbedarf reduzierten Kinderschlafzimmer erinnern an Schiffskojen. Als einen weiteren Lebensraum nahm die Familie den Garten wahr – in der warmen Jahreszeit addierte er sich wie selbstverständlich zum Wohnraum hinzu. Nicht aufgrund ökonomischer Zwänge, sondern aus Überzeugung ließ Charlotte Schminke zusätzlich zum Blumen- und Erholungsgarten einen rund 11.000 Quadratmeter großen Nutzgarten auf einem angrenzenden Grundstück anlegen. Hier findet sich bis heute die naturbelassene Streuobstwiese der Schminkes.

    Scharoun gestaltete im Haus Schminke alle Räume ganzheitlich und entwarf Leuchten und Einbaumöbel in Einheit mit einem expressiven Farbkonzept. Ein großer Teil der damaligen Farbgestaltung ist heute verloren, auch die ursprünglich farbig gestalteten Tapeten. So ist kaum noch vorstellbar, wie farbenfroh die Innenräume einst inszeniert waren. Doch bis heute strahlt das Haus Schminke eine Heiterkeit aus, die von dem Bauherrenpaar und seinem Architekten beabsichtigt und auch von den Kindern sehr bewusst wahrgenommen wurde.
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  • Grabmal Wissinger („Frühlicht in Beton”)

    May 17, 2024 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    1922-1923 von Max Taut und Rudolf Belling

    Das Grabmal Wissinger wurde 1922/23 nach dem Entwurf des Architekten Max Taut als expressionistische Raumstruktur aus Beton über der Grabstätte errichtet. Aus kristallin stilisiertem Wurzelwerk wächst eine Arkatur aus Schäften und spitzgiebligen Bögen hervor, die die räumliche Idee einer dreijochigen gotischen Halle vermittelt. Dieses seinerzeit wegen seiner Formgebung umstrittene Grabdenkmal steht heute als expressionistisches Kunstwerk unter Denkmalschutz.

    Das Grabmal hat Ähnlichkeit zu dem (ein Jahr früher fertiggestellten) Grabmal Carl und Curt Schmidt in Erfurt. (https://findpenguins.com/0cjyeiqzgxbzo/footprin…)
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  • Gartenstadt Reform

    June 28, 2024 in Germany ⋅ ☀️ 26 °C

    Die farbenfrohe Siedlung „Reform“ in Magdeburg ist ein frühes Beispiel der deutschen Gartenstadtbewegung. Ihre Gestaltung basiert weitestgehend auf Plänen von Bruno Taut. An ihrem Bau wirkten zwischen 1913 und 1938 u. a. Carl Krayl und Franz Hoffmann mit.

    Die Magdeburger Siedlung Reform entstand in mehreren Abschnitten zwischen 1911 und 1938 und zählt zu den frühen Beispielen der deutschen Gartenstadtbewegung. Neben A. Glimm zeichneten sich insbesondere die Vertreter des Neuen Bauens Franz Hoffmann, Bruno Taut und Carl Krayl für die Architektur verantwortlich. Ähnlich wie schon in der Berliner Siedlung Falkenberg setzte Taut auch hier Farbe als architektonisches Gestaltungmittel ein.Mit der zunehmenden Industrialisierung Magdeburgs stieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Bedarf an Wohnraum. Arbeiter des Krupp-Gruson-Werks gründeten 1909, angetan von den Ideen der deutschen Gartenstadtbewegung, die Genossenschaft Gartenstadt-Kolonie Reform. Deren Ziel war es, mit sozialem Wohnraum im Grünen eine Alternative zur Mietskaserne zu schaffen. Zwei Jahre später wurde am „Verlorenen Grundstein“ auf freiem Feld mit dem Bau der ersten Häusergruppe durch den Baumeister Glimm begonnen.Ab 1913 waren Bruno Taut und Franz Hoffmann mit der weiteren Planung betraut. Zunächst entstanden der Marienhof und die Reihenhausbauten am Flieder-, Hecken- und Bunten Weg. Die kleinen Wohnungen wiesen funktionale Grundrisse auf und verfügten über Nutzgärten zur Selbstversorgung sowie Ställe zur Kleintierhaltung. Bis auf die Ställe bestehen diese Wohnungen noch heute in ihrer ursprünglichen Form.Später stieg auch Carl Krayl, den Taut 1921 in seiner Funktion als Stadtbaurat nach Magdeburg geholt hatte, mit ein. Zusammen mit Krayl, der Mitglied der Genossenschaft war und im Bunten Weg 3 wohnte, setzte Taut seine Ideen zur architektonischen Gliederung der Bauten mittels Farbe um. Diese expressive Fassadengestaltung ist insbesondere an dem zwischen 1926 und 1928 realisierten nördlichen Abschnitt der Siedlung zu sehen.Bis 1930 wurde der letzte Abschnitt nach Tauts Plänen am Lilien- und Asternweg fertiggestellt. Anders als die vorherigen Bauten besitzen die Reihenhäuser hier Flachdächer. Eine letzte Erweiterung erfolgte bis 1938. Dank einer denkmalgerechten Sanierung der Fassaden ist die Gartenstadt, die heute der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Gartenstadt-Kolonie Reform eG gehört, noch immer in ihrer beinahe ursprünglichen Form erlebbar
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