• 17 km entlang einer Levada

    29 gennaio, Portogallo ⋅ ☁️ 16 °C

    Bei der heutigen Tour haben wir uns den Aufstieg gespart und sind mit dem Auto weit hoch gefahren und dann auf nahezu einer Ebene durch einen schönen Eukalyptus Wald gewandert. Es war allerdings sehr matschig und so habe ich probiert wie es ist, wenn man ausrutscht und längelang in eine Levada fällt. Zum Glück nur Schürfwunden und einen verstauchten Finger.
    Aber im Ernst... Braucht man nicht!!!

    Aber zu dem Ursprung der Levada. Die Levadas entstanden, weil auf Madeira starke Niederschläge im Norden fallen, während der Süden trockener ist, aber bessere Bedingungen für Landwirtschaft bietet. Schon im 15. Jahrhundert begann man daher, Wasser über teils sehr lange Kanäle durch Berge und Steilhänge in den Süden zu leiten.

    Im frühen Madeira diente das Wasser vor allem dem lukrativen Zuckerrohranbau, der die Insel zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort machte Der Aufbau dieser Landwirtschaft stützte sich stark auf versklavte Menschen aus Afrika sowie auf Zwangs- und Strafarbeit, die unter der Kontrolle weniger mächtiger Großgrundbesitzer stand.

    Der Bau der Levadas war extrem gefährlich: Arbeiter mussten sich an steile Felswände hängen, Tunnel graben und in unzugänglichen Schluchten arbeiten. Viele starben durch Abstürze, Felsstürze oder Krankheiten, und es gab kaum Schutz oder Absicherung für die, die diese Infrastruktur schufen.
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