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  • Day18

    Die Halbzeit ist überschritten, heute gehts bis Khovd. Auf den Schotterpisten entlang an den vielen vielen Baustellen (die Chinesen, die eine seeeehr große und lange Straße bauen), vorbei an Yaks, Kamelen und Adlern, gehts bis zur heutigen Keysite in einem der 4 Bergmassive im mongolischen Altai. Den Namen weiß ich leider nicht, weil die Professorin das selbst auf deutsch erzählt hat, anstatt es übersetzen zu lassen und auch wenn ich das ganz nett finde von ihr, ist sie so dermaßen schwer zu verstehen, keine Chance. Insgesamt gibt es im mongol. Altai ___ Gletscher, die eine Fläche von 420km2 einnehmen.
    Nach dem Lunch wurden heute schon die ersten Stimmen laut, wie schwer wohl die Umstellung wird, wieder zu Hause zu sein. (.....und sich tatsächlich ein Klo suchen muss, anstatt den nächsten Busch).
    Insgesamt sind wir heute nur ca. 170km gefahren, trotz gutem Zeitmanagement waren wir aber sicher über 6h unterwegs. Zwischendurch hat es auch mal n bisschen geregnet ( die Gletscher waren daher wolkenverhangen und nicht zu sehen).
    Die Landschaft wird immer noch offener und noch weiter und immer sandiger. Die Berge sind immer noch richtig bunt, so viele Farben und Färbtöne, ich hoffe, dass man das auf den Fotos der Leute mit den guten Kameras sehen kann, mein Handy produziert da nur müde Abklätscher. Am bestens fand ich glaub ich, als wir bestimmt 30min quer über eine riesig-weite Ebene gefahren sind, immer auf eine Anhöhe zu. Die ganze Fläche ist im Grunde eine einzige Straße, rechts und links “am Horizont“ von Bergen gesäumt, hinter denen man dann noch höhere Gebirgskämme erahnen kann usw, aber hinter dem Berg, auf den wir zufahren, ist einfach nichts mehr. Also man sieht nichts, man weiß nicht, gehts dahinter wieder runter, ist es einen höhere Ebene, hört die Welt da einfach auf, da ist einfach Nichts zu sehen..toll.
    Viel später taucht dann hinter der letzten Kuppe Khovd auf. Ein bisschen skurril, wie man darauf zufährt, die gelbbraune Staub“straße“ rechts und links ausgebreitet, mitten auf der Ebene dann ein blaues Autobahnschild (Khpvd geradeaus), als könnte man die Stadt verfehlen..und sobald der erste Zaun losgeht, wächst Gras und die Hauptstraße ist asphaltiert. Es wachsen auch richtige Bäume!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day17

    Der heutige Tagesplan weicht deutlich vom ursprünglich geplanten Program ab, da Miri uns was organisiert hat. Über ihren Vermieter hat sie Connections zu einer Übersetzerin, die in Ulgi wohnt und mit der wir eine Nomaden Familie besuchen werden.
    Morgens (nach super leckeren Kartoffelpuffer mit Tomatenmayo - Mayo am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen) haben wir also die Agi in Ulgi angeholt und sind losgedüst. Über Stock und Stein gings durchs Gebirge bis es auf einmal richtig krass grün wurde und am Horizont sogar Bäume zu sehen waren!!
    Dann tauchen auch schon die Jurten der Familie auf und wir sind da.
    Im Endeffekt wars ganz okay, weiterempfehlen würde ich das Erlebnis aber nicht..
    Die Familie wurde uns angepriesen als “Mongolen-Nomaden-Familie“, die traditionell mit Adlern jagen und einen jungen Wolf haben.
    Tatsächlich war es eine kasachstanische Familie, die zwar schon 2 Adler haben und einen Falken und damit auch jagen, das aber anscheinend nur auf Wettbewerben, um entsprechend Preise abzuräumen. Der Größere ist 5 Jahre und ca.20kg, mit ihm kann man Wölfe jagen; der Kleinere ist erst 3 Jahre alt und kann erst kleinere Tiere fangen. Letzteren durfte dann jeder, der wollte, auch mal halten, mit traditionellem Umhang und Hut und schön in die Kamera lächeln....
    Zwei junge Wölfe hatten sie auch, an ca.1,5m angeleint, wo sie den ganzen Tag getrennt voneinander im Kreis um ihren Pflok traben können. Ziemlich grausam, wie sie aufgetegt waren, als sie ein bisschen Wasser bekommen haben. Halten tun sich die Familie die nur, um sie groß zu ziehen, damit das Fell dann verkauft werden kann.
    Schnell hat sich dann herausgestellt, dass hier eben sehr wohl ca. alle 2 Tage Touristen vorbeikommen, und die ganze Show gut eingespielt ist.. wirklich schade!
    Traditionelles Willkommensessen gab es auch noch, gesalzene Butter mit Teigbrotdingsies und verschiedenster Käse, in jeglichen Härtestufen. Wir haben aber unsere Zähne behalten und unseren Horizont erweitert. Na gut, so schlecht wars nicht, interessant und eigl auch lecker(: Der ganze Rest war aber vermutlich einfach im Supermarkt gekauft.
    Schon bei der Ankunft stand der Ofen draußen in Mitten sämtlichen Mülls, Drecks und Blut-Pipi-Wasser-Lachen und daneben die Haut des Schafs, das sie für uns gekocht haben. Das hat auch geschmeckt, war aber extrem fett und die Gemüsebeilage eher spärlich, aber so ist das hier ja eh Standart.
    Allgemein zusammenfassend war der Tag schon cool und sehr interessant, aber für mich persönlich ein bisschen enttäuschend, weil ich mir ein authentisches, privateres Erlebnis erwartet hatte.
    Nachdem wir dann Agi wieder zurück nach Ulgi gebracht haben und den Spaß bezahlt, gings wieder zurück zu unserem Camp.
    Mir gehts jetzt schon viel besser, das Gröbste ist überstanden, ich konnte mich also mit dem Rest der Truppe mal wieder säubern. Gleich 5 kg leichter!;) Im Vergleich zu den Gebirgsbächen zuvor ist das Wasser im Tolbo-Lake wirklich pudelwarm(:
    Zum Abendessen gabs Fischsuppe, nachdem uns der Wolle gestern Abend einen ebensolchen geangelt hat. Identifizierbar war er aber nicht, weil da ja dann für so viele Leute noch mehr Fisch dazugekauft werden musste.
    An unserem Campspot haben wir noch Besuch von einer Truppe junger Kasachen gehabt, die konnten das mit dem Feuer deutlich besser, aber nach ner Weile musikalischem Austausch sind die wieder abgezogen.
    Eigentlich wollte ich heute nochmal ein Zelt-Leuchte-Foto organisieren, da ich beim letzten Mal auskurieren musste, hat aber irgendwie nicht so geklappt, vllt kommt ja nochmal so ein supi Place(:
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  • Day16

    Nach Maismilchbrei am Morgen gings direkt weiter mit wissenschaftlichem Programm. In und um unsere Campsite haben unsere Professoren kleine Stationen vorbereitet, an denen sie uns Einiges zu berichten hatten. Lange hab ichs nicht gepackt und bin dann ins Zelt zum Schlafen.
    Nach 2 von Elisabeths Antikrank-Tabletten, 1 Mittagessen (super leckere rote Suppe!), nochmal 2h Schlaf und 1 bisschen gewaschener Wäsche später gehts mir langsam besser.
    Da es im “Land des ewig blauen Himmels“ keine Bäume gibt, wurde schon am ersten Abend versucht, Feuer aus Kuhfladen zu schüren. Ich war nicht dabei, es scheint aber nicht so richtig funktioniert zu haben, jedenfalls sind die Bemühungen eher Mau und die Lagerfeuer-Abende haben sich in TischsitzundSpiel-Abende gewandelt. Nicht unbedingt schlechter, aber natürlich bei weitem nicht vergleichbar.
    Dafür ist der Sonnenuntergang von unseren Campplatzbergen aus äußerst brauchbar und der Sternenhimmel auch heute Abend wieder der Wahnsinn.
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  • Day16

    Sodala es ist kurz vor 11 und ich bin grade fertig geworden, mein Zelt am neuen Platz einzurichten. Heute wars ganz schön knapp mit vor der Dunkelheit aufbauen, bin ein paar mal über meine eigenen Schnüre gestolpert..

    Nachdem wir heute Früh mal richtig leckeren Milchbrei mit Obstsalat!!*_* hatten, gings gegen 10 los Richtung Ulgi. Auf dem Weg gabs noch nen Stopp bei einer heiligen Quelle zum Wasser auffüllen und noch bei zwei Keysites, wo wir allerlei über die Mongolei allgemein erfahren haben. Lange hab ichs nicht ausgehalten, dann musste ich vom Bus aus zu hören. Ich bin über Nacht leider nicht wie nach Plan gesund geworden sondern häng ganz schön durch die Gegend und wenn dann noch die Sonne so runterknallt, pack ich das dreimal nicht.. Vom Lunch hab ich auch nicht viel abbekommen, da war ich zu langsam. Manchmal macht das Kitchenteam viel zu viel zu viel und dann an Tagen wie heute, wenn alle Hunger haben, gibts für die letzten Marmeladebrote...echt komisch.
    Im Bus hab ich recht viel geschlafen, die Straße war sehr gut. Da liegt daran, dass sie von den Chinesen gebaut wurde, laut Pavel.
    Fun Fact: Bei der Einreise mussten wir 15.000 Rubel extra für eine Versicherung bezahlen, weil auf dem _international_ gültigen Versicherungsschein nicht extra _Mongolia_ steht.. anscheinend ist eine Begründung auch, dass wir die Straßen durch unser Draufrumfahren zerstören und die ja repariert werden müssen. Der Witz kommt dann, wenn man die “Straßen“ sieht..
    In der Stadt Ulgi angekommen, haben wir erst mal alle unsere Rubel gegen mongolische Tugrik getauscht. 2800 Tugrik sind 1 Euro.
    Am Open Air Markt haben wir uns erst mal grob umgeschaut, von den ganzen Weichmachern in den chinesischen Billigprodukten ist mir noch blöder im Kopf geworden, als ich vom Fieber eh schon war.
    Im Supermarkt haben wir uns noch mit Wasser und allen Notwendigkeiten für die nächsten, shopping-freien 4 Tage eingedeckt und dabei sämtliche direkt aus Deutschland importierten Billigprodukte entdeckt: Von Erdnussdosen über Edeka-Blockschokolade und Schoko-Linsen bis hin zur Gut und Günstig Apfelpause.
    Nach einem schnellen Wlan-Stop in nem Cafe, gabs noch ein paar Kamelhaar-Socken für die Isipisi und dann weiter auf der chinesischen Straße zu Pavels Lieblings-Campspot, an dem wir jetzt 3 Nächte bleiben werden. Es ist wirklich wunderschön, der Sonnenuntergang ist absolut bilderbuchreif und wir sind direkt am See. Sehr fein.
    Abendessen war ebenfalls wieder extrem knapp bemessen...dafür dann der Sternenhimmel top (Foto mit dem Handy gemacht!)
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  • Day14

    Gestern Abend wurde unser Abenteuerplan nochmal revidiert. Aufstehen ist erst um kurz vor 6, wir sind ja nur 5km von der Grenze entfernt.
    Jetzt ist es halb11 und unsere Caravane steht seit kurz vor 7 in der Schlange. Wir werden ständig von anderen überholt und zum Teil sind wirklich blöde Typen dabei, die da entlang rasen, als ob es was bringen würde, nach 5min kommen sie dann wieder zurück.
    In der Früh war es wirklich zapfig zapfig kalt, wahnsinn, ich glaub das wird auch nicht mehr anders. In mindestens 6 Lagen eingepackt haben wir dann angefangen, uns die Zeit mit Volleyball zu vertreiben. Nach und nach haben die Bauern ihre Kühe und Pferde und Schafe rausgetrieben, die haben ganz schön skeptisch geguckt.
    Zusätzlich treffen wir schon seit einigen Tagen immer wieder eine Gruppe (“Mongol Rally 2017“ oder so), die mit ihren bunten Autos durch die Gegend cruisen, da sind Schweden, Finnen, Schweizer, Deutsche und auch Italiener dabei, sehr viel mehr weiß ich aber auch nicht über die. Der Start war in London und irgendwie sind sie dann über Tschechien, Ungarn, blabla, Iran, Russland jetzt hier und fahren noch ein Stück durch die Mongolei weiter.
    Zack! Auf einmal haben Pavel und unser Busfahrer keine Geduld mehr und wir fahren auf die linke Spur und stehen - nach ein bisschen Geschrei und Rangeleien mit anderen Autos - jetzt vor dem geschlossenen Grenztor. Grade ist ein anderer Reisebus durchgekommen, das dauert jetzt also noch ne Weile, anscheinend pro Reisepass min. 3 Min.
    12:30 Uhr, hin und her, ein paar LKWs durften durch und unser Busfahr-Oleg schlägt sich wacker und ist immer ein Sekündchen schneller als die aufsässigen, wütenden Mongolen, die sich durchmongeln wollen #witzig.
    Unsere Kitchen-Ladies tragen auch ihren Teil bei und obwohl sie schon einzwei Mal mehr oder weniger sanft zur Seite gefahren wurden, stellen sie sich unseren Widersachern immer wieder in den Weg.
    Wir sind stolz auf unser Team und fiebern alle mit!(:
    Endlich! Es ist kurz nach 2 und ca. die Hälfte von uns ist schon durch die 1.Kontrolle. Es wird _alles_ durchgesucht. Bei den Autos vor uns incl. offener Motorhaube und Türen abklopfen, die LKWs werden von oben (Geländer) und unten (Grube) abgesucht. Jeder musste mit seinem eigenen Gepäck durch die Passkontrolle mit Körperscan usw, wie am Flughafen. Der Colia und ein paar Andere müssen jetzt noch den Truck ausräumen, anscheinend aber nicht komplett, weil die Beamten dann keine Lust mehr hatten.
    14:30 Uhr wir befinden uns zwar noch auf russischem Boden aber immerhin sind wir durch die erste Grenze durch. Jetzt kommen 20km Niemandsland, erst russisches, dann mongolisches. Irgendwann bin ich dann im Krankheitsanflug eingeschlafen und wieder aufgewacht, als wir tatsächlich innerhalb der zweiten Grenzkontrolle waren. Alle schieben furchtbaren Stress aus Angst, dass bald Feierabend ist und damit dann Schicht im Schacht und die Tore geschlossen..
    Nach langem Schlange stehen, Pässe kontrollieren lassen, Stempel abholen und wieder alles Gepäck aus- und wieder einladen haben wir es endlich geschafft. Die Caravane fährt um 18:01 Uhr durch das Grenztor,
    WIR SIND IN DER MONGOLEI!
    Nach einiger Zeit Aufenthalt im ersten Ort, wo wir auch gleich “Mittag“ gegessen haben, weil das vorbereitete Essen des Küchenteams in der Hitze im Truck vor der Grenze schlecht geworden ist haben wir das Tagesziel tatsächlich noch geschafft: über die Grenze kommen und die Zelte vor Einbruch der Dunkelheit aufbauen.
    Ich seh jetzt mal zu mein Krankus gleich im Anmarsch zu unterdrücken, is mir jetz grade nicht so danach muss ich zugeben
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  • Day13

    Heute hat mir das Wetter schon in aller Früh einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Der Plan war, noch vor dem Frühstück in den Fluss zu springen, als um 6 dann aber mein Wecker geklingelt hat, wars richtig richtig kalt und auch noch ziemlich nass draußen. Der Plan wurde also schnell gecancellt und ich hab mich mit dem wiederlichen Geruch meiner Haare nach kaltem Lagerfeuer-Rauch abgefunden. Am Abend konnten wir uns dann alle gründlich säubern, sogar mit Sonne.
    Im Regen dann schnell schnell Milchreis verspeisen und alles einpacken, dann geht schon wieder weiter, wir pirschen uns immer näher an die mongolischen​ Grenze an.
    Gestern hat uns dann endlich der eigentliche Truck eingeholt, der uns auf unserer weiteren Reise begleiten wird. Sergei und sein im Vergleich wirklich süßes Autolein haben sich dann heute morgen verabschiedet, er dreht um und fährt wieder nach Hause nach Novosibirsk, weil er keinen Pass hat, mit dem er aus Russland ausreisen darf.
    Mit unserer Abfahrt klart es auch ein bisschen auf und die aufreißende Wolkendecke lässt die Steppen-Ebenen noch ein bisschen dramatischer aussehen.
    Nach der Keysite (arschkalt, windig aber immerhin no rain) gings dann direkt nach Kosh Agach, die Hauptstadt des gleichnahmigen Districts. Die Stadt ist ein Knotenpunkt für Viele, die aus Kasachstan in die Mongolei fahren und umgekehrt. Ansehen tut mans ihr ihre Bedeutung aber nicht, sieht aus wie überall hier: Vermüllt und runtergekommen im Mix mit neuesten Werbeplakaten und bunten Dächern.
    Der Shoppingtrip des Küchenteams hat deutlich länger gedauert als geplant, wir hatten also viel viel Zeit, die Gegend zu erkunden und uns umzuschauen.
    Etwas außerhalb gabs dann gleich Lunch, da wurde wieder kräftig aufgetischt, Kürbissalat mit Pinienkernen, Rote Beete mit Kraut und anderem Zeug, Kartoffeln, Miam! Obwohl wir so gut versorgt werden, kommen doch immer wieder mal speichelflussfördernde Gespräche auf. Schweinebraten, Pommes, Sushi, Rosmarinkartoffeln, Pizza,....
    Hier ist jetzt nicht mehr so arg viel, bissl trockenes Gras, Steine und weit weg n paar Berglein, das wars dann; Baum is eher nich
    Allmählich wird klar, dass wir uns jetzt in Grenzgebiet befinden, spätestens als wir “Foreigners“ dann alle nochmal, nachdem wir am Campingplatz angelangt waren, mit dem Bus zurück zur Grenztown mussten, um unsere Einreise-erlaubnis zu bestätigen oder irgendwie so. Ganz klar ist der Ablauf wohl niemandem, anscheinend ist es einfach alles recht willkürlich und undurchschaubar, Pavel ist ziemlich gestresst und trotz dem ganzen voraus​ organisiertem Papierkram wird sich erst morgen direkt an der Grenze rausstellen, ob wir die geplante Reiseroute in die Mongolei fortsetzen können oder nicht.
    Für heute Nacht haben sich etliche Zeltgemeinschaften gefunden, damit es morgen Früh schnell geht. Um halb4 ist Abfahrt.
    Das Problem ist, dass die Grenze Samstags nur bis 12 geöffnet und dann bis Montag geschlossen ist. Da wir montags, also morgen, drüber wollen, müssen wir früh dran sein, um eine Chance zu haben. Schon heute stehen die Ersten für morgen in der Schlange. Außerdem wurden wir schon vorgewarnt, dass man sich gelegentlich vorkommen kann, als wäre das Grenzgebiet zivilisationsfrei. Leute, die oft zwischen den Ländern hin- und herfahren und sich schon kennen, helfen sich gegenseitig, schneller durch die Autoschlangen zu kommen und auch Schlägereien sollen üblich sein.
    Na dann verbringen wir den Abend mal damit, uns (Verteidigungs-)Taktiken zu überlegen und dann gehts früh ins Bettchen. ToiToiToi
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  • Day12

    Nach langer und äußerst amüsanter Lagerfeuernacht mit interkulturellstem Austausch gabs um 8 Frühstück. Diemal wieder Frischkäsebällchen mit Vanillesauce, sehr lecker.
    Essensbezüglich gibts auch langsam immer mehr zu probieren, immer wieder mal findet jemand was interessantes im Supermarkt, angefangen bei Salami und weiter über Miris Pferdeschinken bis hin zu Stutenmilch, bei der mir daran riechen aber schon gereicht hat.
    Relativ zügig wurde dann das Lager wieder zusammengepackt, gerade rechtzeitig, es hat schon angefangen zu Tröpfeln.
    Omas Wanderstiefel sehen jetzt schlimmer aus als ich mich erstaunlicherweise fühle, dementsprechend haben sie heute ihren Platz in der Mülltüte gefunden, schade, aber mitzutragen bringt ja auch nichts und Reparieren ist eher hoffnungslos:/
    An langen Schneefangzäunen, weiteren Pferdeherden, Schafen und Ziegen vorbei war die erste Keysite für heute bei den Kurgan, über die uns Norbert schon mal erzählt hat. Die Meisten sind bereits geplündert, ab und zu findet man aber nochmal ein bisher Unentdecktes. Die Steinhaufen sind Gräber für hohe Staatsmänner von 1000v.Chr. bis 900 n.Chr. und sind mit dafür verantwortlich, dass der russische Teil des Altaigebirges als UNESCO-Welterbe gilt.
    Nachdem es am heutigen Camp Lunch gab und alle ihr Plätzchen gerichtet hatten gings zur zweiten Keysite. Da wars ziemlich cool, auch wenn wir wieder blöd auf Bergen rumstiefeln mussten, die Aussicht wars devinitiv wert. So viele Farben, rot gelb grün, wunderschön und mittendrin der Fluss Chuya mit seinen saftig grünen Auen. Woah!
    Außerdem haben wir ___ gesammelt und Permafrost angefasst. Thehe.
    Abendessen war heute mal einigermaßen bissfest, Buchweizen mit Erbesen und Mais, ganz ohne Suppe(:
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  • Day10

    Frühstück halb9: Überraschung: Brei! nur zwei mal gabs bisher was anderes, einmal Apfelpfannkuchen und einmal Frischkäsepfannkuchen.
    Mittlerweile peppt sich jeder seinen Brei immer ordentlich auf, Marmelade, Ketschup, Schokocreme, Merrettich. Knoblauch. Langsam kommen auch feinere Nuancen wie Schokobällchen zu Tage.

    Überall am Camp ist alles voller Heuschrecken, auch große grüne Heupferde und solche, die richtig Lärm machen beim Fliegen. Bei jedem Schritt fliegen sie in alle Richtungen davon.
    Gestern Abend gabs noch ein Lagerfeuerkonzert mit Sergei, dem Minibusfahrer, der Akkordeon spielt. Durchaus unterhaltsam und nach den müden Gesichtern zu urteilen, ging es auch noch ziemlich lange, nachdem ich ins Bett gegangen bin.
    Gemütlich gibgs dann auch wieder weiter, heute ist ein “kurzer“ Tag, nur ca. 70km.
    Nach der Lesson an der heutigen Keysite (mit mords view über den Gletscher, den wir morgen hoffentlich beklettern werden) gings dann auf die Straße zu unserer Campsite. Holla die Waldfee! Sergei und Colia haben mich gefragt, ob ich wieder im Truck mitfahren möchte und es war ein sehr sehr gute Entscheidung.
    Was für eine Piste, woah! Und dann auch noch ne Riesenpfütze, wo der Bus erst mal durchgesaust ist und dann einen nach dem anderen die anderen Fahrzeuge durchziehen musste(: #Abenteuer!
    Am Camp angelangt gibts dann auch die Möglichkeit Wäsche und sich selbst zu waschen. Vorausgesetzt man trotzt der Wassertemperatur, Brr'_'

    Mittagessen war heute eher so um 5, mal wieder Suppe #Überraschung!
    Danach hatten wir dann Zeit für mentale Vorbereitung für morgen.
    Von “Volleyball“ über Kurgansuche (alte Steingräber) mit Norbert, der uns Unwissenden dann gleich noch ne Privatlesson gegeben hat, war alles dabei.
    Um 9 gabs dann nochmal Abendessen, nur n bisschen Salat und Thunfischbrote.
    Jetzt wirds dann aber eh bald ins Bett, bin schon gespsnnt auf morgen!

    Das zweite Foto ist ein Postoffice ;)
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  • Day9

    Nach dem Frühstück um halb8 (Überraschung, heute gibts Griesbrei! Mal was anderes..nicht) ist das gesamte Lager der letzten 3 Tage abgeräumt worden und alles wieder in den Truck verfrachtet. Gegen 10 gibgs dann gleich weiter.
    Ich durfte heute im Truck mitfahren, warum weiß ich nicht, ich hab nur ganz schnell ja gesagt, als der Pavel mich gefragt hat, bevor er sichs anders überlegt;)
    Mit Sergei und Colya wars ganz witzig und ich hab eine Müllhalde zu Gesicht bekommen. Igitt!! Sie waren aber beide auch sehr perplex und meinten so krass haben sie das auch noch nicht gesehen.. ein großes, eingezäuntes Areal voller Müll und mittendrin die Kühe, die den ganzen Dreck fressen.
    Nach unserem Shopping-Stop in Ongudai musste ich aber leider wieder in den Minibus wechseln, weil wir zur nächsten Keysite weiter fahren und der Truck erst noch Gasflaschen tauschen muss.
    Nächster Halt war am Chiketaman Pass. Schöne Passstraße und schöner Ausblick! Nach kurzem Input und Postkartengeshoppe (das ist einfach nicht üblich hier und trotz Tourismus gibts die fast nirgends) geht's auch schon wieder weiter, es ist halb3 und Lunch ist erst mal noch nicht in Sicht:0 Zwischendurch wurden wir aufgehalten, weil eine Straße gesperrt war und da dann auch noch Kühe rumgeturnt sind, daher die Verzögerung.
    Die Berge sehen immer abenteuerlicher aus, immer zerklüfteter und steiniger.
    Nach ein paar weiteren Keysites und einem Lunchstop mit Badetime im Katun gings dann weiter durch die Berge und einfach wundertolle Landschaften bis zum heutigen Camp, direkt am Fluss Chuya.
    Das Lager sieht gut aus, zum Abendessen gabs Buchweizen mit gefüllter Paprika (Gefüllt mit? Buchweizen?) und jetzt gibts auch bald wieder Lagerfeuer. Nur Mücklein gibt's hier natürlich wieder.
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  • Day8

    Nach unserem großen Ausflug gestern hatte ich eigentlich Muskelkater erwartet. Aber bis auf ein bisschen Knie spür ich bisher nicht viel muss ich sagen, hoffentlich bleibt das so(:
    Dafür hab ich aber n bissl verschlafen, zum Frühstück war trotzdem noch Zeit, bevor es wieder losging zur heutigen Keysite und einem kleinen Landschaftsspaziergang. Auf der anderen Seite der Passstraße sind wir ca 3km gelaufen, weil man dort dann wieder Boden aufgraben und Pflanzen abrupfen darf. Direkt dort geht das nicht, weil es ein heiliger Ort ist. Es hängen auch überall die Bänder an den Bäumen, die ursprünglich als Bitte an die Götter gedacht waren, dass die weitere Reise gut verlaufen wird.
    Das Ganze muss aber 1. auf eine bestimmte Weise an den Ästen befestigt werden, 2. innerhalb eines Rituals geschehen, bei dem auch Steinpyramiden gebaut werden und 3. mit blauen, weißen oder gelben (Wasser, Himmel, Erde) Bändern bestimmter Länge und Breite geschehen. Die meisten Bänder an den Bäumen sind daher hier offensichtlich von Touristen angebracht worden, an der Straße ist auch auf beiden Seiten eine Art Markt mit verschiedenen Ständen, die alle die selben einzigartigen Sachen verkaufen, vom Honig über Magnete bis hin zu verschiedener Yakwolle-Kleidung. Auf Empfehlung unserer russischen Professoren haben ich dann ein Dings probiert, das ist irgendwie Blätterteig mit Rindfleisch und sehr viel Öl;), war aber gut!
    Nach dem Mittagessen ist dann erst mal Päuschen und Freizeit, gegen 7 wirds wohl wieder Abendessen geben und ab 5 gehts für die erste Gruppe (ca. 10 Leute) wieder los, heute ist wieder Sauna!;) Diesmal aber nur ne kleine, deswegen gibts Gruppen von 5-11.

    Gestern Nacht hats sehr gewittert, da hat richtig der Boden vibriert und auch heute bleibts sehr unbeständig. 10min Starkregen, 20min Sonnenschein, 10min Starkregen usw. Da muss man aufpassen, das man nicht krank wird!
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  • Day7

    Heute gabs wieder früh Frühstück. Heute Nudeln mit Käse. Kraftfutter. Heute gehts Wandern...
    Erst mit dem Bus ein Stück vom Lager weg, dann zu Fuß weiter. Etwas bergauf erst mal, bis zur heutigen Keysite mitten in der Tundra. Der View ist schon ziemlich brauchbar(:
    Nachdem wir ettliches über die Geologie des Gebiets und die Tundravegetation gelernt haben, gings dann los.
    Erst n Stück rauf, dann wieder runter. Dann ca. das selbe Stück wieder rauf. Dann konnten wir ihn sehen...den Berg Sarlyk.
    Dann wurden erst mal die Lunchboxes ausgepackt, die uns das Küchenteam geschnürt hat.
    Dann gings los. Erst unsere Anhöhe wieder runter, dann über über die Ebene und drüben wieder rauf.
    Es zog sich sehr. Ich war bestimmt 10 Mal davon überzeugt, jetzt gleich oben zu sein und nochmal die letzte Kraft zusammenzunehmen. Jedes Mal kam wieder so eine blöde sch&%#@#% Terasse und nochmal ein Hügel und nochmal und nochmal. Irgendwann haben dann meine Schlusslicht-Mitstreiter aufgegeben und ich hab den Rest alleine bezwungen; wie ich sterbend Blockschutthalden erklimme war aber eh bestimmt kein Anblick, den man unbedingt gesehen haben muss :D
    Es hat sich definitiv gelohnt ! So ein wahnsinns Ausblick. Wow.
    Und dann mussten wir wieder runter.. und ein Gewitter kam auch noch auf, also waren alle Steine superglitschig.. Wieder in kleine Motivationsteams aufgeteilt haben wir es aber geschafft !(:
    (alles wirkt noch lächerlicher, wenn man bedenkt, dass die Ersten schon wieder auf der anderen Seite die Anhöhe oben waren, als wir grade mal n Stückchen unterhalb des Gipfels waren!!)

    Ich bin also heute auf 2.507m gewesen und hab runtergeguckt(:
    Und jetzt such ich mir ein Fleckchen unberührte Natur, grab mir ein Loch und stirb darin . Alles Aua .
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